BioBeitrag: Verantwortlicher Umgang mit CO₂

 

Die Öko-Lebensmittelhersteller streben eine nachhaltigere Unternehmensausrichtung an. Das bedeutet, Nachhaltigkeit ganzheitlich in unternehmerische Entscheidungen einzubeziehen. Ein entscheidender Faktor sind dabei die CO₂-Emissionen entlang der Wertschöpfungskette. Wer diese vermeidet und klimaneutrale Produkte erwirtschaftet, der leistet einen konkreten Beitrag zu mehr Nachhaltigkeit. Die Unternehmen berechnen dafür zunächst ihren Status Quo: Alle CO₂-Emissionen, die in der Prozesskette unvermeidlich entstehen, werden durchleuchtet. Anschließend können über optimierte Prozesse Emissionen verringert werden, wie z.B. bei Herstellverfahren oder Verpackungen. Eine alternative Möglichkeit, unvermeidbaren CO₂-Ausstoß auszugleichen, sind anerkannte Klimaschutzprojekte.

 

Anmerkung Heuschrecke: Wie ist das bei uns?

Als stark manuell arbeitender Betrieb sind wir seit jeher ressourcensparend ausgerichtet. So ist es auch in unseren Lieferketten: Kräuter, Gewürze und Tee unterliegen wenigen Verarbeitungsschritten. Energie ist notwendig für die Trocknung, Schneiden/ Mahlen sowie für Transporte. Transporte laufen hauptsächlich auf geraden Wegen, direkt zu uns oder über einen Importeur. Wir machen jetzt seit 45 Jahren Bio und sind seit 1993 (Geburt des EU-Bio-Gesetzes) biozertifiziert.

Die jetzt ungefähr 15 Jahre alte Idee der zusätzlich Klimaneutralitätszertifizierung mit CO₂-Kompensationszahlungen für CO₂-Emissionen hat uns damals sofort an den kirchlichen Ablasshandel erinnert. Es ist eine westliche Idee und bekommt eine Anmutung neokolonialer Züge: Die Gelder gehen in oft autokratisch regierte Drittländer mit hohem Korruptionsindex, die eigentlich aber die rechnerisch „eingesparten“ Treibhausgasemissionen auf ihr eigenes CO₂-Neutralitätskonto nehmen dürften – aber zugunsten der Industrieländer irgendwie darauf verzichten sollen – sonst würde die westliche Rechnung ja nicht stimmen.
Natürlich gibt es Wettbewerb unter den Zertifizierern sowie den Anbietern für die Ausgleichszahlungen. Man zahlt nicht überall dasselbe, um eine Tonne CO₂ rechnerisch vermieden zu haben. Auch wer sich mit der gerade aufkommenden Idee der „wahren Preise“ für Produkte beschäftigt (dort sind die Umwelt- und Sozialkosten im Verkaufspreis enthalten, die das Produkt konkret verursacht, die aber zurzeit vergesellschaftet werden – was Bio so teuer aussehen lässt …), sieht, dass in der Vorbild-Studie eines LEH die Hälfte der „wahren Kosten“ weggelassen wurde.

Für komplexe, intransparente Lieferketten, die darauf aus sind, global jeweils den billigsten Ort für die jeweilige Teilproduktion zu nutzen, wäre das CO₂-Neutralitäts-Label ein nützliches Werbe-Instrument, das aber nicht wirklich etwas mit einer umfassenden Nachhaltigkeits-Qualität des Produkts zu tun hat.
Für Kleinbetriebe sind solche Zertifizierungen kostspieliger: es geht ja nicht nur um ein paar Tausend Euro Zertifizierungskosten und zusätzlich Ausgleichszahlungen jährlich, sondern es braucht eine zusätzliche Stelle und legt einmal im Jahr den Betrieb für eine Woche lahm. Am Ende hat man dasselbe Siegel wie ein Konzern, aber die eigenen Produkte sind viel teurer, und auch von der Qualität her nicht wirklich vergleichbar.

Wir arbeiten bevorzugt mit Kleinbauernprojekten und selbstständigen Bauern, und wir zahlen für unsere guten Qualitäten vergleichsweise sehr hohe Preise. Das, was wir bei härterer Gangart als Gewinn einstreichen und in „Greenwashing“ stecken könnten, geben wir sofort den Bauern. Die Projekte haben ihrerseits häufig Zugang zur (Umwelt-/Klima-/Saatgut-/Boden-) Forschung. Gerade die Bio-kleinbäuerliche Landwirtschaft schafft einen hohen Wert für Umwelt und Klima.

Es ist ein sich selbst antreibendes Rad: die Strukturen der Industrie sind so groß, dass selbstverständliche Umwelt- und Sozialstandards nur über Zertifikate kommuniziert werden können. Dafür sind alle Mitglieder der Lieferkette bis in die Drittländer angehalten, selbst in Zertifizierungen zu investieren. Verwaltung und Kosten der „Nachhaltigkeit“ lassen sich leichter in Großbetrieben mit eigener Nachhaltigkeitsabteilung stemmen.

Frage: wie stellst Du dir die gesamten Zertifizierungskosten im Verhältnis zum Einkommen in der Landwirtschaft im Ursprung vor?

Für den Kleinbetrieb gilt: gibt er jetzt Tausende für das Klimaneutralitätslabel aus, oder steckt er dasselbe Geld in neue, energieeffizientere Ausrüstungen?

 

#30JahreAöL
#45JahreHeuschrecke
AÖL = Assoziation ökologischer Lebensmittelhersteller 

Neues Leben – Teil 2

Eine wilde Ansammlung von neuem Leben: links Koriander, rechts Bockshornklee

 

Vor ca. 3 Monaten habe ich einen Beitrag zu Samen geschrieben, die ich gepflanzt habe. Das waren größtenteils alte Gewürzbestände, die ein neues Leben in der Natur bekommen haben. Das ist ein schöner Weg, diese älteren Samen nochmal anders zu verwenden und sogar andere Gewürze dadurch zu bekommen.

Hier sind ein paar Updates der gepflanzten Samen:

 

 

Koriander

Der Koriander ist schon oben zu sehen, aber auch an dieser Stelle habe ich noch welchen gepflanzt. Die Pflanzen sind in die Höhe geschossen und blühen mittlerweile schon vereinzelt. Das würzige Koriandergrün ist für die meisten Menschen eine Wonne, ich mag es sehr gerne. Wir haben also aus den Samen quasi ein neues Gewürz geschaffen und es ist sehr ergiebig, aber ich glaube nur einjährig.

Das Umfeld ist hier voll mit anderen Kräutern, die ich entweder gesät oder gepflanzt habe. Hier hat man aber in der Regel nicht die Samen zu Hause rumliegen.

 

 

Bockshornklee

Aus den leckeren gelben Samen ist bei mir quasi ein ganzes Beet voll Bockshornklee gewachsen. Dieses wird gerne in und um Indien, Iran oder benachbarten Ländern verwendet. Es ist etwas bitter, aber gleichzeitig sehr tief aromatisch. Bisher habe ich erst einmal damit gekocht, ein einfaches „Aloo Methi“, heißt im Grunde Bratkartoffeln mit Bockshornklee. Das war eine wunderbare Kombination. Dazu ist es einfach auch schön anzusehen, man erkennt den „Klee“.

 

 

Selbstgezogener Dill

 

Und der Rest?

Bei Anis und Kreuzkümmel weiß ich leider nicht, wie sie gewachsen aussehen. Ich habe sie etwas kreuz und quer in meinem Garten gepflanzt und sie natürlich nicht beschriftet. Ich könnte mir gut vorstellen, dass sie irgendwie sprießen und wachsen, vor meiner Nase, aber ich kann nicht sagen, wie sie aussehen. Vielleicht werde ich sie aber am Geschmack irgendwann wieder erkennen.

Als Ausgleich gibt’s hier noch einen prächtigen, selbstgezogenen Dill, der genau wie Anis und Kreuzkümmel ein Doldenblütler ist. 

 

Ich hoffe, diese kleinen Einblicke motivieren euch, selber ein paar Kräuter zu pflanzen und zu ziehen. Während sie nicht unbedingt den Bedarf auf alle Zeiten abdecken, hat man danach ein schönes Bild der Pflanze und weiß nochmal besser, wo jetzt die Kräuter und Gewürze herkommen und wie sie aussehen. Das alleine finde ich wertvoll für die Beziehung zu ihnen.

 

Bis bald!

 

 

 

 


 

 

Joshua Stübner. Das bin ich. Ich schreibe hauptsächlich Rezepte für Heuschrecke. Es macht mir Freude und ich hoffe, diese auf die ein oder andere Art zu teilen. Manchmal bin ich aber auch ein Web-Developer. Hier.

 

 

 

Galgant

 

Wurzel-Gewürze kaufen wir gerne als Chips, also in Scheiben geschnitten, ein. So halten sie sich länger, die Aromen bleiben frisch. In unseren Gewürzmischungen werden die Chips mit den anderen Zutaten zusammen gemahlen, dadurch vermählen sich die Aromen, und die Mischung wird rund und harmonisch.

Dieses Mal haben wir Galgant nicht in Chips, sondern in großen Wurzelstücken bekommen –  sofort hat man den Eindruck von eigenwilligen Lebewesen, mystisch und etwas skurril. Prominentestes Beispiel ist die Ginseng Wurzel.

Unser „großer“ Galgant (Galangal, Alpinia galanga) gehört zur Familie der Ingwergewächse und ist im asiatischen Raum heimisch. Der Geruch erinnert an warmes Brot, leicht säuerlich und appetitanregend, der Geschmack ist würzig mit feiner Bitternote und erinnert entfernt an Ingwer, die Schärfe ist weniger stark.

Galgant gehört zu den Pflanzen der alten chinesischen Heilkunde, Avicenna hat sie für Arabien beschrieben, und Hildegard von Bingen widmet ihr in der „Physica“ ein besonders großes Kapitel.

Galgant wird als Gewürz vielfältig eingesetzt, vergleichbar mit Ingwer. Er passt zu Fleisch, Fisch, Gemüse, Salat, aber auch zu Süßspeisen und Gebäck. Wir bieten ihn gemahlen in der kleinen roten Streudose an, und haben ihn ebenfalls in einigen Gewürzmischungen sowie Kräuterteemischungen.

 

Beispiele Gewürzmischungen: Curry mild, Hildegarten, Vom Glück des Herzens (ein süßliches Curry).

Beispiele Kräutertee: Luna Energie Tee, Luna Welten Tee, Rose-Galgant Basentee, Vom Glück des Herzens-Kräutertee, Kindertee „Zornige Mädchen“.

 

Was uns beschäftigt 06.22

Wir haben drei tolle Neuprodukte

 

Andaliman Pfeffer

Beschreibung: Sehr zitronig, ganze Rispe. Kommt aus Sumatra, kbA aus biozertifizierter Wildsammlung.
Gehört wie Szechuanpfeffer zur Familie Zanthoxylum (Rautengewächse), und zwar acanthopodium. Durch den hohen Linalool- Anteil sowie Citral ist er deutlich zitronig im Geschmack. Eingesetzt wird er wie anderer Szechuan-Pfeffer.

Hier gibt’s eine ausführlichere Beschreibung mit Rezept.

 

Voatsiperifery

Beschreibung: Urwaldpfeffer aus Madagaskar, erstmalig aus kbA (biozertifizierter Wildsammlung). Dieser ist aus der Piper-Familie (Piper borbonese), sieht aus wie eine Miniaturausgabe von Kubebenpfeffer – kleine Beeren mit Stilchen. Er hat neben einer typischen Pfefferschärfe einen warmen Holzton und leichte Mentholnoten.

Hier gibt’s eine ausführlichere Beschreibung mit Rezept.

 

Flugdarjeeling 2022

Gibt’s in der 50g Tüte und im Kilo. Dieses Mal spritzig, beschwingt, mit fruchtig-floralen Noten und süßlichen Abgang.

 

Updates zur Gewürzmischung Bauerngarten

Nach gut 15 Jahren haben wir die Rezeptur unserer Gewürzmischung „Bauerngarten“ verändert. Bauerngarten hatte seinen Ursprung im botanischen Garten von Jena, wo wir die Nachbildung eines typischen mittelalterlichen Bauerngartens vorfanden. Wir fanden es interessant, daraus eine Zeitreise in unsere Vergangenheit zu machen in Form einer Gewürz-Kräutermischung.
Bauerngarten enthielt damals viel Borretsch, das „Gurkenkraut“, das naturgemäß Pyrrolizidinalkaloide enthält – nicht so viel wie Beinwell, aber es störte einige. So haben wir jetzt die Rezeptur neu aufgebaut, auch streng historisch, was vor 500 – 1000 Jahren im Selbstversorgergarten angebaut wurde. Es ist wie ein Feuerwerk geworden, da es nicht fein vermahlen, sondern geschroten ist. D. h. man beißt schonmal unvermutet auf ein Anis-, Dill- oder Korianderstückchen und hat eine Geschmacksexplosion im Mund. Bauerngarten ist nach wie vor universell einsetzbar.
Die neue Rezeptur kommt in ca. 1 Monat in den Handel.

 

Preisänderungen

Nach wie vor kämpfen unsere Lieferant:innen mit den Klimaveränderungen, da wird ja vermutlich so schnell auch nicht besser. Verschiedene Pflanzen wachsen schlechter an ihren bisherigen Standorten, (z. B. Kümmel in Deutschland), der Anbau wird aufwendiger, es kommt zu Ausfällen. Dazu kommen gestiegene Lohnkosten, durch den Krieg deutlich gestiegene Transportkosten und Verknappung von produktrelevanten Ressourcen, wie Verpackungen. Mit den neuen Ernten 2022 erwarten wir nochmal eine allgemeine Preiserhöhung durch die gestiegenen Energiekosten (Trocknungskosten). Aber man hört es ja gerade überall: Alles wird teurer. Das gilt leider auch für Kräuter, Tee und Gewürze.

 

Updates zu social media

Wir sind jetzt auf Mastodon (mastodon.online) zu finden. Twitter wurde uns zu bunt, die Gründe sind aber relativ simpel – wir wollten Elon Musk nicht folgen. Wir unterstützen die dezentralisierte, open source Plattform Mastodon, das sagt uns besser zu. Auf Facebook und Instagram sind wir als #Heuschreckebio aber weiter wie gewohnt zu finden.

 

Unsere Website wurde gehackt

Vor ca. einem Monat wurde unsere Website gehackt und wir mussten ältere Teile komplett abschalten, weil das „Archiv-System“ befallen war. Damit sind viele Inhalte von 2007 bis 2017 verschwunden, ihr erkennt es an den durchgestrichenen Links. Wir arbeiten daran, uns wichtige Inhalte nach und nach zu migrieren.

 

Und sonst so?

Den größten Raum in unserer Arbeit nimmt weiter die Beschaffung ein. Unsere letzten Erfahrungen zeigen, dass zurzeit wieder viele Chargen Bio-Ware wegen Kontaminationen ganz kurzfristig ausfallen. Die Suche nach Ersatz beansprucht dann wiederum viel Zeit und Glück.

Die Analytik und allein deren Verwaltung ist zum Kraftakt geworden: es kommt vor, dass ein gemahlenes Produkt mit 17 Analysen, (gemahlen aus 4 Teilpartien, jede mit 4-5 Analysen) ankommt – das ist nicht mehr vernünftig zusammenzufassen.
Wir haben unsere Analyseverfolgung in unserer Warenwirtschaft jetzt nochmal verbessert für unsere eigenen Prüfpläne. Die Dokumentenerstellung für Kunden bleibt bei unseren knapp 2000 Rohstoffen weiterhin eine gewaltige Arbeit, da bei jeder Anfrage erneut eine Überprüfung stattfindet. Das kann verständlicherweise nur bei entsprechenden Umsätzen kostenneutral bleiben. Leider führen EU-Bürokratie und private Zertifizierungsbürokratien zu dem Druck, dass die Strukturen immer größer, effizienter und das Produkt selbst billiger (in der Qualität einfacher) werden muss, um Bestand zu haben. Leider wird – wie wir beobachten – in diesen Strukturen auch viel Ware vernichtet, die noch hätte gegessen werden können.

Diese Woche ist eine interessante WWF-Studie herausgegeben worden, die unter anderem auch das zeigt (https://www.wwf.eu/?uNewsID=6641916). Bei Bio gibt es noch das Problem der unterschiedlichen Toleranzen umweltinduzierter Rückstände, die ebenfalls in die Vernichtung führen.

Die Tendenz, dass die wahren Preise der konventionellen Landwirtschaft sichtbarer werden, ist ein Beispiel, was Pandemie/ Ukraine-Krieg mit sich gebracht hat. Die auf erdölbasierte Stickstoff-Produktion bei Dünger und auch andere von uns Ökos nicht gerade präferierten Chemikalien – werden richtig teuer. Konventionelle Produktionen werden sich jetzt zumindest zeitweise als teurer herausstellen als ökologische.

Den Endverbraucher:innen wird diese Wahrheit noch vorenthalten durch Rabattschlachten. Das Prinzip „Wahre Preise“ wird interessant in Hinsicht auf die getriebene Entlastungs-Gießkannenmaßnahmen der derzeitigen Politik – die leider noch nicht mal mittelfristige Lenkungswirkungen haben – siehe dazu auch die Pressemitteilung der AöL: Lenkungswirkung nutzen: „wahre Preise“ bieten nachhaltige Lösungen und packen Probleme an den Wurzeln (https://www.aoel.org/publikationen/pressemitteilungen/).

Außerdem sammeln wir gerade Erfahrungen mit ersten Drittland-Importen nach der neuen EU-Bio-Verordnung. Wir erleben gerade die Folgen von differierenden Interpretationen einzelner EU-Regelungen zwischen Drittland Kontrollstelle, Spice Board of India, und dem Rotterdam Zoll – die Ware liegt seit Wochen im Hafen fest bei täglichem Email-Verkehr zwischen den genannten Stellen sowie Exporteur und uns, die sich bemühen, das zu dirigieren … teure Zeitverzögerungen.

Unsere Firmenphilosophie ist, weiter die Freude am guten Produkt zu bewahren, nah dranzubleiben an Natur, der Ware und den Anbauern, und das über unsere Produkte an KundInnen und EndverbraucherInnen weiter zu spiegeln. Wir erwarten hohe Qualität von unseren Lieferanten, ob Kleinbauern, Importeure oder Zwischenhändler, und sind an langfristigen Handelsbeziehungen interessiert. Wir gehen aber ggfs. bei unseren Bauernpartnern auch bei Qualitätseinbußen durch Klimaphänomene mit und erklären die spezielle Jahrgangsqualität – alles ist ja relativ. Ein wesentlicher Faktor dabei ist, Preise zu zahlen, die diese Wertschätzung der Produktion widerspiegelt, damit wir auch in Zukunft die benötigten Waren bekommen und sie zuverlässig an Euch weitergeben können.

So viel dazu. Wir hoffen, es geht Euch allen gut und wir werden einfach so weiter machen.

Geschichten aus der Welt

 

Ein Mann sitzt in einem seiner zu Hause. Er langweilt sich, was könnte er denn machen? Er hat schon erfolgreich mehrere Unternehmen gegründet, ist schwer reich, reist durch die ganze Welt und lobt in seiner Freizeit gerne die chinesische Arbeitermoral, oder wie man Ausbeutung heutzutage nennen mag. Welt retten? Klingt irgendwie langweilig und bringt jetzt auch nicht wirklich was. Wozu Milliarden gegen Welthunger investieren, nur weil andere das von einem fordern? Das hat weder Unterhaltungswert noch ist es finanziell förderlich. Hmm, Forschung? Neee, das machen schon andere. Er könnte nochmal irgendwas ins All schießen, aber das hat irgendwie auch schnell seinen Novelty Faktor verloren. Hier der eine Schwerreiche macht doch ein bisschen coole Publicity Stunts in seiner gekauften Zeitung. Aber nachmachen? Nö, das muss besser gehen. Er guckt auf sein Handy: Das ist es. Er hat es ja ganz vergessen, er hatte ein Angebot für Twitter erstellt. War aber ganz schön teuer, da kann man vielleicht noch feilschen. Aber das ist auf dem Markt nicht so gern gesehen und das kann er auch nicht so gut. Was ist… wenn ich so tue, als will ich es doch nicht. Das könnte die Kurse ordentlich ins Wackeln bringen…. Ist zwar nicht gesetzestreu, aber wann hab ich mich davon schon abhalten lassen.

Irgendwo anders im Westen beschwert sich ein Chef eines Agrarkonzerns, dass Bio-Landwirtschaft sowohl den Planeten zerstöre, als auch am globalen Hunger schuld sei. Warum? Da muss man schon etwas tiefer greifen. Also: Bio sei ineffizient und Pflügen wirklich sehr schlecht für die Umwelt. Man soll da lieber mehr Pestizide nutzen und die Effizienz des Saatgutes fördern, z.B. durch Genom Editierung. Denn Mangel an Land ist ja offensichtlich das Problem. Also weg mit EU-Green Deal. Im gleichen Atemzug sagt er, dass durch die Wetterextreme, Dürren, Rekordhitzen und starken Temperaturschwankungen die Preise steigen. Und jetzt natürlich auch noch der Krieg. Das ist eine ganz schöne Belastung. Dass gerade Soja, Getreide und Mais-Preise gestiegen sind, also explizit „Futtermittel“ für Tiere oder Bio-Sprit, ist irgendwie das Problem.

Bei all diesen Problemen und Misslichkeiten fragen wir uns, ob es da nicht eine einfachere Lösung gäbe. Irgendwas mit Geld gegen Hunger, weniger Fleisch, kein Bio-Benzin, weniger Gifteinsätze und mehr Ökotechniken für langjährig gesunde Böden und Wasserquellen, samenfestes Saatgut für die Bauern – oder einfach nur wahre Preise kalkulieren …. wir kriegen es aber nicht richtig zusammen … ist vermutlich auch zu einfach.

 

Hier noch ein paar Links dazu

  1. https://www.dnr.de/publikationen/offener-brief-pestizidreduktion/ (Offener Brief Bürgerinitiative „Bienen und Bauern retten“)
  2. https://orf.at/stories/3264363/ (Syngenta-Chef fordert wegen Nahrungskrise Abkehr von Bio)
  3. https://www.consilium.europa.eu/de/policies/green-deal/  (hier steht nochmal alles, was zum EU-Green Deal gehört, z.B. mehr geschützten Land- und Wasserflächen, Pestizid-Reduktion …)
  4. https://www.aoel.org/publikationen/pressemitteilungen/ (Was sagt unsere Branche dazu – hier die vielen interessanten Pressemitteilungen der Assoziation ökologischer Lebensmittelhersteller.)

Ostern 2022: Blumen der Welt

Zu diesem Osterfest gibt es von uns eine kleine Weltreise durch die Blumen- und Pflanzenwelt. Über unsere Reisen in all den Jahren zu unseren LieferantenpartnerInnen haben sich viele innere und äußere Bilder angesammelt und wir haben wirklich beeindruckende Gegenden gesehen. Hier möchten wir ein paar dieser Eindrücke von Pflanzen wiedergeben, denen wir begegnet sind. Die ein oder andere Pflanze kennt ihr vermutlich, manche vielleicht als Gewürz und einige sind sogar uns gänzlich unbekannt.

 

Ohne weitere große Worte: Viel Freude mit der Schönheit der Erde!

 

 

Mate (Ilex paraguariensis) – Heuschrecke Büro / Deutschland
Drachenkopf (Dracocephalum) – Tannenhof / Deutschland
Johanniskraut (Hypericum) – Krebsbachhof / Deutschland
Koriander (Coriandrum sativum) – Hammann / Deutschland
Ringelblume (Calendula officinalis) – Krebsbachhof / Deutschland
Schabzigerklee (Trigonella caerulea) – Tannenhof / Deutschland
Ysop (Hyssopus officinalis) – Hammann / Deutschland
Zistrosen (Cistus) – Kreta / Griechenland
Safran (Crocus sativus) – Kozani / Griechenland
Katzenpfötchen (Antennaria) – Kroatien
Malven (Malva) – Kroatien
Mönchspfeffer (Vitex agnus-castus) – Kroatien
Sonnenblumen (Helianthus) – Kroatien (2011)
Sonnenblumen (Helianthus) – Kroatien (2017)
Cardamom (Elettaria cardamomum) – Indien
Pflanzenstillbild – Indien
Hakenlilie (Crinum) – Matale Farm / Sri Lanka
Unbekannte Blütenpracht – Uva / Sri Lanka
Vanille (Vanilla) – Madagascar
Unbekannte Lebensform – Fnybos / Südafrika
Honigbusch (Cyclopia) – Ericaville / Südafrika
Maartblom (vmtl. Amaryllis belladonna) – Südafrika
Unbekanntes Raumschiff – Kohleberg / Zimbabwe
Hibiskus (Hibiscus) – Zimbabwe
Saflor (Carthamus tinctorius) – Zimbabwe

Kontaminationen wachsen den Menschen über den Kopf

 

Wir haben letztes Mal über den Pestizidatlas berichtet. Zunehmende Kontaminationen von Bio-Ware, die ebenfalls zunehmend die BNN Orientierungswerte minimal überschreiten, führen leider häufig zu Deklassifizierungen der gesamten Ernte des Bauern – für diese ein Drama.

Wir haben mit der neuen EU-Bio-VO zwar das Recht und die Verantwortung, eine Prüfung und Bewertung der Rückstände zunächst selbst vorzunehmen, und erst bei Verdacht die Kontrollstelle/ Behörden einzuschalten. Aber Kontaminationen werden in den verschiedenen EU-Ländern unterschiedlich bewertet. Etwas, was in Deutschland nach EU-Bio-VO als Bio gilt, wird in anderen EU-Ländern dezertifiziert und in OFIS eingestellt (EU-Datenbank “Organic Farming Information System“ zur Verfolgung von Irregularitäten bei Bio-Ware) und führt ebenfalls in Deutschland zur Sperrung und im Drittland ggfs. zur Deklassifizierung der gesamten Ernte. Wir reden hier aber immer noch von niedrigen Werten kurz über den Messgrenzen, die nicht aus Anwendung stammen.

 

Beispiele:

  • Das Grundrauschen in Drittland-Produkten bei Ethylenoxid (ETO) nimmt dadurch zu, dass mehr und mehr kontaminierte Container in Umlauf sind.
  • Die Anthrachinon-Belastung steigt durch vermehrte Wald- und Buschbrände.
  • Altlasten aus Grundwasser und Böden von Pestiziden, die mittlerweile in der EU verboten sind, deren Metaboliten aber noch jahrelang nachweisbar sind, auch in Bio-Produkten (‚Chloridazon‘ usw…).

 

Trotz Information und Unterstützung durch die AÖL (Assoziation ökologischer Lebensmittelhersteller), durch das BNN Trockenmonitoring und dessen wissenschaftlichem Beitrat, unseren Premium Laboren, und OPTA (Organic Processing and Trade Association Europe, eine EU-weite Plattform, initiiert von Bio-Lebensmittelherstellern, teilnehmend sind auch Verbände, Kontrollstellen und EU-PolitikerInnen) wird es böse Überraschung in Form von Lebensmittelvernichtung geben; oder anders gesagt: eventuell monatelangen Ausfälle (aktuell ‚kämpfen‘ wir um Freigabe Piment, Galgant, Tulsi, Chili, Brennnesselsamen, Löwenzahnwurzeln usw. und wer weiß, was die nächsten Wochen noch aufpoppt.

Es kursiert das Gerücht, dass einige sehr große Anbauer von Kräuter, Gewürzen und Tee, die erst kürzlich auf Bio umgestellt haben, entweder wegen der grassierenden europäischen ‚Wahnvorstellung‘ „Bio muss Pestizidfrei und frei von Kontaminanten wie Schwermetalle, Trocknungsrückständen aus Erhitzung, schlecht gereinigten Containern“ usw. die EU als Kunden abschreiben oder sich nicht weiter Biozertifizieren wollen.

Wer Böses dabei denkt, könnte an ‚gute‘ Lobbyarbeit der von Bio genervten Bauernverbände denken. Bedenklich auch, was jetzt alles an Klimaschutz orientierten ökologischen Ansätzen in die Tonne gekloppt wird, damit es genug Futter für die Fleischfabriken, Biogasanlagen und anderen Wahnsinn gibt.

Neues Leben

Kleiner Koriander

 

Wer viele Gewürze kauft oder benutzt, kennt es: Früher oder später stehen manche Gewürze ziemlich lange im Regal. Mit der Zeit verlieren sie ihr Aroma. Auch wenn sie nicht per se schlecht werden (trotz vorgeschriebenem MHD) sind frische Gewürze einfach aromatischer als ältere. Gute Lagerung an dunklen, kühlen und luftdichten Orten helfen hier. Genau so hilft es, lieber ganze Gewürze, statt feinen, vorgemahlenen zu nehmen. 

Unserer Einschätzung nach sind ganze Samen gut und gerne 3 – 5 Jahre haltbar (bei guter Lagerung). Auch unser gemahlenes Pulver kann locker 2 Jahre verwendet werden, da es nur pixel- und nicht staubfein ist. Für alle, die es gerne möglichst frisch und aromatisch wollen, gilt also: selber mahlen und natürlich probieren.

Doch auch wenn die Gewürze irgendwann ihr Aroma verlieren, muss das nicht das Ende der Gewürze sein. Ganz im Gegenteil. Das ist ein fantastischer Zeitpunkt, um ihnen, naja manchen, neues Leben zu schenken: Wir säen und pflanzen sie erneut. Das geht natürlich nur mit Samen, aber davon gibt es in der Gewürzwelt eine ganze Menge.

Während das Säen zum Sammeln neuer Samen nicht so sinnvoll ist, kann man dennoch eine spannende und sogar neue Aromen und vor allem Freuden erzielen: Aus Korianders amen wächst frischer Koriander, aus Bockshornklee wachsen die sehr aromatischen Kräuter, die z. B. in der persischen Küche viel Anwendung finden.

Zuletzt, und nicht zu unwichtig: ich finde, es ist einfach eine Freude, zu pflanzen und zu gucken, was passiert. Ob was passiert und WENN was passiert, ist es fantastisch. Neues Leben.

 

Anis, glaube ich

 

Hier sind ein paar meiner Experimente:

  • Anis
  • Koriander
  • Bockshornklee
  • Kreuzkümmel

 

Während ich (noch) nicht allzu viel Ahnung und Erfahrung damit habe, gibt es trotzdem einen groben Schlachtplan von mir. Es braucht:

 

  • Anzuchtschälchen
  • Erde (Anzuchterde, optional)
  • Samen
  • Wasser (Sprühflasche)
  • Zeit
  • Liebe

 

Schritt 1: Säen

Wer hier schon keine Lust mehr hat, kann seine Samen auch in die Natur oder den Garten werfen. Ein paar werden sicherlich auch sprießen. Definitiv besser als in den Müll.

Für die, die wollen: Die Anzuchtschälchen mit Erde befüllen und gut mit Wasser tränken. Dann eine Handvoll (5 – 10, keine buchstäbliche Handvoll) pro Sektor verteilen und leicht andrücken. Die Ausbeute ist doch unter Umständen recht hoch, aber man kann die Pflanzen auch gut verschenken.

Ahja, am besten an einen hellen Ort stellen, an dem es nicht zu kalt ist. Sonne klappt hierzulande wohl, Verbrennungen sind noch nicht zu erwarten.

 

Bockshornklee: Muss dringend pikiert werden

Schritt 2: Kümmern, bis sie sprießen

Jetzt muss man regelmäßig schauen und die Samen feucht halten. Die Zeit, die sie brauchen, variiert ziemlich. Bei meinen Koriander- und Anissamen dachte ich, es würde nichts. Nach ein paar Wochen sind sie doch noch gesprossen. Einfach regelmäßig besprühen und schauen.

 

Die Ausbeute aus einer Reihe Anzuchtschalen

Schritt 3: Pikieren

Wenn die Pflänzchen ein paar Zentimeter gewachsen sind, müssen sie pikiert werden. Das heißt im Grunde auch nichts anderes, als sie umzupflanzen. Dazu braucht es ein bisschen Fingerspitzengefühl: Die einzelnen Pflanzen sind zart. Sie müssen voneinander getrennt werden und einzeln oder zu zweit in Töpfchen oder größere Töpfe eingepflanzt werden. Die Wurzeln müssen dafür natürlich in Takt bleiben. Das braucht relativ viel Platz, je nachdem wie viele Pflanzen ihr gesät habt. Dazu braucht ihr natürlich auch wieder neue Erde und Wasser.

Jetzt müssen sie wieder wachsen. Weiter sind meine noch nicht. Je nach Größe des Pflanzgefäßes und Abstand zwischen den Pflanzen können sie so bleiben oder müssen später nochmal umgepflanzt werden. Das zeigt sich dann.

Ich freu mich auf jeden Fall schon auf meine frischen Kräuter und erfreue mich an den vielen kleinen Sprosslingen.

 

Bockshornklee Pflänzchen

Ich wünsche euch viel Spaß damit. Vielleicht gibt es ja noch anderen Dingen, denen ihr jetzt neues Leben schenken könnt.

 

 

 


 

 

Joshua Stübner. Das bin ich. Ich schreibe hauptsächlich Rezepte für Heuschrecke. Es macht mir Freude und ich hoffe, diese auf die ein oder andere Art zu teilen. Manchmal bin ich aber auch ein Web-Developer. Hier.

 

 

Mini-Lieferantenbericht aus der Ukraine

 

Unsere Gewürze kommen aus einer Vielzahl von Ländern. Aus der Ukraine bekommen wir schon länger schwarzen Senf und neuerdings wieder Koriander. Die Versuche, schwarzen Senf etwas regionaler anzubauen, sind gescheitert, die deutschen Ernten Koriander waren mal wieder witterungsbedingt nicht sehr üppig – reicht nicht für alle Anwendungen.

Wie sieht so eine Lieferkette aus? Hier importieren wir nicht selbst, sondern arbeiten mit einer befreundeten Gewürzmühle in Deutschland zusammen. Unser Lieferant macht Kontrakte mit Bauern, hauptsächlich für Gewürzsaaten. Für die Ukraine haben sie einen Koordinator: „Wir beziehen von unserem langjährigen ukrainischen Freund (das ist wirklich einer). Aleksander hat die Firma aufgebaut, die mittlerweile mit einem litauischen Unternehmen kooperiert, damit mehr Sicherheit und mehr Finanzkraft vorhanden ist.

„Aleksander kümmert sich um alles, was wir in der Ukraine beziehen. Er wohnt seit vielen Jahren mit seiner Familie in Leipzig (zum Glück). Es ist einfacher, mit einem Landsmann ukrainische Produkte zu gestalten, es ist eine komplett andere Mentalität, selbst ich vertrage die Unmengen Verhandlungsalkohol nur bedingt 😉.“

„Durch Aleksander haben wir direkten Kontakt bis zu jedem Anbauer, wir passen auf faire Vergütung auf und die Bauern sind recht zufrieden (natürlich wird immer tief gestapelt, aber das ist weltweit bei Bauern so 😉)“.

Dass Russland seit über einer Woche die Ukraine mit Krieg überzogen hat, betrifft auch die Landwirtschaft. In den Medien wurde öfter über die jetzt fehlenden Getreideexporte nach Afrika berichtet, was dort massive Probleme verursacht.

Wie sieht es bei den Gewürzen aus? „Der schwarze Senf ist leider von dem aktuellen Geschehen komplett betroffen, das Produkt musste noch getrocknet werden und sollte erst im Februar zu uns kommen. Leider haben wir es nicht mehr geschafft! Es geht gerade gar nichts mehr was irgendeine Logistik betrifft, das ist auch verständlich. Unsere Bauern sind vom Raum Odessa bis Grenze Polen verstreut –  je nach Produkt sind die Regionen gewählt. Bei Koriander ist der Hauptanbau in der mittleren Ukraine.“

Bei Koriander haben wir zunächst Glück gehabt, da komplette Ernte 2021 bereits in Deutschland ist. Ob für die Ernten 2022 rechtzeitig gesät werden kann, ist mehr als unklar.

Wie geht es den Bauern? „Viel weiß ich nicht… da ich nach Möglichkeit Aleksander in Ruhe lasse, er macht sich große Sorgen um seine Mutter…“
Wie in so vielen Berichten, die wir in unseren Tageszeitungen aktuell lesen, ist ein Teil der Familie (Frauen und Kinder) auf der Flucht nach Deutschland, aber viele alte Menschen wollen ihre Heimat nicht verlassen und bleiben dann lieber mit ihrer Katze zurück.

„Aktuell sieht jeder mit Schrecken den Dingen entgegen, die kommen. An eine Planung oder Feldarbeit ist nicht zu denken. Mehr wissen wir auch nicht, die Sorgen sind einfach nur riesig.“

 

Bild: hier stellvertretend von unserem deutschen Koriander-Bauern.

Biosalz? Wir kommen!

Unser Fleur de Sel von der Algarve, Mikroskop-Vergrößerung
Foto: Eva Wandelt

 

Nach der neuen EG Bio Verordnung darf Natursalz wie Meer- und Steinsalz jetzt Bio-zertifiziert werden. Es gibt nur noch keine Durchführungsverordnung.
Jetzt sind die Kunden etwas heiß gemacht worden, zudem gab es schon Gerüchte, dass Bio-Kräutersalz, wo noch kein Bio zertifiziertes Salz enthalten ist, sich nicht mehr Bio nennen darf. Das scheint aber nicht zu stimmen, denn es gibt zumindest eine Übergangsfrist.

Aber es wird wahrscheinlich noch ein Jahr dauern. Wir schätzen realistisch, dass erst Ende des Jahres oder Anfang 2023 die ersten Biosalze von den Kontrollstellen zertifiziert werden können. Unsere Lieferanten für das Portugal-Meersalz und unser No-Himalaya-Salz aus Pakistan bleiben dran.

 

Unser No-Himalaya Kristallsalz, auch 40fache Vergrößerung in H2O
Foto: Eva Wandelt
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