Das Wolkenschaf

 

Guten Morgen.

Ich bin ein Wolkenschaf.
Ich lebe in meinem Traum.
Dann bin ich nicht da und andere sehen mich nicht.
Das macht mich einsam und ich fühle mich mal gut, mal nicht so gut.
Etwas in mir will nichts ändern.
Und etwas ist so, als würde es auf etwas warten.
Aber auf was?

Dann stehe ich auf und gehe herum.
Ich esse etwas, ich trinke etwas.
Und es passiert nichts.
Nur irgendwann ist das Tageslicht dann weg und es ist Abend.

Dann kann ich schlafen gehen und weiterträumen.
Bis zum nächsten Tag.

Bin ich eigentlich mal wirklich aufgewacht?
Doch schon.
Und auch war es wohl auch nur ein anderer Traum.
Von einem zum anderen.
Wie jeder Tag in den nächsten mündet.
Bis etwas passiert.
Bis es aufhört.

Dann träume ich woanders weiter. Oder?

Oder ich wache auf!

 

 


 

Kathrin Franckenberg ist Künstlerin, Meisterschülerin von Michelle Cassou, USA (“Point Zero Painting”), Kunstglaserin, ausgebildet im “Begleiteten Malen”, Ergotherapeutin, SI-Therapeutin (DVE) für Kinder, tätig in der Erwachsenenbildung und begleitet seit mehreren Jahren kleine und große Menschen auf ihrem kreativen Weg.   www.malfreude.de

Wer mehr zum Malfreude Atelier anschauen möchte, kann dies nun auch auf YouTube tun. 6 Minuten Einblicke unter: https://www.youtube.com/watch?v=toyIS39bpxU

 

“Galumphierend:
 
Hat in seinem Wortklang etwas Lebendiges. Wie ein freudiges, galoppierendes Pferd seiner inneren Bewegung zu springen und zu hüpfen folgt, so folge ich auch mit dem Pinsel in der Hand, dem, was sich in mir regt. Und dem, was mich auch von „Außen“ berührt und bewegt. Was entsteht, in mir, ist auch diese Lebendigkeit, die verschiedenen Tempi, wenn es langsam wird, wenn ich stolpere, wenn ich falle, wenn ich wieder aufstehe – metaphorisch gesehen – und es hat auch eine Qualität von Absichtslosigkeit und nicht festlegen wohin, kein Ziel, ein Im Moment erleben mit der permanenten Möglichkeit, alles wieder zu zerstören und zu verändern. Das ist das spielerische Element. Das ist das Kreative. Das ist Spiel. Alles fällt auch wieder auseinander und wird neu zusammen gepuzzled, um sich beim nächsten Pinselstrich wieder zu transformieren. Es ist ein lebendiger Prozess, im Geboren werden und Sterben – ein Feld, das Kreativität ist. Ein Raum des alles und nichts, aus dem heraus Kreativität sich als Form und Farbe sichtbar werden lässt. Spontan, unreflektiert, unzensiert, erforschend, momentan…
 
Ja, und vielleicht berührt es etwas, das der Betrachter auch in sich kennt…”

 

Kathrin Franckenberg

Der Koch

Kathrin Franckenberg: Der Koch

 

 

Wie könnte man dieses Bild besser untermalen, als mit einem Rezept?

Also habe ich frei zu diesem Bild ein Rezept assoziert. Hier ist es:

 

Tomaten Tarte

Das Bild ist für mich förmlich mit Tomaten umrandet und wirkt angenehm leicht. Dazu kommt der schöne Sommer, mit blauem Himmel und endlich aromatischen Tomaten.

Zutaten:

  • 210 g Mehl (505er Weizen)
  • 125 g kalte Butter
  • 1 Ei
  • 1 TL Salz
  • 2-3 EL kaltes Wasser

 

  • 4 Tomaten
  • 1/2 EL Senf
  • 1/4 EL Honig
  • Ziegenkäse
  • Kräuter der Provence / Basilikum / Kräuter nach Belieben
  • Olivenöl, Salz, Pfeffer

 

Man kann auch anderes Mehl verwenden oder etwas Vollkorn-Mehl dazu geben. Präferenzsache.

 

Zuerst wird der Teig vorbereitet. Dazu das Mehl mit dem Salz vermengen und die Butter in 1 cm³ große Würfel schneiden. Dann zum Mehl und alle einzeln zwischen 2 Fingern zerquetschen. Sie sollten alle mit Mehl bedeckt sein. Jetzt das Ei und 1-2 EL Wasser dazu geben und mit der Hand zu einer Kugel formen. Falls der Teig nicht so recht will, noch einen 3. EL Wasser dazu. Jetzt in Folie wickeln und für ca. 20 Minuten in den Kühlschrank.

In der Zeit den Backofen auf 220 Grad vorheizen, die Tomaten in ca. fingerdicke Scheiben schneiden und salzen und Senf und Honig vermengen.

Dann den Teig aus dem Kühlschrank holen und mit genug Mehl ausrollen. Vorsichtig, bitte, der Teig könnte leicht reißen. Ich habe eine Form mit herausnehmbaren Boden verwendet (s. Foto unten). Ist der Teig ca. auf der Größe der Form und dünn genug, ihn in die Form tragen (dazu vielleicht vorsichtig aufs Nudelholz aufrollen) und die Seiten andrücken. Einmal mit dem Nudelholz über die Ränder gerollt und der überschüssige Teig sollte von alleine abgehen.

Jetzt den Boden des Teigs mit der Senf / Honig Mischung bestreichen und ca. 5 Minuten stehen lassen. Danach die Tomaten so darauf verteilen, dass sie sich nicht überlappen und mit den Kräutern bestreuen. Den Ziegenkäse (optional) darauf verteilen und mit Olivenöl und Pfeffer vollenden und ab in den Ofen für ca. 20 Minuten. Dabei immer wieder schauen, da es auch 15 oder 25 Minuten sein könnten, abhängig unter Anderem vom gewünschten Röstzustand.

10 Minuten abkühlen lassen und am besten in der Sonne mit anderen genießen.

Guten Appetit,

Joshua

 

Ich habe dazu noch eine kleine Vinaigrette gemacht, mit etwa Honig. Die kann man nach Wunsch noch frisch darüber geben.

 

 

 

 


 


Kathrin Franckenberg ist Künstlerin, Meisterschülerin von Michelle Cassou, USA (“Point Zero Painting”), Kunstglaserin, ausgebildet im “Begleiteten Malen”, Ergotherapeutin, SI-Therapeutin (DVE) für Kinder, tätig in der Erwachsenenbildung und begleitet seit mehreren Jahren kleine und große Menschen auf ihrem kreativen Weg.   www.malfreude.de

Wer mehr zum Malfreude Atelier anschauen möchte, kann dies nun auch auf YouTube tun. 6 Minuten Einblicke unter:
https://www.youtube.com/watch?v=toyIS39bpxU

 

“Galumphierend:
 
Hat in seinem Wortklang etwas Lebendiges. Wie ein freudiges, galoppierendes Pferd seiner inneren Bewegung zu springen und zu hüpfen folgt, so folge ich auch mit dem Pinsel in der Hand, dem, was sich in mir regt. Und dem, was mich auch von „Außen“ berührt und bewegt. Was entsteht, in mir, ist auch diese Lebendigkeit, die verschiedenen Tempi, wenn es langsam wird, wenn ich stolpere, wenn ich falle, wenn ich wieder aufstehe – metaphorisch gesehen – und es hat auch eine Qualität von Absichtslosigkeit und nicht festlegen wohin, kein Ziel, ein Im Moment erleben mit der permanenten Möglichkeit, alles wieder zu zerstören und zu verändern. Das ist das spielerische Element. Das ist das Kreative. Das ist Spiel. Alles fällt auch wieder auseinander und wird neu zusammen gepuzzled, um sich beim nächsten Pinselstrich wieder zu transformieren. Es ist ein lebendiger Prozess, im Geboren werden und Sterben – ein Feld, das Kreativität ist. Ein Raum des alles und nichts, aus dem heraus Kreativität sich als Form und Farbe sichtbar werden lässt. Spontan, unreflektiert, unzensiert, erforschend, momentan…
 
Ja, und vielleicht berührt es etwas, das der Betrachter auch in sich kennt…”  

Kathrin Franckenberg

 

Aprilwinde

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Kathrin Franckenberg: Aprilwinde



Kathrin Franckenberg ist Künstlerin, Meisterschülerin von Michelle Cassou, USA (“Point Zero Painting”), Kunstglaserin, ausgebildet im “Begleiteten Malen”, Ergotherapeutin, SI-Therapeutin (DVE) für Kinder, tätig in der Erwachsenenbildung und begleitet seit mehreren Jahren kleine und große Menschen auf ihrem kreativen Weg.   www.malfreude.de

Wer mehr zum Malfreude Atelier anschauen möchte, kann dies nun auch auf YouTube tun. 6 Minuten Einblicke unter:
https://www.youtube.com/watch?v=toyIS39bpxU

“Galumphierend:
Hat in seinem Wortklang etwas Lebendiges. Wie ein freudiges, galoppierendes Pferd seiner inneren Bewegung zu springen und zu hüpfen folgt, so folge ich auch mit dem Pinsel in der Hand, dem, was sich in mir regt. Und dem, was mich auch von „Außen“ berührt und bewegt. Was entsteht, in mir, ist auch diese Lebendigkeit, die verschiedenen Tempi, wenn es langsam wird, wenn ich stolpere, wenn ich falle, wenn ich wieder aufstehe – metaphorisch gesehen – und es hat auch eine Qualität von Absichtslosigkeit und nicht festlegen wohin, kein Ziel, ein Im Moment erleben mit der permanenten Möglichkeit, alles wieder zu zerstören und zu verändern. Das ist das spielerische Element. Das ist das Kreative. Das ist Spiel. Alles fällt auch wieder auseinander und wird neu zusammen gepuzzled, um sich beim nächsten Pinselstrich wieder zu transformieren. Es ist ein lebendiger Prozess, im Geboren werden und Sterben – ein Feld, das Kreativität ist. Ein Raum des alles und nichts, aus dem heraus Kreativität sich als Form und Farbe sichtbar werden lässt. Spontan, unreflektiert, unzensiert, erforschend, momentan…
Ja, und vielleicht berührt es etwas, das der Betrachter auch in sich kennt…”

Kathrin Franckenberg

Ohrenkuss: Wohnen

Auf dem Foto: Andrea Halder

Ohrenkuss …da rein, da raus – ist ein Magazin, gemacht von Menschen mit Down-Syndrom, unter der Leitung von Herausgeberin Dr. Katja de Bragança. Und zugleich ein einzigartiges und vielfach prämiertes Projekt der downtown – Werkstatt für Kultur und Wissenschaft GmbH.

Es gibt 2 Ausgaben im Jahr, die man abonnieren kann, jeweils zu einem speziellen Thema. Die Vorbereitungen dazu sind intensiv, mit Workshops, Interviews, Recherche-Reisen, was gute Journalisten so machen. Die AutorInnen schreiben poetisch, mit einem feinen Witz und einer Portion Lebensweisheit. Die Hefte sind liebevoll gestaltet, und auf hohem ästhetischen Niveau.

In unserem Blog stellen wir regelmäßig das neue Ohrenkuss-Magazin vor, oder berichten über andere aktuelle Dinge aus dem Projekt.

 

Das aktuelle Thema ist Wohnen. Was bedeutet Wohnen, wo wohnt man, wie wohnt man, was braucht man, was man kann. Dazu haben die Autorinnen und Autoren viele Texte und Ausschnitte, Fragen beantwortet und vor sich hin sinniert.  Es ist einfach, es ist komplex, es ist oberflächlich und tiefsinnig – insgesamt eine Fülle von schönen, kurzen Texten. Das Ohrenkuss-Magazin ist jetzt erhältlich. Es ist wunderschön designt, ja eine kleine Freude des Alltags.

Wir wünschen, wie immer, viel Spaß!

 

Claudine Egli, diktiert

Wohnen ist das Leben. Und es macht Spass.

Wichtig ist, dass die Wohnung schön ist, dass es schön aussieht, dass schöne Sachen drin sind, Bücher. Und dass es Ruhe gibt, dass man nicht streitet. Und Frieden.

 

 

 

Wo man wohnt / wohnen möchte

 

Nora Fiedler, handgeschrieben

An liebsten oder mein Traum ist bei Arnoldstrasse 7 (Leben mit Behinderung WG) zu wohnen, da gib es kein Zeitruk und kein Stress nur ein wenig. Die sind alle selbsttändeg. Und es gib keiner bei einzumischen. In Arnoldstrasse 7 sind die bewonern richig nett auch seine Frau Mutter ist nett zu mir. Sie versteht spars wenn ihr es erkrlärt. Die liebe Meines Leben ist was besonderris für mich. Jeder hat ein Betreuer. Für sich einige von den haben aufgehört. ich finde es richtig schade und traurick Für die alle. Meine Sehnsucht oder die Fernbezijung ist wei der Regen drausen allein. Arnoldstrasse haben jeder 1 Zimmer für sich allein. Die sind zu 4. Ein gemeinschaftraum. 2 Badezimmern. 4 Zimmern. In der Mite mein Süsser. Mein Traum ist Dord zu whonen wo mein Mann ist. Ich Bin immer noch seine Trumfrau.

 

Verena Günnel, diktiert

Mein Traumhaus aus dieser Ort heißt Asgard, wo ich bald wohne, weil ich gewünscht habe. Ich versuch mehr Menschen kennen zu lernen, die neu sind, bevor ich da einziehen würde, das ist ein guter Anfang für mich, um wohlzufühlen und da zu wohnen. Ich hab ein Mann, ich bin seit ein Jahr zusammen mit ihm und er heißt Loki und der hat ein Bruder und der heißt Thor, der wurde so genannt. Und mit dem bin ich jetzt zusammen. Sehr sehr großes Haus, drumherum ist wie eine Stadt, mit Brücke, gehört dazu. Und nur ein Gerät, automatisch, zum Drehen, wie eine Kreisel, kann man auch verschiedene Länder wegzuschicken. Manchmal der Thor, wenn er sein Vater verärgert hat und ihn verbannt hat, dann wurde er direkt weggeschickt auf die Erde, wo die Menschen leben. Am Anfang steht ein Thron, da ist ein König und der ist Vater von beiden Brüder, der schon verheiratet ist mit sein Frau.

Es ist riesig Haus, da kann man so viel rumlaufen wie man wollen. Freizeit, keine Ahnung, was wir dort machen. Ich hab ein eigenes Zimmer mit ihm zusammen, manchmal wird er auch festgenommen, weil er gemein ist. Es gibt auch ein Keller, aber Riesenkeller und da wurden alle Gefangenen eingesperrt. Es gibt auch Garten draußen noch, Pflanzen, Erde und paar Tiere. Das ist mein Traumhaus, da will ich unbedingt dahin, da war ich noch nie. Das habe ich von meine DVD rausgefunden. So groß habe ich noch nie gesehen, zum ersten Mal. Ich muss dran gewöhnen, um dort zu wohnen. Mehrere kennenzulernen. Das sind Leute, die ich kennenlernen muss. Das sind verschieden Männer und Frauen. Und die Fremde darf ich nicht, weil die bösartig sind. Das ist Sicherheit für mich und dort zu bleiben und nicht da weggehen. Weil die Leute, die ich gut kenne, beschützen mich dann vor den Fremden. Ich darf nicht in die Nähe von die Fremde zu gehen und das ist Macht. Von den Bösen weg abhalten gegen mir, sonst gibt es Krieg und das weiß ich auch. Und ich merk das, warum das passiert ist. Und das ist mein Eindruck.

 

 

Achim Priester, handgeschrieben und dann abgetippt

Mein Einzug ins Haus „Elisabeth“ Ich, Achim Priester, lebe nun schon lange in einem Heim mit mehreren Kameraden zusammen. Das Leben hier ist sehr schön, wenn auch der Alltag mir hundertmal eine lange Nase zeigt und zu mir sagt: „Ätsch, mach dieses, ätsch, mach das, ätsch, mache jenes.“ Im Haushalt haben wir immer einiges zu tun, aber wir teilen die Ämter auf, wie z.B. die Spülmaschine ein- und ausräumen oder den Tisch decken, abräumen und allerlei mehr. An unserer Pin-Wand im Eßzimmer hängt ein Plan, darauf steht „Wochenenddienst“. Der bestimmt, wer an den Wochenenden den Küchendienst übernimmt. Für sieben Wochenenden müssen wir uns im Voraus zweimal eintragen. Der Küchendienst an den Wochenenden fängt schon am Vorabend des Küchendiensttages an. Der Frühstückstisch muß gedeckt werden und auch der Kaffee muß vorbereitet sein. Am anderen Morgen stellen wir die Kaffeemaschine an und tragen das Essen auf. Das Mittagessen kochen die Betreuer, aber wir müssen dabei mit helfen: Kartoffeln schälen, Zwiebeln schneiden, Salatsaucen zubereiten, Pudding kochen oder anrühren und so einiges mehr. Es ist schon verrückt in der Welt, den ganzen Morgen verbringt man in der Küche und hat viel Arbeit und dann ist das leckere Mittagessen in wenigen Minuten und in aller Fröhlichkeit weggeputzt und dafür hat man die ganze Zeit in der Küche gestanden. Danach beginnt der große Abwasch. Die Sachen, die nicht mehr in die Spülmaschine passen, sowie die Töpfe und Pfannen müssen mit der Hand im Spülbecken abgewaschen werden. Aber von den kleinen Alltagssorgen lassen wir uns nicht unterkriegen. Wir sind ausgelassen wie eh und je, sind fröhlich und haben sehr viel Spaß miteinander. An Werktagen gehen wir in die Werkstatt zur Arbeit und abends spielen wir oder sitzen am Fernsehen. Mit meinem Freund gehe ich auch oft ins Kino. Die gemeinsamen Wochenendausflüge sind auch immer sehr schön. Einmal hat uns sogar ein Bischof besucht und ich trug ihm einige Limericks vor. Ich schreibe sehr viele Geschichten, Märchen und Gedichte in meiner Freizeit. Limericks ohne Zahl fallen mir schon bei fast jeder Gelegenheit ein. Ich kann es eben nicht lassen und ich will es auch nicht lassen, was das Dichten anbelangt. Dies gehört bei mir zu Alltag. Ich finde nämlich, man sollte den Alltag mit mehr Phantasie und Freude erleben. Ändern kann man ja doch nichts.

Aber nun möchte ich davon berichten, wie ich meinen Einzug in das fröhliche „Haus Elisabeth“ im schönen Rhöndorf erlebt habe. Es war eine ziemlich harte Entscheidung für mich, überhaupt von meinen Eltern wegziehen zu wollen. Aber das kam so. Ich habe eine Freund, Ralf Thomas Huppke mit Namen. Wir haben uns in der Werkstatt in Hersel kennengelernt. Ziemlich schnell sind wir dicke Freunde geworden. Als dann später seine Mutter starb und es schließlich so weit kam, daß er in eben dieses Haus in Rhöndorf kommen sollte, ging ich schon auf die 30 zu. Ich hatte gerade eine unliebsame Erfahrung mit einem anderen Freund gehabt. Als der damals aus der Schule kam, hatte er plötzlich ganz andere Interessen. Ich mußte damals noch nicht so schnell von zu Hause fort. Aber weil ich schon auf die 30 zuging, fühlte ich doch, daß ich nun ein eigenes Leben führen müßte und noch mehr Freunde haben sollte. Ich würde später in jedem Falle in ein Wohnheim gehen müssen und wer weiß, wie es dann gekommen wäre, und ob ich mich dort auch wohlgefühlt hätte, wäre noch die zweite Frage gewesen. Von Ralf Thomas hörte ich, wie schön es im Haus Elisabeth sei. Die Entscheidung war schwer und es war für mich auch keine leichte Sache, meinen Eltern zu verklickern, daß ich ausziehen wollte. Wenn ich auf die damalige Zeit zurückblicke, kommt sie mir vor wie ein ausgeträumter Alptraum. Dann kamen die Einzugsgespräche und als ich dann später wirklich einzog, war für mich alles neu. Ich hatte das Gefühl, daß ich mich erst richtig einleben müsse und dafür verhalf mir ein wunderschönes Erlebnis. Am 1. Oktober 1987 zog ich mit Sack und Pack ins Haus „Elisabeth“. Die Zeit verging wie im Flug und schon bald war eine Woche nach meinem Einzug vergangen. Es war Wochenende, das allererste Wochenende in meinem neuen Zuhause, das mir für alle Zeiten in Erinnerung bleiben wird. Es war ein wunderschöner warmer Oktobersonntag, als ich, allerdings schon spät am Morgen, aufstand und mich anzog. Ich hatte das Fenster schon aufgemacht, um frische Luft in mein Zimmer einzulassen. Als ich mich bückte, um meine Schuhe zuzubinden, hörte ich plötzlich ein eigenartiges Geräusch in meinem Zimmer. Ich dachte gerade noch: „Was ist das denn?“. Ich blickte auf und sah eine Blaumeise auf dem Rand meines Waschbeckens sitzen und ein lustiges Liedchen zwitschern. Als ich mit bewegte, erschrak die Blaumeise und flog wieder hinaus durch das offenen Fenster. Nun fühlte ich mich aber in dem Haus willkommen und wußte, daß das Wohnen im Haus Elisabeth mir gefallen würde und ich lebte mich auch ziemlich schnell ein. Über den Besuch der Blaumeise existiert noch heute ein Gedicht.

 

Verena Elisabeth Turin, handgeschrieben und dann selbst abgetippt

Wenn ich es wirklich zugebe, was ich im Bad mache? Dort mache ich mich sehr sauber. Ab und zu dusche ich mich. Und wasche mir selbst meine Haare und föhne sie. Jeden Morgen und Abend putze ich mir meine Zähne weiß. In der Früh wasche ich mit dem kalten Wasser mein Gesicht ab. Danach bekommt mein Gesicht eine Nivea-Creme drauf. Natürlich gehe ich im Bad auf die Toilette jeden Tag.

In meiner Wohnung soll es sehr gemütlich sein. Und auch romantisch, hell, einladend. Für meine Gäste. Natürlich gibt es ein ausdehnbares Sofa. Mit einem Notbett dazu. In meinen Wohnzimmer soll es ein Fernsehen mit einem DVD Player, drei bunte Teppiche, zwei Tische, und sechs Stühle, mittelgroßer Ofen, hellbraune Bücher und DVD Filme Kästen, einen Massagestuhl geben. Natürlich gibt es auch Stehlampen bei mir und Kerzen mit Zündhölzer. Im Falle wenn es bei mir ein Kurzschluss gibt. Meine Wohnung schaut mittelgroß aus. Es soll vier pinke Orchideen im Wintergarten sein. Und die gelben Löwenmäulchen sind dann in meinen Garten neben an.

 

Auf dem Foto: Valentin Radschenko

 

Wie man wohnt

 

Nora Fiedler, selbst am Computer geschrieben

Als Assistenz habe ich Selbastijan und Wibke. Ich brauche richtig vill Unterstützung und Hilfe. Bei Wäsche bei Geld und bei Ferabreden mit Freunde und bei Ferabreden mit Freunde und bei Kochen. Auf jeden Fall Geld. Das ich nicht zu vill da bei habe. An Wochenende gehe ich immer aus an Abend. Was ich mir leisten kann das Schönste Hochzeit des Jahres kann ich mir leisten. Sauberkeit in Zimmer und in Badezimmer ist mir auch wichtig. Mein Mann kann es alles allein aber auch mit Hife sonst kann mein Mann alles slbst. Er ist auch schon erwaksen. Aber ich soll ihn besser erzihen. Mir ist wichtig das er sauber und gut richt. Meine Eltern kauf die Saubermiteln ein für mich ist das zu teuher die Putzmitteln. Die Uhr Zeiten muss ich noch lernen wegen tellefoniren an abend. Nach einer Fernsehen Sendung gehe ich pünktlich in Bät.

 

Angela Fritzen, handgeschrieben

Abenteuer: Wohnen Wir brauchen Geduld haben zu wohnen Leistung die Wohnen bleiben kann nicht aufgeben. Anhören die Musik CD oder DVD Film. Es aufregend. Ich werde Moderieren Für alles Freuen. Wir sind Bereit ist wieder Essen Bestellen sogar Pizza zu Bringen Lassen gute Stimme Für die Wohnen dringd. Wir wohnen gemeinsammKeit machen können. Texte schrieben kann und zeit haben es ist Richtigkeit zu befödern werden was ich noch brauche kann ist Gedanke – Gedicht. Wohnen und Power haben und Hummer und Benutzen. Bekommen. Bedauern. Patient. Es ist so schwer wirklich spezial zu haben. Aussicht. Aufgeben. Chance. Angst. Helden. Faule Haut. Ist schwer zu sagen. Aufregend zu sein. Anfang. Chromosomen. Zu Wohnen. Erkenen. Aufwaschen. Down-Syndrom 47.

 

Jil-Marie Zilske, selbst am Computer geschrieben

Besser ist es, wenn man zusammen wohnt egal Schwerbehinderte oder Geistigbehinderte oder Lernbehinderte oder Gehbehinderte. Ich würde eine WG auf machen. Die da alle rein kommen. Es stimmt nicht, dass Jugendliche mit DS keinen Freund haben und finden und suchen. Alle freuen sich, wenn man einen Traum im Kopf hat. Wie zum Beispiel Hochzeit, ein eigenes Haus oder ein eigenes Auto. Sie wissen aber auch, dass man einen Führerschein braucht und wenn, man Hilfe braucht kann man Hilfe suchen oder anrufen. Ich möchte auch das die Menschen mit Behinderung gleich berechtigt werden. Aber sie dürfen aber auch Alkohol trinken und rauchen. Aber sie müssen aber wissen, wenn sie rauchen das es nicht gut ist. Sowie Alkohol trinken ist auch nicht gut. Sie müssen aber auch selber einschätzen wie sie es selber einrichten. Und ich mache denn Rest wie zu Beispiel 8 Büros, 8 Wohnzimmer, 1 Küchen mit Theke und Stühlen, 8 Badezimmer, 8 Gaderobe, 8 Chilleecke, 1 Keller und 1 Garten, 1 Musikraum, 8 Schränke. Sofa, Tische, Anken, Bilder, Laptops, Handys, Ladegeräte, Sticks, Mehrfachstecke, Mikrofons, Touch Pads mit Stender, Bilderrahmen, Erinnerungsbilder.

 

Auf dem Foto: Yevgen Golubentev

 

Was man kann

 

Nora Fiedler, diktiert

Badezimmer und Toilette Darüber kann ich dir richtig viel erzählen, richtig derbe viel. Am besten erst mal über den Klo. Im Klo hängt so ein Duft-Tab, zum Beispiel Zitrone oder Frühlingsfrische, Männerduft. Klopapier mit Mustern, zum Beispiel mit Herzchen oder mit Federn oder Klopapier mit Duft, zum Beispiel Minzblätter oder Lavendel. Im Klo ist wichtig, dass es gut riecht, und dass auch mein Verlobter drauf sitzen kann. Mir ist es auf jeden Fall wichtig, dass der Badezimmer sauber ist oder wird. Das macht man mit Betreuern zusammen oder man fragt, ob man Hilfe braucht. Mein Verlobter macht alles selber. Zum Beispiel mit Badezimmerreiniger, Putzmitteln. Auf jeden Fall wenn man das ganze Badezimmer putzen will, fangt man mit dem Waschbecken an. Erst den Waschbecken und danach brauche ich Hilfe mit dem Klo. Mit dem Klo benutzt man ein anderen Putzmittel. Ob ich das nicht verwechsel, deshalb brauche ich Hilfe.

 

 

Angela Fritzen, diktiert

Thema: Alleine wohnen Was muss man können, um alleine zu wohnen? Ich wohne noch alleine mit meiner Eltern zusammen. Wir haben das Haus selbst gebaut. Das Haus ist sehr lang gemacht. Da war ich noch klein mit meiner Schwester. Wie noch nie lebhaft zu sein. Genau in meinem Jahrgang haben wir das Haus gebaut. Ich würde auch in betreutes Wohnen gehen, auch in Siegburg. Wir hatten nur keinen Termin gehabt. Da kann ich mit der 66 fahren, bis dahin und kucke das betreute Wohnen an. Die betreutes Wohnen muss ich erstmal anschauen, wie es so eingerichtet ist. Und das Haus kenne ich, von betreutes Wohnen. Mit meiner Kollegen aus der Musikschule, da war ich mal gewesen und habe die Kristines getroffen. Die hat mal da gewohnt. Da haben wir gemeinsam gespielt, Musik gemacht. Also wenn ich alleine wohne, würde ich zur Musikschule fahren, zu Saxophon zu spielen und anschließend morgens früh würde ich mit der 66 nach Oberkassel fahren, nach Altenheim zu fahren. Kann ich direkt durchfahren.

Was davon kannst du schon? Also ich kann reiten, dann geh ich noch im Altenheim zum Rückensport. Ich kann selbst Kaffee kochen. Ich kann am Computer, am Laptop. Alleine zum Arzt gehen. Alleine zum Zahnarzt gehen. Alleine einkaufen gehen. Ich kann alleine die Spülmaschine ausräumen. Was ich nicht so gut kann, ist Geld ausgeben. Ich kann zum Ohrenkuss hinfahren. Tischtennis kann ich auch, aber im Verein nicht. Und ich geh Mittwoch zur Musikschule, Saxophon zu spielen, alleine. Ich kann Zimmer aufräumen.

Was davon kannst du noch nicht? Ich kann nicht mit dem Geld ausgeben. Ich kann nicht keine Kinder kriegen. Ich darf das nicht. Ich kann nicht so einzuschlafen. Autofahren darf ich nicht und kann ich nicht. Ich darf keine Roller fahren.

 

Björn Langenfeld, diktiert

Thema: Alleine wohnen Was muss man können, um alleine zu wohnen? Ich wohne jetzt in Siegburg. Bis jetzt acht Jahre schon. Alleine ich wohne. Mache ich putzen, saugen, Wäsche waschen. Dann mache ich die Einkaufen, kochen. Ich hab ein Bett, Couch, Badezimmer.

Was davon kannst du schon? Alleine mach ich Wohnung machen, mache ich Kaffee kochen, Bett machen. Dann mache ich Waschen alleine. Dann geh ich alleine Bäcker holen. Waschen auch ganz alleine. Und dann mach ich gerne bügeln. Dann mache ich Zimmer Couch, dann kommt Fernsehen und Radio. Und dann mache ich Schlafzimmer. Alleine saugen und wischen. Dann mache ich alleine kochen. Ordentlich sein. Ein Held.

Was davon kannst du noch nicht? Ich kann alleine, nicht helfen. Alles alleine.

 

Auf dem Foto: Anna-Lisa Plettenberg

 

Und der schöne Rest

 

Ansgar Peters, diktiert

Kofferpacken Wenn ich in eine Reise fahre, dann muss ich auf einen Zettel draufschreiben, dass ich meine Unterhose mitnehmen muss. Socken, Badehandtuch, Schwimmhose, Badehose, Jackett, mit Schlips, schicke Hose, gut aussehen. Und alles packe ich in meinen Koffer rein. Und nicht vergessen: meinen Schlafanzug! Sonst muss ich nicht nackt nicht schlafen. Schlafanzug ist immer besser einzupacken. Und was auch noch fehlt, ist Kultursachen zu packen, meine Schlagzeugsachen und meine Stöcke und natürlich auch Handtücher, das braucht man alles für die Reise mitzunehmen. Und dann, wenn der Koffer schon voll ist, dann bin ich fröhlich. Proviant mitnehmen, was zum Trinken, vielleicht eine Tüte Chips und Cola oder nehme ich meine Nudeln mit. Das Problem, ich habe eine Weizenallergie und in Hotel müssen auch wissen, dass ich das habe. Wichtig ist, natürlich, Kondome muss ich mitnehmen.

 

Macht ihr Morgengymnastik?

Johanna von Schönfeld: Solche freche Antworten wird ich nicht beantworten. Diese Morgengymnastik machen nur alte und junge Menschen, aber ich nicht. Da hab ich keine Zeit für.

 

Was wollen wir machen?

Paul Spitzeck: Ich möchte so sein, wie die 46-Chromosome, weil ich fühle mich so. Meine Eltern haben mir das so erklärt, dass ich eigentlich nicht das Down-Syndrom habe, aber die Natur hat mir das gegeben. Das hab ich so lang in mein Herzen, bis ich das hier hin geschafft habe zu Ohrenkuss, das muss mal raus.

 

 


… mongolisch ist mongolisch und klingt wie mongolisch …

Ohrenkuss …da rein, da raus, das Magazin, gemacht von Menschen mit Down-Syndrom gibt es seit fast 20 Jahren.
Das Projekt ist einmalig auf der ganzen Welt und mehrfach preisgekrönt.
Es erscheint zweimal jährlich – mit jeweils einem Thema, Texten der bis zu 50 AutorInnen mit Down-Syndrom und professionellen Fotos, und man kann es abonnieren: Öffnet externen Link in neuem Fensterwww.ohrenkuss.de
Im August 2010 wurde das Bundesverdienstkreuz dafür an Gründerin Katja de Bragança verliehen – der Bericht ist hier: Öffnet externen Link in neuem Fensterhttps://www.heuschrecke.com/blog/blog-post/2010/08/24/ohrenkuss-verdienstkreuz-am-bande.htm
Newsletter:  Wer regelmäßig über Ohrenkuss informiert werden möchte, kann hier den Ohrenkuss-Ipeschl abonnieren: Öffnet externen Link in neuem Fensterwww.ohrenkuss-ipeschl.de.

 

Fotos: Britt Schilling, www.brittschilling.de Text und Fotos © Ohrenkuss

Makrokosmos zum Jahresende, von Hexenröhrlingen, Wurzelrüblingen und Stinkmorcheln

 

In Rheinland-Pfalz mussten wir 2018 bis in den November warten, um wenigstens den ein oder anderen größeren Pilzfruchtkörper zu sichten: so schlecht wie dieses Jahr war das Pilzjahr für uns noch nie! Im September, unserer eigentlichen Hochsaison, sind wir deshalb aus reiner Verzweiflung in den subalpinen bis alpinen Bereich unseres größten europäischen Kalkgebirges abgewandert, nämlich in den nordspanischen Nationalpark Ordesa y Monte perdido in den Pyrenäen und konnten tatsächlich viele schöne Kalkzeiger sichten, die wir im sauren Quarzit-Hunsrück nie zu sehen bekommen, wie den Netzstieligen Hexenröhrling (Boletus luridus) FOTO1, das merkwürdig adrig-lappige Schweinsohr (Gomphus clavatus) FOTO2 oder, für uns ein Erstfund, den Schwarzhaarigen Wurzelrübling (Xerula melanotricha) FOTO3; aus der Gattung der Wurzelrüblinge kannten wir bisher nur den häufigen Grubigen Wurzelrübling (Xerula radicata). 

Als wir dann noch die wünderschöne, rosarote Blüte des Pyrenäen-Felsentellers (Ramonda myconis) FOTO4 eine in den Pyrenäen endemische Pflanze, ein Tertiärrelikt, in den Kalkfelsen entdeckten, war unser Glück komplett und konnte nur noch übertroffen werden durch den für uns schönsten europäischen Schmetterling, den Segelfalter (Iphiclides podalirius), der sich auf dem trocken-warm-felsigen Hügel oberhalb des Guelle-Parks in Barcelona quasi direkt auf unserer Kameralinse niederließ. Er stand schon lange auf unserer “To-Find”-Wunschliste – und nun sehen wir ihn erstmals sozusagen fast in der Großstadt. 

Nicht nur im Guelle-Park, auch in Gaudis bizarren Stadtpalästen haben eindeutig verschiedene Morcheln für seine Gebäudeornamente Modell gestanden, wie wir überrascht auf dem Dach des Stadthauses La Pedrera feststellen konnten. Diese Stinkmorcheln (Phalli impudici) FOTO6 und 7 rochen nur nach Beton und Stadt, stanken nicht nach Aas und wir waren die Fliegen, die unbedingt mal anfassen mussten. 

Damit verabschieden wir uns vom Jahr 2018 und wünschen uns allen für 2019 Glück, Gesundheit und Frieden 

Die Pilzsachverständigen DGfM Eva Wandelt und Lothar Claußnitzer

 


Genug für heute von den Hobbymykologen und Pilzsachverständigen (DGfM) Eva Wandelt (Biologin) und Lothar Claussnitzer (Streuobst-Landwirt und Wiesenmeister).

In loser Folge werden wir auf dieser Seite Schönes, Kurioses, Interessantes, Essbares, Würziges anhand von einfachen Digi-Mikrofotos aus dem wilden Pilz-und Pflanzenreich vorstellen und erläutern.

Fotos © Evi Wandelt, Lothar Claußnitzer

Adventsbild

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Kathrin Franckenberg: Ein Bild zum Advent

 

 

Einen schönen Sonntag und einen besinnlichen 3. Advent!

 


 


Kathrin Franckenberg ist Künstlerin, Meisterschülerin von Michelle Cassou, USA (“Point Zero Painting”), Kunstglaserin, ausgebildet im “Begleiteten Malen”, Ergotherapeutin, SI-Therapeutin (DVE) für Kinder, tätig in der Erwachsenenbildung und begleitet seit mehreren Jahren kleine und große Menschen auf ihrem kreativen Weg.   www.malfreude.de

Wer mehr zum Malfreude Atelier anschauen möchte, kann dies nun auch auf YouTube tun. 6 Minuten Einblicke unter:
https://www.youtube.com/watch?v=toyIS39bpxU

 

“Galumphierend:
 
Hat in seinem Wortklang etwas Lebendiges. Wie ein freudiges, galoppierendes Pferd seiner inneren Bewegung zu springen und zu hüpfen folgt, so folge ich auch mit dem Pinsel in der Hand, dem, was sich in mir regt. Und dem, was mich auch von „Außen“ berührt und bewegt. Was entsteht, in mir, ist auch diese Lebendigkeit, die verschiedenen Tempi, wenn es langsam wird, wenn ich stolpere, wenn ich falle, wenn ich wieder aufstehe – metaphorisch gesehen – und es hat auch eine Qualität von Absichtslosigkeit und nicht festlegen wohin, kein Ziel, ein Im Moment erleben mit der permanenten Möglichkeit, alles wieder zu zerstören und zu verändern. Das ist das spielerische Element. Das ist das Kreative. Das ist Spiel. Alles fällt auch wieder auseinander und wird neu zusammen gepuzzled, um sich beim nächsten Pinselstrich wieder zu transformieren. Es ist ein lebendiger Prozess, im Geboren werden und Sterben – ein Feld, das Kreativität ist. Ein Raum des alles und nichts, aus dem heraus Kreativität sich als Form und Farbe sichtbar werden lässt. Spontan, unreflektiert, unzensiert, erforschend, momentan…
 
Ja, und vielleicht berührt es etwas, das der Betrachter auch in sich kennt…”  

Kathrin Franckenberg

 

Ohrenkuss: Ozean

 

Ohrenkuss …da rein, da raus – ist ein Magazin, gemacht von Menschen mit Down-Syndrom, unter der Leitung von Herausgeberin Dr. Katja de Bragança. Und zugleich ein einzigartiges und vielfach prämiertes Projekt der downtown – Werkstatt für Kultur und Wissenschaft GmbH.

Es gibt 2 Ausgaben im Jahr, die man abonnieren kann, jeweils zu einem speziellen Thema. Die Vorbereitungen dazu sind intensiv, mit Workshops, Interviews, Recherche-Reisen, was gute Journalisten so machen. Die AutorInnen schreiben poetisch, mit einem feinen Witz und einer Portion Lebensweisheit. Die Hefte sind liebevoll gestaltet, und auf hohem ästhetischen Niveau.

In unserem Blog stellen wir regelmäßig das neue Ohrenkuss-Magazin vor, oder berichten über andere aktuelle Dinge aus dem Projekt.

 

Das aktuelle Heft behandelt das Thema Ozean. Wir haben ein paar Texte und Ausschnitte aus den Texten zusammengeschnitten und grob einkategorisiert. Das Heft selber umfasst noch viele weitere Texte, Interviews und Ausschnitte aus dem Leben. Viel mehr gibt es dazu nicht zu sagen (vielleicht noch kurz, dass es das 20-Jahre-Ohrenkuss-Jubiläumsheft ist). Jetzt aber viel Spaß, Freude und gedankenanstoßende Momente. Wir hoffen es macht Lust auf Meer. Dazu einfach das Ohrenkuss-Magazin bestellen!

 

 

Zum Thema Ozean

 

Julia Bertmann, per email geschrieben

Im Fernsehen lief eine 5-teilige Serie über Ozeane. Ich habe mir alle 5 angeguckt. Es gibt eigentlich 5 Ozeane. Aber man spricht immer nur von 3 Ozeanen: Indischer Ozean, Pazifischer Ozean und Atlantischer Ozean. In den verschiedenen Ozeanen gibt es verschiedene Fischarten. Von den Orcas das sind Wale bis zu den kleinsten Fischen wurde alles erklärt. Die Tiefsee ist dunkel. Kleine Fische leuchten in der Dunkelheit. Hinter den Steinen auf den Meeresboden verstecken sich die Leuchtfische. In vielen Ozeanen gibt es Korallen. Das sind ganz viele Nesseltiere die zusammenhängen. Der weiße Hai ist sehr groß und frisst alle Fische, die vor seiner Nase her schwimmen. Delphine springen immer aus dem Wasser raus, damit sie Luft holen können. Sie schwimmen immer hinter Fischschwärmen her und wollen sie fressen. Unter Wasser auf den Boden der Ozeane gibt es einen richtigen Dschungel. Das ist Seetang. Der sieht aus wie Büsche. Da verstecken sich Seespinnen drin und Krebse und Fische. Mehr als die halbe Erde auf der wir leben besteht aus Wasser.

 

 

Dorothee Reumann, selbst am Computer geschrieben

Ich gehe allein in der ozean. Musium rein gehen und ich wahr baff los die ozean und ich denke nicht und ich bin ozean im mein kopf oben die viele fische und hai und kleine fische ich stze ein raum bank hin und auf stehen und gehen und gucke ich habe kopfhörer die ein man und ein frau sagen und ich stauhen die viele ozean das ist hamma keiel gehe ich raus und endspann mich.

Wie viele Wasser hoch kommt? Wie viele Fische? Wie viele Feuerquallen? Wo genau die Ozean kommt? Wie kauft die Fische: Gut essen oder nicht gut essen? Wie kommt die Wasser zu uns kommen? Wie trinkt die Wasser für die Menschen? Ganze Welt! Und wo ist Essen? Das ist auch wichtig. Die Lebensmittel zubereiten, Arbeit.
Die Blumen trinkt auch Wasser. Die Pflanzen braucht auch Wasser. Und die Bäume auch. Wo ist Regen? Warum ist Hochwasser auf die Stadt? Kommt das zurück oder kommt hin? Wo viele Tote? Die Menschen braucht Trinken für Körper, Gesundheit. Und die Fische? Und Hai? Ist tot? Und Feuerquallen und normale Quallen ist nicht so gut für die Menschen, wegen die Füßeschmerzen. Wo genau die Meer oder am See, wo ist die Schiffe und Segelboot? Fahren am Meer und Boot auch und viele Leute schwimmen am Meer. Man guckt die Leute an und die Kinder auch, richtig anschauen, dass keine Hai. Und trinkt unter und die Mann rettet die Kinder und die Erwachsenen. Und schnell rausgehen. Und sitzen viele Leute anschauen am Meer, Strand, liegen, sitzen, anschauen, die Sonne, mit Eisessen.

 

Nora Fiedler, diktiert

geheimnisvoll – Mond – und Meerjungfrauen – Gedankenreise

Eine Frage wäre… Aber Ozean kann doch gar nicht reden. Ozean hat doch keinen Mund. Jetzt kommt eine Frage an den Ozean: An Ozean … oder: Lieber Ozean, welche Farbe hast du? Oder anders formuliert: Wie sieht der Ozean von drinnen aus? Mit richtig wunderschönen Schaumkronen. Diese Schaumkronen glitzern in der Sonne. Ob das Meeresrauschen zum Einschlafen bringt? Irgendwie träume ich echt davon. Ich sitze am Strand. Eine Vorstellung wie ich selber im Ozean wäre und ich sehe im Ozean: Es war Nacht und ist Vollmond. Ich wundere, was eigentlich wirklich im Ozean wäre. Ein sehr seltenes Wesen mit wunderschönen langen Haaren, eigentlich ist es kein Wesen. Ich sehe eindeutig da: eine Meerjungfrau. Und am Ende sitze ich mit der Meerjungfrau am Felsen. Die Meerjungfrau heißt Beate.

 

Angela Fritzen, diktiert

…Der heftige Wind treibt die Wellen zu stark hoch, dass man die Wellen hören können, so eine Art Musik. Wenn Salzwasser und Süßwasser Wellen macht, gehe ich direkt rein und springe da rein. Wenn die Welle treibt immer mehr, das ist das Zeichen, dass ich reingehe. Aber mit Laufen. Und ich reite wie auf ein Pferd. Das Wasser kein Pferd ist. Aber das Wasser trägt wie Pferd. Weil die Pferde können auch schwimmen.
Die Wellen machen sehr viel mehr Kraft fürs Herz. Herz mehr Kraft fürs Leben. ….

 

 

Politische Themen rund um den Ozean

 

Natalie Dedreux, handgeschrieben

Flüchtingskriese
Ich finde es nicht gut das sie sterben.
Sie haben auch das recht nach Deutschland zu kommen. Sie haben doch hunger und durst so wie wir. Können wir den Seehofer das der liste absteigen.
Sie sind genau so wie wir reich und können gerne so wie ich gerne einschlafen.
Ich will das der Krieg in den anderen Landen aufhört.
Die Politik soll so funktionieren das alle mitmachen dürfen. Es sollen doch nicht so viele menschen auf den rettungsbotten sterben.
Können wir den Seehofer mal Bremsen.
Dann müssen wir uns was einfallen lassen. Dann were es gut Das wir ein Ton(?)gerät anschaffen damit wir den Seehofer bremsen können.

 

Andrea Halder, selbst am Computer geschrieben

…Wir Menschen sollten mehr dafür sorgen dass wir nicht soviel an Plastik verbrauchen und auch an den gelben Säcken sollte man auch daran sparen. Weil sie bestehen ja auch nur als Plastik-Müll. Eigentlich sind wir ja daran selbst schuld. Wir verbrauchen ja selbst soviel an Plastik-Müll. Wenn jeder mit machen würde von unseren Leuten abgesehen und seinen Teil dazu beizutragen mit den Plastik-Müll, dann wäre es jeden dabei mitgeholfen. Wir sind ja dazu selbst verpflichtet uns darum zu kümmern, nur so können wir in der Zukunft Plastik-freier leben ohne diesen Plastikmüll in sauberer Umweltschutz. …

 

 

Poesie

 

Michael Martens, diktiert

Unten im Meer
Spooky, spooky (macht Handbewegung, schlängelnde Fische, hochschwimmender Tintenfisch)
Mehr Rhythmus!
Harmonie!
Harmonie.

 

Antonio Nodal, diktiert

Meer ist Nordsee.
Meer heißt Wasser.
Meer heißt schwimmen.
Meer: Kopf Wasser.
Meer: Haare nass.
Meer: Ich will Handtuch.
Meer heißt Mensch.
Meer – ich liebe.
Meer: hellblau, Sonne.
Meer: Winter Eis.
Meer: Party Meer.
Meer heißt Tanzen.
Mittelmeer.
Meer: Träumen und denken.
Meer: Mann und Frau.
Meer heißt: Ich liebe.
Meer ist M.
Meer ist E.
Meer ist E.
Meer ist R.

 

 

Was sonst noch beschäftigt

 

Aladdin Detlefsen, diktiert

Piraten ist ein Mensch und die trinkt ein Bier. Piraten sind auch Seeräuber. Sie fahren von Land zum Land. Und die hat sieben Messer und eine Waffe. Die kämpft sich Piraten zu Piraten. Die hat auch ein Schiff. Und ein Bier in der Hand. Die haben einen Schatz, den haben sie am Strand erobert. Die bewachen den Schatz. Die Schiff fährt bis zum Burg. Die bewachen, damit keiner Unsinn baut. Die Piraten, die wohnt auch da. Und die schlaft auch da in Burg.
So sehen die Piraten aus: rot im Kopf, Lederhose und Gürtel und eine kleine Jacke. Dazu Lederschuhe. Und ein Bart. Piratenfrau, die arbeitet im Kiosk auf dem Piratenschiff. Sie hat ein Blume im Haar. Die hat ein Rock, geschminkt, aber mit Waffen: Pistolen und zwei Messer. Und die trinkt auch ein Bier. Die Piratenfrau holt die Schatz und geht zurück nach Burg. Und das schlaft sie. Den Schatz hat sie solange ganz tief unten im Keller. Dann geht die nach oben, nimmt da das Boot und fahrt lang zum Land. Und die hat Kanonen und schießt von Schiff zum Schiff. Und springt sie und kämpft und schießt – alles gleichzeitig. Und dann fährt die noch weiter aufs Meer.
Sie kriegt auch zu Essen und zu trinken. Bier. Da gibt’s Gemüse, Fleisch und Obst. Das essen die Piraten. Auf dem Tisch nimmt eine Kerze und macht das Licht an. Sie greift sich die Segel ab. Sie singt Ahoi. Die Piraten macht: „Ahoi, ahoi, was machst du Schönes?“
Die hat vier oder fünf Kisten voll Bier und saufen richtig. Essen, trinken und alles, was Spaß macht.
Am Abend macht der der Gardine zu und schlafen im Schiff. Die schläft bis morgens um zehn. Und dann wacht die auf und sagt: „Oh, 20 Schiffen, da muss man Tote schießen.“ Die besprechen sich bisschen: „Jetzt kämpfen und schießen wir noch mal. Und trinken noch mal Bier.“
Danach fahren sie zurück nach Burg. Dann schläft der noch mal und tanzen, tanzen, tanzen ohne Ende. Und Bier saufen. Und die Geschichte ist zu Ende.

 

Dominic Edler, selbst am Computer geschrieben

See-Gurkeen
Repetez für Seegurkensalat mit Blaubeeren und Fetakäse

1 kleine Salatgurke(n) (Bio)
100 g Blaubeeren
100 g Feta-Käse
1 Lauchzwiebel(n)
1 EL Minzeblätter, in Streifen geschnitten

Für das Dressing:
1 EL Obstessig
Salz und Pfeffer
1 Prise(n) Cayennepfeffer
1 Prise(n) Zucker
2 EL Olivenöl

Die See-Grurken kommen aus den Land Indien.
Aus Indien das ist ein Land in Südasien .
Ich weis das die gruke auf Paltnaschen aufwerkssen und sie ist ein
Plafznengnüsse.
Und die Grurke würd zuberite für sallte und es gibt weill gute Repzte dazu
wen ihr repzte baurcht wende euch an mich 6 Stanekurch Dominic.

Wie werden sie serviert?
Als Saaltgericht mit allen Verastioen im Restuangs und Gasthüsern
Cetterings.

 

 

Und zum Schluss

 

Natalie Dereux, diktiert
Wenn ich am Rhein bin, mache ich hochleistungschillen. Da esse ich auch gerne Eis. Am liebsten mag ich Schoko. Wasser ist wichtig für uns Menschen. Das brauchen wir zum Trinken und zum Leben.

 

 



… mongolisch ist mongolisch und klingt wie mongolisch …

Ohrenkuss …da rein, da raus, das Magazin, gemacht von Menschen mit Down-Syndrom gibt es seit fast 20 Jahren.
Das Projekt ist einmalig auf der ganzen Welt und mehrfach preisgekrönt.
Es erscheint zweimal jährlich – mit jeweils einem Thema, Texten der bis zu 50 AutorInnen mit Down-Syndrom und professionellen Fotos, und man kann es abonnieren: Öffnet externen Link in neuem Fensterwww.ohrenkuss.de
Im August 2010 wurde das Bundesverdienstkreuz dafür an Gründerin Katja de Bragança verliehen – der Bericht ist hier: Öffnet externen Link in neuem Fensterhttps://www.heuschrecke.com/blog/blog-post/2010/08/24/ohrenkuss-verdienstkreuz-am-bande.htm
Newsletter:  Wer regelmäßig über Ohrenkuss informiert werden möchte, kann hier den Ohrenkuss-Ipeschl abonnieren: Öffnet externen Link in neuem Fensterwww.ohrenkuss-ipeschl.de.

 

Foto: Mathias Bothor, Berlin, www.mathiasbothor.com 
Text und Fotos © Ohrenkuss
Zum Impressum des Heftes – interessant, weil es zugleich ein kleiner Überblick ist …

Kleiner Dämon

Kathrin Franckenberg: Kleiner Dämon

 

 

“… wie findest Du meinen kleinen Dämon? Er sollte andere abschrecken,
und jetzt sehe ich, warum. Hat doch selbst so viel Schiss in der Buxe… “

 

Kathrin Franckenberg

 


 


Kathrin Franckenberg ist Künstlerin, Meisterschülerin von Michelle Cassou, USA (“Point Zero Painting”), Kunstglaserin, ausgebildet im “Begleiteten Malen”, Ergotherapeutin, SI-Therapeutin (DVE) für Kinder, tätig in der Erwachsenenbildung und begleitet seit mehreren Jahren kleine und große Menschen auf ihrem kreativen Weg.   www.malfreude.de

Wer mehr zum Malfreude Atelier anschauen möchte, kann dies nun auch auf YouTube tun. 6 Minuten Einblicke unter:
https://www.youtube.com/watch?v=toyIS39bpxU

 

“Galumphierend:
 
Hat in seinem Wortklang etwas Lebendiges. Wie ein freudiges, galoppierendes Pferd seiner inneren Bewegung zu springen und zu hüpfen folgt, so folge ich auch mit dem Pinsel in der Hand, dem, was sich in mir regt. Und dem, was mich auch von „Außen“ berührt und bewegt. Was entsteht, in mir, ist auch diese Lebendigkeit, die verschiedenen Tempi, wenn es langsam wird, wenn ich stolpere, wenn ich falle, wenn ich wieder aufstehe – metaphorisch gesehen – und es hat auch eine Qualität von Absichtslosigkeit und nicht festlegen wohin, kein Ziel, ein Im Moment erleben mit der permanenten Möglichkeit, alles wieder zu zerstören und zu verändern. Das ist das spielerische Element. Das ist das Kreative. Das ist Spiel. Alles fällt auch wieder auseinander und wird neu zusammen gepuzzled, um sich beim nächsten Pinselstrich wieder zu transformieren. Es ist ein lebendiger Prozess, im Geboren werden und Sterben – ein Feld, das Kreativität ist. Ein Raum des alles und nichts, aus dem heraus Kreativität sich als Form und Farbe sichtbar werden lässt. Spontan, unreflektiert, unzensiert, erforschend, momentan…
 
Ja, und vielleicht berührt es etwas, das der Betrachter auch in sich kennt…”  

Kathrin Franckenberg

 

Liebevolles Halten

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Kathrin Franckenberg: Liebevolles Halten

 

 

Ach ja – das ist liebevolles Halten
Ganz einfach – das, was ansteht – tun.

 

Kathrin Franckenberg

 


 


Kathrin Franckenberg ist Künstlerin, Meisterschülerin von Michelle Cassou, USA (“Point Zero Painting”), Kunstglaserin, ausgebildet im “Begleiteten Malen”, Ergotherapeutin, SI-Therapeutin (DVE) für Kinder, tätig in der Erwachsenenbildung und begleitet seit mehreren Jahren kleine und große Menschen auf ihrem kreativen Weg.   www.malfreude.de

Wer mehr zum Malfreude Atelier anschauen möchte, kann dies nun auch auf YouTube tun. 6 Minuten Einblicke unter:
https://www.youtube.com/watch?v=toyIS39bpxU

 

“Galumphierend:
 
Hat in seinem Wortklang etwas Lebendiges. Wie ein freudiges, galoppierendes Pferd seiner inneren Bewegung zu springen und zu hüpfen folgt, so folge ich auch mit dem Pinsel in der Hand, dem, was sich in mir regt. Und dem, was mich auch von „Außen“ berührt und bewegt. Was entsteht, in mir, ist auch diese Lebendigkeit, die verschiedenen Tempi, wenn es langsam wird, wenn ich stolpere, wenn ich falle, wenn ich wieder aufstehe – metaphorisch gesehen – und es hat auch eine Qualität von Absichtslosigkeit und nicht festlegen wohin, kein Ziel, ein Im Moment erleben mit der permanenten Möglichkeit, alles wieder zu zerstören und zu verändern. Das ist das spielerische Element. Das ist das Kreative. Das ist Spiel. Alles fällt auch wieder auseinander und wird neu zusammen gepuzzled, um sich beim nächsten Pinselstrich wieder zu transformieren. Es ist ein lebendiger Prozess, im Geboren werden und Sterben – ein Feld, das Kreativität ist. Ein Raum des alles und nichts, aus dem heraus Kreativität sich als Form und Farbe sichtbar werden lässt. Spontan, unreflektiert, unzensiert, erforschend, momentan…
 
Ja, und vielleicht berührt es etwas, das der Betrachter auch in sich kennt…”  

Kathrin Franckenberg

 

Sonnentroll

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Kathrin Franckenberg: Sonnentroll

 

 

„Nicht das Bild an sich ist schön, sondern das, was es in Dir zum schwingen bringt. Darin liegt die wirkliche Schönheit!“

 

Kathrin Franckenberg

 


 


Kathrin Franckenberg ist Künstlerin, Meisterschülerin von Michelle Cassou, USA (“Point Zero Painting”), Kunstglaserin, ausgebildet im “Begleiteten Malen”, Ergotherapeutin, SI-Therapeutin (DVE) für Kinder, tätig in der Erwachsenenbildung und begleitet seit mehreren Jahren kleine und große Menschen auf ihrem kreativen Weg.   www.malfreude.de

Wer mehr zum Malfreude Atelier anschauen möchte, kann dies nun auch auf YouTube tun. 6 Minuten Einblicke unter:
https://www.youtube.com/watch?v=toyIS39bpxU

 

“Galumphierend:
 
Hat in seinem Wortklang etwas Lebendiges. Wie ein freudiges, galoppierendes Pferd seiner inneren Bewegung zu springen und zu hüpfen folgt, so folge ich auch mit dem Pinsel in der Hand, dem, was sich in mir regt. Und dem, was mich auch von „Außen“ berührt und bewegt. Was entsteht, in mir, ist auch diese Lebendigkeit, die verschiedenen Tempi, wenn es langsam wird, wenn ich stolpere, wenn ich falle, wenn ich wieder aufstehe – metaphorisch gesehen – und es hat auch eine Qualität von Absichtslosigkeit und nicht festlegen wohin, kein Ziel, ein Im Moment erleben mit der permanenten Möglichkeit, alles wieder zu zerstören und zu verändern. Das ist das spielerische Element. Das ist das Kreative. Das ist Spiel. Alles fällt auch wieder auseinander und wird neu zusammen gepuzzled, um sich beim nächsten Pinselstrich wieder zu transformieren. Es ist ein lebendiger Prozess, im Geboren werden und Sterben – ein Feld, das Kreativität ist. Ein Raum des alles und nichts, aus dem heraus Kreativität sich als Form und Farbe sichtbar werden lässt. Spontan, unreflektiert, unzensiert, erforschend, momentan…
 
Ja, und vielleicht berührt es etwas, das der Betrachter auch in sich kennt…”  

Kathrin Franckenberg

 

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