Aprilwinde

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Kathrin Franckenberg: Aprilwinde



Kathrin Franckenberg ist Künstlerin, Meisterschülerin von Michelle Cassou, USA (“Point Zero Painting”), Kunstglaserin, ausgebildet im “Begleiteten Malen”, Ergotherapeutin, SI-Therapeutin (DVE) für Kinder, tätig in der Erwachsenenbildung und begleitet seit mehreren Jahren kleine und große Menschen auf ihrem kreativen Weg.   www.malfreude.de

Wer mehr zum Malfreude Atelier anschauen möchte, kann dies nun auch auf YouTube tun. 6 Minuten Einblicke unter:
https://www.youtube.com/watch?v=toyIS39bpxU

“Galumphierend:
Hat in seinem Wortklang etwas Lebendiges. Wie ein freudiges, galoppierendes Pferd seiner inneren Bewegung zu springen und zu hüpfen folgt, so folge ich auch mit dem Pinsel in der Hand, dem, was sich in mir regt. Und dem, was mich auch von „Außen“ berührt und bewegt. Was entsteht, in mir, ist auch diese Lebendigkeit, die verschiedenen Tempi, wenn es langsam wird, wenn ich stolpere, wenn ich falle, wenn ich wieder aufstehe – metaphorisch gesehen – und es hat auch eine Qualität von Absichtslosigkeit und nicht festlegen wohin, kein Ziel, ein Im Moment erleben mit der permanenten Möglichkeit, alles wieder zu zerstören und zu verändern. Das ist das spielerische Element. Das ist das Kreative. Das ist Spiel. Alles fällt auch wieder auseinander und wird neu zusammen gepuzzled, um sich beim nächsten Pinselstrich wieder zu transformieren. Es ist ein lebendiger Prozess, im Geboren werden und Sterben – ein Feld, das Kreativität ist. Ein Raum des alles und nichts, aus dem heraus Kreativität sich als Form und Farbe sichtbar werden lässt. Spontan, unreflektiert, unzensiert, erforschend, momentan…
Ja, und vielleicht berührt es etwas, das der Betrachter auch in sich kennt…”

Kathrin Franckenberg

Makrokosmos zum Jahresende, von Hexenröhrlingen, Wurzelrüblingen und Stinkmorcheln

 

In Rheinland-Pfalz mussten wir 2018 bis in den November warten, um wenigstens den ein oder anderen größeren Pilzfruchtkörper zu sichten: so schlecht wie dieses Jahr war das Pilzjahr für uns noch nie! Im September, unserer eigentlichen Hochsaison, sind wir deshalb aus reiner Verzweiflung in den subalpinen bis alpinen Bereich unseres größten europäischen Kalkgebirges abgewandert, nämlich in den nordspanischen Nationalpark Ordesa y Monte perdido in den Pyrenäen und konnten tatsächlich viele schöne Kalkzeiger sichten, die wir im sauren Quarzit-Hunsrück nie zu sehen bekommen, wie den Netzstieligen Hexenröhrling (Boletus luridus) FOTO1, das merkwürdig adrig-lappige Schweinsohr (Gomphus clavatus) FOTO2 oder, für uns ein Erstfund, den Schwarzhaarigen Wurzelrübling (Xerula melanotricha) FOTO3; aus der Gattung der Wurzelrüblinge kannten wir bisher nur den häufigen Grubigen Wurzelrübling (Xerula radicata). 

Als wir dann noch die wünderschöne, rosarote Blüte des Pyrenäen-Felsentellers (Ramonda myconis) FOTO4 eine in den Pyrenäen endemische Pflanze, ein Tertiärrelikt, in den Kalkfelsen entdeckten, war unser Glück komplett und konnte nur noch übertroffen werden durch den für uns schönsten europäischen Schmetterling, den Segelfalter (Iphiclides podalirius), der sich auf dem trocken-warm-felsigen Hügel oberhalb des Guelle-Parks in Barcelona quasi direkt auf unserer Kameralinse niederließ. Er stand schon lange auf unserer “To-Find”-Wunschliste – und nun sehen wir ihn erstmals sozusagen fast in der Großstadt. 

Nicht nur im Guelle-Park, auch in Gaudis bizarren Stadtpalästen haben eindeutig verschiedene Morcheln für seine Gebäudeornamente Modell gestanden, wie wir überrascht auf dem Dach des Stadthauses La Pedrera feststellen konnten. Diese Stinkmorcheln (Phalli impudici) FOTO6 und 7 rochen nur nach Beton und Stadt, stanken nicht nach Aas und wir waren die Fliegen, die unbedingt mal anfassen mussten. 

Damit verabschieden wir uns vom Jahr 2018 und wünschen uns allen für 2019 Glück, Gesundheit und Frieden 

Die Pilzsachverständigen DGfM Eva Wandelt und Lothar Claußnitzer

 


Genug für heute von den Hobbymykologen und Pilzsachverständigen (DGfM) Eva Wandelt (Biologin) und Lothar Claussnitzer (Streuobst-Landwirt und Wiesenmeister).

In loser Folge werden wir auf dieser Seite Schönes, Kurioses, Interessantes, Essbares, Würziges anhand von einfachen Digi-Mikrofotos aus dem wilden Pilz-und Pflanzenreich vorstellen und erläutern.

Fotos © Evi Wandelt, Lothar Claußnitzer

Adventsbild

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Kathrin Franckenberg: Ein Bild zum Advent

 

 

Einen schönen Sonntag und einen besinnlichen 3. Advent!

 


 


Kathrin Franckenberg ist Künstlerin, Meisterschülerin von Michelle Cassou, USA (“Point Zero Painting”), Kunstglaserin, ausgebildet im “Begleiteten Malen”, Ergotherapeutin, SI-Therapeutin (DVE) für Kinder, tätig in der Erwachsenenbildung und begleitet seit mehreren Jahren kleine und große Menschen auf ihrem kreativen Weg.   www.malfreude.de

Wer mehr zum Malfreude Atelier anschauen möchte, kann dies nun auch auf YouTube tun. 6 Minuten Einblicke unter:
https://www.youtube.com/watch?v=toyIS39bpxU

 

“Galumphierend:
 
Hat in seinem Wortklang etwas Lebendiges. Wie ein freudiges, galoppierendes Pferd seiner inneren Bewegung zu springen und zu hüpfen folgt, so folge ich auch mit dem Pinsel in der Hand, dem, was sich in mir regt. Und dem, was mich auch von „Außen“ berührt und bewegt. Was entsteht, in mir, ist auch diese Lebendigkeit, die verschiedenen Tempi, wenn es langsam wird, wenn ich stolpere, wenn ich falle, wenn ich wieder aufstehe – metaphorisch gesehen – und es hat auch eine Qualität von Absichtslosigkeit und nicht festlegen wohin, kein Ziel, ein Im Moment erleben mit der permanenten Möglichkeit, alles wieder zu zerstören und zu verändern. Das ist das spielerische Element. Das ist das Kreative. Das ist Spiel. Alles fällt auch wieder auseinander und wird neu zusammen gepuzzled, um sich beim nächsten Pinselstrich wieder zu transformieren. Es ist ein lebendiger Prozess, im Geboren werden und Sterben – ein Feld, das Kreativität ist. Ein Raum des alles und nichts, aus dem heraus Kreativität sich als Form und Farbe sichtbar werden lässt. Spontan, unreflektiert, unzensiert, erforschend, momentan…
 
Ja, und vielleicht berührt es etwas, das der Betrachter auch in sich kennt…”  

Kathrin Franckenberg

 

Ohrenkuss: Ozean

 

Ohrenkuss …da rein, da raus – ist ein Magazin, gemacht von Menschen mit Down-Syndrom, unter der Leitung von Herausgeberin Dr. Katja de Bragança. Und zugleich ein einzigartiges und vielfach prämiertes Projekt der downtown – Werkstatt für Kultur und Wissenschaft GmbH.

Es gibt 2 Ausgaben im Jahr, die man abonnieren kann, jeweils zu einem speziellen Thema. Die Vorbereitungen dazu sind intensiv, mit Workshops, Interviews, Recherche-Reisen, was gute Journalisten so machen. Die AutorInnen schreiben poetisch, mit einem feinen Witz und einer Portion Lebensweisheit. Die Hefte sind liebevoll gestaltet, und auf hohem ästhetischen Niveau.

In unserem Blog stellen wir regelmäßig das neue Ohrenkuss-Magazin vor, oder berichten über andere aktuelle Dinge aus dem Projekt.

 

Das aktuelle Heft behandelt das Thema Ozean. Wir haben ein paar Texte und Ausschnitte aus den Texten zusammengeschnitten und grob einkategorisiert. Das Heft selber umfasst noch viele weitere Texte, Interviews und Ausschnitte aus dem Leben. Viel mehr gibt es dazu nicht zu sagen (vielleicht noch kurz, dass es das 20-Jahre-Ohrenkuss-Jubiläumsheft ist). Jetzt aber viel Spaß, Freude und gedankenanstoßende Momente. Wir hoffen es macht Lust auf Meer. Dazu einfach das Ohrenkuss-Magazin bestellen!

 

 

Zum Thema Ozean

 

Julia Bertmann, per email geschrieben

Im Fernsehen lief eine 5-teilige Serie über Ozeane. Ich habe mir alle 5 angeguckt. Es gibt eigentlich 5 Ozeane. Aber man spricht immer nur von 3 Ozeanen: Indischer Ozean, Pazifischer Ozean und Atlantischer Ozean. In den verschiedenen Ozeanen gibt es verschiedene Fischarten. Von den Orcas das sind Wale bis zu den kleinsten Fischen wurde alles erklärt. Die Tiefsee ist dunkel. Kleine Fische leuchten in der Dunkelheit. Hinter den Steinen auf den Meeresboden verstecken sich die Leuchtfische. In vielen Ozeanen gibt es Korallen. Das sind ganz viele Nesseltiere die zusammenhängen. Der weiße Hai ist sehr groß und frisst alle Fische, die vor seiner Nase her schwimmen. Delphine springen immer aus dem Wasser raus, damit sie Luft holen können. Sie schwimmen immer hinter Fischschwärmen her und wollen sie fressen. Unter Wasser auf den Boden der Ozeane gibt es einen richtigen Dschungel. Das ist Seetang. Der sieht aus wie Büsche. Da verstecken sich Seespinnen drin und Krebse und Fische. Mehr als die halbe Erde auf der wir leben besteht aus Wasser.

 

 

Dorothee Reumann, selbst am Computer geschrieben

Ich gehe allein in der ozean. Musium rein gehen und ich wahr baff los die ozean und ich denke nicht und ich bin ozean im mein kopf oben die viele fische und hai und kleine fische ich stze ein raum bank hin und auf stehen und gehen und gucke ich habe kopfhörer die ein man und ein frau sagen und ich stauhen die viele ozean das ist hamma keiel gehe ich raus und endspann mich.

Wie viele Wasser hoch kommt? Wie viele Fische? Wie viele Feuerquallen? Wo genau die Ozean kommt? Wie kauft die Fische: Gut essen oder nicht gut essen? Wie kommt die Wasser zu uns kommen? Wie trinkt die Wasser für die Menschen? Ganze Welt! Und wo ist Essen? Das ist auch wichtig. Die Lebensmittel zubereiten, Arbeit.
Die Blumen trinkt auch Wasser. Die Pflanzen braucht auch Wasser. Und die Bäume auch. Wo ist Regen? Warum ist Hochwasser auf die Stadt? Kommt das zurück oder kommt hin? Wo viele Tote? Die Menschen braucht Trinken für Körper, Gesundheit. Und die Fische? Und Hai? Ist tot? Und Feuerquallen und normale Quallen ist nicht so gut für die Menschen, wegen die Füßeschmerzen. Wo genau die Meer oder am See, wo ist die Schiffe und Segelboot? Fahren am Meer und Boot auch und viele Leute schwimmen am Meer. Man guckt die Leute an und die Kinder auch, richtig anschauen, dass keine Hai. Und trinkt unter und die Mann rettet die Kinder und die Erwachsenen. Und schnell rausgehen. Und sitzen viele Leute anschauen am Meer, Strand, liegen, sitzen, anschauen, die Sonne, mit Eisessen.

 

Nora Fiedler, diktiert

geheimnisvoll – Mond – und Meerjungfrauen – Gedankenreise

Eine Frage wäre… Aber Ozean kann doch gar nicht reden. Ozean hat doch keinen Mund. Jetzt kommt eine Frage an den Ozean: An Ozean … oder: Lieber Ozean, welche Farbe hast du? Oder anders formuliert: Wie sieht der Ozean von drinnen aus? Mit richtig wunderschönen Schaumkronen. Diese Schaumkronen glitzern in der Sonne. Ob das Meeresrauschen zum Einschlafen bringt? Irgendwie träume ich echt davon. Ich sitze am Strand. Eine Vorstellung wie ich selber im Ozean wäre und ich sehe im Ozean: Es war Nacht und ist Vollmond. Ich wundere, was eigentlich wirklich im Ozean wäre. Ein sehr seltenes Wesen mit wunderschönen langen Haaren, eigentlich ist es kein Wesen. Ich sehe eindeutig da: eine Meerjungfrau. Und am Ende sitze ich mit der Meerjungfrau am Felsen. Die Meerjungfrau heißt Beate.

 

Angela Fritzen, diktiert

…Der heftige Wind treibt die Wellen zu stark hoch, dass man die Wellen hören können, so eine Art Musik. Wenn Salzwasser und Süßwasser Wellen macht, gehe ich direkt rein und springe da rein. Wenn die Welle treibt immer mehr, das ist das Zeichen, dass ich reingehe. Aber mit Laufen. Und ich reite wie auf ein Pferd. Das Wasser kein Pferd ist. Aber das Wasser trägt wie Pferd. Weil die Pferde können auch schwimmen.
Die Wellen machen sehr viel mehr Kraft fürs Herz. Herz mehr Kraft fürs Leben. ….

 

 

Politische Themen rund um den Ozean

 

Natalie Dedreux, handgeschrieben

Flüchtingskriese
Ich finde es nicht gut das sie sterben.
Sie haben auch das recht nach Deutschland zu kommen. Sie haben doch hunger und durst so wie wir. Können wir den Seehofer das der liste absteigen.
Sie sind genau so wie wir reich und können gerne so wie ich gerne einschlafen.
Ich will das der Krieg in den anderen Landen aufhört.
Die Politik soll so funktionieren das alle mitmachen dürfen. Es sollen doch nicht so viele menschen auf den rettungsbotten sterben.
Können wir den Seehofer mal Bremsen.
Dann müssen wir uns was einfallen lassen. Dann were es gut Das wir ein Ton(?)gerät anschaffen damit wir den Seehofer bremsen können.

 

Andrea Halder, selbst am Computer geschrieben

…Wir Menschen sollten mehr dafür sorgen dass wir nicht soviel an Plastik verbrauchen und auch an den gelben Säcken sollte man auch daran sparen. Weil sie bestehen ja auch nur als Plastik-Müll. Eigentlich sind wir ja daran selbst schuld. Wir verbrauchen ja selbst soviel an Plastik-Müll. Wenn jeder mit machen würde von unseren Leuten abgesehen und seinen Teil dazu beizutragen mit den Plastik-Müll, dann wäre es jeden dabei mitgeholfen. Wir sind ja dazu selbst verpflichtet uns darum zu kümmern, nur so können wir in der Zukunft Plastik-freier leben ohne diesen Plastikmüll in sauberer Umweltschutz. …

 

 

Poesie

 

Michael Martens, diktiert

Unten im Meer
Spooky, spooky (macht Handbewegung, schlängelnde Fische, hochschwimmender Tintenfisch)
Mehr Rhythmus!
Harmonie!
Harmonie.

 

Antonio Nodal, diktiert

Meer ist Nordsee.
Meer heißt Wasser.
Meer heißt schwimmen.
Meer: Kopf Wasser.
Meer: Haare nass.
Meer: Ich will Handtuch.
Meer heißt Mensch.
Meer – ich liebe.
Meer: hellblau, Sonne.
Meer: Winter Eis.
Meer: Party Meer.
Meer heißt Tanzen.
Mittelmeer.
Meer: Träumen und denken.
Meer: Mann und Frau.
Meer heißt: Ich liebe.
Meer ist M.
Meer ist E.
Meer ist E.
Meer ist R.

 

 

Was sonst noch beschäftigt

 

Aladdin Detlefsen, diktiert

Piraten ist ein Mensch und die trinkt ein Bier. Piraten sind auch Seeräuber. Sie fahren von Land zum Land. Und die hat sieben Messer und eine Waffe. Die kämpft sich Piraten zu Piraten. Die hat auch ein Schiff. Und ein Bier in der Hand. Die haben einen Schatz, den haben sie am Strand erobert. Die bewachen den Schatz. Die Schiff fährt bis zum Burg. Die bewachen, damit keiner Unsinn baut. Die Piraten, die wohnt auch da. Und die schlaft auch da in Burg.
So sehen die Piraten aus: rot im Kopf, Lederhose und Gürtel und eine kleine Jacke. Dazu Lederschuhe. Und ein Bart. Piratenfrau, die arbeitet im Kiosk auf dem Piratenschiff. Sie hat ein Blume im Haar. Die hat ein Rock, geschminkt, aber mit Waffen: Pistolen und zwei Messer. Und die trinkt auch ein Bier. Die Piratenfrau holt die Schatz und geht zurück nach Burg. Und das schlaft sie. Den Schatz hat sie solange ganz tief unten im Keller. Dann geht die nach oben, nimmt da das Boot und fahrt lang zum Land. Und die hat Kanonen und schießt von Schiff zum Schiff. Und springt sie und kämpft und schießt – alles gleichzeitig. Und dann fährt die noch weiter aufs Meer.
Sie kriegt auch zu Essen und zu trinken. Bier. Da gibt’s Gemüse, Fleisch und Obst. Das essen die Piraten. Auf dem Tisch nimmt eine Kerze und macht das Licht an. Sie greift sich die Segel ab. Sie singt Ahoi. Die Piraten macht: „Ahoi, ahoi, was machst du Schönes?“
Die hat vier oder fünf Kisten voll Bier und saufen richtig. Essen, trinken und alles, was Spaß macht.
Am Abend macht der der Gardine zu und schlafen im Schiff. Die schläft bis morgens um zehn. Und dann wacht die auf und sagt: „Oh, 20 Schiffen, da muss man Tote schießen.“ Die besprechen sich bisschen: „Jetzt kämpfen und schießen wir noch mal. Und trinken noch mal Bier.“
Danach fahren sie zurück nach Burg. Dann schläft der noch mal und tanzen, tanzen, tanzen ohne Ende. Und Bier saufen. Und die Geschichte ist zu Ende.

 

Dominic Edler, selbst am Computer geschrieben

See-Gurkeen
Repetez für Seegurkensalat mit Blaubeeren und Fetakäse

1 kleine Salatgurke(n) (Bio)
100 g Blaubeeren
100 g Feta-Käse
1 Lauchzwiebel(n)
1 EL Minzeblätter, in Streifen geschnitten

Für das Dressing:
1 EL Obstessig
Salz und Pfeffer
1 Prise(n) Cayennepfeffer
1 Prise(n) Zucker
2 EL Olivenöl

Die See-Grurken kommen aus den Land Indien.
Aus Indien das ist ein Land in Südasien .
Ich weis das die gruke auf Paltnaschen aufwerkssen und sie ist ein
Plafznengnüsse.
Und die Grurke würd zuberite für sallte und es gibt weill gute Repzte dazu
wen ihr repzte baurcht wende euch an mich 6 Stanekurch Dominic.

Wie werden sie serviert?
Als Saaltgericht mit allen Verastioen im Restuangs und Gasthüsern
Cetterings.

 

 

Und zum Schluss

 

Natalie Dereux, diktiert
Wenn ich am Rhein bin, mache ich hochleistungschillen. Da esse ich auch gerne Eis. Am liebsten mag ich Schoko. Wasser ist wichtig für uns Menschen. Das brauchen wir zum Trinken und zum Leben.

 

 



… mongolisch ist mongolisch und klingt wie mongolisch …

Ohrenkuss …da rein, da raus, das Magazin, gemacht von Menschen mit Down-Syndrom gibt es seit fast 20 Jahren.
Das Projekt ist einmalig auf der ganzen Welt und mehrfach preisgekrönt.
Es erscheint zweimal jährlich – mit jeweils einem Thema, Texten der bis zu 50 AutorInnen mit Down-Syndrom und professionellen Fotos, und man kann es abonnieren: Öffnet externen Link in neuem Fensterwww.ohrenkuss.de
Im August 2010 wurde das Bundesverdienstkreuz dafür an Gründerin Katja de Bragança verliehen – der Bericht ist hier: Öffnet externen Link in neuem Fensterhttps://www.heuschrecke.com/blog/blog-post/2010/08/24/ohrenkuss-verdienstkreuz-am-bande.htm
Newsletter:  Wer regelmäßig über Ohrenkuss informiert werden möchte, kann hier den Ohrenkuss-Ipeschl abonnieren: Öffnet externen Link in neuem Fensterwww.ohrenkuss-ipeschl.de.

 

Foto: Mathias Bothor, Berlin, www.mathiasbothor.com 
Text und Fotos © Ohrenkuss
Zum Impressum des Heftes – interessant, weil es zugleich ein kleiner Überblick ist …

Kleiner Dämon

Kathrin Franckenberg: Kleiner Dämon

 

 

“… wie findest Du meinen kleinen Dämon? Er sollte andere abschrecken,
und jetzt sehe ich, warum. Hat doch selbst so viel Schiss in der Buxe… “

 

Kathrin Franckenberg

 


 


Kathrin Franckenberg ist Künstlerin, Meisterschülerin von Michelle Cassou, USA (“Point Zero Painting”), Kunstglaserin, ausgebildet im “Begleiteten Malen”, Ergotherapeutin, SI-Therapeutin (DVE) für Kinder, tätig in der Erwachsenenbildung und begleitet seit mehreren Jahren kleine und große Menschen auf ihrem kreativen Weg.   www.malfreude.de

Wer mehr zum Malfreude Atelier anschauen möchte, kann dies nun auch auf YouTube tun. 6 Minuten Einblicke unter:
https://www.youtube.com/watch?v=toyIS39bpxU

 

“Galumphierend:
 
Hat in seinem Wortklang etwas Lebendiges. Wie ein freudiges, galoppierendes Pferd seiner inneren Bewegung zu springen und zu hüpfen folgt, so folge ich auch mit dem Pinsel in der Hand, dem, was sich in mir regt. Und dem, was mich auch von „Außen“ berührt und bewegt. Was entsteht, in mir, ist auch diese Lebendigkeit, die verschiedenen Tempi, wenn es langsam wird, wenn ich stolpere, wenn ich falle, wenn ich wieder aufstehe – metaphorisch gesehen – und es hat auch eine Qualität von Absichtslosigkeit und nicht festlegen wohin, kein Ziel, ein Im Moment erleben mit der permanenten Möglichkeit, alles wieder zu zerstören und zu verändern. Das ist das spielerische Element. Das ist das Kreative. Das ist Spiel. Alles fällt auch wieder auseinander und wird neu zusammen gepuzzled, um sich beim nächsten Pinselstrich wieder zu transformieren. Es ist ein lebendiger Prozess, im Geboren werden und Sterben – ein Feld, das Kreativität ist. Ein Raum des alles und nichts, aus dem heraus Kreativität sich als Form und Farbe sichtbar werden lässt. Spontan, unreflektiert, unzensiert, erforschend, momentan…
 
Ja, und vielleicht berührt es etwas, das der Betrachter auch in sich kennt…”  

Kathrin Franckenberg

 

Liebevolles Halten

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Kathrin Franckenberg: Liebevolles Halten

 

 

Ach ja – das ist liebevolles Halten
Ganz einfach – das, was ansteht – tun.

 

Kathrin Franckenberg

 


 


Kathrin Franckenberg ist Künstlerin, Meisterschülerin von Michelle Cassou, USA (“Point Zero Painting”), Kunstglaserin, ausgebildet im “Begleiteten Malen”, Ergotherapeutin, SI-Therapeutin (DVE) für Kinder, tätig in der Erwachsenenbildung und begleitet seit mehreren Jahren kleine und große Menschen auf ihrem kreativen Weg.   www.malfreude.de

Wer mehr zum Malfreude Atelier anschauen möchte, kann dies nun auch auf YouTube tun. 6 Minuten Einblicke unter:
https://www.youtube.com/watch?v=toyIS39bpxU

 

“Galumphierend:
 
Hat in seinem Wortklang etwas Lebendiges. Wie ein freudiges, galoppierendes Pferd seiner inneren Bewegung zu springen und zu hüpfen folgt, so folge ich auch mit dem Pinsel in der Hand, dem, was sich in mir regt. Und dem, was mich auch von „Außen“ berührt und bewegt. Was entsteht, in mir, ist auch diese Lebendigkeit, die verschiedenen Tempi, wenn es langsam wird, wenn ich stolpere, wenn ich falle, wenn ich wieder aufstehe – metaphorisch gesehen – und es hat auch eine Qualität von Absichtslosigkeit und nicht festlegen wohin, kein Ziel, ein Im Moment erleben mit der permanenten Möglichkeit, alles wieder zu zerstören und zu verändern. Das ist das spielerische Element. Das ist das Kreative. Das ist Spiel. Alles fällt auch wieder auseinander und wird neu zusammen gepuzzled, um sich beim nächsten Pinselstrich wieder zu transformieren. Es ist ein lebendiger Prozess, im Geboren werden und Sterben – ein Feld, das Kreativität ist. Ein Raum des alles und nichts, aus dem heraus Kreativität sich als Form und Farbe sichtbar werden lässt. Spontan, unreflektiert, unzensiert, erforschend, momentan…
 
Ja, und vielleicht berührt es etwas, das der Betrachter auch in sich kennt…”  

Kathrin Franckenberg

 

Sonnentroll

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Kathrin Franckenberg: Sonnentroll

 

 

„Nicht das Bild an sich ist schön, sondern das, was es in Dir zum schwingen bringt. Darin liegt die wirkliche Schönheit!“

 

Kathrin Franckenberg

 


 


Kathrin Franckenberg ist Künstlerin, Meisterschülerin von Michelle Cassou, USA (“Point Zero Painting”), Kunstglaserin, ausgebildet im “Begleiteten Malen”, Ergotherapeutin, SI-Therapeutin (DVE) für Kinder, tätig in der Erwachsenenbildung und begleitet seit mehreren Jahren kleine und große Menschen auf ihrem kreativen Weg.   www.malfreude.de

Wer mehr zum Malfreude Atelier anschauen möchte, kann dies nun auch auf YouTube tun. 6 Minuten Einblicke unter:
https://www.youtube.com/watch?v=toyIS39bpxU

 

“Galumphierend:
 
Hat in seinem Wortklang etwas Lebendiges. Wie ein freudiges, galoppierendes Pferd seiner inneren Bewegung zu springen und zu hüpfen folgt, so folge ich auch mit dem Pinsel in der Hand, dem, was sich in mir regt. Und dem, was mich auch von „Außen“ berührt und bewegt. Was entsteht, in mir, ist auch diese Lebendigkeit, die verschiedenen Tempi, wenn es langsam wird, wenn ich stolpere, wenn ich falle, wenn ich wieder aufstehe – metaphorisch gesehen – und es hat auch eine Qualität von Absichtslosigkeit und nicht festlegen wohin, kein Ziel, ein Im Moment erleben mit der permanenten Möglichkeit, alles wieder zu zerstören und zu verändern. Das ist das spielerische Element. Das ist das Kreative. Das ist Spiel. Alles fällt auch wieder auseinander und wird neu zusammen gepuzzled, um sich beim nächsten Pinselstrich wieder zu transformieren. Es ist ein lebendiger Prozess, im Geboren werden und Sterben – ein Feld, das Kreativität ist. Ein Raum des alles und nichts, aus dem heraus Kreativität sich als Form und Farbe sichtbar werden lässt. Spontan, unreflektiert, unzensiert, erforschend, momentan…
 
Ja, und vielleicht berührt es etwas, das der Betrachter auch in sich kennt…”  

Kathrin Franckenberg

 

Ohrenkuss: Schweiz

 

Ohrenkuss …da rein, da raus – ist ein Magazin, gemacht von Menschen mit Down-Syndrom, unter der Leitung von Herausgeberin Dr. Katja de Bragança. Und zugleich ein einzigartiges und vielfach prämiertes Projekt der downtown – Werkstatt für Kultur und Wissenschaft GmbH.

Es gibt 2 Ausgaben im Jahr, die man abonnieren kann, jeweils zu einem speziellen Thema. Die Vorbereitungen dazu sind intensiv, mit Workshops, Interviews, Recherche-Reisen, was gute Journalisten so machen. Die AutorInnen schreiben poetisch, mit einem feinen Witz und einer Portion Lebensweisheit. Die Hefte sind liebevoll gestaltet, und auf hohem ästhetischen Niveau.

In unserem Blog stellen wir regelmäßig das neue Ohrenkuss-Magazin vor, oder berichten über andere aktuelle Dinge aus dem Projekt.

Die TOUCHDOWN-Ausstellung, ein Projekt von Touchdown21 und der Bundeskunsthalle Bonn, ist nun in die Schweiz nach Bern gewandert. Die KünstlerInnen und AutorInnen mit Down Syndrom haben sich also einige Zeit in der Schweiz aufgehalten und für die Ohrenkuss-LeserInnen eine ausführliche aber kurzweilige Anleitung zum Land geschrieben. Hier einige Kostproben:

 

 

Schweiz (von A-Z)

 

 

A

Alphorn

Björn Langenfeld, diktiert

Ein Mann bläst Alphorn. Bläst rein.
Mund, Lieder, toll!
Musik, sehr schön.
Ein Mann, Alphorn, ist jetzt Schweiz.
Berge und Wiese

 

 

B

Berge

Natalie Dedreux, diktiert
Die Berge sehen so schön blau aus. Weil es da mehr Schnee gibt und kälter ist. Weil man da friert. Es ist eiskalt da oben, anstatt von unten. Und in den Bergen war es so warm. Da hatten wir eine Wiese im Sonnenschein. Es waren megaviele Wolken im Himmel. Wir saßen unter den Wolken. Das war eine schöne Aussicht! Die Aussicht war gut. Man konnte weit gucken und wir haben es da sehr genossen. Da konnte man viel erleben! Abenteuer Schweiz!

 

 
C

Café

Dorothee Reumann, diktiert
Das Land. Schweiz [seufzt]. Das Land Schweiz trinkt warmes, schönes Kaffee. Kaffee und Kekse, macht gut, liest die Zeitung und entspannt. Und trinken im Café.

 
 
F

Flagge

Björn Langenfeld, diktiert
Kreuz ist Schweiz, Fahne. Rand rot. Draußen bläst und Wind. Dann wackelt so. Sturm.
Kreuz ist Notarzt, Kreuz ist Koffer.

 

 

G

Glocke

Michael Häger, diktiert
Die Kühe sind auf der Weide auf Gras.

Und dann kommt ein Bauer ein Stall. Der Bauer macht sauber im Stall. Heu.

Die Kühe essen. Die Kühe hat Euter. Glocke.

Kommt eine Frau und ein Mann. Schick.

Ein Trekker. Fahr los! Fahr los!

Ein Mann, der hat was an, ein schwarze Hose.

Kommt eine Frau, zusammen helfen im Stall. Macht sauber, überall.

Die Schafe geht auf dem Weise Gras essen.

Der Hund ist schwarz. Punkte.

Ganz viele Hunde auf der Wiese.

Glocke, Hunde. Die Schweine im Bauernhof.

Ganz viele Schweine, macht sauber.

Die Mutter ist schön.

Hat was an, eine Schürze ein Handschuh.

Ganz viel Kühe. Die Frau Hände zum Kühe rausholen,

ein Kälbchen.

 

 
H

Heidi

Angela Fritzen, diktiert
Neben die Hütte links steht ein dicke fetten Baum. Und als im Hintergrund sind die Berge mit Schnee bedeckt. Die Heidi ist acht Jahre alt, schätze ich mal so. Acht Jahre alt und der Großvater weiß ich nicht, ich sag mal 92. So genau weiß ich das auch nicht. Der raucht die Pfeife. Und der hört, dass die Heidi sagen möchte. Was sie gerne mit Peter, mit die Ziegen zu melken. Und auf die Wiesen herumzuführen.

Ich weiß nur, dass die Heidi kein Down-Syndrom hat. Und die hat Angst, dass die Kinderheim, dem Großvater, dem Almöhi wegnimmt. Und die soll auch dableiben, hat er gesagt. Weil die Großvater ist nicht so viel kinderlieb. Der muss das erstmal noch verdauen. Dass er normalerweise alleine lebt mit den Ziegen. Mit seinem Bernhardinerhund. Papino heißt der Hund. Der ist kräftig und der isst zu viel.

Der Großvater hat Angst. Dann sagt die Tante Tete: „Almöhi, das darfst du nicht machen. Das ist dein Enkelin. Sie kann nicht lesen und sie kann nicht schreiben. Die muss erstmal zur Schule gehen.“

Die Heidi muss ihre Koffer packen. Da kann sie die Freundin kennenlernen, Clara. Die auch im Rollstuhl sitzt. Weil die ist ja dann alleine und einsam. Die ist auf einem Ziegenbock gewesen und hat geguckt, dass die Mutterziege die Babyziege dann auf die Welt kam. Dann sagt die Heidi dann: „Clara, du kannst doch stehen!“ Aber nicht lange, die ist ein bisschen zittrig, die Clara. Die muss erst noch laufen lernen durch die Heidi. Von der Heidi soll die Clara laufen lernen. Dann nimmt der Peter den Rollstuhl von Clara in der Tiefe. Schmeißt den schnell runter von den Bergen da runter und hat die Heidi dann gesagt: „Ui, du kannst doch laufen. Super!“ Dann hat die Clara dann gesagt: „Jetzt kann ich laufen, ich brauch den Rollstuhl nicht mehr.” Danach kam sein Vater zum Almöhi in die Berge, also zu Besuch halt. Dann sagt sie dann: „Sieht mal Schatz, du kannst doch laufen. Super! Wo ist denn der Rollstuhl?“

Sie trinken Kaffee in der Hütte. Und die spielt gerne mit den Ziegen. Dann schläft sie auf dem Heuboden. Das ist sein Bett. Und sie trägt keine Schuhe.

Die schaukelt sehr gerne. Und dann liegt sie dann auf der Wolke mittendrin. Und sie lacht auch sehr gerne. Also vorher kommt noch die Musik noch. Und dann schwingt in die Wolken und ziehen dauernd weiter mit Heidi mit. Und der Peter, der Geißenpeter, der ist ein bisschen älter als Heidi. Der müsste glaube ich 12/13 Jahre alt sein. Schätze ich halt, so genau weiß ich das nicht. Die Heidi hat noch Familie, seine Großoma. Die ist blind. Die Oma ist blind von Kindheit.

Ich weiß nur von der Heidi, dass sie die Mutter hat. Und ihren Vater auch. Sie hat das abgegeben im Waisenhaus. Also im Kinderheim war es. Also ich weiß von seinem Vater, dass er außerhalb arbeitet und die Mutter ist, glaube ich, eher Krankenschwester oder so. So genau weiß ich das gar nicht.

 

K

Käsefondue

Samira Guggisberg, diktiert
Über Schweiz: Man muss unbedingt auch Fondue esse. Eigentlich. Kann man überlegen, wie kommt man an die Reihe. Muss man Brot reintunken. Der Käse kommt aus der Aelziger Alp.

 

 

M

Murmeltier

Julian Göpel, diktiert
Biber und Murmeltiere zu beschreiben – das ist Naturwissenschaft.
Murmeltiere sind so süß und knuffig. Biber auch. Das ist kein Unterschied.
Aber jetzt kommt der Unterschied: Biber lieben Wasser. Murmeltiere lieben auch Wasser – eigentlich ist das doch kein Unterschied.
Murmeltiere sind auf Futtersuche – und Biber auch.

Biber laufen schnell und viel, Murmeltiere auch.
Es gibt fast keinen Unterschied zwischen den beiden.

Aber die Schwänze von den beiden sehen anders aus:
Der Schwanz vom dem Biber ist rund und platt. Der Schwanz von dem Murmeltier hat nur Fell und ist nicht platt.

Das Murmeltier macht Winterschlaf und der Biber nicht.

Der Biber baut einen Staudamm und das Murmeltier nicht.

 

S

Schokolade

Johanna von Schönfeld, diktiert
Jeder Schweizer Staatsbürger muss Schokolade im Haus haben.

 

Steuerhinterziehung

Tobias Wolf, diktiert
Aus dem Radio habe ich in den Nachrichten von der Steuerhinterziehug gehört.

Die aus dem Finanzamt von den deutschen Behörden und den Politikern kaufen die Daten-CDs von den Steuerhinterziehern, von den Firmen und ganz bestimmten Leuten.

Das heißt, dass die Firmen und die Leute ihr Geld in der Schweiz haben bei den Schweizer Banken. Sie wollen nicht die Steuern in Deutschland bezahlen. Die Schweizer Banken und die Deutschen Banken wollen besser zusammen arbeiten, um Steuerhinterziehung zu verhindern. Ich möchte mich nicht einmischen, aber ich möchte schon auch, dass sie das verhindern.

 

 

Z

Zentrum Paul Klee Ausstellung TOUCHDOWN

(Anm. von Heuschrecke: Wanderausstellung von touchdown21 und Bundeskunsthalle Bonn. Eine spannende Ausstellung mit und über Menschen mit Down Syndrom eingebettet in die Science-Fiktion-Rahmenhandlung „Second Mission“. Sehr beeindruckend, sehr empfehlenswert. Vom 24.1. – 13.5.2018 im Paul Klee Zentrum in Bern)

 

Julia Bertmann, diktiert

Bei diesen Portraits haben wir acht Leute mit Down-Syndrom aus der Schweiz dazubekommen. Ich finde das sehr gut. Man sieht, dass alle das Down-Syndrom haben. Die Leute aus Bonn haben deutsche Aussprache. Die Leute aus der Schweiz haben Schweizer Sprache.

Hier gibt es einen Raum nur über die Liebe – nicht gemischt. Dieser Raum ist schön groß und erzählt über die Liebe.

Der Raum: „Der große Auftritt“ von Dr. John Langdon-Down ist viel größer als in Bonn und übersichtlicher. Der Foto-Apparat ist nicht mehr dabei, aber sonst alles beim Alten.

Die Künstlerin Judith Scott hat tolle Kunstwerke erschaffen. Dieses Kunstwerk, das vor mir steht, sieht aus wie ein Golfschläger. Alle vier Kunstwerke finde ich toll und interessant.

Ich finde das sehr interessant mit den Stäbe mit Wolle. Dann hat man das Gefühl, dass man auch was eingewickelt hat wie Judith Scott das gemacht hat. Man kann kreativ sein und verschiedenen Woll-Arten benutzen. Und das finde ich toll und auch super, dass man selber kreativ sein kann.

Ich finde die Figuren von Markus Keuler super gelungen Man sieht, dass diese Figuren das Down-Syndrom haben. Ich finde es toll, dass sie in der Mitte von der Ausstellungshalle stehen. Dann sieht man, dass es sich um diese Personen dreht, die Ausstellung.

Die Ausstellung ist aufgemacht wie im Weltraum. Man fühlt sich auch wie im Weltraum. Wenn man durch die Ausstellung läuft, ist man ein Astronaut oder Astronautin und man spürt die Atmosphäre in einem Raumschiff. Und wenn man gelandet ist, landet man wieder auf dem normalen Boden. Wenn man aus der Ausstellung rausgeht, ist man wieder ein normaler Mensch.

 

 

 



… mongolisch ist mongolisch und klingt wie mongolisch …

Ohrenkuss …da rein, da raus, das Magazin, gemacht von Menschen mit Down-Syndrom gibt es seit fast 20 Jahren.
Das Projekt ist einmalig auf der ganzen Welt und mehrfach preisgekrönt.
Es erscheint zweimal jährlich – mit jeweils einem Thema, Texten der bis zu 50 AutorInnen mit Down-Syndrom und professionellen Fotos, und man kann es abonnieren: Öffnet externen Link in neuem Fensterwww.ohrenkuss.de
Im August 2010 wurde das Bundesverdienstkreuz dafür an Gründerin Katja de Bragança verliehen – der Bericht ist hier: Öffnet externen Link in neuem Fensterhttps://www.heuschrecke.com/blog/blog-post/2010/08/24/ohrenkuss-verdienstkreuz-am-bande.htm
Newsletter:  Wer regelmäßig über Ohrenkuss informiert werden möchte, kann hier den Ohrenkuss-Ipeschl abonnieren: Öffnet externen Link in neuem Fensterwww.ohrenkuss-ipeschl.de.

 

Fotos www.brittschilling.de
Text und Fotos © Ohrenkuss

 

Rennender Vogel

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Kathrin Franckenberg: Frühling – Rennender Vogel

 

Rennender Vogel, ein Bild von Kathrin Franckenberg

 

Dem Leben entgegen!
Dem Frühling!
Der Kreativität und Lebenslust!

 

Kathrin Franckenberg

 


 


Kathrin Franckenberg ist Künstlerin, Meisterschülerin von Michelle Cassou, USA (“Point Zero Painting”), Kunstglaserin, ausgebildet im “Begleiteten Malen”, Ergotherapeutin, SI-Therapeutin (DVE) für Kinder, tätig in der Erwachsenenbildung und begleitet seit mehreren Jahren kleine und große Menschen auf ihrem kreativen Weg.   www.malfreude.de

Wer mehr zum Malfreude Atelier anschauen möchte, kann dies nun auch auf YouTube tun. 6 Minuten Einblicke unter:
https://www.youtube.com/watch?v=toyIS39bpxU

 

“Galumphierend:
 
Hat in seinem Wortklang etwas Lebendiges. Wie ein freudiges, galoppierendes Pferd seiner inneren Bewegung zu springen und zu hüpfen folgt, so folge ich auch mit dem Pinsel in der Hand, dem, was sich in mir regt. Und dem, was mich auch von „Außen“ berührt und bewegt. Was entsteht, in mir, ist auch diese Lebendigkeit, die verschiedenen Tempi, wenn es langsam wird, wenn ich stolpere, wenn ich falle, wenn ich wieder aufstehe – metaphorisch gesehen – und es hat auch eine Qualität von Absichtslosigkeit und nicht festlegen wohin, kein Ziel, ein Im Moment erleben mit der permanenten Möglichkeit, alles wieder zu zerstören und zu verändern. Das ist das spielerische Element. Das ist das Kreative. Das ist Spiel. Alles fällt auch wieder auseinander und wird neu zusammen gepuzzled, um sich beim nächsten Pinselstrich wieder zu transformieren. Es ist ein lebendiger Prozess, im Geboren werden und Sterben – ein Feld, das Kreativität ist. Ein Raum des alles und nichts, aus dem heraus Kreativität sich als Form und Farbe sichtbar werden lässt. Spontan, unreflektiert, unzensiert, erforschend, momentan…
 
Ja, und vielleicht berührt es etwas, das der Betrachter auch in sich kennt…”  

Kathrin Franckenberg

 

Wiesenmeister’s Bodenschätze

Wiesenpilze – zauberhaft schön und so selten wie seltene Erden

Die Pilzfotos weiter unten sind jeweils im Slider dargestellt – etwas verweilen …

Nachdem wir Anfang Oktober die Apfellese auf den Streuobstwiesen an der Klumpenmühle abgeschlossen hatten, konnten wir uns nach anderen Naturschätzen auf unseren extensiv genutzten Mittelgebirgswiesen umsehen. (Foto 1: Das Biotop).

Wir suchten nach im agrarindustriellen Deutschland selten gewordenen Wiesenpilzen, speziell Saftlingen, wie andere nach seltenen Erden. Obwohl alle Saftlingsarten nach der Bundesartenschutz-Verordnung unter Vollschutz stehen, sind sie von Biotopverlust durch die Intensivlandwirtschaft bedroht und allgemein auf dem Rückzug. Dass wir genau umgekehrt vorgehen, ist unser Vorteil: Wir müssen nicht mit schwerem Gerät auffahren, um die Schätze zu heben, wir brauchen nur etwas Geduld, müssen die Wiesen 10-15-30 Jahre lang vor Düngemittel- und Gülleeinsatz verschonen, die Wiesen 1-2mal im Jahr mähen, nicht mulchen, das Grüngut als Heu abfahren und schwupps, stellen sich die verschollenen Wiesensiedler von selbst wieder ein – zumindest die offenbar Nährstoff-tolerantesten Saftlings-Arten.

Seit diesem Jahr können wir nach 29 Jahren den 6. Neuankömmling, den Gelbrandigen Saftling (Hygrocybe insipida) (Foto 2), auf den Wiesen begrüßen. Ganz am Anfang unserer Landbewirtschaftung – 1988 – haben wir noch nicht auf Saftlinge auf unseren Wiesen geachtet, bis uns nach ca. 10 Jahren zum ersten Mal der Kegelige oder Schwärzende Saftling, Hygrocybe conica (Foto3) und der weiße Jungfern-Ellerling, Cuphophyllus virgineus (Foto 4) auffielen.

In den folgenden 15 Jahren kamen der Papageigrüne-Saftling (Gliophorus psittacinus) (Foto 5) und der blassorangene Wiesen-Ellerling ( Cuphophyllus pratensis) (Foto 6) dazu. Vor 6 Jahren tauchte erstmals der gelbe Stumpfe Saftling (Hygrocybe chlorophana) (Foto 7) auf. Wirklich artenreiche Saftlingswiesen können 20 und mehr Arten beherbergen, sind dann aber wohl 80 bis 100 Jahre ungedüngt. (Extensive Beweidung scheinen sie dagegen zu ertragen).

Wovon sich Saftlinge (Gattung Hygrocybe s.l.) eigentlich ernähren, ist noch immer unbekannt. Im Gegensatz zu z.B. Wiesenchampignons (Agaricus pratensis), die sich saprobiontisch, gerne auch an Kuhfladen auf nährstoffreichen Wiesen gütlich tun, brauchen Saftlinge meist Magerwiesen, manche bevorzugen dabei eher kalkreiche andere eher saure Untergründe in allen Klimazonen auf der ganzen Welt, meiden aber aride Zonen. Aber möglicherweise besteht zumindest zeitweise eine endophytische Lebensweise mit Wiesenkräutern, z.B. mit dem häufigen Spitzwegerich (Plantago lanceolatum). In Wiesenkräuter-Wurzelzellen konnten eingewachsene Saftlingshyphen nachgewiesen werden. Mit Moosen pflegen sie diesen Lebensstil offenbar nicht und auch auf Wiesen mit Sonnenröschen (Helianthenum-Arten sind Halbschmarotzer, liegt es an der Nahrungskonkurrenz?) kommen in direkter Nachbarschaft keine Saftlinge vor. Alle Fragen offen….

Trotzdem: Das Schöne an der Entwicklung auf den Wiesen ist, dass mit den Saftlingen sich auch andere seltenere Pilzarten, wie Wiesenkeulen oder Samtritterlinge einstellen! Ein Saftling kommt selten allein: Zum 1. Mal konnten wir im 25 cm hohen “Gras” die Wurmförmige Keule (Clavaria fragilis) (Foto 8) entdecken.

Der Tintenfischpilz (Chlathrus archeri) (Foto 9) macht uns hingegen klar, dass noch immer viele unserer Wiesenbereiche eher überreich mit Nährstoffen versorgt sind, sonst wäre er nicht da!

Von der Ankunft unserer nächsten Bodenschätze werden wir in kommenden Jahren berichten, nicht weit entfernt wurde von uns bereits der Kirschrote Saftling (Hygrocybe coccinea) gesichtet.

 

 

Das war’s für dieses Jahr 2017 von den PSV Eva Wandelt und Lothar Claußnitzer.

Wir wünschen einen sicheren Rutsch nach 2018.

 

 

 

 

 


Evi und Lothar Claußnitzer-Wandelt, Pilzsachverständige
Evi und Lothar Claußnitzer-Wandelt, Pilzsachverständige

Genug für heute von den Hobbymykologen und Pilzsachverständigen (DGfM) Eva Wandelt (Biologin) und Lothar Claussnitzer (Streuobst-Landwirt und Wiesenmeister).

In loser Folge werden wir auf dieser Seite Schönes, Kurioses, Interessantes, Essbares, Würziges anhand von einfachen Digi-Mikrofotos aus dem wilden Pilz-und Pflanzenreich vorstellen und erläutern.

 

Fotos © Evi Wandelt, Lothar Claußnitzer

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