Nachruf: Prem Chand Tamang

 

Ein sehr berührender Nachruf von Prem Tamangs Familie, gleichzeitig ein reflektiertes nachkoloniales Geschichtsdokument ist eingetroffen, das wir hier weitergeben dürfen.

A very touching obituary of Prem Tamang’s family, at the same time a reflected post-colonial historical document has arrived, which we are allowed to pass on here.

 

 

 

 

Dear friends, please read below the detailed obituary of Dr. Ben Kaukler in English.

 

Auf unserer Darjeeling-Reise 2014 haben wir Prem Tamang kennengelernt und mit ihm die Teegärten von Tea Promoters India (TPI) bereist. Ein kritischer, widerspenstiger, sehr humorvoller Geist, Sohn eines kommunistischen Ministers, geboren in Darjeeling in einem der Teeplantagen zugehörigen „Tee-Dörfer“.

Sein Leben ist eng mit der Geschichte der indischen Darjeeling-Teegärten verknüpft. Deshalb hier zunächst etwas Historie:

Seit ungefähr 1840 gibt es professionellen Teeanbau in Indien – zunächst in Assam, aus der wildwachsenden Teevariante Camelia assamica -, veranlasst von der britischen Ostindien Kompanie – nachdem kurz zuvor deren Handelsmonopol für Chinatee ausgelaufen war. Etwa 20 Jahre später wurden von den Briten die ersten Teegärten in Darjeeling aus Stecklingen der chinesischen Teepflanze Camelia sinensis angelegt, der Beginn der Kulturlandschaft, wie wir sie heute kennen.

1947 endete die britische Kolonialherrschaft. Die sehr britisch geprägten Teegärten mitsamt der Teeverarbeitung wurden von der indischen Regierung bzw. dem westbengalischen Government in Kolkata (Calcutta) übernommen und per Lehensvertrag an nicht ortsansässige Unternehmen verpachtet.

Während die Briten zumindest in die Provinz Darjeeling (Besiedlung durch Nepalesen, Straßenbau, Eisenbahn, Tourismus) rückinvestierten, wurde die Region nach der Unabhängigkeit nur noch ausgebeutet und systematisch vernachlässigt, hinzu kommt der Kultur-Gap zwischen den nepalesischstämmigen Hill-People und den ihnen gegenüber arrogant auftretenden West-Bengalen Kolkatas.

In Darjeeling flammen deshalb bis heute immer wieder (gewaltsame) Aufstände auf (Gorkha-Bewegung – siehe auch die Gurkha Regimenter der englischen Armee im zweiten Weltkrieg), zuletzt der große Generalstreik vor ca. 3 Jahren (siehe unseren Bericht hier).

Es geht immer auch um Autonomie: Darjeeling ist tatsächlich heute überwiegend in Sprache und Kultur nepalisch geprägt. Und wehrt sich gegen eine zu starke Assimilierung in den Bundesstaat West-Bengal. Es brodelte also schon lange unter der jungen Gorkha-“Kriegern” mit ihrer stolzen Tradition, die im Vielvölkerstaat West-Bengal (von den Briten konzipiert) die Verlierer sind.

Nach Abzug der Briten funktionierte die Verwaltung der Teeplantagen zunächst nicht gut, Löhne wurden nicht gezahlt, es gab Insolvenzen. Schließlich gingen die Darjeeling-Teegärten in Privatbesitz über.

Prem Tamang arbeitete in den 1980er für die bengalische Regierung als Tea Superintendent bei Regierungsfarmen, und Brij Mohan (Gründer der Firma TPI) war Vorstandsvorsitzender bei der Government Company für die Teefarmen. Prem und Brijs Sohn Binod Mohan hatten zusammen studiert. Ein freundschaftlicher Klüngelverein.

Im Jahr 2000 konnte Brij Mohan den Teegarten Singell übernehmen, es folgten weitere Teefarmen und wurden mit und mit auf Bio-Anbau, auf Fairtrade und später z.T. auf Demeter-Anbau umgestellt. Prem Tamang hatte daran großen Anteil, ab 2002 als Direktor für TPI, und er blieb der Familie Mohan über 3 Generationen (Gautam Mohan ist seit ein paar Jahren mit im Unternehmen) eng verbunden. Eine feine Ironie ist, dass Prem zu den Hill People gehört, und die Mohans zu den Kolkata – Bengalen, was bei aller Freundschaft Gelegenheiten für Dispute bot.

Die teil-feudale Struktur der Darjeeling-Teegärten passt nicht mehr recht in unsere Zeit, die ökonomische Situation ist sehr schwierig geworden. Die ursprüngliche Idee war, dass ein Teegarten die umliegenden Dörfer mit bis zu 8000 Personen komplett versorgt – vom Hausbau bis zu Bildung und Gesundheitssystem, und die Bewohner im Gegenzug ihre Arbeitskraft in die Teegärten einbringen. Das ist kaum noch zu verwirklichen, denn immer mehr DorfbewohnerInnen müssen sich anderweitig um ein Auskommen bemühen.
Prem Tamang hat diese Situation kritisch beschrieben und an Modellen zur Verbesserung gearbeitet, Fairtrade, Tourismus statt ausschließlich Tee, Kleinbauern-Initiativen mit den Teefabriken (v.a. TPI) verbunden. (siehe den englischen Teil des ausführlichen Nachrufs von Ben Kaukler/ Topqualitea).

Dieses Jahr im Juli konnte Prem noch seinen 70. Geburtstag feiern. Nach längerer Krankheit ist er nun im August 2020 gestorben. Unser tiefes Mitgefühl gilt seiner Frau und seinen drei Söhnen.

Heinz Gasper und Ursula Stübner

 

 

Obituary

Prem Chand TAMANG

14th July 1950 to 10th August 2020

 

The organic and fairtrade movement of India lost one of ist founders with Prem C. Tamang on 10th Aug. 2020 . Since the 1990s he was actively involved in organic tea development of both tea gardens and small farmer initiatives. Last he worked for Tea Promoters India as an Director focusing fairtrade development programs for this pioneer tea group…

Prem was born in a tea village belonging to Chongtong tea garden near town of Bijanbari in Darjeeling, India on 14th of July 1950 exactly 161 years after the beginning of the French Revolution with the storming of the Bastille in Paris. To change and revolutionize the establishment seem to be a motive in his live right from his birth onwards….

His father (a communist WB minister and later member of Rajya Sabha (Parliament) enabled him an education in Darjeeling to become a tea manager. In the 1980s he joined public services as a tea superintendant … The WB government made him responsible for various sick tea plantations which have been abandonned by previous owners due to unrentability… Prem`s task was to find a way to give new live to those tea gardens and its inhabitants. Reviving these centurary old tea regions was his official goal.

It was here that Prem was first experimenting with organic methods and meeting European experts like Dr. Rainer Bächi (IMO) and the founding Präsident of NATURLAND. Fairtrade companies like GEPA did greatly benefit on his tea expertise …

After joining Tea Promoters India in 2002 he implemented organic and fairtrade methods for all undertakings of this organic & fairtrade pioneer group being aktive in Assam, West Bengal, Darjeeling and Kerala. Particulary the Small Farmer Projects of TPI have been his brain children right from the beginning like Mineral Springs, Upper Pashok, etc… He will be never forgotten in Kerala where he re-organised the Naturland Tea Factory Project for Peermade Development Society (PDS, Kuttikkannam) and Tea Promoters India (TPI, Calcutta) successfully… He was elected as international delegate of the NATURLAND Assembly twice after 2010…

Many foreign partners of TPI will remember him as a joyful and entertaining tea expert of rural India trying to find new and modern ways how to produce good tea more sustainable for our environment and social well being today…

He will be missed by his wife and 3 sons badly. But we all and especially Tea Promoters India and his Partners around the globe lost a founding pioneer of organic & fairtrade tea culture… May his soul find peace….

 

Ben Kaukler

Corona und Lockdown-Folgen bei unseren Kleinbauern- und Teepartnern von Trust Organic Small Farmers

Wir haben unsere Partner in Indien, Sri Lanka und Südafrika gefragt, wie es ihnen während der Corona-Krise und des Lockdowns geht, wie ihr Alltag ist, ob sie ernten können (die Ernten laufen alle gerade) und ob die Ernten verarbeitet werden können.

 

Rooibusch Südafrika

Benni Wessels, landwirtschaftlicher Berater für Topqualitea Südfarika (Exporteur für z.B. die Wupperthal Rooibos Cooperative und Skimmelberg)

 

Ja, ich glaube, dieses Virus hat uns alle unvorbereitet erwischt, und ich hoffe, dass es Euch in diesem Stadium gut geht und Ihr frei von Viren seid.
Wir befinden uns in der 5. Woche des Lockdown, und nach dem kommenden Freitag werden wir in Stufe 4 eintreten (zu diesem Zeitpunkt sind wir auf Stufe 5). Alles ist noch etwas vage, was diese Stufenänderung bedeutet, aber soweit ich es beurteilen kann, wird sich nicht viel ändern, und nur ein kleiner Teil der Bevölkerung wird zu “systemrelevant” hinzugefügt. Aber für den größten Teil/die meisten werden wir im Lockdown bleiben. Sie haben uns nicht mitgeteilt, wie lange die Stufe 4 bleiben wird, aber ich schätze, dass es zwei Wochen dauern wird und danach entweder Stufe 3 oder 5 (falls der Stufenwechsel die Situation verbessert hat).

In Bezug auf die Rooibos-Situation: Durch den Lockdown waren Landwirtschaft/Ernte/Verarbeitung nicht betroffen und konnten wie gewohnt weitergeführt werden. Die Wupperthaler hatten die Hälfte ihrer Ernte hinter sich, als der Lockdown eintrat, aber es scheint, dass sie bei der Ernte nicht betroffen waren. Die Probleme traten weiter unten in der Kette auf. Ich bin mir nicht ganz sicher, was die Virusvorschriften über die Verarbeitung von Lebensmitteln während dieses Lockdowns aussagen, aber in der Rooibos-Industrie wurde die Belegschaft in Schichten aufgeteilt, was die Verarbeitung verlangsamte. Ein weiteres Problem scheint zu sein, dass die Aufträge im Vergleich zu den normalen Zeiten fast ausgetrocknet sind (was aus der Sicht des Käufers verständlich ist). Die Folge davon ist, dass kein Auftrag auf kein Geld hinausläuft, das an die Bauern ausgezahlt werden kann. Kommerzielle Landwirte mögen zwar einige finanzielle Reserven haben, aber die Kleinbauern haben keine, was sie in eine enorme finanzielle Notlage bringt. Die Regierung hat Vorkehrungen für finanzielle Hilfe für die Ärmsten der Armen getroffen (in diese Kategorie fallen die meisten Kleinbauern), aber wie Ihr wisst, mahlt die Bürokratie nur sehr langsam, und zum jetzigen Zeitpunkt haben sie noch nichts erhalten.

Ich gehöre nicht zum Management von TopQuali, aber soweit ich das beurteilen kann, haben sie so weit wie möglich geholfen, aber auch hier können sie ohne Kundenaufträge nur so viel tun. Eine weitere Herausforderung, die wir haben, besteht darin, dass die Bauern nicht wirklich verstehen, dass diese Virussituation ein weltweites Problem ist und dass die Unsicherheiten, die Unternehmen in Südafrika erleben, im Grunde die gleichen sind, die Kunden weltweit erfahren.

Wir warten also auf eine Lockerung des Lockdown-Levels, damit ich reisen und diese Bauern besuchen und versuchen kann, ihnen die Situation zu erklären.

Ein weiteres Problem, das ich (und ich denke, die meisten Menschen) habe, ist, dass ich tatsächlich verstehe, was die Regierung meint, wenn sie Regeln festlegt. Bei der Anordnung der verschiedenen Stufen ist zum Beispiel zu beachten, dass die älteren Menschen bis zur Stufe 2 unter Verschluss gehalten werden. Aber leider kann nicht jeder erklären, wer das eigentlich ist. Nach einigen staatlichen Regeln sind mit älteren Menschen alle über 60 gemeint. Das definiert mich dann leider als “älter” (auch wenn ich mich mit 30 Jahren Erfahrung nur als 34 Jahre alt fühle). Es scheint, dass man eine Genehmigung (bis Stufe 3) braucht, um zu reisen, so dass wir derzeit, wie ich bereits erwähnt habe, die Kleinbauern nicht besuchen können.
Kurzum, wir halten durch (Denkt daran, dass Afrika nichts für Weicheier ist und dass Weicheier schon vor langer Zeit ausgestorben sind) und werden das durchstehen, auch wenn wir uns wie verrückt langweilen. Mein Bart wird länger, und am Ende des Jahres sollte ich wie der Weihnachtsmann aussehen.

Ich hoffe, Ihr bleibt gesund in Deutschland und passt auf Euch auf.
Mit freundlichen Grüßen
Bennie

 

 

Folgend das Original auf Englisch:

Yes, this virus I think caught all of us unawares and I hope you are well and virus free at this stage.
We are in the 5th week of lock down and after Friday coming we will enter Level 4 (we are at level 5 at this stage). All still a bit vague wat this level change mean but as far as I can gather not much is going to change and only a small portion of the population is added to “essential”. But for most part(s) we will remain in lockdown. They haven’t informed us for how long level 4 will remain but my guess will be 2 weeks and then after that either level 3 or 5 (if the level change did improve the situation).

With regards to the Rooibos situation. With the lockdown farming/harvesting/processing were not affected and could go on as usual. Wupperthal were halfway through their harvesting when the lockdown occurred but it would seem that it did not affect them in the their harvesting. The problems occurred lower down the chain. I’m not exactly sure what the virus regulations say about processing of food stuffs during this lockdown but in the Rooibos industry the work force was split up into shifts which made processing slower. Another problem it would seem is that orders almost dried up (which is understandable from a buyer’s viewpoint) compared to normal times. The knock on effect is that no order boils down to no money that can be paid to farmers. Commercial farmers might have some financial reserves but the small scale farmers have none which puts them in an enormous financial predicament. Government have made provisions for financial assistance for the poorest of the poor (in which category most small scale farmers fall) but as you know bureaucracy grinds very slowly and at this stage they haven’t received anything as yet.

I’m not part of TopQuali’s management but as far I can gather they have helped as far as possible but again they can only do so much without any client orders. Another challenge we have is that the farmers don’t actually understand that this virus situation is a world wide problem and that uncertainties that companies in South Africa experience are basically the same that clients worldwide experience.

So we are awaiting a relaxation in the lockdown level so that I can travel and visit these farmers and try to explain to them what the situation is.
A further problem I (and I think most people) have is to actually understand what government mean when they lay down rules. A layout of the different levels for instance note that the elderly will be under lockdown up to level 2. But unfortunately not everybody can explain who this is actually. According to some governmental rules the elderly is meant everybody above 60. Which unfortunately then defines me as “elderly” (even if I only feel 34 with 30 years’ experience). It would seem that you need a permit (up to level 3) to travel, so at present as I mentioned we cannot visit the small scale farmers.
So in short we are holding out (Remember Africa is not for sissies and sissies died out long ago) and will get through this even if we are bored like crazy. My beard is getting longer and at the end of the year I should look like Father Christmas.

Hope you stay well in Germany  and look after yourself.
Best Regards
Bennie

 

 

Darjeeling, Tea Promoters India

Gautam Mohan, Mitinhaber 3. Generation

 

Vielen Dank für Eure E-Mail. Es geht uns hier gut und wir durchleben die härteste Abriegelung der Welt. Es waren wirklich schwierige Zeiten – unsere First Flush-Ernte war auf ihrem Höhepunkt, als der Lockdown einsetzte, und dies wird große Auswirkungen auf die Ernte der laufenden Saison haben.
Die gesamte Wirtschaft in der Region Darjeeling arbeitet daran, dass die First-Flush-Ernte gut verläuft, und dies werden die schwierigsten Zeiten sein, die wir als Organisation zu bewältigen haben.

Unsere Mitarbeiter kommen gut zurecht. Wir verfügen über ausreichende Vorräte an Nahrungsmitteln und anderen lebenswichtigen Gütern in unseren Teegärten. Gegenwärtig bemühen wir uns darum, sicherzustellen, dass das Virus Darjeeling nicht erreicht und alle sicher und geschützt sind.
Seit letzter Woche haben wir mit der Pflückung begonnen, wobei 25 % der Pflücker eingesetzt wurden (da es sich hierbei um soziale Distanzierungsnormen handelt, die von der Regierung festgelegt wurden).

Es ist sehr bedauerlich, da wir den Höhepunkt der First-Flush-Qualitätsperiode verpasst haben.
Unsere Büros sind noch immer nicht wieder geöffnet, und so wie es aussieht, könnte dies erst in der 1. Maiwoche geschehen.
Inmitten all dieser negativen Nachrichten haben wir unseren jährlichen Newsletter herausgegeben, den ich dieser E-Mail beifüge. Ich wünsche Euch viel Spaß beim Lesen.

Ich hoffe, es geht Euch gut und es gelingt Euch, bei guter Laune zu bleiben. Die Zahlen aus Deutschland scheinen gut unter Kontrolle zu sein.
Bleibt gesund und herzliche Grüße an Dich und Heidi,
mit freundlichen Grüßen,
Gautam Mohan

 

Folgend das Original auf Englisch:

Thank you for your email. We are fine here and living through the harshest lockdown anywhere in the world. These have been really difficult times – our First Flush harvest was at its peak when the lockdown came in and this is going to have a big impact on the present seasons crop.
The entire economy in the Darjeeling region works on the First Flush harvest doing well and these are going to be the most challenging times we feel we will be facing as an organisation.

Our people are managing well. We have sufficient stocks of food and other essentials in our tea gardens. Presently, our efforts are to ensure that the virus doesn’t reach Darjeeling and everyone is safe and protected.
We have since last week commenced our plucking with 25% deployment of plucking (as these are social distancing norms that have been stipulated by the government).

It’s a shame as we have missed the peak First Flush quality period.

Our offices still haven’t reopened and by the looks of it, this might only happen in the 1st week of May.
In the middle of all this negative news, we have launched our annual newsletter which I’m attaching to this email. I hope you enjoy reading it.
I hope you are well and managing to stay in good spirits. The numbers from Germany seem to be well under control.

Stay well and warm regards to you and Heidi,
Best Regards,
Gautam Mohan

 

 

Kerala, Peermade Development Society / Sahyadri Spice Farmers

Jomon Joseph, Sales Manager Export

Vielen Dank für Eure Mail.
Wir sind sicher und wohlauf. Ich wünsche Euch, Eurer Familie und Eurem Team in dieser Zeit guten Geist und Gesundheit.
Unser Distrikt, d.h. Idukki, ist eine der mittelgroßen betroffenen Regionen. In diesem Distrikt gab es 10 positive Fälle von COVID. 19 Fälle wurden in diesem Distrikt gemeldet, und nun sind alle geheilt und haben die Krankenhäuser verlassen. Gegenwärtig gibt es in unserem Distrikt keine positiven Fälle von COVID 19. Die Menschen in unserem Distrikt und unsere Bauern sind sehr besorgt über COVID 19.

Gemäß den Richtlinien der Regierung arbeiten wir zur Zeit mit einem Minimum an Personal und Arbeitskräften. Wir halten während der Arbeitszeit und auf Reisen soziale Distanzierung aufrecht. Alle Mitarbeiter benutzen ständig Masken. Vor und nach der Arbeit und den Reisen reinigen wir die Hände mit Desinfektionsmittel (IP) und Seife.

Und wir sind mit Transportproblemen konfrontiert, damit die Mitarbeiter den Arbeitsplatz erreichen können, sowie mit Schwierigkeiten bei der Beschaffung der Rohstoffe, mit der mangelnden Verfügbarkeit von Arbeitskräften für die Kleinbauern, um die landwirtschaftlichen Tätigkeiten und die Verarbeitung auf den Feldern zu erledigen, und mit der Schwierigkeit, die Dienstleistungen der externen Quellen wie Etikettendruck, Schreibwaren usw. pünktlich für den Betrieb zu erhalten.

Als Folge dieser Pandemie befürchten wir, dass die Preise für die Gewürze aufgrund des Rückgangs der weltweiten Nachfrage sinken werden. In diesem Szenario müssen wir einen Mindestpreis für die Landwirte sicherstellen, um der bäuerlichen Bevölkerung eine nachhaltige Existenzgrundlage zu sichern.

Passt auf Euch auf.
Herzliche Grüße
Jomon Joseph

 

Folgend das Original auf Englisch:

Thanks for your mail.
We are safe and well. Wishing you, your family and team good spirit and health at this time.
Our district, ie, Idukki is one of the medium affected region. There were 10 positive cases of COVID 19 has been reported in this district and now all of them are cured and left hospitals. At present there are no positive COVID 19 cases in our district. The people in our district and our farmers are highly concerned about COVID 19.

As per the governments guidelines, at present we are working with bare minimum staffs and workers. We are keeping social distancing during work time and during travelling. All the employees are using masks all the time. Before and after the work and travel we are cleaning the hands with sanitizer (IP) and soap.

And we are facing Transportation issue for the employees to reach the work place, difficulties in sourcing the raw materials, lack of availability of laborers for the farmers to do the farming activities and on farm processing and difficulty in getting the out sources services like label printing, stationary etc on time for the operations.

As a result of this pandemic, we afraid that the prices of the spices will fall down due to the fall in global demand. In this scenario,we need to ensure a minimum price for the farmers to ensure a sustainable livelihood for the farming community.

Take care.
Warm regards
Jomon Joseph

 

 

Sri Lanka, SOFA Kleinbauern Association

Chathura Abeyratne, Verarbeitungs- und Exportfirma Joint Agri

 

Wir haben derzeit fast 600 Coronapatienten, und es werden täglich mehr, Sri Lanka ist seit dem 19. März bis heute inselweit abgeriegelt. In der vergangenen Woche wurde die Ausgangssperre für einige wenige Distrikte aufgehoben und ab dieser Woche erneut verhängt. Jeder muss eine Maske tragen, und wir müssen einen Abstand von 1 m einhalten. Wir hoffen, dass die Regierung ab dem 4. Mai die Ausgangssperre inselweit aufheben wird.
Joint Agri arbeitet seit den letzten 3 Wochen mit begrenztem Personal unter Sondergenehmigungen. Die meisten exportorientierten Unternehmen führen den Betrieb mit begrenztem Personal. Corona hat einen enormen Einfluss auf die srilankische Wirtschaft.
Herr Ranaweera wird Euch über die Auswirkungen auf die Kleinbauern auf dem Laufenden halten.

Mit freundlichen Grüßen
Chathura Abeyratne

 

Folgend das Original auf Englisch:

 

We have close to 600 Corona patients as at now and it is increasing everyday,  Sri Lanka is on island wide lockdown since 19th March upto date. Last week gorrement removed curfew for few districts and again re-imposed from this week onwards. Everybody has to wear a mask and we need to maintain a 1m distance.  We are hopeful from May 4th the government will  remove the curfew island wide.

Joint agri has been working with limited staff under special approvals since last 3 weeks. Most export related companies run the operations with limited staff. Corona has a huge impact on the Sri Lankan economy.

Mr.Ranaweera will update you regarding the impact on small farmers.

Best Regards
Chathura Abeyratne

 

 


Sri Lanka, SOFA Kleinbauern Association

Bernard Ranaweera, Präsident SOFAi

Vielen Dank für Eure E-Mail vom 25. April 2020 zu obigem Thema. Wir hoffen, dass Ihr in der gegenwärtigen Krise sicher bleibt.
Die Regierung in Sri Lanka hat viele Maßnahmen ergriffen, um die herrschende Covid – 19 zu kontrollieren. Sie hat eine landesweite Ausgangssperre seit dem 20. März 2020 verhängt. Mehrere Distrikte wie Colombo, Puttalam und Gampaha sind als Hochrisikogebiete ausgewiesen und unterliegen einer permanenten Ausgangssperre. In anderen Distrikten wird die Ausgangssperre von Zeit zu Zeit aufgehoben und erneut verhängt, um den Menschen den Kauf von lebensnotwendigen Lebensmitteln, Medikamenten usw. zu erleichtern. Die Regierung hat mehrere Programme zur Verteilung von Grundnahrungsmitteln und Medikamenten an die Menschen in den Gebieten mit permanenter Ausgangssperre durchgeführt. Für Menschen, die Schwierigkeiten haben, ihre täglichen Ausgaben mit Hilfe von Regierungsbeamten auf Dorfebene zu bewältigen, zahlt die Regierung ein Taschengeld. Mehrere private Institutionen beteiligten sich ebenfalls an der kostenlosen Verteilung von Nahrungsmitteln und Medikamenten an die Bevölkerung, da diese sich in den letzten fünf bis sechs Wochen in einer schwierigen Lage befand. Solche Programme werden für die Gemeinschaft in unserem Land immer noch durchgeführt.

Die Gesundheitsbehörden haben viele Anweisungen gegeben, wie z.B. das Tragen von Gesichtsmasken, ständiges Händewaschen, Wahrung des sozialen Abstands usw. für die Sicherheit der Bevölkerung. Inselweite Quarantänestationen wurden eingerichtet, um die Bevölkerung unter Quarantäne zu stellen, und die Gesundheitsbehörden und -kräfte unterstützen diese Programme nach Kräften.

Jedenfalls ist es den Bauern im Land erlaubt, ihre landwirtschaftlichen Aktivitäten fortzusetzen, indem sie den Anweisungen der Gesundheitsbehörden folgen. Den Menschen wird empfohlen, sich strikt an die Gesundheitsanweisungen und die von der Regierung erlassenen Einschränkungen zu halten. Die meisten staatlichen und privaten Einrichtungen sind seit dem 20. April geöffnet. Dennoch sollten nur 50% der Gesamtzahl der Mitarbeiter in den Einrichtungen arbeiten.

Diesen Anweisungen folgend, kaufen wir kontinuierlich Rohware ein. Außerdem haben wir unsere Verwaltungstätigkeit mit einem begrenzten Personalbestand begonnen. Wir haben einige lebenswichtige Güter unter unseren Mitgliedern in der Landwirtschaft verteilt. Alle Mitarbeiter und Bauernmitglieder erhalten die gedruckten Anweisungen von unserer Organisation. Ferner werden Gesichtsmasken und Desinfektionsmittel für die Mitarbeiter und Bauernmitglieder zur Verfügung gestellt.

Letztendlich hoffen wir, unsere Verwaltungs- und Einkaufsaktivitäten weiterführen zu können und hoffen, dass sich die Situation bald bessert.
Mit freundlichen Grüßen
Bernard Ranaweera
Präsident/SOFA
Small Organic Farmers’ Association.

 

 

Folgend das Original auf Englisch:

Thank you very much for your email dated 25th April, 2020 on the above subject. We hope you stay safe during the present crisis.

The government in Sri Lanka has taken many actions to control the prevailing Covid – 19. It has declared country wide curfew since 20th March 2020. Several districts such as Colombo, Puttalam, Gampaha are identified as high – risk areas and they are under permanent curfew. The curfew in other districts are lifted from time to time and re-enforced to facilitate the people to buy essential food items, medicine etc. The government has implemented several programs to distribute essential food items and medicine among people in the permanent curfew areas. An allowance is paid by the government for people who are in a difficulty to manage their daily expenses with the assistance of village level government officers. Several private institutions also involved in distributing food items and medicine among people free of charge as the people were in a difficult situation within last five – six weeks. Such programs are still going on for the community in our country.

The health authorities have given many instructions such as wearing face masks, constantly washing hands, keeping social distance etc for the safety of public general. Island wide quarantine centers have been established to quarantine the people and health authorities and forces are giving their maximum support for those programs.

Anyway, the farmers in the country are allowed to continue their farming activities by following the instructions given by the health authorities. People are advised to strictly adhere the health instructions and the restrictions given by the government. Most of the government and private institutions are open since 20th April. Nevertheless, only 50% of total number of staff members should work in the institutions.

Following these instructions, we are continuously purchasing green leaves. Further, we have started our administration activities with a limited staff. We have distributed some essential goods among our farmer members. All the officers and farmer members are given the printed instructions by our organization. Further, face masks, sanitizing liquid are provided for officers and the farmer members.

Ultimately, we hope to further continue our administration and purchasing activities and hope the situation will get over soon.

Kind Regards

Bernard Ranaweera
President/SOFA
Small Organic Farmers’ Association.

 

 

(Übersetzt mithilfe www.DeepL.com/Translator)