Lieferkette: Bergtee

Unsere neue Charge Bergtee kommt nun auch von unseren neuen Lieferantenpartnern der Griechenland-Connection. Wir haben schon viel von der Familie Schickl und den Bäuer:innen, mit denen sie zusammen arbeiten, berichtet. Trotzdem lassen wir es uns nicht nehmen, noch eine wirklich schöne Lieferkette zum Bergtee hinterherzuschieben. Manche Fotos werden den fleissigen Leser:innen vermutlich bekannt vorkommen, doch wir finden, dass man sie auch nochmal anschauen kann! Los geht’s!

 

So wächst der Bergtee. Könnte kaum malerischer sein.
Wenn er ausgewachsen ist, wird er von fleißigen Händen geerntet. Hier von Frau Efrosini Milona höchstpersönlich.
Das geht natürlich auch in der Gruppe sehr gut.
Gesammelt und gebündelt für den Weitertransport
Daraufhin wird er in einer großen Scheune zum Trocknen aufgehängt
Getrocknet kann er dann verpackt und für den Transport vorbereitet werden
Bei uns wird er dann fachfraulich verpackt
Und ist dann im bekannten Look für den Verkauf bereit

 

So läuft das also ab. Wir finden es immer wieder spannend die Reise vom Anbau bis zum fertigen Produkt zu sehen und freuen uns, diese Reise mit Euch zu teilen. Zum Abschluss noch 2 Extra-Bilder!

 

Für die nächste Ernte werden die Setzlinge schon gepflanzt. Bergtee ist mehrjährig. Ab dem 2. Jahr bis zum 4. oder 5. Jahr gibt es gute Erntemengen.
Bergtee Ernte ist schon quasi historisch. Hier ist ein Bild von 1975!

Ernten in der Klimakrise

 

Wir möchten hier, kurz nach Veröffentlichung des Klimaberichts 2021, die Eindrücke von Bernhard Schickl von unserer Griechenland Connection Montis Coryfes teilen.

Wir gehen davon aus, und haben es auch schon bei einigen Tees und Kräutern festgestellt, dass sich durch die Klimakrise der Geschmack der Produkte verändert. Das wird auch schon von Endverbrauchern reklamiert, aber das bringt die Hitze mit sich. Das Spektrum der ätherischen Öle verschiebt sich, der Gehalt insgesamt kann sinken oder steigen, die Gewürze, Kräuter und Tees (wir denken, auch der Wein) schmecken dann nicht mehr wie gewohnt. Es wird schwerer, Standards einzuhalten.

 

Hier der Bericht:

Wie uns die Bauern mitteilten, sind sie zum Glück von den aktuellen Waldbränden verschont geblieben.
In unseren Gesprächen mit den Bauern ist das Wetter ein zentrales Thema. Und dieses spielt verrückt. Erntevorhersagen sind immer schwieriger zu prognostizieren. Der Grund sind die Temperaturverschiebungen Winter/Frühling, die Winter sind zu mild, die Regenzeiten bleiben zu den  erwartenden Zeiten aus.

Die Sommer werden von Jahr zu Jahr heißer, wochenlange Tages-Temperaturen um die 40° C, Nacht-Temperaturen von 26°-30° C verursachen eine anhaltende Dürre und dadurch starke Ernteausfälle. Einige unserer Bauern bewässern nur in absoluten Notfällen ihre Felder, um die Kräuter an die immer häufiger auftretenden Hitzeperioden und den Wassermangel zu gewöhnen und dadurch die Pflanzen anzuregen, zu ihrem Schutz mehr ätherische Öle zu produzieren.

Jedoch diese sehr hohen Temperaturen, deutlich ansteigend in den letzten Jahren, bescheren immer häufiger Ernteausfälle. Das bedeutet für sie,  die Minderernten durch mehr Anbaufläche und mit mehr Aufwand auszugleichen. Die Waldbrände, die von Jahr zu Jahr heftiger werden, haben eine katastrophale Auswirkung auf das Mikroklima und das Klima hier in Griechenland. Starke Regenfälle im Hochsommer tragen die eh dünne Humusschicht ab, übrig bleibt eine Steinwüste, die nicht mehr bewirtschaftet und nur schwer wieder aufgeforstet werden kann.

Es brennt im wahrsten Sinne des Wortes an allen Ecken und Enden unseres Planeten, auch hier bei
uns in Griechenland.