Feinstaubarmer Jahreswechsel

geposted in: Allgemein 0

Pünktlich zum Jahreswechsel erreichte uns eine E-Mail, wie man ein bisschen auf die Umwelt achten könnte, wenn man denn schon Silvester feiert.

Wir präsentieren:

 

Feinstaubarmer Jahreswechsel

 

Mikrofoto 1: Bei Zündung der Kristallschopfzystiden an den Lamellenschneiden von Strobilurus esculenteus (Fichtenzapfen-Rübling) kommt es nur zu miniminiminimalen Feinstaubbelastungen, da eine Zündung praktisch unmöglich ist und diese dann einfach auch gar nicht erst versucht werden sollte.

 

 

Mikrofoto 2: Die Sporen von Ciboria batschiana (Braunes Eichelbecherchen), wie überhaupt alle Sporen, stellen aufgrund ihrer geringen Größe von nur einigen Mikrometern einen Teil unseres Bio-Feinstaubs dar: allergische Reaktionen gegen diesen natürlichen Feinstaub sind uns nicht bekannt. Vielleicht wären Sporenfeuerwerke eine Möglichkeit für einen umweltfreundlichen Jahreswechsel……..

 

 

Unsere Vorschläge wollten wir eigentlich früher beim Mikrokosmos einreichen. Aber Feinstaub bleibt ja auch in der Zukunft ein Riesenproblem.

PEACE FOR THE PLANET wünschen Eva und Lothar

Ein frohes neues Jahr Euch!

 

 

Auch wir von Heuschrecke wünschen ein frohes Neues Jahr!

Bis bald!

 

 


Genug für heute von den Hobbymykologen und Pilzsachverständigen (DGfM) Eva Wandelt (Biologin) und Lothar Claussnitzer (Streuobst-Landwirt und Wiesenmeister).

In loser Folge werden wir auf dieser Seite Schönes, Kurioses, Interessantes, Essbares, Würziges anhand von einfachen Digi-Mikrofotos aus dem wilden Pilz-und Pflanzenreich vorstellen und erläutern.

Fotos © Evi Wandelt, Lothar Claußnitzer

Kurzrezept: Marskuchen

Es ist so weit. Bald ist Weihnachten. Mittlerweile ist es zwar fast 2100 Jahre her, dass Jesus geboren wurde und wir wohnen nicht mal mehr auf dem gleichen Planeten, aber irgendwie konnten wir uns trotzdem nicht davon losreißen. Es ist manchmal einfach schön, mit der Familie oder den Freunden zusammenzukommen, gut zu essen, zu trinken und das Jahr ausklingen zu lassen. Das muss man gar nicht loswerden. Zwar können wir keine Weihnachtsbäume mehr aufstellen, aber ein bisschen Licht und die schönen Weihnachts-Rottöne lassen wir uns nicht nehmen.

Heute wird gebacken, man riecht es schon, sobald man durch die Luftschleuse reinkommt. Es erinnert an früher – alte Rezepte, alte Zutaten. Schwer an Tradition. Es ist eben Weihnachten. Eins meiner Lieblings-Weihnachts-Backrezepte sind immer noch Marskuchen, weil sie so schön nach unserem Planeten aussehen – früher sagte man Leb- oder Pfefferkuchen dazu, glaube ich. Die vielen aromatischen Gewürze, die man mittlerweile leider kaum noch kriegt, tragen stark zur Gemütlichkeit bei und helfen gegen die Eiseskälte, die draußen herrscht. Wärmend und in toller Verbindung mit dem süßen, leicht herben Honig und dem nussigen Roggenmehl. Das kriegt man sonst einfach nicht – aber es passt sonst auch nicht.

 

 

Hier ist mein Rezept:

 

  • 250 g Weizenmehl Type 405
  • 250 g Roggenmehl Type 1150
  • 1 Paket Backpulver
  • 1 Prise Natron
  • 1 Prise Salz
  • 2 EL Kakao
  • 3-4 EL Lebkuchengewürz
  • 300 g Hafermilch
  • 200 g Sojamilch
  • 6 EL Honig
  • 6-8 EL Dattelsirup
  • 3 EL Sonnenblumenöl
  • 100 g Walnüsse

 

Das Lebkuchengewürz kann man gut kaufen. Oder eben selber machen. Bei mir kam rein: Zimt, Ingwer, Kardamom, Sternanis, Koriander, Nelken, Muskat und Pfeffer. Angepasst an meine eigenen Vorlieben mit viel Zimt und viel Kardamom. Klassisch braucht es etwas mehr Ingwer und Koriander. Es ist fast wie mit Currymischungen. Es gibt kein richtig und kein falsch – es gibt das, was da ist und das, worauf man Lust hat. Ausprobieren!

Den Ofen auf 170 Grad Umluft erhitzen (190 Grad Ober-Unter-Hitze).
Alle trockenen Zutaten, bis auf die Walnüsse möglichst klumpenfrei miteinander vermischen. Dann die flüssigen Zutaten unterrühren, bis ein gleichmäßiger Teig einsteht. Auf einem Brettchen die Walnüsse grob hacken, sodass die Stücke ca. einen halben Zentimeter dick sind. Diese dann in den Teig unterheben. Nun ein Backblech für dünne oder eine etwas höhere Form für dicke Lebkuchen mit etwas Öl oder Butter einfetten und die Masse darauf gleichmäßig verteilen. Das Blech kommt für ca. 35 Minuten, bei dickeren Lebkuchen ca. 40 Minuten in den Backofen. Es schadet nicht, mal 5 Minuten vorher nachzuschauen.
Wenn dann der Lebkuchen aus dem Ofen genommen wird, mit etwas Milch bestreichen. So bekommt er einen schönen Glanz! Das passt dann zu Weihnachten. Optional ist natürlich auch Schokolade. Immer.

 

Viel Freude damit und eine gute Zeit!

 

 

 

 


Mein Name ist Joshua Stübner. Als Neffe der Heuschrecken-Familie bin ich natürlich ebenfalls ein bisschen gewürz- und geschmacksaffin. Sonst beschäftige ich mich mit Programmieren und Web-Development, aber hier kann ich meine weitere Leidenschaft zum Ausdruck bringen: Wirklich gutes Essen mit wirklich guten Lebensmitteln. Bio gehört für mich dazu

Mehr zu dem anderen hier.

Quickie: China Jasmin Grüntee

Jasmin Tee kennt jede/r Tee TrinkerIn und sogar viele Nicht-Tee-TrinkerInnen. In China ist es der bekannteste und meist getrunkene aromatisierte Tee. Gerne wird er bei uns in diversen asiatischen Restaurants getrunken. Das ist vermutlich so wie der Tomatensaft im Flugzeug.

Traditionell wird Grüntee immer wieder mit den frischen, weißen Jasmin Blüten (und manchmal Magnolia Blüten) gemischt und ausgesiebt, bis er seine charakteristische Note annimmt. Und traditionell gibt es ihn bei uns, hier als feiner Grüntee der Qingshan-Farm aus Hunan. (Fairbiotea)

So viel zu dem, was gesagt werden muss. Jetzt kommen wir zu dem, was ich gerne sagen würde:

Der Tee des Jahrgangs 2019 von Qingshan ist unglaublich prägnant. Der Jasmin Geruch ist unvergleichlich – stark und durchdringend, leicht süß und so blumig, dass es fast zu viel ist. Nicht jedes Jahr stehen so tolle Jasminblüten zur Verfügung …

Ich habe mich recht schwergetan, den Geschmack zu greifen, bis mir auffiel, dass der Jasmin Geschmack kaum auf der Zunge zu finden ist, sondern durch die Nase kommt.

Kurz aufgebrüht hat der Tee ein feines Grüntee-Aroma, fast ohne Bitterstoffe und leicht süß, aber der Geruch ist so stark und holt den Geschmack in der Nase ab, nimmt ihn mit auf ein Meer voller Blumen, einen mystischen Wald mit den zarten Blüten im edlen Weiß.

Der Grüntee sorgt für eine wohlige Wärme, mit der sich diese Blütenpracht in der Kälte genießen lässt. Sehr angenehm.

Das frische Aroma, gepaart mit der anregenden Wirkung beleben bei mir die Geister und entführen mich in eine kleine, fremde Welt. Für mich macht es das zum perfekten Nachmittags und Abendtee, für einen zweiten Anstoß und neue Energie – Obwohl der Tee mich rein geschmacklich eher an den Morgen erinnert.

Wer also abends nach Hause kommt, durchgefroren, müde und genug vom kalten Grau hat, dem möchte ich diesen Tee ans Herzen legen. 5 Minuten Tee, mit geschlossenen Augen und offenem Herzen.

Dann sieht die Welt schon wieder ganz anders aus.

Viel Freude damit!

 

 

 


Mein Name ist Joshua Stübner. Als Neffe der Heuschrecken-Familie bin ich natürlich ebenfalls ein bisschen gewürz- und geschmacksaffin. Sonst beschäftige ich mich mit Programmieren und Web-Development, aber hier kann ich meine weitere Leidenschaft zum Ausdruck bringen: Wirklich gutes Essen mit wirklich guten Lebensmitteln. Bio gehört für mich dazu

Mehr zu dem anderen hier.

Ohrenkuss: Ukraine

 

Ohrenkuss …da rein, da raus – ist ein Magazin, gemacht von Menschen mit Down-Syndrom, unter der Leitung von Herausgeberin Dr. Katja de Bragança. Und zugleich ein einzigartiges und vielfach prämiertes Projekt der downtown – Werkstatt für Kultur und Wissenschaft GmbH.

Es gibt 2 Ausgaben im Jahr, die man abonnieren kann, jeweils zu einem speziellen Thema. Die Vorbereitungen dazu sind intensiv, mit Workshops, Interviews, Recherche-Reisen, was gute Journalisten so machen. Die AutorInnen schreiben poetisch, mit einem feinen Witz und einer Portion Lebensweisheit. Die Hefte sind liebevoll gestaltet und auf hohem ästhetischen Niveau.

In unserem Blog stellen wir regelmäßig das neue Ohrenkuss-Magazin vor oder berichten über andere aktuelle Dinge aus dem Projekt.

 

Der Einleitungstext kommt dieses Mal von Teresa Knopp, einer Autorin des Ohrenkuss-Teams höchstpersönlich.

 


 

Teresa Knopp, diktiert

Ohrenkuss besteht schon seit 20 Jahren und ist ein Magazin. Wir schreiben zu einem bestimmten Thema, aber jeder hat ja eine Meinung, als der andere.
TOUCHDOWN 21 hat nicht so eine lange Geschichte hinter sich, das besteht seit 4 Jahren. Das ist ein Forschungs-Institut. Wir forschen zum Thema Down-Syndrom.
In der Ukraine waren wir als TOUCHDOWN 21 Team unterwegs. Es gab eine Ausstellung. Und es gab Vorführungen von TOUCHDOWN 21 mini. Es gab Gespräche und Austausch.
Aber jetzt gibt es auch einen Ohrenkuss zum Thema Ukraine. Denn es gibt so viele schöne Texte zu dem Thema.

 


 

Behandelt wird das Land, die Ausstellung, sowie die gegenwärtigen Themen: Was wichtig ist, Arbeit und Wünsche. Wie immer variieren die Texte und Inhalte sehr: manchmal beschreibend, manchmal tief greifend, manchmal auch banal oder herzlich; aber vor allem sehr menschlich. Es ist uns eine Herzensfreude, das Magazin zu lesen und hier Ausschnitte mit Euch zu teilen.

Das neue Magazin ist natürlich im Abo erhältlich. Viel Spaß!

 

 

Natalie Dedreux, diktiert

Priviet heißt Hallo auf Deutsch.

 

 

 

UKRAINE

 

Ansgar Peters, selbst am Computer geschrieben

In Ukraine ist ser Groß um Glauplich Groß es wohnen auch Wenige Leute da und es Gibt Viel Landschaft und Tiere in Ukrarine und auch Wunderschön dort.

 

Johanna von Schönfeld, diktiert
Die Ukraine ist ganz bunt.

 

Valentyn Radchenko, diktiert

Alle, die in der Ukraine leben, sind meine Menschen. Ich sehe ihre Häuser. Sie sind meine Nachbarn.

 

Teresa Knopp, diktiert

Wir hatten einen Dolmetscher gehabt, sodass wir die Leute auch da verstanden haben. Das Wichtigste war für mich, dass wir in der Sprache des Herzens gesprochen haben.

Das ist die innigste Verbindung zwischen Deutschland und der Ukraine.

 

 

 

WAS WICHTIG IST

 

Nataliia Samsonova, diktiert
Wichtig ist, dass ich ich selbst bin.

 

Yevhen Holubentsev, diktiert

im Auto rauchen

glücklich
zusammen mit Freunden

Herz und Liebe

 

Yevhen Navoenko, diktiert

Ein Telefon ist wichtig in meinem Leben. Ohne Handy gehe ich nicht aus dem Haus.

 

 

 

ARBEIT

 

Natalie Dedreux, diktiert
In Deutschland ist es so: Fast alle Menschen mit Down-Syndrom haben eine Arbeit. Ich will Journalistin werden. Das ist auch Arbeit. Menschen mit Down-Syndrom können auf dem ersten Arbeitsmarkt arbeiten. Oder in der Werkstatt. In der Ukraine haben nur fünf Leute mit Down-Syndrom eine Arbeit. Das ist, weil Inklusion dort noch nicht so oft gemacht wird, weil es daran noch hapert. Das muss sich ändern.

 

Valentyn Radchenko, diktiert
Ich arbeite nicht. Ich sitze zu Hause. Ich arbeite nicht. Ich will arbeiten! Ich suche nach Arbeit! Ich suche nach einer neuen Arbeit. Ich suche. So ist es.
Ich kann schreiben. Ich will in einem Werk arbeiten. Ich möchte arbeiten beim Straßenbau. Darauf warte ich!
Für mich ist es wichtig, zu arbeiten. Ich möchte Straßen und Brücken bauen.

 

Nataliia Hetmanova, diktiert
Ich bin auf die Sache konzentriert.
Geschäftlich.
Arbeit ist eine ernste Sache. Ich schwatze nicht so viel. Ich bin nicht zum Spaß aufgelegt. Ich schwatze nicht. Ich meine es ernst.

 

 

 

WÜNSCHE

 

Vladyslav Pohribnyi, diktiert
Ich werde mit Geduld darauf warten, dass jemand mich liebt.

 

Nataliia Hetmanova, diktiert
Ich möchte gerne Motorradfahrerin werden. Ich will ein Bike fahren! Ich will Rennen fahren mit Freunden, mit zwei Jungs. Ich fahre eine Kawasaki Ninja 300. Ich möchte das Motorrad hier in Kiew haben. Es ist ein Benzin-Bike.
Ich kenne mich mit Motorrädern aus. Ich verstehe viel davon. Ich verstehe etwas von Motoren! Ich will den Motorradführerschein machen. Dafür brauche ich Training. Das würde ich gerne täglich machen. Ich hätte gerne einen Trainer, der mir das Motorradfahren beibringt. Ich würde gerne Tricks machen mit dem Motorrad. Das ist energetisch. Zum Beispiel, wenn man das Bike auf das Hinterrad stellt. Dann fährt man rückwärts. Das fühlt sich supergeil an!

 

Nataliia Samsonova, diktiert
Ich möchte, dass die ganze Welt lebt und am Leben bleibt.

 

 


… mongolisch ist mongolisch und klingt wie mongolisch …

Ohrenkuss …da rein, da raus, das Magazin, gemacht von Menschen mit Down-Syndrom gibt es seit fast 20 Jahren.
Das Projekt ist einmalig auf der ganzen Welt und mehrfach preisgekrönt.
Es erscheint zweimal jährlich – mit jeweils einem Thema, Texten der bis zu 50 AutorInnen mit Down-Syndrom und professionellen Fotos, und man kann es abonnieren: Öffnet externen Link in neuem Fensterwww.ohrenkuss.de
Im August 2010 wurde das Bundesverdienstkreuz dafür an Gründerin Katja de Bragança verliehen – der Bericht ist hier: Öffnet externen Link in neuem Fensterhttps://www.heuschrecke.com/blog/blog-post/2010/08/24/ohrenkuss-verdienstkreuz-am-bande.htm
Newsletter:  Wer regelmäßig über Ohrenkuss informiert werden möchte, kann hier den Ohrenkuss-Ipeschl abonnieren: Öffnet externen Link in neuem Fensterwww.ohrenkuss-ipeschl.de.

 

Fotos: Britt Schilling, www.brittschilling.de Text und Fotos © Ohrenkuss