Qualität
Was bedeutet Qualität
bei Kräutern und Gewürzen?
Unsere Firmenphilosophie.
- Bio-Anbau & Sozial-Ethik
- Organoleptik, Sensorik
- Regionalität, Lieferantenbeziehungen
- Werterhaltende Weiterverarbeitung
Qualität bei Kräutern und Gewürzen
Was beinhaltet eigentlich der Begriff Qualität bei Kräutern und Gewürzen? Unsere Kriterien für Qualität sind Bestandteil der Heuschrecke - Firmenphilosophie:
Für unsere Marke Heuschrecke wählen wir jeweils die beste verfügbare Qualität aus. Was heißt das für uns?
Hier wollen wir einmal unsere Kriterien für den Einkauf von Kräutern und Gewürzen und ihre Verarbeitung beschreiben. Übergreifend und unabdingbar ist natürlich der kontrolliert biologischen Anbau und die Zertifizierung nach der EG-Bio-Verordnung, eng damit verbunden ethisches und sozialverträgliches Handeln. Darüber hinaus gilt für uns Folgendes:
Kriterium Nr. 1 - Organoleptik (Sensorik)
Der Geschmack ist für uns entscheidend: ist die Ware aromatisch? Stimmt der ätherische Ölgehalt, ist er vielleicht sogar besser als der Durchschnitt? Ist der Geschmack nachhaltig? Gibt es unsaubere Nebentöne (muffig) - weshalb die Ware verworfen wird?
Dieses Kriterium steht übrigens eng in Zusammenhang mit dem kontrolliert biologischem Anbau: in unserer fast 30jährigen Erfahrung mit Gewürzen gibt es typischerweise die Rückmeldung von konventionellen Herstellern, die auf "bio" umstellen und bei uns zum ersten Mal Bio-Gewürze bestellen: Bio-Gewürze sind in der Regel viel intensiver im Geschmack.
Direkt danach kommt:
Kriterium Nr. 2 - Optik
Ist die Farbe schön grün, bzw. typisch - oder gibt es Farbschäden durch schlechte Trocknung und Lagerung?
Eine gute Optik geht meist einher mit einem besseren Geschmack - sowie Kräuter und Gewürze mit optischen Mängeln oft (aber nicht immer) Geschmackseinbußen mit sich bringen.
Unser besonderer Stolz bezüglich Optik ist unser ungarisches Paprika mit intensiven Rotwerten, unser aromatischer Safran aus Indien mit hoher Färbekraft, und unsere duftige Kamille mit den weißen Kelchblättern.
Bei Blüten - Ringelblumen, Kornblumen, Rosenblüten, Sonnenblumenblüten - ist die Optik sogar noch wichtiger als der Geschmack.
Kriterium Nr. 3 - Regionalität
Regionalität bedeutet für uns das Vermeiden von unnötigen Transporten. Wo es möglich und sinnvoll ist, kaufen wir in Deutschland und nahen europäischen Ländern ein.
Wir arbeiten hier mit Kräuterbauern zusammen, die hervorragende Qualität produzieren, z.B. Koriander und Salbei vom Mittelrhein, Pfefferminze und Melisse aus dem nordhessischen Bergland, Thymian aus Sachsen-Anhalt, Kümmel von der Mittelweser.
Vorteil im Handel: Kommunikation regional ist auch meist einfacher, und unsere Wünsche bezüglich Qualitäten werden besser angenommen.
Kriterium Nr. 4 - Traditionelle Herkünfte
Tradition und Kultur bringen Know How mit sich.
Die Böden und das Klima sind in bestimmten Regionen für bestimmte Gewürze oder Kräuter besonders gut geeignet - Beispiele: Paprika aus Ungarn, Basilikum aus Süditalien, Lindenblüten aus der Haute-Provence.
Hinzu kommt das Fachwissen der Bauern um die richtige Pflanzenvarietät, die - möglichst widerstandsfähig – beson-ders gut in die Region passt, und die Geheimnisse um die richtige Ernte und Weiterverarbeitung (Erntezeitpunkt, Trocknen, Schneiden/Mahlen).
Das führt uns zu weiteren wichtigen Partnern von uns: die Kleinbauernprojekte PDS in Kerala / Indien, und Bio-foods/SOFA in Sri Lanka. Hier bekommen wir die traditionellen exotischen Gewürze her, z.B. Muskat, Pfeffer, Curcuma, Nelken. Die Bauernfamilien, die in der Urwald-Landschaft typischerweise 1ha Land biologisch bewirtschaften, leisten mit dem Anbau traditioneller Sorten in Mischwirtschaft einen wichtigen Beitrag zum Landschafts- und Umweltschutz, sowie zum Erhalt des Artenreichtums. Ein Kleinbauernprojekt garantiert ca. 2000 Familien den Lebensunterhalt und die soziale Absicherung.
Kriterium Nr. 5 - Lieferantenbeziehung
Wir streben langfristige Lieferantenverbindungen an, und vermeiden es, auf der Suche nach Schnäppchen hin und her zu hüpfen nach berüchtigter „Heuschrecken Art“.
Langfristige Beziehungen bringen Vertrauen und Zuverlässigkeit mit. Es entstehen persönliche Verbindungen, man schützt sich gegenseitig, fordert und fördert zugleich. Es findet gegenseitige Beratung statt: über Qualität der Ware, Marktlage, Vermarktungsmöglichkeiten und -strategien.
Unter diesem Punkt nennen wir auch noch mal das Kriterium der Ethik und Sozialverträglichkeit. Sozialverträgliches, verantwortliches Handeln ist natürlich wie der biologische Anbau allem übergeordnet, unter dem Punkt Beziehungen aber am direktesten spürbar. Ehrlichkeit in der Kommunikation, faire Preise, zuverlässige Einkäufe / Lieferungen und fördernde Beratung sichern beiden Seiten die Existenz.
Kriterium Nr. 6 - Weiterverarbeitung und Abfüllung der Ware
Um den Wert der Inhaltsstoffe, vor allem der Aromen, zu erhalten, kaufen wir die Kräuter und Gewürze möglichst im Grobschnitt oder als ganze Ware ein.
Für die Bauern ist dies aufwändiger, da sie sorgfältiger ernten und sortieren müssen. (In Feinschnittware kann man mehr Stängel usw. einarbeiten - man sieht es nicht mehr...). Einen gewissen Anteil an Blattrippen und dünnen Blattstängeln müssen wir jedoch in Kauf nehmen, dieser kann nicht maschinell entfernt werden.
In den großen Blattstückchen bleiben die Aromen gut geschützt - daher geben wir unsere Produkte gerne, wo möglich, genauso an unsere Kunden weiter.
In unserem Betrieb wird sehr viel von Hand (oder mit halbautomatischen Abfüllmaschinen) gearbeitet, sodass wir die grobgeschnittene oder ganze Blatt-Ware werterhaltend verpacken können. Auf einer vollautomatischen Abfüllanlage wäre dies nicht möglich, diese könnte nur Feinschnitte verarbeiten.
Für unsere pulvrigen Gewürze und Gewürzmischungen (z.B. unsere berühmten Curries) vermahlen wir die Ware möglichst zeitnah zum Verpacken in unserer eigenen Mühle. So bleibt das Aroma länger frisch.
In der Küche ist die Anwendung des Grobschnitts etwas "unbequemer" (wenn man den Anspruch an schnelle Convenience-Küche hat) - dafür bekommt der Koch / die Köchin optimales Aroma und einen höheren Wirkstoffgehalt.
Wir selber rebeln die Kräuter, z.B. Estragon oder Basilikum, beim Kochen mit den Händen direkt in den Topf hinein. In den Händen bleiben dann die gröbsten Stängelchen zurück und werden weggeworfen.
Man kann die groben Kräuter auch kurz mörsern und dann die störenden Stängelchen rausfischen.
Kriterium Nr. 7 - Preise
Zunächst gilt: die Preise müssen natürlich für alle Seiten akzeptabel sein, denn sonst können weder
die Anbauer weiterproduzieren, noch die Händler die Ware vermarkten. Gerade um die Bio-Verbandsproduzenten (demeter, Bioland, Naturland usw.) zu erhalten, ist die Tendenz des Bio-Preisdumpings in der Szene nicht so sinnig. Auch der Fair-Trade-Gedanke verbietet den Einkauf tropischer Gewürze unter Preis-Dumping.
Bei Kräutern und Gewürzen unserer Marke Heuschrecke wählen wir hohe Qualitäten, häufig auch die höherpreisigen, regionalen Herkünfte und verarbeiten etwas kostenintensiver in kleineren Chargen. Glücklicherweise sind Gewürze, Kräuter und Tee nicht so preissensible Produktgruppen wie Molkereiprodukte. Auf das Tütchen bezogen macht der Preis für eine gute Qualität im Endpreis vielleicht noch 20 oder 30 Cent mehr aus, die sich angesichts des Geschmacks lohnen. Wir wünschen uns schließlich, dass die KundInnen auch wiederkommen.
Wir sind:
Heinz-Dieter Gasper
Dipl. Volkswirt, Gründer und Geschäftsführer der Heuschrecke Naturkost GmbH mit über 30jähriger Erfahrung im Handel mit Bio-Kräutern und Gewürzen.
Ursula Stübner
Seit über 20 Jahren in der Heuschrecke dabei, in der Geschäftsleitung. Nebenberuf: Heilpraktikerin mit Fachgebiet Pflanzenheilkunde und Aromatherapie.
... und das Heuschrecke - Team in Büro, Produktion und Versand.
Heuschrecke-Tees und Gewürze erhalten Sie in Ihrem Naturkostladen oder im Bio-Versandhandel.
EWG-Kontrollnr: D-NW-D-13-2170-B Kontrollstelle: QC&I
Mitglied im Bundesverband Naturkost Naturwaren Herstellung + Handel e.V.









