Bio - Kleinbauernprojekt WUPPERTHAL, Cederbergregion, Südafrika

  • Fair gehandelter Bio-Rooibuschtee von der Wupperthal Original Rooibos Cooperative.




Wupperthal Rooibos Cooperative, Südafrika: Missionsstation im OrtDer Name Wupperthal stammt von Missionaren der Rheinischen (Gottlieb Leipoldt) Mission, die im 19.Jh. von der Wupper nach Südafrika gingen, und in dem Tal am Fuß der Cederberge / Kap-Provinz in West-Südafrika (ca. 270km nördlich von Kapstadt) im Jahr 1829 eine Station gründeten. Sie missionierten nicht nur, sondern förderten auch den Landbau und das Handwerk bei den einheimischen schwarzen bzw. farbigen Bevölkerungsgruppen. Die Mission kaufte Land auf und stellte es den Kleinbauern zur Verfügung.
Nach dem Ende der Sklaverei (1834) wurde die Wupperthaler Missionsstätte zur Zuflucht, und viele der einheimischen Khoi San - People nahmen dann auch den neuen Glauben an. Heute gehört Wupperthal zur Moravian- (Herrnhuter-) Church.
















Wupperthal Rooibos Cooperative: Rooibusch mit BlütenWupperthal Rooibos Cooperative: Finboos-VegetationDie felsige Landschaft mit der sogenannten Fynbos-Vegetation stellt eine Halbwüste dar. Hier gedeiht die Buschpflanze Aspalathus linearis, Rooibusch, aus der der bekannte rote Tee hergestellt wird. Es handelt sich um eine endemische Pflanze, die also nur in Südafrika wächst.


Mitte der 90er Jahre schlossen sich die Kleinbauern dieser Region, Nachgahren der Khoi-San (ca. 140 Familien) zur Wupperthal-Rooibos-Association zusammen. Hieraus entstanden später 2 Cooperativen: ein Teil, insgesamt 80 Kleinbauernfamilien unter der Leitung von Barend Salomo, stellte auf ökologischen Anbau um und erlangte zusätzlich zur Fairtrade-Zertifizierung auch noch die Bio-Zertifizierung. Von diesen stammen unsere Rooibusch-Tees.



Rooibusch wird heute in extensiver Landschaft angebaut und teilweise auch noch wildgesammelt. Daneben halten die Bauern Schafe und Ziegen, und bauen Gemüse zur Eigenversorgung an.







Wupperthal Rooibos Cooperative, Südafrika: ZerkleinerungsmaschineWupperthal Rooibos Cooperative, Südafrika: TrocknungsflächeDie kleinen Ästchen der Rooibusch-Pflanze werden von Hand mit der Sense von Januar bis April geerntet.

In einer Schneidemaschine werden sie frisch in ihre endgültige Größe zerkleinert.

Der frische, zerkleinerte Tee wird auf der Trocknungsfläche, wie man es auch von Gewürzen kennt, aufgehäufelt (sieht aus wie ein Spargelfeld), mit Wasser befeuchtet und gepreßt. Nun findet eine Fermentation / Autooxidation (wie bei Schwarztee) statt, die den Tee rot färbt.

Am folgenden Morgen wird der fertig fermentierte Tee zum Trocknen ausgewalzt.

Eine Endverarbeitung des Tees findet in der nahegelegenen Bio-Firma King's Products von Frans van der Westhuizen statt. Der Tee wird dort gemischt und gesiebt, und dabei in die einzelnen Fraktionsgrößen getrennt, von grob bis sehr fein für Teebeutel. Anschließend werden die Chargen unter Dampfdruck sterilisiert und endgetrocknet.










Wupperthal Rooibos Cooperative, Südafrika: Vorstand Piet Salomon und Sofia ValentineIm Gegensatz zu anderen südafrikanischen Rooibusch-Tees fällt die Wupperthal - Qualität etwas dunkler und ausdrucksstärker aus. Die Region Wupperthal ist in ganz Südafrika für beste Rooibuschqualität bekannt.


Die Cooperative ist auch Mitglied der internationalen Kommunikations- und Marketing-Initiative für Bio-Kleinbauernprojekte „Trust organic small farmers“. Heuschrecke ist dort ebenfalls Gründungsmitglied.
 









Ostern 2010 haben wir die Wupperthaler besucht. Lesen Sie im Folgenden die anschaulichen Berichte, die nach unserer Reise entstanden sind, mit unseren vielen Fotos:








Heuschrecke-Kräuter, Gewürze und Tee erhalten Sie in Ihrem Naturkostfachgeschäft oder im Bio-Versandhandel.