|
|
PDS - Projekt Peermade Development Society, Bundesstaat Kerala, Indien
Fair gehandelte Bio-Gewürze vom Kleinbauernprojekt PDS aus Kerala / Indien.
 
Im Jahr 1980 wurde die Gesellschaft Peermade Development Society (PDS)
durch Bischof Mathew Arackal der katholischen Diözese Kanjirapally
gegründet.
Aufgabe ist ländliche Entwicklung, und damit die Verbesserung der
Lebensbedingungen für die arme ländliche Bevölkerung,
mit Programmen und Projekten für benachteiligte, marginalisierte
Stämme, verarmte Kleinbauern, Frauen und Kinder.
Die Arbeit beinhaltet neben dem Aufbau von kommunalem Gesundheitswesen,
Gemeindeorganisation und Umwelt-Management auch die Vermarktung
einheimischer Medizinalpflanzen, die Förderung des
ökologischen Landbaus und die Gründung eines eigenen
Gewürz- und Teeexports der Kleinbauerngemeinschaft. Hier noch mal
in Originalton von der PDS:
· Tribal development.
· Upliftment programmes for women and
children. (Neben Bildungseinrichtungen und Kleinunternehmen wie eine
Wäscherei gibt es auch ein eigenes Microkredit-Programm für
Frauen)
· Family empowerment programmes.
· Welfare programmes for farmers.
· Environment, land, water and biomass management.
· Promotion of Indian systems of medicines.
· Training programmes for farmers.
· Research and Development programmes for
agriculture, animal husbandry, indigenous medicines and anthropology in
association with leading R & D institutions in India.
 
Innerhalb 2 Jahrzehnte hat sich die PDS zu einer der führenden NGO (Nichtregierungsorganisation) in Indien entwickelt.
Die PDS trägt den Namen der Stadt Peemade in Kerala, früher
blühende Stadt in einer malerischen Umgebung – Berge (auf ca.
1000m Höhe), Wasserfälle - berühmt für
Gewürz-, Tee und Kaffeeplantagen. Die Sommerresidenz der
königlichen Familie befand sich dort.
  
Die Gewürzfirma PDS entstand in Zusammenarbeit mit dem indischen
Spice Board Anfang der 90er Jahre. Wir, die Firma Heuschrecke, arbeiten
seit ungefähr 10 Jahren mit PDS zusammen. Mr. Sunil Joseph,
Vertriebsdirektor, betreut die ausländischen Gewürzkunden wie
uns. Zur Zeit führen wir von PDS (auf dem Rücketikett
angegeben): Pfeffer schwarz ganz in Tellicherry-Qualität, Pfeffer
schwarz gemahlen, Pfeffer weiß gemahlen und Curcuma in
Alleppy-Qualität.
Um einmal das Leben und den Alltag eines Kleinbauern der PDS zu
verdeutlichen, hat Sunil Joseph uns einen Bericht über den Farmer
Mr. Augusty Vattothu geschrieben:
„Mr. Augusty Vattothi, 65 Jahre alt, gehört als Bio-Farmer zum
PDS-Organic-Spice-Projekt. Er besitzt 1,01 ha Land in Cherupallikulam
und ist Mitglied des Projekts seit 1993.
 
Mr. Augusty und seine Familie (Frau Eliyamma, Sohn Joy,
Schwiegertochter Jessy und drei Enkelkinder Renju, Joel und Georgis)
leben zusammen auf der Farm, die 1997 durch Control Union
Certification, früher: Skal International, biozertifiziert wurde.
Heute ist seine Farm zertifiziert nach den Standards EU, JAS, USDA-NOP,
Bio-Suisse und Indian NPOP (alles Standards für Bio-Anbau der
verschiedenen Länder).
Er baut folgende Produkte an:
Pfeffer, Kaffee, Nelken, Muskat, Macis (Muskatblüte), Kakao,
Kokosnuss, Vanille, Ingwer, Taioka, Elephant-Foot-Yams, Chilly und
Gemüse – außer den Gewürzen das meiste für den
Eigenbedarf.
Mr. Augusty ist ein aufmerksamer und enthusiastischer Bio-Kleinbauer.
Er pflanzt Leguminosen an, um die Böden anzureichern
(Gründüngung), stellt eigenen Kompost her und hält Vieh.
Er nutzt den Farm-Dünger, um Biogas herzustellen, das in der
Küche zum Kochen dient.
 
Diese ländlichen Gegenden sind nicht an eine Gasversorgung
angeschlossen, und die sonst übliche Energiequelle ist Holz.
Feuerholz sammeln ist eine harte Frauenarbeit – und diese entfällt
durch die Biogas-Anlage. Biogas verringert auch die Luftverschmutzung
in den Wohnräumen. Die Pflanzenmaische aus der Biogasanlage wird
zu Kompost weiterverarbeitet. Die Anlagen wurde mit Unterstützung
der PDS installiert.
Alle Kleinbauern, die zur PDS gehören, erhalten verschiedene
Trainings zum biologischen Anbau, zur Dokumentation, Düngung,
Kompostherstellung, Schädlingskontrolle und Behandlung von
Krankheiten.
Weitere Programme betreffen Bodenerhalt durch
Wasser(scheiden)wirtschaft, Aufbau von Felsdämmen, und den Anbau
von Futtermitteln.
  
 
Im Zuge eines Aufforstungsprogramms erhielt Mr. Augusty Obstbäume,
(einheimische) Medizinalpflanzen und andere Hartholzbäume, die gut
in dieser Region wachsen.
Die Kleinbauern werden ebenso trainiert in Sammlung, Lagerung und Nutzung von Regenwasser im Haushalt („Regenwasser ernten“).
Die Trainings halfen diesem Farmer, die Hänge seines schwierigen,
steilen Terrains in eine saftig-grüne, reichhaltige Farm zu
verwandeln – unter den 313 Farmen der Peermade-Zone.
 
Mr. Augusty ist der Beweis für die positiven Auswirkungen des
ökologischen Anbaus, und ist begeisterter Unterstützer der
‚low external input farming’-Methode. Er lobt den Fakt, dass die
biologische Landwirtschaft unabhängiger von teurem, externem Input
macht.
 
Seit 1997 liefert Mr. Augusty durchschnittlich 300kg schwarzen Pfeffer,
150kg Nelken, 750kg frischen Ingwer, Muskatnüsse, Macis und
weißen Pfeffer an PDS.
Um sicherzustellen, dass den PDS-Bio-Farmern, die hauptsächlich
unter die Kategorie fallen: klein, marginalisiert und ‚tribal’, nicht
die hohen Kosten der Bio-Kontrolle und –Zertifizierung aufgebürdet
werden, werden sie nach einem Gruppen-Schema zertifiziert. Zur
PDS-Gruppe gehören 2056 Farmer, verteilt über 7 Zonen in und
um den Idukki-Distrikt von Kerala. Ein Team von 8 Personen unterziehen
diese einer internen Kontrolle. Die Gebühren der
Bio-Zertifizierung und die Aufrechterhaltung des internen
Qualitätskontrollsystems (IQS) wird alleine von der PDS getragen,
durch das Einkommen aus dem Export von Bio-Gewürzen.

Im Fall von Mr. Augusty inspiziert der interne Inspektor der
Peermade-Zone Mr. Binoj Thomas regelmäßig die Farm, um
sicherzustellen, dass die Praktiken des biologischen Anbaus eingehalten
werden. Diese Besuche werden in Farm-Berichtsheft dokumentiert. Alle
Details, die seine Farm betreffen, werden im Unit Office in der
Betriebsstelle in Cheruvallikulam festgehalten.
Wenn die Ernte beendet ist, besucht der IQS-Inspektor die Farm und
markiert jeden Sack. Diese werden dann von den Farmern zur
nächsten Betriebsstelle transportiert.

Die Betriebsstellen liegen
nahe bei den Farmen, um Transportkosten zu sparen. Bei der Warenannahme
wird das Produkt in Anwesenheit des internen Inspektors, des
Vertriebsmanagers und des Farmarbeiters gewogen, dem Farmer bar
ausbezahlt, und anschließend in die Gewürzfabrik (Spice
factory) in Valanjanganam gebracht. Die Dokumentation über die
bezogenen Ware und die Markierung auf den Säcke stellt die
Rückverfolgbarkeit des Produkts sicher.“
Fotos von PDS im oberen Teil mit freundlicher
Genehmigung von Topqualitea, Fotografin Christine Nachmann. Im unteren
Teil über den Farmer Mr. Augusty kommen von PDS direkt, Sunil
Joseph.
Heuschrecke-Kräuter und Gewürze erhalten Sie in Ihrem Naturkostfachgeschäft oder im Bio-Versandhandel.

Seite aktualisiert am: 14.2.2008 Copyright © 1997-2008 by HEUSCHRECKE Naturkost GmbH
CI-Design: Binom Produktdesign Web-Design: kpunkt Digitale Dienstleistungen
|
 |