1984 - 2004
1984 entstand das mediterrane Bio-Kräutersalz des Kölner Naturkostherstellers Heuschrecke.
Der Kräuterheiler Friedrich Hayne stellte die Rezeptur.
Das beliebte Heuschrecke-Kräutersalz-Rezept hat eine bewegte Geschichte und eine vielversprechende Zukunft.
Seit 20 Jahren gibt es das Kräutersalz nach mediterraner Art von Heuschrecke in unveränderter Rezeptur.
Das Rezept ist genial: neben Atlantik-Meersalz enthält es 20% Provençe-typischer Mittelmeerkräuter inklusive eines hohen Knoblauchanteils. Heute würde man dazu Premium-Qualität sagen, denn gesetzlich vorgeschrieben sind nur 15% Kräuteranteil (und üblicherweise sind deutsche Kräutersalze eher Sellerie-, Lauch- und Karotten – lastig). Das Verhältnis der kraftvollen Mittelmeer-Gewürzkräuter ist so austariert, dass sie sich gegenseitig verstärken, und zusammen einen wunderbar vollmundigen Geschmack ergeben.
Das Kräutersalz-Rezept stammt von Friedrich Hayne (1909 – 1994), einem begnadeten Kräuterheiler mit charismatischer Persönlichkeit, der in Köln das Wörishofener Kräuterhaus in der Zülpicher Strasse führte. Angehende Kräuterhändler und Naturheilkundler arbeiteten bei ihm, um zu lernen: im Kräuterhaus gab Hayne seinen „PatientInnen“ Diagnosen, Anweisungen und Ratschläge. Heute ist er eine Legende: es gibt ein Buch über ihn und seine Heilweisen, das nach seinem Tod von seinen Schülern zusammengestellt wurde.
So lernte auch ein junger Mann bei ihm, bekam als Lohn für seine Arbeit das besagte Kräutersalzrezept, und versuchte dann in einem eigenen kleinen Bioladen sein Glück. Damals noch nicht wirtschaftlich ausgerichtet, musste der Laden bald schließen, und einiges an Schulden blieb übrig: bei den Lieferanten Heuschrecke und Kornkraft (die Kornkraft e.G. war der erste Naturkost-Regionalgroßhandel mit Sitz bei Krefeld – ein Teil der Naturkostgeschichte, aber heute nicht mehr existent)
Heuschrecke-Inhaber Heinz-Dieter Gasper fand eine kreative Lösung, um Verluste abzuwenden. Das Kräutersalzrezept diente als Bezahlung der Außenstände für Kornkraft und Heuschrecke. Hergestellt wurde es zunächst in der ersten Kölner Bio-Bäckerei Kornstube, im Teigkneter. Die Kornstube GmbH backt auch heute noch ihr gutes Vollkornbrot in der Neusser Straße.
Ursprünglich war es ein konventionelles Kräutersalz – Heinz-Dieter Gasper wollte es nun in biologischer Qualität herstellen, doch war es zehn Jahre vor dem EG-Bio-Gesetz noch nicht so einfach, alle Kräuterzutaten aus kontrolliert biologischem Anbau zu beschaffen. Auf einen Tipp hin fuhr Gasper nach Holland und lernte den Demeter-Kräuteranbaubetrieb Het Blauwe Huis mit Gründerin Trees Boeke kennen. Fortan und bis heute stellt das „blaue Haus“ die Kräutermischung für das Heuschrecke-Kräutersalz zusammen. Von Trees Boeke stammen übrigens auch unsere schönen Kräutertees Guten Morgen, Gute Nacht und Märchentee, sowie unsere Jahreszeitentees.
Immer mittwochs fuhr also die Heuschrecke die Salzzutaten in die Bäckerei, und der säumige Bioladner half mit beim Kräutersalz-Mischen. Bis es den Bäckern mit dem Knoblauch-Kräutergeruch in der Backstube zuviel wurde. Die Heuschrecke investierte in eine eigene professionelle Mischmaschine und der Grundstein zu weiteren Heuschrecke-Gewürzmischungen war gelegt.
Heute sind Gewürzmischungen zum Kochen und Backen, sowie verschiedene Kräutersalze nach eigenen Rezepten unsere Spezialität. Es gibt sie unter der Marke Heuschrecke im Naturkostfachhandel, sowie als Gewürzzutat in vielen anderen Bio-Produkten von bekannten Naturkostherstellern. Doch als wäre ein Zauber drin, bekommt unser Kräutersalz mediterran die schönsten Liebeserklärungen von Kunden, damals wie heute.
Kräutersalz mediterran gibt’s im Bioladen oder im Bio-Versandhandel. Adressen finden Sie hier

Seite aktualisiert am: 20.06.2005
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