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Zwischen-Nachrichten aus Japan ...
... Grenzwertdiskussionen und Sencha Tee
Wir bleiben mit Japan in Verbindung, fragen regelmäßig nach, wie es dort geht.
Seit Beginn der Atomkatastrophe in Fukushima veröffentlichen wir auf unserer Website
www.heuschrecke.com Informationen, die regelmäßig aktualisiert werden.
Gesetzlich gilt der Grenzwert von 500Bq/kg (EU-VO vom 11.4.2011).
In einer firmeninternen Leitlinie haben wir uns für die Empfehlung des Umweltinstituts München entschieden, als oberen Grenzwert 50 Bq einzuhalten.
Noch gibt es begrenzte Mengen Tee aus Ernte 2010.
Wie es für die Ernte 2011 ab Mai aussehen wird, weiß noch niemand, aber momentan scheinen die Teeregionen Uji und Kagoshima noch keinen Fall Out zu haben.
Wir denken einerseits, dass wir uns bei Radioaktivität von der Erwartung "Null-Werte" verabschieden müssen. Auch aufgrund Tschernobyl und vieler, ungemeldeter und / oder spät entdeckter Störfälle in anderen AKWs haben in Deutschland viele Lebensmittel, oder z.B. auch Atlantik-Lachs durch Sellafield, ein "Grundrauschen". Dazu kommt eine natürliche Radioaktivität, sowie eine Messfehlertoleranz der Labore, sodass Zahlen im einstelligen Bereich schwer interpretierbar sind. Eine vollständige Freiheit von Radioaktivität wird uns wahrscheinlich niemand mehr garantieren können.
Hier in Deutschland stecken wir als Hersteller der Marke Heuschrecke im Konflikt: alles ist vorbereitet, um japanische Produkte sicher und gut analysiert zu importieren und weiterzuhandeln.
Uns erreichen natürlich besorgte Anfragen der KonsumentInnen nach evtl. belasteter Ware. Die vielen Zahlen, mit denen die Medien jonglieren, sind nicht nur für Laien verwirrend.
Wir wissen zwar, dass wir auch natürlicherweise immer mit Radioaktivität leben, aber haben kein Gefühl dafür, was wir wegstecken können (auch "Die Wissenschaft" weiß es noch nicht genau): daher stützen wir uns auf den vorsichtigen Grenzwert von 50 Bq/Kg, der in kritischen Diskussionen nach Tschernobyl entstanden ist und vom Umweltinstitut München vertreten wird.
Und da gibt es noch die "German Angst". Irrationale Anfragen der Industriekunden (die u.a. für die großen Bio-Filialisten produzieren), ängstliche Naturkostkunden, die überall versteckte Japan-Zutaten vermuten, Stimmen aus Verbänden und Parteien, die nicht nur einen Importstopp aus Japan fordern, sondern gleich mit aus China und anderen ostasiatischen Ländern.
Das wird der derzeitigen Lage nicht gerecht und missachtet die Menschen dort. Uns ist es wichtig, die Zukunft für unsere Partner zu erhalten, und Warenströme weiter fließen zu lassen, solange es geht. Es fließen nicht nur Warenströme, sondern auch Kultur und Beziehungen.
Gero Plath von der Firma Mitoku (Japan Sencha extra fine) in Tokio berichtet:
"Hier im Buero geht es von frueh morgens bis spaet abends eigentlich nur um 297/2011.Was wir da den Behoerden an Dokumenten vorlegen muessen, ist der Wahnsinn. Es wird nie wieder eine EU Verordung geben die so genau bis ins Detail beachtet wird, das kann ich jetzt schon versprechen. Und das muessen wir ja mit ca. 25 verschiedene Behoerdenstellen koordinieren...
Der Teegarten dann, also ich glaube die haben genug Bestellungen von uns fuer ca. 3-4 Monate und dann faengt dann noch im Mai die Ernte an. Die werden die naechsten Wochen jeden Sa & So arbeiten.
Zum Teegarten, da kann ich aus erster Hand berichten, da ich vor ca. 10 Tagen da war. Da hat sich nichts geaendert, da kein Erbeben, kein Tsunami, keine Strahlung, keine Benzinknappheit, keine Wasserknappheit ...
Ca. 70% von Japan ist doch von der ganzen Geschichte nur indirekt betroffen. Die kennen das doch auch wie ihr auch nur aus dem Fernsehen.
Die machen sich natuerlich Sorgen um die Menschen in Tohoku und Sorgen um unsere Produkte (weil seit dem Erbeben nichts mehr rausgegangen ist = null Umsatz)."
Markus Hastenpflug von Shimodozono International, Kabusé-Sencha Tees aus Kagoshima:
"Mir zeigt das - alle Zahlenangaben, egal wie niedrig sie auch sind (selbst wenn sie unter den natürlichen radioaktiven Werten liegen), werden ins Negative interpretiert. Sobald gedruckte Werte veröffentlicht sind, ist eine "Belastung" augenscheinlich.
Was bleibt nach der Lektüre eines solchen Berichtes hängen?
Die Frage bleibt: Gibt es für verantwortungsvoll handelnde und um Aufklärung bemühte Lebensmittelhändler eine Lösung für dieses Dilemma?
Vielleicht hilft "Abwarten und Tee trinken". Und wenn nicht ..."
Ein Teekonsument und Japan-Teeliebhaber antwortete uns:
"ich halte Ihren internen Grenzwert von 50 Bq/kg durchaus für vertretbar.
Eine 50g-Packung hat dann max. 2,5 Bq, d.h. wir würden 2,5*26 (eine Packung alle 2 Wochen) =65 Bq pro Jahr konsumieren. Emotionslos betrachtet im vertretbaren Bereich. Wenn man bedenkt welche Strahlung man noch so zu sich nimmt, dass ver- bzw. bestrahlt wurde.
Radioaktivität ist sicherlich eine sehr komplizierte Materie. Angefangen von den verschiedenen Strahlungsarten, Strahlungsleistungen und Strahlungsdosen. Dies wurde in den allgemeinen Medienberichte nur sehr wage angesprochen und erläutert. Daher kam die "German Angst" natürlich auch sehr schnell auf, die nur durch den lapidaren Satz "die Wolke kommt nicht bis zu uns" etwas gedämpft wurde."
In Deutschland vergessen wir leicht, dass Japan ein unheimlich langes Land ist, und die Winde bisher meist günstig wehten. In den Teeanbauregionen Uji (Präfekturen Kyoto, Nara u. angrenzende) und Kagoshima (= Präfektur Kagoshima), wo unsere Japan Sencha Tees herstammen, werden zur Zeit (Mitte April) keine erhöhten Werte festgestellt.
Wir hoffen, dass der (heroische - kann man schon sagen -) Kampf um die Reaktoren nützt, und dass Japan weiter für seine entlegeneren Anbaugebiete und Regionen Glück haben wird.
Hier die Werte für alle Präfekturen, Update 2x am Tag
http://www.mext.go.jp/english/radioactivity_level/detail/1303986.htm
Weitere informative Internetseiten zum Thema Japan:
http://www.bundesregierung.de/Webs/Breg/DE/Japan/japan.html
http://www.bmu.de/allgemein/aktuell/160.php
http://www.bmelv.de/DE/Startseite/startseite_node.html
http://umweltinstitut.org
Im Mai treffen noch Schiffe mit Tee-Ernte 2010 ein. Die Ernte 2011 wird per Schiff nicht vor Juni / Juli
eintreffen.
Shincha-Tee ist ein Kult. In den Teeanbaugebieten liegt der süßherbe Duft des frischgeernteten Tees über dem Land. In den Teeläden werden Shincha-Feste gefeiert, und auch hier erwarten Japan-TeeliebhaberInnen diesen Tee als Vorboten des neuen Teejahres. |
Heinz-Dieter Gasper, Ursula Stübner










