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BioFach Messe 2012 - Ein Heuschrecke-Bericht.
Was tun wir eigentlich so auf der Messe? Über unsere Kunden, Lieferanten und Bio-Produkte.

- 07 Der erste Messe-Morgen an unserem Stand - der Tee für unsere Kunden, Lieferanten und Besucher ist fertig. Naturkostläden, Naturkostgroßhandel, Hofläden, Kräuter- und Tee-Fachhandel, Praxen und Gesundheitsberater, verschiedenste Naturkost- und Kosmetikhersteller, die Gewürze und Kräuter benötigen, Anbauer und Importeure werden uns in den nächsten 4 Tagen besuchen.

- 08 Unsere diesjährigen Produktneuheiten sind zum Glück alle kurz vor der Messe fertiggeworden (keine Dummies): Harissa-Gewürz, Keltisches Würzsalz, edler Malabar-Super-Pfeffer von den Sahyadri Spice Farmers, Bambus Tee, Cannabis Tee, Kinder-Rooibusch Tee mit Erdbeer und Vanille, und 3 sehr edle China-Grüntees.

- 29 Zufälliges Zusammentreffen an unserem Stand - unsere ungarischen Paprika-Connections: Guszti und Werner. Ungarischer Paprika ist - sagt man - der beste der Welt. Es gibt eine lange frostfreie Periode, aber es ist nicht so heiß, dass die Paprikafrüchte am Strauch ausreifen. So haben die Ungarn die Methode des Nachreifens entwickelt, die dem Aroma sehr gut tut (Zucker baut sich auf, aber die Aromen bauen nicht so sehr ab wie am Strauch).

- 30 Mit Guszti haben wir etwas Neues ausgeheckt: Bio-Anis-Anbau in Ungarn. Die Anissamen, die wir auf die Messe mitgebracht haben, wird Guszti jetzt zur Aussaat mitnehmen, das Klima ist günstig. Es gab leider mit Anis aus der Türkei und aus Italien, wo er üblicherweise herkommt, des öfteren Pestizidprobleme - so entstand die Idee mit unseren ungarischen Partnern.

- 41 Auch das ist BioFach: alte Freunde und Kollegen wiedertreffen, hier Maria Kettenring, Buchautorin und Mitarbeiterin bei Primavera. Ende der 80er Jahre haben erst Primavera und kurz danach Heuschrecke mit ätherischen Ölen gestartet, wir von unseren Kräuterlieferanten animiert, da Überschüsse destilliert wurden. Während Primavera sich zum Marktführer für ätherische Öle (und seit einigen Jahren mit eigener Kosmetiklinie) in unserer Branche entwickelt hat, sind wir verstärkt Spezialist für Gewürze, Kräuter und Tee geworden, mit einem kleinen Basissortiment ätherischer Öle.

- 43 Pfefferkäse (mit unserem Pfeffer) ist der Renner der Fleckenbühler Käserei. Suchthilfe Fleckenbühl - hier aus ihrer Selbstdarstellung: "Eine offene, konsequent nüchterne Gemeinschaft: Das sind wir Fleckenbühler. Unser Angebot ist einfach: Wir nehmen Menschen mit Suchtproblemen in jeder Lebenssituation sofort bei uns auf. Und dann helfen wir ihnen, dauerhaft suchtfrei und selbstbestimmt zu leben. Unsere eigenen früheren Suchterfahrungen helfen uns dabei. Wir Fleckenbühler haben uns dafür entschieden, nüchtern - ohne Drogen, Alkohol und Tabak – zu leben und unser Schicksal selbst in die Hand zu nehmen. Wir leben und arbeiten zusammen." Auf dem Foto: der Vize-Käsemeister und der Käsemeister.

- 44 Die Firma Isana mit ihrer Naturkostmarke Bio Verde ist bekannt für frische Bio-Feinkost. Einmal im Jahr organisieren wir mit Terra Magnifica (Wildsammlungsprojekt in Kroatien) den Bärlauch-Transfer während der Erntzeit im Mai, tiefgekühlt und Tonnen - jedesmal eine Aufregung, ob alles gutgeht - es nicht regnet, und die Kühlungen während der wöchentlichen Transporte im ganzen Mai heil bleiben - , für das frische (nicht erhitzte) Bärlauchpesto und die Bärlauchgnocchi. Walter Lutz zeigt sie hier - lecker! Auch das findet auf der BioFach statt: zusammen mit Isana und Terra Magnifica besprechen wir die Planung für kommenden Mai. In unserem Blog haben wir schon mehrmals über die Bärlauch-Ernte (sozusagen life) berichtet.

- 45 Taifun, die Firma von Wolfgang Heck, macht leckere Tofus, Bratlinge und Tofuwurst (die es zum o.g. Salat in unserer Mittagspause gibt, wenn es schnell gehen muss) - u.A. mit vielen Heuschrecke-Gewürzen. Für die Grillknacker von Taifun tüfteln wir die ideale Mischung aus mehreren weißen Pfeffern aus, die den richtigen Fermentations-Ton haben (das, was Pfefferneulinge an Schafstall erinnert). Dieser gibt dem neutralen Tofu eine angenehme Würze. Weißer Pfeffer ist neben Muskat und Majoran auch für Metzger eins der wichtigsten Gewürze.

- 46 Freund, Lieferant und Kunde seit den 80iger Jahren: Jan Kees vom Demeter-Kräuterhof Het blauwe Huis in den Niederlanden (siehe bei unseren Lieferantenportraits). Jan Kees erinnert nicht zufällig an den weisen Schulleiter Dumbledore. Sein Büro sieht fast aus wie die Studierstube von Dumbledore, komplett voll mit wertvollen alten Kräuterbüchern. Das Trio mit Jan Kees, Ton Vink (ein anderer Kollege mit einem Kräuterbetrieb in der Drome, Frankreich), und Heuschrecke-Inhaber Heinz-Dieter Gasper wird auch "Alte Meister" genannt.

- 47 Dieses Jahr im Sommer haben wir mit Roman Turk und seiner Frau Sanja von Terra Magnifica in Kroatien Sammlergruppen und Kleinbauern besucht. Auf unsere Theke "Coole Kelten" zeigen wir ein Fotobuch davon (ganz einfach und schnell im Internet mit einer Fotolabor-Software erstellt - überraschend gute Qualität ... hatten wir erst kurz vor der Messe entdeckt, dass es sowas gibt ...). Roman, Sanja und Ana (Ana hält das Büro zusammen) sind fasziniert, ein Buch über ihren Betrieb zu sehen.

- 50 Dominik Collenberg hat in Zimbabwe die Bio-Kleinbauerninitiative KAITE ins Leben gerufen. Seit mehreren Jahren sind wir nun schon in gutem Kontakt. Nachdem KAITE zunächst auf ätherische Öle und Kosmetik-Rohstoffe spezialisiert war, kamen dann die Gewürze und Kräuter dazu. Dieses Jahr erwarten wir den ersten Container mit Chili (sehr scharf) und verschiedenen Kräutern und Blüten. Inzwischen gehören 1000 Bauernfamilien zu KAITE.

- 60 Die kirchliche Nichtregierungsorganisation Peermade Development Society hat ein gut funktionierendes Kleinbauernprojekt in Kerala ins Leben gerufen, mit mittlerweile 2100 Familien. Wir arbeiten schon lange mit ihnen zusammen, und planen hier mit Chacko Thomas und Leiter Father Sabu John unseren Gewürzbedarf für 2012.
Hintergrund: BioFach 2010 - Nachlese
BioFach Messe 2010: Fairer Handel Kernthema
Für die, die sie bisher noch nicht kannten: Die Biofach-Messe (eine reine Fachmesse) findet jedes Jahr im Februar in Nürnberg statt und gilt als Weltleitmesse für Bio-Produkte. Zugelassen sind nur einwandfrei biozertifizierte Lebensmittel, zertifizierte Naturkosmetik und Naturkleidung.

Nach der Verlegung der Biofach Tage auf Mi - Sa anstatt wie bisher Do - So, und der angekündigten gelichteten Reihen der Aussteller- und Besucherzahlen waren wir natürlich gespannt, wie viel tatsächlich los sein würde.
Am Ende der Messe waren wir zufrieden. Es war ruhiger, aber wir hatten mehr Besuche am Stand als letztes Jahr, ein angenehmes Paradoxon...
Unsere Themen dieses Jahr waren: 
- Kinder- und Jugendtees, wo wir altbewährte und ganz neue Teemischungen mit unse ren mittlerweile bekannt-schrägen Namen vorstellten und verkosteten,
- alle Gewürzmischungen gab es in der Verkostung
- unter dem Titel "Komische Kräuter" zeigten wir - zum Anfassen und Schnuppern - seltene Tee- und Gewürzpflanzen, z.T. Spezialitäten aus dem Ayurveda,
- edle Natursalze (unter 97,5% NaCl, und damit gesetzlich nicht unter Speisesalz fallen) konnten probiert werden, wie Fleur de Sel, Hallstattsalz und Urmeersalz,
- und wir stellten das Thema ‚Fair Handeln' heraus. In Fotoalben konnten BesucherInnen unsere Bauern in Indien und Sri Lanka wenigstens über Bilder kennenlernen.
Erfreulicherweise war das Thema Fairer Handel ein
Kernthema der Messe: die Halle 5 war als "Fair-Halle" deklariert, und man traf dort Verbände und Initiativen, Fair-zertifizierte Bio-Unternehmen und Bio-Projekte, z.B. Kleinbauernprojekte aus der ganzen Welt (z.T. mit viel Flair - wie der Afrika-Gemeinschaftsstand).
Die Kommunikations-, Netzwerk- und Marketing-Initiative "Trust Organic Small Farmers" (TOSF) zur Förderung von Bio-Kleinbauernprojekten (Heuschrecke ist Gründungsmitglied) war erstmals mit einem Stand vertreten. Der kleine Stand unter der Leitung von Harald Gruber und Dr. llse Preiss (beide Journalisten, TOSF ist unter dem Dach der von ihnen gegründeten Comundialis-Stiftung) weckte Neugierde und konkretes Interesse an einer Mitgliedschaft bei einigen europäischen Öko-Unternehmen, sowie bei Kleinbauern-Initiativen aus Kroatien, Laos, Vietnam und Indonesien.
Hinter der Gründung von "Trust Organic Small Farmers" stand u.A. der Gedanke, dass Bio-Kleinbauernprojekte, wie nicht nur viele Wissenschaftler, sondern auch der UN-Weltagrarbericht betonen, unabdingbar für die Welternährung und Erhalt der Umwelt sind, und deshalb bei der drohenden Durch-Industrialisierung der Landwirtschaft (Thema Gentechnik und Patentierung von Saaten und Nahrungspflanzen) besonders zu schützen sind. Am Vorabend der Messe fand die 4. Konferenz von "Trust Organic Small Farmers" statt - darüber berichten wir in den nächsten Wochen ausführlich.
Da diese internationale Messe neben dem bekannten Gesicht, nämlich der Beziehung Lieferant/Hersteller - Kunde und der Präsentation von Produkten, noch ein anderes hat, nämlich Vernetzung von Lieferanten, Herstellern und Anbauern untereinander, fand auch unter uns Ausstellern ein stetiges Hin- und Hergewandere statt. Neue Projekte wurden ausgeheckt, A von B mit C bekannt gemacht, wodurch neue Win-Win-Situationen entstehen sollen, eine global-lebendige, oft familiäre Atmosphäre aufrechterhalten.
Die Präsenz von Halle 5 machte es schön deutlich: Bio geht nicht ohne Fair. Und "Fair Handel" verlangt auch, Konkurrenzdenken zu überdenken. Neue Wege dafür, hier wieder die Stichworte Kommunikation und Vernetzung, zu erfinden und auszutesten wird die nächste wichtige Aufgabe für die Naturkostbranche.
Nach 30 Jahren im Bio-Geschäft liegt für uns das Augenmerk wieder wie am Anfang auf Kommunikation - und im Besonderen auf partnerschaftlichen Netzwerken. Darin sind wir weiß Gott nicht müde geworden, lassen uns weiter begeistern. (Es gibt allerdings auch die andere Seite, scharenweise Bio-Leerverkäufer, Händler, keine Produzenten, typischerweise aus Indien, Ägypten und Osteuropa, wo man nur davon ausgehen kann, dass die "Bioware" kurzzeitig vom konventionellen Markt "ausgeliehen" sein könnte. Gut, da profitiert man von der langjährigen Erfahrung und der Analytik, die dem "Umwidmen" im Moment gewachsen zu sein scheint...)
Wenn es auch gelingt, eine gute öffentliche Kommunikation zu installieren, nehmen auch EndverbraucherInnen gedanklich mehr an der Produktion ihrer Bio-Lebensmittel teil. So ist auch die derzeitige Bio-Kodex-Diskussion des Bundesverbands Naturkost Naturwaren sehr sinnvoll.
Wir stellen natürlich auch auf den kleineren und deshalb leichter zu bearbeitenden Fachmessen BioNord (Hannover) und BioSüd (Augsburg) aus. Doch trotzdem ein Appell an die Naturkostfachgeschäfte: es lohnt sich weiterhin (wenigstens alle 2 Jahre), auch die BioFach Messe zu besuchen, um an der Globalität und Vielfalt teilzuhaben, und den ausstellenden Anbauern, Winzern usw., z.T. von weit her, "Referenz zu erweisen".
Ursula Stübner, Heinz-Dieter Gasper
Hintergrund: BioFach - Weltleitmesse für Bioprodukte
BioFach - Anreisen: Vor einigen Jahren und wie jedes Jahr ...
Wenn wir im winterlich-vereisten Nürnberg zwei Tage vor Messebeginn (mit der Bahn) ankommen - während zuhause (in Köln) alle, manchmal schon frühlingshaft, Karneval feiern - ist die spannendste Frage: ist der Messestand (per Spedition) tatsächlich und heil angekommen? Bisher hatten wir Glück, toi toi toi, - das ist jedenfalls der Alptraum aller Aussteller, zerbrochene oder fehlende Paletten und Kisten.
Um 15 Uhr treffen wir in der zugigen, eiskalten, lärmenden, baustellenhaften Halle 7 ein - der einzige Messestand, der dann (2 Tage vor Messebeginn!) schon fix und fertig ist, ist Beutelsbacher (jedes Jahr, ganz akkurat bestückt mit lückenlosen Saftflaschen, was in der umgebenden Baustelle jedes Mal einen Reiz darstellt, eine herauszunehmen. Tut natürlich keiner, alles brave Ökos, die Messebauer.).
In der chaotischen Umgebung finden wir unsere Paletten fast per Nase. Sie duften besonders stark nach dem bekannten, typischen Kräuter- und Gewürzmix in unserer Firma. Dann kann es ja losgehen.
In unserem Stand, Teil des NRW-Gemeinschaftsstands, liegt schon der Teppich (noch mit Schonfolie), und wir können beginnen, als erstes unsere Standwände aufzustellen. Jedes Mal die Überraschung, ob die Messewände den rappelnden Transport heil überstanden haben. Die stecken in einer gewaltigen Kiste, Schrecken aller Hausmessenveranstalter. Meistens lösen sich einige Bildfolien, die mühsam wieder zurechtgefrickelt werden müssen, das nervt. Dann legen wir Stromkabel, schließen Licht an - und kochen uns erst mal einen Tee...
Dann geht es weiter mit den Messemöbeln, Theken, Verkostungstisch, Teekoch-Utensilien aufstellen, so das Grobe eben. Darüber wird es Abend. Falls was fehlt, schnell noch Listen für die Nachzügler in der Firma machen - was in den Rucksack geht.
Am nächsten Tag folgt die Feinarbeit. Ringsrum nehmen die Messestände auch schon Form an. Wir füllen Gewürz- und Teetüten in die Regale unserer Messestellwände. Bürokram wird an die richtigen Stellen sortiert, und die Theken werden dekoriert. Das machen wir ziemlich aufwändig, sodass z.B. alle Gewürzmischungen, oder alle Salze von den Besuchern verkostet werden können, oder seltene Kräuter angefasst und gerochen werden können - wie eine kleine Schule halt. Unser Stand ist so groß wie eine Appartment-Wohnung - 32 qm, und das dauert natürlich, sie einzurichten. Allerdings sind die Mietkosten im Vergleich zur Wohnung ca. 35x so hoch.
Messe ist wie eine Theateraufführung, lange geprobt, viel Bühnenbild (Pappmasché), dann der Auftrii - die Kunden kommen - Applaus und schon mal Buh + Bäh...
Zwischendurch laden die Kolleginnen vom NRW-Ministerium in der "Lounge" zum Gulasch ein, eine Tradition. Auch Tradition, dass Tina und Dennis von Tagtraum vorbeikommen, um die neuesten Neuigkeiten auf dem Kräuter- und Gewürzmarkt durchzusprechen, Kollegentratsch halt - das machen sie gerne vor der eigentlichen Messe, da es dann "ruhiger" ist. Auch andere Hersteller und Rohwarenkunden von uns schauen vorbei (halten uns von der Arbeit ab, was aber manchmal auch ganz nett ist).
Seit 2008 findet am Vortag der Messe die Trust-Organic-Small-Farmers-Konferenz statt, sodass wir uns beeilen müssen. In dieser Initiative sind wir Gründungsmitglied. Es geht darum, Bio-Kleinbauernprojekte durch Kommunikation, Vernetzung und Marketing zu fördern. Auf dieser sehr lebendigen und durchaus streitbaren Konferenz diskutieren Vertreter der Projekte sowie Importeure aus Europa, USA und Australien über Vorstellungen und Vorgehensweisen. Da wir unsere Überseepartner nicht so oft treffen, hat diese Konferenz auch etwas Festliches für alle Beteiligten.
Aber hier soll über das Jahr 2006 berichtet werden. Am Abend sind wir mit Roman verabredet, Lieferant und Freund aus Kroatien, Gründer der Firma Terra Magnifica für Biokräuter aus zertifizierter Wildsammlung. Wir netzwerken mit ihm und einigen anderen Kräuterimporteuren, um Planungen zu machen und Mengen unterzubekommen. Wie jedes Jahr haben wir für ihn eine Kiste Bücher dabei, da er sich seine Amazon-Bestellungen sicherheitshalber lieber nach Deutschland schicken lässt.
Heute Abend wollen wir essen gehen, aber er hat Verspätung. Schließlich trifft er ein, verfroren, und nimmt uns mit seinem jeepartigen Auto mit in die Stadt. Unterwegs erzählt er, dass in Rumänien eine vereiste Höhle erforscht wurde, worin tiefgefrorene Drachen gefunden wurden. Große Flugtiere, die nur ca. 500 Jahre alt sind - sodass wir direkt spekuliert haben, ob irgendwo im Verborgenen sogar noch Drachen leben. Man hat herausgefunden, dass sie in einem ihrer Mägen Helium produzieren, und das Helium in Kammern gespeichert wurde, um fliegen zu können. Die berühmten Feuerstöße entstehen, indem sie auf Feuersteinen kauen, und dabei eine Helium-Wolke ausatmen.
Die Anreise von Roman war nicht weniger abenteuerlich. Hier berichtet er, jetzt 2010, 4 Messen später. Er sagt, er habe noch einige solcher Anturen- (Anreise-)berichte. Die Drachengeschichte hat sich leider als Fake erwiesen - schade, war Warte-Bonus ...
Ursula Stübner und Heinz-Dieter Gasper
Alle meine Biofachanturen (-Anreisen)
....nicht in all diesen Jahren, aber sehr haeufig hatte ich Probleme mit dem Auto waehrend der Fahrt zur Biofach. Meine Freundin hat schon Angst vom Hinfahren mit meinem Autopark.
Einmal hoerte ich auf der Autobahn, irgendwo nach Muenchen, sehr laute Schlaege am Boden meines Gelaendewagens. Glueklicherweise waren es nur ein Paar hundert Meter bis zu einer Ausfahrt. Irgendwie kam ich zur Tankestelle in der Naehe und stellte fest, dass die Kardanwelle auf einer Seite ausgeflogen ist und frei haengt. Ich habe sie dann ganz entfernt und konnte mit Differentialsperre nur mit Vorderantrieb fahren..... aber mit max. ca. 20 km/h.
Es war Freitag Abend und wir entschieden, eine Unterkunft zu finden und morgen mit Reparatur zu kaempfen. Leichter gedacht, als gemacht, alles in derNaehe war voll und wir versuchten, ein Hotel in ca. 10 km entferntem Ort zu erreichen. Nach einigen Minuten bekamen wir die Polizeibegleitung (mit rotierendem Licht), weil es verboten ist, so langsam zu fahren. Aber keine Strafe bekommen - ein guter Zeichen?!
Nach 100-EUR-Naechtigung versuche ich zuerst eine Autowerkstatt und/oder einen Ersatzteilhaendler zu finden, der am Samstag offen hat. Keine Chance. Und der Ersatzteil waere fruehestens am Dienstag zu haben. Einige hundert EUR werden sicher noetig. Ich gebe nicht auf und suche einen "Pfuscher", oder einen Landwirt mit Automechanik - Kenntnissen, denn mein Wagen ist eigentlich ein schneller fahrendes Traktor. Ein Rezepzionist hat sich dann erinnert, dass ich in einem ca. 20 km entferntem Dorf versuchen koennte.
Wir fahren hin und hoffen, dass keiner der verärgerten Fahrer, der uns ueberholt, die Polizei anrufen wird. Vorsichtigerweise lasse ich immer wieder die angesammelte Autos vorbeizufahren. Trotzdem, und trotz meinem damaligen osterreichischem Kennzeichen, huppten andere Fahrer sehr wild, so dass ich alle meine Ilusionen ueber die Deutschen Gentlemen-Fahrer verloren habe.
Und sehe da, das von mir ausgedachte psyhologische Profil ist tatsaechlich vorhanden, der Mann hat sogar 2 gleiche Wagens wie ich habe. Und den Ersatzteil auch, das ist eigentlich ein Kardankreuz das in viele seine Traktoren passt. Er verrechnet sage und schreibe 50 EUR inkl. Arbeit und ich bin so begeistert, dass ich auf doppeltem Betrag insistiere.
Trotz der Warnung des Mechanikers, die beschaedigte Kardanwelle in der "Zivilisation" zu reparieren oder zu ersetzen, fuhr mein Auto bis zu seiner vorzeitigen Pension mit diesem Kardankreuz und ohne empfohlener Reparatur.
Natuerlich gab es andere Problemchen...... darueber aber in der naechsten Folge "Allen meinen Biofachanturen"
Roman Turk, Gründer von Terra Magnifica (Freund und Lieblingslieferant von Heuschrecke), ein biozertifiziertes Anbau- und Wildsammlungsprojekt für Kräuter, mittlerweile eines der größeren Kräuterexport-Unternehmen in Kroatien. Nach dem Krieg wurden die alten Sammlerstrukturen von Roman Turk wieder aufgebaut - dies die soziale Komponente: Terra Magnifica ist eine wichtige Verdienstmöglichkeit in der Nachkriegszeit für die verschiedensten Gruppen von Bauern, Flüchtlingen bis zu Kriegsversehrten, für junge und ganz alte Menschen. Zertifizierte Wildsammlung ist Landschaftspflege und dient dem Umweltschutz.
Siehe auch unser Lieferantenportrait
Terra Magnifica
Best wishes 2010 from Wupperthal
Neujahrsgrüße aus Wupperthal, Südafrika
Gestern erreichten uns ein Neujahrsbrief der Bio-Rooibusch-Cooperative Wupperthal in Südafrika, wo wir unseren Rooibusch her beziehen, und mit der wir über die gemeinsame Initiative "Trust organic small farmers" freundschaftlich verbunden sind. Wir stellen hier den Brief im Original auf englisch in den Blog. Erklärend dazu: es gab eine Menge Streit in der "alten" Cooperative, der zur Spaltung geführt hat - vor allem Ex-Mitglieder, die nur noch Landbesitzer waren, aber nicht mehr dort gelebt und gearbeitet hatten, hatten sich von der ursprünlichen Idee entfernt (daher jetzt das 'Original' im Namen). Bitte lesen Sie zur weiteren Information auch unser
Lieferantenportrait Wupperthal-Rooibusch.
Im Frühjahr werden wir die Wupperthaler sowie das Dorf Erikaville besuchen, und darüber natürlich wieder einen Reisebericht schreiben.
Wupperthal, 31 December 2009
Dear Friends of Wupperthal Rooibos Original Coop
We from Wupperthal wish you all the best for the New Year 2010.
We would like to inform you about the latest developments and progress in our Coop.
Our group of 83 farmers has been registered in June 2009 as "Wupperthal Original Rooibos Agricultural Primary Co-operative Limited" which we refer to from now as Wupperthal Original Rooibos Coop.
We successfully received also in June 2009 the organic certification via LACON for EC and NOP.
We also were able to go through the lengthy application process of FLO certification and had on 15 December a very successful inspection and are awaiting final certification. The new FLO ID is 22605.
The Wupperthal Original Coop is also member of the "Trust Organic Small Farmers" and the International Alliance for ECO- ETHICAL TRADE AND GOODS
During the past year we received land from the church to build our new tea court. All farmers were very encouraged to help building and last week we casted the concrete bed. We are looking forward to using this new tea court by the end of January.
Via Frontier's (USA-Importeur) Well Earth program we were able to purchase new machines for the primary processing of the rooibos tea.
For the secondary processing we have found a reliable partner in Kings Products where our tea also gets sterilized and packed for export and the local market. At Kings Products we can produce various grades, blends and flavoured rooibos tea products and we are in the process of building up a BEE partnership with Kings Products.
Our export gets done by our partners at TopQualiTea - South Africa (Pty) Ltd. The bureaucracy involved with each shipment is something we decided should be handled in Cape Town where fast and reliable acting is required.
We are sorry we haven't been more informative in the past few months but re-building our team, production, facilities and getting all the registrations and certifications sorted kept us quite busy.
For now we wish you a prosperous 2010
For the Coop
Barend Salomo
(chairman of the coop)
Der Wupperthal-Bio-Rooibusch ist Grundlage unserer Bio-Rooibusch-Tees:
Rooibusch rot pur, Rooibusch Lemon Myrtle, Rooibusch Sanddorn, Rooibusch Citron, Rooibusch Rose, Rooibusch Vanille, Rooibusch SchokoZimt, Rooibusch Gewürz, Rooibusch Chai.













































































