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Ohrenkuss: Menschen! Formen!
Ich bin ein Mensch - Elefantengesichter, Wolfskinder und verlorene Prinzen
Sommerblut-Theaterfestival Köln - Ohrenkuss begleitet das HORA-Theater Zürich
Die Ohrenkuss Redaktion hat mal wieder Glück.
Da plant sie das folgende Thema für die Herbstausgabe 2010: "Ich bin ein Mensch".
Und kurz darauf kommt die Anfrage, ob wir über die Theaterproduktion der Aufführung "Menschen! Formen!" ausführlich berichten möchten.
Natürlich haben wir zugesagt.
Das Theater HORA aus Zürich hat das Stück in Köln erarbeitet.
Anlass ist das legendäre Sommerblut-Festival - diesmal mit einer Theaterproduktion, an dem Schauspieler und professionell gecastete Laien mit und ohne eines intellektuellen Handicaps mit von der Partie sind.
Regie führt - Michael Elber.
Vor vielen Jahren durfte die Ohrenkuss-Redaktion im Rahmen einer Theaterprobe in Kaiserslautern mal dabei sein und ein wenig mitmachen.
Da lernten wir Demut: Was so einfach aussieht ist echt schwere Arbeit. Aber die Ohrenkuss-AutorInnen erhielten auch fassungslosen Respekt von den abgebrühten Schweizer Schauspielern: "Wie, das habe die selber geschrieben und dann auch vorgelesen?!" Es stellte sich raus, dass die einen schreiben und lesen können - und die anderen schauspielern und improvisieren. Kompetenz auf allen Seiten!
Im Juni 2007 war Ohrenkuss auf Lesungsreise in Zürich und hatte erneut Gelegenheit HORA zu erleben: Das Herz der Finsternis. Dieses Stück war gut - aber nicht vergleichbar mit der professionellen stundenlangen Dauer-Improvisation in "Der Lust am Scheitern".
Das kann man nun in Köln am Pfingstwochenende nicht erleben - wohl aber das neue Stück "Menschen! Formen!".
Premiere ist am Freitag, 21. Mai um 18:00h.
Wer da zu langsam war und keine Karten mehr bekommen hat - eine zweite und dritte Chance gibt es am 22. und 23. Mai.
Wo?!
Im Freien Werkstatt Theater in Köln.
Dr. Katja de Bragança, Herausgeberin
Ohrenkuss ...da rein, da raus, das Magazin, gemacht von Menschen mit Down-Syndrom.
Und worum geht es nun in diesem Stück?
Christiane Grieb (Ohrenkuss-Autorin und gleichzeitig Schauspielerin in dem Stück) meint dazu:
Es geht um Elefantenmenschen und verlorene Prinzen und ein Wolfsjunge:
Das Thema ist, dass wir Menschen zusammen gehören und uns normalisieren: Dazu gehören.
Der Wolfsjunge wird zum Prinzen und (mit dem) Elefantenmenschen zu einer Gruppe.
Der Wolfsjung und der Elefantenmensch, beide sind Tiere.
Weil sie in der Freiheit leben.
Sie werden später auch zum Menschen, weil sie dann darüber reden, über die Normalisierung.
Dass sie zusammengehören in einer Gruppe, dass sie nicht mehr auseinander gehen.
Sie haben gemerkt, dass sie doch keine Tiere sind, dass sie Menschen sind.
Dass sie nicht nur tierisch sind, sondern auch menschlich in Gedanken.
"Ich bin kein Tier, ich bin ein menschliches Wesen."
Nein, ich bin kein Tier, weil ich ein Mensch bin: dass ich normal bin, dass ich zu der Gruppe gehöre. Der Außenseiter ist trotzdem ein Mensch, er gehört auch zu der Gruppe.
Angela Fritzen (selber langjährige Saxophonspielerin) äußert sich schon mal zu der Musik und dem Spiel mit den Stimmen und Sprachen:
Zwischen 18 Instrumenten: Blasinstrumente.
Zwischen Gold und Silber.
Instrumenten, die haben verschiedene Instrumenten aufgehangen auf der Leinwand.
Einmal Posaune, Trompete, Horn und Tuba.
Die Töne kann man hell und dunkel blasen.
Die Töne quietschen, die blasen sich an.
Ich finde die Stimmung traurig, von der Musik.
Die haben die Stimme mit Musik gemacht und verschiedene krumme und schiefe Töne kommen da raus.
Mit der Stimme: Die haben verschiedene Stimmen nachgemacht.
Die sprechen mit Englisch (Schweizer Deutsch!) an und das war charmant.
Es gibt verschiedene Stimme, die man Französisch sprechen kann oder Englisch.
Die Stimmen sind krass: weil die sind so laut.
Aber die müssen das machen, sonst kann man die nicht so richtig verstehen.
Die eine hat nämlich Deutsch gesprochen.
Die anderen haben auf Englisch gesprochen aber leider viel zu schnell.
Und so raue Stimme.
Nachwuchs Kollegin Marley Thelen (gerade 18 Jahre alt) ist auch von dem Spiel mit den Tönen und Sprachen fasziniert:
Ich finde dieses Theaterstück spannend. Wegen der Ton.
Der Mensch sprechen einmal Englisch und einmal Deutsch.
Julian Göpel erinnerte sich, als er das Stück sah, daran dass er in einer Ohrenkuss-Redaktions-Konferenz den Film "Der Wolfsjunge" gesehen und besprochen hat.
Am Anfang war es laut. Da haben wir die Ohren zugemacht. Christiane Grieb hat es toll gemacht bei dem Theater. Die anderen auch. Sie sollten das Stück nachspielen über den Wolfsmensch. Danach wurde viel geredet und diktiert.
Die Geräusche finde ich toll. Die anderen haben eine andere Behinderung. Das habe ich gesehen. Sie oder er muss den Doktor spielen. Beim Wolfsmensch. Wir haben zugeguckt. Wir haben geklatscht. Heute sitzen wir hier zum Schreiben. Michael Bause hat Fotos gemacht über diese Leute. Das finde ich auch toll.
Die Jungs haben es auch toll gemacht. Die Assistenten mussten aufpassen, weil dass sie hinten gehen müssen und nicht nach vorne gehen. Die Assistenten haben viel geschrieben. Das habe ich gesehen. Heute war ein ernstes Thema. Ich habe gesehen auf dem Bildschirm unsere Titelseite: Der Mensch.
Das laute und eindringliche Zitat "Ich bin kein Tier. Ich bin ein menschliches Wesen." hat Julian Göpel bewegt. Wann ist man Mensch und wann ist ein Tier ein Tier?
Eigentlich ist der ein normaler erwachsener Mann. Er ist kein Tier. Er ist kein Doktor. Er ist kein Ausreißer. Er ist kein Dieb. Er belügt sich selbst, dass er kein Tier ist. Er ist ein menschliches Wesen in einem spannenden Abenteuerfilm. Er wurde verfolgt von den Kindern und kommt ins Heim. Die Kinder haben behauptet, er ist ein Tier. Der Doktor sagt: Der Wolfsjunge ist ein menschliches Wesen. Der Wolfsjunge belügt den Doktor, weil er nicht reden kann. Weil er auch im Schrank gefangen hält. Weil er ausbüchst. Der Doktor will ihn helfen mit Werkzeugen umzugehen und bringt auch das Schreiben bei. Der Wolfsjunge muss auch was lernen: Wie man Tische deckt. Der Doktor muss den Wolfsjunge abhören, wie es ihm geht. Er liebt Spaziergänge und Kutschfahrten und Schubkarre fahren. Der Wolfsjunge liebt das Wetter, wenn die Sonne scheint und der Regen kommt.
Die Frage "Wann ist man eigentlich Mensch oder Tier?!" bewegt auch Veronika Hammel. Sie schreibt dazu:
Die Tiere können tagsüber schlafen und abends können dann auf die Jagd gehen. Und der Mensch, der kann sich bewegen. Der kann sich selber zum Essen kochen. Der kann Fernsehen gucken. Der kann einkaufen. Der kann arbeiten. Und der kann die Freizeit selber gestalten.
Die Tiere die können auch, also es kommt drauf an, ob die Haustiere sind. Die können auch im Bett schlafen. Und danach kriegen sie dann ihr Futter von den Menschen. Ob es Hund oder Katze ist. Hunde kann man gassi führen, Katzen kann man dann rausschmeißen oder die gehen selber raus. Die können sich dann Mäuse fangen, Ratten fangen.
Nun zu dem eindringlichen Bühnenbild, da schreibt Julian Göpel weiter:
Die Bühne war schwarz. Es wurden Stühle gestellt, auch schwarz. Das Holzbrett ist auch schwarz, hab ich ja gesehen. Die haben schwarze Anzüge an und weiß. Die Instrumente sind Blechinstrumente. Die haben alles bis zum Ende noch geschafft.
Zum Abschluss nun Marley Thelens Gedicht über die Musiker:
Die Musiker
Der Ton klingt schön, weil er klingt.
Weil er klingt, ich so schöne Gefühle habe und im Herzen poppts wieder.
Vorher war mein Herz stehen geblieben ist, weil ich jetzt Angst habe.
Die Geschrei sind sehr gut gemacht, aber nicht so sicher, wegen die Mikrofon laut war.
Dann platz meine Ohren.
www.hora.ch
Im Freien Werkstatt Theater in Köln.
FWT, Zugweg 10, 50677 Köln
Eintritt: 14 Euro / Ermäßigt: 9 Euro
VVK: Köln Ticket und im FWT unter Tel. 0221 - 32 78 17 und email:
kartenreservierung@fwt-koeln.de
Weitere Informationen zu dem Stück und weitere Termine:
www.sommerblut.net/?page_id=1778&event_id=82
Bilder mit Klickvergrößerung!

... mongolisch ist mongolisch und klingt wie mongolisch ...
Ohrenkuss ...da rein, da raus, das Magazin, gemacht von Menschen mit Down-Syndrom gibt es seit mehr als zehn Jahren.
Das Projekt ist einmalig auf der ganzen Welt und mehrfach preisgekrönt.
Es erscheint zweimal jährlich - mit jeweils einem Thema, Texten der bis zu 50 AutorInnen mit Down-Syndrom und professionellen Fotos.
www.ohrenkuss.de
Newsletter:
Wer regelmäßig über Ohrenkuss informiert werden möchte, kann hier den Ohrenkuss-Ipeschl abonnieren:
www.ohrenkuss-ipeschl.de.
Fotos: Michael Bause, Köln
www.michael-bause.de
Hintergrund: BioFach - Weltleitmesse für Bioprodukte
BioFach - Anreisen: Vor einigen Jahren und wie jedes Jahr ...
Wenn wir im winterlich-vereisten Nürnberg zwei Tage vor Messebeginn (mit der Bahn) ankommen - während zuhause (in Köln) alle, manchmal schon frühlingshaft, Karneval feiern - ist die spannendste Frage: ist der Messestand (per Spedition) tatsächlich und heil angekommen? Bisher hatten wir Glück, toi toi toi, - das ist jedenfalls der Alptraum aller Aussteller, zerbrochene oder fehlende Paletten und Kisten.
Um 15 Uhr treffen wir in der zugigen, eiskalten, lärmenden, baustellenhaften Halle 7 ein - der einzige Messestand, der dann (2 Tage vor Messebeginn!) schon fix und fertig ist, ist Beutelsbacher (jedes Jahr, ganz akkurat bestückt mit lückenlosen Saftflaschen, was in der umgebenden Baustelle jedes Mal einen Reiz darstellt, eine herauszunehmen. Tut natürlich keiner, alles brave Ökos, die Messebauer.).
In der chaotischen Umgebung finden wir unsere Paletten fast per Nase. Sie duften besonders stark nach dem bekannten, typischen Kräuter- und Gewürzmix in unserer Firma. Dann kann es ja losgehen.
In unserem Stand, Teil des NRW-Gemeinschaftsstands, liegt schon der Teppich (noch mit Schonfolie), und wir können beginnen, als erstes unsere Standwände aufzustellen. Jedes Mal die Überraschung, ob die Messewände den rappelnden Transport heil überstanden haben. Die stecken in einer gewaltigen Kiste, Schrecken aller Hausmessenveranstalter. Meistens lösen sich einige Bildfolien, die mühsam wieder zurechtgefrickelt werden müssen, das nervt. Dann legen wir Stromkabel, schließen Licht an - und kochen uns erst mal einen Tee...
Dann geht es weiter mit den Messemöbeln, Theken, Verkostungstisch, Teekoch-Utensilien aufstellen, so das Grobe eben. Darüber wird es Abend. Falls was fehlt, schnell noch Listen für die Nachzügler in der Firma machen - was in den Rucksack geht.
Am nächsten Tag folgt die Feinarbeit. Ringsrum nehmen die Messestände auch schon Form an. Wir füllen Gewürz- und Teetüten in die Regale unserer Messestellwände. Bürokram wird an die richtigen Stellen sortiert, und die Theken werden dekoriert. Das machen wir ziemlich aufwändig, sodass z.B. alle Gewürzmischungen, oder alle Salze von den Besuchern verkostet werden können, oder seltene Kräuter angefasst und gerochen werden können - wie eine kleine Schule halt. Unser Stand ist so groß wie eine Appartment-Wohnung - 32 qm, und das dauert natürlich, sie einzurichten. Allerdings sind die Mietkosten im Vergleich zur Wohnung ca. 35x so hoch.
Messe ist wie eine Theateraufführung, lange geprobt, viel Bühnenbild (Pappmasché), dann der Auftrii - die Kunden kommen - Applaus und schon mal Buh + Bäh...
Zwischendurch laden die Kolleginnen vom NRW-Ministerium in der "Lounge" zum Gulasch ein, eine Tradition. Auch Tradition, dass Tina und Dennis von Tagtraum vorbeikommen, um die neuesten Neuigkeiten auf dem Kräuter- und Gewürzmarkt durchzusprechen, Kollegentratsch halt - das machen sie gerne vor der eigentlichen Messe, da es dann "ruhiger" ist. Auch andere Hersteller und Rohwarenkunden von uns schauen vorbei (halten uns von der Arbeit ab, was aber manchmal auch ganz nett ist).
Seit 2008 findet am Vortag der Messe die Trust-Organic-Small-Farmers-Konferenz statt, sodass wir uns beeilen müssen. In dieser Initiative sind wir Gründungsmitglied. Es geht darum, Bio-Kleinbauernprojekte durch Kommunikation, Vernetzung und Marketing zu fördern. Auf dieser sehr lebendigen und durchaus streitbaren Konferenz diskutieren Vertreter der Projekte sowie Importeure aus Europa, USA und Australien über Vorstellungen und Vorgehensweisen. Da wir unsere Überseepartner nicht so oft treffen, hat diese Konferenz auch etwas Festliches für alle Beteiligten.
Aber hier soll über das Jahr 2006 berichtet werden. Am Abend sind wir mit Roman verabredet, Lieferant und Freund aus Kroatien, Gründer der Firma Terra Magnifica für Biokräuter aus zertifizierter Wildsammlung. Wir netzwerken mit ihm und einigen anderen Kräuterimporteuren, um Planungen zu machen und Mengen unterzubekommen. Wie jedes Jahr haben wir für ihn eine Kiste Bücher dabei, da er sich seine Amazon-Bestellungen sicherheitshalber lieber nach Deutschland schicken lässt.
Heute Abend wollen wir essen gehen, aber er hat Verspätung. Schließlich trifft er ein, verfroren, und nimmt uns mit seinem jeepartigen Auto mit in die Stadt. Unterwegs erzählt er, dass in Rumänien eine vereiste Höhle erforscht wurde, worin tiefgefrorene Drachen gefunden wurden. Große Flugtiere, die nur ca. 500 Jahre alt sind - sodass wir direkt spekuliert haben, ob irgendwo im Verborgenen sogar noch Drachen leben. Man hat herausgefunden, dass sie in einem ihrer Mägen Helium produzieren, und das Helium in Kammern gespeichert wurde, um fliegen zu können. Die berühmten Feuerstöße entstehen, indem sie auf Feuersteinen kauen, und dabei eine Helium-Wolke ausatmen.
Die Anreise von Roman war nicht weniger abenteuerlich. Hier berichtet er, jetzt 2010, 4 Messen später. Er sagt, er habe noch einige solcher Anturen- (Anreise-)berichte. Die Drachengeschichte hat sich leider als Fake erwiesen - schade, war Warte-Bonus ...
Ursula Stübner und Heinz-Dieter Gasper
Alle meine Biofachanturen (-Anreisen)
....nicht in all diesen Jahren, aber sehr haeufig hatte ich Probleme mit dem Auto waehrend der Fahrt zur Biofach. Meine Freundin hat schon Angst vom Hinfahren mit meinem Autopark.
Einmal hoerte ich auf der Autobahn, irgendwo nach Muenchen, sehr laute Schlaege am Boden meines Gelaendewagens. Glueklicherweise waren es nur ein Paar hundert Meter bis zu einer Ausfahrt. Irgendwie kam ich zur Tankestelle in der Naehe und stellte fest, dass die Kardanwelle auf einer Seite ausgeflogen ist und frei haengt. Ich habe sie dann ganz entfernt und konnte mit Differentialsperre nur mit Vorderantrieb fahren..... aber mit max. ca. 20 km/h.
Es war Freitag Abend und wir entschieden, eine Unterkunft zu finden und morgen mit Reparatur zu kaempfen. Leichter gedacht, als gemacht, alles in derNaehe war voll und wir versuchten, ein Hotel in ca. 10 km entferntem Ort zu erreichen. Nach einigen Minuten bekamen wir die Polizeibegleitung (mit rotierendem Licht), weil es verboten ist, so langsam zu fahren. Aber keine Strafe bekommen - ein guter Zeichen?!
Nach 100-EUR-Naechtigung versuche ich zuerst eine Autowerkstatt und/oder einen Ersatzteilhaendler zu finden, der am Samstag offen hat. Keine Chance. Und der Ersatzteil waere fruehestens am Dienstag zu haben. Einige hundert EUR werden sicher noetig. Ich gebe nicht auf und suche einen "Pfuscher", oder einen Landwirt mit Automechanik - Kenntnissen, denn mein Wagen ist eigentlich ein schneller fahrendes Traktor. Ein Rezepzionist hat sich dann erinnert, dass ich in einem ca. 20 km entferntem Dorf versuchen koennte.
Wir fahren hin und hoffen, dass keiner der verärgerten Fahrer, der uns ueberholt, die Polizei anrufen wird. Vorsichtigerweise lasse ich immer wieder die angesammelte Autos vorbeizufahren. Trotzdem, und trotz meinem damaligen osterreichischem Kennzeichen, huppten andere Fahrer sehr wild, so dass ich alle meine Ilusionen ueber die Deutschen Gentlemen-Fahrer verloren habe.
Und sehe da, das von mir ausgedachte psyhologische Profil ist tatsaechlich vorhanden, der Mann hat sogar 2 gleiche Wagens wie ich habe. Und den Ersatzteil auch, das ist eigentlich ein Kardankreuz das in viele seine Traktoren passt. Er verrechnet sage und schreibe 50 EUR inkl. Arbeit und ich bin so begeistert, dass ich auf doppeltem Betrag insistiere.
Trotz der Warnung des Mechanikers, die beschaedigte Kardanwelle in der "Zivilisation" zu reparieren oder zu ersetzen, fuhr mein Auto bis zu seiner vorzeitigen Pension mit diesem Kardankreuz und ohne empfohlener Reparatur.
Natuerlich gab es andere Problemchen...... darueber aber in der naechsten Folge "Allen meinen Biofachanturen"
Roman Turk, Gründer von Terra Magnifica (Freund und Lieblingslieferant von Heuschrecke), ein biozertifiziertes Anbau- und Wildsammlungsprojekt für Kräuter, mittlerweile eines der größeren Kräuterexport-Unternehmen in Kroatien. Nach dem Krieg wurden die alten Sammlerstrukturen von Roman Turk wieder aufgebaut - dies die soziale Komponente: Terra Magnifica ist eine wichtige Verdienstmöglichkeit in der Nachkriegszeit für die verschiedensten Gruppen von Bauern, Flüchtlingen bis zu Kriegsversehrten, für junge und ganz alte Menschen. Zertifizierte Wildsammlung ist Landschaftspflege und dient dem Umweltschutz.
Siehe auch unser Lieferantenportrait
Terra Magnifica
Ohrenkuss: Liebesgeschichte
In Berlin ist Wasser
Da Berlin, Fluss, Spree.
Sonne schön und Himmel blau.
Luft warm, Vögel tschiep tschiep tschiep!
Korb: Eier, Brot, Käse und Wurst und auch Fisch.
Ein Bier und Nele trinkt Saft.
Becher mit Henkel, blau, dunkelblau.
Stühle mit. Zwei.
Ich nehme alles, den Korb und die zwei Stühle.
Laufen, da lang.
Auspacken Essen und Trinken.
Stühle aufbauen.
Schön ist das, gut, schön.
Bäume, Theater andere Seite, Blumen, Wiese, Ente, alles!
Große Bach, Spree: Die Boote, viele Boote.
Nele: da drinne. Mein Herz.
Ich liebe dich.
Moritz Höhne, diktiert

Moritz Höhne, Berlin
Antworten diktiert
Wann hast du Geburtstag?
30.4.79
In welcher Stadt bist du geboren?
Berlin
Was für ein Sternzeichen bist du?
Stier
Welche Schuhgröße hast du?
38
Wo arbeitest du?
Sonnenuhr / Ramba Zamba ()
Theater Rambazamba und Künstlerwerkstatt Sonnenuhr: „Ein Ort für 138 ungewöhnlich scheinende Künstlerinnen und Künstler, misst man sie am Aussehen oder an der Art, durch unsere Welt zu gehen. Normale Künstler, misst man sie an ihrer Kunst. Menschen, die aufgrund noch immer geltender Normen von der Mehrheit unserer Gesellschaft als „geistig Behinderte“ abgetan werden ...“.
Moritz ist der eigentliche Gründer der Sonnenuhr und des Theaters, weil es ihn gibt, gibt es Werkstatt und Theater. So spielte er seit 1991 in 15 Inszenierungen mit, spielt Schlagzeug und malt. Seine Lieblingsrolle ist immer die, die gerade an dem Abend läuft. Auf der homepage gibt es eine tolles Porträt unter www.theater-Rambazamba.org, RambaZamba, Ensemble Gisela Höhne, Schauspielerporträts (http://www.theater-rambazamba.org/Ensemble_H/spielerport.php?id_spieler_port=16) und eine Bildergalerie der KünstlerInnen, darunter Moritz Höhne.
Ist die Arbeit sehr schwer?
Nee, gar nicht
Ist die Arbeit wichtig für dich?
Ja! Schauspiel
Wo wohnst du?
"hier". Berlin, Monbijoustraße
Wie lange bist du schon bei Ohrenkuss?
Seit 2000
Welche Aufgabe hast du bei Ohrenkuss?
Außenkorrespondent
Kannst du lesen?
Wenig
Was liest du gerne?
Bilder Herr der Ringe meine Textbücher (Theater), Fernsehprogramm
Kannst du schreiben?
Meinen Namen
Was schreibst du gerne?
Ich male lieber
Wenn du nicht schreiben kannst, wie machst du deine Texte?
Ich sage Mama oder Katja oder Bianca
Woran merkst du, dass du Down-Syndrom hast?
Augen ich seh an
Woran erkennt man einen Menschen mit Down-Syndrom?
Augen, anders
Was machst du für Sport?
. . . – Rad, Training – Theater
Liest du gerne Fußballhefte?
Ja
Magst du Borussia Dortmund?
Nein
Magst du Michael Schumacher?
Nein
Welche Musik gefällt dir?
Rockmusik
Wer ist dein Lieblings-Sänger?
"Maschine" (v.d. Puhdys), Dieter Birr; Peter Maffay; Gianna Nannini
Was ist deine Lieblings-Musik-Gruppe?
Die Puhdys
Spielst du ein Instrument?
Schlagzeug, Posaune, Cello
Verreist du gerne?
Ja, richtig
Wohin fährst du gerne in den Urlaub?
Italien, Rügen, Gomera
Wo bist du schon im Urlaub gewesen?
Portugal, Zypern, Italien, Spanien, Rügen, Schweden, Quedlinburg (Harz)
Was ist dein Lieblingsland?
Spanien
Was trinkst du gerne?
Bier
Was ist dein Lieblingsessen?
Reis
Was kannst du kochen?
Eier + Kaffee
Was sind dein Hobbies?
Serien; Fernsehen, Luftbaß, spielen, Malen, Küssen, Oma sehen, Kino!
Was machst du gerne in deiner Freizeit?
Siehe vorige Frage
Was ist deine Lieblingsfarbe?
Rot
Was ist dein Lieblingstier?
Stier
Was magst du gerne?
Feiern
Was magst du gar nicht?
Wenn ich gedrängt werde, etwas gleich zu tun.
Hast du einen Traum oder einen Wunsch?
Nele
Bist du schon Tante oder Onkel?
Nein
Möchtest du auch einmal Kinder haben?
Nein, bitte nicht!
Bist du verheiratet?
Nein
Möchtest du mal heiraten?
Ja
Was ist der Unterschied zwischen einem Mädchen und einer Frau?
Frau hat Brüste; kann Liebe machen, kann kochen
Was ist der Unterschied zwischen einem Jungen und einem Mann?
Mann hat Bart, auch Haare am Körper; Mann ist stark; kann auch kochen
Was ist der Unterschied zwischen einer Frau und einem Mann?
Schwer
Was mögen Frauen gerne?
Einen Liebhaber, gestreichelt werden, Geheimnisse, naschen, schlank sein
Was mögen Männer gerne?
Freunde
Was müssen Frauen können?
Aufräumen, schön anziehen, Duschen
Was müssen Männer können?
Frauen aufpassen. Für sich sorgen, Hausarbeit
Wie sieht dein/e Traummann/frau aus?
Nele
Was magst du an dir selber?
Meinen Körper
Was findest du an dir schön?
Meine Muskeln, mein Gesicht, seit kurzem meinen Zopf
Was möchtest du an dir ändern?
Mein Gewicht und meine Haut
Gibt es Frauenberufe? Welche?
Sozialarbeiter, Krankenschwester
Gibt es Männerberufe? Welche?
Monteure, Theatertechniker, Truckfahrer
Beschreibe dich selbst in einem Satz:
Ich bin alles – Maler, Musiker, Schauspieler und harmlos und cool.

... mongolisch ist mongolisch und klingt wie mongolisch ...
Ohrenkuss ...da rein, da raus, das Magazin, gemacht von Menschen mit Down-Syndrom gibt es seit mehr als zehn Jahren.
Das Projekt ist einmalig auf der ganzen Welt und mehrfach preisgekrönt.
Es erscheint zweimal jährlich - mit jeweils einem Thema, Texten der bis zu 50 AutorInnen mit Down-Syndrom und professionellen Fotos.
www.ohrenkuss.de
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Wer regelmäßig über Ohrenkuss informiert werden möchte, kann hier den Ohrenkuss-Ipeschl abonnieren:
www.ohrenkuss-ipeschl.de.
Quelle:
www.ohrenkuss.de/projekt/portraits/hoehne/









