BLOG | Neueste Nachrichten

Einmal um die ganze Welt...
16.05.2012 07:09
Mikrokosmos: Rübling und Helmling
11.05.2012 10:58
Tomas Tranströmer, Lyrik (1)
08.05.2012 10:37
Du
02.05.2012 10:17
Heiliger des Monats Mai:...
02.05.2012 09:59
Ohrenkuss: Stellungnahme zur...
27.04.2012 14:49

BLOG | Kategorien

Blog-Text-Suche

Meist gelesene Posts

Verschwörungstheorien
1553 mal gesehen   19.05.2010
Zwischen-Nachrichten aus Japan ...
577 mal gesehen   18.04.2011
Unsere Gewürzmühlen
543 mal gesehen   02.07.2010
Ohrenkuss: Yo, también - ME TOO. Preisgekrönter,...
433 mal gesehen   16.07.2010

Archiv

Abonnieren für RSS-Reader

RSS 0.91Nachrichten
RSS 2.0Nachrichten

Zur Zeit wird gefiltert nach: poesie
Filter zurücksetzen

Lyrik aus Peru: José Ruiz Rosas

José Ruiz Rosas: Einsames Zwiegespräch II

 

Teresa Ruiz Rosas lebt in unserem Kölner Stadtteil und ist Schriftstellerin.

Ihr Vater José Ruiz Rosas ist in Peru ein bekannter und geehrter Lyriker.

Geboren 1928 in Lima, ließ er sich in der südperuanischen Stadt Arequipa nieder (dort stammt auch Mario Vargas Llosa her), hat die Buchhandlung Trilce geführt, später die Zweigstelle des nationalen Kulturinstituts und die Stadtbiobliothek. Das war der Umkreis, wo (auch in dunklen Zeiten) ein wichtiger Teil des kulturell-intellektuellen Lebens Perus stattfand.

Bisher gibt es wenig deutsche Übersetzungen der Gedichte von José Ruiz Rosas. Ein Übersetzercolloquium um Teresa Ruiz Rosas hat nun eine zweisprachige Anthologie veröffentlicht. Teresa erzählte sehr anschaulich von der intensiven und berührenden Arbeit des Ringens um die Sprache. Das Ergebnis hat etwas Perfektes, als wäre die Poesie eine Blüte im vollsten Moment der Entfaltung - wer Sprache liebt, kann es hier zweisprachig nachempfinden ...

In unserem Blog stellen wir mit und mit einige der Gedichte vor.




Einsames Zwiegespräch II




Das symmetrische Reich der Zufälle,
das bisweilen mein Zeitvertrieb ist,
Verschwendung von Farbe, Zahl und Prunk
tanzend zwischen den Händen und den Bars.

Wie viele Welten fremder Abenteuer
des Goldes, Rausches, Piks und Kreuzes,
wo ich versinke, wollüstig und keusch,
in Kabalen freudiger Duelle.

Ich bin der Magier und der König, bin die Zahl,
manchmal den unendlichen Filz bereisend,
der Elle den Wert des Oberarms zu geben.

Und die höfische Welt entspannt sich
mit überlieferter Sorgfalt, heftigem Eifer,
auch mir das gleiche Kartenlos zu ziehen.
 



Diálogo o solas II



Este reino simétrico de azares
con el que a veces mi transcurso gasto,
derroche de color, número y fasto
danzando entre las manos y los bares.

Cuántos mundos de extraños avatares
del oro, la embriaguez, la espada, el basto,
donde me hundo, lujurioso y casto,
en cábalas de duelos jubilares.

Soy el mago, y el rey y soy el número
que el tapete infinito a veces viaja
dándole al cúbito el valor del húmero.

Y el palaciego mundo se relaja
con atávico afán y celo innúmero
por darme igual destino de baraja.










Aus: José Ruiz Rosas: El viento donde tus ques exclamas / Der Wind, der dein Staunen trägt. Gedichte, 1950 - 2009, eine Anthologie. Öffnet externen Link in neuem FensterVerlag Ralf Liebe, Weilerswist 2009
Gedicht: Einsames Zwiegespräch II. S.16/17
Übersetzercolloquium: Ines Hagemeyer, Teresa Ruiz Rosas, Rainer Maria Gassen, Monika Driller, Monika Winterson
Wir danken für die freundliche Genehmigung von Teresa Ruiz Rosas und dem Verlag Ralf Liebe.

Wir freuen uns auf Ihre Meinung - Kommentare 0
Tags: josé ruiz rosas, peru, lyrik, poesie
Gesehen: 15

Zurück

Zwiegespräch. Poesie aus Peru

José Ruiz Rosas: Einsames Zwiegespräch

 

Teresa Ruiz Rosas lebt in unserem Kölner Stadtteil und ist Schriftstellerin.

Ihr Vater José Ruiz Rosas ist in Peru ein bekannter und geehrter Lyriker.

Geboren 1928 in Lima, ließ er sich in der südperuanischen Stadt Arequipa nieder (dort stammt auch Mario Vargas Llosa her), hat die Buchhandlung Trilce geführt, später die Zweigstelle des nationalen Kulturinstituts und die Stadtbiobliothek. Das war der Umkreis, wo (auch in dunklen Zeiten) ein wichtiger Teil des kulturell-intellektuellen Lebens Perus stattfand.

Bisher gibt es wenig deutsche Übersetzungen der Gedichte von José Ruiz Rosas. Ein Übersetzercolloquium um Teresa Ruiz Rosas hat nun eine zweisprachige Anthologie veröffentlicht. Teresa erzählte sehr anschaulich von der intensiven und berührenden Arbeit des Ringens um die Sprache. Das Ergebnis hat etwas Perfektes, als wäre die Poesie eine Blüte im vollsten Moment der Entfaltung - wer Sprache liebt, kann es hier zweisprachig nachempfinden ...

In unserem Blog stellen wir mit und mit einige der Gedichte vor.

 




Einsames Zwiegespräch I



Manchmal hören wir Stimmen,
die uns wie Brisen erscheinen
hergeweht von einem Strand des Lächelns,
die nach Pollen duften und nach Lust schmecken.

Manchmal, du kennst sie auch,
hören wir nur noch Echos aus Asche,
uns das Trommelfell schmerzhaft verletzend,
mit erstauntem Wiehern und Hufschlägen.

So wiegt uns das Bild, sich schnell ändernd,
im Pendel der Zweifel hin und her,
in den aufgezeichneten Hirnströmen.

So erfassen wir aus allen Stimmen
keine, vielleicht in Erwartung
Der ersten und einzigen.




Diálogo o solas I



A veces esuchamos unas voces
que más que voces nos parecen brisas
venidas de una playa de sonrisas,
oliendo a polen y sabiendo a goces.

A veces, tú también ya los conoces,
solo esuchamos ecos de cenizas
que nos hieren los tímpanos en prisas
de relinchos atónitos y coces.

Así, la imagen que veloz se altera
en péndulo de dudas nos acuna,
electroencefalógrafo que fuera.

Así de tantas voces, no ninguna
es la que asimilamos, en espera
quizá de la primera y sola una.


 











Aus: José Ruiz Rosas: El viento donde tus ques exclamas / Der Wind, der dein Staunen trägt. Gedichte, 1950 - 2009, eine Anthologie. Öffnet externen Link in neuem FensterVerlag Ralf Liebe, Weilerswist 2009
Gedicht: Einsames Zwiegespräch I. S.14/15
Übersetzercolloquium: Ines Hagemeyer, Teresa Ruiz Rosas, Rainer Maria Gassen, Monika Driller, Monika Winterson
Wir danken für die freundliche Genehmigung von Teresa Ruiz Rosas und dem Verlag Ralf Liebe.

Wir freuen uns auf Ihre Meinung - Kommentare 0
Tags: josé ruiz rosas, peru, lyrik, poesie
Gesehen: 20

Zurück

Gastbeitrag
11.03.2011
10:55

Ohrenkuss: OmaOpa

Weiße Haare ... wie eine Harfe zart und leise

 

Ohrenkuss ...da rein, da raus - das Magazin, gemacht von Menschen mit Down-Syndrom, unter der Leitung von Herausgeberin Dr. Katja de Bragança. Ein einzigartiges und vielfach prämiertes Projekt der downtown - Werkstatt für Kultur und Wissenschaft. Die Ohrenkuss-AutorInnen bloggen einmal im Monat bei uns zu aktuellen Themen.

Die neue Ausgabe des Ohrenkuss-Magazins Februar 2011 ist gerade erschienen. Thema: Oma und Opa. Enkelkinder mit Down Syndrom erzählen über ihre Großeltern. Hier stellen wir eine Auswahl der poetischen, witzigen, ernsten, ehrlichen und berührenden Texte mit einigen der schönen Fotos dieser Ausgabe vor.

Doch zunächst ein Vorwort von Katja de Bragança.






Ohrenkussmagazin OmaOpa: Oma Birgit und Lennen (Foto: Michael Hagedorn)Warum es diese wunderschöne Ohrenkuss-Ausgabe zum Thema Oma Opa überhaupt gibt?!
Na, weil es längst überfällig war.



Es gibt inzwischen (großer Fortschritt gegenüber der Situation vor zehn oder zwanzig Jahren) so vieles:
Informationen zum Thema Baby, Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit Down-Syndrom.
Es gibt Bücher mit schönen Fotos zum Thema Mütter und Väter von Kindern mit Down-Syndrom.
Aber nirgendwo tauchen die Großeltern auf...
Sie sind so wichtig - es bedeutet so viel, wenn die Großeltern ihren Enkel akzeptieren (können).
Und natürlich ist es nicht leicht, wenn alles anders kommt - überraschend und für einen Moment (oder auch länger) entsetzlich.
Kann man noch stolz sein? Was wird aus diesem Kind? Wie geht es meinem Sohn / meiner Tochter damit? Wie wird deren Leben sein?
Der neue Ohrenkuss informiert: über die Sichtweise der AutorInnen mit Down-Syndrom auf die Großeltern - und über die Gedanken der Großeltern über ihre besonderen Enkel.



Die Oma und Opas von heute sind fitt - eine neue Generation.
Sie müssen nicht mehr in einer verstaubten Bibliothek ein nicht vorhandenes (oder desillusionierendes) Buch über "Mongoloide Idiotie" finden und sich selber entsetzen lassen.
Sie können im Internet googeln - und oft finden sie die Ohrenkuss-Seite. Sie sehen wunderschöne Fotos (und denken: ach, so könnte mein Enkel als erwachsener Mann auch sein?  So selbstbewußt und schön könnte meine Enkeltochter werden? Das habe ich nicht gewusst.) und Texte von Menschen mit 47 Chromosomen.
Dann rufen sie an oder bestellen per Mail einen Ohrenkuss.
Die Ausgabe wird schnell versendet - und die Oma und der Opa können das Heft ihrer Tochter oder Schwiegertochter ans Wochenbett bringen.
Großeltern können trösten.
Sie sind da.
Sie haben Lebenserfahrung, die sie teilen können:



"Lieber Jonathan,
demnächst wirst du diesen Brief lesen oder vorgelesen bekommen, vielleicht aus einer Ohrenkussausgabe. Du liebst es ja, Bilderbücher zu gucken und bist immer ganz begeistert, wenn eine neue Seite aufgeschlagen wird. Dieses Mal bis du selbst auf der Seite und deine Oma hat dir diesen Brief geschrieben.
Der Tag mit dir und deinen Eltern und den anderen Familien auf der Insel Hombroich war wunderschön. Die Sonne, der blaue Himmel mit den lebendigen Wolken, das viele satte Grün, die spazierenden Menschen zauberten eine wohltuende, friedvolle Atmosphäre."

 

Ohrenkussmagazin OmaOpa: Gruppenfoto im Museum Hombroich (Foto: Michael Hagedorn)
Die Fotos dieser Ohrenkuss-Ausgabe wurden von Michael Hagedorn (Öffnet externen Link in neuem Fensterwww.michaelhagedorn.de) auf der traumhaften Museumsinsel Hombroich (Öffnet externen Link in neuem Fensterwww.inselhombroich.de) gemacht. Am diesem 11. September 2010 trafen sich ein Dutzend Familien (Omas, Opas und Enkel mit 47 Chromosomen) und verbrachten den Tag miteinander.



"Was mir bis dahin nicht klar war - Hombroich gehörte in den achtziger Jahren zu den Orten, wo Raketen mit atomaren Sprengköpfen zum Einsatz bereit standen. In der Bibel können wir von dem Propheten Micha lesen, dem eine Welt vorschwebt, in der die Menschen nicht mehr für den Krieg rüsten. Hier ist sie nun ein Stück Wirklichkeit geworden! Vielleicht lernst du einmal später davon, wie sein Wort "Schwerter zu Pflugscharen" für die deutsche Geschichte wichtig wurde.
Als ich so klein war wie du, war gerade ein furchtbarer Weltkrieg zu Ende gegangen. Meine ersten Lebensjahre wurden von dem Eindruck einer zertrümmerten Welt geprägt, gleichzeitig aber lag eine hoffnungsvolle Zukunft vor mir.
Kleiner Jonathan, ich wünsche dir, dass den Erwachsenen eine friedliche Welt ein wichtiges Anliegen ist.
Für die nächste Zukunft wünsche ich dir ein Geschwisterchen, mit dem du spielen, streiten, Kummer und Spaß teilen kannst!
Dass du da bist, macht mich glücklich. Du bist so ein freundliches und spannendes kleines Kerlchen! Mit dir wird mir der Weg in das Alter einfacher sein.
Deine Oma."

 


Diese Ohrenkuss-Ausgabe hat viele LeserInnen berührt - und zum Schreiben angeregt. Hier schreibt eine Oma aus dem Norden:



"Liebes ohrenkuss Team!
Ganz spontan muss ich Ihnen schreiben nach Erhalt des letzten ohrenkuss-Heftes.
Auch ich bin die Oma von zwei entzückenden Mädchen (5 und 8), die - zu allem Glück -  gesund sind. Aber ich habe eine Tochter mit Down-Syndrom: Fee ist eine glückliche und fröhliche junge Frau von 41 Jahren.
Es hat mich wirklich sehr berührt, wie sehr die Grosseltern ihren Enkelkindern mit Down-Syndrom zugetan sind.
Es hat mich erinnert, wie auch die-leider schon verstorbenen-Grosseltern unsere Fee geliebt haben!
Ich danke Ihnen für Ihren grossartigen ohrenkuss-Bericht!
Seien Sie gegrüsst..."

 

 

Weitere Briefe der Großeltern können Sie in der neuen Ausgabe des Ohrenkuss zum Thema Oma Opa lesen - einige Texte und Fotos sehen Sie hier ...



Katja de Bragança






Ohrenkuss: Oma Opa




Ohrenkussmagazin OmaOpa: Ur-Oma Christa, Oma Brigitte und Felina (Foto: Michael Hagedorn)

Judith Klier, handgeschrieben

Das allgemeine von Oma und Opa: Es gibt sehr viele Omas und Opas ich sehe oft sehr viele in der Stadt das so was gibt auf der Welt es gibt auch in anderen Land auch Oma und Opa gint es in viele Städte weil sie es gibt wenn auf Enkelin ist brauchr man Oma und Opa da sind wenn man sie braucht wenn man sich unterstützt unter den Hände  greift .





Achim Reinhardt, handgeschrieben

Omas, Opas braucht Man zum erzählen.
Zum Spielen und Lesen.
Manchmal zum Beten.
Fragen wie Es Geht.





Christiane Grieb, diktiert

Neue Oma und Opa:
Gestern habe ich eine Oma und Opa kennen gelernt, die auch einen ganz neuen Enkel mit Down-Syndrom haben.
Ich habe von mir erzählt, dass man auch normal sein kann mit Down-Syndrom und ich mich freue, dass ich leben kann.
Ich glaube, ich war ein Trost für sie.
Meine Eltern freuen sich auch, dass sie mich haben.





Paul Spitzeck, diktiert

Weiße Haare: Mein Omi hat weiße Haare. Wie ein Harfe.
Zart und leise.
Die ist nett und gibt uns viel essen.




Ohrenkussmagazin OmaOpa: Opa Jürgen und Matteo (Foto: Michael Hagedorn)
Anna-Lisa Plettenberg, diktiert

Das Alter wird man über 20. Und wenn man zu alt ist, wird man sterben.
Meine Oma ist jetzt über 20, weil die jetzt 77 ist. Und das ist zu alt für meine Oma und Opa.
Die Haut voll krumpelig und die Hand ist voll Papier, Papierhaut.
Die sind überalt.
Ich bin 16. Ich hatte vorgestern Geburtstag. Da wurde ich 16. Das ist für mich zu alt. Ich darf mit mein Alter schon Limo und Cola und Kaffee dürfte ich jetzt. Ich will das ja gar nicht trinken.
Das ist cool, das Alter.





Sicco Bremer, handgeschrieben

Hallo Oma Hilde
Ich bin dabei krade an dich zu denken. Was wir früer gemeinsam so gemacht haben. Zum Beispiel dass du immer zu meinem Geburtstag dein besten Apfelkuchen für mich gebaken hast. Der Kuchen hat immer gut geschmeckt.





Christian Janke, handgeschrieben

Ich wünsche Enkelnkinder. Ich möchte immer bei dir sein.
Ich gehe aus mit meine Enkeln in den Zoo spazieren / in der Spielplaz / Pilze sammeln / spilen.
Ich würde gerne Enkeln gute nacht Buch vorlessen auch einkaufen meine Enkeln Baden lassen.
Toben im Schwimbad würde ich gerne nass spritzen. Meine Enkeln kümmere ich gerne.





Marley Thelen, diktiert

Meine Oma und Opa, Gerti und Ralph wohnen in Lüfteberg. Ich fahre auch mit zwei Bussen und eine Bahn. Ich fahre Viertelstunde. Ich fahr alleine. Ich fahre immer Samstag und Sonntag hin und besuche ihn. Wir essen Abendbrot, Wurst und Käse. Nach dem Abendbrot guck ich fern und schlafen wir. Ich gucke immer was spannendes, immer Krimis und was lustiges und noch lustiger - wir gucken auch Karneval. Wir schlafen mit Oma und Opa, Oma und ich wir schlafen im Schlafzimmer von der Oma. Opa schläft im Wohnmobil draußen. Am nächsten Tag frühstücken wir, trinken und essen, dann räumen wir auf. Müssen Kleid nähen und wir sammeln Knöpfe, verschiedene Farben suchen, Filzkleid mit Kettchen und Blumen drauf, hier oben an der Seite ist ein wunderschöne, silberne Kette.





Renate Schlögl, handgeschrieben

Meine Opa war Schmiedemeister!
Meine Oma ist eine Hausfrau gewesen - Sie hat Glück gehabt!
Ich bin ein Glückskind und ich bin super!
Hoffentlich geht mein Oma gut in den Himmel!
Ich habe meine gute Ideen gemacht!
Oma sitzt in eine Wankelstuhl und strikt Socken! Hoffentlich gibt kein Loch!
Ich wünsche das meine Opa dasteht!
Ich habe eine Vision gehabt!
Ich habe meine Oma und Opa gesehen!
Er hat ausgeschaut wie ein Engel!
Er waren alle sehr getropfen sein!
Ich soll tapfer sein!
Ich will öfter meine Sehnsucht erfüllen!
Ich sehe meine Sterne am Himmel!
Ich habe eine schönste Geschenkt in meine Leben!
Meine Oma und Opa sind glücklich in Paradies!




Ohrenkussmagazin OmaOpa: Oma Renate und Wendin (Foto: Michael Hagedorn)
Michael Häger, diktiert

Oma ist lieb.
Oma ist lieb.
Heißt nur Oma.
Oma wollte Kellnerin.
Oma liegt im Grab.
Pastor hat gesegnet.
Ich habe paarmal Oma gesagt.
Tot.
Und dann kommt noch Onkel Doktor, der hatte ein Hören (Stethoskop).
Wir haben ein neue Mieter eingezogen.





Marley Thelen, diktiert

Milfried war krank. Sie muss zum Krankenhaus mit Opa und mich und war bringen Blumen und Geschenke. Milfried ist die Oma.
Die Oma hat im Darm drei Knoten im Bauch und sie muss ins Krankenhaus um den Knoten wieder frei machen, aber es drückt. Wegen der Oma ich will nicht, dass die Oma stirbt. Ich habe so sehr gefehlt und schmerzlos im Herzen. Ich habe den ganzen Tag gewartet wegen Oma. Ich habe auch noch den Alarm gehört wird da habe ich geschockt was mit der Oma passiert ist und dann kommt die Ärzte und Ärzte, die die Oma hoch zu OP bringen. Ich habe nachgedacht, wenn Opa stirbt. Ich habe nie so gut gefühlt. Ich war im Flur und gewartet, wenn Oma wieder gesund ist oder nicht. Da kommt der Arzt und sagt nicht Bescheid wegen Oma und dann hat der Arzt gesagt den Kopf geschüttelt, die Kopf geschüttelt und der Arzt hat mir gesagt: "Die Oma ist tot". Und dann habe ich gesagt, dann muss ich zur Oma gehen habe ich zu Arzt gesagt. Dann hat der Arzt gesagt: "Ja, du kannst zu Oma gehen", und dann habe ich bitter geweint.





Björn Langenfeld, diktiert

Liebe Oma,
damals war ich lieb gehaltet.
Ich habe besuchen.
Am 8.2. da war ich am Flughafen.
Onkel abgeholt am Flughafen Moskau.
Wir fahren schnell Krankenhaus.
Oma liegt jetzt Friedhof in Königswinter.
Liebe Oma, wir vermissen dich.
Ich habe einen Gott und ich gebetet.
Mein Herz tut weh.
Herz kaputt.
Alle zusammen sein.
Scheiße ist sterben.













Mehr? Öffnet externen Link in neuem FensterHier kann diese (und auch die bisherigen) Ausgabe bestellt werden.

 



Einige Ohrenkuss-AutorInnen in einem Kölner Hinterhof. Marc Lohmann (mit Mütze), Karoline Spielberg (vorne), Susanne Kümpel (hinten mit weißer Jacke), Angela Fritzen (auf dem Zaun), Antonio Nodal (vorne), Svenja Giesler (mit der roten Jacke) und ein Gast aus Berlin.

... mongolisch ist mongolisch und klingt wie mongolisch ...

Ohrenkuss ...da rein, da raus, das Magazin, gemacht von Menschen mit Down-Syndrom gibt es seit mehr als zehn Jahren.
Das Projekt ist einmalig auf der ganzen Welt und mehrfach preisgekrönt.
Es erscheint zweimal jährlich - mit jeweils einem Thema, Texten der bis zu 50 AutorInnen mit Down-Syndrom und professionellen Fotos. Öffnet externen Link in neuem Fensterwww.ohrenkuss.de

Im August 2010 wurde das Bundesverdienstkreuz dafür an Gründerin Katja de Bragança verliehen - der Bericht ist hier: Öffnet externen Link in neuem Fensterhttp://www.heuschrecke.com/blog/blog-post/2010/08/24/ohrenkuss-verdienstkreuz-am-bande.htm

Newsletter:  Wer regelmäßig über Ohrenkuss informiert werden möchte, kann hier den Ohrenkuss-Ipeschl abonnieren: Öffnet externen Link in neuem Fensterwww.ohrenkuss-ipeschl.de.

©Fotos: Michael Hagedorn

Wir freuen uns auf Ihre Meinung - Kommentare 0
Tags: großeltern, enkel, down syndrom, ohrenkuss magazin, literatur, poesie
Gesehen: 97

Zurück

Heuschrecke
08.10.2010
09:32

Teepause: Teezeremonie

"Teetrinken dient zu 30% der Wertschätzung des Tees und zu 70% der Formung des eigenen Charakters."

Teezeremonie in China 

Dass Teetrinken  weit mehr ist als die Aufnahme von anregender Flüssigkeit, zeigt die Teekultur Chinas und Japans in ihren Teezeremonien, wo Texte voller Poesie und Lebensweisheit zu einem minutiösen Ritual (in anmutigen Handbewegungen) der Teezubereitung gesprochen werden.


In China wurde ca. 800 n. Chr. mit dem "Teegedicht" des Schriftstellers Yu Lu die Philosophie des Teetrinkens begründet, in Verbindung mit Kunst, Poesie, Zen und Teezeremonien. Vorher war die Teepflanze eher als Heilmittel in Gebrauch, spätestens seitdem aber auch als Genuss- und Alltagsgetränk.


Im eigenen kulturellen Anspruch folgten die Japaner mit einer strengeren Zen-Version der Teezeremonie: sehr bedeutungslastige, feinsinnige Bewegungen, Gebrauch von zur Legende stilisiertem Teegeschirr, initiiert nur durch Teemeister, die für die jeweiligen Herrscher und Kriegsherren auch die Funktion eines Großwesirs innehatten. Also Zen-Meditation - aber auch Diplomatie und Politik, sehr schön nachzulesen in diesem Roman (unsere Empfehlung):

 

Yasushi Inoue: Der Tod des Teemeisters

Beschreibung und Kritik auf: Öffnet externen Link in neuem Fensterhttp://www.perlentaucher.de/buch/26983.html




Den folgenden Text einer Teezeremonie anlässlich einer BioFach-Messe hat uns freundlicherweise unser früherer Geschäftspartner, Mr. Wu, zur Verfügung gestellt.

Teezeremonie in China


Mr. Wu war mit seiner Firma und Teefarm Ruikang Anfang der 90er Jahre ein Pionier für Bio-Tee in China. Leider hat er Anfang der 2000er Jahre die Bio-Plantage Ruikang aufgeben müssen. Zu der Zeit war der Preis für Tee in Europa extrem im Keller, ein Überangebot von hektisch biozertifiziertem Plantagentee drückte die Preise. Höherqualitative Tees waren wenig gefragt und mussten unter Preis "entsorgt" werden, die Betriebskosten konnten nicht mehr erwirtschaftet werden, und so sind einige Bio-Teeplantagen (z.B. auch einige Bio-Pioniere in Indien im höherpreisigen Darjeeling-Anbaugebiet) wieder auf konventionellen Anbau umgestiegen, haben verkauft, oder ganz aufgegeben.



Der Hintergrund: eine (Bio-)Teefarm produziert natürlicherweise immer die ganze Palette vom teuren Spitzentee (das sind die frühen Pflückungen im April /  Mai) bis zu den später geernteten Alltagstees.  Um zukunftsfähig zu wirtschaften, müssen für alle Teequalitäten die angemessenen Preise auf dem Markt erzielt werden - gefragt in Europa sind leider vorrangig nur die preisgünstigsten Standard-Tees.


Wir als kleinerer, spezialisierter Bio-Hersteller achten daher auf ein tiefes und vollständiges Sortiment, das alle Qualitätsstufen bis zum Spitzentee beinhaltet.
Und deshalb hier auch unser Appell: morgens früh, wenn die Geschmacksnerven noch schläfrig sind, kann es der Alltagstee sein - aber für Nachmittags, Sonn- und Festtags, für Besuch, oder bei einem guten Buch / Musik dürfen höhere oder Spitzenqualitäten "zelebriert" werden - so tragen wir und Sie einmal zum Erhalt von Bio-Teefarmen bei, aber auch zum Erhalt der besonderen Teekultur.


Guter Tee wird ähnlich ehrfürchtig wie guter Wein verkostet.: der Teegenuss ist genauso komplex  und wird auch genauso blumig besprochen; genau wie der Wein sich erst im idealen Glas entfaltet,  braucht edler Tee auch edles Geschirr.


Weiter unten stellen wir schöne chinesische und japanische Bio-Grüntees aus unserem Sortiment für Ihre persönliche Teezeremonie vor. Eine Teezeremonie ist bereits die ruhige, bewusste Teezubereitung mit ästhetischem Teegeschirr: Teepause als wirklich entspannende Auszeit vom Alltag.


Doch zunächst viel Vergnügen mit der Poesie der chinesischen Teezeremonie:


Sehr verehrte Damen und Herren,
Chinesische Terassen-Landschaft mit Tee
Wir heißen Sie zur Teezeremonie am Messestand der Firma Ruikang herzlich willkommen! Lassen Sie uns gemeinsam die wunderbare Kunst der Teezubereitung würdigen und genießen Sie den Duft des Tees.
China ist das Herkunftsland des Tees und die Chinesen entdeckten als erste, wie Tee verwendet werden kann. Während ihrer 5000 Jahre alten Geschichte ist die Teeherstellung zu einer tiefgründigen Philosophie und zu einer Kulturform geworden. Dagegen ist die Teezeremonie der Stil und die künstlerische Form, mit der der Teekultur innewohnende Geist zum Ausdruck gebracht wird, und eine große Lehre und Philosophie, die die geistigen Fähigkeiten und natürlichen Neigungen des Menschen kultiviert. Wenn man in einer gemütlichen und harmonischen Atmosphäre in Ruhe Tee zubereitet und trinkt, kann man alle Sorgen vergessen und sich geistig und körperlich entspannen - also ein wirklicher Genuss.
Die Gärten des biologisch angebauten Tees der Firma Ruikang befinden sich an Berghängen in einer Höhe von 700-1500 m, was für den Teeanbau ausgezeichnet ist. Die reichlichen Niederschläge, das milde Klima, die dicht bewaldeten Berge, ausgesuchte Teesorten, die hervorragenden natürlichen Gegebenheiten und die traditionelle Teeverarbeitung tragen zur erlesenen Qualität des biologischen Tees von Ruikang bei.
Nun lassen Sie uns die Teevorführung der Firma Ruikang genießen, kosten Sie den eleganten und aromatischen biologischen Grüntee und lernen Sie etwas über die glanzvolle chinesische Teekultur.

Teevorführung der ortsansässigen Bauern

(Musik. Die Frauen, die die Teezeremonie vorführen, treten auf. Sie schreiten die Bühne ab, bleiben dann stehen und drehen sich auf der Stelle.)

Liu: Schauen Sie sich die Trachten der Frauen an. Dies war die typische Tracht der Teepflückerinnen in alter Zeit. Das Kopftuch wird von den Ortsansässigen als "Sonnenschein-Kopftuch" bezeichnet. Es soll die Teepflückerinnen vor der direkten, brennenden Sonne schützen.

(Die Vorführung beginnt. Vorbereitung der Teeutensilien)

Liu: Durch den Genuss von Tee kann man beunruhigende Gedanken vertreiben und zu innerer Ruhe gelangen. Allerdings erfordert das Teetrinken eine bestimmte Atmosphäre und bestimmte Regeln. Das beinhaltet die Wahl der Gerätschaften für die Teezubereitung. Schon in alter Zeit legten unsere Vorfahren darauf großen Wert. Bereits während der Ming-Dynastie im 14. und 15. Jahrhundert n. Chr. benutzten die Bauern die weiß-blauen Schalen, die in Jingdezhen, der Hauptstadt des Porzellans, hergestellt wurden. Man verwendet diese weiß-blauen Schalen nicht nur deshalb zum Teetrinken, um die klare smaragdgrüne Farbe des Tees und die zartgrünen Teeblätter zu bewundern, sondern um das Aroma des Tees konzentrierter werden zu lassen.

(Die Frauen zeigen dem Publikum die Teeblätter vor der Zubereitung.)

Liu: Heute zeigen wir unseren Gästen zunächst den biologisch angebauten Grüntee von Ruikang. Bitte betrachten Sie genau das Aussehen des Tees und riechen Sie an ihm, bevor wir ihn für Sie zubereiten. Der Bio-Grüntee von Ruikang wird von Hand verarbeitet und jeweils aus einem Sproß und einem Teeblatt hergestellt. Er hat eine gerollte, feste Form und eine glänzend dunkelgrüne Farbe. Seine Tasse ist hell mit langanhaltenden Aroma. Der Grüntee der Firma Ruikang wird als Spitzenqualität gehandelt und in der Teewelt sehr geschätzt.

(Säuberung der Teegefäße)

Liu: Jetzt werden, wie Sie sehen, die Teeschalen gereinigt. Dies wird auch als "Vorwärmen der Tassen" bezeichnet. Die Teeschalen werden mit kochendem Wasser erwärmt, um ihre Oberflächentemperatur zu erhöhen. Das ist besonders im Winter wichtig, denn nur so kann der Tee richtig zubereitet und seine Reinheit garantiert werden.

(Die Teezubereitung beginnt. Etwas kochendes Wasser wird von hoch oben in die Teekanne gegossen. Sie wird mit dem Deckel verschlossen und es folgt eine 3-minütige Wartezeit, nach der die Kanne mit kochendem Wasser aufgefüllt wird, bis sie voll ist.)

Liu: Dies ist der erste Schritt der Teezubereitung. "Tee in der Kanne" zuzubereiten ist vor allem in öffentlichen Teehäusern üblich. Auch wenn sich auf dem Land die älteren Leute privat treffen, bevorzugen sie diese Art der Zubereitung. Man gießt ein wenig Wasser in die Kanne, setzt den Deckel darauf und wartet ca. 3 Minuten, damit sich die Teeblätter in der Kanne entfalten können, der Teesaft austritt und die Kanne mit Aroma füllt. Dann füllt man die Kanne mit kochendem Wasser auf. Jetzt ist der Tee fertig.
Sich über die Arten der Teezubereitung zu unterhalten und die Teequalität zu diskutieren, formt nicht nur den Charakter und macht das Leben interessanter, sondern ist auch ein Mittel, sich von seinen Sorgen zu befreien. Ein paar Freunde sitzen mit einer Kanne gutem Tee im Wohnzimmer oder in einem Teehaus zusammen, und - die Teetassen in ihren Händen - strömen die schönen oder bitteren Erfahrungen in ihrem Leben aus ihnen heraus wie der fließende Tee - ein Murmeln von lebendigen Geschichten aus der Vergangenheit oder von Träumen für die Zukunft.

(Der Tee wird in die Tassen geschenkt.)

Liu: Bitte achten Sie genau darauf, wie die Frauen den Tee einschenken. Das Eingießen ist eine sehr sensible Sache. Generell sollte der Tee so in die Tassen verteilt werden, daß in jeder Tasse die gleiche Menge und ein Teil der letzten aromatischsten Tropfen aus der Kanne ist.

(Der Tee wird an die Zuschauer verteilt.)

Liu: Bitte kosten Sie von unserem grünen Tee, genießen Sie das Aroma und das Wunder des Tees. Ich bin sicher, dass Sie, während Sie trinken, den besonderen Geschmack und das besondere Aroma unseres Tees wahrnehmen und sich die Dynamik unserer nachhaltig bewirtschafteten Teegärten vorstellen können.
In China gibt es eine alte Weisheit, die besagt, dass "die Teekanne das Universum verkörpert und die Teetassen die Geschichte der Menschheit darstellen". Tee verfügt über einen natürlichen Duft, der die Menschen freundlich stimmt. Wenn Gäste zu uns kommen, bieten wir ihnen von unserem eleganten Tee an, damit die Distanz zwischen uns verringert wird und sie sich zu Hause fühlen. Lassen Sie uns den grünen Tee der Firma Ruikang genießen.

Gelehrten-Teezeremonie

Liu: In China ist das Teetrinken ein fester Bestandteil im Leben von Gelehrten und Intellektuellen. Tee ist das Symbol ihres Lebens, sie drücken ihre Emotionen durch den Tee aus und erreichen durch ihn einen idealen Geisteszustand. Tee hilft die Inspiration von Künstlern und Dichtern anzuregen, wodurch sie wiederum Großes für die Entwicklung des Kulturschatzes leisten. Tee ist von den Gelehrten nicht zu trennen, durch die Tee eng mit Dichtung, Musik, Tanz und anderen künstlerischen Ausdrucksformen assoziiert ist und die chinesische Teekultur somit auf eine höhere Ebene geführt wird. Nun sehen wir uns die Teezubereitung nach Art der Gelehrten an.

(Musik setzt ein. Die Frauen der Teevorführung treten auf. Sie begrüßen die Zuschauer auf traditionelle chinesische Weise.)

Liu: Der "Gelehrten-Tee" ist die vornehme Art, Tee in einem chinesischen Hofraum oder in den Bergen unter Pinien am Ufer eines Stroms zu trinken. In China sagen wir, daß "vornehme Gelehrte mit friedvollem Geist den Tee aromatischer machen", was bedeutet, daß für sie die Eleganz von Umgebung und Gerätschaften für die Teezubereitung eine zentrale Rolle spielen. Erst wenn alles miteinander harmoniert, kann demnach ein innerer und äußerer Friede entstehen.

(Die Frauen, die die Zeremonie durchführen, treten auf.)

Liu: Die Kleidung der Frauen ist die traditionelle Tracht von Töchtern aus wohlhabender Familie - ein stickereiverziertes Seidengewand, das zwar nicht extravagant erscheint, aber die Anmut eines Mädchens vom Lande zeigen soll.

(Verbrennen von Räucherstäbchen)

Liu: Die Frauen entzünden nun Räucherstäbchen. Dies ist ein Ritual, um unserem verehrten Vorvater Lu Yu, dem Begründer der Teekultur, unseren Respekt zu zollen. Wenn in vergangenen Zeiten ein neuer Teegarten bestellt oder ein neues Teehaus eröffnet wurde, führten die Leute diese Ritual durch, um dem Vater des Tees ihren Respekt und ihre Bewunderung zu zeigen und um eine reichliche Teeernte, gute Teequalität und ein florierendes Geschäft zu bitten.

(Betrachten der Teeblätter)

Liu: Bevor wir den Tee zubereiten, sehen Sie sich bitte die Form der Teeblätter an. Dies ist unser Ming Mei-Tee, ein traditioneller, berühmter grüner Tee. Er wurde als Tribut an den Kaiserpalast geliefert. Ming Mei wird vor April gepflückt und von Hand verarbeitet. Die Teeblätter sehen aus wie die Augenbrauen eines Mädchens - weiße, haarige, dicke Blätter mit zartem Aroma.

(Säubern der Gerätschaften)

Liu: Guter Tee beruhigt und erweitert den Wissenshorizont. Der friedvolle Seelenzustand wird durch die kleinen Körperbewegungen zum Ausdruck gebracht; die kleinen und konzentrierten Bewegungen wiederum bringen den Menschen zur Ruhe. Bitte achten Sie darauf, wie konzentriert die Frauen die Gerätschaften reinigen.

(Stille. Frau Liu beobachtet still und aufmerksam die Frauen, damit die Zuschauer ihrem Beispiel folgen. Noch während der Reinigung der Teeutensilien setzt die Musik ein.)

Liu: Beim "Gelehrten-Tee" sollte jede Tasse gleich voll sein, um zu zeigen, daß jeder Gast gleich behandelt wird. Der Tee sollte weder zu stark noch zu schwach sein.

("Tee waschen")

Dieser Vorgang wird als "Tee waschen" bezeichnet. Ein Schluck heißes Wasser wird auf die Teeblätter in der Tasse gegossen und nach einer Weile wieder abgeschüttet, damit die Kälte weicht und der Tee reiner und besser schmeckt.

(Teezubereitung)

Liu: Nun wird der Tee zubereitet. Dies ist der wichtigste Vorgang. Diejenige, die den Tee macht, sollte mit größter Konzentration die Teekanne hochheben und das kochende Wasser schnell in die Tassen laufen lassen. Der gesamte Bewegungsablauf sollte sehr rasch und genau vonstatten gehen. Sobald die Tasse gefüllt ist, wird der Deckel darauf gesetzt, so dass das Aroma nicht so schnell entweichen kann. Früher wurde diese Art der Teezubereitung als das "dreimalige Nicken des Phönix" bezeichnet. Das erste Nicken ist das hin und her Rollen der Teeblätter in der Tasse, das zweite Nicken bedeutet "ketou", also eine Respektsbezeugung und ein Willkommen an die Gäste, und das dritte Nicken soll zeigen, dass das Teetrinken zu 30% der Wertschätzung des Tees und zu 70% der Formung des eigenen Charakters dient.

Abschluss

(Musik setzt ein.)

Liu: Sehr verehrte Damen und Herren, wir haben uns gefreut, dass wir Sie als Gäste bei unserer chinesischen Teezeremonie begrüßen durften. Wir hoffen, daß Ihnen der grüne Tee der Firma Ruikang zugesagt hat und Ihnen dieses Geschmackserlebnis unvergesslich bleibt. Wir wären aufrichtig erfreut, wenn Sie eines Tages unsere Teegärten besuchen würden und unseren biologisch angebauten Grüntee in einer Bambushütte am Berghang genießen würden, während Sie dem Rauschen der Bäche und Pinien lauschten. Vielen Dank für Ihr Kommen und Auf Wiedersehen!









Feine China-Grüntees aus dem Heuschrecke - Programm, aus kontrolliert biologischem Anbau

  • Pi Lo Chun Pearls Tee-Perlen, China Grüntee. Kleine Pearls: zu Kügelchen gerolltes Blatt. Hellgelbe Tasse, mild, zart-duftig, filigrane Würze. Plantage Qingshan, Provinz Hunan /China, IMO-zertifiziert.
  • Tian Zao Xiang, "Sweet Green" China Grüntee. "Süßer Morgenduft", elegant, leicht fruchtig, samtig-süßer Nachklang. Farm: Songxi, Provinz Fujian, Ecocert-zert.
  • Yu Qian Yi  China Grüntee, 'erste Ernte vor der Regenzeit'.Kräftiger, duftiger Tee, Farm: Hecheng, Provinz Anhui, IMO-kontrolliert.
  • Mao Feng, "Supergreen" China Grüntee, Silvertips - Knospentee, mild, zart-duftig mit feinherbe, fruchtigen Aromen. Farm: Qingshan, Provinz Hunan, IMO-zert.
  • Green Dragon Pearls Grüne Teeperlen China. Grüntee-Blattknospen, Plantage Qingshan, Provinz Hunan, IMO-zertifiziert. Spitzenqualität, Tradition. Filigrane, leicht rassig-fruchtige Noten.


Und noch eine Spezialität:

  • Jasmin Dragon Pearls, Tee-Perlen Grüntee, Spitzenqualität China Grüner Tee! Handgerollte, feste Teeperlen mit sehr intensivem Jasminduft der frischen Blüten. Aus Silvertips (Blattknospen) und grünem Teeblatt, helle Tasse. Plantage Qingshan, Provinz Hunan, IMO-zertifiziert.


Unsere komplexen Japan Sencha - Grüntees der 1. Pflückung, aus kontrolliert biologischem Anbau

  • Matcha No 1, Pulver Tee, Japan, Grüntee Pulver. Schattentee, 1.Pflückung, gemahlener Grüntee, in Blechdose. Tee der japanischen Teezeremonie. Hier braucht man das entsprechende Matcha-Zubehör, eine größere Matcha-Teeschale und den Matchabesen zum Schlagen des Tees.
  • Tenbu Japan Sen-Cha. Die Tenbu-Tees "dance in the heaven" 1.Pflückung,sind auch in Japan eine Rarität.  Sehr weiches, blumiges Aroma ohne jegliche Bitterkeit, frischer, lebendiger Duft, Tenbu Tee kann auch länger ziehen gelassen werden, bittert nicht nach, in Aromaschutzbeuteln.
  • Soshun Japan Sen-Cha, 1.Pflückung,"Early Spring" aus der frühesten Vorpflückung hat einen wunderbar reichen, vielschichtigen Duft undist im Geschmack unvergleichlich delikat und komplex. Nicht nur für Kenner ein unvergesslicher Genuss. Im Aromaschutzbeutel.
  • Shun-Shi Japan Sen Cha, 1. Pflückung. 1. Pflückung des Jahres, sehr aromatisch. Shun-Shi heißt: Frühlingsgedanken', Spitzentee, im Aromaschutzbeutel.
  • Haruno Japan Sen-Cha, 1.Pflückung. Haruno heißt: 'Felder im Frühling', sehr feiner Grüntee, frisch und aromatisch, sehr anregend, im Aromaschutzbeutel.



Heinz Gasper, Ursula Stübner

Wir freuen uns auf Ihre Meinung - Kommentare 0
Tags: teezeremonie, zen-meditation, teemeister, teegedicht, yu lu, poesie, bio-tee
Gesehen: 132

Zurück

Gastbeitrag
22.09.2010
09:46

Ohrenkuss: Geschwister

Geschwister sind gut - Alleine ist auch gut.

 

Ohrenkuss ...da rein, da raus
Das Magazin, gemacht von Menschen mit Down-Syndrom, unter der Leitung von Herausgeberin Dr. Katja de Bragança. Ein einzigartiges und vielfach prämiertes Projekt der downtown - Werkstatt für Kultur und Wissenschaft. Die Ohrenkuss-AutorInnen bloggen einmal im Monat bei uns zu aktuellen Themen. Weitere Infos zu Ohrenkuss, Newsletter, Abo-Möglichkeit: siehe unten. Im letzten Monat wurde das Bundesverdienstkreuz dafür an Gründerin Katja de Bragança verliehen - der Bericht ist hier: Öffnet externen Link in neuem Fensterhttp://www.heuschrecke.com/blog/blog-post/2010/08/24/ohrenkuss-verdienstkreuz-am-bande.htm



Viele Menschen haben Geschwister, manche aber nicht. Und heute haben immer weniger Menschen viele Geschwister, zumindest in unseren Breitengraden. Sehr schade.
Es hat Vorteile und oft (nicht immer) ist es auch schön, wenn man einen Bruder hat - oder mindestens eine Schwester. Der Bruder kann für Respekt sorgen, wenn Leute in der Schule frech werden, mit den Schwestern kann man bzw. frau sich unterhalten und z.B. rausfinden, welches die beste Methode ist, sich an diversen Körperstellen zu enthaaren.
Die Ohrenkuss-AutorInnen haben auch oft mindestens einen Bruder oder eine Schwester. Und das tut denen gut.
Wir haben ja unseren Enkel Matteo in der Familie, er hat auch das Down-Syndrom. Matteo wird bald drei Jahre alt. Und seit einigen Monaten hat er einen Bruder: Valentino. Die Mutter ist heilfroh, dass (1) Matteo schon laufen kann und (2) Valentino sehr gerne schläft, wenn er nicht gerade zufrieden seine Welt betrachtet.
Noch herrscht also Ruhe bei denen zuhause.
Aber was ist in drei Jahren?! Dann werden die beiden eine Bande bilden und sich Dinge ausdenken, von denen wir (und deren Eltern) noch keine Ahnung haben.
Und was ist in zehn Jahren? In zwanzig?!
Um sich das ein wenig vorzustellen, hilft es, wenn man sich die Texte meiner bereits erwachsenen KollegInnen durchliest. Und (mal wieder) merkt man, dass es nicht viel anders ist, als bei einem selber.
Wie gut, dass ich einen Bruder habe.
Und wie gut, dass meine Kinder Geschwister haben. Großes Glück!

Katja de Bragança







Geschwister sind ein Thema, das jeden, der welche hat, ein Leben lang beschäftigt - so auch die Ohrenkuss-Redakteure.


Angela Fritzen erklärt erst mal, wie das so geht, mit den Geschwistern. Sie schreibt:

"Meine Eltern sind Ilse Fritzen Heinz-Willi Fritzen. Die haben zwei Kinder. Die Ältere Schwester heißt Christiane und die Junge heißt Angela."

 Ohrenkuss: Martin Weser und Geschwister


Martin Weser schreibt dazu:

" Ich habe Geschwister das ist einfach schön. Die sind besonders für mich da."

Er hat zwei Geschwister, die in jeder Lebenslage auf ihn aufpassen:

"Geschwister sind für mich wichtig das wir Gegenseitig aufpassen müssen. Die passen auf mich auf und das ich nett sein kann meinem Geschwister zu haben das ist wichtig für mich das ist schön. Ich finde Geschwister schön das man nett unterhalten kann. Geschwister sind Liebevoll die sind coll. Ich habe Geschwister im Herzen gerne gehabt die sind nett zur mir einfach Toll."






Auch Katja Sothmann kann sich der Unterstützung ihres Bruders immer sicher sein: Ohrenkuss: Carina Kuehne und Bruder

"Ich habe einen großen Bruder. Er ist 25 Jahre alt.  Ich verstehe mich blendend  mit meinen Bruder. Er ist einfach für mich da wenn ich ihn brauche."





Carina Kühne findet es wichtig, Geschwister zu haben. Sie schreibt über ihren Bruder und sich:

"Ich finde es ist sehr wichtig, Geschwister zu haben. Man lernt voneinander und miteinander. Es ist schön und wichtig weil man füreinander da ist und sich gegenseitig unterstützt. Man kann einander vertrauen."












Für Christian Janke sind seine beiden Geschwister sogar echte Helden: Ohrenkuss: Christian Jahnke und Geschwister

"Meine Geschwister versteht mich gut  und ich auch meine Geschwister mag ich die immr tolle Ideen hat. Ich finde echt toll Geschwister zu haben. Ich möchte gute Laune haben das meine Geschwister genauso so ist auch  gute Laune. Ihr seit Echte Geschwister ich habe für mich bist Du 2 Helden."





Sicco Bremer hat eine besondere Beziehung zu seiner Schwester - sie ist seine Betreuerin.

"Ich habe eine ser tolle Schwester. Meine Schwester ist vür mich einfach das Beste, was mir im Leben pasirn konnte. Ich weis das meine Schwester auch vör mich di gesezliche Betreuerin geworden ist und das auch seit Jaren ser gut macht mit Zusamarbeit von meinen Papa. Ich bin mit beiden sehr zufrieden. Die Zusamarbeit mit den beiden kann mir ser fil und gute Unterstüzunk für mein Leben machen. Das sind einfach die besten THOP-Betreuer, die immer für mich da sint."







Ohrenkuss: Nora Fiedler und Geschwister
Dass es unter Geschwistern mitunter Streit gibt, weiß Nora Fiedler. Sie diktiert: 

"Streiten tun wir fast alle, gleichzeitig. Und wir beklauen uns gegenseitig: Deos, CDs, Geld eigentlich nicht so. Deos. Und wir haben uns manchmal auch gegenseitig auch lieb - das ist der Gegenteil."

Doch Streiten tut der Liebe keinen Abbruch:

" Eigentlich verstehen wir uns ausgezeichnet, kann man sagen, miteinander. Es liegt nur daran wie wir uns gegenseitig freuen, dass wir uns sehen. Weil ich meinen Geschwistern echt total liebe."

Von praktischen Aspekten mal ganz abgesehen:

" Ich finde Geschwistern sind wichtig im Leben, weil man mit Geschwistern viele Sachen machen kann. Nämlich, wenn man Einzelkind ist, finde ich irgendwie todlangweilig; nämlich sonst kann man die Schuld nicht auf den anderen schieben."







Einzelkind zu sein kann sich Christiane Grieb nicht vorstellen. Sie erinnert sich an Ferien bei ihrer jüngeren Schwester Juliane in Berlin und schreibt:

"Ich bin ganz allein mit den Zug gefahren und sie hat mich abgeholt. Mit den Ganzen Freunden von ihr bin ich in der Uckermark Floß gefahren. Wir haben abends gegrillt und lagen besoffen auf den Rasen. Es war richtig schön. Ich freue mich, dass ich eine ganz liebe Schwester hab."





Auch Achim Reinhardt verbringt viel Zeit mit seinen beiden Schwestern. Er schreibt:

"Wenn sie kommen machen wir einen Ausflug. Wir branchen und reden. Fernsehen gucken und Fußball. Sie müssen für mich viele fragen Am Computer Raussuchen. Sie Laden Mich ein auch zum Cocktailtrinken."

 


Tobias Wolf hat zwei Brüder. Er diktiert:

"Mit meinem ersten Bruder mache ich immer mal einen Pizza-Bond-Abend. Wir unterhalten uns immer über die Nachrichten. Alles Mögliche, was in den Nachrichten so ist. Wenn ich in Vashon bin [Tobias Wolf ist der US-Korrespondent des Ohrenkuss], mache ich das per Telefon. Mit meinem zweiten Bruder gehe ich immer mal in Konzerte."

 

Nicht nur Tobias Wolf - auch Julia Bertmann nutzt moderne Kommunikationsmittel, um mit ihrer Schwester in Kontakt zu bleiben:

"Meine Schwester ist länger aber jünger als ich. Ab und zu streiten wir uns auch, aber jede Woche schreiben wir uns eine E Mail. Ich finde mein Schwesterherz klasse."

 

Judith Klier ist die direkte Kommunikation zwischen Geschwistern lieber:

"Mir machen sehr viel zusammen wenn ich mal bei uns sind da ratschen wir mal zusammen oder wir spiele zusammen oder wir gehen mal essen."

 



Anna-Lisa Plettenberg und ihre Schwester Eva Maria haben viele gemeinsame Hobbys:

"Wir spielen  zusammen  wir frühstücken zusammen  wir fahren  zusammen einkaufen. Wir  gehen  zusammen zu dem Messdiener. Meine Schwester  ist  nett."

 

Ohrenkuss: Dorothee Reumann und SchwesterFür Dorothee Reumann sind ihre Geschwister auch gleichzeitig ihre besten Freunde. Sie diktiert:

"Wir fahren am Ostsee Schloss Nöer. Es ist so schön und meine beste Freunde gemeinsame Urlaub genießen. Die viele Fliegen essen Frühstück, Mittag und Abend. Und ich fahre nach Hause, meine Geschwistern macht mir genießen schönes Wochenende: grillen oder Wohnung Wände malen: Ich helfe meine Schwester dazu und mein Bruder hilft auch mit dazu. Mein Geschwistern ist supernett und ich helfe mein Geschwistern."

 



Anna Ring teilt mit ihrem Bruder die Liebe zur Musik. Sie schreibt:

"Mein bruter macht viel mit mir. hat meine musik auf meinen i pot gemacht. UND WIR GEHEN AUF ROCK KONZERTe: VON MeTAlLIcA:" 


 

Auch Fragen der Hygiene sind unter Schwestern kein Tabu.

"Wir reden und ticken uns ob meine Hände braun sind oder nicht, und das gleiche ist ob meine Hände sauber sind oder nicht Wir machen nicht viel zusammen."

schreibt Verena Elisabeth Turin am Computer.

 


Beziehungen zwischen Geschwistern verändern sich im Laufe des Lebens. Charlotte Tomberger schreibt dazu:

" Also ich habe einen Bruder und der ist älter als ich. Er heißt Tobias. Jetzt machen wir nicht mehr viel miteinander weil mein Bruder nicht mehr bei uns wohnt. Er ist schon verheiratet und hat auch schon eine ganz liebe Tochter. Früher haben wir aber viel miteinander gemacht." 

Aber auch die neue Situation hat Vorteile:

"Ich bin schließlich die einzige und die echte wahre Tante von der Tochter von meinem Bruder."




Katharina Müller hat zwei Schwestern. Auch wenn man sich seine Familie nicht aussuchen kann, ist sie im Großen und Ganzen zufrieden. Sie diktiert:

"Natürlich mag ich Geschwister. Ich hätte aber am liebsten einen Bruder gehabt. Manchmal sind sie auch frech - manchmal aber nur. Ich nerve manchmal auch. Aber nur selten. Aber zickig bin ich immer - was ich nicht will, das wird nie gemacht."

Aber auch Einzelkind zu sein, hat seine Vorteile:

"Ich wäre gerne Einzelkind - wenn ich eins wäre dann hätte ich ein großes Zimmer. Ich wollte keine Schwestern haben. Die Mama hätte mehr Platz im Haus, es macht ihr keinen stress und hätte weniger Wäsche."




Auch Sarah Eibensteiner möchte lieber keine Geschwister, denkt dabei aber nicht an sich selbst, sondern an eventuelle noch nicht geborene Brüder oder Schwestern:

"Ich bin ein Einzelkind, und habe leider keine Geschwister. Ich möchte in meiner Zukunft auch keine Geschwister haben, weil ich schon 21 Jahre bin, und  auch weil ich schon  sehr groß bin. Ich habe auch schon einen festen Freund, und natürlich sind meine Geschwister dann ganz alleine zu Hause, wenn ich mit meinen Freund ausgehe. Drum möchte ich keine Geschwister haben."




Peter Keller ist da pragmatischer:

"Geschwister sind gut-Alleine ist auch gut."

 

Franziska Wolf hingegen hätte sogar lieber noch mehr Geschwister. Sie schreibt:

" Ich find meine Geschwistern So supper sehr wichtig.  Ich würde für immer Geschwistern haben weil die sind supper die ganz  größten hilfe ist für mich zum unterschützen."

 

Und auch Johanna von Schönfeld schreibt:

"Ich kann mir nicht vorstellen dass ich keine Geschwirster habe ohne Geschwirster wäre mein Leben koplelt auf dem Kopf gestellt und kann unmöglich daran glauben wie gesagt ich kann nicht ohne meine Geschwirster leben."

 

Ob mehr Geschwister oder weniger, Brüder und Schwestern, die Hauptsache ist, dass man sich gut versteht. Und so schreibt Carina Kühne das Schlusswort:

" Wir verstehen uns sehr gut. Natürlich streiten wir auch manchmal. Aber ich bin sehr stolz auf meinen großen Bruder und er sagt auch immer, dass er sehr stolz auf mich ist."

 

 

 


Zusammengestellt von Anne Leichtfuß





 


Einige Ohrenkuss-AutorInnen in einem Kölner Hinterhof. Marc Lohmann (mit Mütze), Karoline Spielberg (vorne), Susanne Kümpel (hinten mit weißer Jacke), Angela Fritzen (auf dem Zaun), Antonio Nodal (vorne), Svenja Giesler (mit der roten Jacke) und ein Gast aus Berlin.

... mongolisch ist mongolisch und klingt wie mongolisch ...
Ohrenkuss ...da rein, da raus, das Magazin, gemacht von Menschen mit Down-Syndrom gibt es seit mehr als zehn Jahren.
Das Projekt ist einmalig auf der ganzen Welt und mehrfach preisgekrönt.
Es erscheint zweimal jährlich - mit jeweils einem Thema, Texten der bis zu 50 AutorInnen mit Down-Syndrom und professionellen Fotos. Öffnet externen Link in neuem Fensterwww.ohrenkuss.de


Newsletter
Wer regelmäßig über Ohrenkuss informiert werden möchte, kann hier den Ohrenkuss-Ipeschl abonnieren: Öffnet externen Link in neuem Fensterwww.ohrenkuss-ipeschl.de.

Wir freuen uns auf Ihre Meinung - Kommentare 0
Tags: ohrenkuss, magazin von menschen mit down syndrom, literatur, poesie, kunst
Gesehen: 147

Zurück