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Ohrenkuss: Skandal! Pressemitteilung
SKANDAL um OHRENKUSS!!!
Mafia-Terror und Leser-Beleidigungen verschandeln Hochglanzmagazin
Ohrenkuss ...da rein, da raus - das Magazin, gemacht von Menschen mit Down-Syndrom, unter der Leitung von Herausgeberin Dr. Katja de Bragança. Ein einzigartiges und vielfach prämiertes Projekt der downtown - Werkstatt für Kultur und Wissenschaft. Die Ohrenkuss-AutorInnen bloggen regelmäßig bei uns zu aktuellen Themen.
BONN, 12. März 2012 - WAHNSINN!!! Das neue Ohrenkuss-Heft zum Frühjahr ist ein SKANDAL. Die Ausgabe ist frech, provokant, ordinär, sexy und - einfach hammergeil. Dagegen ist die BILD-Zeitung eine Einschlafhilfe. Am 21. März geht die neuste Ausgabe des Revolverblattes "Ohrenkuss ...da rein, da raus" an die Abonnenten und wird auf
www.ohrenkuss.de online freigeschaltet. Damit nicht genug: Abends bekommt Ohrenkuss-Chefredakteurin Katja de Bragança in Berlin "Die Goldene Frau" von BILD der Frau. Und das alles ausgerechnet am Welt-Down-Syndrom-Tag!
"Halt die Klappe, du Vollidiot!"
Der neue "Ohrenkuss" ist nichts für schwache Nerven. Denn der Leser bekommt schon auf dem Titelblatt (diesmal ist die Ausgabe übrigens nicht im vertrauten Ohrenkuss A4 Querformat, sondern eine "richtige" Zeitung im A3 Format) eine wüste Publikumsbeschimpfung ab - das ist wie eine Tracht Prügel mit Worten: "Halt die Klappe, du Vollidiot, du dicke Kuh, du blöde Zicke, lahme Schnecke, Affenarsch, Voldemort, Arschgeige!" Und das sind nur die netten Ausdrücke, die sich die Ohrenkuss-Reporter für ihre Fans haben einfallen lassen. Keine Frage: Nach so einer Begrüßung brauchst du keine "Post vom Wagner" mehr.
Das Thema der Ausgabe ist Programm. Ohrenkuss-Autorin Veronika Hammel weiß: "Ein skandal ist wenn Man sich schämt und wenn Einem Etwas Peinlich ist". Das kann man natürlich noch kürzer formulieren. Daniel Rauers: "Skandal heißt Laserschwert." Anna-Lisa Plettenberg: "SPD." Marley Thelen: "Diana." Björn Langenfeld: "Aufhängen. Hier Hals." Die Autoren mit Down-Syndrom tauchen in diesem tabulosen Heft in die Halbwelt ab, schlüpfen in Gauner-Klamotten und bewaffnen sich bis an die Zähne. Die Fotos der Journalisten wirken diesmal wie ein Mafia-Streifen: düstere Gestalten, dunkle Sonnenbrillen, schmauchende Zigarillos und Pistolen, düstere Parkhäuser und geöffnete Kofferräume. Der Ohrenkuss wird zum Ohren-Paten.
Gangster, Gewalt, Geheimnisse

Paul Spitzeck interviewt einen Gangsterboss für's Halbweltlogbuch: "Ich, der St. Pauli, der coole Gangster, komme in Schule und sage erst mal: ,Ficken!' und dann gehe ich in Klasse und sage nicht ,guten Morgen', sage ich ,Arsch' als ,Morgen'." Sie merken: Es geht um Beleidigungen, es geht um Krimi und Gewalt, um geheim und privat - aber auch um das Briefgeheimnis und den Tierskandal. Pro und Contra erhellen die spannende Frage "Können auch Männer Putzfrau sein?". Nichts als die Wahrheit und viele weitere enthüllende Antworten stehen im neuen Ohrenkuss mit dem Titel "Skandal".
Über Ohrenkuss

Das Magazin "Ohrenkuss ...da rein, da raus" erscheint zweimal im Jahr und veröffentlicht ausschließlich Texte, die Menschen mit Down-Syndrom selbst verfasst haben. So können die Leser von Ohrenkuss direkt daran teilhaben, wie Menschen mit dieser geistigen Behinderung ihre Umgebung wahrnehmen und was sie wirklich denken. Das Magazin ist in einer besonderen Optik gestaltet und veröffentlicht viele Fotos der Autoren, die sie in ungewöhnlichen oder alltäglichen Situationen zeigen. "Ohrenkuss ...da rein, da raus" hat bereits viele Preise gewonnen, darunter den Designpreis der Bundesrepublik Deutschland und den Jugendkulturpreis Nordrhein-Westfalen. Mehr Informationen zu Ohrenkuss unter:
www.ohrenkuss.de.
Fotos © Ohrenkuss

... mongolisch ist mongolisch und klingt wie mongolisch ...
Ohrenkuss ...da rein, da raus, das Magazin, gemacht von Menschen mit Down-Syndrom gibt es seit mehr als zehn Jahren.
Das Projekt ist einmalig auf der ganzen Welt und mehrfach preisgekrönt.
Es erscheint zweimal jährlich - mit jeweils einem Thema, Texten der bis zu 50 AutorInnen mit Down-Syndrom und professionellen Fotos.
www.ohrenkuss.de
Im August 2010 wurde das Bundesverdienstkreuz dafür an Gründerin Katja de Bragança verliehen - der Bericht ist hier:
http://www.heuschrecke.com/blog/blog-post/2010/08/24/ohrenkuss-verdienstkreuz-am-bande.htm
Newsletter: Wer regelmäßig über Ohrenkuss informiert werden möchte, kann hier den Ohrenkuss-Ipeschl abonnieren:
www.ohrenkuss-ipeschl.de.
Ohrenkuss: Tiere
wenn man einfacch in der Nähe hat / das ist schön
Ohrenkuss ...da rein, da raus - das Magazin, gemacht von Menschen mit Down-Syndrom, unter der Leitung von Herausgeberin Dr. Katja de Bragança. Ein einzigartiges und vielfach prämiertes Projekt der downtown - Werkstatt für Kultur und Wissenschaft. Die Ohrenkuss-AutorInnen bloggen einmal im Monat bei uns zu aktuellen Themen.
Dieser Beitrag erscheint demnächst in DAS BAND (
www.bvkm.de)
"Die Liebe zu Tieren verbindet behinderte und nicht behinderte Menschen" (Carina Kühne)
Mit Texten von Veronika Hammel, Judith Klier, Carina Kühne, Björn und Brigitte Langenfeld, Anna-Lotta Mentzendorff, Antonio Nodal, Maria Trojer und Martin Weser
Das Ohrenkuss-Team liebt alles, was mit dem Thema Tiere zu tun hat - so geht es fast allen Menschen. Daher war die Freude (und Dankbarkeit) groß, als die Aufforderung der Redaktion von DAS BAND kam, einen Beitrag zu schreiben. Das Problem: gleichzeitig schreiben die Ohrenkuss KollegInnen auch für den Ohrenkuss (natürlich) und zwar zum Thema "Skandal" (so heißt die Ausgabe im Frühjahr 2012). Also entstanden nicht nur Texte zum Thema Tierliebe, sondern auch über den skandalösen Umgang mit Tieren.
"Wir haben genug Haustiere zu Hause 2 Katzen eine heißt Hermine und Sir Harry die sind Eifersündtig." Das schreibt der Autor Martin Weser mit der Hand (wie immer) und ergänzt:
"Sir Harry wollte mit Hermine spielen dann fängt Hermine zu fauchen."
Martin Weser hat das Glück, auf dem Land zu leben: "Und wir haben Tiere draußen ein Gans und Hühner und meine Hühner Black und Waid die sind glücklich. Tier sind wunderschön."
"Mit den Tieren bin ich groß geworden" diktiert auch sein Kollege Björn Langenfeld. Und zwar "Bei Großeltern immer viele Tiere: Schäferhund, Katzen, Papagei, Vögel, Kaninchen, Fische, Enten."
Ohrenkuss Fernkorrespondentin Maria Trojer aus Tirol beobachtet Tiere ganz genau, sie schreibt ihren poetischen Text mit der Hand:
"Katzen haben es fein. Können Vögel Mäuse fangen. Untertags da schlafen sie. Jedesmal zum Fressnapf gehen. Denn so ist es im Katzenleben. Eine weiße Katze wird vom Schnee gebaut."
Aber, so geht es weiter: "Und die Maus lacht. Streckte ihre Zunge raus. Nun steht eine Eisstatue da. Von dieser frechen Maus."
"Tiere gibt es viele in meinen Leben"
schreibt Judith Klier in einer Mail an die Redaktion "die ich gerne mag / die ich gerne zum streicheln zum gern haben und zum knuddeln hab / die sind das die Leben in der Freie Natur / die auch Menschen sind / die es auch so sind wie wir in täglichen leben / die konnen auch sterben wie wir / wenn man älter werden / das gehört zum Leben da zu / dieses Artikel schreibe ich gerne weil es um Tiere gwht / in dem man sich sehr fülllt / da bei wie es den Tieren geht / wenn man einfacch in der Nähe hat / das ist schön / Tiere sind sehr wichtig / das die ein Leben sehr viel da zu haben was sie auch dann tun könen im hohen alter / danke."
"Meine Katze Filou", so beginnt Anna-Lotta Mentzendorff ihren Text, den sie selbst auf dem Computer geschrieben hat. Auch sie beobachtet ihr Haustier genau:
"Ich habe eine Katze sie trinkt Wasser und sie isst Trockenfutter . Und manchmal Fleisch. Sie geht immer raus zum Maüsefangen. Ihr Name ist Filou. Manchmal ist sie auch nerfig: da kratzt sie nachts
Immer an der Schafzimmertür weil sie in mein Bett will; und sie ist auch
Komisch, denn dann pinkelt sie ins Haus, z.B. in das Zimmer von meiner Mutter
oder auch in Papas Zimmer und in meins. Und das stingt ziemlich ekelig. Manchmal
Ist Filou witzig: dann steigt sie in den Geigenkasten von Mamas
Schülern und will ihn nicht mehr verlassen, weil sie es so gemütlich findet. Das ist das Leben von unserer Katze."
Den Dingen auf den Grund geht auch Antonio Nodal, Spanier und Ohrenkuss-Autor. Er diktiert:
"Das Ei bringt der Osterhase. Ein Ei ist ein falsches Ei. Der Osterhase versteckt die Eier zu Hause. Zwölf Eier bringt der Osterhase." Die Erinnerung an Kindertage lässt ihn sicher wissen: "Die Eier kommen von den Hühnern. Ich liebe Eier. Hühner können fliegen. In Spanien hatten wir Hühner und einen Hahn.".
Seit dem Sommer 2011 gibt es eine Ohrenkuss-Vogelgruppe. Sie haben sich der Wette gestellt, bis Ende 2012 zwanzig einheimische Vögel erkennen zu können. Bisher wurde an der Elster, dem Spatz und der Stockente gearbeitet.
Die Stockente nahm Brigitte Langenfeld zum Anlass, der Redaktion eine Geschichte zu erzählen - aus einer Zeit, als der Ohrenkuss Autor Björn Langenfeld noch so jung war, dass er noch keine Texte diktieren konnte:
"Liebe Katja, leider kann ich erst am kommenden Wochenende mit Björn zusammen einen Tier-Text schreiben. Ich werde ihn natürlich "so kurz wie möglich" mit ihm verfassen. Aber ich erzähle Dir schnell die Geschichte: Mein Vater ist ein sehr großer Tierliebhaber. Er hatte immer viele Tiere und einige auch jetzt noch. So hat mein Vater vor Jahren Stockenten-Küken, deren Mutter von einem Auto totgefahren wurde, großgezogen. Von diesen 4 Küken ist nur noch "Julchen" da, die seit Jahren im Haushalt meines Vaters lebt. Sicher findest Du es ungewöhnlich (ich auch), aber mein Vater kann sich nicht von dem Tier trennen. Erst seit einigen Monaten haben wir es geschafft, dass Julchen nicht mehr durchs Wohnzimmer läuft bzw. dort auch lebt. Mein Vater hat es murrend akzeptiert, dass Julchen jetzt "draußen" im Hof leben muss. Mal sehen wie es im Winter ist. Damit möchte ich sagen, dass Björn quasi mit einer Stockente "groß geworden" ist. Ich habe mit ihm schon gesprochen, dass wir für den Ohrenkuss was schreiben müssen und er hat kurz und bündig gesagt: Ente läuft in Wohnzimmer, kackt auf Teppich, ich schreie "raus". So schreibe ich natürlich nicht mit ihm, ich wollte es Dir nur mal erzählen.... LG Brigitte"
Der Sohn Björn Langenfeld jedoch hat heute einen anderen Blickwinkel als sein Mutter. Er eröffnet die unangenehme Seite des Thematik und diktiert: "Tiere quälen und verletzen, Tiere Angst haben, Tiere nicht jagen."
Sein Kollege Antonio Nodal ist seiner Meinung. Als Spanier ist er auch Fachmann und diktiert seine Meinung zum Thema Stierkampf:
"Ich denke, da kommt der Stier mit den am Bauch unten, das ist sehr gefährlich. Ich nicht gut, ich mag das nicht, den spanischen Stier. Der Stierkämpfe springen über den Zaun, da ist gefährlich."
Carina Kühne äußert sich auch zu der skandalösen Seite und schreibt auf dem Computer, wie immer:
"Ich finde, dass es ein Skandal ist, dass Geflügel und auch andere Tiere regelmäßig mit Antibiotika behandelt werden."
Ihre Kollegin Veronika Hammel, Mongoleireisende und 100% Tierfreundin gerät bei dem Thema in Rage. Sie hat recherchiert und per Hand einen Beitrag aus der Krone-Zeitung abgeschrieben:
"Milliardenwetten wichtiger als Wohlergehen der Tiere. / Ein Skandal rund um Wundhund-Rennen / die Entsorgung die Tiere die schon mit dreieinhalb bis Fünf Jahren Als zu alt Für den Sport gelten / Erschuttert zuzeit Grossbrttanmien. / Die Zeitung The Sunday Times veröffentlich Videoaufnamen des etwa 50 jahrigen David Smith der Windhunde mit einem Bolzenschussgerät Erschossen und in seinem Feld begraben hat. / Der Mann sol in 15 Jahren über 10.000 Tiere auf diese Art beseitigt haben. / Der Baustoffhadler David Smith handelte offenbar nicht Einmal gegen britisches Recht / wer eine Zulassung Für ein Bolzenschussgerat besitzt darf dort nämlich Tiere töten. / Smith erkärte das er auf Etwa 4.000 Quadratmeter grossen Feld seit 15 Jahren Windhunde für verschiedene Trainer beseitigt / es dauere Etwa drei jahre bis das Feld / Er hat die Tiere mit einem Bagger dort vergraben - Voll sei so innerhalb Eines Jahres sind die Körper weg / ich brauche ungefähr drei Jahe Enmal quer über das Feld zu komme und wenn ich dan durch Bin kann ich wieder von Vorne anfangen und es sind nur ein Paar wenige Knochen übrig / sagte Smith.
Pro Jahr verschwinden in Grossbritannien Etwa 12.000 junge Windhunde obwohl sie Ein Alter von zwölf bis 14-Jahren erreichen können.
Smith hat mit seinem grausamen Geschft wol nicht schlecht verdient / immerhin verlangte Er umgerechnet 15 Euro Pro Tier / obwohl diverse Mitglieder von Windhund Rennverbanden inzwischen ihr Bedauern über die Zustände ausgedrückt haben / werfen ihnen Insider das Billigen diese Praxis - und das seit Jahen - vor / Immerhin werden Mit Wetten auf Windhundrennen Pro Jahr umgerechnet 3,6 Milliarden Euro in Grossbritannien verdient.
Smith ist selbst Hundebesitzer / Nachdem sich die Undercover-Journalisten zu erkennen gegeben und Smith mit ihren Aufnahmen konfrontiert hate - gab dieser an / mit dem Töten von Hunden aufhören zu wollen.
Er hätte die Tiere schliesslich nur aus humanen Grunden Erschossen. Er selbst hält übrigens zwei Rottweiler."
Rottweiler und Schäferhunde sehen manchmal gefährlich aus, viele Menschen haben Angst vor ihnen. Carina Kühne jedoch zeigt in ihrem Beitrag auf, dass "Tiere helfen, Berührungsängste abzubauen". Sie teilt ihre Beobachtungen und Gedanken mit uns:
"Wenn ich unterwegs bin, schaue ich immer, ob ich andere Menschen mit Behinderung sehe. Ich achte darauf, wie man mit ihnen umgeht.
Oft bemerke ich, dass hinter einem behinderten Menschen getuschelt wird und die Leute vor ihm die Straßenseite wechseln. Einmal hörte ich sogar jemanden sagen: "Ich mag keine Behinderten und will nichts mit ihnen zu tun haben!"
Wenn ein behinderter Mensch einen niedlichen kleinen Hund bei sich hatte, wurde die Aufmerksamkeit dem Tier gewidmet und man unterhielt sich sogar miteinander.
Als ich im Altenheim arbeitete, fiel mir auf, dass viele Bewohner sehr verschlossen und kaum noch ansprechbar waren. Nachdem dort regelmäßig Hundebesitzer mit ihren Tieren zu Besuch kamen, blühten sie auf, streichelten die Hunde und nahmen sogar wieder an Gesprächen teil.
Die Liebe zu Tieren verbindet behinderte und nicht behinderte Menschen. Diese Erfahrung machte ich auch mit meinem Hund. Durch ihn hatte ich viel mehr Kontakt zur Außenwelt und mehr Freunde. Immer, wenn wir spazieren gingen, wurden wir in Gespräche verwickelt. Leute, die mich normalerweise ignoriert hätten, freuten sich, wenn wir uns trafen.
Mein Hund spürte auch immer, wenn ich traurig war und tröstete mich. Meine Kusine erlebte das mit ihrer Katze.
Auf Blindenfreizeiten waren die anderen Gäste den Blinden gegenüber oft sehr reserviert. Einmal hatten zwei Frauen ihren Blindenhund mit. Da gab es keine Berührungsängste sondern viel Interesse an der Arbeit der Hunde. Wenn sie nicht im Dienst waren, durften wir auch mit ihnen spielen.
Während meines Praktikums in einer Schule für praktisch Bildbare fuhren wir einmal in der Woche zum therapeutischen Reiten. Da bemerkte ich, dass die Pferde den Schülern gut taten. Die Kinder freuten sich und machten dadurch Lernfortschritte in der Schule.
Ich habe auch die Erfahrung gemacht, dass selbst autistische Kinder, die gar nicht ansprechbar waren, durch eine Delphintherapie sprechen lernten und keine Angst mehr vor der Nähe ihrer Mitmenschen hatten.
Ich bin sehr glücklich, dass wir unsere Tiere haben!"
Diese Tierdiskussion, die sich zwischen Tierbeobachtungen, Kritik an Tierskandalen und essbaren Tieren (siehe KASTEN) bewegt, möchten wir mit Arco beenden. Wer ist Arco?!
Carina Kühne erklärt es uns:
"An einem Samstagabend im März 2000, bekam ich eine große Überraschung. Als ich im Bett lag und schlafen sollte, hörte ich ein leises Fiepen und Winseln. Schnell sprang ich aus meinem Bett und rannte so schnell ich konnte aus meinem Zimmer. Da sah ich ein ganz goldiges kleines Schäferhundbaby mit Schlappohren. Gleich nahm ich es auf meinen Arm und streichelte es immer wieder.
Die erste Nacht durfte unser Hundebaby bei meinem Bruder schlafen. Weil der kleine Racker ständig jaulte und meinem Bruder die Bettdecke wegzog, hatte dieser eine schlaflose Nacht.
Am nächsten Tag gaben mein Bruder, meine Tante Katharina und ich ihn den Namen "Arco."
Arco folgte mir immer auf Schritt und Tritt. Deshalb holte ich die Leine und wollten mit ihm spazieren gehen.
Zuerst, wollte er nicht an der Leine laufen. Da musste ich immer mit dem Futternapf vorlaufen, damit er sich von meinem Bruder an der Leine führen ließ. Später holte er seine Leine selber wenn er spazieren gehen wollte. Wenn wir ihn aufforderte uns die Schuhe zu bringen, brachte er meiner Mutter, meinem Bruder und mir nacheinander die richtigen Schuhe.
Schon als er ganz klein war holte er sich riesige Baumstämme und legte sie uns vor die Füße.
Er liebte das Wasser und war nicht mehr zu halten, wenn wir in die Nähe von einem Teich oder Fluss kamen.
Vögel liebte er besonders. Wenn wir an einer Voliere vorbeikamen, blieb er stehen und schaute die Vögel an.
Wenn er Krähen auf dem Feld sah, rannte er hinterher.
Arco, half meinem Bruder Tobias auch immer bei der Gartenarbeit. Wenn Tobi frische Blumen einpflanzte, buddelte Arco sie aus und legt sie vollkommen zerrupft vor die Haustür. Da Arco ein fleißiger Lehrling war, half er auch bei der Teichpflege. Wenn mein Bruder das alte Schilf abschnitt, brachte Arco es zum Kompost. Selbst als Tobias mit der Arbeit fertig war, arbeitete Arco weiter und holte alle Pflanzen die er kriegen konnte heimlich aus dem Teich.
Wenn der Postbote die Post brachte, rannte Arco ihm entgegen und nahm ihm die Briefe ab. Er war sehr stolz, wenn er uns die Post überreichte.
Unsere Nachbarn zwei Häuser weiter haben eine Hündin aus dem gleichen Wurf. Es war zu schön, wenn die zwei miteinander spielten.
Wenn wir eine Tiersendung im Fernseher anschauten, kroch unser Arco fast in den Fernseher und war ganz gespannt. Waren keine Tiere mehr zu sehen, so verschwand er.
Mein Knuddelmax merkte immer, wenn ich traurig war und tröstete mich.
Immer wenn eine Feuerwehrsirene zu hören war, jaulte er mit und alle Leute drehten sich zu ihm um und fingen an zu lachen.
Arco war ein wunderschönes Tier und viele Leute bewunderten ihn.
Wenn ein Filmteam zu uns kam und ich gefilmt werden sollte, wurde Arco auch immer gefilmt.
Wenn es ein Fotoshooting bei uns zu Hause gab, wurde Arco auch fotografiert.
Darüber bin ich sehr froh, weil ich nun eine sehr schöne Erinnerung an ihn habe.
Im Mai letzten Jahres musste er leider eingeschläfert werden, weil er einen großen Milztumor und leider auch schon Metastasen im Gehirn hatte.
Darüber bin ich sehr traurig und vermisse ihn immer noch sehr."
Carina schreibt hin und wieder für Ohrenkuss. Sie hat auch einen eigenen Blog:
http://carinasblog.de/
Zusammengestellt von Katja de Bragança
www.ohrenkuss.de
Mehr über die Ohrenkuss-Vogelwette erfahren Sie hier:
http://www.facebook.com/Ohrenkuss
Fotos © Ohrenkuss. Fotos mit Arco: Eva Haeberle

... mongolisch ist mongolisch und klingt wie mongolisch ...
Ohrenkuss ...da rein, da raus, das Magazin, gemacht von Menschen mit Down-Syndrom gibt es seit mehr als zehn Jahren.
Das Projekt ist einmalig auf der ganzen Welt und mehrfach preisgekrönt.
Es erscheint zweimal jährlich - mit jeweils einem Thema, Texten der bis zu 50 AutorInnen mit Down-Syndrom und professionellen Fotos.
www.ohrenkuss.de
Im August 2010 wurde das Bundesverdienstkreuz dafür an Gründerin Katja de Bragança verliehen - der Bericht ist hier:
http://www.heuschrecke.com/blog/blog-post/2010/08/24/ohrenkuss-verdienstkreuz-am-bande.htm
Newsletter: Wer regelmäßig über Ohrenkuss informiert werden möchte, kann hier den Ohrenkuss-Ipeschl abonnieren:
www.ohrenkuss-ipeschl.de.
Ohrenkuss: Geheime Emails
GEHEIM 2012
Ohrenkuss ...da rein, da raus - das Magazin, gemacht von Menschen mit Down-Syndrom, unter der Leitung von Herausgeberin Dr. Katja de Bragança. Ein einzigartiges und vielfach prämiertes Projekt der downtown - Werkstatt für Kultur und Wissenschaft. Die Ohrenkuss-AutorInnen bloggen einmal im Monat bei uns zu aktuellen Themen.
Aus aktuellem Anlass erreichte uns folgendes geheime Email von Ohrenkuss.
Wir als Heuschrecken sind allerdings von allen Geheimhaltepflichten befreit, sodass es hier sichtbar ist.
Die Texte zum Briefgeheimnis, der Theorie des Geheimnisses und den möglichen Folgen stammen zum größten Teil bereits aus dem Jahr 1999 - vorahnend - oder ein ewiges Menschheitsthema?
1) Theorie: Was ist ein Geheimnis (philosophisch)
Was ist ein Lebensgeheimnis? Ich würde keinem sagen, was für eine Gefahr uns droht.
Svenja Giesler:
Das Geheimnis Es ist ein Rätsel den man knacken muß oftmals fragtman sich wie kann man es nur lösen ohne es zu berürhen
Julia Keller:
Ein Geheimnis, darf man für sich allein behalten, was keinen angeht. Ein Geheimnis ist was sehr Persönliches, dass man nie im Leben vergessen soll. Ich selber habe auch Geheiminsse, die ich nie weiter erzählen werde, sondern für mich alleine behalte.
Hermine Fraas:
Geheimnis ist, was keiner wissen darf nur ich. Ich lese auch gern geheimnisvolle Bücher. Da erfährt man erst am Ende, warum es so ist.
Tobias Wolf (diktiert und abgeschrieben):
Geheimnisse gibt es in der Natur, zum Beispiel: Man sieht die Vogel in der Luft fliegen. Mann versteht nich, was sie sagen. Sie können zwitschern. Und ein anderes Beispiel sind die Rehe, tagsüber sieht man Weinacheten und Geburtstagen gibt es Uberraschungen und Geschenke
2) Praxis: Briefgeheimnis (gilt auch für Emails und sonstige Daten-Mailboxen)

Falsche Person. Von Anna Schomburg
Was ist ein Briefgeheimnis? Ein Briefgeheimnis ist es, wenn einer jemandem schreibt und dem jenigen, dem man dem man geschrieben hat jemand anders behält. Es ist so, wenn die falsche Person diesen Brief liest, bricht er das Geheimnis. Es ist also immer wichtig, daß die richtige Person ihn kriegt.
Unleidige Freunde. Von Hermine Fraas
Briefgeheimnis habe ich viel. Ich schreibe viele Briefe an Freunde und die ich nicht so leiden kann. Den Brief verstecke ich in meiner Arbeitstasche das es niemand merkt. Und dann gebe ich den ab. Und das gibt manchmal Ärger weil ich manchmal schreibe was die Leute nicht gern hören. Aber es ist wahr. Wenn ich geheimnisse schreibe das dürfen auch nicht alle Leute sehen. Das sind dann heimliche Liebesbriefe. Das ist dann Briefgeheimnis. In mein Buch "ich kann schreiben" durften auch nicht alle Briefe rein. Da habe ich brotestiert bei meiner Mutter.
Geheim ab Postkasten. Von Marc Lohmann, diktiert:
Wenn ich Brief schreibe, ich hab Post in dem Briefumschlag drin. Er soll nicht öffnen, weil das ist meine Schrift, wenn ich Briefe schreibe. Wenn ich den Brief wegschicke, darf keiner den Brief aufmachen - auch nicht meine Eltern. Ich schreibe den Brief an meine Freundin. Oder wenn ich wegfahre. Kein Fremder darf an den Brief! Es ist geheim. In dem Post. Wenn ich in den Postkasten reinschmeiße.

Toternster Liebesbrif. Von Nora Fiedler (selbstgeschrieben mit Stift und Hand:)
BrifGeheimnis
und was bedeutet Das BrifGeheimis Brechen
wenn Mann Fremde Brife ein fach lisst oder one zu fragen auf macht Das heist Brifgeheimis Brechen und ärger von Den Absender. Zum beisbil wei ein Toternster liebesbrif. Das ist Für mich Peinlich auch von den Absender, gib es richtick ärger
Sinnlos. Von Johanna von Schönfeld, diktiert
JvS - Sinnlos. Weil das ist sinnlos einfach. Weil Briefgeheimnis gibt es nicht. Briefgeheimnis gibt es schon, aber ich habe das noch nie gemacht und konnte auch keinen Eindruck sammeln.
Ich kann nur Briefe schreiben. Wenns ein Brief an meine Mutter schreiben würde, dann muss sie als betroffene Person diesen Briefumschlag öffnen und selbst lesen. Und falls es auch an die Familie angehen sollte, dann darf es sie auch dies lesen.
Ich hab noch nie in meinen ganzen Leben lang eine Brieffreundin oder viele Brieffreundinnen den Eindruck sammeln dürfen, um einen Einblick zu werfen.
3) Wenn es zum Krimi wird: Secret times (crimes?)
Es ist wie in einem Krimi man muß höllisch aufpaßen das man den richtig indiferciert man braucht die Angaben sowie Mord, Errpresung, Vergewaltigung und nicht zu fergessen den namen des Mörders dann kann er verhört werden
Zeichnungen © Ohrenkuss. Texte und Zeichnungen aus Ohrenkuss Nr. 3 / 1999 und aus 2011

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Im August 2010 wurde das Bundesverdienstkreuz dafür an Gründerin Katja de Bragança verliehen - der Bericht ist hier:
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Ohrenkuss-Anleitung zum Advent
Naschen, Plätzchen. Quatschen.
Ohrenkuss hat "Bock auf Advent"
Ohrenkuss ...da rein, da raus - das Magazin, gemacht von Menschen mit Down-Syndrom, unter der Leitung von Herausgeberin Dr. Katja de Bragança. Ein einzigartiges und vielfach prämiertes Projekt der downtown - Werkstatt für Kultur und Wissenschaft. Die Ohrenkuss-AutorInnen bloggen einmal im Monat bei uns zu aktuellen Themen.
Der Advent ist eine Zeit, der man sich kaum entziehen kann - das Jahr geht zu Ende, Weihnachten naht, die Straßen sind festlich beleuchtet und auch zu Hause werden letzte Vorbereitungen getroffen. Klar, dass auch die Ohrenkuss-Autorinnen und -Autoren was zum Thema zu sagen haben!
Was ist eigentlich Advent? Das erklärt Johanna von Schönfeld. Sie diktiert:
" Advent ist ein kirchliches Fest. Advent ist eine Vorbereitung auf Weihnachten = ein Vorbereitungsgedenk."

Fernkorrespondentin Verena Elisabeth Turin aus Italien findet:
"Advent ist eine wunderschöne Zeit."
Björn Langenfeld diktiert, was ihm am besten gefällt am Advent:
"Adventfeier.
Flötespielen.
Glückwein trinken, Wein heiß machen.
Naschen, Plätzchen. Quatschen.
Erzählen."
Auch sein Kollege Martin Weser freut sich. Er schreibt:
"Advent kann man sich freuen - diese Stimmung ist auch schön. Adventskranz oder man sagt die Wünsche für Weihnachten ein."
Fernkorrespondentin Maria Trojer schickt eine Mail aus Österreich. Sie schreibt:
"Advent ist.......
1. Advent ist Hoffnung
2. Advent ist Ankommen
3. Advent ist Ruhe
4. Advent ist beten
5. Advent ist Gemeinschaft
6. Advent ist einander zu helfen
7. Advent ist, dass man an Gott glaubt
8. Advent ist Zeit haben
9. Advent ist , mit den anderen zu teilen
10. Advent ist Vorfreude"
Ein Adventskranz gehört für die meisten Ohrenkuss-Autorinnen und -Autoren dazu zur Vorfreude. Julia Bertmann schreibt:
"Wir haben auch einen Adventskranz. Der hat vier Kerzen. Am vierten Advent werden alle vier Kerzen angemacht. In Frankreich ist das anders. Sie würden schon alle vier Kerzen am ersten Advent anmachen."
Und womit dekoriert man so einen Adventskranz? Ganz klassisch mit Kerzen und Kugeln?
Das ist Daniel Rauers zu langweilig! Er diktiert:
"Ich bin auch mal verrückt. Ich habe schon einen Adventskranz zu Hause. Und ich könnte auf den Adventskranz Kerzen draufstecken und Tannenzweige und noch paar Kugeln. Dazu noch ein verrücktes Pferd. Was fehlt noch? Lebkuchenmänner."
Man merkt ganz klar - Daniel hat "Bock auf Advent"!
Julian Göpel hingegen braucht nicht viel Weihnachtsschmuck. Er diktiert:
" Ich mag keinen Adventskranz, wegen der Feuerwehr. Sonst gehen die Alarmanlagen los. Ich brauche keinen Weihnachtsschmuck. Ich habe eine Lichterkette, die mache ich einfach nur an."
Seine Kollegin Marley Thelen ist für vorweihnachtliche Dekoration zu haben. Und was ihr Konzept angeht, könnte man fast sagen: Sie ist ihrer Zeit voraus. Sie diktiert:
"Und dann, wenn wir Tannenbaum geholt haben, schmücken wir die Bäume. Mir fällt noch ein, was so verrückt ist, um den Tannenbaum zu schmücken: Osterhasen und Osterhasen-Ei. Und ein Huhn obendrauf. Oder einen Osterhase, so angezogen wie der Nikolaus, so Mütze hat. Mit dem Stern und Ohren."
Und was gehört unter den Baum? Korrekt - Geschenke.
Ob Julian Göpel schon nervös ist, was er wohl bekommt? Er diktiert:
"Nervös sein ist für mich kein Skandal, weil wir sind auch nervös, wenn es Geschenke gibt." Und sogar, was er sich wünscht, verrät er hier: "CDs, DVDs, eine Zitronenpresse und Unterhemden."
Gibt es auch etwas, das er nicht mag? Julian schreibt:
"Ich hasse zu viel Hin- und Hergefahre an Weihnachten zu den Weihnachtsmärkten mit Bus und Bahn und mit Auto. Dann schlafe ich direkt ein, das passiert auch bei Klassik Konzerten."
Michael Häger hingegen mag Weihnachtsmärkte. Er diktiert:
"Auf Weihnachtsmarkt ganz viele Kerzen. Schön bunt. Und dann Schmuck, Ringe. Auf Weihnachtsmarkt Riesenrad. Es gibt Reibekuchen, Pommes, Bratwurst: das riecht gut. Geschenke einkaufen."
Auch Romy Reißenweber findet, dass es gut riecht im Advent. Sie schreibt:
"Es duftet sehr nach Plätzchen und nach Glühwein oder Kinderpunsch."
Nicht zu vernachlässigen ist selbstverständlich das Weihnachtsessen! Was gibt's?
Anna-Lisa Plettenberg schreibt:
"Ich esse um Weinachten Hänchenbraten mit Knödel mit Rotgol."
Und natürlich Plätzchen! Judith Klier schreibt:
"Advent ist zur Ruhe zu kommen. Plätzchen backen Stollen und Lebkuchen. Auf die kommende Weihnachten in den wir feiern und Plätzchen und der Advent ist besinlich und mit Plätzchen essen und der ganzen familie feiern wolln."
Mit der ganzen Familie - da können schon einige Leute zusammenkommen! Dann ist es natürlich wichtig, gut vorbereitet zu sein!
Anna-Lotta Mentzendorff schreibt dazu:
" Zu Weihnachten muss alles im Haushalt funktionieren, denn zu Weihnachten möchten wir ganz viel leckeres essen und dass müssen wir vorbereiten. Kekse müssen gebacken werden, das Weihnachtsessen muss geplant werden und wier müssen überlegen, wie viele Gäste kommen. Dieses Mal sind wier zehn Leute und eine Katze."
Auch für Martin Weser gibt es viel zu tun in der Vorweihnachtszeit. Er schreibt:
"Es passiert ganz viel im Haushalt. Wir müssen sauber halten die Küche. In diesen Advent haben wir jeden abend eine schöne Leuchtung von 10 wunderkerze. Die steht bei uns auf der Fensterbank. Die ist schön und wunderbar. Ich mache ganz viel Window Coloa und hängt am Fenster. Die sind einfach fabelhaft. Das finde ich schön."
Wer sich hoffnungsfroh auf weiße Weihnachten freut - Julian Göpel tut es nicht! Er schreibt:
"Ich hasse Schneeschüppen! Soll ich mich abfrieren? Soll ich mich krankschreiben?"
Alternativen?
Gemütlichkeit KuscheleinheitenWarm vom knisterten Kamin
Geschenke Übergeben
Heiße Glühweine mit Zimtgeschmack
Alkohol saufen (Johanna von Schönfeld)
Auf jeden Fall wünscht Ohrenkuss ein schönes Fest! Verabschieden möchten wir uns für dieses Jahr mit einem Gruß von Veronika Hammel. Sie hat mit der Hand geschrieben:
"Ich wünsche Dir Auch schöne Adventszeit und Rutz gut Rüber in Neues Jahr."
zusammengestellt von Anne Leichtfuß
Fotos © Ohrenkuss

... mongolisch ist mongolisch und klingt wie mongolisch ...
Ohrenkuss ...da rein, da raus, das Magazin, gemacht von Menschen mit Down-Syndrom gibt es seit mehr als zehn Jahren.
Das Projekt ist einmalig auf der ganzen Welt und mehrfach preisgekrönt.
Es erscheint zweimal jährlich - mit jeweils einem Thema, Texten der bis zu 50 AutorInnen mit Down-Syndrom und professionellen Fotos.
www.ohrenkuss.de
Im August 2010 wurde das Bundesverdienstkreuz dafür an Gründerin Katja de Bragança verliehen - der Bericht ist hier:
http://www.heuschrecke.com/blog/blog-post/2010/08/24/ohrenkuss-verdienstkreuz-am-bande.htm
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Ohrenkuss im Strickfieber
Sitzen, fernsehen, stricken. Fuß hochlegen, stricken.
Ohrenkuss ...da rein, da raus - das Magazin, gemacht von Menschen mit Down-Syndrom, unter der Leitung von Herausgeberin Dr. Katja de Bragança. Ein einzigartiges und vielfach prämiertes Projekt der downtown - Werkstatt für Kultur und Wissenschaft. Die Ohrenkuss-AutorInnen bloggen einmal im Monat bei uns zu aktuellen Themen.
Seit geraumer Zeit beschäftigen sich die Ohrenkuss-AutorInnen mit dem Thema Selbermachen. Zur Vorbereitung auf das aktuelle Ohrenkuss-Magazin Okt.2011 "weil ich es kann" gab es einen Woll- und Strickkurs.
Vom Strickfieber stärker befallen waren offensichtlich eher die Männer - ein Skandal!? Sollen sie nun eine Herdprämie bekommen?
Im Januar 2012 gibt es wieder eine Ohrenkuss-Lesung.
Das Thema heißt: Skandal.
Können die Männer der Ohrenkuss-Redaktion gleichzeitig lesen und stricken?
Wer das wissen möchte, sollte die Lesung nicht verpassen.
Termin: Montag, 23. Januar 2012 von 19:00 bis 20:00h
Ort: Schafgabe, Gottfried-Claren-Str. 7, 53225 Bonn-Beuel Es gibt nur wenige Plätze, bitte hier anmelden (0228 / 53 665 225).
Eintritt: 8,00 EUR
http://www.schafga.be
Übrigens: wer schreibt eigentlich für Ohrenkuss?
Die fast zwanzig AutorInnen aus der Region Bonn und Rheinland treffen sich (nach ihrer normalen Arbeit) jeden zweiten Dienstag von 17:00 bis 20:00h zur Redaktionssitzung in den Räumen der downtown-werkstatt für kultur und wissenschaft. Sie sind zwischen 16 und 55 Jahre alt. Alle diese Personen haben das Down-Syndrom - das bedeutet, dass sie in manchen Dingen etwas mehr Zeit brauchen als andere Menschen und oft auch Lernschwierigkeiten haben.
Es bedeutet aber nicht, dass sie nichts zu sagen haben – deshalb schreiben sie ja auch für Ohrenkuss.
Sie schreiben selber, sie diktieren ihre Texte einem Sekretär oder dem Tonband. Einige können mit dem Computer umgehen und schreiben ihre Texte als WORD-Datei und verschicken sie dann mit einer eMail.
Es gibt fast 40 Menschen mit Down-Syndrom, die nicht in Bonn leben aber trotzdem für den Ohrenkuss schreiben. Sie werden Außenkorrespondenten genannt.
Die Außenkorrespondenten senden der Ohrenkuss-Redaktion ihre Texte mit Post, Fax, Tonband oder eMail zu.
Die Texte der Autoren werden nicht verbessert. Wer nicht weiß, wie ein Wort richtig geschrieben wird, kann in einem Wörterbuch nachsehen – oder es auch bleiben lassen – das ist nicht wichtig. Wichtig ist der Gedanke im eigenen Kopf.
Die Autoren- und Redaktionsarbeit wird von Assistenten begleitet, die dann unterstützen, wenn es gewünscht oder sinnvoll ist.
Bei Ohrenkuss kann sich jeder als Autor bewerben, der das so genannte “Down-Syndrom” hat – auch bekannt als “Trisomie 21”.
(Aus der Projektbeschreibung von Ohrenkuss. Mehr Informationen auf ihrer kurzweiligen Website
www.ohrenkuss.de)
Strickende Männer - Knitting Men
Björn Langenfeld, diktiert
Strickkurs Spaß machen. Mache es gerne.
Alleine oder mit Hilfe.
Neue Wolle. Wolle, Tasche machen, Schulterriemen hängen.
Schön hier.
Stricken ist viel Spaß.
Sitzen, fernsehen, stricken.
Fuß hochlegen, stricken.
Stricken weitermachen.
Geschäft ist gut.
Strickkurs machen.
Geschäft ist gut.
Wolle mit Kaufen. Und teuer ist. Viele Geld. 50 Euro alles zusammen.
Daniel Rauers, diktiert
Das gefällt mir (lila Wolle).
Ich habe es im Fenster gesehen, das hat Björn gesehen.
Ich habe alles gesehen.
Lila ist meine Lieblingsfarbe.
Ich habe mir die Regale angeschaut.
Andere Seite auch alles angesehen.
Das ist grau, das schwarz.
Stricken war gut.
Metermaß gesehen.
Abmessen, 12,5 cm.
Das grüne habe ich gesehen.
Strickkurs hat mir ganz gut gefallen.
Ich habe es mir so vorgestellt.

Martin Weser, handgeschrieben
Ich kann stricken meine Mama hat mir bei gebracht wie man strickt.
Am anfag macht macht meine Mama dann lege ich los.
Zuerst muss Strickwolle haben unterschiedliche Farben und die gut schön sind.
Stricken das ist eine übung dann muss auf Finger aufpassen / ich habe mehrere Schal verschenkt und die Leute freue sich. Das ist ganz viel übung das zu machen dann muss man in Übung bleiben.
Zuerst muss man stricknadel und die Wolle haben dann macht mein Mama den anfang dann stricke ich in die Wolle einstechen solange bis ein Schal ensteht das macht mir spaß jeden abend auf dem Sofar und stricke.
Und hab Weihnachten die wunderschöne Schal ein gepakt.
Und das macht Freude.
Fotos © Ohrenkuss

... mongolisch ist mongolisch und klingt wie mongolisch ...
Ohrenkuss ...da rein, da raus, das Magazin, gemacht von Menschen mit Down-Syndrom gibt es seit mehr als zehn Jahren.
Das Projekt ist einmalig auf der ganzen Welt und mehrfach preisgekrönt.
Es erscheint zweimal jährlich - mit jeweils einem Thema, Texten der bis zu 50 AutorInnen mit Down-Syndrom und professionellen Fotos.
www.ohrenkuss.de
Im August 2010 wurde das Bundesverdienstkreuz dafür an Gründerin Katja de Bragança verliehen - der Bericht ist hier:
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