BLOG | Neueste Nachrichten

Einmal um die ganze Welt...
16.05.2012 07:09
Mikrokosmos: Rübling und Helmling
11.05.2012 10:58
Tomas Tranströmer, Lyrik (1)
08.05.2012 10:37
Du
02.05.2012 10:17
Heiliger des Monats Mai:...
02.05.2012 09:59
Ohrenkuss: Stellungnahme zur...
27.04.2012 14:49

BLOG | Kategorien

Blog-Text-Suche

Meist gelesene Posts

Verschwörungstheorien
1553 mal gesehen   19.05.2010
Zwischen-Nachrichten aus Japan ...
577 mal gesehen   18.04.2011
Unsere Gewürzmühlen
543 mal gesehen   02.07.2010
Ohrenkuss: Yo, también - ME TOO. Preisgekrönter,...
433 mal gesehen   16.07.2010

Archiv

Abonnieren für RSS-Reader

RSS 0.91Nachrichten
RSS 2.0Nachrichten

Zur Zeit wird gefiltert nach: natur
Filter zurücksetzen

Ein Wunder ... trotz Eurokrise

Mutter Natur gibt umsonst. Wir wünschen Euch ein wundervolles Jahr 2012.

Kresse 27.12.2011 21:30. 1 Tl 15min in etwas Wasser einweichen. Die Samen bilden eine Schleimschicht.
Kresse 27.12.2011 21:30. 1 Tl 15min in etwas Wasser einweichen. Die Samen bilden eine Schleimschicht.
Kresse 27.12.2011 21:49. Dann auf das praktische Edelstahlsieb zu dieser Tonschale streichen.
Kresse 27.12.2011 21:49. Dann auf das praktische Edelstahlsieb zu dieser Tonschale streichen.
Kresse 27.12.2011 21:50. Zwei Tage brauchen die Samen Lichtschutz - einfach ein umgedrehter Teller.
Kresse 27.12.2011 21:50. Zwei Tage brauchen die Samen Lichtschutz - einfach ein umgedrehter Teller.
Kresse 28.12.2011 07:45. Das Wunder beginnt ...
Kresse 28.12.2011 07:45. Das Wunder beginnt ...
Kresse 28.12.2011 07:42. ... auch von unten.
Kresse 28.12.2011 07:42. ... auch von unten.
Kresse 28.12.2011 23:55.
Kresse 28.12.2011 23:55 Ein Wimmeln und Leben.
Kresse 28.12.2011 23:56.
Kresse 28.12.2011 23:56.
Kresse 29.12.2011 08:03.
Kresse 29.12.2011 08:03.
Kresse 29.12.2011 08:03. Woher wissen die das?
Kresse 29.12.2011 08:03. Woher wissen die das?
Kresse 29.12.2011 08:04.
Kresse 29.12.2011 08:04. Woher kommt die ganze Masse?
Kresse 29.12.2011 23:10.
Kresse 29.12.2011 23:10.
Kresse 29.12.2011 23:10.
Kresse 29.12.2011 23:10.
Kresse 29.12.2011 23:11.
Kresse 29.12.2011 23:11.
Kresse 30.12.2011 08:22.
Kresse 30.12.2011 08:22.
Kresse 30.12.2011 08:22.
Kresse 30.12.2011 08:22.
Kresse 30.12.2011 08:24. Die Natur tanzt.
Kresse 30.12.2011 08:24. Die Natur tanzt.
Kresse 30.12.2011 21:34
Kresse 30.12.2011 21:34 Jetzt kommen die Farben hinzu.
Kresse 30.12.2011 21:34
Kresse 30.12.2011 21:34
Kresse 30.12.2011 21:36
Kresse 30.12.2011 21:36
Kresse 31.12.2011 11:34
Kresse 31.12.2011 11:34
Kresse 31.12.2011 11:34
Kresse 31.12.2011 11:34
Kresse 01.01.2012 12:17   ...Voilà ...
Kresse 01.01.2012 12:17 ...Voilà ...
Kresse 01.01.2012 12:17. Und das Tolle ist - es ist reproduzierbar.
Kresse 01.01.2012 12:17. Und das Tolle ist - es ist reproduzierbar.
Wir freuen uns auf Ihre Meinung - Kommentare 2
Tags: wunder, natur, göttliches, kresse, bio, 2012
Gesehen: 33

Zurück

Nicht gespritzt und doch belastet

Unterstützung bei unverschuldeten Verunreinigungen für Bio-Bauern ist notwendig


Konventionelle Nachbarfelder mit Pflanzen, die einen hohen Pestizideinsatz brauchen (Wind-Abdrift),
schwierige, feuchte Wetterlagen, wo im konventionellen Bereich wie verrückt gespritzt wird,
Hubschraubereinsätze,
Überschwemmungen, die pestizidhaltigen Schlamm in die Bio-Felder spülen
... die Alpträume von Biobauern. In unserem Bereich, Kräuter, Gewürze, Tee, haben wir häufig damit zu tun und haben auch schon öfter darüber geschrieben.

Das unten erwähnte Biphenyl ist nicht nur ein Pestizid, sondern entsteht z.B. auch bei unsachgemäßer Trocknung von Chili in Entwicklungsländern durch die Rauchentwicklung, also auf natürlichem Wege. Da die Analytik immer feiner wird, aber die Interpretationsfähigkeit der differenzierteren Messergebnisse hinterherhinkt, werden schon mal Produkte als pestizidbelastet interpretiert, wo der Eintrag auf natürlichem Wege zustandegekommen ist, oder sogar ein natürlicher Inhaltsstoff ist.

Nicht einfach: es wird also nie so sein, dass bio = rückstandsfrei ist. Dazu haben wir zuviel giftige Chemie in die Welt gesetzt (ca. 1350 Mittel lt. Katalog), und es sieht so aus, als würde es immer noch doller getrieben (Thema Gentechnik-Verseuchungen).

Deshalb fanden wir folgenden Artikel aus unserer Branchenzeitung BNN-Nachrichten (Ausgabe III, Sept. 2011) sehr informativ und möchten ihn auch EndverbraucherInnen zugänglich machen.

Der BNN (Bundesverband Naturkost Naturwaren Herstellung + Handel) leistet neben seiner Öffentlichkeitsarbeit wertvolle Qualitätsarbeit im Hintergrund. So wurde wegen der unten beschriebenen Problematik schon 2001 der BNN-Orientierungswert geschaffen, der heute ein weit anerkannter Standard ist.

Der BNN-Orientierungswert ist 0,01 Milligramm eines Wirkstoffs in einem Kilogramm des unverarbeiteten Ausgangsprodukts. Liegen die Werte darunter, handelt es sich mit Sicherheit um die unvermeidbare ubiquitäre Belastung aus der Umwelt.
Wird der Orientierungswert überschritten, löst seine Überschreitung eine Einzelfallprüfung unter Einbeziehung der zuständigen Öko-Kontrollstelle aus. Untersucht wird dabei, ob die Vorschriften für den ökologischen Anbau eingehalten wurden. In der Regel werden jedoch unbeabsichtigte Prozessfehler aufgedeckt und in der Folge abgestellt, selten dagegen illegales Verhalten.

Unsere Anmerkung zum unten beschriebenen, neuen Instrument der öffentlichen Stellungnahme: wir würden dafür plädieren, das Problem nicht nur wirtschaftlich, sondern auch öffentlich gesellschaftlich / politisch zu behandeln (die konventionelle Landwirtschaft und die Chemiekonzerne sind das Problem - und die Politik folgt den Lobbyisten), und schlagen deshalb vor, das entscheidende Gremium zu erweitern mit Menschen aus kritischen (Naturschutz-)Verbänden, grünen Parteien, Ökotest, Foodwatch usw.



Heinz-Dieter Gasper, Ursula Stübner





Unterstützung bei unverschuldeten Verunreinigungen           

 

Nicht gespritzt und doch belastet



Biobauern setzen keine Pestizide ein, aber dennoch kommt es immer wieder vor, dass in ihrer Ernte Rückstände zu finden sind, die aus der konventionellen Landwirtschaft stammen.


Manchmal bedroht das die Existenz ganzer Betriebe, denn selbst wenn die Belastung weit unter dem gesetzlichen Grenzwert für konventionelle Ware liegt, sind die Produkte oft unverkäuflich. Der BNN Herstellung und Handel wird daher künftig öffentlich Stellung nehmen, wenn der BNN-Orientierungswert aus nachweisbaren und unverschuldeten Gründen nicht eingehalten werden konnte und davon mehrere Unternehmen betroffen sind.


Letztes Jahr standen 300 Kleinbauernfamilien in Brasilien vor einem Scherbenhaufen. Ihre komplette Biosoja-Ernte war in Folge einer ungewöhnlichen Wetterlage und eines massiven Pestizideinsatzes auf konventionellen Feldern in der Region mit dem Insektizid Endosulfan verunreinigt. Die Belastung lag zwar nur bei durchschnittlich 0,03 bis 0,06 Milligramm pro Kilogramm Soja und war damit zehn Mal geringer als zugelassen. Doch selbst diese Rückstandsspuren machten die Ernte auf Biomarkt unverkäuflich.


Die Bauern und Unternehmen, die Bio-Soja verarbeiten, suchten händeringend nach einer Lösung. Auch im Bundesverband Naturkost Naturwaren, der vor zehn Jahren den BNN-Orientierungswert für Pestizide eingeführt hat, rauchten die Köpfe. Wie lässt sich vermeiden, dass Bio-Erzeuger und Bio-Verarbeiter unverschuldet auf Ware sitzen bleiben, wenn nachweislich Dritte für eine Belastung leicht über dem Orientierungswert verantwortlich sind?


Orientierungswert ist kein Grenzwert


Für den Orientierungswert gilt normalerweise: Ist er bei einer Probe überschritten, veranlasst das betroffene Unternehmen - oder im Rahmen des BNN-Monitorings die Koordinationsstelle -  eine Einzelfallbetrachtung. Denn eine Belastung von mehr als 0,01 Milligramm eines Wirkstoffs pro Kilogramm kann ein Hinweis auf unerlaubte Anwendung und damit Betrug sein. Meist stellen sich jedoch ungewollte Verunreinigungen beim Transport oder beim Verpacken oder Abdrift von konventionellen Flächen als Ursache heraus. In solchen Fällen führt die Anwendung des Orientierungswerts regelmäßig zu einer Verbesserung im Prozess, oft durch einfache Maßnahmen wie konsequente räumliche Trennung der biologischen und konventionellen Verarbeitung.


Dennoch wird der BNN-Orientierungswert nach wie vor von vielen auf dem Biomarkt als Grenzwert interpretiert, obwohl er eine "Auslöseschwelle" für die Ursachenrecherche ist. Selbst Bescheinigungen der Kontrollstellen reichen daher meist nicht aus, um davon zu überzeugen, dass Bio-Ware mit Verunreinigungen im leicht überhöhten Spurenbereich immer noch Bio-Ware ist, wenn die Belastung nachgewiesenermaßen unverschuldet und unvermeidbar erfolgt ist. Denn Bio-Produkte werden nicht durch Rückstandsfreiheit definiert, sondern über den besonderen Prozess ihrer Erzeugung und Herstellung sowie ihre gesetzliche Kontrolle. Die gesetzlichen Vorschriften für den Ökolandbau sehen bewusst keinen eigenen Grenzwert für Pestizide bei Bio-Produkten vor.


Niemand kann Wind und Regen stoppen


Das Beispiel der brasilianischen Bio-Soja zeigt deutlich, warum das nicht anders sein darf: Manchmal lässt sich die Ursache für eine Kontamination eben schlicht nicht abstellen. Niemand kann Regen abschalten, der zu stark mit Insektiziden verschmutzt ist, und niemand kann den Wind beschwören, der ungewöhnlich viele Pestizidpartikel mit sich trägt.
Wird in solchen Fällen der BNN-Orientierungswert überschritten, ohne dass Betrug oder Fehler in Erzeugung und Verarbeitung nachzuweisen sind, ist Biobauern kein Vorwurf zu machen. Sie sind Opfer der allgemeinen Belastung der Umwelt mit Schadstoffen aus der konventionellen Landwirtschaft. Solange die Belastung unter den gesetzlichen Grenzwerten liegt und keine Gesundheitsgefahr besteht, sollten ihre Produkte weiter verkauft werden dürfen.


Damit sie künftig auch gekauft werden, hat der BNN Herstellung und Handel beschlossen, ein neues Instrument einzuführen: die "Öffentliche Stellungnahme zur Anwendung des BNN-Orientierungswerts für Pestizide". Einen Antrag können betroffene Unternehmen an den Verband richten. Erforderlich sind eine ausführliche Schilderung des Sachverhalts, Analysen eines anerkannten Labors und in der Regel eine Stellungnahme der zuständigen Kontrollstelle. Der Wissenschaftliche Beirat verfasst zum jeweiligen Fall eine Stellungnahme, die alle wichtigen Argumente zusammenfasst und bewertet. Am Ende entscheidet der Vorstand des Verbandes, ob die Anforderungen in Bezug auf den BNN-Orientierungswert eingehalten wurden oder nicht. Es ist auch möglich, dass keine Stellungnahme zustande kommen kann, weil entscheidende Informationen fehlen oder der Fall nicht verallgemeinert werden kann.


Stellungnahme, die erste!


Die erste "Öffentliche Stellungnahme" ist bereits veröffentlicht, denn für die brasilianischen Bio-Sojabohnen ließ sich eine unvermeidbare Kontamination aus der Umwelt zweifelsfrei nachweisen. 2010 war in der Anbauregion fast doppelt so viel Endosulfan verkauft worden wie in den Vorjahren. Bis zu 70 Prozent des sehr flüchtigen Stoffes verdunsten in den ersten beiden Tagen nach der Anwendung, und über Regen und Wind hat er sich dann über weite Strecken in der Umwelt verteilt. Im regenreichen und heißen Jahr 2010 gelangte Endosulfan so auch auf die Felder der Biobauern, wo die ölhaltigen Sojabohnen es aufnahmen und anreicherten.


Weil Endosulfan vor allem im direkten Kontakt die Gesundheit der Menschen gefährdet, hat die 5. Vertragsstaatenkonferenz zum Stockholmer Übereinkommen über persistente organische Schadstoffe (POPs) den Wirkstoff jüngst zur  Nummer 22 des einst "Dreckigen Dutzends" deklariert. Endosulfan darf danach nicht mehr für den Pflanzenschutz eingesetzt werden. Allerdings gelten mehrjährige Übergangsfristen. Andere längst verbotene Pestizide tauchen immer noch in der Nahrungskette auf, zum Beispiel Biphenyl in deutscher Petersilie. Mit weiteren Fällen unverschuldeter Kontamination im Biosektor  muss also gerechnet werden, bis eines schönen Tages alle Pestizide von der Erde gebannt sind.





Katja Niedzwezky (aus: BNN-Nachrichten III/2011, Öffnet externen Link in neuem FensterBundesverband Naturkost Naturwaren Herstellung + Handel)





Zurück

Hintergrund: Bio-Newsletter von Ihrem Bioladen

Informationen von Anbauern, Herstellern und aus Bio-Politik. Über den Bioladen zu den EndverbraucherInnen.

 

Seit einem Jahr betreiben wir unseren Blog, u.a. mit vielen Hintergrundinformationen und Fotos über unsere Produkte, über unsere Anbauer, und aus unserer Produktion.


Einmal im Monat bekommen unsere Kunden, die Bioläden, ein Rundmail von uns. Hier gibt es verschiedene Hintergrundinformationen über Neuigkeiten, Produkte, Preise, Herkünfte usw..
Der Blog hat nun den großen Vorteil für uns, diese Kurztexte mit einem weiterführenden Link versehen zu können. Wer sich für ein Thema näher interessiert, klickt: und kann dann Fotos betrachten, z.B. von unseren Bauern oder aus unserer Produktion - oder ausführlichere Texte zum Thema lesen, als dies auf einer Seite Monats-Rundmail möglich ist.


Der vorbildliche, angenehm und lebendig zu lesende Karmakonsum-Newsletter (Trendscouts für die Themen "gesunde und nachhaltige Lebensstile (LOHAS)" und "neues (grünes) Wirtschaften (CSR)"; kann man unter Öffnet externen Link in neuem Fensterhttp://www.karmakonsum.de/info/home abonnieren) brachte uns auf die Idee, an einem Bio-Rundmail-System vom Ladner zu den EndkundInnen herumzuspinnen. Spinnen im Sinne von Vernetzen.


Unsere Informationen aus der Welt der Bio-Gewürze, -Kräuter und -Tees, die unsere Bioläden erhalten, sind natürlich auch interessant für deren Kunden. Andere Herstellerfirmen senden ähnliche Info-Mails.


Und dann gibt es noch unseren Branchenverband BNN, den Bundesverband Naturkost Naturwaren, der uns Mitgliedern wichtige Nachrichten aus Politik, Gesetzgebung, Wirtschaft usw. aufbereitet, die die Naturkostbranche betreffen. Alles Dinge, die auch für engagierte Naturkost-KäuferInnen interessant sind.
Der Bundesverband Naturkost Naturwaren betreibt selbst eine Informations- und Service-Website für KonsumentInnen: die Seite Öffnet externen Link in neuem Fensterhttp://www.bio-kodex.de . Hier werden grundsätzliche Themen der Branche beleuchtet, unter dem Motto: "Bio kann mehr." Der Bio-Kodex stellt die zentralen Werte dar, die die Unternehmen der Naturkostbranche (oft Pioniere) leiten und prägen, insbesondere eine sozial-ökologische Gestaltung der Marktwirtschaft, Verantwortung für Natur und Umwelt, Chancengleichheit und Ressourcengerechtigkeit, Transparenz, ganzheitliche Qualität und Partnerschaftlichkeit. Regelmäßig kommen interessante Artikel hinzu, die wunderbar in einem Bio-Rundmail weitergegeben werden können.


Zu diesem Nachrichtenpool (von Herstellern und BNN, idealerweise alles schon im Newsletter-Stil mit weiterführendem Link vorbereitet zum Rauskopieren ...) können regionale Nachrichten oder eigene News hinzukommen.


Was braucht ein Bioladen nun, um für seine Kunden ein - sagen wir mal - monatliches Bio-Rundmail zu erstellen:

  • Einen Internetanschluss
  • Die Email-Adressen seiner KundenInnen, indem man diese an der Kasse anspricht, ob sie Interesse hätten - vielleicht ein Infoblatt mitgibt, evtl. in Verbindung mit einem kleinen Preisausschreiben. Einige Läden pflegen bereits einen Emailverteiler, z.B. für Gemüse-Abo-Kunden.
  • Das Programm Excel (oder open office), um die Email-Adressen ihrer KundInnen zu pflegen. Die Email-Adressen sollen in einer Spalte untereinander stehen.
  • Ein Email-Programm (wir haben z.B. Thunderbird / Firefox). Als Empfänger gibt der Laden seine eigene Email-Adresse ein. Unter BCC (Blind Copy, wegen des Datenschutzes) wird die Spalte aus der Excel-Tabelle mit den Email-Adressen einfach reinkopiert (immer nur 50 - 70 Adressen in einer Email, um nicht als Spam-Versender aussortiert zu werden - Email vorher als Vorlage speichern).
  • Eine Marketing- und Kommunikationsperson im Laden (InhaberIn, VerkäuferIn mit Zusatzaufgabe, Azubi/ne), die aus dem gesamten Info-Pool die interessantesten Nachrichten auswählt. Mit Copy+Paste werden die 5-6 Sätze langen Texte mit weiterführendem Link in den Rundmail-Text einfügt. Ein paar einleitende Sätze, z.B. Grüße, Persönliches, Aktuelles und Angebote aus dem Laden, voranstellen. Wer seine eigenen Rundmails archivieren will, kann den gesamten Text auch zuerst in Word zusammenstellen, und dann komplett in das Email hineinkopieren.
  • Alternativ können (wie es auch bereits einige Bioläden tun) aktuelle Hersteller- oder BNN-Kurzinfos mit Links auf die eigene Website gestellt werden.



Informationsflut? Die durch die moderne Internetkommunikation entstandene Form von Newslettern, die aus aneinandergereihten Kurztexten mit weiterführenden Links bestehen, sind schnell und angenehm zu überfliegen. Als LeserIn erfasst man schnell die Themen, klickt aber nur da auf den Lang-Text, wo etwas einen wirklich interessiert.


Warum ein Bio-Rundmail? Transparenz, Wissen, wo's herkommt, Bioprodukte mit Identität, Hintergrundwissen, auch Problematiken aufzeigen und erklären. Im Ladenalltag ist diese enge Kommunikation oft nicht möglich. Im Bio-Rundmail kann sie in Ruhe gepflegt werden. Wir glauben, dass viele EndverbraucherInnen diesen einmaligen Service zu schätzen wissen.


Auf jeden Fall den Kunden / die Kundin auch zu Antworten und Fragen animieren.
Im Falle muss man natürlich auch die Möglichkeit bieten, sich aus dem Verteiler wieder streichen zu lassen.


Kommunikation kann ein wichtiges Mittel sein, KundInnen an die Einkaufsstätte zu binden, als Bioladen des Vertrauens ... mag sein, dass es auch zu höheren Bons führt. Das moderne Kommunikationsmittel "Bio-Rundmail" kann das "altmodische" Gefühl wiederbringen: mein Bioladen ist ... (meine gute Bäckerei, mein Käsefachgeschäft, meine Lieblingsweinecke, mein Wohlfühl-Kosmetik-Ansprechpartner, mein kompetenter Kräuter- und Teespezialist, meine Partner für gesunde und faire Nahrungsmittel usw.).




Heinz-Dieter Gasper, Ursula Stübner

Zurück

Mottenkontrolle

Motten und Käfer als Gabe der Natur

 

Einmal im Jahr gibt es unseren Aufruf zur Krabbel-Kontrolle. Es ist wieder soweit, mit den letzten milden Tagen werden die Tierchen nochmal aktiv. Am besten jetzt einmal die Vorräte durchgehen, und empfindliche Produkte, z.B. alle Früchtetees und Kräutermischungen mit Blüten, vorsorglich (einfach mitsamt Packung zusammen in eine große Plastiktüte stecken) 4-5 Tage einfrieren. Dann sollten sie gut bis ins nächste Frühjahr kommen. 

 

Passionierte Bio-Kräutertee- und Gewürzfans bekommen jetzt, wo die warme Jahreszeit ausklingt, schon mal einen Schrecken: Käferchen oder Maden krabbeln ihnen selbstbewusst beim Öffnen der Tüte entgegen. Das sollte nicht sein, ist aber bei Bio-Kräutertees leider nicht 100%ig zu vermeiden, besonders in den warmen Zeiten.  Man wundert sich, was sie alles mögen, vom Paprika und Cayennepfeffer bis zu edlen Blüten. In Grün- und Scharztee können sie dagegen nicht überleben - er hat zuwenig Feuchtigkeit.

 

Warum ist das so, und was tun wir als Biobetrieb dagegen?

Im Naturkostbereich und besonders bei Kräutern und Gewürzen kann man Käfer oder auch Maden/Motten nicht ausschließen. Schließlich sind die Pflanzen, vor allem Blüten, der natürliche Lebensraum der Tiere. Hier ist der Mensch, der die Pflanzen erntet und benutzt, sozusagen der Störfaktor. Wir sind halt Konkurrenten um dieselben Beeren und Blätter.

 

Besonders hochwertige Kräuter und Blüten, die nicht für Teebeutelschnitt zerschreddert, sondern möglichst grob bis ganz belassen werden (wie bei unseren losen Heuschrecke-Tees), werden schonend bei ca. 40°Grad getrocknet. Die meisten Tierchen laufen in der ersten Welkphase davon, aber einige Exemplare sowie ihre Eier können natürlich drinbleiben und überleben.

Das "Ungeziefer"  wird sozusagen mit der Natur ins Haus geliefert. Es ist aber zum Glück nicht gesundheitsschädlich.

 

Da Bio-Produkte nicht mit Insektiziden behandelt und nicht bestrahlt oder begast werden wie konventionelle Produkte, werden hier natürlich eher lebendige als tote Käfer und Co vom Feld mitgeliefert. Man kann aber davon ausgehen, dass in jedem Lebensmittel, das aus Feld, Wald und Wiesen oder von Bäumen kommt, ein gewisser "Eiweißanteil" drin ist - in den hochverarbeiteten Lebensmitteln eben nur nicht mehr sichtbar.

Die natürlichen Methoden für Bio-Lebensmittel zur Schädlingsbekämpfung, die auch wir regelmäßig anwenden, sind Einfrieren und CO2-Behandlung. Bevor wir Ware auf Lager nehmen, wird sie behandelt, außerdem turnusmäßig in der wärmeren Jahreszeit. Diese Behandlungsmethoden beeinträchtigen nicht den qualitativen Wert des Bioprodukts.

 

Der Trend zur mehrfachen Sterilisierung von Lebensmitteln, den wir im konventionellen, aber auch zunehmend im Biobereich beobachten, sehen wir kritisch. Dann ist die Ware zwar lange haltbar und ohne Gefahr des lebendigen Befalls, aber die Nahrung wird eben auch steril und verliert ihre Bio-Wertigkeit.

 

Für den Privathaushalt empfehlen wir als erste Maßnahme beim ersten Anzeichen von Befall: in eine Plastiktüte stecken und 5 Tage einfrieren. Wie gesagt, die Käferchen und Maden sind nicht gesundheitsgefährlich, sondern nur etwas eklig für Menschen. Nach dem Tieffrieren können Kräuter und Gewürze ruhig weiter verwendet werden. Auch Kleider- und Holzmotten aus dem Haushalt fühlen sich übrigens in Bio-Lebensmitteln sehr wohl und lassen sich dort gerne nieder. Hier empfehlen wir auch, befallene Lebensmittel und Kleidung sofort in einer Plastiktüte tiefzufrieren.

 

Also - nicht böse werden, wenn's krabbelt ...

 

Ursula Stübner, Heinz-Dieter Gasper

Wir freuen uns auf Ihre Meinung - Kommentare 1
Tags: motten, käfer, natur, kräuter, bio, bio-kräutertee
Gesehen: 134

Zurück

Bürokratie - eine sekundäre Erbsünde ...

... und die Schlacht der kleinen Leute

Aus unserem Jahresrückblick 2009:
(...) Was zugenommen hat, ist die Arbeit, konkret: die Daten-, Formular- und Informationsflut, die Schlacht mit Bürokratie und Verwaltungsanforderungen, wo wir als Kleinbetrieb am Rande dessen sind, was leistbar ist (und wir uns eigentlich lieber um unsere Ware und Produktion kümmern).
2009 machte sich die neue Verpackungsnovelle, die neue REACh (Chemikalien)-Verordnung, die neue Aromaverordnung mit ihren Active Principles, und die Nanotechnologie bemerkbar, davor war es die Verlagerung von Zollarbeiten in die Betriebe - alles, wofür man eigentlich eine Spezialausbildung braucht, sowohl die Betriebe als auch die Kunden, und was deshalb vor allem Verunsicherung mit sich bringt. Auch die Biokontrolle ist formalaufwändiger geworden. Dieses Jahr waren drei Prüfer einen ganzen Tag bei uns beschäftigt, dazu aufwändige Vor- und Nacharbeiten bezüglich Formalitäten (bis vorletztes Jahr war es nur ein Prüfer).
Übrigens (falls sich jetzt jemand wundert), die Chemikalien-Verordnung betrifft uns als Naturkosthersteller insofern, dass wir nun Bescheinigungen ausstellen müssen, dass unsere Verpackung nicht nur lebensmittelzugelassen ist, sondern auch zusätzlich versichern, dass die gefährlichen Chemikalien der REACh-Liste (die sowieso nicht lebensmittelzugelassen sind) abwesend sind (hier beginnt es, absurd zu werden) (...).

Dies hatten wir gerade geschrieben, als uns folgende Email unseres kroatischen Lieblingslieferanten Terra Magnifica erreichte:

 

Brot, Spiele und ............


Oktopus (der Krake), der unsere Welt in eiserner Umarmung hält, bedient sich mit wesentlich mehr Betäubungsmitteln als den allgemein bekannten Brot und Spiele.

In letzten 20 Jahren reden kroatische Politiker über EG-Beitritt. Ein französischer Insider schrieb, dass der gemeinsame Eintritt der ex-Jugo Staaten in EG in 2014 stattfinden wird, weil eben bekannt ist, dass der Oktopus ein passionierter Nummerologe ist und damit wird es 100 Jahre nach der Franz-Josef Assassination (der Anarcho "Princip" erschoss den österreichischen Thronfolger, was zum Anlass für den völkischen Krieg genommen wurde, später WW1 genannt) in Sarajevo zu großen Wiedervereinigung kommen. Das ist also ein Viertel des Jahrhunderts der "warm-kalt" Rede, die die Leute konfus macht und das Blindglauben ins Überleben nur mit Hilfe von Außen produziert.


Dazu kamen die wegen dem Krieg und Ende der Sozialismus interessante Themen wie Religion, Kroate-Serbe, Rot-Schwarz und alle andere Dualitäten, die genügend in Unterbewusstsein verwurzelt waren.


Plus, man konnte nach vielen Jahren die Konsumgüter frei und in der Nähe (nicht also in Triest oder Graz) kaufen und hatte dafür auch das Plastikgeld und großen Minus bekommen.


Natürlich auch die Explosion und ständiger Wechsel der Elektronik und das Infotainment (wie von Hesse im "Spiel der glaesernen Perlen" (das Glasperlenspiel) bereits vor 50 Jahren beschrieben wurde) lenken die Leute vom Sehen ständig ab. Das ist aber nicht nur für die junge Staaten wie Kroatien spezifisch.


Dann hatten wir unlängst die Presidentenwahl. Wieder eine Lüge, die Leute haben einen KEINEN gewählt (unter 50% der Wähler ging auf die Wahl) und nicht den XY. Demokratie ist wieder eine Beruhigungstablette aus der braven entwickelten Welt.
Bei Terra Magnifica, Kroatien: oben rechts: Gründer Roman Turk. Unten links: Heinz Gasper, Heuschrecke-Gründer


Am Ende das was mich schlussendlich zum Schreiben gebracht hat - wieder neue Naturschutzgesetzte aus der EG abgeschrieben und natürlich, dienen sie nicht zur Naturschutz, sondern sind für Beschäftigung neuer Birokratiekräfte gedacht, plus bringen sie viel unnötige Arbeit den betroffenen Unternehmen und bringen diese noch näher der Grenze, für irgendwelche Blödsinn bestraft werden zu können. (...)

Grüsse
Roman   




Roman Turk, Gründer von Terra Magnifica (Freund und Lieblingslieferant von Heuschrecke), ein biozertifiziertes Anbau- und Wildsammlungsprojekt für Kräuter, mittlerweile eines der größeren Kräuterexport-Unternehmen in Kroatien. Nach dem Krieg wurden die alten Sammlerstrukturen von Roman Turk wieder aufgebaut - dies die soziale Komponente: Terra Magnifica ist eine wichtige Verdienstmöglichkeit in der Nachkriegszeit für die verschiedensten Gruppen von Bauern, Flüchtlingen bis zu Kriegsversehrten, für junge und ganz alte Menschen. Zertifizierte Wildsammlung ist Landschaftspflege und dient dem Umweltschutz.

Siehe auch unser Lieferantenportrait Öffnet internen Link im aktuellen FensterTerra Magnifica 



Zurück