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Messe-Vertretung: Pressedienst für unterbliebene Nachrichten
Quanten-Richter
Der in Köln lebende Künstler Gerhard Richter ist soeben 80 Jahre alt geworden.
Seit 2004 steht er (außer im Jahr 2009) auf Platz 1 der "Weltrangliste der lebenden Künstler".
Richters Schaffen ist äußerst vielseitig - er hat so ziemlich alle modernen Stile ausprobiert.
Er hat Fotovorlagen unscharf nach gemalt, hatte eine Grau-in-Grau-Phase, stellte Collagen zusammen und nahm sie wieder auseinander (Decollage).
In der Fortführung seiner Arbeiten "Farbtafeln" von 1966 und dem Werk "4096 Farben" das 6 Jahre später entstand, schuf er 2006 ein Fenster für den Kölner Dom, bestehend aus 11.500 Quadraten aus mundgeblasenen Glasscheiben
in 72 unterschiedlichen Farben, deren Eindruck sich durch den wechselnden Lichteinfall von außen ständig verändert.
Ich habe das Fenster schon oft bewundert und fotografiert – sehenswert!
Richter wurde vom Kölner Erzbischofs Kardinal Meisner für das abstrakte Farbspiel heftig kritisiert, das Fenster passe eher in eine Moschee.
Dabei ist der evangelisch erzogene Richter heute Atheist...
Was viele nicht wissen:
Sein Kirchen-Fenster im Kölner Dom mit den farbigen Glasflächen war nur der Vorläufer zur Erfindung einer komplett neuen Kunstrichtung.
Seit einigen Jahren schon arbeitet Richter an einer virtuellen Anwendung für das Internet-Zeitalter.
Er nennt die Markierungen, die (leider oft nur in einer günstig zu druckenden Schwarz-Weiss-Version) mittlerweile auf vielen Plakaten und Werbeträgern zu sehen sind: QR-Codes.
Das "Q" steht für die Quantisierung von Informationen und das "R" natürlich für den Namen des Künstlers.
Das genial interaktive am Sujet ist, dass wir mit Hilfe moderner "Apps" (zum Beispiel das kostenlose "Barcoo" für iPhones oder Android-Smartphones) die im Kunstwerk enthaltenen Informationen auslesen und direkt anwenden können.
Das können kurze Texte sein ("Kunst ist forschende Auseinandersetzung mit der Wirklichkeit") oder Internet-Links zu Videos oder Installationen.
Wikipedia meint dazu: "Gleichzeitig integrieren sie Betrachterin und Betrachter in das Werk und machen sie zu Akteuren im Bild, plädieren gegen die Idee des autonomen Kunstwerks."
Sogar das Nachrichten-Magazin Spiegel druckt die QR-Codes mittlerweile oft am Ende der Artikel, um mit ein wenig künstlerischem Sahnehäubchen den sonst eher nüchternen investigativen Journalismus zu erhellen.
Wenn Sie also in den nächsten Tagen die Quanten-Richter-Codes irgendwo sehen, zücken Sie ruhig ästhetisch beseelt Ihr Smartphone und entdecken Sie die Information hinter der Kunst.
Nicht alles ist so, wie es scheint...
Wolfgang Kurtz
ist Mit-Inhaber der Kölner Internet-Agentur
Kpunkt.
Heute gestaltet er Internetauftritte für viele Naturkost-Firmen und hat mit seinem Team auch die technischen Voraussetzungen für den Heuschrecke-Blog geschaffen.
Sein Faible für Computer und technisches "Spielzeug" und seinen unerschütterlichen Glauben an positive Utopien bringt er in diesen Blog ein.
Köln geht in die 5. Session
Kathrin Franckenberg: Scham und Unschuld
... Köln fiebert in der 5. Session...
Kathrin Franckenberg
Kathrin Franckenberg ist Künstlerin, Meisterschülerin von M. Cassou, USA ("Point Zero"), Kunstglaserin, ausgebildet im "Begleiteten Malen", Ergotherapeutin, SI-Therapeutin (DVE) für Kinder, tätig in der Erwachsenenbildung und begleitet seit mehreren Jahren kleine und große Menschen auf ihrem kreativen Weg.
"Galumphierend:
Hat in seinem Wortklang etwas Lebendiges. Wie ein freudiges, galoppierendes Pferd seiner inneren Bewegung zu springen und zu hüpfen folgt, so folge ich auch mit dem Pinsel in der Hand, dem, was sich in mir regt. Und dem, was mich auch von „Außen“ berührt und bewegt. Was entsteht, in mir, ist auch diese Lebendigkeit, die verschiedenen Tempi, wenn es langsam wird, wenn ich stolpere, wenn ich falle, wenn ich wieder aufstehe – metaphorisch gesehen – und es hat auch eine Qualität von Absichtslosigkeit und nicht festlegen wohin, kein Ziel, ein Im Moment erleben mit der permanenten Möglichkeit, alles wieder zu zerstören und zu verändern. Das ist das spielerische Element. Das ist das Kreative. Das ist Spiel. Alles fällt auch wieder auseinander und wird neu zusammen gepuzzled, um sich beim nächsten Pinselstrich wieder zu transformieren. Es ist ein lebendiger Prozess, im Geboren werden und Sterben – ein Feld, das Kreativität ist. Ein Raum des alles und nichts, aus dem heraus Kreativität sich als Form und Farbe sichtbar werden lässt. Spontan, unreflektiert, unzensiert, erforschend, momentan…
Ja, und vielleicht berührt es etwas, das der Betrachter auch in sich kennt…" Kathrin Franckenberg
Bilder vergrößern = bitte einmal anklicken. Der kreative Künstler überschreitet hin und wieder die Begrenzung des weißen Blattes ...
Wir hinterlassen Spuren ...
Kathrin Franckenberg: ... auf der Malwand (des Lebens).
Wir alle hinterlassen Spuren -
manche sind sichtbar -
auch wenn man sie nicht sieht...
Sie bilden ein niemals
zuvor dagewesenes Neues,
dessen Struktur sich
wieder verwandelt,
ein fortlaufender Prozess
im eigenen Rhythmus,
- zufällig,
absichtslos,
lebendig,
verbindend,
Eins.
Kathrin Franckenberg
Kathrin Franckenberg ist Künstlerin, Meisterschülerin von M. Cassou, USA ("Point Zero"), Kunstglaserin, ausgebildet im "Begleiteten Malen", Ergotherapeutin, SI-Therapeutin (DVE) für Kinder, tätig in der Erwachsenenbildung und begleitet seit mehreren Jahren kleine und große Menschen auf ihrem kreativen Weg.
"Galumphierend:
Hat in seinem Wortklang etwas Lebendiges. Wie ein freudiges, galoppierendes Pferd seiner inneren Bewegung zu springen und zu hüpfen folgt, so folge ich auch mit dem Pinsel in der Hand, dem, was sich in mir regt. Und dem, was mich auch von „Außen“ berührt und bewegt. Was entsteht, in mir, ist auch diese Lebendigkeit, die verschiedenen Tempi, wenn es langsam wird, wenn ich stolpere, wenn ich falle, wenn ich wieder aufstehe – metaphorisch gesehen – und es hat auch eine Qualität von Absichtslosigkeit und nicht festlegen wohin, kein Ziel, ein Im Moment erleben mit der permanenten Möglichkeit, alles wieder zu zerstören und zu verändern. Das ist das spielerische Element. Das ist das Kreative. Das ist Spiel. Alles fällt auch wieder auseinander und wird neu zusammen gepuzzled, um sich beim nächsten Pinselstrich wieder zu transformieren. Es ist ein lebendiger Prozess, im Geboren werden und Sterben – ein Feld, das Kreativität ist. Ein Raum des alles und nichts, aus dem heraus Kreativität sich als Form und Farbe sichtbar werden lässt. Spontan, unreflektiert, unzensiert, erforschend, momentan…
Ja, und vielleicht berührt es etwas, das der Betrachter auch in sich kennt…" Kathrin Franckenberg
Bilder vergrößern = bitte einmal anklicken. Der kreative Künstler überschreitet hin und wieder die Begrenzung des weißen Blattes ...
Traum
Kathrin Franckenberg: Traum
"Traum" - "Wirklichkeit" - wer bin ich? Wohin gehe ich? Woher komme ich?
Kathrin Franckenberg ist Künstlerin, Meisterschülerin von M. Cassou, USA ("Point Zero"), Kunstglaserin, ausgebildet im "Begleiteten Malen", Ergotherapeutin, SI-Therapeutin (DVE) für Kinder, tätig in der Erwachsenenbildung und begleitet seit mehreren Jahren kleine und große Menschen auf ihrem kreativen Weg.
"Galumphierend:
Hat in seinem Wortklang etwas Lebendiges. Wie ein freudiges, galoppierendes Pferd seiner inneren Bewegung zu springen und zu hüpfen folgt, so folge ich auch mit dem Pinsel in der Hand, dem, was sich in mir regt. Und dem, was mich auch von „Außen“ berührt und bewegt. Was entsteht, in mir, ist auch diese Lebendigkeit, die verschiedenen Tempi, wenn es langsam wird, wenn ich stolpere, wenn ich falle, wenn ich wieder aufstehe – metaphorisch gesehen – und es hat auch eine Qualität von Absichtslosigkeit und nicht festlegen wohin, kein Ziel, ein Im Moment erleben mit der permanenten Möglichkeit, alles wieder zu zerstören und zu verändern. Das ist das spielerische Element. Das ist das Kreative. Das ist Spiel. Alles fällt auch wieder auseinander und wird neu zusammen gepuzzled, um sich beim nächsten Pinselstrich wieder zu transformieren. Es ist ein lebendiger Prozess, im Geboren werden und Sterben – ein Feld, das Kreativität ist. Ein Raum des alles und nichts, aus dem heraus Kreativität sich als Form und Farbe sichtbar werden lässt. Spontan, unreflektiert, unzensiert, erforschend, momentan…
Ja, und vielleicht berührt es etwas, das der Betrachter auch in sich kennt…" Kathrin Franckenberg
Bilder vergrößern = bitte einmal anklicken.
Ich kleb Dir eine
Kostenlose Kunst im öffentlichen Raum
Seit 5 Jahren treffe ich mich an Samstagnachmittagen mit Freunden und ziehe fotografierend durch Köln.
Begonnen hat das, als ich zusammen mit einem alten Freund 2 baugleiche digitale Spiegelreflex-Kameras kaufte, damit wir gemeinsam diese technischen Wunderwerke kennen- und beherrschen lernen konnten.
Seitdem habe ich knapp 15 Tausend Fotos in Kölner Strassen gemacht und viel gelernt.
Das Schöne an unserer Fotografie ist, mit geschärften Sinnen durch die Stadt zu gehen, sich aus dem ewigen Gedankenfluss der alltäglichen Sorgen und Pläne zu lösen und bewußt zu S E H E N.
Wir laufen langsam, schlendern eher und lassen unsere Blicke schweifen. Das Pflaster unter unseren Füßen, Markierungen an den Fassaden, aussergewöhnliche Gebäude oder rostige Regenrinnen. Und immer wieder den Blick heben: wie ist der Himmel, woher kommt das Licht?
Und es gibt viel zu entdecken, wenn man mit wachem Blick durch die Stadt läuft.
Die Stadt verändert sich ja ständig und sobald man das neue Rheinauhafenviertel mit den Kranhäusern fotografiert hat, kann man 3 Monate später schon wieder hin, weil nicht nur die Baustellen sich verändert haben sondern auch das Licht an diesem Tag anders ist oder andere Menschen andere Dinge hinterlassen haben.
Jeder von uns Fotografen hat so seine Vorleiben. Manche "sammeln" Bänke oder Haustüren. Andere lieben runde Fenster.
Ich entdeckte vor einigen Jahren ein neues Element in den Strassen, ähnlich den Graffitis oder den gesprayten Schablonen.
Vorbereitete Bilder, die dann auf Wände oder Laternenpfähle geklebt werden. Wir nennen sie "Kleber".
Das Konzept gefällt mir: Kleber können in Ruhe und stressfrei zuhause vorbereitet werden und - anders als gesprayte Kunstwerke - rückstandslos wieder abgelöst werden.
Keine Beschädigung der Flächen, kein Ärger mit verärgerten Hausbesitzern oder der Stadt. Kleber sind "karma-neutral" :-)
Oft werden sie vom Künstler kopiert, um eine größere Verbreitung in der Stadt zu finden. Manchmal auch nachträglich koloriert. Die Größe variiert. Von super-mini, nur ein Satz oder "Tag"-Zeichen bis hin zu einer Plakat-ähnlichen Fläche. Überall in der Stadt kann ein offenes Auge mittlerweile die Kleber entdecken. Skurrile, politische , witzige oder künstlerische Ausdrücke einer freien, unabhängigen Kunst. Ohne Markt, ohne Vermarktung, ohne Stars und ohne Filter.
Hier einige Beispiele aus meiner Sammlung, die jeder auch im Original in Kölns großer Freiluft-Austellung sehen kann. Open your Eyes...

Wolfgang Kurtz
ist Mit-Inhaber der Kölner Internet-Agentur
Kpunkt.
Er war brotloser Künstler, glücklicher Bioladner und "regionaler Ansprechpartner des Bundesverbandes Naturkost" bevor er 1992 seine Werbeagentur gründete.
Heute gestaltet er Internetauftritte für viele Naturkost-Firmen und hat mit seinem Team auch die technischen Voraussetzungen für den Heuschrecke-Blog geschaffen.
Sein Faible für Computer und technisches "Spielzeug" und seinen unerschütterlichen Glauben an positive Utopien bringt er in diesen Blog ein.
















































