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Coole Kelten

Unsere keltische Serie: Gewürzmischungen und Kräutertees aus heimischer Tradition





Unsere Keltische Serie: Keltischer Haustee, Abendtee, Früchtetee, Kräuterküche und neu: Keltisches Würzsalz

  • Die naturverbundenen Kelten siedelten einst von Irland / England bis Kroatien. Die Kräuter unserer Keltischen Tees und Würzmischungen begleiten uns kontinuierlich seit 3000 Jahren durch unsere Kultur.
  • Unsere Keltische Serie: Keltischer Haustee, Abendtee, Früchtetee, Kräuterküche und neu: Keltisches Würzsalz.
  • Mit vielen Kräutern, Blüten, Beeren und Wurzeln von Terra Magnifica aus Kroatien -  aus Bio-Wildsammlung und Bio-Anbau von KleinbäuerInnen, siehe auch: www.heuschrecke.com/lieferantenportraits.de







Warum eine keltische Serie?


Bio-Bärlauch-Sammler-Idylle Terra Magnifica, KroatienInspiriert zu dieser Serie hat uns Wolf-Dieter Storl, Ethnobotaniker, Kulturanthropologe und Buchautor. Er lebt nach langen Jahren in den USA (u.A. Lehre bei indianischen Schamanen) heute im Allgäu, fast selbst ein Schamane, aber eben auch Wissenschaftler.

Sein Buch "Pflanzen der Kelten" beschreibt aus Legenden, Sagen, Relikten von Bräuchen und Tradierungen, und aus der ursprünglichen Botanik hergeleitet, die Bedeutung und Verwendung von Pflanzen in der keltischen Zeit (ca. 1000 v.Chr.) - also für viele von uns die Vorfahren.









Terra Magnifica: die älteste Sammlerin und ihre Tochter, in BitelicSammlungsgebiet Rakovica, Wacholder, Terra Magnifica
Der Einklang des keltischen Lebens mit der Natur in ihrem Jahresrhythmus kann heute im modernen Leben schon manchmal richtig sehnsüchtig machen (Kehrseite: nur waren wir damals mit 35 schon halb im Grab ...).


Mit unserer keltischen Serie möchten wir etwas aus der ursprünglichen Natur mit ihren Jahreszeiten in den heutigen Alltag bringen. Unser Pflanzenreichtum - jenseits von Petersilie und Schnittlauch bzw. Basilikum und Rukola - soll nicht in Vergessenheit geraten.






 

 


Sammlungsgebiet Rakovica, Wegwarte, Terra MagnificaSammlungsgebiet Rakovica, Wasserminze, Terra MagnificaGerade Kräuter waren früher, und sind bis heute in anderen Kulturen, Lebens- und Heilmittel zugleich. Bei uns gibt es strikte Trennungen - dank Behördenwut und eifriger Lobbyarbeit.

Man kann diese Kräuter nur für den freien Zugang bewahren, indem man sie eifrig benutzt. So finden Sie in unserer Keltischen Serie auch viele seltenere Zutaten.








Die Illyrer waren Kelten


Sammler-Dorf Bitelic, Terra Magnifica. Li: Heinz-Dieter Gasper, Heuschrecke, Mitte: Roman Turk mit SammlerinKleinbauer und Kriegsveteran in Rakovica. Duka Brajdic baut u.a. für uns Minze anAus Kroatien stammt ein großer Teil unserer Kräuterzutaten.
Der Ingenieur Roman Turk hat nach dem Krieg die alte Sammler-Tradition in Kroatien wieder belebt.

Sein Projekt Terra Magnifica hat auch eine wichtige soziale Funktion: Sammler und Sammlerinnen bis ins hohe Alter von 90 Jahren, Kleinbauern, darunter viele traumatisierte Kriegsveteranen, erwirtschaften einen Beitrag für ihren Lebensunterhalt. Diese Arbeit gibt benachteiligten Gruppen ihre Würde wieder.








Roman Turk (Gründer Terra Magnifica) / Drago Staresincic (baut Blüten für uns an) / Heinz-Dieter Gasper (Gründer Heuschrecke) im Sonnenblumenfeld (Sonnenblume ist indianisch)Malvenernte für uns, in KarlovacFür das Sammeln von Kräutern gibt es in den Balkan-Ländern ein großes traditionelles Wissen. In Kroatien sammeln in verschiedenen Regionen vernetzte Gruppen mit Koordinatoren, alle biozertifiziert. Außerdem gibt es einige Kleinbauern, die Blüten und bestimmte Kräuter auf Kontrakt anbauen.

Die Firma Terra Magnifica von Roman Turk koordiniert Sorten und Mengen, die Nachbearbeitung der Ware, die gesamte Bürokratie, die Biozertifizierung und den Export. Ein großer Teil des Repertoires von über 200 Pflanzen, die die Sammler sicher identifizieren und sammeln können, kommt zu uns.
Wir lieben diese Vielfalt, und verwenden sie gerne in unseren Rezepturen. Wir liefern sie auch als Monoware weiter an Kräuterspezialisten, Kosmetik- und Naturheilmittel-Hersteller.






Keltische Kräuterküche

Peljesac, Bergbohnenkraut, Wildsammlung
Liest man heute Literatur über die Kelten, fällt auf, wie harmonisch ihre Kultur in unsere Landschaft, Klima und Vegetation eingebettet war. Unsere Kräutermischung ‚Keltische Kräuterküche' aus damals typischen Wildpflanzen ist sozusagen ein Gruß an uns selbst aus ganz alter Zeit. Wir haben überlegt: wie hätte der keltische Eintopf geschmeckt - gewürzt mit dem, was um das Haus herum zu finden war.
Geschmack: aromatisch-würzig mit der genialen Note eines Bärlauch / Schabzigerklee - Mix.
Anwendung: für alle Gerichte vom deftigen Eintopf bis zu feinen Pasta, für Fleisch- und vegetarische Gerichte.
Zutaten: Gundelrebe, Brennnesselblatt, Bärlauch, Knoblauch, Schabzigerklee, Beifuss.







Neu: Keltisches Würzsalz von HeuschreckeKeltische Würzsalz       NEU


Es hatte uns schon länger gereizt, eine Würzmischung mit den vielen wertvollen und kraftvollen Wurzeln herzustellen, die heute im Alltag fast vergessen sind, oder bestenfalls nur noch im Schnaps vermutet werden.
Zusammen mit dem Original - Bergkernsalz aus dem Salzkammergut, worauf sich die Hallstatt-Kultur begründete (der Salzabbau dort war Grundlage eines gewissen Wohlstands der Kelten), ist ein - schon magisch -  wohlschmeckendes, intensiv-würziges Salz entstanden.
Geschmack: intensiv-würzig. Auch das bräunliche Bergkernsalz selber hat durch seinen Mineraliengehalt (Eisen, Mangan) eine eigene Würze.
Anwendung: für alle Gerichte vom deftigen Eintopf bis zu feinen Pasta, für Fleisch- und vegetarische Gerichte. Lecker auf dem Frühstücksei oder einfach auf Brot und Butter.
Zutaten: Hallstatt (Bergkern-) Salz (ca. 75%) Bergbohnenkraut, Walnussblatt, Brennnesselwurzel, Petersilienwurzel,Pastinake, Lorbeer, Liebstöckelwurzel, Hirtentäschel, Beinwellblatt, Angelikawurzel, Enzianwurzel, Meisterwurz.
(25% Kräuteranteil)


Keltischer Haustee


Peljesac,  Wildsammlung von SalbeiDie Kelten haben sehr genau die Natur beobachtet und wussten, wann man am besten welche Kräuter verwandte. Sie haben intensiv mit den Jahreszeiten gelebt und viele Feste gefeiert, z.B. um den Frühling zu begrüßen oder den Sommer zu verabschieden.
Sie haben in der Natur Gottheiten gesehen, z.B. gab es die Blütengöttin, die für alle Pflanzen im Sommer zuständig war. Oder der dunkle und kalte Wintergott, der im Frühling dem nächsten Gott Platz machen musste.
Es wurden Geschichten über diese Götter erzählt, die in Wirklichkeit die Natur beschrieben, z.B. den Lauf der Jahreszeiten und das Keimen, Wachsen, Blühen und Verwelken der Pflanzen.
Unser Keltischer Haustee ist vielleicht ein Zauber- oder Schutztee für Harmonie und Kraft. Er enthält Kräuter und Blüten aus jeder Jahreszeit - wie ein Gezeitenrad -außerdem aus Märchen und Sagen bekannte magische Schutzpflanzen wie Haselnussblätter.
Geschmack: aromatisch, fein würzig, Honig passt gut dazu.
Zutaten: Brennnessel, Ehrenpreis, Feldkamille, Birkenblätter, Mädesüß, Gänseblümchen, Ringelblume, Eisenkraut, Königskerze, Beifuss, Haselnussblätter, Holunderblüten.


Keltischer Abendtee


Dieser Tee ist um den großen Gemeinschaftsbaum, der Linde, und dem magischen Schutzstrauch Weißdorn herumkomponiert. Es ist kein Schlaftee. Sein Thema: abends nach dem Tagwerk zu sich kommen, die eigene Ruhe finden. Ausspannen im Kreis der Lieben.
Geschmack: aromatisch, lieblich-duftig.
Zutaten: Lindenblüte, Weißdorn, Schachtelhalm, Holunderblüten, Holunderbeeren, Melisse, grüner Hafer, Schafgarbe, Mädesüß, Hagebuttenschale, Apfelstücke, Ehrenpreis, Schlüsselblume.




Keltischer Früchtetee


Ein milder Früchtetee mit wenig Säure - die starken Yin-Kräfte der Früchte (Weisheit aus einer anderen alten Kultur) werden ausgeglichen durch die Zutaten Haselnussblatt und Heidekraut.
Durch seine lichte, freundliche Ausstrahlung ist der keltische Früchtetee sehr angenehm zu trinken, auch während etwas trockenerer Alltagsarbeiten, Hausaufgaben oder Büroarbeit.
Geschmack: süßlich-mild-fruchtig, wenig Säure
Zutaten: Apfelstücke, Hagebuttenschale, Rote Bete, Schlehenfrüchte, Birnenstücke, Heidelbeeren, Haselnussblatt, Holunderbeeren, Brennnesselfrüchte, Heidekraut.









Buchempfehlung zum Weiterlesen:
Wolf-Dieter Storl: Pflanzen der Kelten - Heilkunde, Pflanzenzauber, Baumkalender. AT-Verlag

Heuschrecke-Tees und Gewürze erhalten Sie in Ihrem Naturkostfachgeschäft oder im Bio-Versandhandel.

 



Heinz-Dieter Gasper, Ursula Stübner

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Bildbetrachtung, Bio

Impressionismus: Bio-Kamillefeld in Kroatien



10 Dinge, die man sieht, und die man nicht sieht.



Kroatien: Bio - Kamillefeld

 


1) Felder - 3 Farben, sanft wie Schleier: weiß, grün, rot.
Links ziehen sich Kamilleblüten in die Tiefe des Bildes (100m? 300m?). In der Mitte ein schmaler grüner Streifen Gras. Rechts leuchtend roter Mohn, soweit das Auge reicht.


2) Sieht man genau hin, ist auch das weiße Kamillefeld von roten Tupfern durchzogen: Klatschmohnblüten. Im grünen Streifen gibt es rote und weiße Flecken, und auch im roten Mohnfeld gibt es weiße Punkte.


3) Eigentlich ist das Ganze ein Kamillefeld. Der Bio-Bauer in Kroatien hat das Land erst recht spät von der Gemeinde gepachtet, gepflügt, und auf den letzten Drücker noch ausgesät, jedenfalls den linken Teil, der gut aufgegangen ist. Im mittleren Teil liegt eine Drainage zur Entwässerung, deshalb wenig Blüten und sattes Grün. Der rechte Streifen wurde zu spät mit Kamille eingesät, sodass der Mohn das Rennen gewonnen hat.


4) Jetzt ist das Feld abgeerntet. Die Blüten werden getrocknet, und der Mohn von Hand aussortiert - eine Arbeit, die wir uns in Deutschland nicht mehr vorstellen können - oder fast unbezahlbar wäre. Leider konnte in dieser Situation nicht mehr realisiert werden, auch Abnehmer für die getrockneten Mohnblüten zu finden. Mohnblüten sind auch bei uns Bestandteil von Kräuterteemischungen.


5) Ganz kurze Zeit später kam der Hagel und hat innerhalb von 10 Minuten die anderen Felder dieses auf Kamille spezialisierten Bio-Bauers verwüstet, die noch nicht abgeerntet waren. Im Wert macht das ca. 0,5 Mio. EUR aus. Die Häufung solch heftiger Wetterlagen ist Zeichen des Klimawandels (das hören wir auch von unseren anderen Bio-Bauern).


6) Hier die Fotos eines "voll erblühten" Kamillefeldes, aufgenommen ein paar Tage nach dam Hagel, verwüstet.


Kroatien: Kamillefeld nach HagelKroatien: Kamillefeld nach Hagel


 















7) Das ist eine typische Gefahr für die Bio-Landwirtschaft. Bei extremen Wetterlagen verwenden konventionelle Bauern mehr Pestizide. Sie kommen einmal durch Abdrift, zum anderen gelangen kontaminiertes Wasser und Schlamm bei den Überflutungen in die Bio-Felder. Und übrigens auch ins Grundwasser und zunehmend in unsere Mineralwasserbrunnen, wie Ökotest in seiner Ausgabe 7/2011 warnt. Das zunehmende Problem durch die Agrochemie kann kein einzelner Bio-Bauer mehr lösen, sondern gehört auf die politische Ebene.


8) Wenn unser Bio-Bauer uns erzählt, seine Kamillefelder liegen nun weiter von konventionellen Tabakfeldern entfernt, ist das wieder weniger Risiko. Kamille ist ein Sammler - diese Pflanzen speichern mehr Pestizide als andere Pflanzen bei Belastung. Deswegen wird jede Charge analysiert.


9) Im Moment werden die Felder zu einem 2. Versuch vorbereitet. Es wird alles untergepflügt und als Zwischensaat Raps eingesät.


10) Im Spätsommer wird dann wieder Kamille eingesät. Wenn das Wetter mitspielt und mit etwas Glück gibt es noch mal eine Ernte.





Ursula Stübner, Heinz-Dieter Gasper



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Tags: kroatien, terra magnifica, bio-kräuter, kamille, klimawandel, hagel
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Gesundheitssysteme

Papa im Computer

Roman Turk ist unser Lieferant aus Kroatien für Bio-Kräuter und -Gewürze. Nachdem er als Maschinenbau-Ingenieur gearbeitet hat, baute er nach dem Krieg ein Netzwerk von Kräutersammlern und -Sammlerinnen, sowie von Bio-Kräuterbauern über ganz Kroatien auf. Er organisiert die Biozertifizierung, Verarbeitung und Export der Ware. Seine Firma trägt den Namen Terra Magnifica. Mehr zu Terra Magnifica: www.heuschrecke.com/kroatien.htm.  Im Moment kümmert sich Roman um seine Eltern - hier der Bericht. Das charmante Österreichisch / Deutsch von Roman wurde wegen des Verständnisses leicht geglättet, seine Wortschöpfungen eines Fremdsprachlers beibehalten. 

 

 

 

Meistens wird er 10 Jahre jünger als 82 geschätzt.
Dank seinem sportlichen und überaktiven Lebensweise und immer freundlichen Auftritt glaubt ihm keiner, daß er manchmal krank sein kann.
Und seit ca. 3 Monate hat er (wieder) Probleme mit den Blasensteinen.


Im erstem Spital hatte er bekannten Arzt, der ihm trotz gegebenem, hier in der Medizinalbranche üblichen Schmiermittel, nicht einmal richtig zugehört- und nur hin- und her geschickt hat. Und Papa hatte aus Erfahrung gesagt, der Stein kommt nicht von selber raus, es soll zerschlagen werden.


Nun versucht er jetzt seit 6 Wochen im zweiten Spital, denn die von bekanntem Arzt empfohlene Privatärzte machen diese Eingriffe doch nicht.
Vor 2 Wochen war ich zum erstem Mal mit Papa im Spital, denn er ist inzwischen schwach geworden und außerdem hört er nicht allzu gut, also vielleicht liegt hier das Problem? Es stellte sich heraus, er war umsonst gekommen, die Anestäsiologin sagte ihm angeblich schon das vorletzte Mal, er soll mit Andol 5 Tage vor der Operation aufhören (diesen nimmt er seitdem er einige Herz-Bypasse bekommen hat) und er sollte damals nur noch Termin für die Operation am Schalter vereinbaren.
Also machten wir am Schalter vor 1 Woche Termin für diese Woche aus. Es hat mich ein Bisschen gewundert, denn es gab nicht Schriftliches, nur "nächsten Dienstag um 12 herkommen".


Und so kamen wir.
Es stellte sich heraus, daß der zuständige Doktor wie befürchtet noch immer auf die Lizenz vom Ministerium wartet und nicht operieren darf, aber es sind 2 andere als Ersatz hier. Langsam verstehen wir, daß wir nur auf noch eine ambulatorische Untersuchung warten und nicht auf den Empfang ins Spital.
Während dieser fast 2 stündigen gehorsamen Wartens auf Godot, spielt sich einiges vor unseren Augen ab:


Ein Wartende verliert das Geduld und zerstückelt den angeblich nicht richtigen Krankenschein. Dann kommt er nach halbe Stunde wieder und versucht noch einmal. Diesmal geht die Anamnese ins Papierkorb und er verliert wütend der Raum sagend "A...löcher" und zwar wirklich in deutscher Sprache.
Ein Anderer kommt wie vom Himmel gefallen zum Schalter und erklärt, er hätte heute die Operation, seine Versicherung hat die Technikalien erledigt und er hat den Urlaub genommen. Nach langer Sucherei hat man sein Termin gefunden und zwar war es am 29.November letztes Jahres. Zurück in die Reihe bitte.
Ein alter, schwer atmender Mann hat gute 3 Minuten von einem bis zum anderem Ende des Ganges gebraucht, um dort von wütender Krankenschwester zu hören, was sucht er hier?
Die war wütend, weil ein junger Man nicht gewußt hat, da vor Urologie ein Befund von woanders zwingend zu machen ist. Und der ließe sich nicht blöd machen, sondern hat den Aufstand gemacht und erst die größere medizinische Mannschaft hat den Konflikt gemildert.


Außerhalb der ganzen Situation schwebend, hat der erste der Ersatzdoktoren die Hälfte der Wartenden auf einen anderen Termin verschoben, wobei einige davon nur halbe Minute seiner wertvollen Zeit gebraucht hätten. Manche haben dann versucht zum anderen Doktor zu kommen.
Die glückliche Hälfte (es war zwar nicht klar, in welcher Hälfte man sich befindet) hat dann ihren Namen irgendwann am Lautsprecher gehört, leider ohne Raumangabe. Und es gibt gute 10 Türen, alle mit Lauftext ausgestattet, an welchen die ganze Zeit nur Err(or) gestanden ist. Es war nämlich gar nicht klar, an welcher Tür der Treffer lächelt, denn diverses Personal hat die ganze Zeit die Lage gewechselt, wobei ein Außerstehender keine Logik herausfinden konnte. An "unserer" Tür (die Schalter-Schwester hat sie uns mit Finger gezeigt) war leider fast nichts los. Nur ging eine Schwester einige Male heraus und hinein und als wir sagten, wir beugen uns bei jeder ihrer Erscheinung immer deshalb vor, weil wir auf den Empfang hoffen, sagte sie "nur bitte ja nicht zu mir".


Ein geringer Prozentsatz von Wartenden schien am Ende etwas erledigt zu haben. Meistens haben sie eine der Schwestern mit "Grüsse an Dem oder Die" begrüsst.
So blieb noch eine Gruppe von 15-20 Leute im Warteraum.
Es begann mir suspekt zu werden, auch einer vom Hilfspersonal sagte etwas wie "man kann was nur bis 2 Uhr machen".
Meine Vater hat sich getraut, den eingebildeten ersten Ersatzdoktor bei seinem Verlassen der Ambulanz anzureden, der äußerte dann sein Mitleid zu Wehen meines Vaters, es sei aber außerhalb seiner Kompetenz.


Dann habe ich eine vorbeigehende Doktorin, die meinem Vater vor einigen Wochen untersucht hat um Hilfe gebeten und sie ging dann zum zweiten Ersatzdoktor und hat uns die Tür gezeigt, wo er ordinierte.
Endlichmal vor der richtigen Tür kam der Aufruf "Turk" und er ging hinein.
Der zweite Ersatzdoktor war ganz nett, aber natürlich war nichts von im Spital bleiben an derselbem Tag.


Mein Vater bekam ein Papierchen den er zurück zum Schalter bringen sollte.
Er versucht am Teil für bereits "gebuchte" Patienten, aber die Hauptschwester verweist ihm an den Teil daneben (1 leerer Arbeitsplatz liegt dazwischen), wo sich 4-5 Neulinge rühren.
Dann, in einem Einfall der Güte nimmt sie doch das Papierchen und tippt etwas auf der Tastatur. Dann sagt sie "Sie sind fertig".
Offensichtlich waren unsere Blicke verschwommen, so erläuterte sie zusätzlich "Jetzt sind Sie im Computer"




Papa im Computer





Ich habe dem Papa vorgeschlagen, die Schläger anders zu verwenden.







 

 

 

 



Roman Turk

 




Bei Terra Magnifica,  Kroatien: oben rechts: Gründer Roman Turk. Unten links: Heinz Gasper,  Heuschrecke-Gründer, außerdem Mitarbeiterinnen Ana und Sanya
Roman Turk, Gründer von Terra Magnifica (Freund und langjähriger Lieferant von Heuschrecke), ein biozertifiziertes Anbau- und Wildsammlungsprojekt für Kräuter, mittlerweile eines der größeren Kräuterexport-Unternehmen in Kroatien. Nach dem Krieg wurden die alten Sammlerstrukturen von Roman Turk wieder aufgebaut - dies die soziale Komponente: Terra Magnifica ist eine wichtige Verdienstmöglichkeit in der Nachkriegszeit für die verschiedensten Gruppen von Bauern, Flüchtlingen bis zu Kriegsversehrten, für junge und ganz alte Menschen. Zertifizierte Wildsammlung ist Landschaftspflege und dient dem Umweltschutz.










 

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Tags: gesundheitssystem, kroatien
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Bärlauchernte (3) in Echtzeit: Im Wald!

Bio-zertifizierte Wildsammlung in Kroatien

Bild-Impressionen von der Bärlauch-Ernte 2010 in Kroatien. Die Bio-Firma Terra Magnifica liefert uns seit 10 Jahren Bärlauch. Hier das Sammeln im Wald, jede Woche geht es auf eine höhere Höhenstufe. Für dieses Jahr ist die Ernte nun abgeschlossen. Nächstes Jahr wieder ... Die bisherigen Ernteberichte finden Sie hier: www.heuschrecke.com/blog/blog-post/2010/05/06/baerlauchernte-in-echtzeit.htm und www.heuschrecke.com/blog/blog-post/2010/05/10/baerlauchernte-2-in-echtzeit.htm
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Tags: bärlauch, bio-gewürze, kroatien, terra magnifica, mai
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Bärlauchernte in Echtzeit

Mai ist Bärlauchzeit. Biozertifizierte Wildsammlung - logistische Meisterleistung.

 

Bio-Bärlauch Heuschrecke




Roman Turk ist unser Lieferant aus Kroatien für Bio-Kräuter und -Gewürze. Nachdem er als Maschinenbau-Ingenieur gearbeitet hat, baute er nach dem Krieg ein Netzwerk von Kräutersammlern und -Sammlerinnen, sowie von Bio-Kräuterbauern über ganz Kroatien auf. Er organisiert die Biozertifizierung, Verarbeitung und Export der Ware. Seine Firma trägt den Namen Terra Magnifica. Mehr zu Terra Magnifica: www.heuschrecke.com/kroatien.htm.   Das charmante Österreichisch / Deutsch von Roman wurde wegen des Verständnisses leicht geglättet, seine Wortschöpfungen eines Fremdsprachlers beibehalten.

Seit Anfang an gibt es bei Heuschrecke den Bärlauch von Terra Magnifica. Da wir auch als Drittlandimporteur für Kroatien die Importe für den frischen, bzw. tiefgefrorenen Bärlauch organisieren - z.B. für Naturkostmarkenhersteller, die wunderbares Bärlauchpesto und -nudeln machen, bekommen wir die intensive Ernteaktion hautnah mit.











 

Bio-Bärlauchernte 2010 in Kroatien



Seit ca. 10 Jahren "machen wir" den Bärlauch.

 

Frisch, gefroren, lose Blätter oder gemaischt und blanchiert, auch trocken, ganze Blätter oder in verschiedenen Schnittgrößen.
Inzwischen steht Eines fest, den Frischen darf man im Auto nicht über Nacht stehen lassen, ansonsten muss das Auto auf eine Aromatherapie nachher.

 

Das Machen von Bärlauch ist ein ziemlich kompliziertes System, welches maximal 2 Monate pro Jahr einwandfrei funktionieren muss und darnach bis zur nächsten Saison stillgelegt wird.
Dies weil der Bärlauch oberirdisch nur ab Anfang März bis Ende Mai (auf höchsten Lagen) zu sehen ist und nur in ca. Hälfte dieser Zeit für das Sammeln geeignet ist.

Wenn man die marktbedingten Schwankungen im Absatz dazu nimmt (wir hatten inzwischen eine 2jährige Pause mit Menge Null), ist es klar, dass man fast jedes Jahr das System sorgfältig einspielen-, wenn auch nicht sogar vom Neu anfangen muss.

 

Bio-Bärlauchernte 2010 in Kroatien 

Ein System für Bärlauch - Sammeln klingt wahrscheinlich etwas hochgetrieben, ich kann Euch aber zusichern, dass die QS (Qualitätssicherungs) - Leute  daraus zumindest 200 Seiten machen würden.

Mein ehemaliger Chef im Planungsbüro hat oft wiederholt, dass Präsident Kennedy die Entscheidung über das Vietnam-Krieg auf eine Seite DIN A4 untergebracht hat (DIN hat sich offensichtlich stark in der Welt verbreitet) und in diesem Sinne werde ich also die Kennwörter anführen:



  • Sammelgebiet - üblicherweise kein Problem, wenn es denn Bärlauch gibt, dann sind das wie gesäte Felder im Wald zwischen den Bäumen. Man muss sie nur finden.
  • Lage des Gebiets - kaum in der Nähe der Leute, wahrscheinlich dort ausgerottet wegen dem Gestank in der Zerfallsphase.
  • Zugänglichkeit - üblicherweise schlecht für die LKWs (die bei einer koordinierten und gezielten Sammlung der frischen Kräuter für deren Transport nötig sind)
  • Walddichte - wenn Wald zu dünn ist, dann zerfällt der Bärlauch sehr schnell
  • Waldschaden - nach dem nassen Schnee und anschließenden sehr tiefen Temperaturen im letztem Winter liegen heuer am Boden unzählige gebrochene Bäume und Äste.
  • Bio-Bärlauchernte 2010 in KroatienWetter - Schnee muss abtauen, nach dem Regen verkleben die Teile anderer Pflanzen am Bärlauch gerne, also Trockenperiode ist ideal
  • Hagel - in April oft vorkommend, macht die Blätter kaputt
  • Transport der Sammler - heuer haben wir einen extra LKW für die Sammler, die so ihre Autos am Asphalt stehen lassen können. LKW dient auch als Obdach beim etwaigem Gewitter.
  • Transport der gesammelten Blätter zum LKW - Gott erschuf die Gravitation und es wird nur oberhalb der Waldstraße gesammelt.
  • Transport an Forstwegen - ein Traktor bringt die Sammler und das Sammelgut zum LKW,  dort wo es keine Waldstraße gibt.
  • Edukation der Sammler - am besten durch die zeitversetzte Bezahlung, nach der Freigabe des Leiters der Verarbeitung. Deshalb werden die Säcke mit der Rohware mit Namen des Sammlers beschriftet. Und bei der wiederholten Nutzung des Sackes muss der Name des früheren Sammlers gestrichen werden.
  • Feiertage - sind nicht umzugehen, man hat aber die Sammler verschiedener Konfessionen und es bleiben immer welche arbeitsfähig, auch am 1.Mai. Wirtschaftskrise hat das potentiell gefährliche Zusammenfahren abgeschafft, es sind immer noch kleine Streiche, wie das Übertrampeln gegnerischer Sammelspur, möglich.
  • Aufsicht vor Ort - empfiehlt sich, am besten durch ein(e) der Sammler. Kann auch der Fahrer des LKWs sein, aber meistens sitzen diese lieber in Kabine den ganzen Tag.
  • Bio-Bärlauchernte 2010 in KroatienLokaler Koordinator - muss alle Gebiete bereisen und u.a. die zur Verfügung stehende Mengen und die übriggebliebene Zeiträume für die Sammlung erfassen. Muss große Autorität gegenüber den Sammlern haben. Darf nicht am Ende der Saison mit dem für die Sammler bestimmten Geld verschwinden.  

 


Bin schon über A4 und habe mich von der Sammelstelle noch nicht entfernt.
Nicht für USA Präsidenten tauglich.
Kann außerdem nicht hypnotisieren (in den USA gibt es eine "Verschwörungstheorie", die Obama auf Schritt und Tritt analysiert und ihm Hypnosetechniken zuschreibt - ).

Grüsse
Roman









Bei Terra Magnifica, Kroatien: oben rechts: Gründer Roman Turk. Unten links: Heinz Gasper, Heuschrecke-Gründer, außerdem Mitarbeiterinnen Ana und Sanya
Roman Turk, Gründer von Terra Magnifica (Freund und langjähriger Lieferant von Heuschrecke), ein biozertifiziertes Anbau- und Wildsammlungsprojekt für Kräuter, mittlerweile eines der größeren Kräuterexport-Unternehmen in Kroatien. Nach dem Krieg wurden die alten Sammlerstrukturen von Roman Turk wieder aufgebaut - dies die soziale Komponente: Terra Magnifica ist eine wichtige Verdienstmöglichkeit in der Nachkriegszeit für die verschiedensten Gruppen von Bauern, Flüchtlingen bis zu Kriegsversehrten, für junge und ganz alte Menschen. Zertifizierte Wildsammlung ist Landschaftspflege und dient dem Umweltschutz.










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Tags: bio-bärlauch, terra magnifica, wildsammlung, kroatien
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