BLOG | Neueste Nachrichten

Einmal um die ganze Welt...
16.05.2012 07:09
Mikrokosmos: Rübling und Helmling
11.05.2012 10:58
Tomas Tranströmer, Lyrik (1)
08.05.2012 10:37
Du
02.05.2012 10:17
Heiliger des Monats Mai:...
02.05.2012 09:59
Ohrenkuss: Stellungnahme zur...
27.04.2012 14:49

BLOG | Kategorien

Blog-Text-Suche

Meist gelesene Posts

Verschwörungstheorien
1544 mal gesehen   19.05.2010
Zwischen-Nachrichten aus Japan ...
570 mal gesehen   18.04.2011
Unsere Gewürzmühlen
542 mal gesehen   02.07.2010
Ohrenkuss: Yo, también - ME TOO. Preisgekrönter,...
432 mal gesehen   16.07.2010

Archiv

Abonnieren für RSS-Reader

RSS 0.91Nachrichten
RSS 2.0Nachrichten

Zur Zeit wird gefiltert nach: johanniskraut
Filter zurücksetzen

Gastbeitrag
28.07.2010
09:00

Mikrokosmos: Johanniskraut

Sonnenkraut mit Öltanks

Feld mit JohanniskrautJohanniskraut - Blüten
Passend zum Sommer: Ein Sonnenkraut, das Tüpfel-Johanniskraut, Hypericum perforatum






An trockenen, oft mageren Ruderalstellen (Wegrändern, Böschungen, Waldlichtungen) blüht das anspruchslose Tüpfel-Johanniskraut seit Johannis (24.Juni) fast überall in Deutschland und lässt die Sonne doppelt scheinen.







Ölbehälter des Blatts, 100x vergrößertÖlbehälter des Blatts, 20x vergrößert
Öldrüsen sekretieren ein dunkelrotes Öl (Hauptinhaltsstoff: Hypericin) in Ölbehälter , die sich in allen überirdischen Pflanzenteilen finden.
Die grünen Blätter erscheinen durchscheinend punktiert ("getüpfelt") und besonders am Blattrand kann man die Ölbehälter fast mit bloßem Auge erkennen, wenn man nur genau genug hinschaut. Auch in den dunklen Streifen der gelben Blütenblätter fließt Öl.



Leider ist uns kein mikroskopischer Schnitt durchs Blatt gelungen, der sowohl Ölbehälter als auch die umliegenden Drüsenzellen sichtbar gemacht hätte: im Anschnitt läuft das Öl gleich aus und überschwemmt das Präparat dunkelrot.


Die Blätter und weichen Triebe eignen sich von April bis Juni zur Teebereitung, als Würze zu Bitterlikör und zu Fischgerichten, die Blüten von Juli bis August zu Kräuteröl- oder zur Sirupherstellung. Die Blüten sind auch eine schöne essbare Dekoration, wie S.G. Fleischhauer in der Enzyklopädie der essbaren Wildpflanzen schreibt.


In der Volksheilkunde wurde (wird) die Pflanze als wahrer Allrounder, besonders aber das Johanniskrautöl (Auszug des blühenden Krauts in Olivenöl) zur Behandlung der Haut, gepriesen.




Eva Wandelt, Lothar Claußnitzer






Bilder mit Klickvergrößerung





Genug für heute von den Hobbymykologen und Pilzsachverständigen (DGfM) Eva Wandelt (Biologin) und Lothar Claussnitzer (Streuobst-Landwirt).

In loser Folge werden wir auf dieser Seite Schönes, Kurioses, Interessantes, Essbares, Würziges anhand von einfachen Digi-Mikrofotos aus dem wilden Pilz-und Pflanzenreich vorstellen und erläutern.

Wir freuen uns auf Ihre Meinung - Kommentare 0
Tags: johanniskraut, hypericum, ölbehälter, hautöl, mikroskop
Gesehen: 216

Zurück

heupd: Gesundes zu vollem Mehrwertsteuersatz

Natürliche Lebensmittel jetzt mit vollem Mehrwertsteuersatz

Berlin heupd | Von Apotheken- und Arzneimittelherstellerverbänden wurde die gestrige Entscheidung des Bundestags, die allerdings ganz knapp ausfiel, begeistert begrüßt. Nach langjährigen Querelen, immer wieder einzelne Lebensmittel wie Melissenjoghurt, Knoblauch, und zuletzt Tomaten und Ginkgo-Tee als Arzneimittel einstufen zu müssen, hat die Bundesregierung quasi jetzt auf einen Schlag reinen Tisch gemacht.

Alle Lebensmittel, die biogene Stoffe enthalten, zählen zukünftig zu den Arzneimittel und unterliegen damit automatisch dem vollen Mehrwertsteuersatz von im Moment noch 19%. Das betrifft Gemüse, Obst und deren Produkte, alle Vollkorn-Getreidesorten, Hülsenfrüchte und deren Produkte wie Tofu, Gewürze, Kräuter, Tee und Kaffee, und alle Milchprodukte.

Die einzigen Lebensmittel, die weiterhin dem ermäßigten Mehrwertsteuersatz unterliegen, sind reine Weißmehl- sowie frittierte Kartoffelprodukte, Süßigkeiten inclusive Softdrinks mit mehr als 60% Raffineriezucker, H-Milch, Analogkäse, Formschinken und Fischstäbchen.
"Ausgehend von der Erwartung eines normal informierten, durchschnittlich verständigen und situationsbedingt aufmerksamen Verbrauchers", stellte der Bundestag in seiner abschließenden Begründung fest, "ist mit seiner Einsicht zu rechnen, dass natürliche landwirtschaftliche Produkte mit biogenen Stoffen keine Lebensmittel, sondern eher Arzneimittel sind".

Als Konsequenz verzichtet die Regierungskoalition auf die geplante Mehrwertsteuerdebatte, da mit dieser Änderung genügend Steuern in die leeren Kassen gespült werden. So ist auch die peinliche Neuaufwärmung der Hotel-Mehrwertsteuersatz-Diskussion endgültig vom Tisch. hg/us

 

 

 

heupd - Pressedienst für unterbliebene und unterdrückte Nachrichten

Zurück