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BioFach Messe 2012 - Ein Heuschrecke-Bericht.
Was tun wir eigentlich so auf der Messe? Über unsere Kunden, Lieferanten und Bio-Produkte.

- 07 Der erste Messe-Morgen an unserem Stand - der Tee für unsere Kunden, Lieferanten und Besucher ist fertig. Naturkostläden, Naturkostgroßhandel, Hofläden, Kräuter- und Tee-Fachhandel, Praxen und Gesundheitsberater, verschiedenste Naturkost- und Kosmetikhersteller, die Gewürze und Kräuter benötigen, Anbauer und Importeure werden uns in den nächsten 4 Tagen besuchen.

- 08 Unsere diesjährigen Produktneuheiten sind zum Glück alle kurz vor der Messe fertiggeworden (keine Dummies): Harissa-Gewürz, Keltisches Würzsalz, edler Malabar-Super-Pfeffer von den Sahyadri Spice Farmers, Bambus Tee, Cannabis Tee, Kinder-Rooibusch Tee mit Erdbeer und Vanille, und 3 sehr edle China-Grüntees.

- 29 Zufälliges Zusammentreffen an unserem Stand - unsere ungarischen Paprika-Connections: Guszti und Werner. Ungarischer Paprika ist - sagt man - der beste der Welt. Es gibt eine lange frostfreie Periode, aber es ist nicht so heiß, dass die Paprikafrüchte am Strauch ausreifen. So haben die Ungarn die Methode des Nachreifens entwickelt, die dem Aroma sehr gut tut (Zucker baut sich auf, aber die Aromen bauen nicht so sehr ab wie am Strauch).

- 30 Mit Guszti haben wir etwas Neues ausgeheckt: Bio-Anis-Anbau in Ungarn. Die Anissamen, die wir auf die Messe mitgebracht haben, wird Guszti jetzt zur Aussaat mitnehmen, das Klima ist günstig. Es gab leider mit Anis aus der Türkei und aus Italien, wo er üblicherweise herkommt, des öfteren Pestizidprobleme - so entstand die Idee mit unseren ungarischen Partnern.

- 41 Auch das ist BioFach: alte Freunde und Kollegen wiedertreffen, hier Maria Kettenring, Buchautorin und Mitarbeiterin bei Primavera. Ende der 80er Jahre haben erst Primavera und kurz danach Heuschrecke mit ätherischen Ölen gestartet, wir von unseren Kräuterlieferanten animiert, da Überschüsse destilliert wurden. Während Primavera sich zum Marktführer für ätherische Öle (und seit einigen Jahren mit eigener Kosmetiklinie) in unserer Branche entwickelt hat, sind wir verstärkt Spezialist für Gewürze, Kräuter und Tee geworden, mit einem kleinen Basissortiment ätherischer Öle.

- 43 Pfefferkäse (mit unserem Pfeffer) ist der Renner der Fleckenbühler Käserei. Suchthilfe Fleckenbühl - hier aus ihrer Selbstdarstellung: "Eine offene, konsequent nüchterne Gemeinschaft: Das sind wir Fleckenbühler. Unser Angebot ist einfach: Wir nehmen Menschen mit Suchtproblemen in jeder Lebenssituation sofort bei uns auf. Und dann helfen wir ihnen, dauerhaft suchtfrei und selbstbestimmt zu leben. Unsere eigenen früheren Suchterfahrungen helfen uns dabei. Wir Fleckenbühler haben uns dafür entschieden, nüchtern - ohne Drogen, Alkohol und Tabak – zu leben und unser Schicksal selbst in die Hand zu nehmen. Wir leben und arbeiten zusammen." Auf dem Foto: der Vize-Käsemeister und der Käsemeister.

- 44 Die Firma Isana mit ihrer Naturkostmarke Bio Verde ist bekannt für frische Bio-Feinkost. Einmal im Jahr organisieren wir mit Terra Magnifica (Wildsammlungsprojekt in Kroatien) den Bärlauch-Transfer während der Erntzeit im Mai, tiefgekühlt und Tonnen - jedesmal eine Aufregung, ob alles gutgeht - es nicht regnet, und die Kühlungen während der wöchentlichen Transporte im ganzen Mai heil bleiben - , für das frische (nicht erhitzte) Bärlauchpesto und die Bärlauchgnocchi. Walter Lutz zeigt sie hier - lecker! Auch das findet auf der BioFach statt: zusammen mit Isana und Terra Magnifica besprechen wir die Planung für kommenden Mai. In unserem Blog haben wir schon mehrmals über die Bärlauch-Ernte (sozusagen life) berichtet.

- 45 Taifun, die Firma von Wolfgang Heck, macht leckere Tofus, Bratlinge und Tofuwurst (die es zum o.g. Salat in unserer Mittagspause gibt, wenn es schnell gehen muss) - u.A. mit vielen Heuschrecke-Gewürzen. Für die Grillknacker von Taifun tüfteln wir die ideale Mischung aus mehreren weißen Pfeffern aus, die den richtigen Fermentations-Ton haben (das, was Pfefferneulinge an Schafstall erinnert). Dieser gibt dem neutralen Tofu eine angenehme Würze. Weißer Pfeffer ist neben Muskat und Majoran auch für Metzger eins der wichtigsten Gewürze.

- 46 Freund, Lieferant und Kunde seit den 80iger Jahren: Jan Kees vom Demeter-Kräuterhof Het blauwe Huis in den Niederlanden (siehe bei unseren Lieferantenportraits). Jan Kees erinnert nicht zufällig an den weisen Schulleiter Dumbledore. Sein Büro sieht fast aus wie die Studierstube von Dumbledore, komplett voll mit wertvollen alten Kräuterbüchern. Das Trio mit Jan Kees, Ton Vink (ein anderer Kollege mit einem Kräuterbetrieb in der Drome, Frankreich), und Heuschrecke-Inhaber Heinz-Dieter Gasper wird auch "Alte Meister" genannt.

- 47 Dieses Jahr im Sommer haben wir mit Roman Turk und seiner Frau Sanja von Terra Magnifica in Kroatien Sammlergruppen und Kleinbauern besucht. Auf unsere Theke "Coole Kelten" zeigen wir ein Fotobuch davon (ganz einfach und schnell im Internet mit einer Fotolabor-Software erstellt - überraschend gute Qualität ... hatten wir erst kurz vor der Messe entdeckt, dass es sowas gibt ...). Roman, Sanja und Ana (Ana hält das Büro zusammen) sind fasziniert, ein Buch über ihren Betrieb zu sehen.

- 50 Dominik Collenberg hat in Zimbabwe die Bio-Kleinbauerninitiative KAITE ins Leben gerufen. Seit mehreren Jahren sind wir nun schon in gutem Kontakt. Nachdem KAITE zunächst auf ätherische Öle und Kosmetik-Rohstoffe spezialisiert war, kamen dann die Gewürze und Kräuter dazu. Dieses Jahr erwarten wir den ersten Container mit Chili (sehr scharf) und verschiedenen Kräutern und Blüten. Inzwischen gehören 1000 Bauernfamilien zu KAITE.

- 60 Die kirchliche Nichtregierungsorganisation Peermade Development Society hat ein gut funktionierendes Kleinbauernprojekt in Kerala ins Leben gerufen, mit mittlerweile 2100 Familien. Wir arbeiten schon lange mit ihnen zusammen, und planen hier mit Chacko Thomas und Leiter Father Sabu John unseren Gewürzbedarf für 2012.
Jubiläum
12 Monate Heuschrecke Blog!
Der Druck wächst - Mittwoch ist meine monatliche Deadline.
Der Beitrag für den Heuschrecken-Blog muss online stehen und ich habe immer noch kein Thema.
Seit Tagen wälze ich mich abends im Bett, läuft es mir unter der morgendlichen Dusche kalt den Rücken herunter, suche ich zunehmend verzweifelt nach einer Idee für "meine Leser" im Internet.
Und nichts ist gut genug. Kein Plot genügt den Ansprüchen.
Und das gerade zum 1. Jahres-Jubiläum des Heuschrecken-Blogs.
11 mal fand ich ein Thema, das des anspruchsvollenen Publikums würdig war - und da soll es am 12. Monat scheitern?
Im September 2009 hatten wir das Blog-System für unsere guten Kunden und alten Weggefährten, die Naturkost-Firma Heuschrecke, erbaut und erfolgreich getestet.
Der erste Blog-Beitrag der Herausgeberin und Chefredakteurin in Personal-Union, Ursula Stübner, mit dem Thema "11710 Tage nach Gründung der Heuschrecke - Geburt des Heuschrecke-Blogs" ging dann am 01.10.2009 online.
Seitdem sind 142 Blog-Beiträge durch Ursulas Förderung und Forderung erschienen, 80 Beiträge aus ihrer eigenen Feder (respektive USB-Tastatur) geflossen. Also mehr als die Hälfte.
Wie hoch der Anteil unserer grauen Eminenz, Heinz-Dieter Gasper, an diesen Blog-Beiträgen war, mag ich nur vermuten. Sicher stand er immer kenntnissreich und kommentierend zur Seite.
142 Beiträge in 12 Monaten - das bedeutet durchschnittlich 12 pro Monat, exakt 2,95 pro Woche. Von 7 verschiedenen RedakteurInnen die alle treu bei dem Projekt mitwirken.
Gern wüßte ich, ob auch die geschätzten KollegInnen ab und zu ihre liebe Not mit der Themenfindung haben. So wie ich seit Tagen.
Die Besucherzahlen der www.heuschrecke.com stiegen in den 12 Monaten von 6.500 Besuchern monatlich auf 10.500 Besucher pro Monat. Ganz beachtlich!
Es wurden 48 Kommentare zu den Blog-"Posts" abgegeben. Die meisten Kommentare verursachte ein Artikel über "Verschwörungstheorien" - was ich aber für eine Verschwörungstheorie halte.
Der meistgesehen Beitrag im letzten Jahr war der Beitrag "Ohrenkuss: Yo, también - ME TOO" - zu recht, wie ich finde, berichtet er doch über ein ganz außergewöhnliches und förderungswürdiges Film-Projekt.
(wer's noch nicht gesehen hat - hier ist der Link: www.heuschrecke.com/blog/blog-post/2010/07/16/ohrenkuss-yo-tambien-me-too-preisgekroenter-bezaubernder-sommerfilm-aus-spanien-ab-58-im.htm)
Mir hat der Heuschrecke Blog bisher viel gebracht. Einblicke in die Welt von Menschen mit Down-Syndrom, Eindrücke aus der Inventur bei der Heuschrecke, Einsichten in die Ansichten kleinster Pilze.
Sogar mein Wissen um katholische Heilige hat sich auf angenehmste und unterhaltsamste Weise vermehrt! Wer hätte das gedacht.
So gesehen, macht das bloggen auch viel Spaß und mein Stress lässt nach - vor allem, weil ich auf diese Weise meinen Beitrag für diesen Monat wieder mal geschafft habe.
Wolfgang Kurtz
ist Mit-Inhaber der Kölner Internet-Agentur
Kpunkt.
Er war brotloser Künstler, glücklicher Bioladner und "regionaler Ansprechpartner des Bundesverbandes Naturkost" bevor er 1992 seine Werbeagentur gründete.
Heute gestaltet er Internetauftritte für viele Naturkost-Firmen und hat mit seinem Team auch die technischen Voraussetzungen für den Heuschrecke-Blog geschaffen.
Sein Faible für Computer und technisches "Spielzeug" und seinen unerschütterlichen Glauben an positive Utopien bringt er in diesen Blog ein.way-back-machine
Take me back...
Im Internet gibt es mythische Orte.
So wie wir über Kindheitsfotos in alten Fotoalben staunen,
ein wohliger Schauer uns bei Funden auf dem Dachboden durchrieselt
oder wir uns in Museen über alte Schätze und Kunstwerke freuen, so gibt es mittlerweile auch digitale Schatzkisten im weltweiten Netz.
Die WayBackMachine ist ein gemeinnütziges Projekt, das seit 1996 Momentaufnahmen von Webseiten speichert und öffentlich zugänglich archiviert.
Jeder kann unter der Adresse
http://www.archive.org/
eine beliebige Internet-Adresse (URL) eingeben - und sieht Schnappschüsse dieser WebSites aus den vergangenen Jahren.
So sind für die WebSite www.heuschrecke.com zum Beispiel 223 Zustände seit dem 04. Februar 1998 gespeichert -
12 Jahre alte Internet-Seiten, die uns eine kleine Zeitreise in die Anfänge deutschen Webdesigns machen lassen.
Und nicht nur die Texte sind für die Ewigkeit archiviert, wenn man ein wenig länger wartet, kommen auch die Bilder, Buttons und Hintergründe der Seiten.
Das wird auf Anforderung von den gigantischen Speichern des Archivs in San Francisco geholt, wo mittlerweile mehr als 150 Milliarden Seiten gesichert sind.
Unglaubliche Schätze oft längst versunkener Königreiche...
Versuchen Sie es doch mal mit Ihrer Internet-Adresse!
Eine Sammlung der ältesten Websites findet man unter:
http://web.archive.org/collections/pioneers.html
Die WayBackMachine wird durchschnittlich täglich von 150.000 Nutzern besucht und wächst seit 1996 um monatlich geschätzte 100 Terabyte an.
Seit dem Sommer 2008 sind leider keine neuen Momentaufnahmen mehr dazugekommen - niemand weiß warum.
Mythen oder doch Mysterien des Internets...
Wolfgang Kurtz
ist Inhaber der Kölner Internet-Agentur
kpunkt.
Er war brotloser Künstler, glücklicher Bioladner und "regionaler Ansprechpartner des Bundesverbandes Naturkost" bevor er 1992 seine Werbeagentur gründete.
Heute gestaltet er Internetauftritte für viele Naturkost-Firmen und hat mit seinem Team auch die technischen Voraussetzungen für den Heuschrecke-Blog geschaffen.
Sein Faible für Computer und technisches "Spielzeug" und seinen unerschütterlichen Glauben an positive Utopien bringt er in diesen Blog ein.Ohrenkuss: Heuschrecken
... So niedlich wie die Beine, die tanzt und hüpft so fröhlich
Ohrenkuss ...da rein, da raus
Das Magazin, gemacht von Menschen mit Down-Syndrom. Ein Projekt der downtown - Werkstatt für Kultur und Wissenschaft. Für ihren Februar-Beitrag in unserem Blog haben sie sich unter der Leitung von Herausgeberin Dr. Katja de Bragança etwas Besonderes ausgedacht - worüber wir uns sehr gefreut haben. Es lohnt sich auch, die Portraits der einzelnen AutorInnen zu lesen (siehe links unten).
Das Ohrenkuss-Magazin erscheint zweimal im Jahr. Das bedeutet: Mindestens ein halbes Jahr wird an den Texten jeder Ausgabe gearbeitet.
Die Bonner Redaktion (inzwischen mehr als 15 AutorInnen im Alter zwischen 15 und 51 Jahren) trifft sich alle 14 Tage um das jeweils nächste Thema zu bearbeiten. Zusätzlich gibt es noch "Außerhaus"-Termine an denen zu besonderen Fragen recherchiert wird.
Die mehr als 40 AußenkorrespondentInnen schreiben aus der Ferne mit und senden uns ihre Texte fristgerecht zu.
Nun ist es so, dass einige dem Schreibwahn verfallen sind und der Meinung sind, dass es nicht reicht, alle sechs Monate nur ein Thema zu bearbeiten.
Für diese Schreibfreaks gibt es Sonderthemen - und ja abstruser, desto besser, weil herausfordernder.
Das letzte Thema lautete "Heuschrecke" und hier kann man sehen, wie die einzelnen Personen sich damit auseinandergesetzt haben:
Der Bonner Autor Björn Langenfeld nutze ein Wochenendbesuch bei seinen Eltern, um seiner Mutter eine knappe Zusammenfassung zu diktieren:
"Heuschrecke ist Tier, krabbelt auf Erde. Hüpft wie Känguru, kann auch fliegen."
Was will man mehr?! Da ist doch schon alles gesagt.
Aber das Thema ist vielschichtiger. Es gibt zunächst mal die historische bzw. biblische Betrachtungsweise. Mit der hat sich der Ohrenkuss Fernkorrespondent Patrick Görres beschäftigt. Seinen Text hat er old school mäßig auf einer Schreibmaschine getippt, ja - so was gibt es wirklich noch:
"In DEn 2 Buch Mose Haben die 10 Blangen cg 10 Monate Getauert:
Mose hatte Damals die Heuschreckenplage über Ägypten Geleget weil der Pharao Hartherz war um das sein Volk Israeliten nicht Siehen lassen Wollte.
Mose der Gottesmann Mußte es 8 X Über den Kopf von Pharao Schwiegen.
Daruch Kam die Heuschrecke Plage die aber länger Getauert Hatte:
20 Monte lang bis der Pharao Endlich aufgeben mußte:
In Ägypten Wurde die Lebenshiedel (Lebensmittel) Ganz Gnapp Geworden:
sso Sttarben Tiere noch Menschen."
Aladdin Detlefsen, der Ohrenkuss-Korrespondent aus Bremen erzählt eine Geschichte (die er seiner willigen Sekretärin "Mutter" diktiert):
"Heuschrecke ist in Afrika ganz viel hundert auf die Baum und Blätter.
Groß ein Meter fünf.
Ich hab ein Geschichte davon:
Es war einmal ein Heuschrecke. Die hüpft immer hüpfen hüpfen bis hin und her.
Die war so klein, wenn ich anfasse hüpft der schnell wieder weg wie ein Wind.
Wenn die Heuschrecke immer größer werde dann wird der groß.
"Ich heiße Heuschrecke. Also ging ich alleine ganz einfach aus dem Haus.
Ich heiße Heuschrecke sagt man so schön."
So niedlich wie die Beine, die tanzt und hüpft so fröhlich.
Und dann hat auch mehrere Freunde."
Der Ohrenkuss USA-Korrespondent Tobias Wolf liefert noch weiteres Hintergrundwissen und äußert sich zu der Namenswahl der Firma, die diesen Blog betreibt. Weil der Mann so beschäftigt ist und es schnell gehen musste, hat er den Text nicht selbst in die Mail getippt oder (wie so oft) auf Tonband gesprochen, sondern ebenfalls seiner Sekretärin "Mutter" diktiert:
"Heuschrecken kenne ich aus der Natur.
Das ist ein guter Name für ein Naturladen.
Heuschrecken können auch hüpfen, weil sie kleine Beinchen haben und weil sie einen kleinen Winkel in den Füßen haben. Damit können sie in den Wiesen hüpfen.
Manchmal sehe ich ganz zufällig welche, wenn sie vorbeihüpfen.
In Englisch heißt das GRASHOPPER, das heißt in Deutsch Grashüpfer.
Ich finde beide Namen schon ok.
Der Name Heuschreck kommt davon, dass man einen Schrecken kriegt, wenn man auf der Wiese sitzt, kann leicht einer in die Hose klettern oder reinhüpfen.
Danke, das war's."
Was sind Texte ohne Bilder?
Ohrenkuss lebt von den guten Fotos - aber hier haben wir eine Ausnahme gemacht.
Das Multitalent Susanne Kümpel hat den Auftrag übernommen, die Heuschrecke zu zeichnen. Susanne Kümpel ist 49 Jahre alt und Künstlerin von Beruf. Sie arbeitet in der Kreativen Werkstatt ALLERHAND in Köln. Zeichnend und malend ordnet sie in ihrem Werk Gesehenes und Erlebtes. Susanne Kümpel versteht die künstlerische Arbeit als Denkvorgang, der ihr eine intensive Auseinandersetzung und Durchdringung ihrer Lebenswelt eröffnet.
Kontakt: Jutta Pöstges allerhand@gwk-koeln.de //
www.allerhand-kreativewerkstatt.de
Hier ist Susanne Kümpels Ohrenkuss-Portrait:
http://www.ohrenkuss.de/projekt/portraits/kuempel/
Und hier die Links zu den Portraits der Autoren:
Björn Langenfeld
http://www.ohrenkuss.de/projekt/portraits/langenfeld/
Tobias Wolf
http://www.ohrenkuss.de/projekt/portraits/t_wolf/
Patrick Görres
http://www.ohrenkuss.de/projekt/portraits/goerres/
Aladdin Detlefsen - beschrieben von seinem Freund und Schauspielerkollegen Mirco Kuball
http://www.mirco-kuball.de/html/freunde.html

... mongolisch ist mongolisch und klingt wie mongolisch ...
Ohrenkuss ...da rein, da raus, das Magazin, gemacht von Menschen mit Down-Syndrom gibt es seit mehr als zehn Jahren.
Das Projekt ist einmalig auf der ganzen Welt und mehrfach preisgekrönt.
Es erscheint zweimal jährlich - mit jeweils einem Thema, Texten der bis zu 50 AutorInnen mit Down-Syndrom und professionellen Fotos.
www.ohrenkuss.de
Newsletter
Wer regelmäßig über Ohrenkuss informiert werden möchte, kann hier den Ohrenkuss-Ipeschl abonnieren:
www.ohrenkuss-ipeschl.de.
Quelle:
www.ohrenkuss.de/projekt/portraits/hoehne/
Winterbesuch, nachts
Der Turmfalke
Im letzten Winter suchte er sich den Platz auf der Neonlampe über unserer Eingangstür als Übernachtungsort aus. Dort ist es etwas windgeschützt und nicht ganz so kalt, aber doch ein freier, erhöhter Platz, und wahrscheinlich rennen nachts ein paar Kleintiere über den Hof.
Im Sommer war er woanders unterwegs, und wir waren gespannt, ob wir ihn nochmal sehen.
Bei der 2. Kältewelle diesen Winters, im Januar, war er wieder da. Ruhig, stoisch, pünktlich ab 18:00. Wenn man sich davor stellt und ihn anschaut, schaut er ohne Bewegung zurück. Wenn man ihn 10 Minuten anstarrt, schaut er 10 Minuten gelassen zurück. Man wird selber ganz entspannt von diesem Blick. Interessant, dass es keine Angst vor Menschen gibt. Er scheint sich auf dem etwa 3m hohen Platz ganz sicher zu fühlen.
Ein schöner Augenblick nach einem hektischen 10-Std.-Arbeitstag mit vielen menschengemachten Business-Verrücktheiten. Endlich Ruhe.
Unsere Produktionsmitarbeiterinnen, die morgens um sechs beginnen, sehen ihn noch und zetern, dass er ihnen auf den Kopf kackt. Ist aber noch nie passiert.
Im Frühling wird er wieder sein Sommerquartier aufsuchen.
Heidis Version:
Der Vogel hält den ganzen Laden hier zusammen. Denn er ist nachts noch aktiv, wenn alle gegangen sind. Passt auf, das die Nager nicht zu übermütig werden.
Nachtwächter ohne Schichtwechselprobleme, ohne Zuschläge, meckert nicht, nun gut - scheißt ein bißchen zuviel auf die Fußmatte (auch das Gewölle kehre ich morgens dann weg). Im Grunde der Wiedereinzug von etwas Natürlichem hier im Industriegebiet - genau wie der Hase, der schonmal über den Hof peest, so wie früher über den Acker hier -
Ist er mal nicht da, der Turmfalke, ist die Ursula traurig, am Ende ...
Schöne Noch-Winterzeit wünschen
Heinz-Dieter (Heidi) Gasper und Ursula Stübner


































































