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(heupd) Feed Award für gentechnische Innovation

FEED-Award für gentechnisch innovative Strategie bei Stevia

KÖLN heupd | Auf der kommenden Weltleitmesse für Nahrungs- und Genussmittel ANUGA wird erstmals der Feed Award verliehen. Dieser Preis für innovative Techniken und Strategien zur erfolgreichen Industrialisierung und Monopolisierung im Bereich Lebensmittel ist von der Union der Wirtschaftministerien der G20 (UEG20) ins Leben gerufen worden.
Dem diesjährigen Preisträger, der multinationalen Firma Carfish, ist es gelungen, in einem nachahmungswürdigen Coup die gesamte Welt-Stevia-Produktion zu dominieren.

Die Strategie war nachhaltig angelegt. 1997 wurde nach Eingaben von Lobbyisten die europäische Novel Food Verordnung geschaffen, und kurz darauf das natürliche Süßungsmittel Stevia (Stevia rebaudiana) mithilfe dieser eigentlich nicht zuständigen VO in der EU verboten. Es wurden geeignete Maßnahmen ergriffen, um zu verhindern, dass diese Konterkarierung der Novel Food VO entschleiert wurde, und tatsächlich hat sich nach über einem Jahrzehnt bezüglich Zulassung der genialen Süßpflanze noch nichts bewegt.

In der Zwischenzeit gelang es Carfish, das Saatgut von Stevia rebaudiana gentechnisch zu manipulieren, patentieren zu lassen, und durch Saatgut-Referenten das natürliche Saatgut in den klassischen Anbaugebieten Südamerikas und Asiens zu kontaminieren. Gute Beziehungen zur EU und USA garantieren, dass der Patenschutz für Stevia mit Rebaudiosid F16 in den betroffenen Ländern anerkannt werden muss. Rechtzeitig zur in Kürze erfolgenden Wiederzulassung von Stevia in der EU wird Carfish als einzige Firma die Pflanze und ihre verarbeiteten Wirkstoffe liefern können. us/hg





heupd = Pressedienst für unterbliebene und unterdrückte Nachrichten. 

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Tags: gentechnik, feed award, anuga, stevia
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(heupd) WTO schützt Kleinbauern

WTO-Klage auf EU-Zulassung von Stevia

GENF heupd |  Die WTO führt aktuell Klage gegen die EU auf endgültige Zulassung der auf anderen Kontinenten traditionell benutzten Süßpflanze Stevia (Stevia rebaudiana).

Die EU hatte im Jahr 1999 die 1997 für neuartige (gentechnisch veränderte) Lebensmittel geschaffene Novel-Food-Verordnung dazu benutzt, den Handel mit Stevia zu verbieten. Entsprechende Lobbyarbeit der Süßstoffmultis war vorausgegangen.

WTO-Sprecher John Ganapathiplackal: "Es kann nicht angehen, dass eine natürliche Pflanze, die in Südamerika und Teilen Asiens traditionell seit 1000 Jahren in der Nahrung verankert ist, in Europa unter dem Begriff neuartiges Lebensmittel verboten wird, während hightec-manipulierte Pflanzen diese Novel-Food-Verordnung ohne seriöse Umweltstudien passieren."

Die Eu wird zusätzlich aufgefordert, die Kleinbauern Südamerikas und Asiens für die seit 1999 entgangenen Umsätze zu entschädigen. Die Entschädigungen können nach Meinung von EU-Rechtsexperten aus dem Agrarsubventionstopf fließen. us/hg

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Tags: stevia, novel food, gentechnik, süßpflanze, kleinbauern, wto, eu
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(heupd) Politiker haften für Unsinn

Europäischer Gerichtshof hebt Immunität auf

BRÜSSEL heupd |  Nachdem riskant handelnde Finanz- und Bankmanager neuerdings für verursachte Schäden haftbar gemacht werden, sind jetzt die Politiker dran.

Um die schleichende Korruption in der EU schneller und effektvoller einzudämmen, hat der Europäische Gerichtshof nun beschlossen, die Immunität von Berufspolitikern grundsätzlich aufzuheben. Lobbyarbeit der Wirtschaft hatte dazu geführt, dass wider besseren Wissens und explizit gegen den Willen der Bevölkerung riskante und unsinnige Maßnahmen beschlossen wurden und dafür extra Gesetze, die dem Allgemeinwohl entgegenstehen, auf den Weg gebracht wurden.

Eins der schlagenden Beispiele hierfür sind die Verlängerung der Laufzeiten bei Atomkraftwerken im vollen Wissen, dass die Sicherheit der Bevölkerung nicht gewährleistet werden kann - Stichworte: marode Bausubstanzen und Atommülllagerung. Überholte Technik wird am Netz gelassen, um verbundenen Konzernen Profit zuzuschanzen.

Das andere aktuelle Beispiel ist die erneute Zulassung von gentechnisch verändertem Saatgut. Diese Maßnahme, eine der ersten Amtshandlungen der neuen Regierung, verstößt offensichtlich gegen den in umfassenden Umfragen erhobenen Willen der Bevölkerung.

Zudem verstößt sie gegen das geltende Recht der EG-VO 834/2007 (EG-BIO-Verordnung), da die unvermeidbare Streuung der genmanipulierten Saaten und die unumkehrbare Kontamination von alteingesessenen Pflanzenbestände bewusst in Kauf genommen wird. In vollem Wissen um das Risiko für Umwelt und Gesundheit durch diese neuartigen Pflanzen wurde zugelassen, dass gentechnisch verändertes Saatgut die Novel Food Verordnung passiert. Ein Bio-Anbau in Europa wird dadurch ad absurdum geführt.

In all diesen Fällen können politische Entscheidungsträgern von StaatssekretärInnen bis zu KanzlerInnen und PräsidentInnen in Zukunft persönlich für Folgeschäden mit einer Verjährungsfrist von 30 Jahren haftbar gemacht werden, aber ebenfalls auch in schlimmen Einzelfällen vorbeugend angeklagt werden. Der Europäische Gerichtshof verspricht sich davon ein verantwortlicheres, nachhaltigeres Handeln der Politiker.  us/hg

heupd - Pressedienst für unterbliebene und unterdrückte Nachrichten

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Tags: heupd, heuschrecke-pressedienst, korruption, atommüll, novel food, eg-bio-verordnung, gentechnik
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