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Gastbeitrag
23.11.2011
10:27

Mikrokosmos: Rötlinge

Die Schätze der mageren Wiesen



Porphyrbraunen Filz-Rötling (Entoloma porphyrophaeum)
Zwischen Gräsern, Kräutern, Moosen auf mageren Wiesen treten sie häufig auf: die Rötlinge (Familie Entolomataceae). Auf der diesjährigen Wiesenpilz-Tagung Anfang November 2011 gab's gleich mehrere Arten zu bestaunen.




Rötlinge als solche sind an ihren eckigen, rosa Sporen ( die Lamellen verfärben sich schon am Fruchtkörper mit der Sporenreife zum sogenannten 'Mykologenrosa', einem eher etwas schmutzigen Altrosa) bei entsprechender Vergrößerung leicht zu erkennen, sobald ihre Sporen auf dem Objektträger liegen.




Dann aber wird's schwierig, denn man hat den Eindruck, dass die Sporen fast alle gleich aussehen, wenn man nicht gerade den Kreuzsporigen Rötling (Entoloma conferendum, siehe Öffnet externen Link in neuem FensterMikrokosmos 11/2010) erwischt hat.




Entoloma jubatum, braunblättriger Filz-Rötling
Aber es gibt ja glücklicherweise noch andere gute Merkmale und mit dem Braunblättrigen Filz-Rötling (Entoloma jubatum) und dem Porphyrbraunen Filz-Rötling (Entoloma porphyrophaeum)  haben wir noch zwei relativ einfach zu identifizierende Arten entdeckt:




An den häufig sterilen Lamellenschneiden besitzen sie sterile Sonderzellen (Cheilocystiden) mit eigenartigen runden Köpfen, die wie Mensch-ärgere-Dich-nicht-Figuren aussehen, bei Entoloma porphyrophaeum allerdings untermischt mit noch anders geformten Cheilocystiden und auch sporenentwickelnden Zellen (Basidien).



Im mit Kongorot angefärbten Präparat sind die 'Spielfiguren' gut zu erkennen. Viel Spaß beim Schauspiel!







Eva Wandelt und Lothar Claußnitzer

Bilder mit Klickvergrößerung




 



Genug für heute von den Hobbymykologen und Pilzsachverständigen (DGfM) Eva Wandelt (Biologin) und Lothar Claussnitzer (Streuobst-Landwirt).

In loser Folge werden wir auf dieser Seite Schönes, Kurioses, Interessantes, Essbares, Würziges anhand von einfachen Digi-Mikrofotos aus dem wilden Pilz-und Pflanzenreich vorstellen und erläutern.


Fotos © Evi Wandelt

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