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Gastbeitrag
15.03.2012
10:12

Ohrenkuss: Skandal! Pressemitteilung

SKANDAL um OHRENKUSS!!!

  • Mafia-Terror und Leser-Beleidigungen verschandeln Hochglanzmagazin



Ohrenkuss ...da rein, da raus - das Magazin, gemacht von Menschen mit Down-Syndrom, unter der Leitung von Herausgeberin Dr. Katja de Bragança. Ein einzigartiges und vielfach prämiertes Projekt der downtown - Werkstatt für Kultur und Wissenschaft. Die Ohrenkuss-AutorInnen bloggen regelmäßig bei uns zu aktuellen Themen.

Ohrenkuss, das Magazin

 

 



BONN, 12. März 2012 - WAHNSINN!!! Das neue Ohrenkuss-Heft zum Frühjahr ist ein SKANDAL. Die Ausgabe ist frech, provokant, ordinär, sexy und - einfach hammergeil. Dagegen ist die BILD-Zeitung eine Einschlafhilfe. Am 21. März geht die neuste Ausgabe des Revolverblattes "Ohrenkuss ...da rein, da raus" an die Abonnenten und wird auf Öffnet externen Link in neuem Fensterwww.ohrenkuss.de online freigeschaltet. Damit nicht genug: Abends bekommt Ohrenkuss-Chefredakteurin Katja de Bragança in Berlin "Die Goldene Frau" von BILD der Frau. Und das alles ausgerechnet am Welt-Down-Syndrom-Tag!




Ohrenkuss, Skandal: Julia Bertmann und Marc Lohmann

"Halt die Klappe, du Vollidiot!"



Der neue "Ohrenkuss" ist nichts für schwache Nerven. Denn der Leser bekommt schon auf dem Titelblatt (diesmal ist die Ausgabe übrigens nicht im vertrauten Ohrenkuss A4 Querformat, sondern eine "richtige" Zeitung im A3 Format) eine wüste Publikumsbeschimpfung ab - das ist wie eine Tracht Prügel mit Worten: "Halt die Klappe, du Vollidiot, du dicke Kuh, du blöde Zicke, lahme Schnecke, Affenarsch, Voldemort, Arschgeige!" Und das sind nur die netten Ausdrücke, die sich die Ohrenkuss-Reporter für ihre Fans haben einfallen lassen. Keine Frage: Nach so einer Begrüßung brauchst du keine "Post vom Wagner" mehr.







Ohrenkuss, Skandal: Johanna von Schönfeld und Aladdin Detlefsen
Das Thema der Ausgabe ist Programm. Ohrenkuss-Autorin Veronika Hammel weiß: "Ein skandal ist wenn Man sich schämt und wenn Einem Etwas Peinlich ist". Das kann man natürlich noch kürzer formulieren. Daniel Rauers: "Skandal heißt Laserschwert." Anna-Lisa Plettenberg: "SPD." Marley Thelen: "Diana." Björn Langenfeld: "Aufhängen. Hier Hals." Die Autoren mit Down-Syndrom tauchen in diesem tabulosen Heft in die Halbwelt ab, schlüpfen in Gauner-Klamotten und bewaffnen sich bis an die Zähne. Die Fotos der Journalisten wirken diesmal wie ein Mafia-Streifen: düstere Gestalten, dunkle Sonnenbrillen, schmauchende Zigarillos und Pistolen, düstere Parkhäuser und geöffnete Kofferräume. Der Ohrenkuss wird zum Ohren-Paten.









Gangster, Gewalt, Geheimnisse


Ohrenkuss, Skandal: Michael Häger
Paul Spitzeck interviewt einen Gangsterboss für's Halbweltlogbuch: "Ich, der St. Pauli, der coole Gangster, komme in Schule und sage erst mal: ,Ficken!' und dann gehe ich in Klasse und sage nicht ,guten Morgen', sage ich ,Arsch' als ,Morgen'." Sie merken: Es geht um Beleidigungen, es geht um Krimi und Gewalt, um geheim und privat - aber auch um das Briefgeheimnis und den Tierskandal. Pro und Contra erhellen die spannende Frage "Können auch Männer Putzfrau sein?". Nichts als die Wahrheit und viele weitere enthüllende Antworten stehen im neuen Ohrenkuss mit dem Titel "Skandal".




 




Über Ohrenkuss


Auf dem Foto sind alle Models und Assistenzen der Ohrenkuss Ausgabe SKANDAL zu sehen, von links nach rechts: Anne Leichtfuß, Johanna von Schönfeld, Peri de Braganca, Paul Spitzeck, Marc Lohmann, Bettina Marugg, Anna-Lisa Plettenberg, Julia Bertmann, Michael Häger, Björn Langenfeld, Aladdin Detlefsen, Martin Weser und Maya Hässig (Grafik der Ohrenkuss Ausgabe). Bettina Marugg (hinter Anna-Lisa Plettenberg) ist Schauspielerin und hat den Ohrenkuss- Halbwelt- Workshop in Bonn geleitet. www.bettina-marugg.de
Das Magazin "Ohrenkuss ...da rein, da raus" erscheint zweimal im Jahr und veröffentlicht ausschließlich Texte, die Menschen mit Down-Syndrom selbst verfasst haben. So können die Leser von Ohrenkuss direkt daran teilhaben, wie Menschen mit dieser geistigen Behinderung ihre Umgebung wahrnehmen und was sie wirklich denken. Das Magazin ist in einer besonderen Optik gestaltet und veröffentlicht viele Fotos der Autoren, die sie in ungewöhnlichen oder alltäglichen Situationen zeigen. "Ohrenkuss ...da rein, da raus" hat bereits viele Preise gewonnen, darunter den Designpreis der Bundesrepublik Deutschland und den Jugendkulturpreis Nordrhein-Westfalen. Mehr Informationen zu Ohrenkuss unter: Öffnet externen Link in neuem Fensterwww.ohrenkuss.de.


   










Fotos © Ohrenkuss


Einige Ohrenkuss-AutorInnen in einem Kölner Hinterhof. Marc Lohmann (mit Mütze), Karoline Spielberg (vorne), Susanne Kümpel (hinten mit weißer Jacke), Angela Fritzen (auf dem Zaun), Antonio Nodal (vorne), Svenja Giesler (mit der roten Jacke) und ein Gast aus Berlin.

... mongolisch ist mongolisch und klingt wie mongolisch ...

Ohrenkuss ...da rein, da raus, das Magazin, gemacht von Menschen mit Down-Syndrom gibt es seit mehr als zehn Jahren.
Das Projekt ist einmalig auf der ganzen Welt und mehrfach preisgekrönt.
Es erscheint zweimal jährlich - mit jeweils einem Thema, Texten der bis zu 50 AutorInnen mit Down-Syndrom und professionellen Fotos. Öffnet externen Link in neuem Fensterwww.ohrenkuss.de

Im August 2010 wurde das Bundesverdienstkreuz dafür an Gründerin Katja de Bragança verliehen - der Bericht ist hier: Öffnet externen Link in neuem Fensterhttp://www.heuschrecke.com/blog/blog-post/2010/08/24/ohrenkuss-verdienstkreuz-am-bande.htm

Newsletter:  Wer regelmäßig über Ohrenkuss informiert werden möchte, kann hier den Ohrenkuss-Ipeschl abonnieren: Öffnet externen Link in neuem Fensterwww.ohrenkuss-ipeschl.de.



 



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Tags: ohrenkuss, down syndrom, bild der frau, skandal
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Gastbeitrag
10.02.2012
17:14

Ohrenkuss: Tiere

wenn man einfacch in der Nähe hat / das ist schön

Ohrenkuss ...da rein, da raus - das Magazin, gemacht von Menschen mit Down-Syndrom, unter der Leitung von Herausgeberin Dr. Katja de Bragança. Ein einzigartiges und vielfach prämiertes Projekt der downtown - Werkstatt für Kultur und Wissenschaft. Die Ohrenkuss-AutorInnen bloggen einmal im Monat bei uns zu aktuellen Themen.

 

Dieser Beitrag erscheint demnächst in DAS BAND (Öffnet externen Link in neuem Fensterwww.bvkm.de)





"Die Liebe zu Tieren verbindet behinderte und nicht behinderte Menschen" (Carina Kühne)



Mit Texten von Veronika Hammel, Judith Klier, Carina Kühne, Björn und Brigitte Langenfeld, Anna-Lotta Mentzendorff, Antonio Nodal, Maria Trojer und Martin Weser



Arco als BabyDas Ohrenkuss-Team liebt alles, was mit dem Thema Tiere zu tun hat - so geht es fast allen Menschen. Daher war die Freude (und Dankbarkeit) groß, als die Aufforderung der Redaktion von DAS BAND kam, einen Beitrag zu schreiben. Das Problem: gleichzeitig schreiben die Ohrenkuss KollegInnen auch für den Ohrenkuss (natürlich) und zwar zum Thema "Skandal" (so heißt die Ausgabe im Frühjahr 2012). Also entstanden nicht nur Texte zum Thema Tierliebe, sondern auch über den skandalösen Umgang mit Tieren.



"Wir haben genug Haustiere zu Hause 2 Katzen eine heißt Hermine und Sir Harry die sind Eifersündtig." Das schreibt der Autor Martin Weser mit der Hand (wie immer) und ergänzt:
"Sir Harry wollte mit Hermine spielen dann fängt Hermine zu fauchen."
Martin Weser hat das Glück, auf dem Land zu leben: "Und wir haben Tiere draußen ein Gans und Hühner und meine Hühner Black und Waid die sind glücklich. Tier sind wunderschön."



"Mit den Tieren bin ich groß geworden" diktiert auch sein Kollege Björn Langenfeld. Und zwar "Bei Großeltern immer viele Tiere: Schäferhund, Katzen, Papagei, Vögel, Kaninchen, Fische, Enten."



Ohrenkuss Fernkorrespondentin Maria Trojer  aus Tirol beobachtet Tiere ganz genau, sie schreibt ihren poetischen Text mit der Hand:
"Katzen haben es fein. Können Vögel Mäuse fangen. Untertags da schlafen sie. Jedesmal zum Fressnapf gehen. Denn so ist es im Katzenleben. Eine weiße Katze wird vom Schnee gebaut."
Aber, so geht es weiter: "Und die Maus lacht.  Streckte ihre Zunge raus. Nun steht eine Eisstatue da. Von dieser frechen Maus."



"Tiere gibt es viele in meinen Leben"
schreibt Judith Klier in einer Mail an die Redaktion "die ich gerne mag / die ich gerne zum streicheln zum gern haben und zum knuddeln hab / die sind das die Leben in der Freie Natur / die auch Menschen sind / die es auch so sind wie wir in täglichen leben / die konnen auch sterben wie wir / wenn man älter werden / das gehört zum Leben da zu / dieses Artikel schreibe ich gerne weil es um Tiere gwht / in dem man sich sehr fülllt / da bei wie es den Tieren geht / wenn man einfacch in der Nähe hat / das ist schön / Tiere sind sehr wichtig / das die ein Leben sehr viel da zu haben was sie auch dann tun könen im hohen alter / danke."



"Meine  Katze  Filou", so beginnt Anna-Lotta Mentzendorff ihren Text, den sie selbst auf dem Computer geschrieben hat. Auch sie beobachtet ihr Haustier genau:
"Ich  habe  eine  Katze  sie  trinkt   Wasser  und  sie  isst  Trockenfutter . Und  manchmal  Fleisch. Sie  geht  immer  raus  zum  Maüsefangen. Ihr  Name  ist  Filou.   Manchmal  ist sie  auch  nerfig:   da  kratzt  sie  nachts
Immer  an  der  Schafzimmertür   weil  sie  in  mein Bett  will;  und  sie ist auch
Komisch, denn  dann  pinkelt  sie  ins Haus,  z.B.  in das  Zimmer  von meiner Mutter
oder  auch in Papas Zimmer  und  in meins.  Und  das stingt ziemlich ekelig. Manchmal
Ist  Filou  witzig:   dann  steigt  sie   in den Geigenkasten  von  Mamas
Schülern  und  will  ihn  nicht  mehr  verlassen, weil sie es so gemütlich findet. Das  ist das   Leben  von  unserer Katze."



Was war zuerst - das Ei in der Ohrenkuss-RedaktionDen Dingen auf den Grund geht auch Antonio Nodal, Spanier und Ohrenkuss-Autor. Er diktiert:
"Das Ei bringt der Osterhase. Ein Ei ist ein falsches Ei. Der Osterhase versteckt die Eier zu Hause. Zwölf Eier bringt der Osterhase." Die Erinnerung an Kindertage lässt ihn sicher wissen: "Die Eier kommen von den Hühnern. Ich liebe Eier. Hühner können fliegen. In Spanien hatten wir Hühner und einen Hahn.".



Seit dem Sommer 2011 gibt es eine Ohrenkuss-Vogelgruppe. Sie haben sich der Wette gestellt, bis Ende 2012 zwanzig einheimische Vögel erkennen zu können. Bisher wurde an der Elster, dem Spatz und der Stockente gearbeitet.
Die Stockente nahm Brigitte Langenfeld zum Anlass, der Redaktion eine Geschichte zu erzählen - aus einer Zeit, als der Ohrenkuss Autor Björn Langenfeld noch so jung war, dass er noch keine Texte diktieren konnte:

"Liebe Katja, leider kann ich erst am kommenden Wochenende mit Björn zusammen einen Tier-Text schreiben. Ich werde ihn natürlich "so kurz wie möglich" mit ihm verfassen. Aber ich erzähle Dir schnell die Geschichte: Mein Vater ist ein sehr großer Tierliebhaber. Er hatte immer viele Tiere und einige auch jetzt noch. So hat mein Vater vor Jahren Stockenten-Küken, deren Mutter von einem Auto totgefahren wurde, großgezogen. Von diesen 4 Küken ist nur noch "Julchen" da, die seit Jahren im Haushalt meines Vaters lebt. Sicher findest Du es ungewöhnlich (ich auch), aber mein Vater kann sich nicht von dem Tier trennen. Erst seit einigen  Monaten haben wir es geschafft, dass Julchen nicht mehr durchs Wohnzimmer läuft bzw. dort auch lebt. Mein Vater hat es murrend  akzeptiert, dass Julchen jetzt "draußen" im Hof leben muss. Mal sehen wie es im Winter ist. Damit möchte ich sagen, dass Björn quasi mit einer Stockente "groß geworden" ist. Ich habe mit ihm schon gesprochen, dass wir für den Ohrenkuss was schreiben müssen und er hat kurz und bündig gesagt: Ente läuft in Wohnzimmer, kackt auf Teppich, ich schreie "raus". So schreibe ich natürlich nicht mit ihm, ich wollte es Dir nur mal erzählen.... LG Brigitte"




Der Sohn Björn Langenfeld jedoch hat heute einen anderen Blickwinkel als sein Mutter. Er eröffnet die unangenehme Seite des Thematik und diktiert: "Tiere quälen und verletzen, Tiere Angst haben, Tiere nicht jagen."



Sein Kollege Antonio Nodal ist seiner Meinung. Als Spanier ist er auch Fachmann und diktiert seine Meinung zum Thema Stierkampf:
"Ich denke, da kommt der Stier mit den am Bauch unten, das ist sehr gefährlich. Ich nicht gut, ich mag das nicht, den spanischen Stier. Der Stierkämpfe springen über den Zaun, da ist gefährlich."



Carina Kühne äußert sich auch zu der skandalösen Seite und schreibt auf dem Computer, wie immer:
"Ich finde, dass es ein Skandal ist, dass Geflügel und auch andere Tiere regelmäßig mit Antibiotika behandelt werden."



Text von Veronika Hammel, handgeschriebenIhre Kollegin Veronika Hammel, Mongoleireisende und 100% Tierfreundin gerät bei dem Thema in Rage. Sie hat recherchiert und per Hand einen Beitrag aus der Krone-Zeitung abgeschrieben: 

"Milliardenwetten wichtiger als Wohlergehen der Tiere. / Ein Skandal rund um Wundhund-Rennen / die Entsorgung die Tiere die schon mit dreieinhalb bis Fünf Jahren Als zu alt Für den Sport gelten / Erschuttert zuzeit Grossbrttanmien. / Die Zeitung The Sunday Times veröffentlich Videoaufnamen des etwa 50 jahrigen David Smith der Windhunde mit einem Bolzenschussgerät Erschossen und in seinem Feld begraben hat. / Der Mann sol in 15 Jahren über 10.000 Tiere auf diese Art beseitigt haben. / Der Baustoffhadler David Smith handelte offenbar nicht Einmal gegen britisches Recht / wer eine Zulassung Für ein Bolzenschussgerat besitzt darf dort nämlich Tiere töten. / Smith erkärte das er auf Etwa 4.000 Quadratmeter grossen Feld seit 15 Jahren Windhunde für verschiedene Trainer beseitigt / es dauere Etwa drei jahre bis das Feld / Er hat die Tiere mit einem Bagger dort vergraben - Voll sei so innerhalb Eines Jahres sind die Körper weg / ich brauche ungefähr drei Jahe Enmal quer über das Feld zu komme und wenn ich dan durch Bin kann ich wieder von Vorne anfangen und es sind nur ein Paar wenige Knochen übrig / sagte Smith.
Pro Jahr verschwinden in Grossbritannien Etwa 12.000 junge Windhunde obwohl sie Ein Alter von zwölf bis 14-Jahren erreichen können.
Smith hat mit seinem grausamen Geschft wol nicht schlecht verdient / immerhin verlangte Er umgerechnet 15 Euro Pro Tier / obwohl diverse Mitglieder von Windhund Rennverbanden inzwischen ihr Bedauern über die Zustände ausgedrückt haben / werfen ihnen Insider das Billigen diese Praxis - und das seit Jahen - vor / Immerhin werden Mit Wetten auf Windhundrennen Pro Jahr umgerechnet 3,6 Milliarden Euro in Grossbritannien verdient.
Smith ist selbst Hundebesitzer / Nachdem sich die Undercover-Journalisten zu erkennen gegeben und Smith mit ihren Aufnahmen konfrontiert hate - gab dieser an / mit dem Töten von Hunden aufhören zu wollen.
Er hätte die Tiere schliesslich nur aus humanen Grunden Erschossen. Er selbst hält übrigens zwei Rottweiler."





Rottweiler und Schäferhunde sehen manchmal gefährlich aus, viele Menschen haben Angst vor ihnen. Carina Kühne jedoch zeigt in ihrem Beitrag auf, dass "Tiere helfen, Berührungsängste abzubauen". Sie teilt ihre Beobachtungen und Gedanken mit uns:

"Wenn ich unterwegs bin, schaue ich immer, ob ich andere Menschen mit Behinderung sehe. Ich achte darauf, wie man mit ihnen umgeht.
Oft bemerke ich, dass hinter einem behinderten Menschen getuschelt wird und die Leute vor ihm die Straßenseite wechseln. Einmal hörte ich sogar jemanden sagen: "Ich mag keine Behinderten und will nichts mit ihnen zu tun haben!"
Wenn ein behinderter Mensch einen niedlichen kleinen Hund bei sich hatte, wurde die Aufmerksamkeit dem Tier gewidmet und man unterhielt sich sogar miteinander.
Als ich im Altenheim arbeitete, fiel mir auf, dass viele Bewohner sehr verschlossen und kaum noch ansprechbar waren. Nachdem dort regelmäßig  Hundebesitzer mit ihren Tieren zu Besuch  kamen, blühten sie auf, streichelten die Hunde und nahmen sogar  wieder an Gesprächen teil.
Die Liebe zu Tieren verbindet behinderte und nicht behinderte Menschen. Diese Erfahrung machte ich auch mit meinem Hund. Durch ihn hatte ich viel mehr Kontakt zur Außenwelt und mehr Freunde. Immer, wenn wir spazieren gingen, wurden wir in Gespräche verwickelt. Leute, die mich normalerweise ignoriert hätten, freuten sich, wenn wir uns trafen.
Mein Hund spürte auch immer, wenn ich traurig war und tröstete mich. Meine Kusine erlebte das mit ihrer Katze.
Auf Blindenfreizeiten waren die anderen Gäste den Blinden gegenüber oft sehr reserviert. Einmal hatten zwei Frauen ihren Blindenhund mit. Da gab es keine Berührungsängste sondern viel Interesse an der Arbeit der Hunde. Wenn sie nicht im Dienst waren, durften wir auch mit ihnen spielen.
Während meines Praktikums in einer Schule für praktisch Bildbare fuhren wir einmal in der Woche zum therapeutischen Reiten. Da bemerkte ich, dass die Pferde den Schülern gut taten. Die Kinder freuten sich und machten dadurch Lernfortschritte in der Schule.
Ich habe auch die Erfahrung gemacht, dass selbst autistische Kinder, die gar nicht ansprechbar waren, durch eine Delphintherapie sprechen lernten und keine Angst mehr vor der Nähe ihrer Mitmenschen hatten.
Ich bin sehr glücklich, dass wir unsere Tiere haben!"




Diese Tierdiskussion, die sich zwischen Tierbeobachtungen, Kritik an Tierskandalen und essbaren Tieren (siehe KASTEN) bewegt, möchten wir mit Arco beenden. Wer ist Arco?!


Carina Kühne mit ArcoCarina Kühne erklärt es uns:

"An einem Samstagabend im März 2000, bekam ich eine große Überraschung. Als ich im Bett lag und schlafen sollte, hörte ich ein leises Fiepen und Winseln. Schnell sprang ich aus meinem Bett  und rannte so schnell ich konnte aus meinem Zimmer. Da sah ich ein ganz goldiges kleines Schäferhundbaby mit Schlappohren.  Gleich nahm  ich es auf meinen Arm und streichelte es immer wieder.
Die erste Nacht durfte unser Hundebaby bei meinem Bruder schlafen. Weil der kleine Racker ständig jaulte und meinem Bruder die Bettdecke wegzog, hatte dieser eine schlaflose Nacht.
Am nächsten Tag gaben mein Bruder, meine Tante Katharina und ich ihn den Namen "Arco."
Arco folgte mir immer auf Schritt und Tritt. Deshalb holte ich die Leine und wollten mit ihm spazieren gehen.                   
Zuerst, wollte er nicht an der Leine laufen. Da musste ich immer mit dem Futternapf vorlaufen, damit er sich von meinem Bruder an der Leine führen ließ. Später holte er seine Leine selber wenn er spazieren gehen wollte. Wenn wir ihn aufforderte uns die Schuhe zu bringen, brachte er meiner Mutter, meinem Bruder und mir nacheinander die richtigen Schuhe.
Schon als er ganz klein war holte er sich riesige Baumstämme und legte sie uns vor die Füße.
Er liebte das Wasser und war nicht mehr zu halten, wenn wir in die Nähe von einem Teich oder Fluss kamen.
Vögel liebte er besonders. Wenn wir an einer Voliere vorbeikamen, blieb er stehen und schaute die Vögel an.
Wenn er Krähen auf dem Feld sah, rannte er hinterher.
Arco, half meinem Bruder Tobias auch immer bei der Gartenarbeit. Wenn Tobi frische Blumen einpflanzte, buddelte Arco sie aus und legt sie vollkommen zerrupft vor die Haustür. Da Arco ein fleißiger Lehrling war, half er auch bei der Teichpflege. Wenn mein Bruder das alte Schilf abschnitt, brachte Arco es zum Kompost. Selbst als Tobias mit der Arbeit fertig war, arbeitete Arco weiter und holte alle Pflanzen die er kriegen konnte heimlich aus dem Teich.
Wenn der Postbote die Post brachte, rannte Arco ihm entgegen und nahm ihm die Briefe ab. Er war sehr stolz, wenn er uns die Post überreichte.
Unsere Nachbarn zwei Häuser weiter haben eine Hündin aus dem gleichen Wurf. Es war zu schön, wenn die zwei miteinander spielten.
Wenn wir eine Tiersendung im Fernseher anschauten, kroch unser Arco fast in den Fernseher und war ganz gespannt. Waren keine Tiere mehr zu sehen, so verschwand er.
Mein Knuddelmax merkte immer, wenn ich traurig war und tröstete mich.
Immer wenn eine Feuerwehrsirene zu hören war, jaulte er mit und alle Leute drehten sich zu ihm um und fingen an zu lachen.
Arco war ein wunderschönes Tier und viele Leute bewunderten ihn.
Wenn ein Filmteam zu uns kam und ich gefilmt werden sollte, wurde Arco auch immer gefilmt.
Wenn es ein Fotoshooting bei uns zu Hause gab, wurde Arco auch fotografiert.
Darüber bin ich sehr froh, weil ich nun eine sehr schöne Erinnerung an ihn habe.
Im Mai letzten Jahres musste er leider eingeschläfert werden, weil er einen großen Milztumor und leider auch schon Metastasen im Gehirn hatte.
Darüber bin ich sehr traurig und vermisse ihn immer noch sehr."


Carina schreibt hin und wieder für Ohrenkuss. Sie hat auch einen eigenen Blog:  Öffnet externen Link in neuem Fensterhttp://carinasblog.de/




Kann man Tiere essen?


arley Thelen findet nicht richtig, dass Schnepfe ein Schimpfwort istIn der Bonner Redaktionsrunde kam die folgende Frage auf: Kann man Tiere essen?
Alle antworteten natürlich mit: NEIN!
Das nahmen wir zum Anlass, sich mit dem Thema "Tiere als Nahrung" zu beschäftigen.


Angela Fritzen, diktiert:
Schweinefleisch esse ich gerne / Am liebsten mag ich gerne Cordon Bleu mit Pommes, mit sehr viel Käse und Schinken drin. Ich mag am liebsten, wenn ich Spanien wäre, gebratene Schnecken.

Antonio Nodal, diktiert:
Nein, die Tiere nicht / Nicht so viel essen, das nicht / Ich esse das nicht, ich mag das nicht. Das Pferde, der Schweine, der Hühner: die habe ich in der Bauch da drinne. Der Spanien heißt der Fleisch der "carne", der heißt "tortilla", der Stier heißt der "torro".

Svenja Giesler, diktiert:
Eigentlich ist es mir egal, welches Fleisch, Hauptsache, dass es gut schmeckt / Entenfleisch gibt es ja auch, das esse ich auch / Es gibt so viele Fleischsorten mit Tieren, das ist nicht so einfach/ Ich mag Fleisch, egal ob tierisch / Ich mag auch Meerestiere.

Michael Häger, diktiert:
Ich habe überlegt: Falscher Hase / Falscher Hahn / Falsche Pferd.

Marc Lohmann, diktiert:
Rinderfleisch / Gänsefleisch / Bockwürste mit Pommes und Ente (ach nee, das passt nicht, lieber Schweinefilet).

Björn Langenfeld, diktiert:
Gratin mit Putenfleisch / Hähnchen, Kartoffeln und Rotkohl / Lamm und Kroketten und Bohnen.

Susanne Kümpel, diktiert:
Mein Lieblingsessen: Rinderbraten, Kohlrouladen / Sauerbraten esse ich gerne / Sauerbraten gibt es zum Muttertag bei uns / Sauerbraten, Rotkohl und ganz lecker: selbstgemachte Knödel, Semmelknödel / Und ich esse gerne, mein Lieblingsessen: Leberkäse, Sauerkraut und der lecker Stampfkartoffeln.

Karoline Spielberg, diktiert:
Ich esse gerne am 25. Dezember: Weihnachten gibt Gansfleisch / Es gibt ein Tier, das heißt Schafe, es gibt auch Schafskäse/ Es gibt auch welche Tier heißt Kuh / Kuh gibt auch Kuhmilch, Ziegenmilch gibt auch.

Peter Rüttimann und Peter Keller, diktiert:
Salami / Schinken / Cervela- und Bratwurst / Spiessli / Huhn / Leber und Leberwürste mit Rösti / Fleischkäse und Essiggurken / Fisch / Lachs.





Zusammengestellt von Katja de Bragança
Öffnet externen Link in neuem Fensterwww.ohrenkuss.de
Mehr über die Ohrenkuss-Vogelwette erfahren Sie hier:
Öffnet externen Link in neuem Fensterhttp://www.facebook.com/Ohrenkuss





Fotos © Ohrenkuss. Fotos mit Arco: Eva Haeberle


Einige Ohrenkuss-AutorInnen in einem Kölner Hinterhof. Marc Lohmann (mit Mütze), Karoline Spielberg (vorne), Susanne Kümpel (hinten mit weißer Jacke), Angela Fritzen (auf dem Zaun), Antonio Nodal (vorne), Svenja Giesler (mit der roten Jacke) und ein Gast aus Berlin.

... mongolisch ist mongolisch und klingt wie mongolisch ...

Ohrenkuss ...da rein, da raus, das Magazin, gemacht von Menschen mit Down-Syndrom gibt es seit mehr als zehn Jahren.
Das Projekt ist einmalig auf der ganzen Welt und mehrfach preisgekrönt.
Es erscheint zweimal jährlich - mit jeweils einem Thema, Texten der bis zu 50 AutorInnen mit Down-Syndrom und professionellen Fotos. Öffnet externen Link in neuem Fensterwww.ohrenkuss.de

Im August 2010 wurde das Bundesverdienstkreuz dafür an Gründerin Katja de Bragança verliehen - der Bericht ist hier: Öffnet externen Link in neuem Fensterhttp://www.heuschrecke.com/blog/blog-post/2010/08/24/ohrenkuss-verdienstkreuz-am-bande.htm

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Tags: ohrenkuss, down syndrom, tiere
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Gastbeitrag
15.12.2011
10:54

Ohrenkuss-Anleitung zum Advent

Naschen, Plätzchen. Quatschen.

 

Ohrenkuss hat "Bock auf Advent"

 




Ohrenkuss ...da rein, da raus - das Magazin, gemacht von Menschen mit Down-Syndrom, unter der Leitung von Herausgeberin Dr. Katja de Bragança. Ein einzigartiges und vielfach prämiertes Projekt der downtown - Werkstatt für Kultur und Wissenschaft. Die Ohrenkuss-AutorInnen bloggen einmal im Monat bei uns zu aktuellen Themen.




Der Advent ist eine Zeit, der man sich kaum entziehen kann - das Jahr geht zu Ende, Weihnachten naht, die Straßen sind festlich beleuchtet und auch zu Hause werden letzte Vorbereitungen getroffen. Klar, dass auch die Ohrenkuss-Autorinnen und -Autoren was zum Thema zu sagen haben!


Was ist eigentlich Advent? Das erklärt Johanna von Schönfeld. Sie diktiert:

" Advent ist ein kirchliches Fest. Advent ist eine Vorbereitung auf Weihnachten = ein Vorbereitungsgedenk."


Ohrenkuss: Redaktionssitzung zum Adven, Johanna v. Schönfeld, Marley Thelent

Fernkorrespondentin Verena Elisabeth Turin aus Italien findet:

"Advent ist eine wunderschöne Zeit."




Björn Langenfeld diktiert, was ihm am besten gefällt am Advent:


"Adventfeier.
Flötespielen.
Glückwein trinken, Wein heiß machen.
Naschen, Plätzchen. Quatschen.
Erzählen."




Auch sein Kollege Martin Weser freut sich. Er schreibt:

"Advent kann man sich freuen - diese Stimmung ist auch schön. Adventskranz oder man sagt die Wünsche für Weihnachten ein."




Fernkorrespondentin Maria Trojer schickt eine Mail aus Österreich. Sie schreibt:

"Advent ist.......
1. Advent ist Hoffnung
2. Advent ist Ankommen
3. Advent ist Ruhe
4. Advent ist beten
5. Advent ist Gemeinschaft
6. Advent ist einander zu helfen
7. Advent ist, dass man an Gott glaubt
8. Advent ist Zeit haben
9. Advent ist , mit den anderen zu teilen
10. Advent ist Vorfreude"

 

 

 

Ein Adventskranz gehört für die meisten Ohrenkuss-Autorinnen und -Autoren dazu zur Vorfreude. Julia Bertmann schreibt:

"Wir haben auch einen Adventskranz. Der hat vier Kerzen. Am vierten Advent werden alle vier Kerzen angemacht. In Frankreich ist das anders. Sie würden schon alle vier Kerzen am ersten Advent anmachen."

 


Und womit dekoriert man so einen Adventskranz? Ganz klassisch mit Kerzen und Kugeln?

Das ist Daniel Rauers zu langweilig! Er diktiert:

"Ich bin auch mal verrückt. Ich habe schon einen Adventskranz zu Hause. Und ich könnte auf den Adventskranz Kerzen draufstecken und Tannenzweige und noch paar Kugeln. Dazu noch ein verrücktes Pferd. Was fehlt noch? Lebkuchenmänner."

 

Man merkt ganz klar - Daniel hat "Bock auf Advent"!


Julian Göpels Lichterkette


Julian Göpel hingegen braucht nicht viel Weihnachtsschmuck. Er diktiert:

" Ich mag keinen Adventskranz, wegen der Feuerwehr. Sonst gehen die Alarmanlagen los. Ich brauche keinen Weihnachtsschmuck. Ich habe eine Lichterkette, die mache ich einfach nur an."

 


Seine Kollegin Marley Thelen ist für vorweihnachtliche Dekoration zu haben. Und was ihr Konzept angeht, könnte man fast sagen: Sie ist ihrer Zeit voraus. Sie diktiert:

"Und dann, wenn wir Tannenbaum geholt haben, schmücken wir die Bäume. Mir fällt noch ein, was so verrückt ist, um den Tannenbaum zu schmücken: Osterhasen und Osterhasen-Ei. Und ein Huhn obendrauf. Oder einen Osterhase, so angezogen wie der Nikolaus, so Mütze hat. Mit dem Stern und Ohren."

 


Und was gehört unter den Baum? Korrekt - Geschenke.

Ob Julian Göpel schon nervös ist, was er wohl bekommt? Er diktiert:

"Nervös sein ist für mich kein Skandal, weil wir sind auch nervös, wenn es Geschenke gibt." Und sogar, was er sich wünscht, verrät er hier: "CDs, DVDs, eine Zitronenpresse und Unterhemden."

 


Gibt es auch etwas, das er nicht mag? Julian schreibt:

"Ich hasse zu viel Hin- und Hergefahre an Weihnachten zu den Weihnachtsmärkten mit Bus und Bahn und mit Auto. Dann schlafe ich direkt ein, das passiert auch bei Klassik Konzerten."

 


Ohrenkuss-Autor Daniel Rauers im Advent

Michael Häger hingegen mag Weihnachtsmärkte. Er diktiert:

"Auf Weihnachtsmarkt ganz viele Kerzen. Schön bunt. Und dann Schmuck, Ringe. Auf Weihnachtsmarkt Riesenrad. Es gibt Reibekuchen, Pommes, Bratwurst: das riecht gut. Geschenke einkaufen."

 


Auch Romy Reißenweber findet, dass es gut riecht im Advent. Sie schreibt:

"Es duftet sehr nach Plätzchen und nach Glühwein oder Kinderpunsch."

 


Nicht zu vernachlässigen ist selbstverständlich das Weihnachtsessen! Was gibt's?

Anna-Lisa Plettenberg schreibt:

"Ich esse um Weinachten Hänchenbraten mit Knödel mit Rotgol."

 


Und natürlich Plätzchen! Judith Klier schreibt:

"Advent ist zur Ruhe zu kommen. Plätzchen backen Stollen und Lebkuchen. Auf die kommende Weihnachten in den wir feiern und Plätzchen und der Advent ist besinlich und mit Plätzchen essen und der ganzen familie feiern wolln."

 

 

Mit der ganzen Familie - da können schon einige Leute zusammenkommen! Dann ist es natürlich wichtig, gut vorbereitet zu sein!

Anna-Lotta Mentzendorff schreibt dazu:

" Zu Weihnachten muss alles im Haushalt funktionieren, denn zu Weihnachten möchten wir ganz viel leckeres essen und dass müssen wir vorbereiten. Kekse müssen gebacken werden, das Weihnachtsessen muss geplant werden und wier müssen überlegen, wie viele Gäste kommen. Dieses Mal sind wier zehn Leute und eine Katze."

 


Auch für Martin Weser gibt es viel zu tun in der Vorweihnachtszeit. Er schreibt:

"Es passiert ganz viel im Haushalt. Wir müssen sauber halten die Küche. In diesen Advent haben wir jeden abend eine schöne Leuchtung von 10 wunderkerze. Die steht bei uns auf der Fensterbank. Die ist schön und wunderbar. Ich mache ganz viel Window Coloa und hängt am Fenster. Die sind einfach fabelhaft. Das finde ich schön."

 


Wer sich hoffnungsfroh auf weiße Weihnachten freut - Julian Göpel tut es nicht! Er schreibt:

"Ich hasse Schneeschüppen! Soll ich mich abfrieren? Soll ich mich krankschreiben?"

 

Weihnachtsgruß von Veronika Hammel


Alternativen?


Gemütlichkeit Kuscheleinheiten

Warm vom knisterten Kamin

Geschenke Übergeben

Heiße Glühweine mit Zimtgeschmack

Alkohol saufen (Johanna von Schönfeld)

 



Auf jeden Fall wünscht Ohrenkuss ein schönes Fest! Verabschieden möchten wir uns für dieses Jahr mit einem Gruß von Veronika Hammel. Sie hat mit der Hand geschrieben:


"Ich wünsche Dir Auch schöne Adventszeit und Rutz gut Rüber in Neues Jahr."

 

 

 

zusammengestellt von Anne Leichtfuß
Fotos © Ohrenkuss









Einige Ohrenkuss-AutorInnen in einem Kölner Hinterhof. Marc Lohmann (mit Mütze), Karoline Spielberg (vorne), Susanne Kümpel (hinten mit weißer Jacke), Angela Fritzen (auf dem Zaun), Antonio Nodal (vorne), Svenja Giesler (mit der roten Jacke) und ein Gast aus Berlin.

... mongolisch ist mongolisch und klingt wie mongolisch ...

Ohrenkuss ...da rein, da raus, das Magazin, gemacht von Menschen mit Down-Syndrom gibt es seit mehr als zehn Jahren.
Das Projekt ist einmalig auf der ganzen Welt und mehrfach preisgekrönt.
Es erscheint zweimal jährlich - mit jeweils einem Thema, Texten der bis zu 50 AutorInnen mit Down-Syndrom und professionellen Fotos. Öffnet externen Link in neuem Fensterwww.ohrenkuss.de

Im August 2010 wurde das Bundesverdienstkreuz dafür an Gründerin Katja de Bragança verliehen - der Bericht ist hier: Öffnet externen Link in neuem Fensterhttp://www.heuschrecke.com/blog/blog-post/2010/08/24/ohrenkuss-verdienstkreuz-am-bande.htm

Newsletter:  Wer regelmäßig über Ohrenkuss informiert werden möchte, kann hier den kostenlosen Newsletter "Ohrenkuss-Ipeschl" abonnieren: Öffnet externen Link in neuem Fensterwww.ohrenkuss-ipeschl.de.



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Tags: bock auf advent, weihnachten, ohrenkuss, naschen, plätzchen, quatschen, down syndrom, kulturwerkstatt
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Gastbeitrag
09.11.2011
15:44

Ohrenkuss im Strickfieber

Sitzen, fernsehen, stricken. Fuß hochlegen, stricken.

 

Ohrenkuss ...da rein, da raus - das Magazin, gemacht von Menschen mit Down-Syndrom, unter der Leitung von Herausgeberin Dr. Katja de Bragança. Ein einzigartiges und vielfach prämiertes Projekt der downtown - Werkstatt für Kultur und Wissenschaft. Die Ohrenkuss-AutorInnen bloggen einmal im Monat bei uns zu aktuellen Themen.


Seit geraumer Zeit beschäftigen sich die Ohrenkuss-AutorInnen mit dem Thema Selbermachen. Zur Vorbereitung auf das aktuelle Ohrenkuss-Magazin Okt.2011 "weil ich es kann" gab es einen Woll- und Strickkurs.
Vom Strickfieber stärker befallen waren offensichtlich eher die Männer - ein Skandal!? Sollen sie nun eine Herdprämie bekommen?


Im Januar 2012 gibt es wieder eine Ohrenkuss-Lesung.
Das Thema heißt: Skandal.
Können die Männer der Ohrenkuss-Redaktion gleichzeitig lesen und stricken?
Wer das wissen möchte, sollte die Lesung nicht verpassen.

Termin: Montag, 23. Januar 2012 von 19:00 bis 20:00h
Ort: Schafgabe, Gottfried-Claren-Str. 7, 53225 Bonn-Beuel Es gibt nur wenige Plätze, bitte hier anmelden (0228 / 53 665 225).
Eintritt: 8,00 EUR     Öffnet externen Link in neuem Fensterhttp://www.schafga.be



 

Übrigens: wer schreibt eigentlich für Ohrenkuss?



Die fast zwanzig AutorInnen aus der Region Bonn und Rheinland treffen sich (nach ihrer normalen Arbeit) jeden zweiten Dienstag von 17:00 bis 20:00h zur Redaktionssitzung in den Räumen der downtown-werkstatt für kultur und wissenschaft. Sie sind zwischen 16 und 55 Jahre alt. Alle diese Personen haben das Down-Syndrom - das bedeutet, dass sie in manchen Dingen etwas mehr Zeit brauchen als andere Menschen und oft auch Lernschwierigkeiten haben.

Es bedeutet aber nicht, dass sie nichts zu sagen haben – deshalb schreiben sie ja auch für Ohrenkuss.

Sie schreiben selber, sie diktieren ihre Texte einem Sekretär oder dem Tonband. Einige können mit dem Computer umgehen und schreiben ihre Texte als WORD-Datei und verschicken sie dann mit einer eMail.

Es gibt fast 40 Menschen mit Down-Syndrom, die nicht in Bonn leben aber trotzdem für den Ohrenkuss schreiben. Sie werden Außenkorrespondenten genannt.

Die Außenkorrespondenten senden der Ohrenkuss-Redaktion ihre Texte mit Post, Fax, Tonband oder eMail zu.

Die Texte der Autoren werden nicht verbessert. Wer nicht weiß, wie ein Wort richtig geschrieben wird, kann in einem Wörterbuch nachsehen – oder es auch bleiben lassen – das ist nicht wichtig. Wichtig ist der Gedanke im eigenen Kopf.

Die Autoren- und Redaktionsarbeit wird von Assistenten begleitet, die dann unterstützen, wenn es gewünscht oder sinnvoll ist.

Bei Ohrenkuss kann sich jeder als Autor bewerben, der das so genannte “Down-Syndrom” hat – auch bekannt als “Trisomie 21”.

 

(Aus der Projektbeschreibung von Ohrenkuss. Mehr Informationen auf ihrer kurzweiligen Website Öffnet externen Link in neuem Fensterwww.ohrenkuss.de)






Strickende Männer - Knitting Men

Ohrenkuss: Björn Langenfeld im Strickkurs






Björn Langenfeld, diktiert

Strickkurs Spaß machen. Mache es gerne.
Alleine oder mit Hilfe.
Neue Wolle. Wolle, Tasche machen, Schulterriemen hängen.
Schön hier.
Stricken ist viel Spaß.
Sitzen, fernsehen, stricken.
Fuß hochlegen, stricken.
Stricken weitermachen.
Geschäft ist gut.
Strickkurs machen.
Geschäft ist gut.

Wolle mit Kaufen. Und teuer ist. Viele Geld. 50 Euro alles zusammen.












Ohrenkuss: Daniel Rauers und Stricklehrerin Regine Heinen
Daniel Rauers, diktiert

Das gefällt mir (lila Wolle).
Ich habe es im Fenster gesehen, das hat Björn gesehen.
Ich habe alles gesehen.
Lila ist meine Lieblingsfarbe.
Ich habe mir die Regale angeschaut.
Andere Seite auch alles angesehen.
Das ist grau, das schwarz.
Stricken war gut.
Metermaß gesehen.
Abmessen, 12,5 cm.
Das grüne habe ich gesehen.
Strickkurs hat mir ganz gut gefallen.
Ich habe es mir so vorgestellt.

















Ohrenkuss: Martin Weser
Martin Weser,  handgeschrieben

Ich kann stricken meine Mama hat mir bei gebracht wie man strickt.
Am anfag macht macht meine Mama dann lege ich los.
Zuerst muss Strickwolle haben unterschiedliche Farben und die gut schön sind.
Stricken das ist eine übung dann muss auf Finger aufpassen / ich habe mehrere Schal verschenkt und die Leute freue sich. Das ist ganz viel übung das zu machen dann muss man in Übung bleiben.
Zuerst muss man stricknadel und die Wolle haben dann macht mein Mama den anfang dann stricke ich in die Wolle einstechen solange bis ein Schal ensteht  das macht mir spaß jeden abend auf dem Sofar und stricke.
Und hab Weihnachten die wunderschöne Schal ein gepakt.
Und das macht Freude.















 

 








Fotos © Ohrenkuss


Einige Ohrenkuss-AutorInnen in einem Kölner Hinterhof. Marc Lohmann (mit Mütze), Karoline Spielberg (vorne), Susanne Kümpel (hinten mit weißer Jacke), Angela Fritzen (auf dem Zaun), Antonio Nodal (vorne), Svenja Giesler (mit der roten Jacke) und ein Gast aus Berlin.

... mongolisch ist mongolisch und klingt wie mongolisch ...

Ohrenkuss ...da rein, da raus, das Magazin, gemacht von Menschen mit Down-Syndrom gibt es seit mehr als zehn Jahren.
Das Projekt ist einmalig auf der ganzen Welt und mehrfach preisgekrönt.
Es erscheint zweimal jährlich - mit jeweils einem Thema, Texten der bis zu 50 AutorInnen mit Down-Syndrom und professionellen Fotos. Öffnet externen Link in neuem Fensterwww.ohrenkuss.de

Im August 2010 wurde das Bundesverdienstkreuz dafür an Gründerin Katja de Bragança verliehen - der Bericht ist hier: Öffnet externen Link in neuem Fensterhttp://www.heuschrecke.com/blog/blog-post/2010/08/24/ohrenkuss-verdienstkreuz-am-bande.htm

Newsletter:  Wer regelmäßig über Ohrenkuss informiert werden möchte, kann hier den Ohrenkuss-Ipeschl abonnieren: Öffnet externen Link in neuem Fensterwww.ohrenkuss-ipeschl.de.



 










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Gastbeitrag
12.10.2011
09:37

Ohrenkuss: Yes, we can

"Selber machen - Selber lachen"

  • Das neue Ohrenkuss-Heft „weil ich es kann“

 

Ohrenkuss ...da rein, da raus - das Magazin, gemacht von Menschen mit Down-Syndrom, unter der Leitung von Herausgeberin Dr. Katja de Bragança. Ein einzigartiges und vielfach prämiertes Projekt der downtown - Werkstatt für Kultur und Wissenschaft. Die Ohrenkuss-AutorInnen bloggen einmal im Monat bei uns zu aktuellen Themen.
Heute stellen wir hier die neue Ohrenkuss - Ausgabe Oktober 2011 vor. Wir haben natürlich ein Abo, und freuen uns, wenn die Post uns das neue Heft bald bringt. Hier vorab einige Textauszüge:

 


Einleitung



Liebe Ohrenkuss-LeserInnen,


vor Ihnen liegt - voll im Trend - die Ohrenkuss-Ausgabe zum Thema Selber machen. Auf dem Titel steht aber "weil ich es kann". Warum?!

Weil wir beim Zusammen stellen der Texte gemerkt haben: Es sind so viele Texte.

Es sind so viele Themen. Die Leute vom Ohrenkuss-Team können einfach so viel.

Und sie wollen mehr können. Sie wollen alle noch mehr lernen. Denn es ist ja eindeutig: Selber machen - Selber lachen (Zitat Claudine Egli).

 

Viel zu lachen hatten die Eltern eines dreijährigen Jungen mit Down-Syndrom nicht, die vor mehr als 25 Jahren zur genetischen Beratung

kamen. Sie waren verzweifelt. Warum? Der Kinderarzt hatte ihnen nach der Geburt mitgeteilt: "Stellen Sie sich da rauf ein, Ihr Sohn wird nie etwas können.


Er wird noch nicht mal WC lesen können." Der Arzt hatte einfach keine Ahnung.


Er hat etwas gesagt, was nicht stimmt.

 
Ohrenkuss: Der Schafscherer bei der Arbeit. (c) Swetlana Gasetski

Diese Ohrenkuss-Ausgabe ist der Beweis: Menschen mit Down-Syndrom können sehr viel.

Sie können Schafe scheren, spinnen, stricken und darüber berichten (S. 4 und S. 32). Sie wissen Bescheid über das Erwachsenwerden (S. 8) in Theorie und Praxis. Sie wissen genau, was sie können und was sie noch können möchten (S. 10). Sie haben sehr viel mehr Mitgefühl als der Kinderarzt und können trösten (S. 20). Sie wissen auch, welchen Trost sie selber brauchen (und den brauchen sie oft, S. 18). Sie wissen genau, wie die Dinge gehen (S. 22) und wenn es ihnen nicht passt, dann haben sie bereits einen geheimen Plan, um die Erde zu verlassen: Mission Mars (S. 26). Sie können das mongolische Alphabet von A bis Z öffentlich vortragen (und natürlich auch das Wort WC lesen) und die Kunst anderer besprechen (S. 31).

 

Das Magazin Ohrenkuss wird 2013 fünfzehn Jahre alt. Damit wir das schaffen, kostet ein Ohrenkuss-Abonnement ab jetzt 23,60 EUR jährlich (zzgl. Porto + Ver pack ung), statt wie bisher 19,60 EUR. Für die alten AbonnentInnen erhöht sich der Preis ab der Frühjahrsausgabe 2012 zum Thema Skandal. 


Viel Freude beim Lesen wünscht das Ohrenkuss-Team (weil wir es können).

Dr. Katja de Bragança


Aus dem Kapitel: Schafe scheren, Wolle spinnen, stricken ...



Anna Maria Schomburg, handgeschrieben

Zuerst haben wir die Schafe geschoren, jeder bekam ein Schaf und hat dann die Wolle im Sack vertauscht!

Danach betrachteten wir uns die Wolle und vergliechen sie; schwarze und weiße Wolle! Dann wurde die Wolle gekämmt auf einem Wollkamm! Dann sponnen wir die Wolle auf einer Spindel; einer hielt die Spindel und der andere konnte drehen immer zu zweit und immer abwechselnd!

Dann wurde Die Wolle im warmen Wasser gewaschen! Dann haben wir die Wolle aufgefädelt! Dann gabs Mittagspause und die Wolle wurde verbrühmt und anschließend zu einem Knöl verwickelt! Daraus erstand die Schafwolle! Dann wurde gestrickt und der Pullander für Matteo fertiggestrickt, dann gab es die Anprobe!

Jetzt gibt's Kaffee und Schafe melken und Milch und Käseprobe!

Abends grillen noch die Ohrenküssler. Ich (Anna), Björn, Martin und Daniel arbeiteten zusammen.

 

 

 Ohrenkuss: Matteo betrachtet die nackten Schafe und trägt dabei seinen neuen Pullover. (c) Swetlana Gasetski

Daniel Rauers, diktiert

Pullover für Matteo

Wir haben heute das Schaf abgeschoren.

An schwarzem Kabel kann man ziehen, geht automatisch.

Die Schafe sind nackt.

Ich fand das gut, weil die Wolle abging.

Der Bauer das Schaf festzuhalten, dann wird die Wolle abgeschoren.

Wolle rein ins Wasser tun, abwaschen. Bürsten auch noch, ist eine harte Bürste.

Dann wenn die Wolle abgetrocknet, gezwirnt.

Danach habe ich den Wollknäuel gemacht. Es war eine Haspel.

Als der Wollknäuel fertig war, habe ich den angeguckt.

Dann haben wir eine Pause gemacht.

Dann habe ich gestrickt.

Einen Pullover hat Matteo angezogen. Weiße Strickwolle.

 

 

Daniel Rauers, diktiert

Ich habe Peter gesehen. Auf dem Bauernhof. Ich habe geholfen, Schaf geholfen.

In den Sack, die Wolle reingetan.

Und dann habe ich geschoren.

Wolle mit Wasser in die Schale, Wolle gewaschen.

Wolle gebürstet.

Dann haben wir Feuer angefacht, wir haben gegrillt.

Trecker gefahren, Björn und ich, mit Peter.

 

 Ohrenkuss: Die Ohrenkuss-Autoren Daniel Rauers und Björn Langenfeld prüfen die Wollqualität. (c) Swetlana Gasetski

Daniel Rauers, diktiert

Das gefällt mir (lila Wolle).

Ich habe es im Fenster gesehen, das hat Björn gesehen.

Ich habe alles gesehen.

Lila ist meine Lieblingsfarbe.

Ich habe mir die Regale angeschaut.

Andere Seite auch alles angesehen.

Das ist grau, das schwarz.

Stricken war gut.

Metermaß gesehen.

Abmessen, 12,5 cm.

Das grüne habe ich gesehen.

Strickkurs hat mir ganz gut gefallen.

Ich habe es mir so vorgestellt.

 

 

 

Martin Weser, diktiert

Ein Schaf geschoren

Wir haben zuerst geschoren, den Schaf. Den fand ich cool. Den Schaf ist kitzelig, deshalb ist er wackelig. Ein Mutter hat ein schönes Schafpullover an. Weiß, ganz weiß.

Viereckig: 12 Maschen wurde gestrickt. Die Regina und eine Reihe ich: Ich bin Linkshänder, ich mache alles mit links.

Diese Wolle habe ich aus Bonn gekauft. Dann habe ich angefangen, damit zu stricken. Und gleich ist die Mütze fertig. Danach fange ich mit diesem Schal an, wieder an. Alles für Weihnachten.

Wir sind in Mudenbach, hinter Hachenburg. Bauernhof, da gibt Schafen. Weiß, davon wird die Wolle gemacht. Zuerst geschoren, dann wird der Schaf kitzelig und das gefällt dem Schaf nicht.

 

 

 

 Ohrenkuss: Martin Weser lernt das Stricken - hier läßt er sich das Abnehmen der Maschen erklären (bisher hat er nur Schals gestrickt) (c) Swetlana Gasetski

Björn Langenfeld, diktiert

Schaf schere.

Glatt sein.

Heute Mittag Pause gemacht.

Gegessen: Bohnensuppe mit Lamm.

Schmeckt gut.

Wolle waschen.

Heute Bauernhof: Es ist schön hier - schön.

Ich Bagger gefahren.

Umziehen.

Faden gerollt.

Faden gezwirnt.

Wolle gedreht.

Viel gemacht.

Säcke - Wolle reingetan.

Schafe Kopf halten.

Scheren - Wolle ab.

Schaf ist glatt. Es hat geschwitzt.

Schafe schläft auf Heu.

Fünf Schaf.

Schaf ist Schwanz. Kurz und lang.

Schafe schwarze Nase. Bein schwarz. Bauch hell.

Am Kopf ist die Ohren, die Augen.

Schaf ist Maul. Schaf guckt zu uns.

Große Schafe und kleine Schafe.

Schaf liegt jetzt Boden-Heu.

 

 Ohrenkuss: Der Ohrenkuss-Autor Martin Weser schaut beim Schafescheren zu. (c) Swetlana Gasetski

Björn Langenfeld, diktiert

Schafe, Samstag.

6 Uhr raus, um pünktlich zu kommen.

Wolle scheren, schneiden, ein bisschen geschwitzt.

Ich Wolle Sack rein.

Schaf ist jetzt glatt.

Wolle gemacht.

Stäbe, Wolle rein, gesponnen.

Pause gemacht, gegessen.

Abends Feuer gemacht.

Alle sitzt auf Bank.

Grillen, Schafwurst, gegessen, Lammwurst.

Abends wir fahren nach Hause.

 

 

Björn Langenfeld, diktiert

Strickkurs Spaß machen. Mache es gerne.

Alleine oder mit Hilfe.

Neue Wolle. Wolle, Tasche machen, Schulterriemen hängen.

Schön hier.

Stricken ist viel Spaß.

Sitzen, fernsehen, stricken.

Fuß hochlegen, stricken.

Stricken weitermachen.

Geschäft ist gut.

Strickkurs machen.

Geschäft ist gut.

Wolle mit Kaufen. Und teuer ist. Viele Geld. 50 Euro alles zusammen.

 

 
Im November wollen die Ohrenkuss-AutorInnen über ihren Strick-Kurs berichten. Bis dahin!

 
Die Fotos des neuen Heftes entstand bei einem Schafscher-Workshop auf einem Biobauernhof in Mudenbach (Westerwald)

http://www.mudenbach.de/Aktuelle_Bildergalerie/articles/Ohrenkuss-Farrenau-Projekttag-2011.html

Fotos © Swetlana Gasetski, Öffnet externen Link in neuem Fensterwww.swetlanagasetski.com    





Einige Ohrenkuss-AutorInnen in einem Kölner Hinterhof. Marc Lohmann (mit Mütze), Karoline Spielberg (vorne), Susanne Kümpel (hinten mit weißer Jacke), Angela Fritzen (auf dem Zaun), Antonio Nodal (vorne), Svenja Giesler (mit der roten Jacke) und ein Gast aus Berlin.

... mongolisch ist mongolisch und klingt wie mongolisch ...

Ohrenkuss ...da rein, da raus, das Magazin, gemacht von Menschen mit Down-Syndrom gibt es seit mehr als zehn Jahren.
Das Projekt ist einmalig auf der ganzen Welt und mehrfach preisgekrönt.
Es erscheint zweimal jährlich - mit jeweils einem Thema, Texten der bis zu 50 AutorInnen mit Down-Syndrom und professionellen Fotos. Öffnet externen Link in neuem Fensterwww.ohrenkuss.de

Im August 2010 wurde das Bundesverdienstkreuz dafür an Gründerin Katja de Bragança verliehen - der Bericht ist hier: Öffnet externen Link in neuem Fensterhttp://www.heuschrecke.com/blog/blog-post/2010/08/24/ohrenkuss-verdienstkreuz-am-bande.htm

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