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03.12.2017
09:32

Buchrezension: Achim Priester - Das goldene Birkenzweiglein

Buchrezension: Achim Priester - Das goldene Birkenzweiglein

 

 

Der Zwerg mit der roten Zipfelmütze

 

In einem fernen Königreich, irgendwo am Meer, begab sich eine kleine Prinzessin, die bestimmt nicht älter war als vier oder fünf, an den Strand eines Meeres und ging dort spazieren. Sie war schon oft mit ihrem Vater dort gewesen und beide saßen dann auf einem Stein, der vom Strand Richtung landeinwärts auf einer kleinen Anhöhe, die man Düne nannte, vereinsamt lag. Von dort aus blickten gar oft König und Prinzessin auf das weite Meer hinaus und lauschten auf die Brandung, wie die Wellen zischend mit weißem Schaum an den Strand gespült wurden. Aber sehr oft hatte der König leider keine Zeit dazu, um dort auf dem Stein zu sitzen und sich das Meer zu betrachten. Schließlich musste so ein König auch sein Land regieren. Da durfte die kleine Elisa, so wurde die Prinzessin gerufen, dann auch alleine an den Strand gehen. Eines Tages traf sie dort einen Zwerg, der sehr traurig war und als Elisa ihn fragte, was er denn habe, antwortete er: „Ach, ich habe meine rote Zipfelmütze verloren und finde sie nicht mehr. Gerne möchte ich sie wieder zurückhaben.“ Elisa beruhigte den traurigen Zwerg wieder und sagte: „Sei nicht traurig, wir werden deine rote Mütze schon wieder finden. Schließlich ist mein Vater König und ein König muss doch alles wissen, da wird er sicherlich wissen, wo deine rote Zipfelmütze abgeblieben ist. Warte hier, bis ich zurück bin. Ich gehe zu ihm hin und werde ihn fragen.“ Gesagt, getan! Elisa ging zum König, erzählte ihre Geschichte und fragte ihn schließlich, wo die rote Zipfelmütze abgeblieben sei. Da antwortete der König schließlich, obwohl er mitten in einer wichtigen Besprechung war: „Hast du schon unter den Stein geguckt, auf dem wir immer sitzen und dabei auf das weite Meer schauen?“ Elisa schüttelte den Kopf und der König antwortete darauf: „Dann tu das bitte!“ Elisa ging wieder zum Strand und beide, sie und der Zwerg, gingen dann zu dem Stein und schauten darunter. Aber dort lag die Zipfelmütze nicht. Da wurde der Zwerg wieder traurig. Aber Elisa ließ es nicht zu, dass der Zwerg wieder mit Weinen anfangen wollte und sagte leise zu sich selbst: „Ich kann es einfach nicht verstehen, dass mein Vater sich geirrt haben sollte. Ein König irrt sich doch nie. Am besten ist es jetzt, ich frage ihn zum zweiten Mal.“ Dann wandte sie sich wieder dem Zwerg zu: „Sei nicht traurig, ich und mein Vater werden deine rote Zipfelmütze schon wiederfinden.“ Mit diesen Worten rannte sie hastewaskannste wieder zu ihrem Vater und erzählte ihm alles. „Ei“, sprach der König, „dann wird es wohl am besten sein, wenn ich auch mit zum Strand komme und auch unter diesem Stein mal nachschaue.“  Gesagt, getan!

...

(S. 32)

 


 

Buchcover: Goldener Birkenzweig

 

Das goldene Birkenzweiglein

 


Das Buch ist toll. Ganz einfach, ohne viel drum rum, möchte ich das so sagen. Es berührt, es erzählt, es lehrt und es erfreut.

Das goldene Birkenzweiglein ist ein Buch, das nie geplant war, doch bin ich froh, dass es existiert. Es ist eine Sammlung von kleinen, wirklich schönen Märchen von Achim Priester, die dazu geschrieben wurden, Kinder zu erfreuen. Nun bin ich in manchen Zügen kein Kind mehr, doch hat es auch bei mir gewirkt. Denn obwohl Märchen meist für Kinder geschrieben wurden, können sie auch im Erwachsenenalter noch viel Freude bringen.

Achims Märchen sind auf eine Art sehr einfach: Leicht, kurz und gut verständlich. Sie sind ja auch für Kinder geschrieben. Doch gleichzeitig schafft er es, zu berühren, Dinge zu erzählen, die nicht erwähnt werden und einfach so - Freude zu bringen. Mit jedem neuen Märchen gibt es eine kleine neue Welt, die voll Prinzessinnen, Helden in verschiedenen Kostümen, Musik, Fabeltieren und guten Enden ist. Sie vermitteln ein Gefühl, dass alles in Ordnung ist, spenden Trost, lehren und - was mir dazu noch viel Freude bereitet - geben Einblick in die Gedanken des Autoren. Buch: Letzte Seite

Märchen erzählen immer mindestens zwei Geschichten: Einmal die offenkundige, tatsächlich geschriebene Geschichte. Dazu kommt die parallel erzählte Aussage über Menschen, oft moralisch oder wertend. Und dann, wenn man Glück hat, und der Autor sich traut, seine Geschichten von Herzen zu schreiben, erfährt man noch etwas über ihn. Und in diesem Fall finde ich, kommt vorallem das durch.

Die Geschichten sind von Herzen geschrieben. Sie sind geschrieben, um Kinder zu erfreuen und sie sind auf eine Art sehr ehrlich. Das kann ich leider gar nicht näher benennen, es ist bloß ein Gefühl, das beim Lesen aufkommt, was mich erfreut und berührt.

Ich möchte gar nicht so viel zu dem Buch schreiben: Es hat fantastische Märchen, die einfach geschrieben sind und doch so viel weiter gehen. Es ist nicht dick und nicht lang, aber es ist sehr wertvoll. Es ist schön aufgemacht, Achim Priesters Geschichte ist schön und ich würde jedem empfehlen, einfach mal ein Blick hinein zu werfen.

Denn das Buch ist genau das, was es sein soll - Ein Märchenbuch, dessen Geschichte auch fast ein Märchen sein könnte.

 

Geschenktipp - von Heuschrecke empfohlen!



Kurzes über den Autor:

Buchautor: Achim PriesterAchim Priester wurde am 19. Juni 1959 in Bonn mit dem Down-Syndrom geboren. Seit dem schreibt er viel, anfangs über alles was er sieht und seit 2013 als Teil der Ohrenkuss-Redaktion. Diese Märchen sind ein ausgewählter Auszug aus den 40 Jahren, die er mittlerweile geschrieben hat.

 

 

Downtown-Werkstatt

Sie wurde von Katja de Bragança und Bärbel Peschka für das Ohrenkuss-Projekt gegründet. Katja de Bragança hat ebenfalls das wissenschaftliche Projekt Opens external link in new windowtouchdown21 , gemeinsam mit Anne Leichtfuß, gegründet (auch faszinierend, als Experten wirken hier natürlich auch Menschen mit Down-Syndrom mit).
Die
Downtown-Werkstatt gibt 2x jährlich das Ohrenkuss-Magazin heraus (von AutorInnen mit Down-Syndrom) die wir in unserem Blog regelmäßig vorstellen.

Mehr: Opens external link in new windowHier

 

Buch: Achim Priester - Das goldene Birkenzweiglein

Hrsg: Bärbel Peschka

ISBN: 978-3-9819294-7-8

Preis: 19,90 EUR

Opens external link in new windowLink zum Buch

 

 

 

Fotos: © Maya Hässig

 


 Joshua Stübner

 

Meine Name ist Joshua Stübner. Als Neffe der Heuschrecken-Familie bin ich natürlich ebenfalls ein bisschen gewürz- und geschmacksaffin. Sonst beschäftige ich mich mit Programmieren und Web-Development, aber hier kann ich meine weitere Leidenschaft zum Ausdruck bringen: Wirklich gutes Essen mit wirklich guten Lebensmitteln. Bio gehört für mich dazu. 

Mehr zu dem anderen Opens external link in new windowhier.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Wir freuen uns auf Ihre Meinung - Kommentare 1
Tags: rezension, das goldene birkenzweiglein, achim priester, ohrenkuss, down syndrom
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Gastbeitrag
09.11.2017
18:00

Ohrenkuss: Mütter

Klar hat meine Mutter Superkräfte!

 

Ohrenkuss Magazin: Mütter

Heuschrecke und Ohrenkuss haben schon über 15 Jahre eine freundschaftliche Verbindung.

 

Wer oder was ist Ohrenkuss?

 

Ohrenkuss ...da rein, da raus - ist ein Magazin, gemacht von Menschen mit Down-Syndrom, unter der Leitung von Herausgeberin Dr. Katja de Bragança. Und zugleich ein einzigartiges und vielfach prämiertes Projekt der downtown - Werkstatt für Kultur und Wissenschaft gGmbH.
 
Es gibt 2 Ausgaben im Jahr, die man abonnieren kann, jeweils zu einem speziellen Thema. Die Vorbereitungen dazu sind intensiv, mit Workshops, Interviews, Recherche-Reisen, was gute Journalisten so machen.Die AutorInnen schreiben poetisch, mit einem feinen Witz und einer Portion Lebensweisheit. Die Hefte sind liebevoll gestaltet, und auf hohem ästhetischen Niveau.
 
 
In unserem Blog stellen wir regelmäßig das neue Ohrenkuss-Magazin vor, oder berichten über andere aktuelle Dinge aus dem Projekt.

 

 
In der neuen Ohrenkuss-Herbstausgabe schreiben die AutorInnen über ihre Mütter (nachdem es schon eine Väter und Großeltern-Ausgabe gab), und in einem zweiten Teil berichten die Mütter dann in einer Mütterrunde über ihr Leben mit einem Kind mit Down Syndrom.
 
Doch lesen Sie selbst ... hier Ausschnitte aus dem Mütter-Magazin:

 


 

 

 

 

 

 

 

Claudine Egli, diktiert Martin Wesers Mutter

Mütter
Die Mütter, sie bücken sich.
Das Bücken ist mühsam.
Sie trinken Kaffee.
Sie sticken.
Sie häkeln.
Sie lesen.
Sie schwatzen – wie eine Ente.



Marley Thelen, diktiert

Meine Mutter hat eine wunderschöne, elegante Zauberkräfte von alle Welten. Meine Mutter ist stark. Weil meine Mutter stark ist, ist sie auch unschlagbar gegen wilde Wölfe. Sie ist mutig. Ich bin so mutig wie sie. Das habe ich von ihr gelernt. Das macht mich stolz von meine Herzen.


Marley Thelen, diktiert

Also überhaupt nicht kann die – das sage ich ganz klar: kochen. Manchmal probiert sie es trotzdem. Aber das schmeckt dann nicht so richtig doll.


Natalie Dedreux, diktiert

Klar hat meine Mutter Superkräfte! Sie hat politische Kräfte. Die zeigt sie auch. Sie sagt ihre Meinung. Sie präsentiert sich und sagt, womit sie nicht einverstanden ist. Das findet sie wichtig. Und ich finde es gut, wie sie das macht.


Maria Trojer, handgeschrieben und dann abgetippt

Meine Mutter ist wie ein bunter Regenbogen und leuchtet wunderschön, so wie bunte Seifenblasen.
Meine Mutter ist wie eine Rose die mich lieb hat oder gar ein Kaktus, was auch stechen kann.
Meine Mutter könnte eine Geigenmusik sein und leitet einen Chor, spielt auf der Flöte und Geige und singt.
Meine Mutter kann auch ein Marillenbaum sein, mit wunderbaren Blüten.
Wenn sie grantig ist dann kommt ein Donnerwetter.


Verena Günnel und ihre Mutter
Verena Günnel, diktiert

Ich hab Dich lieb.
Das ist mein Satz.
Ich hab Dich auch lieb.
Das sagt sie zu mir, immer, da sie an mich denkt.
Da sie mich kennt.
Das berührt in mein Herz und das pocht, wenn ich diesen Satz sagen würde. Für jeden Mensch das zu kennen, zu lassen und auszusprechen.

Ich schreibe nicht, ich sage das.
Dann merkt sie das, dass sie das liest und dann wird sie mich genauso liebhaben.





julian Göpel und seine Mutter
Julian Göpel, diktiert

Meine Mutter heißt Eva. Was ich gut an meiner Mutter finde: Ich bin ihr Lieblingssohn. Und ich mache sehr viel mit meiner Mutter Bastelstunden. Ich gehe viel mit ihr in Museen und Kinobesuche und so weiter. Was ich mit meiner Mutter nicht mag: SMS schreiben, WhatsApp schreiben. Sie stresst mich. Wenn ich zu viele Anrufe von ihr bekomme. Meine Mutter hab ich sehr lieb. Ich höre ihre Konzerte an und manchmal sind die auch total langweilig.
Ich hab einfach meine Mutter lieb. Manchmal muss ich ihr auch sagen, was mir nicht passt, aber ich hab sie beide trotzdem lieb.
Bald geht meine Nichte mit zum Stadion. Mütter lieben auch sportliche Arten.
Meine Mutter ist anstrengend. Ich mache selbst heldenhafte Sachen, was ihr nicht passt. Ich war ja beim Kirchentag in Berlin, da war ich durch ein Tränengas reinspaziert. Musst ich. Das war heldenhaft von mir. Ich durfte nicht zu meinen Lieblingskonzerten. Ich kann’s auch erklären. Ich wollte zu Yvonne Catterfeld. Meine Mutter sagt nein. Diesmal wird es anders bei dem Kirchentag, das möcht ich alleine machen, die Johanniter mit mir. Ich fahre bald zum Kirchentag nach Dortmund, mach ich Dortmund unsicher. Ich war noch nie in Dortmund gewesen, nie. Ich durfte nicht zu der Eröffnungsfeier von Barak Obama gehen, alles voll in Berlin gewesen. Ich wollte hin, ich wollte ihn zum ersten Mal sehen. Aber nein, bla bla bla. Ich wollte unbedingt in Blue Man Group gehen, das hat nicht geklappt und das gleiche bei den Klöckner von Notre Dame. Da bekomm ich unterschiedliche Anrufe, die mich stören. Diesmal wird es anders - ohne Mutter. Meine Zukunft: Ich will diesmal nach Dortmund, um meine Lieblingskonzerte anzusehen und die Eröffnungsfeier, aber ich hab sie trotzdem lieb. Meine Mutter ist lieb. Ich habe Rechte dafür.
Meine Mutter ist Oma geworden und manchmal ist sie auch streng. Ich als Onkel auch. Meine Familie, die brüllen sich manchmal gegenseitig an. Mit Wortgefechten. Meine Mutter hört gerne Klassik. Mein Vater und ich nicht. Ich höre meine eigene Musik, mein Vater auch. Mein Vater ist Opa.
Ich habe schon viele Praktikumsstellen besucht mit meiner Mutter und ich bring nur gutes Wetter. Nur. Und nette Blumen, die ich am Straßenrand finde.

David Bläser und seine Mutter
David Bläser, handgeschrieben

Es war einmal ein Mutter, sie hat mich auf mich aufgepast.
Meine Mutter hat mal gepicknikt mit mein Vater.
Mein Mutter ist wunderschön, sie hat mit mein Vater geheiratet.
Mein Mutter ist toll, manchmal auch besofen.
Mein Mutter schümpft manchmal mit meiner, auch mit mein Vater, das finde ich blöd.
Meine Mutter und ich Entschuldigen wir auch.
Meine Mutter erlaubt mir manchmal, eis zu essen.
Meine Mutter erlaubt mir manchmal, dass ich Süßigkeiten kaufen darf, wenn ich es auch esse.
Meine Mutter ist so schön, wie eine Fee, auf gar keinen fal, ist meine Mutter ein Apfel, sonst kann ich meine Mutter essen, dass finde ich blöd.
Meine Mutter hat ein Herz volle Liebe.


Nora Fiedler, selbst am Computer geschrieben

Was ich nicht so gut finde an sie bei mir oder bei philine die nervennarung kontrolle zu machen. Das finde ich nicht so toll von ihr. Was ich an meine mutter toll finde oder gut finde das sie mein vater gehiratet hat da rauf bin ich stolz auf sie entlich hat sie ihre grosse liebe gefunden mein richtigen vater. Endlich ein mann der sehr gut für sie past. Da rauf bin ich sehr dang haft und sehr stolz auf sie die haben sich in einen bar kennen gelrnt da hat es gefungelt bei die beiden die haben sich gesucht und gefunden. Es wahr die liebe auf den ersten blick. Darauf sind wir kindern und ich sehr stolz. Auf die eltern kann ich sehr stolz  sein.


Daniel Rauers Mutter

Von der Mutter gelernt



Nora Fiedler, selbst am Computer geschrieben

Wie man selbstständig wird.


Christina Groß, handgeschrieben

Langsam sprechen, Sauberkeit, Haushalt.


Achim Reinhardt, handgeschrieben

Rad fahren und lesen und schreiben.


Ansgar Peters, selbst als E-Mail geschrieben

Ich habe viel gelernt und zwar habe ich das Aufräumen. Und Putzen Kochen und Andere Dinger gemacht.


Michael Häger, diktiert

Zusammen helfen. Wir haben ein großen Garten. Wir haben zu Hause ein Wäscheleine. Wäsche aufhängen hat sie mir gezeigt. Und Wäsche zu waschen. Bügeln kann ich. Saugen mache ich auch alleine. Abwechselnd – Mama und ich. Sie hat mir gezeigt, wie man Frikadellen macht.

 


Tobias Wolf, diktiert


Von meiner Mutter habe ich gelernt, was richtig und falsch ist.


Martin Weser, handgeschrieben

Meine Mama kann alles. Sie kann kochen, putzen, Wäsche machen, stricken, im Garten arbeiten – und ich habe das alles von ihr gelernt. Ich bin dankbar.


Jeanne-Marie Mohn, diktiert (als Sprachnachricht per WhatsApp gesendet)

Ich habe von ihr Sachen andübeln gelernt. Schwimmen und Ski fahren. Ich kann auch richtig Ski fahren. Und was noch? Schwimmen gelernt und Seepferdchen gemacht.
Sie hat mir gezeigt, Wäsche zu waschen und zu bügeln. Alles gemacht.




Jeanne-Marie Mohn, diktiert (als Sprachnachricht per WhatsApp gesendet)

Jetzt möchte ich erwachsen leben. Mein Leben.
Ich kann die Frage verantworten: Selbständig zu werden. Viel Selbständig. Und viel Sonnenschein.


Matteo und seine Mutter


Selbst Mutter werden / Kinder bekommen



Andrea Halder, selbst am Computer geschrieben

Nein. Für mich nicht, das gehört sich nicht in meiner jetzigen Welt. Und später auch nicht. Eigentlich habe ich keine Vorstellungen davon, wie es sein wird, als eine Mutter mit eigenen Kindern. Meine Kinder hätten nämlich (vielleicht) auch das Down-Syndrom, deswegen kommt es bei mir nicht in Frage. Und ich bin selbst zu jung um Mutter zu werden.


Anne Feldmann, diktiert

Auf jeden Fall gerne. Wir wollen gerne Kinder machen. Ich und mein Freund. Aber es geht im Moment leider nicht bei mir, denn ich habe die Spirale.
Vielleicht können wir auch eins adoptieren.
Aber ich stelle es mir schön vor, eine Mutter zu sein. Denn ich kann schon so vieles: Einkaufen, Wäsche aufhängen und gelegentlich mal saugen oder wischen. Ich habe gerne kleine Kinder und freue mich immer, ein paar Kinder in der Familie zu haben. Auch wenn es eins mit Down-Syndrom wird, bin ich offen und ehrlich und könnte mich auch um das Kind kümmern, mit allem was zu tun ist. Mit trösten, Windeln wechseln, Beulen kühlen oder in die Kita bringen.


Verena Elisabeth Turin, handgeschrieben und dann selbst abgetippt

Ja, ich möchte viel später Kinder haben. Auch wenn es niemals geschehen wird. Ich habe meinen Freund mein Kinderwunsch schon gesagt. Und ich würde meine Kinder Michelle, Gabi, Jasmin, Felix, Armin, Tobias nennen. Sie sollen meine Lernschwierigkeit das Down Syndrom haben. Und nicht auf der Vaterseite. Ich würde gerne eine Mutter sein. Also ich werde meine Kinder ganz normal und gerecht, ein wenig streng, sehr lieb erziehen. Ganz anders als wie meine Mutter.




Ohrenkuss-Gruppenbild in Weiß: Die AutorInnen und ihre Mütter

Mütter-Interview


Viele wissen nicht: Wie lebt es sich als Mutter eines Kindes mit Down-Syndrom? 5 Mütter trafen sich zu einem Gespräch in der Ohrenkuss-Redaktion. Hier eine Geschichte:


Michaela Dedreux

Es gibt eine Geschichte, an die denke ich immer wieder. Das ist schon einige Jahre her, da war Natalie 12 oder 13. Ich weiß noch genau, wir haben im Auto gesessen auf dem Weg zur Schule und Natalie hatte gerade die Astronauten-Phase.
Wie Ihr ja sicherlich alle wisst, können unsere Kinder sich ja intensiv mit Themen beschäftigen und da auch sehr ausdauernd dabei bleiben.
Es war das Weltall und sie wollte Astronautin werden und das auch schon sehr lange. Und ich hab ihr versucht zu erklären, im Laufe von Wochen und Monaten, dass das vielleicht aufgrund ihres Herzschrittmachers usw. nicht möglich ist. Wir saßen an der Ampel und da guckte sie mich an und sagte dann auf einmal:
"Mama, dann kannst Du doch Astronaut werden."
Da hab ich zu ihr gesagt, also bei aller Liebe, um Astronaut zu werden, da darf man nicht zu jung und nicht zu alt sein, man muss superklug sein, muss total sportlich sein, da muss man kerngesund sein - das wird nichts mehr.
Da guckte sie mich an und sagte: "Wieso, das sind wir beide doch alles."
Und da hab ich wirklich gedacht: Ich beneide diese jungen Menschen um diese positive Einstellung und diesen Glauben an sich und auch an mich.
Wir werden jetzt beide nicht Astronaut. Ich fand, das war etwas, was ich mir immer wieder sage, wenn es schwierig wird oder Dinge kompliziert sind, dann denke ich: "Komm, du wirst Astronaut."

 

 

 

 

 

 

 


Einige Ohrenkuss-AutorInnen in einem Kölner Hinterhof. Marc Lohmann (mit Mütze), Karoline Spielberg (vorne), Susanne Kümpel (hinten mit weißer Jacke), Angela Fritzen (auf dem Zaun), Antonio Nodal (vorne), Svenja Giesler (mit der roten Jacke) und ein Gast aus Berlin.


... mongolisch ist mongolisch und klingt wie mongolisch ...

Ohrenkuss ...da rein, da raus, das Magazin, gemacht von Menschen mit Down-Syndrom gibt es seit fast 20 Jahren.
Das Projekt ist einmalig auf der ganzen Welt und mehrfach preisgekrönt.
Es erscheint zweimal jährlich - mit jeweils einem Thema, Texten der bis zu 50 AutorInnen mit Down-Syndrom und professionellen Fotos, und man kann es abonnieren: Öffnet externen Link in neuem Fensterwww.ohrenkuss.de

Im August 2010 wurde das Bundesverdienstkreuz dafür an Gründerin Katja de Bragança verliehen - der Bericht ist hier: Öffnet externen Link in neuem Fensterhttp://www.heuschrecke.com/blog/blog-post/2010/08/24/ohrenkuss-verdienstkreuz-am-bande.htm

Newsletter:  Wer regelmäßig über Ohrenkuss informiert werden möchte, kann hier den Ohrenkuss-Ipeschl abonnieren: Öffnet externen Link in neuem Fensterwww.ohrenkuss-ipeschl.de.

Fotos und Texte © Ohrenkuss
Fotos: Britt Schilling, www.brittschilling.de
Grafik und Gestaltung der gedruckten Ausgabe: Maya Hässig

 
 

Wir freuen uns auf Ihre Meinung - Kommentare 0
Tags: ohrenkuss, down syndrom, trisomie 21, touchdown 21, mütter
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Gastbeitrag
22.06.2017
18:02

Ohrenkuss: Zukunft

Zur Ausstellung Touchdown - Ein Update und über die Zukunft

Ohrenkuss ...da rein, da raus - das Magazin, gemacht von Menschen mit Down-Syndrom, unter der Leitung von Herausgeberin Dr. Katja de Bragança. Ein einzigartiges und vielfach prämiertes Projekt der downtown - Werkstatt für Kultur und Wissenschaft gGmbH. An dieser Stelle haben wir regelmäßig die Ohrenkuss-Magazine vorgestellt, oder Ohrenkuss-AutorInnen bloggten zu aktuellen Themen.

Ohrenkuss war die Keimzelle für das Projekt Opens external link in new windowtouchdown 21, initiiert von der Wissenschaftlerin, Kunsthistorikerin und Ohrenkuss-Gründerin Dr. Katja de Bragança. Aus der Selbstdarstellung:
TOUCHDOWN 21 ist ein Forschungs-Projekt. Ohrenkuss-Titelbild: Update
Ein Forschungs-Projekt mit und über Menschen mit Down-Syndrom.
Wir sammeln Informationen.
Wir wollen das Thema aus verschiedenen Blickwinkeln betrachten.
Und wir wollen Menschen zusammenführen, die dieses Thema beschäftigt.

Zusammen mit der Bundeskunsthalle in Bonn entstand im Jahr 2016 die Ausstellung Touchdown. Jetzt, 2017, geht diese Ausstellung auf Wanderschaft.
Diese Ausstellung erzählt eine fantastische Geschichte.
 Von Außerirdischen mit Down-Syndrom, die das Leben auf der Erde erforschen.
:
Im Oktober 2016 landen 7 Astronauten und Astronautinnen von einem fremden Planeten (Kumusi) auf der Erde.

Sie nennen sich „Second Mission” (zweite Mission).
Sie haben das Down-Syndrom.

Vor 5.000 Jahren sind die ersten Außerirdischen ihrer Art auf der Erde
 gelandet.

Die Second Mission hat den Auftrag zu überprüfen, wie es den ersten Siedlern und Siedlerinnen ergangen ist und wie ihre Nachfahren heute leben.

Als lebensgroße Comic-Figuren begleiten die Astronauten die Besucher und Besucherinnen durch die Ausstellung.
 Der Zeichner Vincent Burmeister hat die fantastischen Comic-Figuren 
erschaffen.
Während der ganzen Dauer der Ausstellungen gab es Veranstaltungen und Tandemführungen von den Mitwirkenden bei TOUCHDOWN 21 und Ohrenkuss.

 

Für uns (die beiden Chef-Heuschrecken) war die Ausstellungseröffnung in unserem privaten Sylvester-Jahresrückblick 2016 das herausragendste und berührendste Ereignis. Wem diese Wanderausstellung mal begegnet - reingehen!
 
Die Frühjahresausgabe des Magazins "Ohrenkuss" führt die Gedanken, Gespräche und Diskussionen um Vergangenheit und Zukunft weiter. Die Gruppe der Außerirdischen von Kumusi meldet sich weiter zu Wort. Ein Update.

 

 


 

 

Was ist eikentlich der sinn des lebens?

 

 Tandemführung Julia Bertmann und Katja Weiske, Ausstellung Touchdown, Bundeskunsthalle Bonn

Marley Thelen, selbst als Email geschrieben

Was ist eikentlich der sinn des lebens? Ich erklere was das sinn besteht. Der sinn ist für
die Idee in deine und meine kopf drin. Das ist der sinn von unser kopf liegt in dir. Die
idee ist der sinn und leben ist das gefüll in unsere
Körper drin und warm Gefühl ist in deine und meine kopf und Körper ligt in dir erwacht.
Das finede ich gut und leben ist auch über liebe drin. Das ist auch gut für uns allen.

 

 

Daniel Rauers, diktiert

Ich hab zu viele Welten.
Welten ist gut.
Ich würde erzählen über meine Welten.
Drei Welten.
Zu viele.
Die erste Welten muss ich klären.
Die zweite Welten muss ich zählen.
Die dritte Welten muss ich den Leuten zeigen.

 

 

Marcus Friedrich, selbst als Email geschrieben

SOS an Büro-Zukunft
Ich möchte in meiner Zukunft einen "Chef" bei meiner Arbeit haben, der mich versteht
und mir Arbeiten gibt die ich an meinem Schreibtisch erledigen kann. Ich will auch
Arbeiten haben, die mehr Umfang haben. Ich brauche eine Assistenz, die mir sagt was
ich zuerst machen soll. Sie soll auch nett sein. Sie soll mich auch verstehen wenn ich
Probleme habe. Sie soll mich nicht an meinen Platz schicken. Es macht mich traurig,
wenn alle Leute auf mich einreden. Ich habe keine Chance und keine Kraft mehr mich zu
wehren. Das will ich nicht. Vertrauen bei der Arbeit bedeutet üfr mich sehr viel, aber das
habe ich bei meiner Arbeit nicht mehr. Das macht mir sehr zu schaffen. Ich will Arbeiten
haben, wo ich mich konzentrieren kann. Das geht aber unter. Das soll sich ändern. Ich
gehöre in diese Welt. Das müssen ALLE verstehen und begriffen haben. Ich bin auch nur
ein Mensch.

Tandemführung Julia Bertmann und Katja Weiske, Ausstellung Touchdown, Bundeskunsthalle Bonn

 

 

Ansgar Peters, selbst als Email geschrieben

Zukunft ist mein Leben. Ich möchte eine große Liebe und eine Wohnung zu haben das ist
mein Traum. Zukunft möchte ich gerne nach Amerika Reisen und ein Olteimer mieten
und durch Amerika fahren. Ich gründe eine Bänd um auf zu Treten und viele
Leute Musik zu zeigen.
Ich will gerne in meiner Zukunft mit meiner Musik arbeiten und verkaufen.

 

 

Marc Lohmann, diktiert

Ich lebe ganz lange, ohne Ende.
Ich brauche keine Sterbehilfe.

 

 

 

Die Außerirdischen von Kumusi. Gehen oder Bleiben?

 

 

Verena Günnel, diktiert

Die Außerirdischen reisen zurück zur Entstehung des Weltalls.
Die forschen daran.

 

 

Verena Günnel, diktiert

Vergangenheit seit 10 entfernten Sternen und Galaxie verschiedene zu erforschen. Die
Aliens sind Wissenschaftler geworden zu erforschen, wie die Galaxie zu erforschen.
Strukturen, wie die es rausgefunden wird.

Grafiker Vincent Burmeister, Julia Bertmann und Verena Günnel, Planung für die Ausstellung Touchdown, Bundeskunsthalle Bonn 

 

Anna-Lisa Plettenberg, diktiert

Die Außerirdische reisen nach Rom.
Sie reisen 2010 Jahre zurück. Ins Jahr 6.
Da sehen die alte Petersturm. Und da sehen sie den alten Papst. Sie erforschen in Rom,
was der Papst gemacht haben.
Der Rom ist ja in Italien. Die Aliens erforschen Italien. Dann sehen die bestimmt die
Römern. Was die machen.
Die alten Römern die vertreiben die Christen und Juden. Das sehen die, meine Aliens.
Das finden die spannend.
Wenn die dann zurückfliegen, dann merken die das alles. In den Kopf. Und das erzählen
die dann den anderen Aliens, was das passiert ist.

 

 

Teresa Knopp, diktiert

Sie reisen in die Erd-Platonik. In die Ursprungszeit.
Ich komme da raus. Ich bin alleine. Ich sehe den Feuerring, die Vulkane. Dann sehe ich
die Plattenverschiebung, so Erdbeben. Ist zwar gefährlich das Erdbeben, aber es ist
eigentlich auch historisch.
Manche denken vom Wasser, das ist nur Wasser. Aber in Wirklichkeit sind da Platten.
Und diese Platten können sich auch verschieben und dann Tsunamis. Das ist zwar sehr
traurig, aber das sind nämlich die Naturgewalten. Meine Lieblings-Naturgewalt ist der
Rheinfall von Schaffhausen.

Daniel Rauers, Paul Spitzeck, Björn Langenfeld, Aufbau der Ausstellung Touchdown, Bundeskunsthalle Bonn 

 

Verena Günnel, diktiert

Hier ist ein Diskussion Gehen oder Bleiben.
Ich finde in mein Leben und in mein Zukunft immer auf Erde bleiben will. Weil das
meine Entscheidung ist. Und wohl zu fühlen.

 

 

Paul Spitzeck, diktiert

Ich bin, was ich bin - fLOWREW
fLOWREW will auf der Welt bleiben, weil es ist schön auf der Erde. Weil auf der Erde hat
man Netz in Handy. Es ist toll, wenn man auf der Erde ist, ihre Freunde oder ihre
Verwandte erreichbar ist. Ich glaube, in Weltraum ist schwierig, Rugby zu spielen.

 

 

Natalie Dedreux, diktiert

Ich möchte weiter Bildung lernen. Da lerne ich andere Berufe kenne. Ich möchte zum
Beispiel gerne Koch. Besonders liebe ich indisch.
Ich möchte gerne in einem Büro arbeiten. Das Büro ist groß. Zum Beispiel
Schrifthersteller sein. Ich schreibe es so auf, dass es Sinn ergibt. Ich möchte gerne ein
Diktat über Spätabtreibung machen. Ich bin auf der Welt, um etwas zu lernen und nicht
abgetrieben werden. Weil das gegen das Gesetz ist.
Daniel Rauers, Aufbau der Ausstellung Touchdown, Bundeskunsthalle Bonn

 

 

Florian Mühle, diktiert

Der Sinn des Lebens ist, dass sich die Eltern freuen, dass ich am Leben bin.
Das ist ein Geschenk der Natur, solche Menschen wie mich zu gebären.
Weil die Menschen mit Down-Syndrom auch wertvoll sind.
Mein Leben ist sehr sinnvoll, weil ich anderen Menschen Freude und Liebe, Herzlichkeit
und ein Lächeln in die Gesichter schenken kann. 
 



Marley Thelen, selbst als Email geschrieben

Meine leben meine freund zusammen
whonen. Das finde ich gut für mich und wir lieben uns sehr. Wenn wir ein kind griegen
würde das finde ich gut für mich. 

 

 

Dominic Edler, diktiert

Wenn ich alt bin, will ich gerne meinen Ruhestand genießen mit 80 Jahren im Altenheim.
Ein bisschen mit den alten Frauen herumschäckern ein bisschen. Und in Jazz-Keller
gehen und abtanzen.

 

 

 

 

 

 

 


Einige Ohrenkuss-AutorInnen in einem Kölner Hinterhof. Marc Lohmann (mit Mütze), Karoline Spielberg (vorne), Susanne Kümpel (hinten mit weißer Jacke), Angela Fritzen (auf dem Zaun), Antonio Nodal (vorne), Svenja Giesler (mit der roten Jacke) und ein Gast aus Berlin.


... mongolisch ist mongolisch und klingt wie mongolisch ...

Ohrenkuss ...da rein, da raus, das Magazin, gemacht von Menschen mit Down-Syndrom gibt es seit fast 20 Jahren.
Das Projekt ist einmalig auf der ganzen Welt und mehrfach preisgekrönt.
Es erscheint zweimal jährlich - mit jeweils einem Thema, Texten der bis zu 50 AutorInnen mit Down-Syndrom und professionellen Fotos, und man kann es abonnieren: Öffnet externen Link in neuem Fensterwww.ohrenkuss.de

Im August 2010 wurde das Bundesverdienstkreuz dafür an Gründerin Katja de Bragança verliehen - der Bericht ist hier: Öffnet externen Link in neuem Fensterhttp://www.heuschrecke.com/blog/blog-post/2010/08/24/ohrenkuss-verdienstkreuz-am-bande.htm

Newsletter:  Wer regelmäßig über Ohrenkuss informiert werden möchte, kann hier den Ohrenkuss-Ipeschl abonnieren: Öffnet externen Link in neuem Fensterwww.ohrenkuss-ipeschl.de.

Fotos und Texte © Ohrenkuss
Fotos: Sandra Stein, Köln www.sandra-stein.de
Grafik und Gestaltung der gedruckten Ausgabe: Maya Hässig

 
 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Heuschrecke
31.10.2016
17:02

TOUCHDOWN in der Bundeskunsthalle

Ausstellungseröffnung TOUCHDOWN in der Bundeskunsthalle Bonn, 29.10.2016 - 12.3.2017

 
Ohrenkuss ...da rein, da raus - das Magazin, gemacht von Menschen mit Down-Syndrom, unter der Leitung von Herausgeberin Dr. Katja de Bragança. Ein einzigartiges und vielfach prämiertes Projekt der downtown - Werkstatt für Kultur und Wissenschaft gGmbH. An dieser Stelle haben wir regelmäßig die Ohrenkuss-Magazine vorgestellt, oder Ohrenkuss-AutorInnen bloggten zu aktuellen Themen.

Ohrenkuss war die Keimzelle für das Projekt Opens external link in new windowtouchdown 21, initiiert von der Wissenschaftlerin, Kunsthistorikerin und Ohrenkuss-Gründerin Dr. Katja de Bragança. Aus der Selbstdarstellung:
TOUCHDOWN 21 ist ein Forschungs-Projekt.
Ein Forschungs-Projekt mit und über Menschen mit Down-Syndrom.
Wir sammeln Informationen.
Wir wollen das Thema aus verschiedenen Blickwinkeln betrachten.
Und wir wollen Menschen zusammenführen, die dieses Thema beschäftigt.
 

 

Eine Vision wird Wirklichkeit: Ausstellung TOUCHDOWN in der Opens external link in new windowBundeskunsthalle Bonn

... aus der Ausstellungs-Beschreibung von touchdown 21:

Diese Ausstellung erzählt zum ersten Mal die Geschichte des Down-Syndroms.
Sie zeigt Spuren von Menschen mit Down-Syndrom in verschiedenen Zeiten und in verschiedenen Ländern.
In der Kunst und in der Wissenschaft.
Sie erzählt, wie Menschen mit Down-Syndrom heute in unserer Gesellschaft
leben, wie sie früher gelebt haben und wie sie in Zukunft leben möchten.

 

Die Ausstellung ist gemeinsam von der Bundeskunsthalle mit Mitgliedern des Forschungsprojekts touchdown 21 und weiteren (externen) Experten entwickelt worden. Intendant Rein Wolfs erzählte in seiner Ansprache davon, wie intensiv, spannend und bereichernd  Planungs- und Entstehungsprozess auch für die Bundeskunsthalle selbst waren.


Die Gliederung der Ausstellung:

Diese Ausstellung erzählt eine fantastische Geschichte.

Von Außerirdischen mit Down-Syndrom, die das Leben auf der Erde erforschen.



Im Oktober 2016 landen 7 Astronauten und Astronautinnen von einem fremden Planeten auf der Erde.

Sie nennen sich „Second Mission” (zweite Mission).
Sie haben das Down-Syndrom.

Vor 5.000 Jahren sind die ersten Außerirdischen ihrer Art auf der Erde
 gelandet.

Die Second Mission hat den Auftrag zu überprüfen, wie es den ersten Siedlern und Siedlerinnen ergangen ist und wie ihre Nachfahren heute leben.

Als lebensgroße Comic-Figuren begleiten die Astronauten die Besucher und Besucherinnen durch die Ausstellung.

Der Zeichner Vincent Burmeister hat die fantastischen Comic-Figuren 
erschaffen.
 
Heuschrecke war auf der Eröffnung und gratuliert den MacherInnen von Ohrenkuss, touchdown 21, der Bundeskunsthalle und vielen weiteren zu einer berührenden und bereichernden Ausstellung mit einem besonderen Konzept.
Die folgende Bildergeschichte gibt einen Einblick vom festlichen Eröffnungsabend und der Ausstellung selbst.
Die Ausstellung in der Bundeskunsthalle dauert vom 29.10.2016 bis zum 12.3.2017 und wandert dann weiter.

  

 

 

TOUCHDOWN - Eröffnungsabend in der Bundeskunsthalle

Eröffnungsreden vom Intendanten Rein Wolfs, Beirätin Julia Bertmann ...
... und Kuratorin Katja de Bragança
Glückwünsche und ein glückliches Gesicht: Katja de Bragança
Historiker und Kurator Ricola-Gunnar Lüttgenau und Beirätin Julia Bertmann

Coole und richtig gute HipHop-Band: The Choolers aus Belgien, die beiden Sänger mit 47 Chromosomen

Gäste und KünstlerInnen kommen aus ganz Europa.
Die Ohrenkuss-AutorInnen waren fast geschlossen da und versprühten gute Laune.
Die Ausstellung wird eröffnet. Sie ist strukturiert durch die Rahmenhandlung: 7 AstronautInnen mit Down Syndrom kommen von einem fremden Planeten auf die Erde und setzen sich in 8 Themen mit ihrer Geschichte auseinander.


Wir möchten Ihnen auch den Ausstellungskatalog (nur 7,- EUR! ) sehr ans Herz legen. Ein hochwertiges Buch, das noch mehr Hintergrund zur Ausstellung selbst gibt. Zum Beispiel werden die 7 AstronautInnen persönlich vorgestellt ... reale Personen, die auch als Ohrenkuss-AutorInnen bekannt sind ...
Die ganze Austellung wie auch das Buch besitzen eine Ästhetik, die wir von allem, was Katja de Bragança bisher von der Idee an begleitet hat, kennen - dank der vielen, hochprofessionellen Mitwirkenden.












Die Künstlerin Susanne Kümpel




















Mongolei-Tracht: Johanna v. Schönfeld
Figur "Otto" von Markus Keuler






Party am Eröffnungsabend ...


mit DJ Edgar, der zufällig früher auch auf den Heuschrecke-Weinfeten Musik gemacht hat ...
Ein schönes Fest mit viel Tanz ...
... und Tanzperformance der Künstlerin Sarah Gordy
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Gastbeitrag
12.04.2016
20:10

Ohrenkuss: Anfang der Welt

Urknall war vorher

 

 
Ohrenkuss ...da rein, da raus - das Magazin, gemacht von Menschen mit Down-Syndrom, unter der Leitung von Herausgeberin Dr. Katja de Bragança. Ein einzigartiges und vielfach prämiertes Projekt der downtown - Werkstatt für Kultur und Wissenschaft gGmbH. Die Ohrenkuss-AutorInnen bloggen in Abständen bei uns zu aktuellen Themen.
 
 
 
Ohrenkuss hat sich im letzten halben Jahr mit der Entstehung der Erde beschäftigt - nun ist das neue Magazin "Anfang der Welt" erschienen: "Die Welt ist rund. Um die Erde schaut: die Erde unten, Erde oben, Erde Seite, rechts und links. Dieses Land ist schön. Aber dieses Land ist arm. Vielen Leute gehen Europa hin, in den Wohnung hin, richtig warm. Es ist so kalt draußen. Viele Menschen macht nichts zu tun. Viele Menschen helfen. Und die Politik sagt: Komm mal rumgeflogen. Mach keine Sorgen. Es ist gut." (Dorothee Reumann, diktiert) Wir stellen die Welt-Ausgabe hier vor.
 

Und noch eine Save-the-date-Ankündigung: das neues Projekt  TOUCHDOWN 21, initiiert von der Wissenschaftlerin und Ohrenkuss-Gründerin Dr. Katja de Bragança, das wir letztes Mal hier vorstellten, zeigt eine Ausstellung.
 
Ort: Bundeskunsthalle Bonn.
 
Eröffnung: Freitag, 28.10.2016
 
Dauer der Ausstellung:  29. Oktober 2016 bis  12. Februar 2017. Hier der Flyer zur Ausstellung: http://www.touchdown21.info/de/news/48-der-flyer-zur-touchdown-ausstellung-ist-da.html
 
Über die Ausstellung: Die Ausstellung mit und über Menschen mit Down-Syndrom begibt sich – als erste ihrer Art – auf eine kulturhistorische und experimentelle Spurensuche in unsere Vergangenheit und Gegenwart. Sie erzählt eine komplexe Beziehungsgeschichte. Sie beschreibt, wie Menschen lebten, leben und leben möchten – Menschen mit und ohne Down-Syndrom.
 
Aktiv von Menschen mit Down-Syndrom mit erarbeitet, umfasst die Ausstellung wissenschaftliche und künstlerische Exponate aus Archäologie, Zeitgeschichte, Genetik, Medizin, Soziologie, Literatur, Film, Theater und bildender Kunst. In ihrer inhaltlichen Tiefe und lebendigen Vielstimmigkeit will die Ausstellung – statt fertiger Antworten – vor allem einen Beitrag anbieten zu einer nachhaltig klügeren Debatte um gesellschaftliche Vielfalt. Einer Debatte um Teilhabe einerseits und den Umgang mit neuen medizinischen Möglichkeiten andererseits.
 
 

 


 

 

Anfang der Welt


"Die Welt zu halten ist schwer, mit meinen beiden Händen halte ich eine Welt. Wenn ich die Welt aufhebe, muss ich aufpassen, dass die Welt nicht den Boden berührt, nicht runterfällt. Die Welt ist schwer. Die Welt sieht für mich einfach wie eine Kugel aus, genauso wie die Farben von allen Inseln, die darauf sind: Asien, Afrika, Polen, Schweden, Fuerteventura, Deutschland, Europa und mehr. Die Weltkugel fühlt sich rund an. Riechen kann ich gar nichts, die Welt kann man nicht riechen. Nur der Müll stinkt wie die stinkenden Socken meiner Familie.
Die Welt kommt wie ein neugeborenes Baby auf die Welt, wie ich früher in dem Bauch von meiner Mutter war. Und die Welt kommt aus dem Bauch der Mutterwelt.
Die ganze Familie trennt den Müll, und meine Mutter trennt die Wäsche, und ich rede von der Rettung der Welt." (Nora Fiedler, diktiert)

 

 

Ohrenkuss: Ansgar Peters in einer Zelle mit Chromosomen

 

Das Kunstwerk im weißen Zelt ist von Ernesto Neto. Ich sitze in einem Kunstwerk – eine Säule. Die Säule ist schön beleuchtet. Und ich sehe ein rotes Licht scheinen – rot wie die Liebe. Ich finde die Säule sehr gigantisch. Es leuchtet in der Nacht wunderschön. Das Kunstwerk ist ziemlich breit – wie ein Baum. Es ist weiß, überall weiß - und da rot. Der Fußboden ist richtig schön weich und sanft. Ich liebe es gerne.

 

 

"Mein Körper aus Zellen.
In den Zellen sind Chromosomen. 47 Chromosomen.
Ich bin in Düsseldorf geboren.
Als wir mit dem Auto gefahren sind. Meine Familie.
Ich bin froh, wenn ich dabei bin.
Die Welt, die macht mich froh.
Ich bin mit mir zufrieden.
Ich bin zufrieden, dass sich gute Laune habe.
Ich bin glücklich." (Daniel Rauers, diktiert)

 

 

Ohrenkuss: Anna-Lisa Plettenberg in der Ausstellung Outer Space

 

Anna-Lisa Plettenberg, diktiert
Der Alex Karim, der ist ein Professor über diesen Urknall. Der ist in der Ohrenkuss-Redaktion gekommen. Dass (wir) darüber reden, über die Urknall.
Dieser Urknall ist ein englischer Wort: „Big Bang“.
Dass die Sterne zusammen waren, wenn die aufgepustet hat, dann ist wieder weiter geworden. Das habe ich noch im Kopf gehabt. Dass die Zeit länger, weitergeht.
(Alexander Karim hat mit einem Ballon den Urknall erklärt. Vor dem Aufpusten wurden Sterne auf den Ballon gezeichnet. Die Sterne wurden größer, als der Ballon aufgepustet wurde)

Daniel Rauers, diktiert
Ich kann nicht genau erklären, was der Urknall bedeutet.
Ich verstehe die Frage, aber ich kann es nicht genau erklären.
Ich bin auch mal geboren.
Das mit dem Urknall, das kann ich mir überhaupt nicht vorstellen. Das ist so kompliziert, das kann ich nicht erklären.
Der Urknall im Weltraum ist vor Ewigkeiten. Darum geht es.

 

"Das ist die Entstehung der Erde. In Millionen von Jahren, könnte auch Milliarden sein, das weiß keiner so genau, hat sich das entwickelt, nach und nach, da gab es keine Tiere, keine Menschen, kein gar nichts. Da gab es auch noch Ur-Saurier. Das wurde immer größer und größer, das ist ein Planet. Dass die Sonne größer wurde. Und viele sind von den Urmenschen… aus der damaligen Sicht. Aber das kann immer noch passieren. Kann, aber muss nicht sein.
Ich war damals nicht dabei gewesen.
Das kann man schlecht bezeichnen, auch in Worte zu fassen.
Farben? Das kann man nicht ausdenken.
Wann? Das weiß keiner. Auch nicht die Naturforscher.
Die Erde ist ja wie eine Kugel.
Da muss sie sich ja von Millionen Jahren angesammelt haben, dass es sich später zum Urknall entwickelt hat.
Die Erde ist ja genauso rund.
Da gab es keine Tiere, kein menschliches Wesen." (Achim Priester, diktiert)

 

 

Ohrenkuss: Verena Günnel in der Ausstellung Outer Space

 

Für mich viel zu viele Sterne da waren. Da waren richtig viele. Ich kann nicht so viele zählen auf einen Schlag. Wie weit ist diese Weltraumphantasie? Es gibt Sterne, Namen genannt worden. Nicht alle, nur manchmal. Das kann man nicht richtig beschreiben, wie Weltraumverstand ist. (Verena Günnel, diktiert)

 

 

Ohrenkuss: Paul Spitzeck in der Ausstellung Outer Space

 

Leben im All?

 
 
 
 
 
 
"Schön wär’s. Es gibt im Weltall, aber im Fernsehen, nicht in echt. Der Weltall ist sehr groß und sehr breit und nicht zu klein, aber es muss auch stimmen. Wenn ich sehen würde in der Ecke, dann würde ich sagen: Gibt es wirklich Alien." (Angela Fritzen, diktiert)
 
 
 

"Mein Vater war Professor für Astronomie. Er meinte, dass das alles Quatsch ist. Er hat nichts von Außerirdischen gehalten. Und ich bin seiner Meinung." (Achim Priester, diktiert)
 
 
 
 
"Ja, aber schwierig, weil oben ist andere schwerelos als die Erde. Im All muss man ein Anzug trage, weil wenn man so in All fliege, stirbt man. Die Alien kann oben spazieren gehen und brauch kein Anzug, weil die Alien lebt in die All. Es gibt kleine Alien, große Alien, aus Gold, aus Silber. Manche sind nett, manche ist nicht nett. Manche beißen auch. In den All ist dunkel. Da gibt es kein Licht. Nur winzige Sterne. Die Raumschiffe leuchten in die dunkle All. Es gibt Kontakt im All mit die Menschen in die Erde. Mit Walkie-Talkie. Wenn ein Raumschiff kaputt ist, kann man anrufe und Raumschifftaxi kommt und wird die Menschen im All Hilfe zu hole." (Paul Spitzeck, diktiert)

 

 
"Ich glaube, dass im All überhaupt nicht Leben ist. Da gibt’s nur Aliens und E.T.
Wenn ich ein Alien bin, dann bin ich E.T.
Weil ich nach Hause möchte." (Anna-Lisa Plettenberg, diktiert)
 
 
 
 
"DAS DOWN-SYNDROM IST EIN ALIEN." (Angela Fritzen, handgeschrieben)
 
 
 
 
"Aliens beißen nicht. Ich bin mutig." (Marley Thelen, diktiert)
 
 
 
 
"Also ich bin noch nie die Alien begegnet bin, weil ich bin anders bin. Der wohnt in Weltraum, ich nicht, ich wohne in Bonn. Für mich ist der viel zu groß und ich bin zu klein.
Ich war noch nie begegnet, weil ich treffe ganz selten einen Alien. Ich möchte gerne einen Alien treffen, brauche Uhrzeit, wenn ich Zeit habe, dann kann ich ihn treffen. Dann kann ich ihn einladen, wenn ich Lust hab." (Verena Günnel, diktiert)
 
 
 

 

Ohrenkuss: Daniel Rauers in der Weltraum-Ausstellung

 

 

"Ich treffe irgendein Alien. Die versteht mich. Ich rede mit ihm. Deutsche Sprache. Zeichensprache. Mittelgroß: 1 Meter lang. Ich treffe ihn bei dem Ufo auf der Erde. Wir machen was: Sachen. Coole Sachen. Freundschaft. Zusammen anrufen. Zeichensprache. Skype. 10 Stunden. Wir sind gut. Wir sind besser. Wir haben perfekte Zeichensprache gemacht. Wir haben den Raumschiff angeguckt. Und wir haben Ufos gesehen. Freundschaft. Wir haben gechillt. Wir haben Zeit gechillt. Wir haben Scherze gemacht. Faxen. Wir sind in die Dusche. Wir haben kalt geduscht, wir sind in der Badehose. Wir haben in die Uhrzeit gechillt, fünf Tage gechillt. Um halb elf haben wir geskypt. Ich bin auf der Erde. Alien auf dem Mond, ich hab mit dem Mond geredet." (Daniel Rauers, diktiert)

 

Texte und Fotos: © Ohrenkuss

Fotos: Hanna Witte, Köln www.hanna-witte.de

 

 

 

 

 


Einige Ohrenkuss-AutorInnen in einem Kölner Hinterhof. Marc Lohmann (mit Mütze), Karoline Spielberg (vorne), Susanne Kümpel (hinten mit weißer Jacke), Angela Fritzen (auf dem Zaun), Antonio Nodal (vorne), Svenja Giesler (mit der roten Jacke) und ein Gast aus Berlin.


... mongolisch ist mongolisch und klingt wie mongolisch ...

Ohrenkuss ...da rein, da raus, das Magazin, gemacht von Menschen mit Down-Syndrom gibt es seit mehr als zehn Jahren.
Das Projekt ist einmalig auf der ganzen Welt und mehrfach preisgekrönt.
Es erscheint zweimal jährlich - mit jeweils einem Thema, Texten der bis zu 50 AutorInnen mit Down-Syndrom und professionellen Fotos, und man kann es abonnieren: Öffnet externen Link in neuem Fensterwww.ohrenkuss.de

Im August 2010 wurde das Bundesverdienstkreuz dafür an Gründerin Katja de Bragança verliehen - der Bericht ist hier: Öffnet externen Link in neuem Fensterhttp://www.heuschrecke.com/blog/blog-post/2010/08/24/ohrenkuss-verdienstkreuz-am-bande.htm

Newsletter:  Wer regelmäßig über Ohrenkuss informiert werden möchte, kann hier den Ohrenkuss-Ipeschl abonnieren: Öffnet externen Link in neuem Fensterwww.ohrenkuss-ipeschl.de.

Fotos und Texte © Ohrenkuss
Gestaltung der gedruckten Ausgabe: Maya Hässig

 
 

 

 

 

 

 

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