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Fundstücke, organisch, anorganisch

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In unserer westlichen, hochindustriellen Welt wächst der Anspruch an "perfekte Lebensmitteln" hygienisch, völlig standardisiert, lange haltbar und schon fertig zubereitet. Der Preis, den die VerbraucherInnen bezahlen, ist der unmerkliche Verlust eines natürlichen Umgangs mit Lebensmitteln. Mittlerweile werden die Einzelzutaten mehrfach sterilisiert und so hoch verarbeitet, dass von natürlicher Vitalität der Nahrung keine Rede mehr sein kann. Dafür sind z.B. einfache Suppenkonserven mit einem Mindesthaltbarkeitsdatum von 4 Jahren versehen und aufgepeppt durch Zutaten aus dem Labor. 


Dagegen sind die "Fundstücke", die der biologische Landbau - egal, ob Sie einen frischen Salat mit Schnecke, einen Apfel mit Wurm, oder eben irgendwo Bio-Kräuter und -Gewürze einkaufen - hin und wieder mit sich bringt, der reinste Streichelzoo, ungiftig, und nur nach unseren westlichen Vorstellungen und auch erst seit der Nachkriegs - Wirtschaftswunderzeit ("alles wird sauber") etwas "ekelerregend", so sagt es der Fachbegriff:


Insekten leben in Pflanzen, Büschen, unter Blättern, in Blüten. Normalerweise welken die geernteten Pflanzen eine Weile, und alles - bzw. fast alles - krabbelt / fliegt dann weg.

Während des Verarbeitungsprozesses werden Reinigungssiebe eingesetzt. Teile, die gleich groß und gleich schwer wie die geernteten Pflanzenteile sind, sind schwierig, herauszubekommen.

In tropischen Ländern mogelt sich auch schonmal jemand in die Kisten und wird dann mitverpackt. Das darf zwar nicht sein, ist aber trotz HACCP-Standard nicht 100%ig auszuschließen.

Wenn Sie feingeschnittene (Teebeutel) und gemahlene Ware einkaufen, sieht man nichts, aber bei unserer grobbelassenen (da werterhaltender) Ware und viel Handarbeit finden wir zwar selten, aber hin und wieder doch noch ein Tierchen.
Und wenn wir Pech haben, findet es der / die EndverbraucherIn. Also - bitte weder Bildzeitung noch Bundesstaatsanwaltschaft informieren, sondern mit der Packung zurückschicken - wir stellen es hier aus und schicken eine neue Packung.

 

 

 

 

chinateekäfer mit Spiegelbrille, kbA

Chinateekäfer mit Spiegelbrille


Gefunden im China-Sencha Tee.

Am Reinigungsieb vorbeigeklettert, nicht aufgepasst, abgerutscht, im Tee gelandet.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Kamillebiene, kbA

Die sanftmütige Kamillebiene


Auf der Blüte geträumt, eingeratzt, mitgeerntet, Abflug verpaßt.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Zitronensteine aus Ghana, kbAZitronensteine aus Ghana


Tja, das ist etwas Rätselhaftes. Sie finden sich in jedem Sack Zitronenschalen, die wir für die Bäcker mahlen. Gut, wenn wir sie vorher rausfischen.

Keiner weiß, wie sie in die Säcke kommen.

Aber die Bauern verdienen natürlich etwas mehr Geld, wenn die Säcke schwerer sind. Angenehmer Nebeneffekt.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 gesammelt von Ursula Stübner und Heinz-Dieter Gasper

Wir freuen uns auf Ihre Meinung - Kommentare 0
Tags: kamillebiene, zitronensteine, chinateekäfer, bio
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