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Die Qingshan-Teefarm

Enge Zusammenarbeit mit Fairbiotea: Qingshan Teefarm in Hunan / China. Ein Portrait

Hier stellen wir Ihnen die Teefarm "Qingshan" (gesprochen: Tschingschan) in China vor, von der wir neben Aktionstees (China Sencha, Chun Mee, China Aktionstee) vor allem viele schöne Teespezialitäten bekommen, wie Jasmin und Green Dragon Pearls, Jasmin-Grüntee, Weißer Tee "White Monkey", Pai Mu Tan, Gunpowder, Mao Feng, Green Scent Tip und China-Gyokuro. (Die Herkünfte können aber wechseln, weil nicht jede Teefarm jedes Jahr die gleichen Sorten herstellt.)


Daten: Die Qingshan Tea Farm (leuchtender Berg) liegt in der Provinz Hunan im Yuan Ling County. Größe: 141 Hektar, Produktion ca. 330.000kg Tee jährlich. Unsere favorisierte Teefarm in China: die Vorabmuster entsprechen typischerweise unserem Geschmack, danach machen wir die entsprechenden Jahreskontrakte. Qingshan arbeitet intensiv mit Fairbiotea zusammen.


Der folgende Text stammt von der sehr informativen Website Opens external link in new windowwww.fairbiotea.de, und aus dem IMO-Inspektionsbericht der Fairbiotea-Kontrolle 2012. (Unsere Anmerkungen sind in Kursiv-Schrift.)


Fairbiotea ist die Initiative unseres Teemaklers für sichere, sozial gerechte und ökologisch nachhaltige Teeproduktion in China. Die Fairbiotea-Inspektion findet zusätzlich zur normalen Bio-Kontrolle statt. Fairbiotea unterstützt die Farmen mit Beratung, Organisationshilfen und Geldern, z.B. Bonusgelder an die ArbeiterInnen, und gibt Auflagen für den Bio-Anbau auf.






Bio-Teefarm Qingshan

Die Fähre zur Halbinsel und zur Qingshan-Teefarm
Junge Jasminpflanzen für den edlen Jasmintee. Die frischen Blüten werden dem Tee untergemischt, wieder ausgesiebt und wieder frische Blüten zugemischt - 3 - 4 Mal, bis der Jasmintee sein bezauberndes, sinnliches Aroma erreicht.
Die IMO-Kontrolleure begutachten für die Bio-Kontrolle und für Fairbiotea die Teefelder.
Pruning: alle paar Jahre werden die Teesträucher stark zurückgeschnitten, um die Pflanze zu kräftigen und die Qualität zu erneuern.
Die Farmarbeiter stellen ihren Kompost selber her - Inspektion durch die Bio-Kontrolleure.
Teefeld, Bio-Teefarm Qingshan
Die TeepflückerInnen, Qingshan
Die TeepflückerInnen, Qingshan
Die Bio- und Fairbiotea-Kontrolleure interviewen die Teepflücker. Interessantes Phänomen auch auf den anderen Interview-Fotos: die befragten TeepflückerInnen halten immer genussvoll eine frisch angezündete Zigarette in der Hand ...
Teereihen im Teefeld der Qingshan-Farm
Die Kuh ist gerade kein Lastenträger
Fairbiotea-Initiative: Gemüsegärten für die Farmer zur Selbstversorgung
Die Farmerfamilien wohnen typischerweise in diesen Holzhäusern.
Lunch für die Kontrolleure auf der Teefarm. Unserer Meinung nach zählt die chinesische Küche zu den weltbesten. Auch in armen Gegenden oder einfachen Dörfern werden auf einem 2-Flammenkocher die köstlichsten, vielgängigen Menues gezaubert.
Dorf mit typischen Holzhäusern auf der Halbinsel
Die Teesträucher werden relativ hoch belassen hier. Das Pflücken ist körperlich schon anstrengend ...
Vor der Weiterverarbeitung in der Teefabrik werden die Teeblätter für kurze Zeit zum Anwelken ausgebreitet.
Alte, rüstige Dame auf Qingshan
Die Kontrolleure inspizieren die Teefabrik. Hier werden die Teeblätter nach dem Welken erhitzt (geröstet oder gedämpft), um die Fermentation zu stoppen. Anschließend werden sie geformt (China hat eine ausgeprägte Teekultur mit den unterschiedlichsten Formen des getrockneten Blattes, von der lieblichen Augenbraue, Jadespiralen, über Gunpowder und Drachenperlen bis hin zu Teerosen) und getrocknet.
Hier das vorläufige Endprodukt, der Rohtee.

 



Auch im Sommer 2012 wurde wieder eine Inspektion von einer unabhängigen Kontrollstelle (IMO China/Schweiz) durchgeführt. Die Ergebnisse werden bestätigen, daß die "fairbiotea"-Entwicklung kontinuierlich verfolgt und verwirklicht wird (und stellt auch die Schwierigkeiten dar).



Standort und Lage der Farmen


Die Farm liegt, ideal geschützt für den ökologischen Landbau, auf einer bergigen Halbinsel mit Höhen bis zu 750m, inmitten eines Stausees ( Wuqiangxi ).
Dieser dient als natürliches Wasserreservoir und als Zuchtgebiet für Biofische. Weder auf der Insel, noch in der näheren Umgebung, haben sich Industrieunternehmen angesiedelt, durch deren Tätigkeit Kontaminations-Gefahren für die Ökoflächen bestehen könnten.
Auf der Halbinsel wird ausschließlich ökologische Landwirtschaft betrieben. Neben ökologischen Gemüsegärten, die der Grundversorgung mit Nahrungsmitteln dienen, wird überwiegend Tee angebaut.
Der Stausee sorgt dabei für ein Feucht-Klima, welches wiederum der Qualität des Tees zu Gute kommt: Eine gesunde "Grüne Insel" mit reichhaltiger, natürlicher Vegetation.


Im Jahr 2011 gab es noch keine durchgängig befahrbare Straße zu der Farm, die nächste Straßenanbindung liegt 7 km entfernt.
Die Farm ist nur mit dem Schiff erreichbar. Lieferungen zu den Inseln müssen ebenfalls mit dem Schiff transportiert werden. Die ca. 300-330 Tonnen Tee die jährlich auf der Insel hergestellt werden, mußten auf dem Rücken zum Weitertransport zum Schiff getragen werden.


Bei der "fairbiotea"-Inspektion im Juni 2012 konnte in der Farm festgestellt werden, daß im zurückliegenden Jahr sehr viel im Straßenbau passiert ist.
Die einfache Zufahrtstraße wurde größtenteils asphaltiert. Bei trockenem Wetter kann diese, noch nicht ganz fertiggestellte Straße schon befahren werden. Man wartet nun auf weitere Zuschüsse von der Behörde, um die restlichen 2-3 Kilometer asphaltieren zu können. Dann ist die Farm auch bei schlechtem Wetter befahrbar und vollständig an das Straßenverkehrsnetz angeschlossen. Nach vollständiger Fertigstellung kann ein Kleinlaster ca. 10 Tonnen Tee in 3 Stunden zur Endverarbeitungsfabrik transportieren.
Gegenüber dem bisherigen Transport per Schiff entsteht dadurch eine erhebliche Zeitersparnis und Arbeitserleichterung. Das ist bei immer weniger verfügbaren Arbeitskräften sehr hilfreich und es können dadurch Kosten gespart werden.
In der Farm wurden viele Fußpfade durch schmale Betonstraßen ersetzt (ca. 12 km). Dadurch können die Waren (Tee, Kompost etc.) innerhalb der Farm mit Fahrzeugen transportiert werden. Bisher mussten die Bauern alles auf dem Rücken tragen. Den Anstoß für diese Bauvorhaben gaben "fairbiotea" und die Bauern von Qingshan durch die Teilfinanzierung mit den Bonus-Geldern.



Das Leben in den Farmen


Auf der Halbinsel existieren (insgesamt) ca. 200 Haushalte, 148 Haushalte sind mehr oder weniger als Saisonarbeiter in den Tee-Anbau eingebunden.

Davon befinden sich 67 Haushalte direkt in der Qingshan Farm. Davon haben 52 Haushalte vom Staat das unentgeltliche Nutzungsrecht an ihren Tee-Flächen (Erbpacht). Diese Haushalte haben sich dazu entschlossen, ihr gesamtes Tee-Land komplett von einer Betreibergesellschaft bearbeiten zu lassen. So kann deutlich mehr Einkommen erwirtschaftet werden, als wenn jeder seine kleinen Flächen selber nutzen würde. In der Regel leben die Bauern in einzelnen, freistehenden Holzhäusern. Meist leben 3 Generationen unter einem Dach: Die Großeltern, 1 bis 2 Elternpaare und 1 bis 2 Kinder.

Nur in höheren Lagen liegen zwei Dörfer ( Yubuxi und Chakoutan ). Derzeit leben in der Qingshan Farm nur noch 165 Personen. Davon arbeiten derzeit 85 als Vertragsarbeiter in der Fabrik, im Farm-Management oder als Saisonarbeiter. Die restlichen 80 Personen sind arbeitsunfähige Alte, Kranke und Kinder oder Personen, die anderen Tätigkeiten außerhalb der Tee-Farm nachgehen.

Die chinesische Landbevölkerung hat es nicht einfach. Deshalb haben in den letzten Jahren viele Männer und Frauen im arbeitsfähigen Alter ihre Familien verlassen, um in den großen Städten im Osten des Landes, fern der Heimat, einen besser bezahlten Job zu finden.

Diese Wanderarbeiter-Jobs sind heute oft die Haupteinnahmequelle der chinesischen Land-Familien. Die Kinder leben meist bei den Großeltern, während die Eltern nur einmal im Jahr für 2 Wochen zum Frühlingsfest zurückkehren.

Zuhause leben überwiegend nur noch Alte und Kinder. Die Alten pflanzen Gemüse, züchten Hühner, Schweine, Ziegen, Rinder und fischen im See - ausschließlich zur Selbstversorgung. Nur kann so leider kein finanzielles Einkommen erzielt werden.
Von ihrer Betreibergesellschaft werden sie - gegen Bezahlung - als "selbständige Bauern" lediglich nach Bedarf auf der Tee-Farm eingesetzt. So pflücken diese Bauern z.B. während der Erntesaison als "Saisonarbeiter" den Tee und verkaufen die frischen Blätter über die Gesellschaft an die Tee-Fabrik.

Manchmal finden sie sogar eine feste Anstellung im Umfeld oder innerhalb der Tee- Farm. Dort sind die Einkommen besser als im chinesischen Durchschnitt, weil die privat-organisierten Betreibergesellschaften gegenüber den sonstigen, überwiegend unorganisierten Kleinbauer-Strukturen, sehr viel bessere Tee-Preise erwirtschaften können und den Haushalten durch Pachteinnahmen und Bezahlung der landwirtschaftlichen Tätigkeiten ein niedriges aber festes Einkommen verschaffen.

Auf der Qingshan-Farm gibt es in der Nähe Kindergärten, Grundschulen ( 1.-7. Klasse ) und zwei Mittelschulen ( 7.- 9. Klasse ). Die Schulen sind wegen der fehlenden Straße für die Kinder nicht täglich erreichbar. So sind die Kinder unter der Woche im Internat untergebracht. Alle Kinder besuchen die Schule mindestens 9 Jahre lang - und zwar kostenlos. Wenn die Schule weiter entfernt liegt, müssen die Eltern in China für Unterkunft und Verpflegung im Internat aufkommen. Kindergärten müssen in China von den Eltern immer selbst bezahlt werden.



Arbeitsrecht, Soziales und Einkommen


2012: In den letzten Jahren haben immer mehr junge Menschen im arbeitsfähigen Alter die Farmen verlassen, um ihr Glück als Fabrikarbeiter oder als Wanderarbeiter zu suchen.

Die Abgeschiedenheit auf dem Land ist für junge Chinesen unattraktiv, die Arbeit schwer und die Bezahlung, verglichen mit anderer Arbeit, ist schlecht. Die Städte sind sehr viel attraktiver.

Inzwischen ist die Zahl der arbeitsfähigen Bauern in der Farm stark zurückgegangen und die überwiegende Zahl dieser Bauern ist älter als 50 Jahre. Die Bauern werden heute überwiegend als Saisonarbeiter gegen Tageslohn beschäftigt, hinzu kommt eine immer größer werdende Zahl von Saisonarbeitern, die von außen angeworben werden müssen. Die Zahl der Fabrikarbeiter mit längerfristigen Arbeitsverträgen steigt, und es gibt große Bemühungen der Betreibergesellschaft diese überwiegend qualifizierten Arbeiter dauerhaft zu halten.

Selbständige Bauern in der Tee-Produktion und in der Tee-Landwirtschaft gibt es inzwischen nicht mehr. Alle traditionell ansässigen Bauern, die früher selbständig ihr eigenes Pachtland bewirtschaftet haben, erhalten nach wie vor Zahlungen für die Verpachtung Ihrer Tee-Flächen an die Betreibergesellschaft. Auch die Bauern, die weggezogen sind.

Alle Bauern, die in der Farm für die Betreibergesellschaft arbeiten, erhalten geregelten Tageslohn, sofern sie keine längerfristigen Arbeitsverträge in der Tee-Fabrik oder im Farm-Management haben.

Trotz stark steigender Löhne gelingt es derzeit nicht, genügend Arbeitskräfte zur Auslastung der Farmkapazitäten zu finden. Deshalb kann die Farm nur einen Teil der Tee-Mengen herstellen, die möglich wären, wenn ausreichend und qualifizierte Arbeitskräfte vorhanden wären. Für Unternehmen in China ist der Mangel an Arbeitskräften eine völlig neue Situation. Man mußte sich bisher noch nicht darum kümmern die Arbeitssituation attraktiver zu gestalten, um genügend Arbeitskräfte zu bekommen. Man tut sich mit dieser neuen Situation sehr schwer.

Das Arbeitsumfeld, die Bezahlung, Behandlung und die Leistungen müssen verbessert werden. Die Arbeit muss besser organisiert und durch Modernisierung erleichtert werden, damit junge Menschen auf der Farm bleiben und mehr Arbeiter dauerhaft angeworben werden können. Das stellt die Betreibergesellschaft vor große Herausforderungen, weil diese Maßnahmen hohe Investitionen erfordern und schnell umgesetzt werden müssen. Dadurch steigen die Produktionskosten und der Tee-Preis muss deshalb ebenfalls steigen.
Die Lebenshaltungskosten in China steigen ständig und oft stärker als die Einkommen auf dem Land. Deshalb wird man auch in den nächsten Jahren mehr Geld für die Herstellung von Tee ausgeben müssen.



Biologischer Anbau und Tee Ernte


Auf der Qingshan-Tea-Farm sind derzeit 141 ha mit Tee bepflanzt ( Camellia Sinensis ). Im Laufe einer Erntesaison werden, abhängig vom Wetter, ca. 1200 to frische Tee-Blätter gepflückt, die dann zu ca. 300 -330 to getrocknetem Tee verarbeitet werden.
Derzeit wird über die Ausweitung der Tee Anbau Fläche diskutiert. In der Nachbarschaft könnten weitere, schon (bio-)zertifizierte Flächen auf das "fairbiotea"-System umgestellt werden.
In der Qingshan Vorverarbeitungs-Tee-Fabrik wird zunächst das Rohmaterial (fertig getrockneter Tee ) hergestellt. Danach wird der Tee in der Endverarbeitungs-Fabrik nachgearbeitet (gereinigt, graduiert, sortiert, geschnitten, qualifiziert und verpackt ).

Im Frühling erzielen die Top-Tee-Sorten Preise von bis zu 300,- Euro Farm-VKPreis per Kilo im chinesischen Markt! Das gilt für die besten Grünen und Weißen Tees des Jahres, die meist nur in sehr kleinen Mengen gepflückt werden und ausschließlich in China konsumiert werden.
Exportiert werden überwiegend die preiswertesten Tee-Sorten. Für grünen Fannings-Tee, der in Aufgussbeuteln verarbeitet wird und der etwa 15-20% der Produktion ausmacht, können momentan nur Preise erzielt werden, welche die Produktionskosten nicht ausreichend decken. Der Markt macht die Preise.

(Anm.: Das wird gerne von großen Anbietern behauptet, aber kann natürlich so nicht stehenbleiben: "Der Markt gibt höhere Preise nicht her". Nicht der Markt, sondern die großen Bio-Abnehmer zahlen zu geringe Preise. Bei guter Kommunikation kann gute Ware auch zu fairen Preisen weitergegeben werden, vielleicht bei etwas weniger Umsatz. Wenn man den Marktfetischisten geglaubt hätte, hätte, hätte es keine Biobewegung gegeben. Zur Problematik der Teepreise siehe auch unseren Beitrag: www.heuschrecke.com/blog/blog-post/2012/04/17/warum-wird-tee-teurer.htm )

Grundsätzlich werden unterschiedlichste Sorten in verschiedenen Tee-Qualitäten hergestellt: Verschiedene Sorten Grüne Tees, Jasmin Tees, Weiße Tees, Oolong Tees, bei ausreichender Nachfrage auch Schwarze Tees und Pu Erh Tees.
Bei der Ernte im Frühling, Sommer oder Herbst, wird unterschiedlich gepflückt, so wird die gute Qualität im Frühling überwiegend per Hand gepflückt. Bei der Ernte im Sommer und im Herbst wird häufig, für die preiswerten Tee-Sorten, maschinell gepflückt. Dabei wird eine Art tragbarer Rasenmäher mit großem Fangsack eingesetzt.



Inspektion 2012, Mängel und Verbesserungen


In der Umgebung der Qingshan Farm sind derzeit ca. 900 Hektar Tee in der Umstellung auf biologischen Anbau. Die Fläche soll zukünftig noch auf ca. 4500 Hektar erweitert werden. Die Qingshan Farm hat sich mit der Hilfe von "fairbiotea" zu einem Model mit Forschungscharakter entwickelt. Erfahrungen, die dort gesammelt werden, können zukünftig auch in den anderen Farmen in der Umgebung genutzt werden.

Trotz einiger Korrekturen und Verbesserungen mußten wir auch im vergangenen Jahr feststellen, daß es sehr schwierig bleibt, nachhaltige Beratung und Schulung in China in die Praxis umzusetzen. Insbesondere die interne Kontrolle und die interne Ausbildung der Arbeiter und Bauern im Qualitäts-Management kommen nur langsam voran. Die Gründe hierfür sind aus europäischer Sicht unergründlich. Im Wesentlichen ist das wohl auf strukturelle Gründe zurückzuführen, über die wir schon letztes Jahr berichtet haben.

Hinzu kommen zunehmend die Probleme, die durch die Abwanderung junger Bauern entstehen. Damit wandern auch ausgebildete Fachkräfte ab, deren Kenntnisse kaum durch Saisonarbeiter ersetzt werden können.
Ältere Menschen sind oft nicht bereit ihr Arbeitsverhalten zu ändern und befolgen ungerne neue Anweisungen und Abläufe. Geeignete Farm-Manager und qualifizierte Ausbilder zu finden ist extrem schwierig. Die Motivation ist bei allen Beteiligten nur bedingt vorhanden. Interne Anreize werden nicht ausreichend umgesetzt und oft fehlt noch das Verständnis und die Kreativität beim Management, solche Anreize zu schaffen.

Die extrem steigenden Produktionskosten und der schwache Euro verteuern nicht nur den Tee. Trotz enormen Teepreis-Steigerungen können die steigenden Kosten nicht schnell genug kompensiert werden. Die Produzenten geraten so unter enormen Kostendruck und vermeiden derzeit noch höhere Ausgaben für eine nachhaltige Entwicklung.

So muss "fairbiotea" weiter auf Kontinuität setzen und immer wieder die Entwicklung auf das beschränken, was gerade strukturell möglich und finanzierbar ist. Dabei darf die nachhaltige Entwicklung nicht aus den Augen verloren werden. Die aktuelle Situation erfordert Geduld und die Gewissheit, daß es zu einem späteren Zeitpunkt wieder schneller voran gehen wird.

(Über folgende, globale Pestizid-Problematik haben wir vor Kurzem in unserem Blog berichtet: www.heuschrecke.com/blog/blog-post/2012/09/06/bio-bashing-wem-nutzt-es.htm )

Im vergangenen Jahr haben wir vereinzelt in Bio-Tee Herbizide gefunden. Es kann sich um Ausschwemmungen aus höheren Berglagen gehandelt haben, zertifizierter Bio-Dünger oder die Umweltbelastung könnten eine Kontamination verursacht haben. Es ist auch nicht ausgeschlossen, daß sich einzelnen Bauern nicht an die "fairbiotea"-Standards gehalten haben und in ihren Gemüsegärten Herbizide benutzt haben, um sich Arbeit und Zeit bei der Unkrautbekämpfung zu sparen. Das wäre zwar im Sinne der EU-Gesetzgebung für den ökologischen Landbau nicht verboten, entspricht aber nicht den "fairbiotea"-Standards.
Letztlich konnte die Kontaminationsquelle auch nicht von der Bio-Kontrollstelle aufgedeckt werden.
Ab 2012 sollen nun organische Dünger auf Schadstoffe untersucht werden, um Kontaminationen zu vermeiden.
Die einzelnen Bauern sollen intensiver geschult und kontrolliert werden, um Fehlverhalten zu vermeiden.
Umweltkontaminationen lassen sich nur schwer durch geeignete Maßnahmen unterbinden.
Die kontaminierten Tees entsprachen dennoch den Europäischen Lebensmittel-Vorschriften und wurden nicht als Bio-Tee vermarktet.



Positiver Ausblick


Nach dem Kompost-Training im Herbst 2011, das im Auftrag von "fairbiotea" vonOpens external link in new window www.soilandmore.nl durchgeführt wurde, ist viel Erfreuliches in der Farm passiert. So konnte bei der Inspektion im Sommer 2012 festgestellt werden, daß nahezu alle ansässigen Bauern dezentral Kompost herstellen. Die Kompostherstellung erfolgt noch nicht professionell und effektiv genug, aber zum Üben und Erfahrung sammeln ist diese Entwicklung hervorragend. Durch das Kompostforschungsprojekt, unter der Leitung der "fairbiotea"-Berater werden weitere Erkenntnisse gesammelt, dokumentiert und ausgewertet, so soll die Herstellung von Kompost professionalisieren und die Nährstoffzufuhr optimiert werden.
Berechnungen haben ergeben, daß die heute schon gute Co2-Bilanz in Bio-Teefarmen bei einer Anwendung von Kompost auf nur 50% der Fläche, inklusive Transport der Ware nach Europa, hervorragend wäre. Denn die Bilanz wäre Co2-neutral. Die Kompost-Nutzung liefert den besten Beitrag für den Umweltund Klimaschutz, den die Landwirtschaft überhaupt liefern kann.


Das gesamte Portrait der Quingshan Farm ist nachzulesen unter: Opens external link in new windowhttp://www.fairbiotea.de/Land/Provinz/Hunan/qingshan-tea-farm.html#01


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Tags: china, biotee, bio-grüntee, qingshan teefarm, fairbiotea
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China - gefälschte Biozertifikate, Medienberichte

China - Fairbiotea - Transparenz



  • Medienberichte über gefälschte Bio-Zertifikate in China



Das Problem unkorrekter Bio-Ware aus China, und im Grunde genommen aus weiteren Ländern, wo die bürokratische Struktur durch Korruption zu leicht unterwandert werden kann, ist seit längerem bekannt.
In ihrer Ausgabe vom 1.12.2011 berichtet die TAZ über das Thema: Öffnet externen Link in neuem Fensterhttp://www.taz.de/Gefaelschte-ko-Zertifikate/!82846/



Wie schützen wir uns davor?

  • Wir arbeiten mit langjährigen Partnern zusammen.
  • Unsere Produzenten werden durch europäische Kontrollstellen geprüft (die aber natürlich chinesische Mitarbeiter haben).
  • Bio-Ware aus China wird lückenlos und meist mehrfach analysiert. Unser langjähriger Teeimporteur (seit 30 Jahren) untersucht unsere Tees aus China meist 4x mal bei unterschiedlichen Laboren. Bei der heutigen globalen Umweltverschmutzung kann allerdings auch bei Bio-Ware keine Rückstandsfreiheit mehr garantiert werden (wir berichteten in unserem Blog: www.heuschrecke.com/blog/blog-post/2011/11/15/weltweiter-pestizideinsatz-erschwert-rueckstandsfreie-bioproduktion.htm )
  • Obiger Teeimporteur hat aus den bekannten Gründen das von einer unabhängigen Kontrollstelle geprüfte Qualitätsmanagementsystem "Fairbiotea" ins Leben gerufen. Von den teilnehmenden Teefarmen beziehen wir den Hauptteil unserer chinesischen Tees.



Fairbiotea ist ein IMO-geprüftes Qualitätsmanagement-System unseres langjährigen Teeimporteurs, entstanden wegen der unsicheren Situation in China bezüglich Bio-Qualität und sozialer Lage der Teebauern.
Mittel sind Schulungen der Bauern, intensive Begleitung bei Prozessentwicklung und Analytik, Abnahme- und faire-Preis-Garantie - ohne die Almosen-Rückvergütungssysteme der kommerz. Fairtrade-Organisationen - , konkrete Verbesserung der Situation der Teebauern durch Zuteilung von Gärten und Kühen, faires Lohnsystem, Verbesserung der Ökologie (Nährstoffkreisläufe). Vier Teegärten, von denen der Hauptteil unserer China-Tees auch stammt, sind z.Zt Teil des Fairbiotea-Systems.
Die Überwachung und Begleitung der Maßnahmen ist sehr aufwendig und teuer, wir zahlen entsprechend einen Aufpreis an den Koordinator, und es gibt eine ständige Auseinandersetzung der Kulturen: was ist machtbar, was wird nicht akzeptiert, wie macht man es besser.
Berichte, die auch ethno-soziologisch sehr interessant sind (es wird nicht beschönigt oder glattgeschrieben) werden auf der Website Öffnet externen Link in neuem Fensterwww.Fairbiotea.de veröffentlicht. Auf dem Logo-Aufkleber auf unseren Teetüten wird hierauf hingewiesen. Zur Zeit tragen im Heuschrecke-Sortiment ca. 20 Sorten reine und aromatisierte China-Grün- und Weiße Tees das Fairbiotea-Logo.


Worum es Heuschrecke geht: wir unterstützen die Maßnahmen unseres langjährigen Importeurs, die über die EG-Bio-VO hinausgehen, und im Gegensatz zu vielen üblichen Fairtrade-Siegeln eine intensivere, verantwortlichere und partnerschaftlichere Begleitung der Produzenten darstellen. Die enge, gegenseitig beratende Partnerschaft mit Produzenten gehört zu unserer Firmenphilosophie. So arbeiten wir z.B. bevorzugt mit Bio-Kleinbauernprojekten zusammen und sind Gründungsmitglied in der Initiative "Trust Organic Small Farmers", wo diese auch Mitglied sind.



Ursula Stübner, Heinz-Dieter Gasper






Das Fairbiotea-Logo

Newsletter 11/2011


Bericht aus den nachhaltigen fairbiotea Projekten: Inspektion der "fairbiotea"-Standards durch eine unabhängige Kontrollstelle



Fairbiotea: Qingshan Farm, Bio-Teefeld

Unter Öffnet externen Link in neuem Fensterhttp://www.fairbiotea.de/zertifizierung.html haben wir die IMO Bestätigung für alle 4 Bio-Farmen veröffentlicht. Leider können wir diese Originale nur in englischer Sprache zur Verfügung stellen.



Grundlagen für die im Sommer 2011 von IMO durchgeführten Inspektionen waren die "fairbiotea"-Entwicklungspläne und Standards bis zum Jahr 2010.
Die Bestätigungen sind von IMO so verfasst, daß der Entwicklungsstand der jeweiligen Entwicklungsbereiche kurz beschrieben wird und mit "Fullfilled" oder "partly fullfilled" bewertet wird.






Fairbiotea: Qingshan Farm, Teepflücker
Die Bewertung "partly fullfilled" wird dann vergeben, wenn die Entwicklungspläne noch nicht vollständig umgesetzt wurden oder nicht umgesetzt werden konnten, wie z.B. bei den Biogasanlagen, die nicht für den Nährstoffkreislauf in der Bio-Farm genutzt werden konnten, weil sowohl tierische als auch menschliche Exkremente in den Anlagen vermischt werden. Aus diesem Grund sind auch zukünftig Biogasanlagen nicht mehr Bestandteil der natürlichen Nährstoffbeschaffung.

Außerdem musste 2011 die gesamte Entwicklungsplanung für den Nährstoffkreislauf aufgegeben werden, weil diese auf falschen Daten beruhte und nicht mehr wie geplant umgesetzt werden konnte.








Fairbiotea: Qingshan Farm, Bio-Teeproduktion, Handverarbeitung im Wok
Ab 2011 steht Schulung in der Kompostherstellung und Kompostnutzung und ein praktisches Forschungsprogramm für die Anwendung und effektive Nutzung von hochwertigem Kompost im Vordergrund der Entwicklung. (Bericht folgt mit nächstem Newsletter.

Probleme gab es auch bei Bonusauszahlungen an die Bauern für die Jahre 2009 und 2010. Diese Themen wurden auch schon im Newsletter 09/2011 beschrieben.

Detaillierte Informationen zu diesen Themen erhalten sie auch unter folgenden Links:
Öffnet externen Link in neuem Fensterhttp://www.fairbiotea.de/Land/Provinz/Hunan/qingshan01.html
Öffnet externen Link in neuem Fensterhttp://www.fairbiotea.de/Land/Provinz/Anhui/hecheng.html
Öffnet externen Link in neuem Fensterhttp://www.fairbiotea.de/Land/Provinz/Anhui/xinanyuan.html
Öffnet externen Link in neuem Fensterhttp://www.fairbiotea.de/Land/Provinz/Anhui/mingzhou.html
Fotos:  ©Öffnet externen Link in neuem Fensterwww.fairbiotea.de


 

Fairbiotea-Newsletter 11/2011

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Tags: china, bio-zertifikat, korruption, fälschung, medien, fairbiotea, bio-grüntee
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Fairbiotea - Bericht 2011

Bericht aus den nachhaltigen Fairbiotea Grüntee-Projekten in China

 

 
 
 
Fairbiotea ist ein von der Kontrollstelle IMO geprüftes Qualitätsmanagement-System unseres langjährigen Teeimporteurs, entstanden wegen der unsicheren Situation in China bezüglich Bio-Qualität und sozialer Lage der Teebauern.
Das Fairbiotea-Logo

Mittel sind Schulungen der Bauern, intensive Begleitung bei Prozessentwicklung und Analytik, Abnahme- und faire-Preis-Garantie - ohne die Almosen-Rückvergütungssysteme der kommerz. Fairtrade-Organisationen - , konkrete Verbesserung der Situation der Teebauern durch Zuteilung von Gärten und Kühen, faires Lohnsystem, Verbesserung der Ökologie (Nährstoffkreisläufe).

Vier Teegärten, von denen der Hauptteil unserer China-Tees auch stammt, sind bisher Teil des Fairbiotea-Systems.

Die Überwachung und Begleitung der Maßnahmen ist sehr aufwendig (und teuer, wir zahlen entsprechend einen Aufpreis an den Koordinator), und es gibt eine ständige Auseinandersetzung der Kulturen: was ist machtbar, was wird nicht akzeptiert, wie macht man es besser.

Die Inspektionsberichte zu den Farmen, die auch ethno-soziologisch sehr interessant sind (es wird nicht beschönigt oder glattgeschrieben), werden auf der Website Öffnet externen Link in neuem Fensterwww.Fairbiotea.de  ab November 2011 veröffentlicht. Wir haben die Erlaubnis erhalten, einen Auszug, der unserer Meinung nach die transparente und sich auseinandersetzende Herangehensweise von Fairbiotea gut zeigt, vorab hier zu einzustellen.

Auf dem Logo-Aufkleber auf unseren Teetüten wird auf die Website hingewiesen. Zur Zeit tragen im Heuschrecke-Sortiment ca. 20 Sorten reine und aromatisierte China-Grün- und Weiße Tees das Fairbiotea-Logo.


Hier folgt zuerst der aktuelle Newsletter von Fairbiotea. Danach ein Auszug aus dem Inspektionsbericht der Quingshan-Farm, den wir so interessant fanden.
 
 

 

 

Newsletter 9/2011

 

Inspektion der Fairbiotea Standards durch eine unabhängige Kontrollstelle

 

Fairbiotea Inspektion durchgeführt von einem chinesischen Inspektor von IMO

Im Sommer 2011 wurden in allen Fairbiotea Teefarmen Kontrollen durchgeführt, bei denen neben der normalen Kontrolle nach EU-Verordnung und nach USDA NOP auch die Entwicklung der zusätzlichen öko-sozialen Fairbiotea Standards überprüft wurden.

Damit beauftragt ist die unabhängige und anerkannte Kontrollstelle Institut für Marktökologie (IMO). Die Kosten hierfür übernimmt der Fairbiotea Importeur. Die Ergebnisse werden derzeit noch von IMO ausgewertet. Wir werden über die Ergebnisse berichten. Diese Inspektionen werden einmal jährlich durchgeführt.

 




 Fairbiotea Inspektion durchgeführt von einem chinesischen Inspektor von IMO

Wie in nahezu allen Schwellenländern üblich gibt es eine Menge kultureller Unterschiede zu bewältigen, die zu vielen Missverständnissen und Fehlinformationen führen.
Die Sichtweisen in Bezug auf Umwelt, Klima, Nachhaltigkeit. Biolandbau, Qualitätsmanagement, Recht und Soziales sind aus chinesischer und aus europäischer Sicht sehr unterschiedlich.

Das führt auch immer wieder zu Problemen bei der Umsetzung der Fairbiotea Standards.

Deshalb sind auf dem Weg der Entwicklung ständige Anpassungen nötig, um am Ende das Fairbiotea Ziel zu erreichen.




Entwicklungsprogramm Nährstoffkreislauf:

Fairbiotea: Erste Versuche der professionellen Kompostherstellung
Folgende Probleme und Fehlentwicklungen wurden mit der durchgeführten Kontrolle aufgedeckt:


Das geplante Anbau-und Beschaffungsprogram zur Beschaffung von Biomasse für die Kompostherstellung und die Entwicklung eines natürlichen und nachhaltigen Nährstoffkreislaufes basierten auf falschen Angaben der Produzenten und konnte unter realen Bedingungen nicht zielführend aufrechterhalten werden.


Deshalb wurde ein neues Forschungs- und Trainingskonzept entwickelt, das die Bauern und Produzenten sensibilisieren und die ökologischen, ökonomischen und sozialen Vorteile der Kompostproduktion erforschen und Bauern und Produzenten überzeugen soll.
Fairbiotea: Junge Kälber auf der Qingshan Farm

Dieses Programm beginnt im Herbst 2011 mit einem professionellen Training durch Öffnet externen Link in neuem Fensterhttp://www.soilandmore.nl/. Die Kosten hierfür übernimmt der Fairbiotea Importeur.






 

 



Bonusauszahlung an die Bauern

 

Bauern quittieren den Erhalt der „fairbiotea“-Prämien mit Daumenabdruck weil sie nicht schreiben können.Bei der Inspektion wurde festgestellt, dass die Prämien, die direkt auf die Bankkonten der Teebauern eingezahlt wurden, nicht entsprechend der Überweisung bei den Bauern ankamen. Die Beträge, die ankamen, hatten sich verändert. Das betraf alle Fairbiotea Farmen gleichermaßen.


Für uns Europäer ist es völlig unverständlich, dass jemand seine Bankkarte und seine Geheimzahl an Dritte weitergibt. Aber genau das ist in China üblich. Die Bauern überlassen die Verwaltung ihrer Bankkonten dem Farmmanagement und das Management verfügt über das Geschick des Kontos, ohne dass die Bauern davon Kenntnis haben. Dafür gibt es sogar plausible Gründe, die sich aus der dortigen Situation ergeben. Details darüber können Sie ausführlich in den Farm-Profilen nachlesen (Links zu den Farmen untenstehend).




Inzwischen haben die Produzenten mitgeteilt, dass die gesamten Beträge an die Bauern ausgezahlt wurden bzw. ihrer Bestimmung zugeführt wurden. Das wird mit der nächsten Inspektion im Sommer 2012 erneut überprüft.
Qingshan Tee Bauer quittiert den Erhalt der Fairbiotea Prämie.Fairbiotea lernt aus dieser Entwicklung und passt das Bonussystem diesen chinesischen Strukturen an, damit die Bauern ihren verdienten Bonus auch vollständig erhalten.

 

Vom Fairbiotea Importeur wurden inzwischen Prämien, für die Teebauern in den 4 Fairbiotea Teefarmen ausgezahlt. Ca. 300 Haushalte (ca. 4-5 Personen) erhielten insgesamt:
für das Jahr 2009 =  24.481,00 Euro
für das Jahr 2010 =- 39.032,00 Euro



Wenn man von einem üblichen monatlichen Einkommen der Teebauern von 40 Euro ausgeht, ist das aus Sicht der Bauern ein ordentlicher Betrag, der mit wachsenden Fairbiotea Importen und mit der Hilfe von Verbrauchern in Europa noch deutlich steigen soll. 

Mingzhou Bauern: Symbolische Übergabe der Prämien im Rahmen der Übergabe Feier.
Damit die ausgezahlten Summen in ein Verhältnis gesetzt werden können, das zum allgemeinen Verständnis beiträgt, möchten wir an dieser Stelle den Jahresbericht 2009 von Transfair Fair-trade zitieren, nachzulesen unter: Öffnet externen Link in neuem Fensterhttp://www.transfair.org/fileadmin/user_upload/materialien/download/download_jahresbericht0910.pdf 
Dort wird angegeben, dass die Prämien für Tee, die im Jahr 2009 in Deutschland gesammelt wurden, für ca. 100 Fair-trade zertifizierte Teeplantagen (ca. 300.000 Bauern) weltweit 136.000 Euro betrugen. Wobei sich jede Teeplantage von FLO-Cert Fair-trade zertifizieren lassen muss, die Kosten hierfür betragen pro Jahr und Plantage ca. 3000 Euro, die von den Teeplantagen zu bezahlen sind. Fazit: 100 Teeplantagen zahlen geschätzt ca. 300.000 Euro für Fair-trade Zertifizierungen.




Rückstände von chemischen Pflanzenschutzmitteln


Seit 2008 werden in allen Teesorten aus den Fairbiotea Projekten keine bedenklichen Rückstände von Pflanzenschutzmitteln mehr gemessen. Die Ergebnisse entsprachen zu jeder Zeit den BNN Orientierungswerten Öffnet externen Link in neuem Fensterhttp://www.n-bnn.de/cms/website.php?id=/de/qualitaet/bnn-orientierungswerte.html&sid=12b00b654e566b1d92406f82a96d3789.

In mehr als 99 % der  untersuchten Fairbiotea Teesorten wurden keinerlei Rückstände gemessen. Die wenigen Rückstände die gemessen wurden, waren in sehr minimalen Mengen vorhanden und es gab natürliche Erklärungen für diese Rückstände. Wir leben leider in einer verschmutzten Umwelt. Diese Umweltverschmutzung ist sehr vielfältig und verunreinigt auch die biologische Landwirtschaft.

Es gibt außerdem Stoffe, die in der Liste der im ökologischen Landbau verbotenen Pflanzenschutzmittel aufgeführt sind, aber auch als natürliche Bestandteile von Pflanzen vorkommen oder im natürlichen Produktionsprozess entstehen, wie z.B. bei der Verbrennung von organischen Stoffen in der Landwirtschaft oder in der Herstellung. Hinzu kommen noch erlaubte organische Pflanzenschutzmittel.
Verbrennung von organischem Material (z.B. Holz) in der Produktion oder im privaten Bereich produziert Biphenyl. Biphenyl ist auch als verbotenes Pflanzenschutzmittel gelistet.

Rückstände von chemischen oder natürlichen Pflanzenschutzmitteln lassen sich auch in der ökologischen Landwirtschaft nicht immer 100%ig ausschließen. Wird allerdings der ökologische Anbauprozess nachhaltig entwickelt und umgesetzt, wie bei Fairbiotea, kann es keine Belastungen  geben, die innerhalb der Farm bewusst oder unbewusst verursacht wurden. Das ist normalerweise nicht durch die üblichen Kontrollen der EU-Verordnung sichergestellt. Nachzulesen unter Öffnet externen Link in neuem Fensterhttp://www.Fairbiotea.de/assets/pdf/EU-Oekokontrollsystem.pdf und Öffnet externen Link in neuem Fensterhttp://www.Fairbiotea.de/assets/pdf/Ist_Bio_drin.pdf

Nach  der Umsetzung nachhaltiger Fairbiotea Standards im Anbauprozess bleibt lediglich ein kleines, nicht beherrschbares und kaum vermeidbares Restrisiko, das durch die o.g. Umweltverschmutzung, durch natürliche Prozesse oder durch Fehler und Unachtsamkeit einzelner Bauern entsteht.


Diese Rückstände müssen dann  im Sinne der Fairness auch akzeptiert werden, wenn die zumutbaren Grenzen eingehalten werden,  denn man kann ja Produzenten und Bauern nicht für die Verschmutzung der Umwelt und für natürliche Prozesse, die zu unvermeidbaren Verunreinigungen führen, verantwortlich machen.


Parallelproduktion


Bei der Inspektion wurde festgestellt, dass es entsprechend den Fairbiotea Standards keinerlei Parallel Produktion mehr gibt. D.h. sowohl im landwirtschaftlichen Prozess als auch in den Fabriken werden nur noch Bioprodukte hergestellt. Damit ist eine Kreuzkontamination mit chemischen Stoffen durch Wind Drift innerhalb der Farm nicht mehr möglich. In der Teefabrik können keine Vermischungen mit belasteten konventionellen Produkten stattfinden.

Die Parallelproduktion in ökologischen Anbau ist die häufigste Ursache für Kontaminationen mit chemischen Stoffen, wird aber in der Regel von Kontrollstellen zugelassen.


Abnahmegarantien und Preise


Nur durch die Ambitionen und das finanzielle Engagement des Fairbiotea Importeurs ist es möglich das Fairbiotea Konzept umzusetzen. Noch kommt weder vom Markt noch von den Verbrauchern genügend Unterstützung.

2008 wurden ca. 200 Tonnen  aus den Fairbiotea Projekten  importiert, 2010 waren es schon ca. 500 Tonnen und für 2011 wurden 700 Tonnen bestellt. Die etwas höheren Preise als marktüblich, die hierfür gezahlt werden, finanziert ebenfalls der Fairbiotea Importeur und einige Großhändler in Europa (Anm.: wie auch die Heuschrecke), die Fairbiotea mit ebenfalls höheren Tee Preisen für nachhaltige Bio-Tees unterstützen.

Leider hat sich der nachhaltige ökologische Anbau- und Verarbeitungsprozess, mit sozialer Ausrichtung und fairen Geschäftsbedingungen, noch nicht im Markt durchgesetzt. Es wird viel über Nachhaltigkeit gesprochen, aber leider nur wenig in der Praxis realisiert.
Fairbiotea ist natürlich noch zu jung, um schon erfolgreich sein zu können. Die Hoffnung bleibt, dass dieser Erfolg noch eintritt und Nachhaltigkeit nicht nur im Marketing benutzt wird, sondern auch praktischen gelebt wird und alle, vom Bauern bis zum Verbraucher, davon profitieren können.
Das ist nur dann möglich, wenn sich das Bewusstsein verändert und wenn Händler und Verbraucher bereit sind diese Nachhaltigkeit mit höheren Produktpreisen zu bezahlen.

Zu Kosten für einen nachhaltigen ökologischen Landbau lesen sie bitte detaillierte: Öffnet externen Link in neuem Fensterhttp://www.Fairbiotea.de/assets/pdf/Hoehere_Kosten_Stand19112009.pdf

Detaillierte Informationen zu den o.g. Themen können sie in den aktualisierten Farmprofilen nachlesen:
Öffnet externen Link in neuem Fensterhttp://www.Fairbiotea.de/Land/Provinz/Hunan/qingshang01.html
Öffnet externen Link in neuem Fensterhttp://www.Fairbiotea.de/Land/Provinz/Anhui/hecheng.html
Öffnet externen Link in neuem Fensterhttp://www.Fairbiotea.de/Land/Provinz/Anhui/xinanyuan.html
Öffnet externen Link in neuem Fensterhttp://www.Fairbiotea.de/Land/Provinz/Anhui/mingzhou.html


Überschwemmung im Xinanyuan Projekt nach Starkregen:

 Überschwemmung im Xinanyuan-Gebiet Juni 2011

Im Juni 2011 trat innerhalb des Xinanyuan Gebietes in der Province Anhui (Mingzhou Farm, Xinanyuan Farm, Hecheng Farm, Liukou Farm) der Fluss über die Ufer und überschwemmte Teile der Farm und einer Teefabrik. Der Fluss transportiert auch Chemikalien aus der konventionellen Landwirtschaft, so können partiell minimale Mengen von Pflanzenschutzmittel gemessen werden, die sonst nicht vorkommen, die aber unterhalb der BNN-Orientierungswerte liegen. In der Teefabrik wurde eine erhebliche Menge Tee vernichtet und Maschinen wurden beschädigt, sodass diese Überschwemmung schwere finanzielle Verluste für das Projekt und die Bauern bedeutet.





Liukou Tee Farm neu im Fairbiotea System


Liukou-Farm neu im Fairbiotea-System
Nachdem in 2010 nahezu die Gesamtmenge Tee an den  Fairbiotea Importeur verkauft werden konnten, wird in 2011 die Liukou Farm neu in das Fairbiotea System aufgenommen. Die Farm wird ebenso wie die 3 anderen Farmen von der Xinanyuan Organic Development Co. Ltd. verwaltet und organisiert. Die Farm hat die 3 jährige Umstellungsphase durchlaufen und ist seit 2010 von IMO für den Europäischen Markt zertifiziert und ist wie die 3 anderen Farmen organisiert.
Mehr unterÖffnet externen Link in neuem Fenster http://www.Fairbiotea.de/Land/Provinz/Anhui/Liukou.html





Fairbiotea Schulung und Beratung

Fairbiotea Schulung und Beratung 

Schulung und Beratung von außen ist gerade deshalb so wichtig weil es in China so viele Verständigungsprobleme gibt, aufgrund sprachlicher, kultureller und sozialer Unterschiede oder wegen mangelnder Bildung und fehlenden Organisationsstrukturen im Qualitätsmanagement.

Aber auch der Aufbau interner Kontroll- u. Beratungssysteme ist wichtig und muss entwickelt werden.

Dauerhafte Beratung durch Spezialisten ist dauerhaft unbedingt erforderlich, um Sicherheit im ökologischen Anbau zu gewährleiten, aber findet in der normalen EU-Kontrolle kaum statt.

Fairbiotea Schulung und Beratung

Die Kosten für externe qualifizierte Beratung werden nach seit 3 Jahren vom Fairbiotea Importeur übernommen. Diese Beratung ist auch zukünftig notwendig.

 





  

Bestätigung der Fairbiotea Entwicklung durch IMO


Wir hoffen dass IMO als unabhängige Kontrollstelle noch in diesem Jahr die Umsetzung der Fairbiostandards bzw. den Entwicklungsprozess förmlich bestätigen kann. Wegen der Farminternen Unregelmäßigkeiten bei der Handhabung der Bonuszahlungen, wäre es aber auch verständlich, dass man erst im Jahr 2012 nach der nächsten Inspektion eine Bestätigung ausstellt. Ggf. müssen die Produzenten erst belegen, dass die Bauern die komplette Summe der Prämien erhalten haben. Erst dann kann möglicherweise eine Bestätigung ausgestellt werden.




Fairbiotea Lizenznehmer

Beispiele: Heuschrecke-Bio-Grüntee mit Fairbiotea-Logo
Lizenznehmer sind Tee-Hersteller, -Großhändler und -Versandhändler.


Heuschrecke Naturkost GmbH ist einer der ersten Lizenznehmer. Im Juni 2011 wurden wir als erster Lizenznehmer innerhalb unserer normalen Bio-Kontrolle auf die Einhaltung der Fairbiotea-Regeln zertifiziert.




Nicht nur Fairbiotea Lizenznehmer vertreiben Tee aus den Fairbiotea Plantagen. Auch Unternehmen, die keine Lizenzverträge abgeschlossen haben vertreiben Tee aus den Fairbiotea Farmen, oft unter den Namen der Farmen (Mingzhou, Hecheng, Xinanyuan, Liukou, Qingshan). Allerdings kann Fairbiotea nur dann die Werbeaussagen, Herkunft und Vertrieb der Tees aus den Fairbiotea Projekten garantieren, wenn ein Lizenzvertrag abgeschlossen wurde, denn nur dann ist eine Kontrolle durch Fairbiotea gewährleistet.












Inspektionsbericht Qingshan-Farm 2011 (Auszug)



Vorbemerkung unseres Teeimporteurs, Gründer von Fairbiotea:


Fair zu handeln ist in Entwicklungsgebieten von Schwellenländern immer auch ein Entwicklungsprozess, der permanentes Lernen auf beiden Seiten erfordert, und die Standards müssen ständig fortentwickelt und angepasst werden.
Im wesentlichen geht es beim fairen Handeln um gegenseitiges Verständnis, Wohlwollen und Verantwortung mit dem Ziel, dass alle Beteiligten gleichermaßen von der Zusammenarbeit profitieren.
Dies zu verstehen, und auch in die Praxis umzusetzen, ist ein langer Entwicklungs- und Anpassungsprozess, der wegen der kulturellen Unterschiede kaum in den armen Regionen dieser Welt verstanden wird.
Aber besser, es wird nicht verstanden und es besteht Entwicklungspotenzial, als die Armut von Menschen bewusst auszunutzen um daraus Gewinn zu schöpfen, wie es die Industrieländer seit 150 Jahren praktizieren.



Aus dem Inspektionsbericht 2011 der Quingshan-Farm. Der Bericht ist ab November 2011 vollständig auf Öffnet externen Link in neuem Fensterwww.fairbiotea .de veröffentlicht.

" ... Bei der fairbiotea Inspektion im Mai/Juni 2011 wurden leider Unregelmäßigkeiten beim Bonustransfer in 2009 zu den Bauern entdeckt. Es kamen nicht genau die Beträge bei den Bauern an, die gegen Bankbeleg vom Importeur auf die Konten der Bauern überwiesen wurden. Stattdessen kamen andere Beträge bei den einzelnen Empfängern an. Dies konnte durch Interviews mit den Bauern in Erfahrung gebracht werden, die zur Kontrolle der Auszahlungsbeträge geführt wurden. Die Unterschriften der Bauern auf den zusätzlichen Quittungen wurden vermutlich aus Bequemlichkeit vom Farmmanagement gefälscht.

Aus europäischer Sicht fragt man sich wie es möglich ist, dass ein Betrag der auf ein Konto überwiesen wird, nicht beim Kontoinhaber ankommt?

Weitere Recherchen ergaben, dass es in China auf dem Land üblich ist, dass alle Bauern ihre Bankkarten und Geheimzahlen an die Farmverwaltung übergeben und die Farmverwaltung die Konten verwaltet und Barauszahlungen an die Bauern leistet, ohne den Bauern mitzuteilen welche Geldeingänge auf den Konten eingehen. Dieser Vorgang wird damit begründet, dass viele Bauern nicht lesen und schreiben können, dass die Bank zu weit von der Farm entfernt ist und die Bauern nicht wissen wie sie bei Geldeingängen dorthin kommen sollen, um das Geld abzuheben. Außerdem sind die Bauern nicht daran gewöhnt ein Bankkonto zu haben und überlassen das lieber dem Farmmanagement.

Obwohl das aus Europäischer Sicht unglaublich erscheint, ist es offensichtlich in China üblich und die Argumentation durchaus glaubhaft, wie weitere Recherchen bestätigte. Ohne dem Farmmanagement etwas unterstellen zu wollen, eröffnet diese Handhabung der Korruption viele Möglichkeiten. Wir können an diesen Systemen kaum etwas ändern, außer den Kontrollen zu verstärken und mit der Farmverwaltung detaillierte Verträge auszuhandeln, die dann die Auszahlung der Bonusbeträge an die Bauern ganz genau regeln. Ob diese dann eingehalten werden, ist immer wieder zu überprüfen und bei Fehlverhalten müssen beim Management Korrekturen durchgesetzt werden.

Die Inspektion und Erklärung des Farmmanagements ergab weiter, dass man die leistungsbezogene Bezahlung als ungerecht empfand, weil eine leistungsbezogene Bezahlung in China nicht üblich sei und eine solche Bezahlung von den Bauern als unfair empfunden wird. Deshalb habe man die gesamte Summe sozial und gerecht mit gleichen Beträgen auf die Bauern verteilt, unabhängig davon, was der einzelne Bauer geleistet hat . Einen Teil des Geldes hat man dazu verwendet Rinder zu kaufen. Diese Beträge wurden von der Bonussumme abgezogen und die Bauern erhielten eine reduzierte Auszahlung und die Rinder zur Betreuung und Nutzung. Außerdem sollen die Bauern mehr Hühner und Schweine erhalten haben. Da die Interviews mit den Bauern diese Aussagen bestätigen, ist davon auszugehen, dass die verbleibenden Bonusbeträge unter den Bauern aufgeteilt wurden.

Deshalb besteht letztlich kein Grund an der Aussage zu zweifeln, obwohl unsere Vorgaben missachtet wurden. Das Farm Management war sich keiner Schuld bewusst, hat aber erklärt, die nicht gezahlten Beträge im August 2011 nachgezahlt zu haben.

Die Nachzahlung wird bei der nächsten Inspektion erneut überprüft.

Bis zur nächsten Bonuszahlung wird das leistungsbezogenes Bonussystem aber auch überdacht werden müssen. Halten wir am bisherigen System fest oder muss ein neuer Weg gefunden werden, wie wir das fairbiotea System durch motivierende, leistungsbezogene Bonuszahlungen an die Bauern unterstützen können und gleichzeitig den sozialen Empfindungen der Bauern und des Farmmanagements gerecht werden können. Erfahrungsgemäß kann man nichts gegen den Willen der Bauern und Produzenten erreichen, deshalb werden noch intensive Diskussionen mit den Produzenten nötig sein, um eine Entscheidung über eine Kurskorrektur treffen zu können und so eine höhere Akzeptanz zu erreichen. ..."






 

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Japan (3): Shincha-Fest

Shincha - der erste Tee des neuen Jahrgangs


Bio-Teefeld in Kagoshima
Shincha heißt Japans erster Tee des neuen Jahres - wie bei Darjeeling wird eine kleine Menge der hochwertigsten ersten Pflückungstage als Vorbote per Flugzeug eingeflogen. Aller anderer Tee des Jahrgangs folgt dann ab Sommer per Schiff.

Wenn die Tee-Ernte im April beginnt, gibt es ein Teefieber im ganzen Land - der typische Duft von frischen Teeblättern ist in den Teeregionen allgegenwärtig, und in den Teeläden werden Shincha-Feste gefeiert.

Der Geschmack des Shincha wird "wie ein Spaziergang durch die dampfenden Teefelder am frühen Morgen" beschrieben. Dieser Tee wird weniger stark endgetrocknet als anderer Sencha-Tee, und schmeckt dadurch unglaublich frisch und aromatisch bei sehr grüner Tasse.

Dieses Jahr nach dem Atomunglück wurde die Ernte natürlich mit besonderer Spannung erwartet. Die Analysen der ersten Tees im Teeanbaugebiet Kagoshima, ganz im Süden Japans, weisen sie jetzt als unbelastet aus, ebenso im bei Kyoto gelegenen Anbaugebiet Uji.






Shincha-Fest bei Shimodozono International Deutschland


Shimodozono International in Diepholz: Markus und Katharina HastenpflugWir arbeiten seit über 15 Jahren mit dem Familienunternehmen Shimodozono in Kagoshima zusammen.
1954 vom Vater gegründet, wurde sie von den Brüdern Yutaka und Hiroshi Shimodozono weitergeführt und mit einigen Vertrags-Teefarmern auf kontrolliert biologischen Anbau umgestellt. Gerade bereitet Yutaka die Übergabe an die nächste Generation, an seinen Sohn, vor.

Jetzt, am vorletzten Mai-Wochenende, fand in Diepholz ein großes Shincha-Fest bei der deutschen Partner- und Importfirma Shimodozono International von Markus und Katharina Hastenpflug statt. Gleichzeitig feierten die Gäste dort die Einweihung des neuen Firmengebäudes mit, und das Fest umschloss außerdem ein Benefizkonzert für die Betroffenen in der Region Fukushima. Die Spenden gehen an das Japanische Rote Kreuz. (Wer ebenfalls etwas spenden möchte - hier die Konto Nr.: 0191059567, BLZ 25651325, Kreissparkasse Diepholz, Stichwort:Japanhilfe)






Yutaka und Hiroshi Shimodozono, PermakulturShincha-Fest: Yutaka Shimodozono, Ursula Stübner, Heinz-Dieter Gasper


Wir freuten uns sehr, Yutaka Shimodozono dort wiederzutreffen, den wir zuletzt 1998 bei unserem Besuch in Kagoshima gesehen hatten. Die Außenkontakte hatte in erster Linie sein jüngerer Bruder Hiroshi wahrgenommen, der leider vor 2 Jahren verstorben ist. In seinen letzten Jahren hatte Hiroshi sich stark mit einer noch radikaleren Philosophie innerhalb des biologischen Anbaus, permakulturartig, ohne Zufuhr von Dünger, beschäftigt. Ein Teefeld von Shimodozono ist so bewirtschaftet und konnte dieses Jahr zum ersten Male beerntet werden - natürlich sind die Erträge noch geringer als beim "normalen" Bio-Anbau. Wir haben leider noch nicht probiert - die Qualität soll ungewöhnlich sein, sodass die Japaner "jeden Preis" dafür zahlen, und dieser Tee es wohl nicht bis nach Deutschland schaffen wird.








Yutaka Shimodozono bereitet die Teeverkostung vor

Verkostung der Arachas, Rohtees der neuen Ernte


Im Gepäck brachte Yutaka den neuen Rohtee 2011, Aracha, von verschiedenen Teefeldern mit. Wie typischerweise bei deutschem Wein wird Grüntee in Japan nach engsten Regionen separiert gefertigt und vermarktet. Markus hatte uns schon erzählt, dass die Ernte 2011 außergewöhnlich gut ausfällt. In der Verkostung, die Yutaka auf dem Shincha-Fest durchführte, konnten wir in den Aromen ganz frischen Grüntees schwelgen. Wie bei Wein sind die Tees mal kraftvoller oder feiner, verspielter oder geradliniger, vorder- oder hintergründiger, mit schnellem oder nachhaltigerem Abgang.






Yutaka Shimodozono bereitet die Teeverkostung vor

Yutaka Shimodozono bereitet die Teeverkostung vor

Yutaka Shimodozono bereitet die Teeverkostung vor

Teeverkostung: die Gäste probieren und diskutieren wie bei einer gehobenen Weinprobe - das Vokabular ist sehr ähnlich

Teeverkostung: die Gäste probieren und diskutieren wie bei einer gehobenen Weinprobe - das Vokabular ist sehr ähnlich

Teeverkostung: die Gäste probieren und diskutieren wie bei einer gehobenen Weinprobe - das Vokabular ist sehr ähnlich









Teezeremonie


Teezeremonie: der Teemeister, Gastgeber und GastAlwin studiert seit etlichen Jahren bei einem Teemeister, von denen es nur wenige in Deutschland gibt, die Kunst der japanischen Teezeremonie.
In den abgezirkelten Handbewegungen, der genauen Reihenfolge der einzelnen Handlungen und sogar im Teegeschirr verstecken sich viele Bedeutungen. Früher zu Samuraizeiten war die Teezeremonie auch entscheidender Bestandteil diplomatischer oder auch Kriegshandlungen. Das berühmte Buch "Der Tod des Teemeisters" von Yasushi Inoue erzählt z.B. eine dramatische politische Begebenheit zur alten Zeit der Teezeremonie. Heute ist die politische Bedeutung aus der traditionellen Teezeremonie herausgenommen.
Auf dem Shincha-Fest waren die rituellen Gäste der Teezeremonie keine Shogune, sondern Yutaka Shimodozono und Katharina Hastenpflug. Alwin bereitet beiden mit den vorgeschriebenen, an Zen-Meditation erinnernden Handbewegungen eine Schale Matcha-Tee (gemahlener Grüntee, der schaumig geschlagen wird) zu, eine Zeremonie, die pro Schale etwa 10 Minuten dauerte. Damit war nun das kleine japanische Teehaus im neuen Firmensitz eingeweiht.



Teezeremonie: der Teemeister bereitet den Matcha-Tee vor.

Teezeremonie: der Teemeister bereitet den Matcha-Tee vor.

Teezeremonie: der Teemeister bereitet den Matcha-Tee vor.

Teezeremonie: der Teemeister bereitet den Matcha-Tee vor.

Teezeremonie: der Teemeister bereitet den Matcha-Tee vor.

eezeremonie: die Gastgeberin empfängt ihre Schale Tee






Shimodozono International Diepholz: der Steingarten vor dem FirmengebäudeDer Steingarten


Wer wollte, durfte seine Spuren hinterlassen im Kies, und mit einer großen Holzharke den Steingarten im Firmengelände neu dekorieren. Man fühlt sich in die Wellenbewegungen des Lebens oder des Wassers ein, und zieht die Harke auf den intuitiv gewählten Wegen hinter sich her, immer die eigenen Fußspuren verwischend. Körperlich ein bisschen anstrengend, aber das Ergebnis sieht immer schön aus. Eine meditative Übung ...












Shincha-Fest: Teemenue, Dessert Erdbeeren mit Matcha-SahneDas Tee-Menue


Das Abendmenue von Koch Ulrich stand natürlich im Zeichen des Grüntees. Sowohl in China als auch in Japan ist Grüntee traditionell Bestandteil vieler kunstvoller Gerichte.
Zum Grundnahrungsmittel Reis gab es verschiedene Gemüse, Salate mit Matcha-Balsamico-Dressing, mit Teeblättern gedünsteter Stör, und als Dessert Erdbeeren mit grünleuchtender Matcha-Sahne und Genmaicha (Tee mit gepufften Reiskörnern) "on Top". Dazu grellgrüne Cocktails mit Matcha-Pulver, Sekt und Fruchtschorlen. Die Masse an den verzehrten teein-reichen japanischen Tees in verschiedenster Form (auch als Schokolade) ließ die folgende Nacht hellwach werden.








Benefizkonzert der japanischen Trommelgruppe Masa DaikoBenefizkonzert mit Masa Daiko


Wenn man die japanische Teezeremonie beobachtet hat, versteht man auch die Besonderheit der japanischen Trommelmusik. Das professionelle japanische Trommler-Ensemble Masa Daiko aus Bremen (http://www.masa-daiko.de/) führte in der leergeräumten Halle des Betriebsgebäudes traditionelle Trommelstücke verschiedener Regionen vor, teils mit Flöte und (Sprech-) Gesang, und auch Neukompositionen oder -entwicklungen. Die Stücke werden von den hier 6 SpielerInnen an großen und riesengroßen, mit Tierhäuten bezogenen Holztrommeln gespielt, mit ausholenden, choreographischen Bewegungen, die wiederum Bedeutungen in sich verbergen (Morgenerwachen, der Drache ...). Die tieftönenden Trommeln haben einen archaischen Reiz, in Gedanken wurden wir in Donnergrollen der Natur, von Wind und Wasser, stampfende Tierherden oder auch in zarte Töne des erwachenden Tages mitgenommen. Laut Yutaka ist das japanische Trommeln eine richtig lebendige Tradition in Japan. Es gibt viele professionelle und Laien - Gruppen dort.
In Diepholz gab es tosenden Applaus des staunenden Publikums.



Benefizkonzert der japanischen Trommelgruppe Masa Daiko

Benefizkonzert der japanischen Trommelgruppe Masa Daiko

Benefizkonzert der japanischen Trommelgruppe Masa Daiko








Ausblick auf Japan Tee nach der Atomkatastrophe in Fukushima

Kagoshima Bio-Sencha: typische Tee-Erntemaschine
Auf dem Shincha-Fest bei Shimodozono in Diepholz standen japanische Tee- und auch andere Traditionen im Vordergrund, auch die strenge, ästhetische Schönheit der japanischen Kultur - z.B. sind Außen und einige Innenräume des Betriebsgebäudes traditionell gestaltet.
Das Fukushima-Unglück war aber auch präsent. Yutaka Shimodozono berichtete, dass junge Menschen in Kagoshima, das selbst nicht von radioaktiver Verseuchung betroffen ist, dieses Jahr ihren Urlaub dafür hergaben, im Krisengebiet zu helfen. Er hofft, dass in der momentanen kritischen Energie-Diskussion auch das Bewußtsein für Umweltschutz und Bio-Landwirtschaft steigen wird.

In den letzten Wochen sind alle Naturkostfirmen, die mit japanischen Lebensmitteln handeln, mit den Ängsten der EndverbraucherInnen vor radioaktiver Belastung konfrontiert worden.
Hier haben wir nun Glück: bei der Analyse der ersten Pflückungen in Kagoshima liegt die Radioaktivität sogar unter der Nachweisgrenze.

Wie bei vielen Lebensmitteln aus Deutschland und anderen Herkünften auch, leben wir mit einer radioaktiven natürlichen Belastung, die einige wenige Bequerel betragen kann. Es ist unabhängig von Atomunfällen also davon auszugehen, dass Messwerte bei Lebensmittel oder Tee natürlicherweise nicht immer bei 0, sondern auch leicht darüber liegen.

Wir haben uns gefreut, dass auf dem Fest das Gefühl einer globalen Familie spürbar war. Und auch, ein Fest in japanischer Tradition feiern zu können, einer alten, bemerkenswerten Kultur, die wir in unserer Arbeit als Bio-Gewürz- und Teehersteller als bereichernd kennengelernt haben.






Heinz-Dieter Gasper, Ursula Stübner






Bio - Halbschatten-Tees aus Kagoshima von Shimodozono in unserem Sortiment:

  • Fuka-Tenbu (frühe erste Pflückung, Rarität. Neu: ersetzt Tenbu-Sencha)
  • Soshun (Sencha 1. Pfl.)
  • Shunshi (Sencha 1. Pfl.)
  • Haruno (Sencha 1. Pfl.)
  • Natsu Cha (Sencha 2. Pfl.)
  • Aki Cha (Sencha 3. Pfl.)
  • Shuto Ban (Sencha 1. Pfl.)


... und aktuell Shincha (Flug-Sencha, erster Tee der neuen Ernte, Rarität)




Fotos: Steingarten, Nachtisch und Gruppenfoto Masa Daiko: Shimodozono International GmbH

Alle anderen Fotos: Heuschrecke Naturkost GmbH

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Zwischen-Nachrichten aus Japan ...

... Grenzwertdiskussionen und Sencha Tee




Wir bleiben mit Japan in Verbindung, fragen regelmäßig nach, wie es dort geht.


Seit Beginn der Atomkatastrophe in Fukushima veröffentlichen wir auf unserer Website Öffnet externen Link in neuem Fensterwww.heuschrecke.com Informationen, die regelmäßig aktualisiert werden.


Gesetzlich gilt der Grenzwert von 500Bq/kg (EU-VO vom 11.4.2011).
In einer firmeninternen Leitlinie haben wir uns für die Empfehlung des Umweltinstituts München entschieden, als oberen Grenzwert 50 Bq einzuhalten.


Noch gibt es begrenzte Mengen Tee aus Ernte 2010.


Wie es für die Ernte 2011 ab Mai aussehen wird, weiß noch niemand, aber momentan scheinen die Teeregionen Uji und Kagoshima noch keinen Fall Out zu haben.



Wir denken einerseits, dass wir uns bei Radioaktivität von der Erwartung "Null-Werte" verabschieden müssen. Auch aufgrund Tschernobyl und vieler,  ungemeldeter und / oder spät entdeckter Störfälle in anderen AKWs haben in Deutschland viele Lebensmittel, oder z.B. auch Atlantik-Lachs durch Sellafield, ein "Grundrauschen". Dazu kommt eine natürliche Radioaktivität, sowie eine Messfehlertoleranz der Labore, sodass Zahlen im einstelligen Bereich schwer interpretierbar sind. Eine vollständige Freiheit von Radioaktivität wird uns wahrscheinlich niemand mehr garantieren können.


Hier in Deutschland stecken wir als Hersteller der Marke Heuschrecke im Konflikt: alles ist vorbereitet, um japanische Produkte sicher und gut analysiert zu importieren und weiterzuhandeln.
Uns erreichen natürlich besorgte Anfragen der KonsumentInnen nach evtl. belasteter Ware. Die vielen Zahlen, mit denen die Medien jonglieren, sind nicht nur für Laien verwirrend.


Wir wissen zwar, dass wir auch natürlicherweise immer mit Radioaktivität leben, aber haben kein Gefühl dafür, was wir wegstecken können (auch "Die Wissenschaft" weiß es noch nicht genau): daher stützen wir uns auf den vorsichtigen Grenzwert von 50 Bq/Kg, der in kritischen Diskussionen nach Tschernobyl entstanden ist und vom Umweltinstitut München vertreten wird.


Und da gibt es noch die "German Angst". Irrationale Anfragen der Industriekunden (die u.a. für die großen Bio-Filialisten produzieren), ängstliche Naturkostkunden, die überall versteckte Japan-Zutaten vermuten, Stimmen aus Verbänden und Parteien, die nicht nur einen Importstopp aus Japan fordern, sondern gleich mit aus China und anderen ostasiatischen Ländern.
Das wird der derzeitigen Lage nicht gerecht und missachtet die Menschen dort. Uns ist es wichtig, die Zukunft für unsere Partner zu erhalten, und Warenströme weiter fließen zu lassen, solange es geht. Es fließen nicht nur Warenströme, sondern auch Kultur und Beziehungen.



Gero Plath von der Firma Mitoku (Japan Sencha extra fine) in Tokio berichtet:

"Hier im Buero geht es von frueh morgens bis spaet abends eigentlich nur um 297/2011.Was wir da den Behoerden an Dokumenten vorlegen muessen, ist der Wahnsinn. Es wird nie wieder eine EU Verordung geben die so genau bis ins Detail beachtet wird, das kann ich jetzt schon versprechen. Und das muessen wir ja mit ca. 25 verschiedene Behoerdenstellen koordinieren...
Der Teegarten dann, also ich glaube die haben genug Bestellungen von uns fuer ca. 3-4 Monate und dann faengt dann noch im Mai die Ernte an. Die werden die naechsten Wochen jeden Sa & So arbeiten.
Zum Teegarten, da kann ich aus erster Hand berichten, da ich vor ca. 10 Tagen da war. Da hat sich nichts geaendert, da kein Erbeben, kein Tsunami, keine Strahlung, keine Benzinknappheit, keine Wasserknappheit ...
Ca. 70% von Japan ist doch von der ganzen Geschichte nur indirekt betroffen. Die kennen das doch auch wie ihr auch nur aus dem Fernsehen.
Die machen sich natuerlich Sorgen um die Menschen in Tohoku und Sorgen um unsere Produkte (weil seit dem Erbeben nichts mehr rausgegangen ist = null Umsatz)."




Markus Hastenpflug von Shimodozono International, Kabusé-Sencha Tees aus Kagoshima:

"Mir zeigt das - alle Zahlenangaben, egal wie niedrig sie auch sind (selbst wenn sie unter den natürlichen radioaktiven Werten liegen), werden ins Negative interpretiert. Sobald gedruckte Werte veröffentlicht sind, ist eine "Belastung" augenscheinlich.
Was bleibt nach der Lektüre eines solchen Berichtes hängen?
Die Frage bleibt: Gibt es für verantwortungsvoll handelnde und um Aufklärung bemühte Lebensmittelhändler eine Lösung für dieses Dilemma?
Vielleicht hilft "Abwarten und Tee trinken".  Und wenn nicht ..."




Ein Teekonsument und Japan-Teeliebhaber antwortete uns:

"ich halte Ihren internen Grenzwert von 50 Bq/kg durchaus für vertretbar.
Eine 50g-Packung hat dann max. 2,5 Bq, d.h. wir würden 2,5*26 (eine Packung alle 2 Wochen) =65 Bq pro Jahr konsumieren. Emotionslos betrachtet im vertretbaren Bereich. Wenn man bedenkt welche Strahlung man noch so zu sich nimmt, dass ver- bzw. bestrahlt wurde.
Radioaktivität ist sicherlich eine sehr komplizierte Materie. Angefangen von den verschiedenen Strahlungsarten, Strahlungsleistungen und Strahlungsdosen. Dies wurde in den allgemeinen Medienberichte nur sehr wage angesprochen und erläutert. Daher kam die "German Angst" natürlich auch sehr schnell auf, die nur durch den lapidaren Satz "die Wolke kommt nicht bis zu uns" etwas gedämpft wurde."




In Deutschland vergessen wir leicht, dass Japan ein unheimlich langes Land ist, und die Winde bisher meist günstig wehten. In den Teeanbauregionen Uji (Präfekturen Kyoto, Nara u. angrenzende) und Kagoshima (= Präfektur Kagoshima), wo unsere Japan Sencha Tees herstammen, werden zur Zeit (Mitte April) keine erhöhten Werte festgestellt.
Wir hoffen, dass der (heroische - kann man schon sagen -) Kampf um die Reaktoren nützt, und dass Japan weiter für seine entlegeneren Anbaugebiete und Regionen Glück haben wird.


Hier die Werte für alle Präfekturen, Update 2x am Tag
Öffnet externen Link in neuem Fensterhttp://www.mext.go.jp/english/radioactivity_level/detail/1303986.htm


Weitere informative Internetseiten zum Thema Japan:
Öffnet externen Link in neuem Fensterhttp://www.bundesregierung.de/Webs/Breg/DE/Japan/japan.html
Öffnet externen Link in neuem Fensterhttp://www.bmu.de/allgemein/aktuell/160.php
Öffnet externen Link in neuem Fensterhttp://www.bmelv.de/DE/Startseite/startseite_node.html
Öffnet externen Link in neuem Fensterhttp://umweltinstitut.org



Im Mai treffen noch Schiffe mit Tee-Ernte 2010 ein. Die Ernte 2011 wird per Schiff nicht vor Juni / Juli

Teefeld in Kagoshima

eintreffen.


Shincha Tee: Mitte Mai kommt - wie beim Flugdarjeeling - eine kleine Menge der ersten Pflückungstage der neuen Ernte per Flugzeug. Dieser Tee ist besonders aufbereitet, enthält noch eine kleine Restfeuchtigkeit und schmeckt dadurch unglaublich frisch und duftig "wie ein Spaziergang durch Teefelder im Morgentau".

Shincha-Tee ist ein Kult. In den Teeanbaugebieten liegt der süßherbe Duft des frischgeernteten Tees über dem Land. In den Teeläden werden Shincha-Feste gefeiert, und auch hier erwarten Japan-TeeliebhaberInnen diesen Tee als Vorboten des neuen Teejahres.

 

Heinz-Dieter Gasper, Ursula Stübner


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