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Test: Grüntee - Schadstoff-Test

Bio im grünen Bereich. Stiftung Warentest vom 24.9.2015: Grüntee

Teelandschaft. Fairbiotea-Teegarten Qingshan


Im Test von Stiftung Warentest waren 25 Grüntees, darunter 9 Bioprodukte.


Getestet wurde auf folgende Schadstoffe: Pyrrolizidinalkaloide (i.f. Pyrrolizidine), Anthrachinon, PAK, Mineralölbestandteile (MOSH, MOAH), Nikotin und Pestizide. Nur ein konventioneller Tee überschritt die Grenzwerte (Pestizide), alle anderen Tees lagen unterhalb der Grenzwerte. Zu Pyrrolizidinen gibt es noch keine Grenzwerte, sondern nur eine Tageszufuhr-Empfehlung, die nicht überschritten werden sollte.


Neben den Pestiziden lag der Fokus auf Umweltbelastungen (Anthrachinon und PAK aus Verbrennungsprozessen / Trocknung, und Mineralölbestandteile aus Recycling-Anteilen (Druckfarben von Zeitungen!) in Verpackung) und den natürlichen Pflanzengiften (Nikotin, Pyrrolizidine aus Beikräutern). Nikotin scheint - wie auch Warentest sagt - aus den Pflanzen selbst zu stammen - wissenschaftliche Untersuchungen, wie dies zu bewerten sei, dauern noch an (evtl. fraßgiftige Pflanzen als Erfolge der Evolution).

 

 

Teepflückerin auf der Bio-Farm Qingshan in China

Ergebnisse: Stiftung Warentest hat die Risiken korrekt eingeordnet - bis auf den einen nicht verkehrsfähigen konventionellen Tee nichts kurzfristig Gesundheitsgefährdendes - dies ist auf die Pyrrolizidine gemünzt, die im Test bei einigen konventionellen Tees höhere Werte aufzeigten, und nicht in großen Mengen über längere Zeit getrunken werden sollten.
Bei allen anderen Stoffen wurden keine Höchstwerte überschritten - also grünes Licht für Grüntees, vor allem für Bio.
Pyrrolizidine treten nicht bei sauber geernteten Tees auf, Bio-Tees schneiden besser ab als konventionelle Tees, eine ubiquitäre Belastung ist in unserer Welt sowohl für konventionelle als auch für Bio-Anbauer nicht mehr zu vermeiden - dafür haben viele Generationen seit der Industrialisierung (auch des Landbaus) gesorgt - siehe die aktuelle Glyphosat-Diskussion. (Das Bundesinstitut für Risikobewertung BfR, das für alle erwähnten Kontaminanten Risiken aufzeigt, eiert bei dem "Topseller" Glyphosat entlarvend rum.)
So sieht es bei allen unseren Lebensmitteln aus, der Tee fällt da nicht aus dem Rahmen.


Leider wird dieser Warentest mit einer eher komplexen Hintergrundproblematik von den Medien vereinfachend tendenziös fehlinterpretiert: "Besonders gefährliche Grüntees", "Giftiger Tee", "Verheerende Ergebnisse" etc. was die Tests nicht hergeben, aber nun zu besorgten Kundenreaktionen führt.


Unsere Bio-GrünteesBio-Teegarten Singell, Darjeeling: Teepflückerinnen auf dem Heimweg



Wie sieht es nun bei unseren Bio-Tees aus - werden wir gefragt, da kein Tee von uns im Test dabei war.
Wir handeln ausschließlich mit losen Bio-Tees und beziehen unseren Tee seit ca. 35 Jahren bei ein und demselben Teemakler, einem engagierten Bio-Importeur, der auch das ökosoziale Qualitätsmanagementsystem "Fairbiotea" ins Leben gerufen hat.
Alle Tees werden vom Importeur lückenlos analysiert. Bei Grenzwertüberschreitungen bzw. Überschreitungen der BNN-Orientierungswerte für Bio-Produkte (unser Branchenverband Bundesverband Naturkost Naturwaren hat damit die Grenzen und Rückverfolgung von Pestizidrückständen bei Bio geregelt) gelangen die Tees nicht in den hiesigen Öko-Handel.


Pestizideinsatz ist im Bio-Anbau verboten und wird sanktioniert. Die anderen Stoffe, die durch Umweltkontaminationen in die Produkte gelangen, können nur durch u.U. längerwierige Prozesse reduziert werden. Teilweise ist hier auch eher die Agrar- und Umweltpolitik als der einzelne Bauer gefragt.

Bio-Teegarten in Kagoshima, Erntemaschine
Pyrrolizidine: unser Teemakler berichtet, dass in hunderten Analysen keine relevanten Werte in ihren/unseren Bio-Tees gefunden wurden. Die Handpflückung ist das eine Qualitätskriterium, das andere ist ein gutes Unkrautmanagement. Hier informiert unser Teemakler jedesmal die zuständige Ökokontrollstelle, wenn Pyrrolizidine in Spuren gefunden werden, und schafft im eigenen Fairbiotea-Qualitätsmanagement Anreize, dass Unkraut aus den Teefeldern rechtzeitig gejätet und kompostiert wird. Da das Handarbeit ist, wirken sich die zusätzlichen Löhne auf den Teepreis aus. 

 


Anthrachinon: dieser Stoff kommt einmal aus der Umweltbelastung / Feinstaub (Industrie, Autoverkehr, Haushaltsheizungen) auf die Teefelder, zum anderen durch die hauptsächlich übliche Holzkohletrocknung (als Pestizid ist er schon länger verboten und unüblich). Labore sind erst seit ca. 3 Jahren überhaupt in der Lage, Anthrachinon zu messen - erst seitdem wird über die Ursprünge geforscht, und werden sukzessive bauliche Verbesserungen in den Teefabriken in Angriff genommen. Typischer Geldmangel in den Drittländern verzögert diesen Prozess natürlich.
Nach Rückmeldung unserer indischen Partner spielt Anthrachinon aus Zelluloseherstellung (aus Papiersäcken/ Verpackung) keine große Rolle mehr bei der Anthrachinon-Belastung. Seitdem die Menschheit das Feuer erfunden hat, werden wir mit einem Quantum Anthrachinon leben müssen - mehr Sorgen müssen sich die Grillfreunde, und nicht die Teefreunde, machen.


Matcha / Japan Tees: Im Test wird darauf hingewiesen, dass im Gegensatz zu Aufguss-Tees hier das Teeblatt ja quasi verzehrt wird - und damit auch evtl. Schadstoffe, die beim Aufguss nicht mitaufgelöst würden.
Anthrachinon, PAK, MOSH und MOAH gehen laut Test nur teilweise, bzw. gar nicht in den Tee-Aufguss über!

Japan ist ein technisch hochentwickeltes Land und auch die Teefabriken verfügen über modernere Anlagen und strengere HACCP-Systeme als etwa andere Teeländer.
Im Gegensatz zu unseren Partner-Teegärten in Indien, Nepal, Sri Lanka und China wird bei unseren japanischen Lieferanten aber nicht von Hand geerntet, sondern mit leichten Erntemaschinen, die jeweils die obersten 4-5cm abschneiden. Die Teefelder sind wie in einer Parklandschaft extrem gut gepflegt.

Wir führen ausschließlich Bio-Matcha-Tee aus Japan, aus der Präfektur Kagoshima auf der Insel Kyushu.Bio-Matcha Premium (Tencha) aus Kagoshima
Unsere Japan-Tees werden im Screening regelmäßig auf Pestizide incl. Anthrachinon analysiert, jeweils ohne Befund. Auch Pyrrolizidine sind getestet worden und waren unter der Nachweisgrenze.
Unsere japanischen Partner arbeiten mit Gastrocknung, und verpacken die Ware von Anfang an in alubedampfte (Barriere!) PE-Foliensäcke bzw. -beutel, sodass Anthrachinon- und Mineralöleinträge praktisch nicht zu erwarten sind. Barriere (meist noch unter Schutzgas/ Stickstoff eingeschweißt) bedeutet hier, dass die hochwertigen Japantees nicht oxidieren und keine Fremdgerüche annehmen, sodass ihre Spitzenqualität lange erhalten bleibt.


Alle Etiketten und Produktverpackungen der Marke Heuschrecke werden mit migrationsarmen Farben und aus mineralölfreien Verpackungsmaterialien hergestellt.


Wir haben in unseren Blog-Artikeln schon öfter auf den Konflikt zwischen Preisdumping und Qualität hingewiesen. Bei Tee wird viel von der Qualität per Handarbeit generiert, angefangen im Teegarten mit dem Jäten. Die Tendenz ist leider, dass von den westlichen Ländern immer noch zu niedrige Preise für guten Tee gezahlt werden, mit der Folge, dass ausgebildete und erfahrene Bauern lieber in die Städte in die Industrie gehen, und beim Tee fehlen.
Auch Darjeeling ist finanziell ausgezehrt - es fehlt im weltbesten Teeanbaugebiet an Geld für bauliche, aber auch soziale Verbesserungen. Es wird vermutet, dass die politische Situation in der Gegend in Kürze wieder explodiert.


Fairtrade-Zertifizierungen sind nicht in jedem Fall die Lösung, da es hier eher um einfache Standardtees zu günstigen Preisen geht (Rosinenpicken), und auch die Prämien nicht hoch ausfallen - die Zertifizierungen müssen jedoch von den Teegärten finanziert werden. Jede Teefarm hat aber einen relevanten Anteil an hochpreisigen Frühjahrspflückungen, die die ganzjährigen Kosten decken müssen - die aber oft nur noch unter Preis konventionell vermarktet werden können. Die späten Pflückungen sind eher nicht kostendeckend abzusetzen.
Bio-Vanille-Grüntee mit echter Madagaskar-Vanille


Das beste Einkaufsverhalten für Importeure, Teehändler- und TeetrinkerInnen wäre, den Fokus auf gute Produktqualität zu legen, dies führt zu höheren Einkünften für die Teefarmen, und auch die Schadstoffsituation verbessert sich.
Wir empfehlen natürlich, immer Bio-Tee zu kaufen. Selbst wenn damit keine Schadstofffreiheit von ubiquitären Belastungen einhergehen kann, ist es wie ein Versprechen an die Zukunft, dass die Menschheit den Planeten besser pflegen wird.

 



Ursula Stübner, Heinz-Dieter Gasper





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Matcha Tee

Kabusé- und Premium-Matcha


Japanisches Grünteepulver, Kabusé- und Tencha - Qualität aus kontrolliert biologischem Anbau

Leichte Tee-Erntemaschine in Japan, Kagoshima, auf Bio-Teefeld

 

Die japanische Teeszene ist völlig überrascht durch den aktuellen Matcha Tee -Boom in Deutschland: einmal sind die Öko-Partykids von Koffein-Dosengetränken auf Matcha-Tee umgestiegen (ebenso Studierende im Lern-Stress), zum anderen ist er Zutat der "Grünen Smoothies", einer interessanten Wellness-Idee. Sowohl junge Veggie-Köche als auch die alteingesessenen Fernsehköche kochen mit Matcha-Tee.


Ach ja, und dann ist es natürlich auch der klassische Tee der japanischen Teezeremonie. Wie bei Wein übertreffen sich die begehrten Qualitäten, und die Preise steigen so hoch wie für seltene Champagner.


Champagner ist das Stichwort. Matcha Tee wird aus besten Tencha-/Sencha-Qualitäten hergestellt, enthält viel Teein und ist dementsprechend anregend. Ein tolles Getränk für ein Fest, zur Einstimmung, für angeregte Gespräche mit Freunden. Schon die kleine Zeremonie der Zubereitung hat etwas Festliches.

 

 





Häufig gestellte Frage: Hat Matcha Rohkostqualität?

 

Nein, grundsätzlich nicht. ABER: gerade die japanische Methode ist ein optimierter Prozess, wo bei möglichst kurzem Hitzeeinsatz die Fermentationsenzyme gestoppt werden, andererseits die Poren aufgeschlossen und damit die Wirkstoffe wie Vitamine verfügbar gemacht werden. Laut Tabellen hat Matcha-Pulver z.B. noch doppelt soviel Vitamin C wie Zitrone.
Der Herstellungsprozess im Einzelnen: die Grünteeblätter werden direkt nach der Ernte für 1-2 min. bei 100°C gedämpft. Anschließend werden die Blätter bei 60 - 80°C für 6-8-min. getrocknet. Dann hat man den Aracha-Tee = Trocknungs-Vorstufe.
Der hochwertigere Matcha Premium aus Tencha-Tee wird als Aracha anschließend langsam auf Steinmühlen (30g/Std) gemahlen, wobei das Mahlgut sich hier nicht mehr über 40°C erhitzt. Bei Kabusé-Matcha wird vorher endgetrocknet, also etwas länger getrocknet, bevor er gemahlen wird.

 

 Kabusé-Feld (bio) in Japan, Kagoshima

Was ist Kabusé?

 

Halbschattentee. Auf den Teefelder werden ca. 10 Tage vor der Ernte schwarze Netze, die noch 50% Licht durchlassen, über die Teesträucher gelegt. Dadurch steigern die Pflanzen ihre Wirkstoffbildung und entwickeln das duftige Aroma.
Bei Vollschattentee sind die Netze dichter und lassen nur noch 10% des Lichts hindurch.

 

 

 

Was ist Tencha?

 

Dieser Grundtee für den klassischen Matcha aus Vollschattentee wird als ganzes Blatt schonend getrocknet, und anschließend werden die Blattrippen herausgelöst. Dadurch wird der Tee zart und weich, besonders rund und aromatisch.
Bei den etwas preisgünstigeren Kabusé Matcha Tees (#61104 Kabusé 1. Pflückung und #61107 Kabusé 2. Pflückung) ist der Grundtee ein guter Sencha-Tee, der aus dem ganzen Teeblatt hergestellt wurde.
Matcha aus Tencha wird aber als der "echte" Matcha angesehen ( in unserem Sortiment: #61109 Matcha Premium).


Matcha - Steinmühlen mahlen sehr langsam. Ergebnis: 30g Matcha-Pulver

Das Mahlen

 

Die edlen Tencha-Matchas wie unser Matcha Premium werden auf Steinmühlen so langsam vermahlen, dass das Teepulver nicht über 40°C erwärmt wird, um die Zerstörung der geschmacksgebenden Eiweiße zu vermeiden Das Ergebnis ist 30g pro Stunde - das Zusehen ist sehr meditativ.
Die Kabusé-Matchas werden etwas "effizienter" auf Keramikmühlen gemahlen: 75g pro Stunde ist das Ergebnis.

 

 

 

Die Zubereitung

 Matcha-Zubereitung

Matchaschale (oder größere (Müsli-)Schale) mit heißem Wasser vorwärmen. Etwa 1 kleinen gestr. Teel. Pulver hineingeben (professionell: 1 - 2 Bambusspatelspitzen). 70-100ml gekochtes Wasser auf 70-80°C abkühlen lassen und dann erst auf das Pulver gießen. Mit dem Bambusbesen (alternativ kl. Schneebesen) solange schlagen, bis feiner Schaum (Jadeschaum) an der Oberfläche entsteht.
Und dann durch den Schaum schlürfen: frisch-süßlich mit leichter "Edel-Bitterkeit" und viel Teein.
Zu diesem intensiv - bitteren Tee isst man "Teesüßigkeiten", in Japan aus süßen Bohnenpasten, bei uns z.B. Marzipan. Für die jüngere Generation: Marshmellows würden auch sehr gut passen (gibt's die eigentlich schon in Bio?), Schokolade eher nicht.





Die Herkunft unserer Matcha Tees - keine Radioaktivität nachweisbar


Die Matcha-Tees in unserem Sortiment stammen aus Kagoshima, ganz im Süden Japans. Kagoshima ist bekannt für heiße Quellen und noch aktive Vulkane (malerisch: der Sakurajima). Die fruchtbare vulkanische Erde macht es zu einem hochwertigen Teeanbaugebiet. Kabusé-Tees sind klassisch für dort.
Seit dem Unglück 2011 - dem Erdbeben und anschließendem Reaktor-Unglück in Fukushima - wird regelmäßig auf Radioaktivität getestet. Alle Test waren unter der Nachweisgrenze. Kagoshima liegt ca. 1200km südlich von Fukushima.




Kabusé-Matcha Nr. 2, kbA, Heuschrecke

Matcha Nr. 1, kbA, HeuschreckeMatcha Premium, kbA, Heuschrecke

Unser Sortiment


Wir führen zur Zeit  3 Matcha-Sorten:

  • Kabusé Nr. 1- Matcha (Halbschattentee): auf Keramikmühlen gemahlenes ganzes Blatt, 1. Pflückung. Aromatisch und kräftig mit edelbitterer Note. Empfehlenswert für leichten Matcha, gut geeignet für Smoothies und Mixgetränke. In der 30g-Schmuckdose.
  • Kabusé Nr. 2- Matcha (Halbschattentee): auf Keramikmühlen gemahlenes ganzes Blatt, 2. Pflückung. Kräftig - feinherbe Tasse (Schale). Sehr gut geeignet für die Grüntee-Küche, für Smoothies, Desserts etc.. In der preisgünstigen 50g-Tüte.
  • Matcha Premium, Vollschattentee, bei dem die Blattrippen vorher entfernt wurden (Tencha). Auf Steinmühlen vermahlen. Geschmack zwischen Herbe und Süße gut balancierend, leicht nussig, intensiver Duft, kräftige, grüne Farbe. Ein klassischer Matcha-Tee mit Herkunft Kagoshima - für die eigene Teezeremonie. In der 30g-Schmuckdose.

 

 

 

Bezugsquellen: im Naturkostladen oder -versand (sieheOpens internal link in current window links)
Fotos: Matchamühlen und Teezubereitung © Markus Hastenpflug (danke, Markus)
           Teemaschine, Kabusé-Feld, Produkte © Heuschrecke

 

 

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Fairbiotea 2013

Inspektionsberichte 2013: Qingshan-Farm erfolgreich, Xinanyuan-Projekt verliert Anerkennung

Fairbiotea - Siegel, so auf den Teepackungen zu sehen
Fairbiotea - Siegel, so auf den Teepackungen zu sehen
Qingshan Farm, Teegarten
Qingshan Farm, Teegarten
Qingshan Farm, Teepflücker
Qingshan Farm, Teepflücker
Qingshan Farm, im Wok verarbeiteter Tee
Qingshan Farm, im Wok verarbeiteter Tee
Qingshan Farm, Inspektion 2013, Bauer und Kontrolleure
Qingshan Farm, Inspektion 2013, Bauer und Kontrolleure
Qingshan Farm, Kalb im Teefeld
Qingshan Farm, Kalb im Teefeld
Qingshan Farm, Inspektion 2013: Tee-Lagerhalle
Qingshan Farm, Inspektion 2013: Tee-Lagerhalle
Qingshan Farm, Inspektion 2013: Tee-Produktionshalle
Qingshan Farm, Inspektion 2013: Tee-Produktionshalle
Qingshan Farm, Inspektion 2013: Klimawandel bringt extreme Trockenheit
Qingshan Farm, Inspektion 2013: Klimawandel bringt extreme Trockenheit
Qingshan Farm, Inspektion 2013: Klimawandel bringt extreme Trockenheit
Qingshan Farm, Inspektion 2013: Klimawandel bringt extreme Trockenheit
Qingshan Farm, Inspektion 2013: Klimawandel bringt extreme Trockenheit
Qingshan Farm, Inspektion 2013: Klimawandel bringt extreme Trockenheit
  • Fairbiotea - Qualitätsmanagement für Biotee in China



Wegen der besonderen politischen und sozialen Lage in China ist die Beschaffung von zuverlässiger, fairer Bio-Ware erschwert. Obwohl die Chinesen die Regeln ihrer harmonischen und ganzheitlichen Feng-Shui-Lehre auch auf die Landwirtschaft anwenden, passt das Einhalten unserer rigiden EU-Bio-Gesetzgebung nicht ins Weltbild. Mehr oder weniger häufig sind China-Bioprodukte aus den unterschiedlichsten Gründen pestizidbelastet, was für europäische Bio-Importeure ein aufwändiges Analysesystem unbedingt erforderlich macht. Der parallel wachsende Kapitalismus hat eine gigantische Landfluchtbewegung ausgelöst, mit negativen Folgen für die Landwirtschaft.


Unser Tee-Importeur, mit dem wir seit über 35 Jahren zusammenarbeiten, tüftelte deshalb seit 2008 an einer Lösung, die im Jahr 2010 unter dem Logo "Fairbiotea" spruchreif wurde: ein über den EU-Bio-Standard hinausgehendes Qualitäts-Management-System für ökosoziale Gerechtigkeit, das die Verordnung, besonders für den Teebereich, ergänzt und sicherer und transparenter für alle Seiten macht. Ein Versuch, eine vertrauensvolle, verläßliche Situation für Bauern und Handelspartner bis zu den KonsumentInnen zu schaffen.
Das System ist auf ein praktisches Qualitätsmanagement ausgerichtet, und bietet kostenlose, qualifizierte Schulung und analytische Beratung für Bio-Teebauern und -Farmen.


Neben zusätzlichen Sicherheitsstandards hat das System eine ökosoziale Entwicklung zum Ziel: Entwicklung von Nährstoffkreisläufen, Prämiensysteme zur Einkommensverbesserung und Motivation der Bauern, Abnahmegarantien, faire Preise u.v.m.. Die Fairbiotea-Standards werden jährlich extern von IMO geprüft. Begonnen hat das Projekt mit 4 Farmen.


Ab Ernte 2013 wird das Fairbiotea-System nur noch mit einer Farm, der Qingshan-Teefarm in der Provinz Hunan, weitergeführt, von der wir schon seit einiger Zeit bevorzugt Ware beziehen.
Leider mußte die Zusammenarbeit zwischen Fairbiotea und den Farmen Hecheng, Xinanyuan und Mingzhou in der Provinz Anhui ab Ernte 2013 aufgrund zuvieler Mängel vorerst beendet werden (siehe auch Newsletter Xinanyuan weiter unten). Zum System ‚Fairbiotea' gehören nicht nur vollmundige Erfolgsmeldungen im Medien-Sprech. Das ist ungewohnt, aber ehrlicher als Nachhaltigkeitsgesäusel.


Die Jahres-Inspektionen sind recht aufwändig. Es werden zwei Inspektionen gleichzeitig durchgeführt: die Bio-Kontrollstelle IMO Schweiz überwacht ihre (Schwester-)Firma IMO China. IMO China führt die durch die EU-Verordnung für den ökologischen Landbau vorgeschriebene Minimal-Standards-Bio-Kontrolle durch. Fairbiotea beauftragt IMO China aber auch mit der Kontrolle der Fairbiotea-Standards. Fairbiotea führt zur gleichen Zeit mit eigenen Mitarbeitern eine Inspektion parallel zur IMO-Inspektion durch.
 
 
In ihren Newsletter berichten die Fairbiotea-Mitarbeiter außergewöhnlich offen über die Inspektionen, über Erfolge und Mißerfolge, über kulturelle Mißverständnisse und Widerstände. Dauerthema ist der Konflikt zwischen den Anforderungen der EG-Bio-Verordnung, die aufwändige Handarbeit mit hohen Lohn-Mehrkosten erforderlich machen, und der Preisrigidität eines dominanten Teils des westlichen Markts - siehe auch unseren Bericht: Opens external link in new windowWarum Tee teurer wird.


Daneben sind die chinesischen Ideale oder das chinesische Verständnis für Ökologie und fairer Handel nicht dieselben wie die westlichen, im Klartext: Anweisungen aus unsere EG-Bio-Verordnung werden nicht ausgeführt, wenn sie nicht in das chinesische Weltbild passen - global nachvollziehbar, aber uns Westeuropäern fremd.
 

Der Bericht über die Qingshan Farm fällt positiv aus. Neben einigen fehlenden Dokumentationen, die nachgereicht werden müssen, wurde festgestellt, dass die ökologischen landwirtschaftlichen Prozesse grundsätzlich alle in Ordnung sind. Da die Qingshan Farm als "Company" organisiert ist (ein Produzent erwirbt bzw. pachtet die landwirtschaftlichen Flächen der Kleinbauern und bezahlt die Bauern dafür; für ihre Arbeit erhalten sie den vorgeschriebenen Mindestlohn) kommen auch die Prämien für den ökologischen Anbau tatsächlich bei den Bauern an. Hier können Sie den vollständigen Bericht lesen:  Inspektionsbericht Qingshan Farm 2013 

 



Dieses Jahr haben die Teebauern der Quingshan Farm erstmalig mit einem Phänomen des Klimawandels zu kämpfen: aufgrund großer Trockenheit sterben die Teesträucher ab. Da die Teepflanze wie Weinstöcke langlebig ist (sie werden so alt wie die Menschen), und die Büsche erst nach 7 - 10 Jahren richtig tragen, ist das ein ernster Verlust, und die nebenstehenden Fotos richtig traurig.


Die Entwicklung im "fairbiotea"-Xinanyuan-Projekt mit den Farmen Hecheng, Xinanyuan, Liukou 1, Liukou 2 und Mingzhou verlief leider negativ. Fairbiotea ist hier mit seinen Ambitionen vorerst gescheitert. Die Gründe sind - so vermutet Fairbiotea - zurückzuführen auf den Interessenkonflikt zwischen einem an Ökologie desinteressierten Produzenten/Manager, und den schlecht bezahlten, unmotivierten Bauern. Der Hygienebericht fiel mangelhaft aus, und es gab eindeutige Hinweise auf die verbotene Verwendung von Kunstdünger und Glyphosat (Roundup. Pestizid) - beides spart dem Bauern die (nicht bezahlte) Zusatz-Feldarbeit. Das Dokumentationswesen ist nicht installiert worden.
Diese Tees werden ab Ernte 2013 (Winter / Frühjahr 2013/14) nicht mehr das Fairbiotea-Siegel tragen. Ernte 2012 war in Ordnung - hier bleibt das Siegel. Hier ist der komplette Inspektionsbericht mit vielen Fotos:  Inspektionsbericht und Deklassifizierung Xinanyuan 2013

 



Im Trend 2013 und folgender Jahre werden die Preise für Tee weiter steigen, zumal im Inland und auf anderen Kontinenten, sogar Afrika, höhere Preise für Tee erzielt werden als in Europa. Wir rechnen damit, dass sich die exportierten Mengen weiter verknappen.
Trotzdem bleibt Tee sein Geld wert - ein Liter Tee wird nicht teurer sein als 1l Cola, aber natürlicher und gesünder, genussvoller sowieso.

 

Auf der Website Öffnet externen Link in neuem Fensterhttp://www.fairbiotea.de sind die Hintergründe noch einmal ausführlich nachzulesen.

 

 

Heinz-Dieter Gasper, Ursula Stübner

 

 

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Tags: china, biotee, bio-grüntee, qingshan teefarm, fairbiotea
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Die Qingshan-Teefarm

Enge Zusammenarbeit mit Fairbiotea: Qingshan Teefarm in Hunan / China. Ein Portrait

Hier stellen wir Ihnen die Teefarm "Qingshan" (gesprochen: Tschingschan) in China vor, von der wir neben Aktionstees (China Sencha, Chun Mee, China Aktionstee) vor allem viele schöne Teespezialitäten bekommen, wie Jasmin und Green Dragon Pearls, Jasmin-Grüntee, Weißer Tee "White Monkey", Pai Mu Tan, Gunpowder, Mao Feng, Green Scent Tip und China-Gyokuro. (Die Herkünfte können aber wechseln, weil nicht jede Teefarm jedes Jahr die gleichen Sorten herstellt.)


Daten: Die Qingshan Tea Farm (leuchtender Berg) liegt in der Provinz Hunan im Yuan Ling County. Größe: 141 Hektar, Produktion ca. 330.000kg Tee jährlich. Unsere favorisierte Teefarm in China: die Vorabmuster entsprechen typischerweise unserem Geschmack, danach machen wir die entsprechenden Jahreskontrakte. Qingshan arbeitet intensiv mit Fairbiotea zusammen.


Der folgende Text stammt von der sehr informativen Website Opens external link in new windowwww.fairbiotea.de, und aus dem IMO-Inspektionsbericht der Fairbiotea-Kontrolle 2012. (Unsere Anmerkungen sind in Kursiv-Schrift.)


Fairbiotea ist die Initiative unseres Teemaklers für sichere, sozial gerechte und ökologisch nachhaltige Teeproduktion in China. Die Fairbiotea-Inspektion findet zusätzlich zur normalen Bio-Kontrolle statt. Fairbiotea unterstützt die Farmen mit Beratung, Organisationshilfen und Geldern, z.B. Bonusgelder an die ArbeiterInnen, und gibt Auflagen für den Bio-Anbau auf.


(Weitere Berichte zu China Tee, z.B. auch den Inspektionsbericht 2013, finden Sie unter Opens internal link in current windowLieferantenportraits (runterscrollen zu China Tees)




Bio-Teefarm Qingshan

Die Fähre zur Halbinsel und zur Qingshan-Teefarm
Junge Jasminpflanzen für den edlen Jasmintee. Die frischen Blüten werden dem Tee untergemischt, wieder ausgesiebt und wieder frische Blüten zugemischt - 3 - 4 Mal, bis der Jasmintee sein bezauberndes, sinnliches Aroma erreicht.
Die IMO-Kontrolleure begutachten für die Bio-Kontrolle und für Fairbiotea die Teefelder.
Pruning: alle paar Jahre werden die Teesträucher stark zurückgeschnitten, um die Pflanze zu kräftigen und die Qualität zu erneuern.
Die Farmarbeiter stellen ihren Kompost selber her - Inspektion durch die Bio-Kontrolleure.
Teefeld, Bio-Teefarm Qingshan
Die TeepflückerInnen, Qingshan
Die TeepflückerInnen, Qingshan
Die Bio- und Fairbiotea-Kontrolleure interviewen die Teepflücker. Interessantes Phänomen auch auf den anderen Interview-Fotos: die befragten TeepflückerInnen halten immer genussvoll eine frisch angezündete Zigarette in der Hand ...
Teereihen im Teefeld der Qingshan-Farm
Die Kuh ist gerade kein Lastenträger
Fairbiotea-Initiative: Gemüsegärten für die Farmer zur Selbstversorgung
Die Farmerfamilien wohnen typischerweise in diesen Holzhäusern.
Lunch für die Kontrolleure auf der Teefarm. Unserer Meinung nach zählt die chinesische Küche zu den weltbesten. Auch in armen Gegenden oder einfachen Dörfern werden auf einem 2-Flammenkocher die köstlichsten, vielgängigen Menues gezaubert.
Dorf mit typischen Holzhäusern auf der Halbinsel
Die Teesträucher werden relativ hoch belassen hier. Das Pflücken ist körperlich schon anstrengend ...
Vor der Weiterverarbeitung in der Teefabrik werden die Teeblätter für kurze Zeit zum Anwelken ausgebreitet.
Alte, rüstige Dame auf Qingshan
Die Kontrolleure inspizieren die Teefabrik. Hier werden die Teeblätter nach dem Welken erhitzt (geröstet oder gedämpft), um die Fermentation zu stoppen. Anschließend werden sie geformt (China hat eine ausgeprägte Teekultur mit den unterschiedlichsten Formen des getrockneten Blattes, von der lieblichen Augenbraue, Jadespiralen, über Gunpowder und Drachenperlen bis hin zu Teerosen) und getrocknet.
Hier das vorläufige Endprodukt, der Rohtee.

 



Auch im Sommer 2012 wurde wieder eine Inspektion von einer unabhängigen Kontrollstelle (IMO China/Schweiz) durchgeführt. Die Ergebnisse werden bestätigen, daß die "fairbiotea"-Entwicklung kontinuierlich verfolgt und verwirklicht wird (und stellt auch die Schwierigkeiten dar).



Standort und Lage der Farmen


Die Farm liegt, ideal geschützt für den ökologischen Landbau, auf einer bergigen Halbinsel mit Höhen bis zu 750m, inmitten eines Stausees ( Wuqiangxi ).
Dieser dient als natürliches Wasserreservoir und als Zuchtgebiet für Biofische. Weder auf der Insel, noch in der näheren Umgebung, haben sich Industrieunternehmen angesiedelt, durch deren Tätigkeit Kontaminations-Gefahren für die Ökoflächen bestehen könnten.
Auf der Halbinsel wird ausschließlich ökologische Landwirtschaft betrieben. Neben ökologischen Gemüsegärten, die der Grundversorgung mit Nahrungsmitteln dienen, wird überwiegend Tee angebaut.
Der Stausee sorgt dabei für ein Feucht-Klima, welches wiederum der Qualität des Tees zu Gute kommt: Eine gesunde "Grüne Insel" mit reichhaltiger, natürlicher Vegetation.


Im Jahr 2011 gab es noch keine durchgängig befahrbare Straße zu der Farm, die nächste Straßenanbindung liegt 7 km entfernt.
Die Farm ist nur mit dem Schiff erreichbar. Lieferungen zu den Inseln müssen ebenfalls mit dem Schiff transportiert werden. Die ca. 300-330 Tonnen Tee die jährlich auf der Insel hergestellt werden, mußten auf dem Rücken zum Weitertransport zum Schiff getragen werden.


Bei der "fairbiotea"-Inspektion im Juni 2012 konnte in der Farm festgestellt werden, daß im zurückliegenden Jahr sehr viel im Straßenbau passiert ist.
Die einfache Zufahrtstraße wurde größtenteils asphaltiert. Bei trockenem Wetter kann diese, noch nicht ganz fertiggestellte Straße schon befahren werden. Man wartet nun auf weitere Zuschüsse von der Behörde, um die restlichen 2-3 Kilometer asphaltieren zu können. Dann ist die Farm auch bei schlechtem Wetter befahrbar und vollständig an das Straßenverkehrsnetz angeschlossen. Nach vollständiger Fertigstellung kann ein Kleinlaster ca. 10 Tonnen Tee in 3 Stunden zur Endverarbeitungsfabrik transportieren.
Gegenüber dem bisherigen Transport per Schiff entsteht dadurch eine erhebliche Zeitersparnis und Arbeitserleichterung. Das ist bei immer weniger verfügbaren Arbeitskräften sehr hilfreich und es können dadurch Kosten gespart werden.
In der Farm wurden viele Fußpfade durch schmale Betonstraßen ersetzt (ca. 12 km). Dadurch können die Waren (Tee, Kompost etc.) innerhalb der Farm mit Fahrzeugen transportiert werden. Bisher mussten die Bauern alles auf dem Rücken tragen. Den Anstoß für diese Bauvorhaben gaben "fairbiotea" und die Bauern von Qingshan durch die Teilfinanzierung mit den Bonus-Geldern.



Das Leben in den Farmen


Auf der Halbinsel existieren (insgesamt) ca. 200 Haushalte, 148 Haushalte sind mehr oder weniger als Saisonarbeiter in den Tee-Anbau eingebunden.

Davon befinden sich 67 Haushalte direkt in der Qingshan Farm. Davon haben 52 Haushalte vom Staat das unentgeltliche Nutzungsrecht an ihren Tee-Flächen (Erbpacht). Diese Haushalte haben sich dazu entschlossen, ihr gesamtes Tee-Land komplett von einer Betreibergesellschaft bearbeiten zu lassen. So kann deutlich mehr Einkommen erwirtschaftet werden, als wenn jeder seine kleinen Flächen selber nutzen würde. In der Regel leben die Bauern in einzelnen, freistehenden Holzhäusern. Meist leben 3 Generationen unter einem Dach: Die Großeltern, 1 bis 2 Elternpaare und 1 bis 2 Kinder.

Nur in höheren Lagen liegen zwei Dörfer ( Yubuxi und Chakoutan ). Derzeit leben in der Qingshan Farm nur noch 165 Personen. Davon arbeiten derzeit 85 als Vertragsarbeiter in der Fabrik, im Farm-Management oder als Saisonarbeiter. Die restlichen 80 Personen sind arbeitsunfähige Alte, Kranke und Kinder oder Personen, die anderen Tätigkeiten außerhalb der Tee-Farm nachgehen.

Die chinesische Landbevölkerung hat es nicht einfach. Deshalb haben in den letzten Jahren viele Männer und Frauen im arbeitsfähigen Alter ihre Familien verlassen, um in den großen Städten im Osten des Landes, fern der Heimat, einen besser bezahlten Job zu finden.

Diese Wanderarbeiter-Jobs sind heute oft die Haupteinnahmequelle der chinesischen Land-Familien. Die Kinder leben meist bei den Großeltern, während die Eltern nur einmal im Jahr für 2 Wochen zum Frühlingsfest zurückkehren.

Zuhause leben überwiegend nur noch Alte und Kinder. Die Alten pflanzen Gemüse, züchten Hühner, Schweine, Ziegen, Rinder und fischen im See - ausschließlich zur Selbstversorgung. Nur kann so leider kein finanzielles Einkommen erzielt werden.
Von ihrer Betreibergesellschaft werden sie - gegen Bezahlung - als "selbständige Bauern" lediglich nach Bedarf auf der Tee-Farm eingesetzt. So pflücken diese Bauern z.B. während der Erntesaison als "Saisonarbeiter" den Tee und verkaufen die frischen Blätter über die Gesellschaft an die Tee-Fabrik.

Manchmal finden sie sogar eine feste Anstellung im Umfeld oder innerhalb der Tee- Farm. Dort sind die Einkommen besser als im chinesischen Durchschnitt, weil die privat-organisierten Betreibergesellschaften gegenüber den sonstigen, überwiegend unorganisierten Kleinbauer-Strukturen, sehr viel bessere Tee-Preise erwirtschaften können und den Haushalten durch Pachteinnahmen und Bezahlung der landwirtschaftlichen Tätigkeiten ein niedriges aber festes Einkommen verschaffen.

Auf der Qingshan-Farm gibt es in der Nähe Kindergärten, Grundschulen ( 1.-7. Klasse ) und zwei Mittelschulen ( 7.- 9. Klasse ). Die Schulen sind wegen der fehlenden Straße für die Kinder nicht täglich erreichbar. So sind die Kinder unter der Woche im Internat untergebracht. Alle Kinder besuchen die Schule mindestens 9 Jahre lang - und zwar kostenlos. Wenn die Schule weiter entfernt liegt, müssen die Eltern in China für Unterkunft und Verpflegung im Internat aufkommen. Kindergärten müssen in China von den Eltern immer selbst bezahlt werden.



Arbeitsrecht, Soziales und Einkommen


2012: In den letzten Jahren haben immer mehr junge Menschen im arbeitsfähigen Alter die Farmen verlassen, um ihr Glück als Fabrikarbeiter oder als Wanderarbeiter zu suchen.

Die Abgeschiedenheit auf dem Land ist für junge Chinesen unattraktiv, die Arbeit schwer und die Bezahlung, verglichen mit anderer Arbeit, ist schlecht. Die Städte sind sehr viel attraktiver.

Inzwischen ist die Zahl der arbeitsfähigen Bauern in der Farm stark zurückgegangen und die überwiegende Zahl dieser Bauern ist älter als 50 Jahre. Die Bauern werden heute überwiegend als Saisonarbeiter gegen Tageslohn beschäftigt, hinzu kommt eine immer größer werdende Zahl von Saisonarbeitern, die von außen angeworben werden müssen. Die Zahl der Fabrikarbeiter mit längerfristigen Arbeitsverträgen steigt, und es gibt große Bemühungen der Betreibergesellschaft diese überwiegend qualifizierten Arbeiter dauerhaft zu halten.

Selbständige Bauern in der Tee-Produktion und in der Tee-Landwirtschaft gibt es inzwischen nicht mehr. Alle traditionell ansässigen Bauern, die früher selbständig ihr eigenes Pachtland bewirtschaftet haben, erhalten nach wie vor Zahlungen für die Verpachtung Ihrer Tee-Flächen an die Betreibergesellschaft. Auch die Bauern, die weggezogen sind.

Alle Bauern, die in der Farm für die Betreibergesellschaft arbeiten, erhalten geregelten Tageslohn, sofern sie keine längerfristigen Arbeitsverträge in der Tee-Fabrik oder im Farm-Management haben.

Trotz stark steigender Löhne gelingt es derzeit nicht, genügend Arbeitskräfte zur Auslastung der Farmkapazitäten zu finden. Deshalb kann die Farm nur einen Teil der Tee-Mengen herstellen, die möglich wären, wenn ausreichend und qualifizierte Arbeitskräfte vorhanden wären. Für Unternehmen in China ist der Mangel an Arbeitskräften eine völlig neue Situation. Man mußte sich bisher noch nicht darum kümmern die Arbeitssituation attraktiver zu gestalten, um genügend Arbeitskräfte zu bekommen. Man tut sich mit dieser neuen Situation sehr schwer.

Das Arbeitsumfeld, die Bezahlung, Behandlung und die Leistungen müssen verbessert werden. Die Arbeit muss besser organisiert und durch Modernisierung erleichtert werden, damit junge Menschen auf der Farm bleiben und mehr Arbeiter dauerhaft angeworben werden können. Das stellt die Betreibergesellschaft vor große Herausforderungen, weil diese Maßnahmen hohe Investitionen erfordern und schnell umgesetzt werden müssen. Dadurch steigen die Produktionskosten und der Tee-Preis muss deshalb ebenfalls steigen.
Die Lebenshaltungskosten in China steigen ständig und oft stärker als die Einkommen auf dem Land. Deshalb wird man auch in den nächsten Jahren mehr Geld für die Herstellung von Tee ausgeben müssen.



Biologischer Anbau und Tee Ernte


Auf der Qingshan-Tea-Farm sind derzeit 141 ha mit Tee bepflanzt ( Camellia Sinensis ). Im Laufe einer Erntesaison werden, abhängig vom Wetter, ca. 1200 to frische Tee-Blätter gepflückt, die dann zu ca. 300 -330 to getrocknetem Tee verarbeitet werden.
Derzeit wird über die Ausweitung der Tee Anbau Fläche diskutiert. In der Nachbarschaft könnten weitere, schon (bio-)zertifizierte Flächen auf das "fairbiotea"-System umgestellt werden.
In der Qingshan Vorverarbeitungs-Tee-Fabrik wird zunächst das Rohmaterial (fertig getrockneter Tee ) hergestellt. Danach wird der Tee in der Endverarbeitungs-Fabrik nachgearbeitet (gereinigt, graduiert, sortiert, geschnitten, qualifiziert und verpackt ).

Im Frühling erzielen die Top-Tee-Sorten Preise von bis zu 300,- Euro Farm-VKPreis per Kilo im chinesischen Markt! Das gilt für die besten Grünen und Weißen Tees des Jahres, die meist nur in sehr kleinen Mengen gepflückt werden und ausschließlich in China konsumiert werden.
Exportiert werden überwiegend die preiswertesten Tee-Sorten. Für grünen Fannings-Tee, der in Aufgussbeuteln verarbeitet wird und der etwa 15-20% der Produktion ausmacht, können momentan nur Preise erzielt werden, welche die Produktionskosten nicht ausreichend decken. Der Markt macht die Preise.

(Anm.: Das wird gerne von großen Anbietern behauptet, aber kann natürlich so nicht stehenbleiben: "Der Markt gibt höhere Preise nicht her". Nicht der Markt, sondern die großen Bio-Abnehmer zahlen zu geringe Preise. Bei guter Kommunikation kann gute Ware auch zu fairen Preisen weitergegeben werden, vielleicht bei etwas weniger Umsatz. Wenn man den Marktfetischisten geglaubt hätte, hätte, hätte es keine Biobewegung gegeben. Zur Problematik der Teepreise siehe auch unseren Beitrag: www.heuschrecke.com/blog/blog-post/2012/04/17/warum-wird-tee-teurer.htm )

Grundsätzlich werden unterschiedlichste Sorten in verschiedenen Tee-Qualitäten hergestellt: Verschiedene Sorten Grüne Tees, Jasmin Tees, Weiße Tees, Oolong Tees, bei ausreichender Nachfrage auch Schwarze Tees und Pu Erh Tees.
Bei der Ernte im Frühling, Sommer oder Herbst, wird unterschiedlich gepflückt, so wird die gute Qualität im Frühling überwiegend per Hand gepflückt. Bei der Ernte im Sommer und im Herbst wird häufig, für die preiswerten Tee-Sorten, maschinell gepflückt. Dabei wird eine Art tragbarer Rasenmäher mit großem Fangsack eingesetzt.



Inspektion 2012, Mängel und Verbesserungen


In der Umgebung der Qingshan Farm sind derzeit ca. 900 Hektar Tee in der Umstellung auf biologischen Anbau. Die Fläche soll zukünftig noch auf ca. 4500 Hektar erweitert werden. Die Qingshan Farm hat sich mit der Hilfe von "fairbiotea" zu einem Model mit Forschungscharakter entwickelt. Erfahrungen, die dort gesammelt werden, können zukünftig auch in den anderen Farmen in der Umgebung genutzt werden.

Trotz einiger Korrekturen und Verbesserungen mußten wir auch im vergangenen Jahr feststellen, daß es sehr schwierig bleibt, nachhaltige Beratung und Schulung in China in die Praxis umzusetzen. Insbesondere die interne Kontrolle und die interne Ausbildung der Arbeiter und Bauern im Qualitäts-Management kommen nur langsam voran. Die Gründe hierfür sind aus europäischer Sicht unergründlich. Im Wesentlichen ist das wohl auf strukturelle Gründe zurückzuführen, über die wir schon letztes Jahr berichtet haben.

Hinzu kommen zunehmend die Probleme, die durch die Abwanderung junger Bauern entstehen. Damit wandern auch ausgebildete Fachkräfte ab, deren Kenntnisse kaum durch Saisonarbeiter ersetzt werden können.
Ältere Menschen sind oft nicht bereit ihr Arbeitsverhalten zu ändern und befolgen ungerne neue Anweisungen und Abläufe. Geeignete Farm-Manager und qualifizierte Ausbilder zu finden ist extrem schwierig. Die Motivation ist bei allen Beteiligten nur bedingt vorhanden. Interne Anreize werden nicht ausreichend umgesetzt und oft fehlt noch das Verständnis und die Kreativität beim Management, solche Anreize zu schaffen.

Die extrem steigenden Produktionskosten und der schwache Euro verteuern nicht nur den Tee. Trotz enormen Teepreis-Steigerungen können die steigenden Kosten nicht schnell genug kompensiert werden. Die Produzenten geraten so unter enormen Kostendruck und vermeiden derzeit noch höhere Ausgaben für eine nachhaltige Entwicklung.

So muss "fairbiotea" weiter auf Kontinuität setzen und immer wieder die Entwicklung auf das beschränken, was gerade strukturell möglich und finanzierbar ist. Dabei darf die nachhaltige Entwicklung nicht aus den Augen verloren werden. Die aktuelle Situation erfordert Geduld und die Gewissheit, daß es zu einem späteren Zeitpunkt wieder schneller voran gehen wird.

(Über folgende, globale Pestizid-Problematik haben wir vor Kurzem in unserem Blog berichtet: www.heuschrecke.com/blog/blog-post/2012/09/06/bio-bashing-wem-nutzt-es.htm )

Im vergangenen Jahr haben wir vereinzelt in Bio-Tee Herbizide gefunden. Es kann sich um Ausschwemmungen aus höheren Berglagen gehandelt haben, zertifizierter Bio-Dünger oder die Umweltbelastung könnten eine Kontamination verursacht haben. Es ist auch nicht ausgeschlossen, daß sich einzelnen Bauern nicht an die "fairbiotea"-Standards gehalten haben und in ihren Gemüsegärten Herbizide benutzt haben, um sich Arbeit und Zeit bei der Unkrautbekämpfung zu sparen. Das wäre zwar im Sinne der EU-Gesetzgebung für den ökologischen Landbau nicht verboten, entspricht aber nicht den "fairbiotea"-Standards.
Letztlich konnte die Kontaminationsquelle auch nicht von der Bio-Kontrollstelle aufgedeckt werden.
Ab 2012 sollen nun organische Dünger auf Schadstoffe untersucht werden, um Kontaminationen zu vermeiden.
Die einzelnen Bauern sollen intensiver geschult und kontrolliert werden, um Fehlverhalten zu vermeiden.
Umweltkontaminationen lassen sich nur schwer durch geeignete Maßnahmen unterbinden.
Die kontaminierten Tees entsprachen dennoch den Europäischen Lebensmittel-Vorschriften und wurden nicht als Bio-Tee vermarktet.



Positiver Ausblick


Nach dem Kompost-Training im Herbst 2011, das im Auftrag von "fairbiotea" vonOpens external link in new window www.soilandmore.nl durchgeführt wurde, ist viel Erfreuliches in der Farm passiert. So konnte bei der Inspektion im Sommer 2012 festgestellt werden, daß nahezu alle ansässigen Bauern dezentral Kompost herstellen. Die Kompostherstellung erfolgt noch nicht professionell und effektiv genug, aber zum Üben und Erfahrung sammeln ist diese Entwicklung hervorragend. Durch das Kompostforschungsprojekt, unter der Leitung der "fairbiotea"-Berater werden weitere Erkenntnisse gesammelt, dokumentiert und ausgewertet, so soll die Herstellung von Kompost professionalisieren und die Nährstoffzufuhr optimiert werden.
Berechnungen haben ergeben, daß die heute schon gute Co2-Bilanz in Bio-Teefarmen bei einer Anwendung von Kompost auf nur 50% der Fläche, inklusive Transport der Ware nach Europa, hervorragend wäre. Denn die Bilanz wäre Co2-neutral. Die Kompost-Nutzung liefert den besten Beitrag für den Umweltund Klimaschutz, den die Landwirtschaft überhaupt liefern kann.


Das gesamte Portrait der Quingshan Farm ist nachzulesen unter: Opens external link in new windowhttp://www.fairbiotea.de/Land/Provinz/Hunan/qingshan-tea-farm.html#01


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Tags: china, biotee, bio-grüntee, qingshan teefarm, fairbiotea
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China - gefälschte Biozertifikate, Medienberichte

China - Fairbiotea - Transparenz



  • Medienberichte über gefälschte Bio-Zertifikate in China



Das Problem unkorrekter Bio-Ware aus China, und im Grunde genommen aus weiteren Ländern, wo die bürokratische Struktur durch Korruption zu leicht unterwandert werden kann, ist seit längerem bekannt.
In ihrer Ausgabe vom 1.12.2011 berichtet die TAZ über das Thema: Öffnet externen Link in neuem Fensterhttp://www.taz.de/Gefaelschte-ko-Zertifikate/!82846/



Wie schützen wir uns davor?

  • Wir arbeiten mit langjährigen Partnern zusammen.
  • Unsere Produzenten werden durch europäische Kontrollstellen geprüft (die aber natürlich chinesische Mitarbeiter haben).
  • Bio-Ware aus China wird lückenlos und meist mehrfach analysiert. Unser langjähriger Teeimporteur (seit 30 Jahren) untersucht unsere Tees aus China meist 4x mal bei unterschiedlichen Laboren. Bei der heutigen globalen Umweltverschmutzung kann allerdings auch bei Bio-Ware keine Rückstandsfreiheit mehr garantiert werden (wir berichteten in unserem Blog: www.heuschrecke.com/blog/blog-post/2011/11/15/weltweiter-pestizideinsatz-erschwert-rueckstandsfreie-bioproduktion.htm )
  • Obiger Teeimporteur hat aus den bekannten Gründen das von einer unabhängigen Kontrollstelle geprüfte Qualitätsmanagementsystem "Fairbiotea" ins Leben gerufen. Von den teilnehmenden Teefarmen beziehen wir den Hauptteil unserer chinesischen Tees.



Fairbiotea ist ein IMO-geprüftes Qualitätsmanagement-System unseres langjährigen Teeimporteurs, entstanden wegen der unsicheren Situation in China bezüglich Bio-Qualität und sozialer Lage der Teebauern.
Mittel sind Schulungen der Bauern, intensive Begleitung bei Prozessentwicklung und Analytik, Abnahme- und faire-Preis-Garantie - ohne die Almosen-Rückvergütungssysteme der kommerz. Fairtrade-Organisationen - , konkrete Verbesserung der Situation der Teebauern durch Zuteilung von Gärten und Kühen, faires Lohnsystem, Verbesserung der Ökologie (Nährstoffkreisläufe). Vier Teegärten, von denen der Hauptteil unserer China-Tees auch stammt, sind z.Zt Teil des Fairbiotea-Systems.
Die Überwachung und Begleitung der Maßnahmen ist sehr aufwendig und teuer, wir zahlen entsprechend einen Aufpreis an den Koordinator, und es gibt eine ständige Auseinandersetzung der Kulturen: was ist machtbar, was wird nicht akzeptiert, wie macht man es besser.
Berichte, die auch ethno-soziologisch sehr interessant sind (es wird nicht beschönigt oder glattgeschrieben) werden auf der Website Öffnet externen Link in neuem Fensterwww.Fairbiotea.de veröffentlicht. Auf dem Logo-Aufkleber auf unseren Teetüten wird hierauf hingewiesen. Zur Zeit tragen im Heuschrecke-Sortiment ca. 20 Sorten reine und aromatisierte China-Grün- und Weiße Tees das Fairbiotea-Logo.


Worum es Heuschrecke geht: wir unterstützen die Maßnahmen unseres langjährigen Importeurs, die über die EG-Bio-VO hinausgehen, und im Gegensatz zu vielen üblichen Fairtrade-Siegeln eine intensivere, verantwortlichere und partnerschaftlichere Begleitung der Produzenten darstellen. Die enge, gegenseitig beratende Partnerschaft mit Produzenten gehört zu unserer Firmenphilosophie. So arbeiten wir z.B. bevorzugt mit Bio-Kleinbauernprojekten zusammen und sind Gründungsmitglied in der Initiative "Trust Organic Small Farmers", wo diese auch Mitglied sind.



Ursula Stübner, Heinz-Dieter Gasper






Das Fairbiotea-Logo

Newsletter 11/2011


Bericht aus den nachhaltigen fairbiotea Projekten: Inspektion der "fairbiotea"-Standards durch eine unabhängige Kontrollstelle



Fairbiotea: Qingshan Farm, Bio-Teefeld

Unter Öffnet externen Link in neuem Fensterhttp://www.fairbiotea.de/zertifizierung.html haben wir die IMO Bestätigung für alle 4 Bio-Farmen veröffentlicht. Leider können wir diese Originale nur in englischer Sprache zur Verfügung stellen.



Grundlagen für die im Sommer 2011 von IMO durchgeführten Inspektionen waren die "fairbiotea"-Entwicklungspläne und Standards bis zum Jahr 2010.
Die Bestätigungen sind von IMO so verfasst, daß der Entwicklungsstand der jeweiligen Entwicklungsbereiche kurz beschrieben wird und mit "Fullfilled" oder "partly fullfilled" bewertet wird.






Fairbiotea: Qingshan Farm, Teepflücker
Die Bewertung "partly fullfilled" wird dann vergeben, wenn die Entwicklungspläne noch nicht vollständig umgesetzt wurden oder nicht umgesetzt werden konnten, wie z.B. bei den Biogasanlagen, die nicht für den Nährstoffkreislauf in der Bio-Farm genutzt werden konnten, weil sowohl tierische als auch menschliche Exkremente in den Anlagen vermischt werden. Aus diesem Grund sind auch zukünftig Biogasanlagen nicht mehr Bestandteil der natürlichen Nährstoffbeschaffung.

Außerdem musste 2011 die gesamte Entwicklungsplanung für den Nährstoffkreislauf aufgegeben werden, weil diese auf falschen Daten beruhte und nicht mehr wie geplant umgesetzt werden konnte.








Fairbiotea: Qingshan Farm, Bio-Teeproduktion, Handverarbeitung im Wok
Ab 2011 steht Schulung in der Kompostherstellung und Kompostnutzung und ein praktisches Forschungsprogramm für die Anwendung und effektive Nutzung von hochwertigem Kompost im Vordergrund der Entwicklung. (Bericht folgt mit nächstem Newsletter.

Probleme gab es auch bei Bonusauszahlungen an die Bauern für die Jahre 2009 und 2010. Diese Themen wurden auch schon im Newsletter 09/2011 beschrieben.

Detaillierte Informationen zu diesen Themen erhalten sie auch unter folgenden Links:
Öffnet externen Link in neuem Fensterhttp://www.fairbiotea.de/Land/Provinz/Hunan/qingshan01.html
Öffnet externen Link in neuem Fensterhttp://www.fairbiotea.de/Land/Provinz/Anhui/hecheng.html
Öffnet externen Link in neuem Fensterhttp://www.fairbiotea.de/Land/Provinz/Anhui/xinanyuan.html
Öffnet externen Link in neuem Fensterhttp://www.fairbiotea.de/Land/Provinz/Anhui/mingzhou.html
Fotos:  ©Öffnet externen Link in neuem Fensterwww.fairbiotea.de


 

Fairbiotea-Newsletter 11/2011

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Tags: china, bio-zertifikat, korruption, fälschung, medien, fairbiotea, bio-grüntee
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