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(heupd) Weltkindergerichtshof gegründet

Weltkindergerichtshof tagt im Web2.0

WEB2.0  heupd | Nach dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte in Straßburg, dem UN-Kriegsverbrechertribunal in Den Haag und dem Weltgerichtshof gegen Wirtschafts- und Umwelt-Kriminalität in Kolkata gibt es nun ein neues Weltgericht: der Weltkindergerichtshof mit Sitz im world wide web.

Bisher unbemerkt von der Öffentlichkeit haben selbstbewusste Kindergruppen sich weltweit vernetzt und im Internet ein System von "Courtrooms" aufgebaut. Dazu wurde von Nachwuchs-Hackern Plattformen wie youtube und myspace aufgebohrt. Finanziell begleitet und unterstützt wurde die Aktion von der Gruppe Tokio Hotel, die nach eigenen Aussagen voll hinter dem Anliegen stehen.

Annika Langkous (13), Pressesprecherin und eine der Gründerinnen, erklärt, das Gebaren der Industriestaaten, sowohl bei den Weltwirtschaftgipfel als auch bei den Klimakonferenzen, habe "dem Fass den Boden ausgeschlagen". Schamlos würde überall Wirtschaftslobbyismus betrieben, und dabei die Umwelt und die guten Lebensbedingungen zerstört. Immer mehr Kinder hätten das Gefühl, ihre Zukunft werde durch korrupte Regierungen mit ungerechten Bildungs-, Transport-, Umwelt- und Sozialsysteme unangemessen stark beschädigt.

Die MitgliederInnen der Courtrooms sind zwischen 6 und 17 Jahren alt, können lesen, schreiben, surfen und kommen aus allen Erdteilen. Anklagen werden - so Annika Langkous, derzeit gegen verschiedene Wirtschaftskonzerne und Regierungen vorbereitet. Anders als bei herkömmlichen Gerichten legen die Kinder Wert auf eine 1:1-Wiedergutmachung bzw. nachhaltige Änderung. us/hg


heupd - Pressedienst für unterbliebene und unterdrückte Nachrichten

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Tags: weltkindergerichtshof, web2.0, annika, klimakonferenz, weltwirtschaftsgipfel
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