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Ich glaub es hackt...

Hetz-Kampagnen - Netz-Kampagnen

Im Juni 2012 feiert die Bild-Zeitung ihren 60. Geburtstag.
Als "Geschenk“ sollen am 23.06. insgesamt 41 Millionen Exemplare an alle deutschen Haushalte verteilt werden. Ob wir wollen oder nicht.

Alle-gegen-BildDie Bild-Zeitung, die solange ich denken kann, Inbegriff eines aggressiv Schlagzeilen machenden Journalismus ist. Die Bild-Zeitung, die meine Generation als langhaarige, arbeitsscheue, dreckige Hippies beschimpft hat, gegen politisch andersdenkende von Dutschke bis Wallraff geiferte und als Beitrag zur Frauenbewegung jeden Tag eine nackte Frau auf die Titelseite brachte. Die Zeitung die skrupellos Bericht-erstattend und Meinungs-machend regelmäßig die Persönlichkeitsrechte der dargestellten Personen verletzt und die Menschenwürde missachtet.

Ich persönlich würde ja eher mal einen geschenkten Koran oder die Bibel lesen – aber die Bild-Zeitung möchte ich nicht mal geschenkt haben.

Es gibt mittlerweile verschiedene Möglichkeiten, sich gegen die ungefragte Zustellung der "Bild" zu wehren.

1
Mit einem Widerspruch per Post oder Mail kann man dem Springer-Verlag die Zustellung untersagen. Ein Bild-Sprecher dazu: "Gegebenenfalls würden wir alle Widersprüche beachten". Und das macht Aufwand und kann die ganzer Aktion kippen.

2
Mit einem Aufkleber "Keine Gratis-Zeitungen einwerfen" kann man den Einwurf untersagen. Der weit verbreitete Aufkleber "Keine Werbung" reicht leider nicht.
Campact-Logo
3
Schön finde ich auch den Aufkleber: "Lieber Postbote, liebe Postbotin, spar Dir Deine wertvolle, hoffentlich nach Tarif bezahlte Arbeitszeit, weil ich noch so viel Grips habe, dass ich mir auch ohne Bild eine eigene Meinung bilden kann."

4
demnächst wird es auch spezielle „Anti-Bild“-Aufkleber von der Aktionswebsite Öffnet externen Link in neuem Fensterwww.alle-gegen-bild.de geben. Zur Zeit ist die WebSite leider offline, da durch den Ansturm Bild-Unwilliger am Montag der zu knapp dimensionierte Server in die Knie gegangen ist.

5
auch das Aktions-Portal Öffnet externen Link in neuem Fensterwww.campact.de mischt mit und teilt kräftig aus. Dort findet sich ein Mail-Formular, das seit letztem Donnerstag (12.04.) von über 100.000 Menschen ausgefüllt wurde. Hier auch weiterführende Infos und FAQs zur Aktion.

Wie heißt es so treffend: "Bild Dir Deine Meinung..."



Wolfgang KurtzWolfgang Kurtz

ist
Mit-Inhaber der Kölner Internet-Agentur Öffnet externen Link in neuem    FensterKpunkt.

Er war brotloser Künstler, glücklicher Bioladner und "regionaler Ansprechpartner des Bundesverbandes Naturkost" bevor er 1992 seine Werbeagentur gründete.

Heute gestaltet er Internetauftritte für viele Naturkost-Firmen und hat mit seinem Team auch die technischen Voraussetzungen für den Heuschrecke-Blog geschaffen.


Sein Faible für Computer und technisches "Spielzeug" und seinen unerschütterlichen Glauben an positive Utopien bringt er in diesen Blog ein.

Wir freuen uns auf Ihre Meinung - Kommentare 0
Tags: bild, bild-zeitung, bild geburtstag, wiederspruch, action, campact, alle-gegen-bild
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BioFach Messe 2012 - Ein Heuschrecke-Bericht.

Was tun wir eigentlich so auf der Messe? Über unsere Kunden, Lieferanten und Bio-Produkte.

01 Am Vorabend der BioFach findet unsere 6. Trust-Organic-Small-Farmers-Konferenz statt. Es nehmen Kleinbauern-Initiativen, Importeure und Hersteller wie wir, aus aller Welt teil.
02 Die Original Wupperthal Rooibusch Cooperative, Jardins de Gaia und l'Herbier du Diois aus Frankreich, wir,
03 die NGO PDS aus Indien, Frontier Coop aus den USA, SOFA/Biofoods aus Sri Lanka,
04 KAITE aus Zimbabwe, Equal Exchange aus England, und die Importfirma Topqualitea aus Kapstadt und Freiburg.
05 Wir tauschen uns aus über Neuigkeiten, Änderungen, Schwierigkeiten, Weiterentwicklungen,
06 und besprechen Strategien und Ziele unserer kleinen Gruppe für das kommende Jahr. Ein Bericht über die Konferenz folgt noch.
07 Der erste Messe-Morgen an unserem Stand - der Tee für unsere Kunden, Lieferanten und Besucher ist fertig. Naturkostläden, Naturkostgroßhandel, Hofläden, Kräuter- und Tee-Fachhandel, Praxen und Gesundheitsberater, verschiedenste Naturkost- und Kosmetikhersteller, die Gewürze und Kräuter benötigen, Anbauer und Importeure werden uns in den nächsten 4 Tagen besuchen.
08 Unsere diesjährigen Produktneuheiten sind zum Glück alle kurz vor der Messe fertiggeworden (keine Dummies): Harissa-Gewürz, Keltisches Würzsalz, edler Malabar-Super-Pfeffer von den Sahyadri Spice Farmers, Bambus Tee, Cannabis Tee, Kinder-Rooibusch Tee mit Erdbeer und Vanille, und 3 sehr edle China-Grüntees.
09 Unter dem Thema Coole Kelten stellen wir einmal unsere Keltische Produktserie vor, zum anderen das Projekt Terra Magnifica aus Kroatien, zertifizierte Wildsammlung und kleinbäuerliche Bio-Landwirtschaft mit einer Liste von über 200 heimischen (Wild-) Pflanzen.
10 Die Initiative unseres Teemaklers Wolfgang Wilhelm: Fairbiotea, für sichere Bio-Qualität, Nachhaltigkeit und fairen Handel. Hier stellen wir Teesorten der 4 teilnehmenden Teefarmen in China aus.
11 Auf der Messe können wirklich alle unserer Gewürzmischungen verkostet werden, von mild bis superscharf (Chinagewürz und Harissa sind die schärfsten - danach kommt nur noch Chili pur).
12 Daneben zeigen wir alle unsere Pfeffersorten - eine stolze Auswahl mittlerweile - von der Spitzenqualität Malabar Super (handverlesen),
12a ... bis zur holzig-aromatischen Spezialität Kubebenpfeffer.
13 Nach mehrfachen Kundennachfragen haben wir jetzt auch Cannabis-Tee von genehmigten Sorten,
14 ... und Bambustee, ein zur Zeit sehr geschätzter Wellnesstee aus Südkorea.
15 Wir haben neue edle Tees von den Fairbiotea-Farmen ins Programm genommen - hier Scent Tip von der Qingshan-Farm.
16 Auf der letzten Messe hörten wir ein Kind quengeln: "Ich mag keinen Früchtetee mehr ..." - daher unser neuer milder Kinder-Rooibusch mit leckerer Vanille und Erdbeerflocken.
17 Eine Neuheit, die wir schon länger im Sinn hatten: keltisches Würzsalz, ein Premium-Kräutersalz mit vielen Wildpflanzen und Wild-Wurzeln.
18 Zu den Keltischen Tees hatte uns das Buch "Pflanzen der Kelten" von Wolf-Dieter Storl inspiriert.
19 Hier besuchen uns Herr Roy Zhong und Frau He Xue Jia von der Qingshan-Farm zusammen mit Herrn Wilhelm, Herr Dellwisch und Frau Ka Yan Lee, unsere Teemakler, an unserem Stand.
20 In diesem Gespräch geht es um schwarzen Cardamom, der ebenfalls in Darjeeling wächst - wir möchten ihn gerne in unser Sortiment aufnehmen. Benedikt Kaukler organisiert für uns hauptsächlich Gewürzimporte - hier mit Praveen Periwal von einer Darjeeling - Bio-Teefirma.
21 Bio-Wasabi ist schwer anzubauen, nun bringt Herr Naito, zusammen mit Gero Plath von der japanischen Firma Mitoku, die heißerwarteten ersten Muster.
22 Neben den Naturkostläden - denen der Weg mittlerweile oft leider zu weit zur BioFach ist, treffen wir natürlich unsere Verarbeiter-Kunden, die selbst ausstellen. Werner und Gudrun Baensch von der Ölmühle Solling verarbeiten unsere Gewürze in Ölen und feinem Kokosfett.
23 Werner hatte schon ein interessantes Leben, bevor er die Ölmühle übernahm - es macht Spaß, ihn auszufragen, und sein chemisch-alchemistisches Wissen über alles, was in der Mühle bei der Ölherstellung passiert, zu bestaunen.
24 Hier ein Tip des beliebten, ungenannt bleibenden (da ihn sowieso jeder kennt) Außendienstmitarbeiters von Naturata: Barbecue-Sauce von Naturata mit Heuschrecke-Gewürzen drin.
25 Auch in den ayurvedischen Lippenstiften und Kajals von Lakshmi stecken einige Kräuter für das Wohlergehen zarter Haut und empfindlicher Augen: Melisse und Augentrost bestellt Inhaberin Katharina von Nagy bei uns. Ihre Tochter Yasmin arbeitet ebenfalls in der Firma.
26 Wir sind Fans dieser Firma: In der Werkstatt von Windmühlen-Messer wird wie vor 100 Jahren sehr handwerklich gearbeitet. Es gibt auch eine Partnerschaft mit japanischen Schmieden: Samurai-Klingen für das Küchenmesser. Frau Herder (Mitte) ist die Chefin.
27 Herr Takada, Inhaber der Feinkostfirma Culina Japan, stellt auf dem Windmühlen-Messestand edle japanische Lebensmittel vor, und ist außerdem in der Initiative Atomfree-east-west aktiv. Zum Jahrestag von Fukushima hat die Initiative diese Taschen hergestellt.
28 Informationen und Bestellmöglichkeiten für diese Taschen auf www.atomfree-eastwest.com
29 Zufälliges Zusammentreffen an unserem Stand - unsere ungarischen Paprika-Connections: Guszti und Werner. Ungarischer Paprika ist - sagt man - der beste der Welt. Es gibt eine lange frostfreie Periode, aber es ist nicht so heiß, dass die Paprikafrüchte am Strauch ausreifen. So haben die Ungarn die Methode des Nachreifens entwickelt, die dem Aroma sehr gut tut (Zucker baut sich auf, aber die Aromen bauen nicht so sehr ab wie am Strauch).
30 Mit Guszti haben wir etwas Neues ausgeheckt: Bio-Anis-Anbau in Ungarn. Die Anissamen, die wir auf die Messe mitgebracht haben, wird Guszti jetzt zur Aussaat mitnehmen, das Klima ist günstig. Es gab leider mit Anis aus der Türkei und aus Italien, wo er üblicherweise herkommt, des öfteren Pestizidprobleme - so entstand die Idee mit unseren ungarischen Partnern.
31 Unsere Öko-Kontrollstelle QC&I, Gründer Maik Pickel.
32 Die Firma Petersilchen macht unter der Marke Sanchon wunderbare Chutneys und Currypasten auf der Basis frischer Zutaten und mit Tonnen von Heuschrecke-Gewürzen. Christoph und Barbara - Matthias, der begnadete Produktentwickler, fehlt hier auf dem Bild ...
33 Also beim nächsten Bioladen-Einkauf mal nach Sanchon schauen ...
33a Stephan Roggenkamp stellt die neue Sylter Salatsauce vor - mit unserem Wacholder verfeinert. Unser Lieblingssalat diesen Winter (schnell in der Mittagspause zubereitet) war: geraspelte Kohlrabi mit geraspelten Möhren, geschnittene kleine Zwiebel, etwas Kresse, und diese Sylter Salatsauce ...
34 Renate Künast, Grünen-Spitzenpolitikerin, mag gerne guten Grüntee und geht traditionell bei unserem Teelieferanten Shimodozono (Halbschattentees aus Japan, Kagoshima) auf der BioFach Messe Teetrinken. Hier mit Inhaber Markus Hastenpflug (rechts).
34 Sie erklärt hier ihrem Tross ...
35 ausführlich ...
35a ... wie Matcha-Tee, ein aus Grünteepulver schaumig geschlagener Tee, zubereitet wird.
36 Derweil hat Johannes für die Politiker einen feinen Grüntee zubereitet, ...
37 ... und Uli-der-Koch die passenden Süßigkeiten angerichtet.
38 Besinnliche Teepause auf der Messe.
39 Auch wir hatten im NRW-Gemeinsschaftsstand Staatsbesuch: nachdem letztes Jahr Umweltminister Remmel bei uns war, kam dieses Jahr Staatssekretär Paschedag vom Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz.
40 Manchmal bestellt ein Neukunde erst länger Muster und tüftelt offensichtlich an irgendetwas noch Geheimem... hier können wir zum erstenmal die erfrischende, nicht zu süße Kräuterlimonade von "Tau in den Wiesen" probieren.
41 Auch das ist BioFach: alte Freunde und Kollegen wiedertreffen, hier Maria Kettenring, Buchautorin und Mitarbeiterin bei Primavera. Ende der 80er Jahre haben erst Primavera und kurz danach Heuschrecke mit ätherischen Ölen gestartet, wir von unseren Kräuterlieferanten animiert, da Überschüsse destilliert wurden. Während Primavera sich zum Marktführer für ätherische Öle (und seit einigen Jahren mit eigener Kosmetiklinie) in unserer Branche entwickelt hat, sind wir verstärkt Spezialist für Gewürze, Kräuter und Tee geworden, mit einem kleinen Basissortiment ätherischer Öle.
42 Maria Wanetschek von ecoinform.de. Auf dieser Naturkost-Datenbank haben die meisten Naturkosthersteller ihre Produkte präsentiert, von uns gibt es hier ausführliche Beschreibungen unseres Kernsortiments.
43 Pfefferkäse (mit unserem Pfeffer) ist der Renner der Fleckenbühler Käserei. Suchthilfe Fleckenbühl - hier aus ihrer Selbstdarstellung: "Eine offene, konsequent nüchterne Gemeinschaft: Das sind wir Fleckenbühler. Unser Angebot ist einfach: Wir nehmen Menschen mit Suchtproblemen in jeder Lebenssituation sofort bei uns auf. Und dann helfen wir ihnen, dauerhaft suchtfrei und selbstbestimmt zu leben. Unsere eigenen früheren Suchterfahrungen helfen uns dabei. Wir Fleckenbühler haben uns dafür entschieden, nüchtern - ohne Drogen, Alkohol und Tabak – zu leben und unser Schicksal selbst in die Hand zu nehmen. Wir leben und arbeiten zusammen." Auf dem Foto: der Vize-Käsemeister und der Käsemeister.
44 Die Firma Isana mit ihrer Naturkostmarke Bio Verde ist bekannt für frische Bio-Feinkost. Einmal im Jahr organisieren wir mit Terra Magnifica (Wildsammlungsprojekt in Kroatien) den Bärlauch-Transfer während der Erntzeit im Mai, tiefgekühlt und Tonnen - jedesmal eine Aufregung, ob alles gutgeht - es nicht regnet, und die Kühlungen während der wöchentlichen Transporte im ganzen Mai heil bleiben - , für das frische (nicht erhitzte) Bärlauchpesto und die Bärlauchgnocchi. Walter Lutz zeigt sie hier - lecker! Auch das findet auf der BioFach statt: zusammen mit Isana und Terra Magnifica besprechen wir die Planung für kommenden Mai. In unserem Blog haben wir schon mehrmals über die Bärlauch-Ernte (sozusagen life) berichtet.
45 Taifun, die Firma von Wolfgang Heck, macht leckere Tofus, Bratlinge und Tofuwurst (die es zum o.g. Salat in unserer Mittagspause gibt, wenn es schnell gehen muss) - u.A. mit vielen Heuschrecke-Gewürzen. Für die Grillknacker von Taifun tüfteln wir die ideale Mischung aus mehreren weißen Pfeffern aus, die den richtigen Fermentations-Ton haben (das, was Pfefferneulinge an Schafstall erinnert). Dieser gibt dem neutralen Tofu eine angenehme Würze. Weißer Pfeffer ist neben Muskat und Majoran auch für Metzger eins der wichtigsten Gewürze.
46 Freund, Lieferant und Kunde seit den 80iger Jahren: Jan Kees vom Demeter-Kräuterhof Het blauwe Huis in den Niederlanden (siehe bei unseren Lieferantenportraits). Jan Kees erinnert nicht zufällig an den weisen Schulleiter Dumbledore. Sein Büro sieht fast aus wie die Studierstube von Dumbledore, komplett voll mit wertvollen alten Kräuterbüchern. Das Trio mit Jan Kees, Ton Vink (ein anderer Kollege mit einem Kräuterbetrieb in der Drome, Frankreich), und Heuschrecke-Inhaber Heinz-Dieter Gasper wird auch "Alte Meister" genannt.
47 Dieses Jahr im Sommer haben wir mit Roman Turk und seiner Frau Sanja von Terra Magnifica in Kroatien Sammlergruppen und Kleinbauern besucht. Auf unsere Theke "Coole Kelten" zeigen wir ein Fotobuch davon (ganz einfach und schnell im Internet mit einer Fotolabor-Software erstellt - überraschend gute Qualität ... hatten wir erst kurz vor der Messe entdeckt, dass es sowas gibt ...). Roman, Sanja und Ana (Ana hält das Büro zusammen) sind fasziniert, ein Buch über ihren Betrieb zu sehen.
48 Die Schwestern Sanja und Ana. Sanja kann 500 Pflanzen botanisch korrekt bestimmen. Während Ana die Stellung hält, reisen Roman und Sanja viel zu den Sammlern und Anbauern.
49 Jan Kees und Roman. Pflanzen-Spezialisten. Niederlande und Kroatien.
50 Dominik Collenberg hat in Zimbabwe die Bio-Kleinbauerninitiative KAITE ins Leben gerufen. Seit mehreren Jahren sind wir nun schon in gutem Kontakt. Nachdem KAITE zunächst auf ätherische Öle und Kosmetik-Rohstoffe spezialisiert war, kamen dann die Gewürze und Kräuter dazu. Dieses Jahr erwarten wir den ersten Container mit Chili (sehr scharf) und verschiedenen Kräutern und Blüten. Inzwischen gehören 1000 Bauernfamilien zu KAITE.
52 Vor der Messe ist auf der Messe: Mr. Saurabh aus Indien ist einer unserer Lieferanten für die Fässer voll tiefschwarzer, saurer Tamarindenpaste, die Petersilchen (s.o.) in rauhen Mengen in seinen Chutneys verarbeitet.
53 Mr. Saurabh und Heinz-Dieter Gasper.
54 Sönke leitet die Firma Topqualitea Südafrika in Kapstadt und organisiert die Exporte für die Wupperthaler Rooibusch Cooperative. Außerdem ist er beratend tätig bei der Ökokontrollstelle Ceres.
55 Ein neuer Kontakt für Vanille aus einem Kleinbauernprojekt.
56 Von Kim Axmann, Farm Kimango in Tanzania, kommt die beste Qualität Zitronengras.
57 Sabine Schritt, Chefin des Naturkostgroßhandels Kornkraft, trifft, während sie gerade unseren neuen Kinder-Rooibusch Tee probiert ...
57a ... zufällig auf Brian von der Wupperthal Original Rooibos Cooperative. Er hat diesen Tee mitgepflückt. Rechts seine Kolleginnen Geraldine, zuständig für Qualitätssicherung, Hygiene und Schulungen.
58 José aus Portugal liefert uns aus dem Naturschutzgebiet Ria Formosa Salze, vom einfachen Atlantik-Meersalz bis zum edlen Fleur de Sel.
59 Wer wissen möchte, was Klaus Griesbach, früher Importeur der bekannten Japan-Feinkostfirma Muso, heute macht: er lebt nun in China, ist Berater für eine Gruppe von Bio-Farmen, und organisiert die Importe von Naturkostprodukten für deren Shop und Versandhandel - sogar unsere Gewürze gibt es dort.
60 Die kirchliche Nichtregierungsorganisation Peermade Development Society hat ein gut funktionierendes Kleinbauernprojekt in Kerala ins Leben gerufen, mit mittlerweile 2100 Familien. Wir arbeiten schon lange mit ihnen zusammen, und planen hier mit Chacko Thomas und Leiter Father Sabu John unseren Gewürzbedarf für 2012.
61 Wir bekommen u.A. Curcuma, verschiedene Pfeffersorten und Ingwer von der PDS und den Sahyadri Spice Farmers. Aus der Urwaldniederlassung Kannampady stammt unser Urwaldpfeffer.
62a Begegnung am Messe-Abend: Albrecht von Keyserlingk aus Korsika war früher Lieferant für Kräuter (Zitronenverbene) und ätherische Öle von uns.
62b Es ist schön, ihn wiederzutreffen, obwohl wir nun lange schon keinen Geschäftskontakt mehr haben.
62c Mit der Wiedersehens-Freude soll unser Messebericht ausklingen. - - - - - - - - - Ursula Stübner

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Ländliche Bildbetrachtung

Portrait: Indigener Gewürzbauer in Kannampady, Indien

 

10 Dinge, die man sieht, und die man nicht sieht.




Urwaldpfeffer in Kannampady, Bio-Kleinbauer Mr. Kadatha





1) Ein älterer Herr - weiße Haare und Bart, rosé-weiß gestreiftes Hemd - im Zentrum. Der Gesichtsausdruck: präsent, etwas distanziert und leicht amüsiert.



2) Farben: die leuchtend-tiefbraune Hautfarbe vor dem satten Grün im Hintergrund. Das helle Hemd gibt Luftigkeit. Kontraste, gleichberechtigte Farbintensitäten. Ein herausblinzelnder Farbfleck: die rote Tüte.

Urwald-Niederlassung Kannampady, Dschungel

3) Der Hintergrund: Dschungel. Dichtes Grün. Wir waren frappiert von gefühlten 240 Grüntönen, die sich erst beim näheren Hinsehen in verschiedene Gewürz- und andere Nutzpflanzen differenzieren sollten. Nichts war zufällig, alles wurde erklärt.









Urwaldpfeffer in Kannampady, Bio-Kleinbauer Mr. Kadatha und Sohn Mr. Raghavan

4) Der Herr, Mr. Kadatha, ist von Beruf Gewürzbauer, seit Generationen. Hier neben ihm: sein Sohn, Mr. Raghavan, der mit ihm zusammenarbeitet. Die Großfamilie bewirtschaftet ca. einen Hektar Fläche.



5) Der Ort: wir sind in Indien, im Bundesstaat Kerala im Süden, ca. 250km von der Hauptstadt Trivandrum entfernt in den Bergen. Hier in unzugänglichen Urwaldregionen gibt es "Reservate" oder "Tribal Settlements", geschützte Gebiete für die indischen Ureinwohner, Adivasi oder indigene Stämme. Kannampady ist eine solche Adivasi - Niederlassung im Idukki Bezirk (Kerala), 8 km inmitten des Urwaldes gelegen.




6) Mr. Kadatha ist mit 251 anderen Gewürzbauern aus Kannampady Mitglied im Sahyadri Spice Farmers Consortium für Bio-Gewürze. Wir beziehen seit mehr als 15 Jahren Gewürze von ihnen.



7) Kunst in Zahlen:Urwaldpfeffer in Kannampady, Kleinbauernfamilie
Anzahl der biozertifizierten Farmer in Kannampady:        252
Durchschnittl. Landbesitz / Farm:                    1 ha
Gesamte biozertifizierte Fläche in Kannampady:        253,34 ha
Zertifizierungs-Status:    USDA NOP (USA), EU, NPOP (Indien),JAS (Japan), Naturland, Biosuisse (was eine sehr große Formular- und Dokumentenmenge bedeutet, und viele viele Arbeitsstunden mit Bürokratie).
Erntemengen in Kannampady für die Gruppe der biozertifizierten Farmer (auf 253,34 ha):
1. Schwarzer Pfeffer:         90000 kg
2. Weißer Pfeffer:          7000 kg
3. Ingwer, frisch:        14000 kg
4. Curcuma, frisch:        14000 kg
5. Nelken:                  600 kg
6. Cardamom, frisch:           5000 kg
7. Muskatnüsse:                 10 kg
8. Tee (Grünes Blatt):          9000 kg
9. Kaffee Robusta (getrocknet, mit Schale):    40000 kg





8) Daneben werden dort zur Selbstversorgung verschiedene Früchte und Gemüsesorten angebaut, sowie einige Tiere gehalten. Dieser relativ kleine Flecken Erde gibt reichlich, in einer gesunden Diversität. Deshalb hat der Weltagrarbericht 2009 ausdrücklich festgestellt, dass diese kleinbäuerliche (vorsintflutliche) Bio-Landwirtschaft mehr zur Zukunftssicherung der Welternährung beiträgt als die Agroindustrie, die vor allem viele Umweltschäden verursacht.



 




Bio-Urwalpfeffer 'Tribal' schwarz ganz aus KannampadyHeuschrecke Bio-Urwalpfeffer 'Tribal' schwarz gemahlen aus Kannampady9) Im Jahr 2009 haben wir Kannampady besucht. Später entstand dort die Idee, den Urwaldpfeffer von Kannampady separat zu trocknen und zu verarbeiten, sodass er mit genauer Herkunftsangabe vermarktet werden kann. Normalerweise werden die Gewürze der insgesamt ca. 2000 Kleinbauern des Sahyadri Spice Farmers Consortium nicht getrennt. Mit der genauen Herkunftsbezeichnung entsteht bei den KonsumentInnen in unserem Land ein genaueres Bild, welche Menschen denn den Pfeffer angebaut und in den Händen gehabt haben, den man gerade isst.




10) Und jetzt kommt per Email ein konkretes Bild zurück: unser Kannampady - Urwaldpfeffer in den Händen des Kannampady-Bauern.







Ursula Stübner, Heinz-Dieter Gasper



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Taikonauten

Chinas langer Marsch ins All

Wer hat als erster den Mond erreicht?

Nein, nicht die Schweizer - die Amerikaner waren es!
Ich habe noch irgendwo die vergilbte Tageszeitung mit den Sonderseiten zur ersten Mondlandung am 21. Juli 1969. Die habe ich als 12-jähriger für die Ewigkeit aufgehoben.

Foto: NASA, Public DomainWer war die weltraummäßig fortschrittlichste Nation der letzten 50 Jahre?
Na, die Amis natürlich - mit Voyager-Sonden, dem Apollo-Mondflug-Programm und dem Spacelab-Weltraumlabor.
Sicher, die Russen versuchten mitzuhalten, waren aber seit Apollo 11 immer die Zweiten. Solide Technik - aber weniger elegant und nie ganz vorne.

Das Bild der Weltraumfahrt hat sich in den letzten Jahren entscheidend geändert:

Amerika hatte das Raumfahrtprogramm deutlich heruntergefahren, nachdem die Vorherrschaft im All entschieden war und sich mehr auf die Sicherung irdischer Boden-Schätze durch (Öl-)Kriege und feindliche Übernahmen konzentriert.
Am 21. Juli 2011, exakt zum 42. Geburtstag der ersten Mondlandung kehrte das letzte amerikanische Space-Shuttle "Atlantis" - nach 30 Jahren Einsatz - zur Erde zurück und beendete die Ära dieser wiederverwendbaren Raumfähren.

Die Russen hatten schon seit einigen Jahren verstärkt die Botendienste übernommen und mit ihren zuverlässigen Sojus-Raketen Satelliten und Menschen ins All gebracht.
Auch amerikanische Astronauten nutzten die Space-Taxi-Dienste der ehemaligen Konkurrenten.
Leider sind in den letzten Jahren einige russische Missionen buchstäblich "ins Wasser gefallen":
im Dezember 2010 eine "Proton"-Rakete mit 3 Satelliten, im August 2011 stürzte eine Sojus-Rakete mit dem Versorgungsraumschiff Progress ab. Die bemannten Flüge zur Internationalen Raumstation ISS mussten daraufhin zwei Monate lang ausgesetzt werden.
Im Dezember 2011 eine Rakete mit 18 Satelliten an Bord nach nur 7 Minuten Flugzeit und am Sonntag, 15.1.2012 stürzten Teile der im November 2011 verlorenen Marssonde "Phobos-Grunt" zurück auf die Erde.  
Insgesamt missglückten 2011 fünf verschiedene Starts. Keine gute Entwicklung bei der russischen Weltraumagentur "Roskosmos".

Und hier kommen die neuesten "Shooting-Stars" am Himmel:
Neben den amerikanischen "Astronauten" und den russischen "Kosmonauten" streben jetzt auch erstmals chinesische "Taikonauten" gen Himmel.
Und das ziemlich flott und erfolgreich!

Ausgehend von einer russischen Sojus-Kapsel entwickelten die Chinesen zu Beginn unseres neuen Jahrtausends eigene Raumschiffe der "Shenzou-Reihe".
Am 15.10.2003 startete der 1. bemannte chinesische Raumflug vom Raumfahrtzentrum Jiuquan aus, um die Erde zu umkreisen. An Bord der Shenzhou V befand sich als einziger Pilot der ehrenwerte Yang Liwei. Sein Flug dauerte 21 Stunden und 23 Minuten und endete planmäßig mit einer Landung am Fallschirm auf dem harten Boden der Wüste Gobi. Die Volksrepublik China war damit in die kleine Gruppe der weltraumfahrenden Nationen aufgenommen.

Es folgten die Shenzou VI fast genau zwei Jahre später (Oktober 2005) mit schon 2 "Taikonauten" an Bord, die über 4 Tage in der Erdumlaufbahn blieben.
Im September 2008 die Shenzou VII mit 3 Mann Besatzung und dem ersten "Weltraumspaziergang" der Chinesen, ganze 22 Meter am Seil und in einem Raumanzug aus eigener, chinesischer Produktion.
Dann die Shenzou 8 - ein unbemannter Flug, in dem China das Ankoppeln an die erste eigene Raumstation "Tiangong 1" (gestartet 29.09.2011) erfolgreich testete.

Im Juni 2012 soll der 4. bemannte Raumflug Chinas mit der Shenzou IX folgen.

Das geht also recht flott voran und so wie es aussieht, wird die Zukunft im All eher chinesisch sprechen als amerikanisch oder russisch. Wobei sich China allerdings deutlich an geschichtliche Traditionen hält: Der Begriff "Taikonauten" verbindet die chinesischen Silben für "sehr groß" und "Himmel, Leere" mit dem griechischen "nautos" für Seefahrer.  Dadurch sind die 3 Begriffe "Astronaut, "Kosmonaut" und eben "Taikonaut" übereinstimmend, sowohl in der Bedeutung als auch in der Form.

Und nicht nur Traditionen aus der Geschichte der vorherigen Weltenraum-Bezwinger sondern auch Traditionen des "großen Vorsitzenden" Mao Ze Dong werden gewürdigt: "Langer Marsch" (Chang Zheng, abgekürzt CZ), ist der Sammelname der chinesischen Trägerraketen, die für die "Shenzou"-Missionen verwendet werden und ist benannt nach dem zentralen Heldenmythos der Kommunistischen Partei Chinas.
Auf diesem „langen Marsch“ legte Mao innerhalb von 370 Tagen 12.500 km zurück, eroberte mit der "Volksbefreiungsarmee" den Norden Chinas und emanzipierte den chinesischen Kommunismus von den Wurzeln des russischen Kommunismus. Der "Lange Marsch" ist den Chinesen ein Symbol für Stärke und Widerstandskraft Chinas und immer noch beliebtes Thema für Bücher und Filme.

Ausblick:
Am Raumfahrt-Programm der chinesischen Raumfahrtbehörde "CNSA" sind auch europäische Universitäten und Institute wie das Deutsche Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) beteiligt.
Wissenschaftler der Universitäten Erlangen, Hohenheim, Magdeburg, Tübingen und Hamburg, Freiburg sowie der Charité Berlin entwickeln Versuche und Projekte.
Neben den sechs rein deutschen Experimenten führen die Universitäten Erlangen und Wuhan ein gemeinsames Experiment durch.

China will bis 2015 den Mond erreichen und bis 2020 Gesteinsproben und Erfahrungen dort sammeln. Bis 2024 soll dann die erste bemannte Mission erfolgen. Neben einer großen Raumstation mit mehreren Modulen im Erd-Orbit (2020) plant China eine Station auf dem Mond und denkt über Flüge zum Mars nach.

Als 13-jähriger Weltraum-Fan träumte ich davon, dereinst unseren Planeten in seiner ganzen Schönheit aus der Erdumlaufbahn zu sehen - aber ich dachte nicht, dass ich dafür chinesisch lernen sollte...   
 



Wolfgang KurtzWolfgang Kurtz

ist
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Er war brotloser Künstler, glücklicher Bioladner und "regionaler Ansprechpartner des Bundesverbandes Naturkost" bevor er 1992 seine Werbeagentur gründete.

Heute gestaltet er Internetauftritte für viele Naturkost-Firmen und hat mit seinem Team auch die technischen Voraussetzungen für den Heuschrecke-Blog geschaffen.


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Tags: taikonauten, astronauten, kosmonauten, raumfahrt, china, all, shenzou, roskosmos, mondlandung
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Lebensmittelinformationsverordnung

Grüne Ampel für EU-VO 1169/2011

Bio-Gewürzmischung von Heuschrecke: Senf ist traditionelle Zutat von Currys

  • Die neue EU-Verordnung 1169/2011 betreffend die Information der Verbraucher über Lebensmittel, kurz LIV, tritt heute am 13.12.2011 in Kraft.
  • Sie bezieht sich auf Endverbraucher- und Gastronomie-Verpackungen.
  • Herzstück ist die Nährwerttabelle, die verpflichtend bis 2016 angebracht werden muss - so wurde die heftig diskutierte "Ampel" umgangen. Gewürze, Kräuter, Tee und Salz gehören (logischerweise) zu den Ausnahmen - eine Nährwerttabelle müssen wir also nicht aufbringen.




Hier beschreiben wir nun die Änderungen, die unsere Produktverpackungen betreffen, für Neudrucke ab 13.12.2011, mit einer Übergangsfrist bis zum 13.12.2014.



Allergene Stoffe

 Neue Deklaration Allergene auf Rücketikett

Es gibt eine EU-Einstufungsliste (Richtlinie 2000/13/EG Anhang IIIa) mit deklarationspflichtige Stoffe, die relativ häufig Allergien oder Unverträglichkeiten auslösen können. In unseren Spezifikationen für andere Lebensmittelhersteller sind sie schon lange angegeben.

Nun sollen sie zur besseren Übersicht der betroffenen VerbraucherInnen auf der Ware hervorgehoben werden. Bekannte Beispiele aus der EU-Allergen-Liste sind: Glutenhaltiges Getreide (Weizen, Roggen, Gerste, Hafer, Dinkel, Kamut), Schalenfrüchte (Mandeln, Haselnüsse, Walnüsse, Pistazien usw.) Sellerie, Senf, Schwefeldioxid und Sulphite als Zusatzstoff ab einer bestimmten Konzentration, und einiges mehr.

Für unser Sortiment bedeutet das:

Wir heben bei Gewürzmischungen auf dem Rücketikett von Tütchen, Dosen und Kilopacks innerhalb der Zutatenliste Senf und Sellerie fett unterstrichen hervor.
Bei Monoprodukten, also Senf gelb und Senf braun/schwarz pur, schreiben wir direkt unter dem Sortennamen noch einmal: "enthält Senf".

Für Gastronomie- und Verarbeiterkunden führen wir weitere Sellerieprodukte (Knolle, Blatt, ganz und gemahlen) sowie Mandelmilchpulver im Kilo. Hier wird entsprechend gekennzeichnet: enthält Sellerie bzw. Mandeln. 

Bei Knoblauch + Zwiebel ist der natürliche hohe Schwefelgehalt nicht deklarationspflichtig.

Neue Deklaration Allergene auf Rücketikett
Nüsse, Sesam und glutenhaltiges Getreide verarbeiten wir nicht in unserem Betrieb.
Übrigens: dennoch können auch Kräuter und Gewürze kleine Mengen Gluten enthalten, da die Bauern meistens ebenfalls Getreide anbauen und alles über dieselben Reinigungsmaschinen läuft. In der Mahlzeit dürften die evtl. Mengen an Gluten aus Gewürzen aber nicht zu Buche schlagen.



Sonderregeln


Zwei Sonderregeln betreffen uns noch:


Schutzgas:
Die edlen ersten Pflückungen unserer Japan Grüntees aus Kagoshima, , sowie der neue, kostbare Silver Sprout Grüntee aus China sind, eingeschweißt in einem Alu-Beutel, unter Stickstoff (natürlicher Hauptbestandteil der Luft / Erdatmosphäre) verpackt worden, um die Sauerstoff-Oxidation und damit zu schnelles Altern zu vermeiden.
Diese tragen dann den Zusatz auf dem Rücketikett: "unter Schutzatmosphäre verpackt".


Glycyrrhizinsäure:
Süßholz
und  als Produkt daraus Lakritz enthalten natürlicherweise Glycyrrhizinsäure, die in zu hoher Menge genossen in Zusammenhang mit hohem Blutdruck steht.
Bei unseren Süßholzstangen in der 50g-Tüte, sowie Süßholzstückchen und Lakritzpulver (letztere beiden nur im Kilo für Verarbeiter) muss daher direkt unter der Sortenbezeichnung auf dem Rücketikett der Satz stehen: "enthält Lakritz - bei hohem Blutdruck sollte ein übermäßiger Verzehr dieses Erzeugnisses vermieden werden".
Das betrifft aber nicht unsere Kräuterteemischungen mit Süßholz (z.B. Ayurveda-Tees), da dort der Gehalt unter dem Grenzwert liegt.




Ziel der Lebensmittelinformationsverordnung ist, dass EndverbraucherInnen der Produktpackung entnehmen können, was drin ist (und ob es gesund ist, oder sie es vertragen), wieviel drin ist, wielange es haltbar ist, und was man damit macht. Durch die LOT- oder Chargennummer muss die Rückverfolgbarkeit bis zum Ursprung gewährleistet sein.




Ursula Stübner, Heinz-Dieter Gasper

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