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heupd-EILMELDUNG: Glyphosat wird Bio

Deutscher Bio-Kräuterimporteur empfiehlt Glyphosat-Zulassung für Bio-Produkte

 Ernte von Bio-Kamille - wie lange noch?

BRÜSSEL heupd | Ein innovativer Antrag erreichte die EU-Kommission in Brüssel kurz vor den Bundestagswahlen in Deutschland. Ein deutscher Importeur für Bio-Kräuter und -Gewürze fordert mit einer dreiseitigen Begründung die Aufnahme von Glyphosat in Anhang II der Durchführungsbestimmungen der sog. EU-Bio-Verordnung  834/2007 bzw. der neuen Nachfolge-Verordnung.

Der berüchtigte Anhang 2 enthält die Stoffe, die in der ökologischen Landwirtschaft erlaubt sind. Natürlich sind dort keine gesundheitsgefährdete Pestizide dabei. Doch Glyphosat als roundup-Herbizid hat in den letzten 10 Jahren eine so breite Anwendung gefunden, dass die EU-Behörden EFSA und ECHA als auch das hiesige Institut BfR die Unbedenklichkeit bestätigen und so den weltweiten Chemiekonzernen keine Steine mehr in den Weg gelegt werden. Neu ist, dass die erzeugende Industrie nach EV (Entbürokratisiertem Verfahren) jetzt auch die Zulässigkeit selbst attestieren darf angesichts der wirtschaftlichen Bedeutung.

Auf diese Befürworter stützt sich maßgeblich das 3-seitige Antragsdokument des deutschen Bio-Importeurs: Glyphosat sei nachweislich nicht gefährlich. Die zweite Argumentationskette ist empirisch: Das Glyphosat-Grundrauschen in Boden, Luft und Grundwasser sei um ein Vielfaches höher als der normale Konsument und die normale Konsumentin es sich träumen lassen. In den traditionell kräuterexportierenden EU-Ländern beträgt die Belastung in Wild- und Heilpflanzen bis zu 10 mg/kg Glyphosat. Der Spitzenreiter ist Sauerampfer, aber auch Schachtelhalm, Löwenzahn, Kamille, Brennnessel & Co sammeln fleißig die chemischen Stoffe aus dem Boden heraus. Sie wären, falls der Antrag des Importeurs nicht durchkommt, nur noch selten in Bio-Qualität erhältlich, obwohl niemand dort konkret gespritzt hat.

Noch düsterer sieht es mittlerweile in den Monokulturen der USA und Kanadas aus, hier müßte der Bio-Anbau per definitionem verboten werden, da sich der nano-feine Unkrautvernichter nicht nur 10km, sondern 100erte Kilometer durch Feinststaub verbreitet.

Durch seinen Antrag möchte der zukunftsorientierte Unternehmer die Zukunft der Bio-Landwirtschaft retten und gleichzeitig der Realität Respekt zollen: "So viele Mitmenschen schätzen das Glyphosat, das jetzt so einen großen Teil der Böden so versaut hat. Durch die Legitimierung im Bio-Anbau bleibt dann alles friedlich. Der drohende Aufstand der organisierten Biowelt, damit meine ich Konsumenten, Händler, Produzenten und Bauern, wird somit abgewendet."




heupd - Pressedienst für unterbliebene und unterdrückte oder sich selbst erfüllende Nachricht
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