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Gastbeitrag
22.06.2017
18:02

Ohrenkuss: Zukunft

Zur Ausstellung Touchdown - Ein Update und über die Zukunft

Ohrenkuss ...da rein, da raus - das Magazin, gemacht von Menschen mit Down-Syndrom, unter der Leitung von Herausgeberin Dr. Katja de Bragança. Ein einzigartiges und vielfach prämiertes Projekt der downtown - Werkstatt für Kultur und Wissenschaft gGmbH. An dieser Stelle haben wir regelmäßig die Ohrenkuss-Magazine vorgestellt, oder Ohrenkuss-AutorInnen bloggten zu aktuellen Themen.

Ohrenkuss war die Keimzelle für das Projekt Opens external link in new windowtouchdown 21, initiiert von der Wissenschaftlerin, Kunsthistorikerin und Ohrenkuss-Gründerin Dr. Katja de Bragança. Aus der Selbstdarstellung:
TOUCHDOWN 21 ist ein Forschungs-Projekt. Ohrenkuss-Titelbild: Update
Ein Forschungs-Projekt mit und über Menschen mit Down-Syndrom.
Wir sammeln Informationen.
Wir wollen das Thema aus verschiedenen Blickwinkeln betrachten.
Und wir wollen Menschen zusammenführen, die dieses Thema beschäftigt.

Zusammen mit der Bundeskunsthalle in Bonn entstand im Jahr 2016 die Ausstellung Touchdown. Jetzt, 2017, geht diese Ausstellung auf Wanderschaft.
Diese Ausstellung erzählt eine fantastische Geschichte.
 Von Außerirdischen mit Down-Syndrom, die das Leben auf der Erde erforschen.
:
Im Oktober 2016 landen 7 Astronauten und Astronautinnen von einem fremden Planeten (Kumusi) auf der Erde.

Sie nennen sich „Second Mission” (zweite Mission).
Sie haben das Down-Syndrom.

Vor 5.000 Jahren sind die ersten Außerirdischen ihrer Art auf der Erde
 gelandet.

Die Second Mission hat den Auftrag zu überprüfen, wie es den ersten Siedlern und Siedlerinnen ergangen ist und wie ihre Nachfahren heute leben.

Als lebensgroße Comic-Figuren begleiten die Astronauten die Besucher und Besucherinnen durch die Ausstellung.
 Der Zeichner Vincent Burmeister hat die fantastischen Comic-Figuren 
erschaffen.
Während der ganzen Dauer der Ausstellungen gab es Veranstaltungen und Tandemführungen von den Mitwirkenden bei TOUCHDOWN 21 und Ohrenkuss.

 

Für uns (die beiden Chef-Heuschrecken) war die Ausstellungseröffnung in unserem privaten Sylvester-Jahresrückblick 2016 das herausragendste und berührendste Ereignis. Wem diese Wanderausstellung mal begegnet - reingehen!
 
Die Frühjahresausgabe des Magazins "Ohrenkuss" führt die Gedanken, Gespräche und Diskussionen um Vergangenheit und Zukunft weiter. Die Gruppe der Außerirdischen von Kumusi meldet sich weiter zu Wort. Ein Update.

 

 


 

 

Was ist eikentlich der sinn des lebens?

 

 Tandemführung Julia Bertmann und Katja Weiske, Ausstellung Touchdown, Bundeskunsthalle Bonn

Marley Thelen, selbst als Email geschrieben

Was ist eikentlich der sinn des lebens? Ich erklere was das sinn besteht. Der sinn ist für
die Idee in deine und meine kopf drin. Das ist der sinn von unser kopf liegt in dir. Die
idee ist der sinn und leben ist das gefüll in unsere
Körper drin und warm Gefühl ist in deine und meine kopf und Körper ligt in dir erwacht.
Das finede ich gut und leben ist auch über liebe drin. Das ist auch gut für uns allen.

 

 

Daniel Rauers, diktiert

Ich hab zu viele Welten.
Welten ist gut.
Ich würde erzählen über meine Welten.
Drei Welten.
Zu viele.
Die erste Welten muss ich klären.
Die zweite Welten muss ich zählen.
Die dritte Welten muss ich den Leuten zeigen.

 

 

Marcus Friedrich, selbst als Email geschrieben

SOS an Büro-Zukunft
Ich möchte in meiner Zukunft einen "Chef" bei meiner Arbeit haben, der mich versteht
und mir Arbeiten gibt die ich an meinem Schreibtisch erledigen kann. Ich will auch
Arbeiten haben, die mehr Umfang haben. Ich brauche eine Assistenz, die mir sagt was
ich zuerst machen soll. Sie soll auch nett sein. Sie soll mich auch verstehen wenn ich
Probleme habe. Sie soll mich nicht an meinen Platz schicken. Es macht mich traurig,
wenn alle Leute auf mich einreden. Ich habe keine Chance und keine Kraft mehr mich zu
wehren. Das will ich nicht. Vertrauen bei der Arbeit bedeutet üfr mich sehr viel, aber das
habe ich bei meiner Arbeit nicht mehr. Das macht mir sehr zu schaffen. Ich will Arbeiten
haben, wo ich mich konzentrieren kann. Das geht aber unter. Das soll sich ändern. Ich
gehöre in diese Welt. Das müssen ALLE verstehen und begriffen haben. Ich bin auch nur
ein Mensch.

Tandemführung Julia Bertmann und Katja Weiske, Ausstellung Touchdown, Bundeskunsthalle Bonn

 

 

Ansgar Peters, selbst als Email geschrieben

Zukunft ist mein Leben. Ich möchte eine große Liebe und eine Wohnung zu haben das ist
mein Traum. Zukunft möchte ich gerne nach Amerika Reisen und ein Olteimer mieten
und durch Amerika fahren. Ich gründe eine Bänd um auf zu Treten und viele
Leute Musik zu zeigen.
Ich will gerne in meiner Zukunft mit meiner Musik arbeiten und verkaufen.

 

 

Marc Lohmann, diktiert

Ich lebe ganz lange, ohne Ende.
Ich brauche keine Sterbehilfe.

 

 

 

Die Außerirdischen von Kumusi. Gehen oder Bleiben?

 

 

Verena Günnel, diktiert

Die Außerirdischen reisen zurück zur Entstehung des Weltalls.
Die forschen daran.

 

 

Verena Günnel, diktiert

Vergangenheit seit 10 entfernten Sternen und Galaxie verschiedene zu erforschen. Die
Aliens sind Wissenschaftler geworden zu erforschen, wie die Galaxie zu erforschen.
Strukturen, wie die es rausgefunden wird.

Grafiker Vincent Burmeister, Julia Bertmann und Verena Günnel, Planung für die Ausstellung Touchdown, Bundeskunsthalle Bonn 

 

Anna-Lisa Plettenberg, diktiert

Die Außerirdische reisen nach Rom.
Sie reisen 2010 Jahre zurück. Ins Jahr 6.
Da sehen die alte Petersturm. Und da sehen sie den alten Papst. Sie erforschen in Rom,
was der Papst gemacht haben.
Der Rom ist ja in Italien. Die Aliens erforschen Italien. Dann sehen die bestimmt die
Römern. Was die machen.
Die alten Römern die vertreiben die Christen und Juden. Das sehen die, meine Aliens.
Das finden die spannend.
Wenn die dann zurückfliegen, dann merken die das alles. In den Kopf. Und das erzählen
die dann den anderen Aliens, was das passiert ist.

 

 

Teresa Knopp, diktiert

Sie reisen in die Erd-Platonik. In die Ursprungszeit.
Ich komme da raus. Ich bin alleine. Ich sehe den Feuerring, die Vulkane. Dann sehe ich
die Plattenverschiebung, so Erdbeben. Ist zwar gefährlich das Erdbeben, aber es ist
eigentlich auch historisch.
Manche denken vom Wasser, das ist nur Wasser. Aber in Wirklichkeit sind da Platten.
Und diese Platten können sich auch verschieben und dann Tsunamis. Das ist zwar sehr
traurig, aber das sind nämlich die Naturgewalten. Meine Lieblings-Naturgewalt ist der
Rheinfall von Schaffhausen.

Daniel Rauers, Paul Spitzeck, Björn Langenfeld, Aufbau der Ausstellung Touchdown, Bundeskunsthalle Bonn 

 

Verena Günnel, diktiert

Hier ist ein Diskussion Gehen oder Bleiben.
Ich finde in mein Leben und in mein Zukunft immer auf Erde bleiben will. Weil das
meine Entscheidung ist. Und wohl zu fühlen.

 

 

Paul Spitzeck, diktiert

Ich bin, was ich bin - fLOWREW
fLOWREW will auf der Welt bleiben, weil es ist schön auf der Erde. Weil auf der Erde hat
man Netz in Handy. Es ist toll, wenn man auf der Erde ist, ihre Freunde oder ihre
Verwandte erreichbar ist. Ich glaube, in Weltraum ist schwierig, Rugby zu spielen.

 

 

Natalie Dedreux, diktiert

Ich möchte weiter Bildung lernen. Da lerne ich andere Berufe kenne. Ich möchte zum
Beispiel gerne Koch. Besonders liebe ich indisch.
Ich möchte gerne in einem Büro arbeiten. Das Büro ist groß. Zum Beispiel
Schrifthersteller sein. Ich schreibe es so auf, dass es Sinn ergibt. Ich möchte gerne ein
Diktat über Spätabtreibung machen. Ich bin auf der Welt, um etwas zu lernen und nicht
abgetrieben werden. Weil das gegen das Gesetz ist.
Daniel Rauers, Aufbau der Ausstellung Touchdown, Bundeskunsthalle Bonn

 

 

Florian Mühle, diktiert

Der Sinn des Lebens ist, dass sich die Eltern freuen, dass ich am Leben bin.
Das ist ein Geschenk der Natur, solche Menschen wie mich zu gebären.
Weil die Menschen mit Down-Syndrom auch wertvoll sind.
Mein Leben ist sehr sinnvoll, weil ich anderen Menschen Freude und Liebe, Herzlichkeit
und ein Lächeln in die Gesichter schenken kann. 
 



Marley Thelen, selbst als Email geschrieben

Meine leben meine freund zusammen
whonen. Das finde ich gut für mich und wir lieben uns sehr. Wenn wir ein kind griegen
würde das finde ich gut für mich. 

 

 

Dominic Edler, diktiert

Wenn ich alt bin, will ich gerne meinen Ruhestand genießen mit 80 Jahren im Altenheim.
Ein bisschen mit den alten Frauen herumschäckern ein bisschen. Und in Jazz-Keller
gehen und abtanzen.

 

 

 

 

 

 

 


Einige Ohrenkuss-AutorInnen in einem Kölner Hinterhof. Marc Lohmann (mit Mütze), Karoline Spielberg (vorne), Susanne Kümpel (hinten mit weißer Jacke), Angela Fritzen (auf dem Zaun), Antonio Nodal (vorne), Svenja Giesler (mit der roten Jacke) und ein Gast aus Berlin.


... mongolisch ist mongolisch und klingt wie mongolisch ...

Ohrenkuss ...da rein, da raus, das Magazin, gemacht von Menschen mit Down-Syndrom gibt es seit fast 20 Jahren.
Das Projekt ist einmalig auf der ganzen Welt und mehrfach preisgekrönt.
Es erscheint zweimal jährlich - mit jeweils einem Thema, Texten der bis zu 50 AutorInnen mit Down-Syndrom und professionellen Fotos, und man kann es abonnieren: Öffnet externen Link in neuem Fensterwww.ohrenkuss.de

Im August 2010 wurde das Bundesverdienstkreuz dafür an Gründerin Katja de Bragança verliehen - der Bericht ist hier: Öffnet externen Link in neuem Fensterhttp://www.heuschrecke.com/blog/blog-post/2010/08/24/ohrenkuss-verdienstkreuz-am-bande.htm

Newsletter:  Wer regelmäßig über Ohrenkuss informiert werden möchte, kann hier den Ohrenkuss-Ipeschl abonnieren: Öffnet externen Link in neuem Fensterwww.ohrenkuss-ipeschl.de.

Fotos und Texte © Ohrenkuss
Fotos: Sandra Stein, Köln www.sandra-stein.de
Grafik und Gestaltung der gedruckten Ausgabe: Maya Hässig

 
 

 

 

 

 

 

 

 

 

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