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Gastbeitrag
06.01.2016
00:00

... und mit (Wetter-)Sternen-Staub in's neue Jahr 2016

Klimabote: Astraeus hygrometricus, Gemeiner Wetterstern

Gemeiner Wetterstern (Astraeus hygrometricus), geschlossen
Gemeiner Wetterstern (Astraeus hygrometricus), geschlossen
Gemeiner Wetterstern (Astraeus hygrometricus), sich öffnend
Gemeiner Wetterstern (Astraeus hygrometricus), sich öffnend
Gemeiner Wetterstern (Astraeus hygrometricus), geöffnet
Gemeiner Wetterstern (Astraeus hygrometricus), geöffnet
Gemeiner Wetterstern (Astraeus hygrometricus), 500-fache Vergrößerung der Sporen
Gemeiner Wetterstern (Astraeus hygrometricus), 500-fache Vergrößerung der Sporen
Gemeiner Wetterstern (Astraeus hygrometricus), 1000-fache Vergrößerung der Sporen
Gemeiner Wetterstern (Astraeus hygrometricus), 1000-fache Vergrößerung der Sporen

 


Ende Dezember haben wir ihn in unseren Breiten noch nie gesehen: den Gemeinen Wetterstern (Astraeus hygrometricus).


Doch in diesem Jahr ist alles anders: wegen der warm-feuchten Witterung im November-Dezember, der (bislang) wärmsten Monate in Deutschland seit Beginn der Wetter-Aufzeichnungen, hat sich das Pilzaufkommen nach den hypertrockenen Sommermonaten generell auf das Jahresende verschoben. Am 26.Dezember konnten wir auf unserer Exkursion um Steeg-Bacharach im Mittelrheintal, außer unseren besonderen Sternfunden am Rande eines mit krüppeligen Eichen und Hainbuchen bewachsenen mageren Trockenhangs über der Ruine Stahlberg, noch über 30 weitere frisch gewachsene Großpilze registrieren.



Gegenüber fast allen anderen Erdsternen zeigen die Fruchtkörper der Wettersterne ein eigentümliches Verhalten: wenn sie unterirdisch kugelig herangewachsen sind, klappen sie unter günstigen Verbreitungsbedingungen im Feucht-Warmen ihre ledrige Aussenhaut, die sogenannte Exoperidie, sternförmig auf (Foto 1 und 2), so dass die reifen, rundlich-warzigen Sporen (Mikrobilder 1 und 2) aus der kugelförmigen Endoperidie über eine ausgefranste mittige Öffnung leicht ausstäuben können.
In diesem Zustand trafen wir die Wettersterne an, sonst hätten wir sie glatt übersehen, denn sie sind hygroskopisch und biegen ihre Sternzacken bei Trockenheit schützend um die Endoperidie zurück und sind dann im schütteren graubraunen Herbstbewuchs auf sandigem Boden von kleinen Strohballen (Foto 3) kaum zu unterscheiden.



Im Mittelmeerraum trifft man den Gemeinen Wetterstern häufiger an und im warmen Rheintal offenbar immer öfter...




Gut-Wetter für’s Neue Jahr 2016 wünschen die PSV



Eva Wandelt und Lothar Claußnitzer









Bilder mit Klickvergrößerung

 


Evi und Lothar Claußnitzer-Wandelt, Pilzsachverständige
Genug für heute von den Hobbymykologen und Pilzsachverständigen (DGfM) Eva Wandelt (Biologin) und Lothar Claussnitzer (Streuobst-Landwirt und Wiesenmeister).

In loser Folge werden wir auf dieser Seite Schönes, Kurioses, Interessantes, Essbares, Würziges anhand von einfachen Digi-Mikrofotos aus dem wilden Pilz-und Pflanzenreich vorstellen und erläutern.


Fotos © Evi Wandelt, Lothar Claußnitzer

 

 

 

 

 

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