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Besuch beim Bioland-Hof Butendiek

Bio-Bauernhof und Käserei am Meer - eine Bildergeschichte

Seit 1997 ist der Bioland-Hof Butendiek schon Kunde bei uns. Jetzt haben wir sie besucht. Hof Butendiek liegt nicht weit vom Jadebusen in Seefeld.
Butendiek ist einer der wenigen Höfe, der von der Land-/Milchviehwirtschaft, Käserherstellung und Vermarktung über alle Vertriebsstufen vom Großhandel bis zu EndverbraucherInnen / Marktständen / Hofladen alles selbst macht. Dies ist der Kuhweg zum Hof ...
- und dieser Weg ist für Menschen und Autos.
Butendiek ist ein schöner alter Hof, ca. 20km vom Jadebusen entfernt in Seefeld.
Seit 1981 bewirtschaften Jürgen Bruns und Maike Cornelius-Bruns den Hof, seit 1986 nach Bioland-Richtlinien -
- seit 1997 würzen sie ihren berühmten Frischkäse mit Heuschrecke-Gewürzen.
Interessanterweise arbeiten von ihren 4 Kindern 3 auf dem Hof mit (ein Traum für Betriebsgründer).
Die Söhne Niklas und Jan-Hinnerk sind ausgebildete Landwirte, und Tochter Elisabeth ist gerade in die Käserei eingestiegen. Tochter Annamarie ist Tierärztin, der größte Teil ihrer Klienten sind Kühe, aber auch Wasserbüffel und Mufflonrinder hat sie im Kundenstamm.
Butendiek läßt in kleinem Umfang schlachten, ein Bio-Metzger stellt dann aromatisch gewürzte Salami und Schinken her, die hier reifen.
In der Käserei werden Hart- und Frischkäse hergestellt. Die üppig gewürzten, köstlichen Frischkäsesorten sind in ganz Deutschland in Bioläden zu finden.
Die berühmtesten: Scharfe Käthe mit viel Paprika ...
... und Sultans Freude mit orientalischen Gewürzen und Datteln. Der Frischkäse ist wirklich frisch - nicht anschließend noch wärmebehandelt. Diese Qualitäten, auch mit den hochwertigen Würzrezepturen, sind durch die Manufaktur-Abfüllung möglich.
Käserei: In diesem Bottich werden die Rohmilch-Hartkäse hergestellt, aus ca. 5000l Milch pro Woche. Rechts daneben werden sie geformt und gepresst.
Höchste Hygienestufe in der blitzsauberen Käserei.
Die aktuelle Rohmilchkäse-Produktion.
Im Pasteurisierer wird die Milch für den Frischkäse verarbeitet, etwa 12.000l / Woche.
In dieser Wanne wird die Milch für den Frischkäse mit den entsprechenden Kulturen geimpft.
In dieser Wanne, die kleine Löcher wie ein Sieb hat, tropft die Masse dann ab.
Hier der fertige Frischkäse - die Basis für die würzigen Frischkäsekreationen.
Gerade angelieferte Gewürze von uns.
Maike präsentiert stolz die Gewürzkammer.
Die Würzungen für die fantasievollen Frischkäserezepturen sind ausgeklügelt, lebendig und großzügig - sie enthalten viele frische Zutaten, aber auch viele Gewürze, zu unserer Freude.
Für die beiden Renner Sultans Freude und Scharfe Käthe bereiten wir die Gewürzmischungen nach Maikes Vorgaben schon fertig zu.
Etiketten -
- und schicke Etikettiermaschine.
Hier reifen die Hartkäse,
viele verschiedene Sorten mit Kräutern, Kreuzkümmel, Walnuss usw.

Ungefähr 35 Menschen arbeiten (in 2 Schichten) auf Butendiek, vom Praktikanten und Azubi bis zum Landwirtschaftsmeister und den Chefs. Es wird gemeinsam gefrühstückt, Mittag gegessen und nachmittags Tee getrunken.
Maike erzählte uns, dass sie malt - alle Schilder, Etiketten und überall kleine Kunstwerke zeugen davon. Ausgleich für lange, intensive Arbeitstage. Eine andere Leidenschaft der beiden: Tango-Tanzen - wie wir schon öfter auf Nach-Messe-Feten bewundern konnten.
Jetzt geht es zum landwirtschaftlichen Teil. Ein gemütlicher Stall für fußkranke Tiere, und für kalbende Kühe, nah am Haus.
Der Ofen für die Holzpallets-Heizung. Gibt auch Solar-Paneele.
Mistverarbeitung.
Wann Kälbchen und Mütter trennen - in der Milchviehwirtschaft ein diskutiertes, problematisches Thema. Butendiek hat einiges ausprobiert - von ganz früh bis einige Wochen. Nach ihrer Erfahrung ist die Trennung bereits nach einem Tag für Kälber und Mütter relativ besser zu verdauen als nach einer Woche.
Die Kälber bekommen die wichtigste frühe Milch ihrer eigenen Mutter, danach werden sie per Nuckel gut kontrolliert weitergefüttert. Der Gesundheitszustand von Kälbchen und Kühen auf Butendiek ist mit dieser Methode außergewöhnlich gut.
Hier der "Kindergarten".



Die Werkstatt.
Der Stall.

So sieht ein Güllebecken aus.
Die "Liegewiese" zum chillen für die trächtigen Kühe.
Alle anderen sind ab Frühjahr auf der Weide und kommen nur zum Melken in Haus.
Der Melkstand.
Bioland-Betrieb
Wir warten mit Maike und Jürgen auf das Spektakel der Kuhprozession. Es ist Melkzeit.
Faszinierend, wie die Herde sich wie ein zusammenhängender Organismus auf das Haus zubewegt,
vorne geführt, da es über zwei Autostraßen geht. Rechts der Erdhaufen ist neu -
- und direkt von den Kühen zum Spielen und Wälzen entdeckt.






Butendiek hat 190ha Grünland, ca. 20ha Acker für Klee und Mais, ca 170 Milchkühe, ca. 100 Jungtiere, und 2 Bullen - die sich aus Geselligkeit mit in den Melkstand einreihen.
Weibliche Kühe können das aber auch.
Die Nachhut.
Ein großes Ritual, oder ein Event-Parcours für die Kühe. Jetzt gibt es im Stall erst einmal Heu zu fressen. Es dauert etwas, bis alle Kühe eingetroffen und angekommen sind.
In der Zeit dürfen wir das Wohnhaus besichtigen.





Maikes Bilder haben uns beeindruckt, eine Überfülle an Kreativität.




Die Teepause, bevor es mit dem Melken losgeht. Die Kühe chillen im Heu. An allen Ecken gibt es etwas Leckeres für sie, wie die Landwirte mehr als einmal stolz erzählen.
Der Melkstand wird eröffnet, die Kühe treten ein - ihre Selbstverständlichkeit wirkt erhaben -
und stellen sich in ihren Melkstand - sofort kommt durch eine Rohrleitung leckeres Kraftfutter herabgerieselt.
In der Grube wuseln der Landwirt und die 2 Praktikanten aus der Waldorfschule. Alle Waldorfschüler müssen ein Schülerpraktikum auf einem Bio-Hof machen. Erst wird der Boden gereinigt.
Im zweiten Melkgang stehen die Kühe schon Schlange.
Die drei arbeiten sehr gekonnt Hand in Hand: die Euter werden kurz angemolken, und dann desinfiziert und abgetrocknet.


Dann wird das Melkgeschirr angelegt.
Wenn der Euter "leergemolken" ist, löst sich das Melkgeschirr von alleine, und wird der Kuh im Gang gegenüber angelegt.
Dann gibt es auch noch Feinheiten in der Melkanlage, wenn die Milch einer Kuh, z.B. wegen Krankheit, separiert werden muss - diese wird direkt hier schon getrennt. Der größte Teil der Milch wird in der Käserei verarbeitet, aber ein Teil geht auch immer noch an eine Molkerei. So kann ausgeglichen werden (und es wird nichts schlecht), wenn z.B. an einem Tag in der Käserei nicht so viel verarbeitet werden kann.
Wenn alle Kühe auf einer Seite des Melkstandes fertig sind, öffnet sich die Schranke,
und sie gehen nach nebenan in den Stall, wo wieder etwas Leckeres auf sie wartet.
Nur diese eine weiß, dass das allerbeste Kraftfutter gleich hier wieder aus dem Rohr fällt ...

Zu guter Letzt noch die homöopathische Hausapotheke, die mit Erfolg für verschiedene Beschwerden eingesetzt wird. Maike und Jürgen sind sichtbar stolz auf ihre "freundliche und gut erzogene" Herde. Wir haben uns sehr gefreut, fast einen Tag mit den Butendiekern verbringen zu können, und sind auch recht stolz, dass unsere Gewürze in dem tollen Käse sind.

 

Heinz-Dieter Gasper und Ursula Stübner

 

Mehr Infos unter Opens external link in new windowhttp://www.hof-butendiek.de/

  •  
  • 1 Kommentar(e)
  •  
Michael Hinterauer
01.05.2015
10:32
Mega Lob !

Respekt, Respekt, ein schöner Bericht der zeigt, dass Milchwirtschaft nicht nur darin besteht vorne Futter reinzuschieben um hinten Milch abpumpen zu können. Mehrwert schafft man am Besten selber und das Sortiment der Hofprodukte ist mehr als erstaunlich ! Bin wirklich begeistert !

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