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Heuschrecke
10.12.2014
12:25

Mikrokosmos: Kräuter und Gewürze wie Kristalle im All ...

... so ähnelt sich das Größte und das Kleinste

Heuschrecke Curry extra 15fach vergrößert
Heuschrecke Curry extra 15fach vergrößert
Heuschrecke Curry extra 30fach vergrößert
Heuschrecke Curry extra 30fach vergrößert
Heuschrecke Curry extra 40fach vergrößert
Heuschrecke Curry extra 40fach vergrößert
Heuschrecke Curry extra 100fach vergrößert
Heuschrecke Curry extra 100fach vergrößert
Heuschrecke Wildkräutermischung, ein Blattstückchen 40fach
Heuschrecke Wildkräutermischung, ein Blattstückchen 40fach
Wilde Malve im Garten
Wilde Malve im Garten
Frische Malven, Farbstoffe (Anthocyane) der Blütenblatt-Epidermis 100fach
Frische Malven, Farbstoffe (Anthocyane) der Blütenblatt-Epidermis 100fach
Frische Malven, Farbstoffe (Anthocyane) der Blütenblatt-Epidermis 100fach (2)
Frische Malven, Farbstoffe (Anthocyane) der Blütenblatt-Epidermis 100fach (2)
Malvenstiel mit Treppentrachee und Schraubentracheide für den Wassertransport, 100fach (jetzt sieht man endlich mal, wie die das machen)
Malvenstiel mit Treppentrachee und Schraubentracheide für den Wassertransport, 100fach (jetzt sieht man endlich mal, wie die das machen)
Frische Schlehen, Zellsaftvacuolen des Fruchtfleisches, 100fach
Frische Schlehen, Zellsaftvacuolen des Fruchtfleisches, 100fach
Schlehenschale von außen mit Wachsschicht und dickwandigen Zellen, 100fach
Schlehenschale von außen mit Wachsschicht und dickwandigen Zellen, 100fach
Hagebuttenschalenzellen mit Carotinoiden und Lycopin, 100fach
Hagebuttenschalenzellen mit Carotinoiden und Lycopin, 100fach
Hygrocybe coccinea, kirschroter Saftling
Hygrocybe coccinea, kirschroter Saftling



Zur Qualitätskontrolle schauen wir uns oft unsere Kräuter und Gewürze mit der Lupe an.

 

Da unsere Mühlen nicht staubfein mahlen, sondern pixelfein, sind unsere Currys, die normal messinggelb aussehen, unter der Lupe ganz bunt - verschieden grüne und rote Pixel zwischen all den gewürzfarbenen Brauntönen - wie ein bunter Garten.

 

Neugierig, wie wir waren, haben wir unsere Mikrokosmos-Autorin, Biologin und Pilzspezialistin Evi Wandelt gefragt, ob sie nicht eine kleine Gewürzstudie machen würde. Sehr interessant war, dass sich beim betreffenden Curry extra diese Differenziertheit in den Farben bei den weiteren Vergrößerungen nicht durchhielt. Zwischen 15- und 30facher Vergrößerung gibt es leider nur noch braun, aber man sieht deutlich das "Stückige" unserer Mahlungen. In Wirklichkeit sind sie natürlich fein genug für die Anwendung - nur zwischen den Fingerspitzen spürt man, dass die Körnung gröber als Mehl ist. Das hat den Vorteil, dass mehr unverletzte Materie vorhanden bleibt, und bis zum Verbrauch Wirkstoffe wie Aromen besser vor Oxidation geschützt bleiben als bei Feinst-Mahlungen.

 

Ab 40facher Vergrößerung wird es dann kristallin, man sieht Farbstoffe (natürlich von Curcuma) und ätherische Öle. Wie Evi sagt: "der Wiedererkennungswert als Gewürz ist sozusagen minimal, aber als Kleinkunstwerk funktioniert’s."

 

Das zweite Studienobjekt war unsere Wildkräutermischung. Auf dem Mikro-Foto ist ein Blattstückchen zu sehen - Evi weist darauf hin, dass "frische Pflanzenzellen, finde ich, in jedem Fall besser aussehen, als die getrockneten Kräuter: die Zellen sind dann kollabiert, wie Du auf dem grünen Schnipsel sehen konntest." Worauf sie dann in ihren Garten ging und schaute, "was vom Herbst noch übrig blieb. Jetzt hab’ ich’s noch mal mit was Lebendigem versucht. Keine Anfärbungen, alles Originalfarbstoffe direkt aus Malve, Schlehe, Hagebutte, die Ihr ja auch im Sortiment habt. Die Puzzlestückförmigen Epidermiszellen des Malvenblütenblattes gefallen mir besonders ..."

 

Die Natur ist schon ein großer Künstler - uns haben die Treppen und Schrauben im Malvenstiel umgehauen. Und natürlich das ganze Farbenspiel. Toll, dass man für diese Wunderwerke einfach nur vor die Tür gehen muss.

 

 

"... die wunderschönen roten-violetten Farbstoffe zählen zu den sogenannten sekundären Pflanzenstoffen, also zu den Stoffen, die für die Pflanze nicht direkt lebensnotwendig sind, es sei denn, um die Pflanze für Bestäuber attraktiv, für Fressfeinde giftig oder für Pathogene unempfindlich zu machen.
Die hier abgebildeten wasserlöslichen rötlichen Farbstoffe (Anthocyane) schützen die Pflanze z.B. vor UV-Strahlung.
Sekundäre Pflanzenstoffe werden naturheilkundlich auch “Phytamine” genannt, was auf ihre immense Wichtigkeit für die menschliche Gesundheit hinweist.
Viele Farbpigmente wirken im menschlichen Organismus antioxidativ, andere sekundäre Pflanzenstoffe regen das Immunsystem an oder sollen gar vor Krebs schützen. Bunte Früchtetees, Kräuter und Gewürze sind voll davon!
Bei den fettlöslichen Carotinoiden, dazu gehört auch das Lycopin in den Hagebutten, handelt es sich nicht um sekundäre Pflanzenstoffe. Sie sind wichtiger für die Pflanzen,  denn sie tragen in der Pflanze zur Photosynthese bei und schützen sie gegen den Angriff molekularen Sauerstoffs. Alle Carotinoide, auch die im tierischen oder menschlichen Organismus, werden ausschließlich in Pflanzen gebildet und sind Vorstufen des fettlöslichen Vitamin A, sind also für unsere Gesundheit essentiell.
 


Eine spezielle “Weihnachtskugel” der Hobbymykologen darf nicht fehlen.
Wir haben noch Ende November diesen roten Weihnachtsschmuck gefunden: siehe Foto Hygrocybe coccinea
Die in Saftlingen enthaltenen gelben, roten oder orangenen Azomethin-Farbstoffe sind nicht mit pflanzlichen Anthocyanen und Carotinoiden verwandt. Bei etlichen ist eine antibiotische Wirkung gegen diverse tierpathogene Bakterien nachgewiesen."

 

 

Besinnliche Dezember- und Weihnachtstage wünscht die Heuschrecke und das Mikrokosmos Team:

 



Eva Wandelt und Lothar Claußnitzer
 




Bilder mit Klickvergrößerung

 


Die Pilzsachverständigen bei der Arbeit ...
Genug für heute von den Hobbymykologen und Pilzsachverständigen (DGfM) Eva Wandelt (Biologin) und Lothar Claussnitzer (Streuobst-Landwirt und Wiesenmeister).

In loser Folge werden wir auf dieser Seite Schönes, Kurioses, Interessantes, Essbares, Würziges anhand von einfachen Digi-Mikrofotos aus dem wilden Pilz-und Pflanzenreich vorstellen und erläutern.


Fotos © Evi Wandelt, Lothar Claußnitzer

 

 

 

 

 

 

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