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Schöne Maschinen (3)

Die Müller-Schneidmühle

Bioland-Kräuterbauer liefert gerade Oregano an. 

Bioland-Kräuterbauer Alfred Hammann, mit dem wir jetzt über 25 Jahre zusammenarbeiten, hatte uns bereits unsere beiden anderen Mühlen vermittelt, und uns aus seinem Bestand seine 100jährige Designer-Siebmaschine aus Eiche abgegeben. Von ihm bekommen wir wunderbaren Koriander, Estragon, Oregano, Liebstöckel, Ysop und Salbei (Melisse macht er leider nicht mehr - der Rücken ...).



Jetzt hat er uns eine alte Müller-Schneidmühle gebracht, von einer Kollegin, die im Hunsrück Kräuter sammelte und sie selbst auf der Maschine verarbeitete. Die Kräuterbäuerin hatte sie damals neu gekauft,- die Mühle und sie sind zusammen alt geworden - der Rücken -, und so hat sie sich zum Verkauf entschlossen, auch um ihre Rente aufzubessern.



Alfred Hamman hat dieselbe Schneidmühle, und hat uns damit im Lohnauftrag bereits hunderte Kilo Kräuter und Gewürze geschnitten, wie Gingko, Hibiscus, Vetiver-Gras, Ingwer-Stücke, Galgant, Bibernell, Cistus, Zitronenverbene.

 

 

 

 

Sie hat also schonmal eine Super-Referenz bei uns.

 

 

 

 

Alles vorbereitet zum ersten Test mit Gestrüpp aus dem Vorgarten.Unsere neue Schneidmühle, 20 Jahre alt

Diese Mühlen sind eigentlich für das Zerkleinern von Kunststoffresten entwickelt worden. Dieses Modell soll angeblich vor 30 Jahren speziell für Lego-Steine gebaut worden sein, um die Plastikreste und Fehlsteine wieder der Verwertung zuzuführen.



Für Kräuter und einige Gewürze sind sie ideal - sie arbeiten schonend, langsam laufend mit einer scharfen Messer-Leiste, entwickeln kaum Staub und produzieren wenig Abfall. Insgesamt ist die Maschine auch sehr handlich und beweglich, geradlinig konstruiert, un-digital. Wahrscheinlich wird sie auch uns noch bis zur Rente begleiten, und vielleicht die nächste Generation auch noch.

 

 

 

 

Wir haben sie vor allem genommen, um die extrem staubenden Kräuter zu verarbeiten, die an den Hammermühlen doch eine Belastung sind, wie Schabzigerklee und Curryblätter - wir können sie damit so fein schneiden (1-3mm), dass die nächsthöhere Stufe zu gemahlen ist.







Huusmeister Mick hat alles zusammengesetztHuusmeister Mick hat alles zusammengesetzt
Ein weiterer Vorteil: wir können nun auch kleinere Partien Rohware verarbeiten, wo es sich nicht lohnt, das fremd zu vergeben. Oft sind unsere Kleinbauern-Partner oder KräutersammlerInnen maschinell nicht so gut ausgestattet, sodass die Ware so "unordentlich" kommt, wie von Feld, Wald und Wiese geerntet. Im Moment haben wir z.B. noch etliche Säcke riesiger Papayablätterbüschel liegen.

 

 

 

 

 

 

 


Zum Glück ist die Maschine so konstruiert, dass man mit den Fingern nicht in die Messer kommt.Test.Obwohl die Messer noch nicht ganz richtig sitzen, ist das Ergebnis schon gut

Jetzt haben wir die Schneidmühle zusammengebaut, die Messer wieder schleifen lassen, in Gang gebracht und getestet. Als nächstes wird unser Hausmeister sie etwas restaurieren. Und dann werden wir weitere Kräuter- und Gewürzsorten damit ausprobieren.

 







 Heinz-Dieter Gasper, Ursula Stübner





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