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Sommertipps

Have Phun!

Endlich ist der Sommer da!
Nach einem viel zu langen Winter und einem viel zu kalten Frühjahr haben wir endlich 30 Grad und tragen leichte Kleidung.
Alle schlechten Wetter-Witze haben ein Ende (...wie merkt man, das es Sommer wird? Der Regen wird wärmer...) und sogar das Leben in einer Großstadt wie Köln ist entspannter und beschwingter.

Hier meine völlig subjektiven Tipps für die im Urlaub daheim gebliebenen, für die Erholung auf Balkon oder Terrasse und den Abend in der Stadt:

1. Musik
Daft Punk - Random Access Memories (2013)
Eine Combo, die Ende der 90er/Anfang der Nuller Jahre völlig an mir vorbei gegangen ist.
Erst 2002 waren sie mit dem poppigen "One more time" nicht nur in der Club-Szene sondern auch bei allen Radiostationen und auf MTV zu hören.
Die Musiker Guy-Manuel de Homem-Christo und Thomas Bangalter verschmelzen House, Rock, Techno, Elektro und Pop und tragen seit 2004 konsequent funktionsfähige Roboterhelme bei ihren Auftritten und in den Videos. 2009 unterlegen sie das Remake des 80er-Science-Fiction-Films "Tron" mit angemessenen Klängen.
Und 2013 erscheint "Random Access Memories" mit 13 funkigen, quirligen und Freude schaffenden Tracks.
Alles absolut tanzbar und zugleich 80er-Jahre retro-mäßig und science-fiction-mäßig ausgespaced.
Die Füße auf dem Tanzboden und die Roboterhelme im Himmel :-)
Der beschwingte Sound kommt gradewegs vom Altmeister: Nile Rodgers (geb. 1952 - also auch schon über 60), Gitarist der 70er-Disco-Gruppe "Chic" ("Le Freak", "Good Times") steuert seine kurzen, peppigen Gitarrenriffs bei. Vor allem beim konkurrenzlosen Sommerhit des Jahres 2013 "Get Lucky" geht das Gitarren-Gezirpe deutlich in die Beine.
Und Hip-Hopper Pharrell Williams ("The Neptunes") meint, diese Musik hätte den "Groove" wiederentdeckt, da bräuchte man kein "MDMA" um glücklich zu sein...
Unbedingt anhören! Egal ob im Waldbad oder im Eiscafé.  



2. Buch
Ernest Cline: Ready Player One (2011)
Wir erleben grade ein Comeback der 80er.
Das merkt man an der Musik, die im Radio läuft, an Film-Remakes und an einem Buch wie "Ready Player One", welches sich mit Computer-Rollenspielen und virtuellen Fantasy-Welten beschäftigt.
Der Held des erfrischend geschriebenen Romans, der 17 jährige Wade Watts, lebt in der von Umweltkatastrophen zerstörten Welt des Jahres 2044.
Alles, wovor wir gewarnt haben, ist eingetroffen. Energiekrise, globale Erwärmung, abgeschmolzene Polkappen und dadurch Armut und Hunger in der Bevölkerung.
Die Menschen flüchten in die virtuelle Welt OASIS, eine Art "Second Life", die allen Menschen die Möglichkeit bietet, unzerstörte Landschaften und reiche Erfahrungen zu geniessen. Da eh kaum jemand Arbeit hat und sogar die Kinder in virtuelle Schulen gehen, verbringen die meisten Menschen den ganzen Tag in der Computer-generierten Welt und kommen nur zum Schlafen und Essen in die Realität ihrer aufeinandergestapelten Elendshütten, den "Stacks" zurück.
Als der Erfinder von "OASIS" stirbt, hinterläßt er ein einen versteckten Programm-Code, ein "Easter Egg". Wer das Rätsel löst, soll OASIS und das Vermögen des Erfinders erben. Die Welt macht sich auf, die versteckten Oster-Eier zu suchen und unser Held Wade gelangt durch die immer extremer werdenden Abenteuer, die zu bestehen sind, an den Rand seiner Existenz.
Wade ist ein echter Gamer, ein "Nerd", voller Wissen über die Pop- und Computerkultur der 80er Jahre. Die Leidenschaft für diese vergangene Epoche von PacMan, Star Wars und Monty Python verhilft ihm zu einem Vorsprung auf der Jagd nach dem Ei und den 3 Schlüsseln. Immer im Wettstreit zu den "Neunern" (so genannt wegen der neun-stelligen Nummern auf ihren Uniformen, den Angestellten der weltgrößten Computerfirma "IOI" die die absolute Macht über die virtuelle Welt an sich reißen will. Böse, böse...
Das Buch ist stilistisch einfach geschrieben, streckenweise dachte ich eher an einen SF-Roman für Jugendliche, dadurch aber schnell lesbar und fliessend wie ein Film.
Es ist sicher ein Buch für Computer-Spieler und 80er Jahre Fans: so viele Anspielungen und Zitate aus Filmen, Musik und Games - aber bei der Beschreibung der Möglichkeiten der virtuellen Welt durchaus auch interessant für Nicht-Nerds. Und besonders eindringlich wird die kaputte, reale Zukunft unserer Welt beschrieben.
Noch können wir solche Sauereien wie Fracking und den chemischen Abbau von Bodenschätzen vielleicht stoppen.
Die gut 500 Seiten des Romans habe ich in 3 Tagen runtergelesen und hatte eine gute Zeit dabei.
Übrigens: vom Autors Ernest Cline stammt auch das Drehbuch zum Film "Fanboys", in dem Star Wars Fans eine Kopie eines noch nicht veröffentlichten Star Wars Films von der Ranch von George Lucas stehlen wollen, damit ihr an Krebs erkrankter Freund die Episode vor dem Kinostart (und damit vor seinem Tod) sehen kann. Eine Komödie die witzige Szenen über die Feindschaft zwischen den Fans von Star Wars und Star Trek enthält.
Aber diesen Film empfehle ich heute nicht, sondern:    


3. Film
Source Code (USA 2011, Regie: Duncan Jones)
Natürlich ein Science Fiction Film.
Aber ohne Raumschiffe und Laserschwerter. No Aliens!
Ein US-Hubschrauber-Pilot (gespielt von Jake Gyllenhaal) wacht in einem Regional-Zug auf, den nach Chicago fährt.
Er weiß nicht, wie er dort hin gekommen ist. Die Frau ihm gegenüber scheint ihn zu kennen und redet ihn mit einem unbekannten Namen an.
Dann explodiert der Zug und alle Reisenden werden getötet.
Unser Pilot wacht in einer Cockpit-ähnlichen Kammer auf. Ihm wird erklärt, dass ein Programm namens "Source Code" ihn in die Vergangenheit und für exakt 8 Minuten in den Körper eines verstorbenen Menschen schicken kann. Er soll die Bombe finden und den Bombenleger, der nach der Bombe im Zug eine Atombombe im Zentrum Chicagos gezündet hat.
Was folgt, erinnert entfernt an den Film "Und täglich grüßt das Murmeltier". Aber hier haben wir keine Komödie sondern einen Thriller.
Mit jedem Zurückreisen in den fremden Körper kommt er dem Attentäter und auch der Frau gegenüber näher.
Jeweils nach 8 Minuten explodiert der Zug wieder, aber mit jedem "Erwachen" ist er ein Stück weiter und hat mehr Informationen gesammelt.
Und nach seinem "Tod" ist er jedesmal wieder in der Kammer und erhält Informationen von den Leitern des Programms. Er erfährt schließlich, dass er als Hubschrauberpilot in Afghanistan abgeschossen wurde und nur noch als Gehirn in einer Einrichtung der US-Army existiert. Von dort wird seine Persönlichkeit immer wieder zur Problemlösung in diesen fremden Körper in diesen fremden Zug und in diese dramatische Situation geschickt.
Das ganze ist sehr klar gefilmt. Schon die einleitenden Bilder mit einem Flug über den dahingleitenden Zug Richtung Chicago sind meisterhaft. Die Mitreisenden werden pointiert charakterisiert und jeder reagiert auf die Verdächtigungen seinem Typ entsprechend.
Wir haben hier einen äußerst intelligenten Science Fiction Thriller, der sich mit möglichen alternativen Welten und philosophischen Fragen zum Einsatz eines solchen Programmes wie "Source Code" beschäftigt. Der Regisseur Duncan Jones hatte schon für sein Debut "Moon" (2010) viel Lob geerntet.
Mit seinen außergewöhnlichen SF-Filmen sichert sich der Sohn von David Bowie auch bei mir einen vorderen Platz in der Beliebtheit. Den Film zu sehen ist weniger anstrengend, als meine Bescheibung sich hier anhört.
Es gibt viele tolle Momente (zum Beispiel, als der Pilot sich in einem fremden Körper mit einem fremden Gesicht im Spiegel sieht) und: am Ende gibt es ein Happy End!
Das ist doch was für den Sommer...

In diesem Sinne: schön urlaubn!

 



Wolfgang KurtzWolfgang Kurtz

ist
Mit-Inhaber der Kölner Internet-Agentur Öffnet externen Link in neuem FensterKpunkt.

Er war brotloser Künstler, glücklicher Bioladner und "regionaler Ansprechpartner des Bundesverbandes Naturkost" bevor er 1992 seine Werbeagentur gründete.

Heute gestaltet er Internetauftritte für viele Naturkost-Firmen und hat mit seinem Team auch die technischen Voraussetzungen für den Heuschrecke-Blog geschaffen.


Sein Faible für Computer und technisches "Spielzeug" und seinen unerschütterlichen Glauben an positive Utopien bringt er in diesen Blog ein.

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