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Gastbeitrag
10.07.2013
12:08

Ohrenkuss: Traumjob

 

Ohrenkuss ...da rein, da raus - das Magazin, gemacht von Menschen mit Down-Syndrom, unter der Leitung von Herausgeberin Dr. Katja de Bragança. Ein einzigartiges und vielfach prämiertes Projekt der downtown - Werkstatt für Kultur und Wissenschaft. Die Ohrenkuss-AutorInnen bloggen regelmäßig bei uns zu aktuellen Themen.
Seit längerem lagen wir Ohrenkuss damit in den Ohren: wir wollten wissen, was die AutorInnen hauptberuflich so machen, und auch etwas über ihren Traumberuf erfahren. Hier berichten sie nun für unseren Blog. Anne Leichtfuß hat die AutorInnentexte zusammengestellt - vielen Dank dafür an alle Ohrenkussler von den Heuschrecken.


 Hier Dominic Edler als Kellner

Alle Autorinnen und Autoren, die bei Ohrenkuss mitmachen, sind Journalisten und Journalistinnen - für viele Menschen ein Traumjob. Auch für Dominik Edler, der als Fernkorrespondent regelmäßig Texte in die Redaktion schickt. Er schreibt:

"Mein Traumberuf ist Journalist zu werden, das ist mein Traumberuf. Was auf der Welt passiert, ob Politik & Weltgeschehen, muss ich sehr weil Scherbien, ob denn Brandherden der Welt. Oder zu Ereignisses aus Deutschland und Europa / Sportereignisses."

 

Und einen praktischen Aspekt hat der Job außerdem:

"Als Journalist kam ich auch zuhause Arbeiten und den Haushalt marchen auf die  Kinder aufpassen, wen mal Meine Freundin auch mall Kinder kriegen kann."




Aber die Autorinnen und Autoren sind nicht nur das. Neben ihrer Tätigkeit beim Ohrenkuss sind sie Hausmeisterhelfer, arbeiten im Altenheim. im Hotel oder in einer Werkstatt. Aber sind das auch ihre Traumjobs? Da haben wir mal genauer nachgefragt.

Julian Göpel ist Hausmeisterhelfer in einer Jugendbildungsstätte in Leichlingen. Sein Traumjob ist aber ein anderer:

"Mein Traumjob ist Kellern und als Geschäftsmann zu werden."

 

Sein jetziger Job gefällt ihm aber trotzdem. Neben Traktorfahren hat er eine weitere Lieblingstätigkeit:

"Meiner Arbeit ist Hausmeisterservice und ich bringe die Koffer hoch zur den Gästernhäusern."




Paul Spitzeck will zum Film:

"Mein Traum-Arbeit ist: ein Film mache. Ich bin der Regisseur von Ohrenkuss. Und gefilmt ist: Eine kommt zu Ohrenkuss, und kommt zum Termin hier hin und schreibe oder sage, jemand am Laptop schreibt, und ein Appy Vent [Happy End] am Schluss."




Für Verena Günnel gibt es schon ein Happy End in ihrem Berufsleben: Sie hat ihren Traumjob gefunden und arbeitet dort.

"Ich habe auch ein Traum-Beruf, der richtige Beruf für mich. Ich arbeite im Altenheim der evangelischen Frauenhilfe. Ich bin Hauswirtschaftshelferin geworden."




Auch Anna-Lisa Plettenberg arbeitet schon in ihrem Traumberuf:

"Ich arbeite in der Küche in der Altenheim. Das ist gut in der Traum Job: ich bin Küchenhilfe."




Antonio Nodal möchte den Himmel erforschen:

"Ich habe Traum. Traum heißt: ein großer Mond, Sterne, ich kenne mich aus. Ich liebe Sterne."

 



Angela Fritzen wäre gerne Ärztin:

"Genauso halt wie meine Schwester: Ärztin. Da muss ich mich erstmal noch bewerben. Oder als Krankenschwester. Ich weiß noch nicht wo."

 

Veronika Hammel mag ihren Job und die Möglichkeit, sich weiterzubilden. Sie schreibt:

"Meine Arbeit ist schön, weil ich gebraucht werde. Und ich verdiene was. Und ich kriege Urlaub und mache Überstunden. Ich mache Fortbildung über Brandschutz und Hygiene."

 

Verena Elisabeth Turin berichtet über ihren Stellenwechsel
Verena Elisabeth Turin, Fernkorrespondentin aus Italien, kann sich unmöglich nur für einen Beruf entscheiden:

"Ich heiße Verena Elisabeth Turin. Ich bin 32 jahre alt. Ich habe sehr viele Traumberufe. Zum Beispiel: Sängerin, Autorin, Schriftstellerin, Starschwimmerin, Tänzerin in einer Musikband, Chefin in einem Buchladen, Pianistin, Dirigentin. Und auch Masseurin. Ich bin so gerne auf der Bühne. Der Anblick auf die Bühne mit den bunten Scheinwerfen zieht mich ganz, ganz stark angezogen hin. Mir gefallen die bunten Scheinwerfen so gut. Ich bin ein Fan von der Bergfeuerband. Pianistin wollte ich nur werden, weil ich ein Fan von Franz Liszt den klassischen  Komponist, und den englischen Sänger Elton John bin. Manchmal hätte ich Lust sehr viele Bücher zu lesen. Wenn ich mehr Zeit hätte, dann möchte ich ganz, ganz viele Berichte schreiben und einsammeln. Die Arbeit von einem Dirigent fasziniert mich sehr stark. Im Sommer tue ich den Rücken von meiner Oma, wenn sie schwimmen geht mit der Sonnencreme massieren. Ich liebe das Wasser sehr stark und ich gehe sehr gerne schwimmen. Die Profischwimmer von Fernsehn bewundere ich sehr stark. Und deshalb möchte ich auch eine Profischwimmerin werden. Oder eine Praktikantin im Krankenhaus das Essen in jeden Zimmer zu verteilen."

 



Marc Lohmann träumt von Verbrecherjagden:

"Bei der Polizei zum Beispiel."

 

Er weiß auch schon,  wie:

"Erstmal Polizei-Schule, und dann werde ich eingestellt."



Martin Weser bei seinem Hauptjob. Sein Traumjob ist Schriftsteller.

Martin Weser arbeitet in einer Werkstatt. Was er da genau macht, erklärt er uns:

"Meine Arbeit ist immer schön. Ich mache gerne meine Arbeit, ist immer odellich. Ich mache viel: Ich muss Meßen den Roten schwimmer für Tolittenspülkasten. Das ist mein Traumjob, weil das Spaß macht. Ich fahre gerne zur im der Firma. Ich kann alles auf der Arbeit und bin sehr Glücklich dort. Mein Traumjob ist Arbeiten."

 

Trotzdem ist er offen für Alternativen: 

"Ich würde in meinem Traumjob viel machen, beispiel Schrieftsteller zu werden und Piot will ich werden, wenn ich mal groß bin, mit dem Flugzug und über Alpen und Mittelmeer zu fliegen zu können. Ich kann noch viel machen: Schornsteinfeger und Post tränger, die tragen auch Zeitugen und Briefen. Das alles will ich machen für den Traumjob. Und vieles mehr."

 

Martin Weser schreibt seit sieben Jahren für Ohrenkuss. Aber er hat noch mehr vor:

"Es macht einfach viel Spaß beim Schreiben. Ich tue schreiben mit dem Gedanken im Kopf, dan startte ich wild los mit den Ideen. Wie die Bücher rauskommen - das möchte ich lernen."

 



Nora Fiedler weiß genau: Sie hat Talent.

"Mein Traumberuf ist eigentlich ist Tänzerrin ganz hamburg. Dazu braue ich keine hilfe. Ich kann es einfach."


Solange bis das alle anderen merken, hat sie noch zwei weitere Jobs:

"Ich abeite bei mein vaterlein in ottofersant [Otto-Versand], gebe ich kaffe tee und wasser aus bei alterversorgung.  Meine kunden sind immer oder ab und zu echt bekeistert von mir das ich immer für sie da bin."


Und wie es nach dem Ende des Berufslebens weitergehen soll, weiß sie auch schon.

"Einfach ganikstun [gar nix tun]. Wenn ich in rente gehe ich will meine Falten weg haben und um meine Schönheit zu kümmern."

 

Stefan Zajak ist Künstler
Stefan Zajak ist Künstler - sein Traumjob.

"Mein Traumberuf ist der des Künstlers. Ich bin ein Künstler, weil ich male und auch schreibe. Ich bin berühmt wie nie zuvor? Ich möchte auch neue Sachen ausprobieren zum Beispiel möchte ich höchstpersönlich, dass die Leute sagen Stefan, der super Künstler. Ich möchte gerne berühmt werden um eine Ausstellung zu machen - echt geil!"

 

 



Aber der Traumjob kann auch Schattenseiten haben. Björn Langenfeld arbeitet in einem Hotel - sein Traumjob.

"Hier arbeite ich jetzt schon seit 12 Jahren und die Arbeit macht mir viel Spaß."

 

Trotzdem gibt es einen Punkt, der ihn so richtig nervt:

"Morgens wieder nur aufstehen - aufstehen ist doof."

 



Der Job von Dorothee Reumann hat Vor- und Nachteile:

"Obst und Gemüse schneiden, Salatbar arbeite ich dort. Gut heißt gut Arbeit, schlecht ist rechnen und viel stehen."

 

Sie hat eine Ausbildung abgeschlossen.

"'Chance 24'" mache ich Ausbildung: Gastrominio. Ist schon fertig."

 

Auch was ihr späteres Rentnerdasein angeht, hat sie gemischte Gefühle:

"Arbeitslos, ich bleibe zu Hause. Das ist viel besser. Und weh und weinen. Erstmal traurig, gerne Arbeit gehen, und zu Hause bleiben, ich weiß auch nicht, arbeitslos ist doof."

 

 

Maria Trojer hat ihren Traumberuf, im Kindergarten. Hier ist sie in der Küche.
Auch Judith Klier hat mehrere Berufe:

"Ich habe sehr viele Berufe die ich nicht aufzählen kann."

 

Einer davon ist in einer Bäckerei.

"Ich heiße Judith Klier und bin 31 jahren alt un aarbeite in der Bäckerei Schmid in Geretsried, weil es mir Spaß macht. Un weil danke das meine Kollegin sehr nett san und mit denen sehr viel Spaß mit einander an der Arbeit."

 


Als sie jünger war, hatte Katja Sothmann jede Menge Traumberufe:

"Also wie ich noch ein Teenee war hatte ich viele Traumberufe: Ich wollte Krankenschwester, Autorin, Tierärtztin, im Kindergarten, Reitlehrerin, Künstlerin. Das alles wollte ich werden."

 

Was sie aufgehalten hat?

"Viele Berufe konnte ich nicht machen weil ich kein Abitur Abschluss hatte , aber das macht mir nichts aus."

 

Trotzdem hat sie einen Job gefunden, der sie begeistert.

"Und jetzt habe ich einen Job den ich über alles liebe und ich immer mit einem Lachen rein gehe und  mit einem Lachen wieder Heim. Jetzt bin ich in einem Traumberuf drin den ich seit ich 15 Jahre als bin wollte und das habe ich jetzt, ich arbeite nämlich im Kindergarten. Das wollte ich seit 11 Jahren machen."

 



Auch Maria Trojer arbeitet in einem Kindergarten. Was ihr da am meisten Spaß macht?

"Meine Arbeit ist schön, weil ich mit Kindern spielen kann, weil ich nette Kollegen habe, weil ich bei der jause helfe und das Jausengeschirr abspüle, weil ich in der Früh die Spülmaschine aus und ein räume, weil ich bei dem Mittagstisch mithelfe."

 

Romy Weißenweber findet es überhaupt wichtig, Arbeit zu haben.


Fernkorrepondentin Romy Reißenweber schweigt sich aus über ihren Traumjob.

"Man kann froh sein das wir eine Arbeit haben."

 


Und das Fazit? Egal, ob Schriftsteller, Hausmeisterhelfer, Küchenhilfe oder Ärztin - Hauptsache man fühlt sich wohl in seinem Traumberuf - dann gibt es auch ein ein Appy Vent!

 






 

 

 


Einige Ohrenkuss-AutorInnen in einem Kölner Hinterhof. Marc Lohmann (mit Mütze), Karoline Spielberg (vorne), Susanne Kümpel (hinten mit weißer Jacke), Angela Fritzen (auf dem Zaun), Antonio Nodal (vorne), Svenja Giesler (mit der roten Jacke) und ein Gast aus Berlin.


... mongolisch ist mongolisch und klingt wie mongolisch ...

Ohrenkuss ...da rein, da raus, das Magazin, gemacht von Menschen mit Down-Syndrom gibt es seit mehr als zehn Jahren.
Das Projekt ist einmalig auf der ganzen Welt und mehrfach preisgekrönt.
Es erscheint zweimal jährlich - mit jeweils einem Thema, Texten der bis zu 50 AutorInnen mit Down-Syndrom und professionellen Fotos, und man kann es abonnieren: Öffnet externen Link in neuem Fensterwww.ohrenkuss.de

Im August 2010 wurde das Bundesverdienstkreuz dafür an Gründerin Katja de Bragança verliehen - der Bericht ist hier: Öffnet externen Link in neuem Fensterhttp://www.heuschrecke.com/blog/blog-post/2010/08/24/ohrenkuss-verdienstkreuz-am-bande.htm

Newsletter:  Wer regelmäßig über Ohrenkuss informiert werden möchte, kann hier den Ohrenkuss-Ipeschl abonnieren: Öffnet externen Link in neuem Fensterwww.ohrenkuss-ipeschl.de.

Fotos und Texte © Ohrenkuss
 
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