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Zu Verkaufen!

Jedem seinen Online-Shop

Wenn ich heute was zu verkaufen hätte, würde ich das übers Internet machen.
Das Internet ist optimal geeignet, um vorhandene Waren zielgerichtet einem genau passenden Publikum zu denkbar günstigen Kosten verfügbar zu machen.
Der alte Traum, global einen Ausgleich zwischen Angebot und Nachfrage zu schaffen: kein Traum mehr.
Günstiger als Print- oder Fernsehwerbung und effektiver als Flohmärkte oder Mundpropaganda.

Naturata Luxemburg - 7 Bio-Supermärkte beliefern ganz LuxemburgWenn ich was zu verkaufen hätte, würde ich in einem eigenen Online-Shop schöne Fotos meiner Produkte zeigen, möglichst groß und sogar verschiedene Ansichten, damit die fehlende Haptik (das nicht "in-die-Hand-nehmen-können") des Internets ausgeglichen wird und ich würde supertolle Texte dazu schreiben, was man alles damit anfangen kann und wie gut es einem mit meinen Produkten geht und ich würde Werbung bei Google für meinen Shop machen und in Diskussions-Foren erwähnen, wie hilfreich meine Produkte sind und dann würde ich Päckchen packen und zur Post karren und ganz ganz viel Geld verdienen.

Leider habe ich nix zu verkaufen.
Ich bin ja nur ein "Webdesigner" ohne Produktidee.

Früher konnte man reich werden, indem man Apple iPods günstig "en gros" einkaufte und dann bei Ebay mit einem netten Aufpreis weiterverkaufte. Das machte der junge Mann, der sonst im Urlaub unsere Katze betreut hatte und uns dann eröffnete, dass er den Job als "Cat-Sitter" nicht mehr nötig habe. Oder man produzierte lustige T-Shirts in allen Größen und Farben mit witzigen Aufdrucken und hatte dank Internet weltweit Kunden.
War früher der Online-Shop noch ein "Add-On" zum stationären Geschäft in der Fußgängerzone oder auf der Einkaufsstraße im Stadtviertel, so ist die Vermarktung im Internet mittlerweile oft gewinnbringender, da die teure Ladenmiete weg fällt und der Shop rund um die Uhr (24/7) verkauft - und ganz Deutschland oder sogar mehrsprachig die Welt erreicht.
Ungeahntes Kundenpotential!

Natur-Kosmetik-Shop 'Lebendige Schönheit'Die Bedienung der Online-Shops ist denkbar einfach geworden: in einem "Backend", der Verwaltung des Shops, werden entweder die Produkte aus einer vorhandenen Warenwirtschaft importiert oder manuell gepflegt.
Hat man ein "echtes" Geschäft, wird man Angebote und Preise nur zentral in der Warenwirtschaft pflegen, exportiert dann in eine .CSV oder .XML Datei und importiert diese dann in den Online-Shop.
So hat man die Verfügbarkeiten und Preise immer zentral organisiert und muss nicht zwei mal ändern und eingeben.
Das mindert auch die Fehlermöglichkeiten und Abweichungen. Bei wenigen Artikeln pflegt man direkt in der Shop-Verwaltung und die aktualisierten Preise werden sofort sichtbar.
Den eigenen Online-Shop gibt es in verschiedenen Größen und mit unterschiedlichen Möglichkeiten.
Wenn man sich gerne mit Computern und HTML und CSS beschäftigt, kann man völlig kostenlose "OpenSource"-Pakete aus dem Internet laden.
Dann braucht man nur einen Domainnamen, etwas Speicherplatz bei einem Hoster und viel Zeit und Ausdauer, bis der Shop läuft.
Aber Null Euro! Hey Wow!!!
Wenn man sich die Mühe des Lernens und Installierens und Konfigurierens sparen will und sich lieber direkt auf den Handel konzentrieren möchte, dann ist es sinnvoll, sich einen Partner zu suchen, der solche Systeme installiert und "schlüsselfertig" aufbaut. Dann steigt man erst an dem Punkt ein, wenn die eigenen Geschäftsbedingungen hoch geladen werden und die eigenen Produkte mit Texten und Bildern eingestellt werden.
Da arbeiten wir grade dran...Da gibt es dann einfache Shops für wenig Geld, die aber z.B. keine Kreditkartenabwicklung zulassen. Das reicht durchaus für einen einfachen Shop wie den Bioladen an der Ecke.
Für einen Bio-Supermarkt braucht es dann schon größere Lösungen, die verschiedene Zahlungsmöglichkeiten anbieten und verschiedene Liefermöglichkeiten und auch eine Kundenverwaltung haben und vielleicht sogar noch Newsletter verschicken können. Es gibt für jede Anforderung Lösungen von einigen hundert Euro bis hin zu vielen tausend Euro.

Wenn ich was zu verkaufen hätte, würde ich mir sofort so einen Online-Shop machen lassen und zusätzlich zu meinen momentanen Umsätzen die Möglichkeiten des Internets mit Google-AdWords und Google-Products und Facebook-Marketing nutzen. Ganz neue Möglichkeiten, neue Welten um meine guten Produkte genau zu den richtigen Menschen zu bringen.

...aber alles, was ich zu verkaufen habe, ist die Entwicklung von Online-Shops ... und dafür gibt es noch keinen eigenen Shop, da kann ich nur hier Werbung für machen... :-)

 



Wolfgang KurtzWolfgang Kurtz

ist
Mit-Inhaber der Kölner Internet-Agentur Öffnet externen Link in neuem FensterKpunkt.

Er war brotloser Künstler, glücklicher Bioladner und "regionaler Ansprechpartner des Bundesverbandes Naturkost" bevor er 1992 seine Werbeagentur gründete.

Heute gestaltet er Internetauftritte UND ONLINE-SHOPS ! für viele Naturkost-Firmen und hat mit seinem Team auch die technischen Voraussetzungen für den Heuschrecke-Blog geschaffen.


Sein Faible für Computer und technisches "Spielzeug" und seinen unerschütterlichen Glauben an positive Utopien bringt er in diesen Blog ein.

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  • 2 Kommentar(e)
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Ursula
08.05.2013
12:00

Bio-Webshops mit Bio-Zertifizierung

Lieber Wolfgang

Danke für diese schön enthusiastische Übersicht über die technischen Möglichkeiten des Internethandels! Vor 20 Jahren noch nicht denkbar.

Für Bio-Webshops noch der Hinweis, dass der Webshopbetreiber gegenüber dem Ladengeschäft-Betreiber laut EU-Bio-VO eine eigene Biozertifizierung braucht. Hier empfehlen wir, sich im Internet die nächstgelegene Ökokontrollstelle herauszusuchen und sich beraten zu lassen. Normalerweise ist es eine einfache, abgespeckte Kontrolle, die nicht so teuer ist.

Als Ökos wollen wir uns allgemein nicht den Hinweis entgehen lassen, bei aller Bestellerei auf die örtlichen Läden aufzupassen (dass sie nicht abnippeln), und sowieso auf die Ökologie der Transportwege zu achten - was ist in diesem Moment und Zweck das Sinnvollere - stationär oder online einzukaufen ... aber von existierenden Bio-Webshops wissen wir, dass es für viele KundInnen ein Segen ist, vom örtlichen Laden über deren eigenen Webshop auf regelmäßigen Liefertouren den gesamten Wocheneinkauf nach Hause gebracht zu bekommen.

Kleine und Große: verrückt ist natürlich, dass wir als Bio-Hersteller heute überhaupt keinen Einfluss mehr darauf haben, ob unsere Marke über Amazon und Ebay vertrieben wird, ob wir wollen oder nicht.

Bernhard
10.05.2013
07:44

Shop

Endlich mal eine einfache Erklärung wie ein Internet Shop tickt. Sehr guter Beitrag Bernhard

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