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Kille Enna: Bio-Sprit oder ...

... doch lieber Lebensmittel?

 

An dieser Stelle erscheinen seit fast 2 Jahren in regelmäßgen Abständen jahreszeitlich passende Rezepte der dänischen Spitzenköchin, Autorin und Fotografin Kille Enna (siehe auch Buchtipp unten).
Im März 2013 war sie in Tansania als Botschafterin für die dänische Action Aid-Kampagne "STOP FOOD FUEL" unterwegs. Gerade ist sie zurückgekehrt und hat uns ihre ausdrucksstarken Fotos zur Kampagne von Action Aid (http://www.actionaid.dk/) gemailt.
 

Diesen Monat gibt es daher anstelle eines Rezepts etwas Nachdenkliches zum Thema "Bio-Sprit versus Lebensmittel".






 

  • Kille Enna: Bäuerin in Tanzania mit einer Zeichnung: ihr Land vor Biosprit und nach Biosprit.
  • Kille Enna: Bäuerin in Tanzania mit einer Zeichnung: ihr Land vor Biosprit und nach Biosprit.
  • Kille Enna: Bauer in Tanzania mit einer Zeichnung: sein Land vor Biosprit und nach Biosprit.
  • Kille Enna: Bauer in Tanzania mit einer Zeichnung: sein Land vor Biosprit und nach Biosprit.
  • Kille Enna: Bauer in Tanzania mit einer Zeichnung: sein Land vor Biosprit und nach Biosprit.
  • Kille Enna: Bauer in Tanzania mit einer Zeichnung: sein Land vor Biosprit und nach Biosprit.


Bio-Sprit
ist so eine Art Nachhaltigkeitswahnsinn, brisantes Symbol für Ungerechtigkeit, garniert mit Pseudo-CO²-Ökologie. In armen Ländern, hier das Beispiel Tansania, führt er in Folge zu faktisch Landraub und Hunger.

Auch bei uns in Deutschland nimmt er landwirtschaftliche Fläche für Nahrungsmittel weg. Die Pachten stiegen bereits so stark an, dass vor allem kleinere Bauern ihr Pachtland aufgeben mussten. Wir geraten in eine paradoxe Situation, in der sich der Anbau von Nahrungsmitteln nicht mehr "lohnt". Die naheliegende Vermutung ist, dass die Stagnation des Bio-Landbaus in Deutschland konkret auf die Land-Konkurrenz für Bio-Sprit zurückzuführen ist; statt hochwertige Nahrungsmittel werden lukrative Agrochemie-Produkte angebaut.


Die hiesigen Bio-Mais-Monokulturen können ungebremst per Spritzmittel optimiert werden - es gibt ja keine analytischen Vorbehalte in Form von Höchstmengen-Überschreitung bei Pestiziden.
Wir Ökos merken das daran, dass jetzt mehr als früher, auch in Feldabständen von mehr als 1000 m, noch Pestizideinträge in benachbarten Bio-Flächen gefunden werden (so Glyphosat in Fenchel, Terbuthylazin in Frühlingsgemüse und so fort.)

Wir können nur hoffen, dass die Politik sich neu besinnt (siehe die NRW-Niedersachsen - Grüne Landwirtschaftsminister-Front, ein Horrorkabinett für die Agrochemiebauernverbandsklientel).

 



 

"I am home again after 10 days of heat in Tanzania.

 

The woman are amazing down there.

A country filled with sweetness and kindness, despite that it is one of the poorest countries in the world.

 

 


I learned a lot about life and what matters. I also took some quite cool photos (I think) ...

 

I made the growers draw their fields before /after that Sun Biofuel stole their land ... and now the company grows crops for biofuel. Instead of food for the poor!
This we will use for our campaign for Action Aid in DK.

 

 

Ex. "... the case of villagers in Tanzania's Kisarawe district whose lives were devastated when the equivalent of 11,000 football pitches of land were seized to grow biofuels.

Their case illustrates all too well the devastating effects of biofuels on local communities  they lost their land and with it their livelihoods, as well as access to wells and ancestral graves, with little or no compensation, the promised investment in terms of clinics, schools and roads failed to materialise and whilst the plantation looks to remain shut, there is little hope of jobs."



The bottom text is taken from uk actionAid:: http://www.actionaid.org.uk/100621/blog.html?article=3581

 

 

 

 

Kille Enna, Ystad, April 2013




 





Kille Enna, Köchin, Gewürzspezialistin und Autorin

Kille Enna, Spitzenköchin, Buchautorin und Fotografin, lebt in Ystad.

Sie wird in Schweden und Dänemark fast wie ein "Idol für die naturbelassene Küche" verehrt, (siehe auch unser Portrait: Opens internal link in current windowKille Enna, Spitzenköchin, Fotografin, Autorin ).
 
Ihr Markenzeichen ist die tiefe Kenntnis im Umgang mit Aromen - sei es ganz puristisch im Umgang mit Früchten und Gemüsesorten, im Umgang mit Säure, Schärfe, Süße, - oder sehr reichhaltig im Umgang mit Gewürzen. Ihre Rezepte sind virtuos, was erst Erstaunen und dann ein sinnliches, lebensfreudiges Begreifen hervorrufen vermag.
 


 
Fotos © Kille Enna   Öffnet externen Link in neuem Fensterkilleenna.com

Buchtipp: Kille Enna und Georg Schweisfurth: Der echte Geschmack. Christian Verlag GmbH, München Öffnet externen Link in neuem Fensterwww.christian-verlag.de . Rezepte nach Jahreszeiten, mit wunderschönen Fotos von Kille Enna.



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