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Gastbeitrag
26.10.2012
11:41

Ohrenkuss bekommt Matthias-Claudius Preis 2012

Ohrenkuss-Pressemitteilung: Ohrenkuss erhält Matthias-Claudius-Preis für soziales Handeln in Bochum






Ohrenkuss ...da rein, da raus - das Magazin, gemacht von Menschen mit Down-Syndrom, unter der Leitung von Herausgeberin Dr. Katja de Bragança. Ein einzigartiges und vielfach prämiertes Projekt der downtown - Werkstatt für Kultur und Wissenschaft. Die Ohrenkuss-AutorInnen bloggen regelmäßig bei uns zu aktuellen Themen.

 








BONN, 24 Oktober 2012 - Ohrenkuss hat einmal mehr Grund zum Feiern: Die Redaktion bekam am 23. Oktober in Bochum den Matthias-Claudius-Preis für soziales Handeln verliehen.

 




Im Auto von Bonn nach Bochum, wo Ohrenkuss heute den Matthias-Claudius-Preis bekommt. Paul Spitzeck: Wir haben jetzt vier Uhr zehn. Im Auto, wir fahren nach Bochum. Da kriegen wir Pokal. Ich fühl mich glücklich, da genieß ich die Nachmittag und Nachts. Ich lese einen Text von mir vor. Ich hab kein Aufregung.
Seit 2010 verleiht die Bochumer Matthias-Claudius-Stiftung den Matthias-Claudius-Preis für soziales Handeln. Mit dem Preis werden Initiativen und Institutionen ausgezeichnet, die sich für das Miteinander von Menschen mit und ohne Behinderung einsetzen. Die Auszeichnung wird alle zwei Jahre vergeben und ist mit einer Zuwendung von 10.000 Euro verbunden. Erster Preisträger 2010 war die Bürgerstiftung Herten mit ihrem Projekt Hof Wessels.




Der Leiter der Matthias-Claudius-Schule, Volkhard Trust, überbrachte Ohrenkuss-Chefredakteurin Katja de Bragança die frohe Nachricht. "Mich freut das in besonderer Weise, da meine ehemalige Schülerin Anna Schomburg zu den Ohrenkuss-Redakteuren gehört", sagte Trust. Die Matthias-Claudius-Schule ist eine evangelische Gesamtschule in privater Trägerschaft. Zurzeit besuchen 820 Schüler die Klassen 5 bis 13, darunter circa 160 Schüler mit Behinderung. Sie alle werden im Rahmen des "Gemeinsamen Unterrichts mit Behinderten und Nichtbehinderten" unterrichtet.

 

 


Verliehen ist der Preis noch nicht - begießen kann man ihn schon mal. Kollege Marc Lohmann diktiert dazu: Ich freue mich, dass Ihr dabei seid in Bochum. Und viel Erfolg bei der Arbeit. Ich freue mich auf Euch, in zwei Wochen. Schöne Grüße auch. - mit Paul Spitzeck, Julian Göpel und Johanna von Schönfeld
Die Wermelskirchenerin Anna-Maria Schomburg, Jahrgang 1982, ist Ohrenkuss-Fernkorrespondentin der ersten Stunde. Sie träumt von einem großen Haus auf dem Land, liebt Lappland und Waldführungen. Obwohl sie am liebsten Pudding kocht, mag sie auch ihre Vögel, Filme und die Bücher von Cornelia Funke. Als sie im schönen Forsthaus in Bochum den Preis entgegennahm, sagte sie: "Ich freu' mich sehr, heute dabei sein zu können und es ist mir eine große Ehre den Ohrenkuss Preis entgegenzunehmen. Ich freue mich, dass ich mit Abstand die älteste bin, mit 30 Jahren. Ich bin seit der ersten Ausgabe dabei beim Ohrenkuss. Ich mach gerne bei Ohrenkuss weiter."

 

 


Anna-Maria Schomburg nimmt den Preis entgegen und sagt ein paar Worte des Dankes: Ich fühle mich sehr geehrt, diesen Preis entgegenzunehmen. Und erklärt, dass sie bis zum letzten Schultag sehr gerne in die Bochumer Matthias-Claudius Schule gegangen ist.


Anna-Maria Schomburg hasst Gemeinheiten und Lügen. Für Notfälle empfiehlt sie die gute alte Flaschenpost. Die ehemalige Claudius-Schülerin gärtnert gerne, gilt als Expertin für Wolle, schwört auf den VfL Bochum und schickt Ohrenkuss regelmäßig ihre selbst aufgeschriebenen Gedankengänge. Wie diesen: "Nachts kann man schlechter gucken als tagsüber. Manche Gedanken sind nachts schwerer und trauriger als am Tag. Im Bett kann man sich geborgen fühlen."

 

 


Informationen zur Matthias-Claudius-Stiftung gibt es im Internet unter stiftung.mcs-bochum.de. Infos und Fotos über Ohrenkuss - auch zum aktuellen Heft "Skandal" - stehen  unter ohrenkuss.de/presse. Die Herbstausgabe zum Thema ZEIT erscheint Anfang November 2012.
Weitere Informationen hat Katja de Bragança, Chefredakteurin von Ohrenkuss: braganca@ohrenkuss / mobil 0171-7860688.

 


Paul Spitzeck nach seiner ersten Lesung vor Publikum: Mir ist sehr gut, das Lesung und dann ist für mich das Lesung richtig Spass macht. Dann will ich noch ein Lesung machen. Jetzt gibt es Matthias-Claudius Bratapfel!Über Ohrenkuss


Das Magazin "Ohrenkuss ...da rein, da raus" erscheint zweimal im Jahr und veröffentlicht ausschließlich Texte, die Menschen mit Down-Syndrom selbst verfasst haben. So können die Leser von Ohrenkuss direkt daran teilhaben, wie Menschen mit dieser geistigen Behinderung ihre Umgebung wahrnehmen und was sie wirklich denken. Das Magazin ist in einer besonderen Optik gestaltet und veröffentlicht viele Fotos der Autoren, die sie in ungewöhnlichen oder alltäglichen Situationen zeigen. "Ohrenkuss ...da rein, da raus" hat bereits viele Preise gewonnen, darunter den Designpreis der Bundesrepublik Deutschland und den Jugendkulturpreis Nordrhein-Westfalen.






Johanna von Schönfeld, nach der Lesung: Inneren Schweinehund überwältigt! Mit stolzem Dabeisein. Auf dem Foto seht Ihr den Bratapfel von Paul Spitzeck. Er diktiert: Matthias-Claudius Bratapfel? Apfel schmeckt saftig und auch ist Mandelnüsse drauf und bisschen Marzipan. Sauce ist Vanillesauce. Anna-Maria Schomburg sitzt am Nebentisch und fasst den Abend zusammen: Die Kollegen haben sich viel Mühe gegeben, die Lesung zu geben. Und das Essen war rundrum sehr lecker! Ohrenkuss dankt der Matthias-Claudius Stiftung für die Herbstling Einladung, den schönen Abend, die Ehrung unserer Arbeit und natürlich auch für das Preisgeld von 10.000 EUR.
Mehr Informationen zu Ohrenkuss unter:
Opens external link in new windowwww.ohrenkuss.de
Opens external link in new windowwww.facebook.com/Ohrenkuss
   

Fotos © Ohrenkuss

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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