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Lebensmittelinformationsverordnung

Grüne Ampel für EU-VO 1169/2011

Bio-Gewürzmischung von Heuschrecke: Senf ist traditionelle Zutat von Currys

  • Die neue EU-Verordnung 1169/2011 betreffend die Information der Verbraucher über Lebensmittel, kurz LIV, tritt heute am 13.12.2011 in Kraft.
  • Sie bezieht sich auf Endverbraucher- und Gastronomie-Verpackungen.
  • Herzstück ist die Nährwerttabelle, die verpflichtend bis 2016 angebracht werden muss - so wurde die heftig diskutierte "Ampel" umgangen. Gewürze, Kräuter, Tee und Salz gehören (logischerweise) zu den Ausnahmen - eine Nährwerttabelle müssen wir also nicht aufbringen.




Hier beschreiben wir nun die Änderungen, die unsere Produktverpackungen betreffen, für Neudrucke ab 13.12.2011, mit einer Übergangsfrist bis zum 13.12.2014.



Allergene Stoffe

 Neue Deklaration Allergene auf Rücketikett

Es gibt eine EU-Einstufungsliste (Richtlinie 2000/13/EG Anhang IIIa) mit deklarationspflichtige Stoffe, die relativ häufig Allergien oder Unverträglichkeiten auslösen können. In unseren Spezifikationen für andere Lebensmittelhersteller sind sie schon lange angegeben.

Nun sollen sie zur besseren Übersicht der betroffenen VerbraucherInnen auf der Ware hervorgehoben werden. Bekannte Beispiele aus der EU-Allergen-Liste sind: Glutenhaltiges Getreide (Weizen, Roggen, Gerste, Hafer, Dinkel, Kamut), Schalenfrüchte (Mandeln, Haselnüsse, Walnüsse, Pistazien usw.) Sellerie, Senf, Schwefeldioxid und Sulphite als Zusatzstoff ab einer bestimmten Konzentration, und einiges mehr.

Für unser Sortiment bedeutet das:

Wir heben bei Gewürzmischungen auf dem Rücketikett von Tütchen, Dosen und Kilopacks innerhalb der Zutatenliste Senf und Sellerie fett unterstrichen hervor.
Bei Monoprodukten, also Senf gelb und Senf braun/schwarz pur, schreiben wir direkt unter dem Sortennamen noch einmal: "enthält Senf".

Für Gastronomie- und Verarbeiterkunden führen wir weitere Sellerieprodukte (Knolle, Blatt, ganz und gemahlen) sowie Mandelmilchpulver im Kilo. Hier wird entsprechend gekennzeichnet: enthält Sellerie bzw. Mandeln. 

Bei Knoblauch + Zwiebel ist der natürliche hohe Schwefelgehalt nicht deklarationspflichtig.

Neue Deklaration Allergene auf Rücketikett
Nüsse, Sesam und glutenhaltiges Getreide verarbeiten wir nicht in unserem Betrieb.
Übrigens: dennoch können auch Kräuter und Gewürze kleine Mengen Gluten enthalten, da die Bauern meistens ebenfalls Getreide anbauen und alles über dieselben Reinigungsmaschinen läuft. In der Mahlzeit dürften die evtl. Mengen an Gluten aus Gewürzen aber nicht zu Buche schlagen.



Sonderregeln


Zwei Sonderregeln betreffen uns noch:


Schutzgas:
Die edlen ersten Pflückungen unserer Japan Grüntees aus Kagoshima, , sowie der neue, kostbare Silver Sprout Grüntee aus China sind, eingeschweißt in einem Alu-Beutel, unter Stickstoff (natürlicher Hauptbestandteil der Luft / Erdatmosphäre) verpackt worden, um die Sauerstoff-Oxidation und damit zu schnelles Altern zu vermeiden.
Diese tragen dann den Zusatz auf dem Rücketikett: "unter Schutzatmosphäre verpackt".


Glycyrrhizinsäure:
Süßholz
und  als Produkt daraus Lakritz enthalten natürlicherweise Glycyrrhizinsäure, die in zu hoher Menge genossen in Zusammenhang mit hohem Blutdruck steht.
Bei unseren Süßholzstangen in der 50g-Tüte, sowie Süßholzstückchen und Lakritzpulver (letztere beiden nur im Kilo für Verarbeiter) muss daher direkt unter der Sortenbezeichnung auf dem Rücketikett der Satz stehen: "enthält Lakritz - bei hohem Blutdruck sollte ein übermäßiger Verzehr dieses Erzeugnisses vermieden werden".
Das betrifft aber nicht unsere Kräuterteemischungen mit Süßholz (z.B. Ayurveda-Tees), da dort der Gehalt unter dem Grenzwert liegt.




Ziel der Lebensmittelinformationsverordnung ist, dass EndverbraucherInnen der Produktpackung entnehmen können, was drin ist (und ob es gesund ist, oder sie es vertragen), wieviel drin ist, wielange es haltbar ist, und was man damit macht. Durch die LOT- oder Chargennummer muss die Rückverfolgbarkeit bis zum Ursprung gewährleistet sein.




Ursula Stübner, Heinz-Dieter Gasper

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