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Sommer-Tipps

Medien-Empfehlungen aus dem All

Die Sommerferien 2011 nähern sich dem Ende.
Viele Freunde und Bekannte kommen soeben aus dem Urlaub zurück oder sind schon wieder im Lande.
Wer jetzt in der verbleibenden Zeit bis zum Arbeits- oder Schulbeginn sich noch etwas bilden und vergnüglich entspannen möchte, für den habe ich hier meine Auflistung der kürzlich gesehenen, gehörten oder gelesenen sinnvollen Beschäftigungen. Da diese Rubrik „Nachrichten aus dem All“ heisst, sollte es nicht erstaunen, wenn viel Science Fiction oder ähnlich ausgespacetes dabei ist...

1. Sehen

Source Code
Source Code CoverEin Mann wacht in einem Zug auf, der Richtung Chicago fährt. Er soll eine Bombe entschärfen, aber es gelingt ihm nicht. Er bekommt die Chance, es immer wieder neu zu versuchen.
Was sich anhört wie eine Mischung aus „Und ewig grüßt das Murmeltier“ und einem Terroristen-Film, hat sogar noch einen Schuss „Matrix“: der Ex-Afghanistan-Kämpfer Colter Stevens (hervorragend gespielt durch Jake Gyllenhaal) wird durch Forscher der US-Army immer wieder zu einem virtuellen Leben erweckt um die Bombe zu finden. Er hat jeweils 8 Minuten und kommt der Lösung immer näher.
Sehr ruhig und klar entwickelt sich die Handlung in dem fahrenden Zug. Mit jedem „Erwachen“ bewältigt der Protagonist seine Aufgabe besser und lernt auch die ihm gegenüber sitzende Mitreisende immer näher kennen. Der Film wird gut enden.
Regie führte Duncan Jones, der Sohn von David Bowie, der schon 2010 mit seinem Debut „Moon“ zu Recht bejubelt wurde. Die Kamera fliegt über die weite Ebene auf Chicago zu, begleitet den Zug und die Mitreisenden.
Ein beeindruckender Film, der im Gedächtnis bleibt.

Avatar
Avatar CoverDER Film des Jahres 2011 – ich habe ihn 2x im Kino gesehen und natürlich in 3D. Wobei ich der Überzeugung bin, dass 3D-Kino sich nicht durchsetzen wird. Die Brille stört und schirmt vom Nachbarn ab, macht einsam.
Natürlich sind die Effekte in diesem Film überwältigend, die Räumlichkeit lässt den Planeten „Pandora“ sehr real werden. Aber auch ohne 3D bleibt ein wunderschöner Öko-Science-Fiction, der davon handelt, dass böse imperialistische Ausbeuter von der Erde dem Land der umweltverbundenen Ureinwohner kostbare Rohstoffe entreißen wollen und sogar den Stammesbaum der Eingeborenen vernichten.
Ein Soldat von der Erde, dessen Geist in einen nachgezüchteten Körper (Avatar) der Eingeborenen versetzt wurde, lernt das wilde und naturverbundene Volk der Navii kennen und die Häuptlingstochter lieben und begehrt schließlich gegen seine Erd-Vorgesetzten auf.
Was hier vereinfacht klingt wie Karl May im All, ist nie kitschig sondern bezaubert mit einer Natur, die zwar dem Computer entstammt aber uns die Wunder des Lebens klarer macht. Der Regisseur James Camereron, der mit „Avatar“ und  „Titanic“ die beiden bisher kommerziell erfolgreichsten Filme der Filmgeschichte schuf, hat vor Avatar viel unter Wasser gefilmt und getaucht. Deshalb schweben bei „Avatar“ Quallen-ähnliche Baum-Samen durch die Luft und Schritte über bemooste Äste lassen das Moos phosphoreszieren. Soo schön!

True Grit
True Grit CoverMein dritter Film-Tipp kommt nicht aus dem All sondern aus dem Wilden Westen. Vielleicht hätte ich noch warten sollen, bis der SciFi-Film „Cowboys and Aliens“ anläuft, ein Film in einer alternativen Realität, in der sich Cowboys und Indianer zum gemeinsamen Kampf gegen die fiesen Aliens verbünden – aber der Film läuft erst ab dieser Woche in den Kinos und da muss ich noch warten.
Beeindruckt hat mich in „True Grit“ die sehr ernste, realistische Stimmung des Films. So pur und schnörkellos muss es wohl zugegangen sein, damals im Wilden Westen. Harte Männer, schnelle Schüsse und viel Elend, Armut und Schmutz.
Und eine Hauptdarstellerin, die mit ihren 14 Jahren alle an die Wand spielt, mit einem strengen Ernst erwachsener ist als alle Erwachsenen.
Das Mädchen  will ihren ermordeten Vater rächen und engagiert, weil die Behörden ihr nicht helfen wollen, den versoffenen Marshall Cogburn (gespielt von Jeff Bridges). Auf der Suche nach dem Mörder reiten sie durch die visuell beeindruckende Landschaft Arkansas und treffen auf skurrile Gestalten.
Regie führten hier die Brüder Ethan und Joel Coen, die mit dem Hauptdarsteller Jeff Bridges schon 1998 die Komödie „The Big Lebowski“ gedreht hatten.
Absolut sehenswert!

2. Hören

Janelle Monáe
Janelle Monáe - Coverwird gefeiert als die Wiederkehr des Funk, größer als Prince und lebendiger als James Brown. Sie studierte in New York an der „American Musical and Dramatic Academy“ und entwickelte dort 2007 ihr erstes Konzept-Album „Metropolis“.
Ihr Bühnenkostüm ist unverkennbar: die knapp 150 Zentimeter große Janelle Monae  trägt eine gewagte, nach vorn getrimmte Afro-Frisur, einen hochgeschlossenen Anzug und schwarz-weiße Lackschuhe. Auch ihr Tanzstil ist bemerkenswert.  
Vollkommen „aus dem All“ ist die Geschichte ihres zweiten Albums „The ArchAndroid“ (2010) auf dem sie die Androidin Cindi Mayweather spielt, einen Roboter mit menschlichen Zügen im Jahr 2719, der sich unerlaubterweise in einen Menschen verliebt.
Das Konzept hat starke Bezüge zum Film „Metropolis“ von Fritz Lang (1927) aber auch zu den SF-Stories eines Philip K. Dick.
Und die Musik ist eine wilde Mischung aus temporeichen, gut tanzbaren Funk- und HipHop-Stücken, ruhigeren Balladen und verrückten Varieté-Songs.
Unbedingt hören: „Öffnet externen Link in neuem FensterTightrope“, „Dance or die“, „Faster“ und „Cold War“.
Und noch besser: „Janelle Monae“ auf Youtube.com eingeben. Sehen + Hören!

Erdmöbel
Erdmöbel CoverDas ist eine fast-Kölner Band (aus Münster nach Köln umgesiedelt) die durch poetische und wundersam lyrische Texte aufleuchten. Die 4 Jungs um Sänger Markus Berges und den Produzenten und Elektroniker Ekki Maas experimentieren seit 1996 mit Rock, Pop und zunehmend elektronischen Klängen. Dabei entstanden zeitlose Liebeslieder und rätselhafte Hymnen.
Ich wurde durch den Dürener Gitarristen Johannes Spiegelhoff Ende der 90er Jahre auf die Band aufmerksam gemacht, deren Name übrigens aus dem DDR-Begriff für „Sarg“ abgeleitet wurde.
Im Januar 2001 haben wir dann „Erdmöbel“ live im „Blue Shell“ in Köln gesehen und ich war begeistert. Autogramme gab's auch (siehe Scan unten).
EkiMas hat sein Büro am Eigelstein und läuft auch schon mal ganz entspannt über den Flohmarkt in der „Alten Feuerwache“.
Für mich der Höhepunkt ihres Schaffens und ein absoluter Hör-Tipp: „Öffnet externen Link in neuem FensterErste Worte nach Bad mit Delfinen“ mit den Stücken „Wette unter Models“ und „So küßte sie“ und das elektronischere Album „Erdmöbel versus EkiMas“.
Wikipedia: „Zahlreiche überregionale Zeitungen wie die Frankfurter Allgemeine Zeitung und Die Zeit, Zeitschriften wie der Stern sowie Musikmagazine wie der deutsche Rolling Stone und der Musikexpress haben (...das aktuelle Album...) "Krokus" äußerst positiv, zum Teil hymnisch, besprochen.„
Autogramme Erdmöbel

3. Lesen

Haruki Murakami – 1Q84
Haruki Murakami - 1Q84 CoverEin Japaner, der lange in Amerika gelebt hat und viele amerikanische Autoren ins Japanische übersetzt hat, schreibt selber seit 1980 und wird mit jedem Buch stärker.
Das neueste Werk „1Q84“ beginnt im Tokio des Jahres 1984 und wechselt hinüber in eine Parallelwelt, die der Autor „1Q84“ nennt. Die Heldin Aomame arbeitet als Killerin und tötet im Auftrag einer alten Dame „böse Männer“ und insbesondere Vergewaltiger und Kinderschänder. Getrennt von ihr existiert der junge Tengo, ein Schriftsteller, der sich als Kind in sie verliebt hatte und nun wieder zu ihr finden will. Doch erst muss Aomame ihren Auftrag ausführen und trifft auf eine Zielperson, die ihr spirituell und geistig unfassbar überlegen ist.
Murakami erzählt immer mit mystischem Einschlag – so wird die Parallelwelt durch 2 Monde am Himmel gekennzeichnet. Nicht jeder Mensch ist das, was er scheint und Seelen sind magisch-realistisch durch die Risse in der Welt verbunden. Aber Murakami erzählt auch schlicht und klar, ja sehr japanisch.
Die Fremdartigkeit fasziniert und lässt gespannt weiter lesen.
So vergehen 1000 Seiten wie im Flug... 




Wolfgang Kurtz

ist
Wolfgang Kurtz Mit-Inhaber der Kölner Internet-Agentur Öffnet externen Link in neuem    FensterKpunkt.

Er war brotloser Künstler, glücklicher Bioladner und "regionaler Ansprechpartner des Bundesverbandes Naturkost" bevor er 1992 seine Werbeagentur gründete.
Heute gestaltet er Internetauftritte für viele Naturkost-Firmen und hat mit seinem Team auch die technischen Voraussetzungen für den Heuschrecke-Blog geschaffen.

Sein Faible für Computer und technisches "Spielzeug" und seinen unerschütterlichen Glauben an positive Utopien bringt er in diesen Blog ein.

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