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Gastbeitrag
20.07.2011
08:00

Ohrenkuss: Weltraumforschungstag

Keine Mondexpedition ohne Rutschsocken


Ohrenkuss ...da rein, da raus - das Magazin, gemacht von Menschen mit Down-Syndrom, unter der Leitung von Herausgeberin Dr. Katja de Bragança. Ein einzigartiges und vielfach prämiertes Projekt der downtown - Werkstatt für Kultur und Wissenschaft. Die Ohrenkuss-AutorInnen bloggen einmal im Monat bei uns zu aktuellen Themen. Heute:

 



Das Ohrenkuss-Team zum Weltraumforschungstag

 



Am 20. Juli ist der Weltraumforschungstag. Es ist ein Gedenktag anlässlich der ersten bemannten Landung auf dem Mond 1969.
Expeditionen in den Weltraum beschäftigen auch die Ohrenkuss-Redakteure seit geraumer Zeit. Sie planen eine Mars-Expedition und wissen genau, worauf es so ankommt im Weltraum.




Ohrenkuss: Marley Thelen, Primasol
Nachwuchs-Autorin Johanna von Schönfeld nimmt vor allem Kräfte mit. Sie diktiert: "Kräfte braucht man zum Bauen und zu überleben zu können."

Weil sie nicht weiß, was sie erwarten wird in den unendlichen Weiten des Weltraums, nimmt sie sich einen Schutzengel als Begleitung mit.

"Ich weiß nicht, wie es wird, weil ich nicht weiß, aber auf die große Entdeckungsreise muss auf jeden Fall der Schutzengel mitkommen, und ich brauche Kräfte für die Entdeckungsreise. Und wenn es dunkel wird, brauche ich sehr viel Licht und Wasser, damit ich leben kann. Ich brauche Steine und Sicherheit, dass wir oder ich bauen können den Grundstück. Wasser und Brot ist beim Bauen auch sehr wichtig. Und bei diesem Gebiet sollte der Schutzengel auf jede Positionen mitkommen und mir oder uns zu beschützen, wenn ich oder wenn wir bauen und das Ganze einrichten sollten. Telefon und Funkgeräten sollten wir zumindest haben, um dann kontaktfähig zu behalten. Ferngläser sollte man mitnehmen, weil dann können wir oder kann ich natürlich in der Ferne sehen und zu beobachten, damit wir oder ich überleben können."






Auch Karoline Spielberg ist auf alle Eventualitäten vorbereitet, die im Weltraum auftreten könnten. Sie packt in ihren Koffer alles, was nützlich sein könnte auf Mond oder Mars. Sie diktiert ihre Packliste:

"* Schlafanzug
* Handschuhe
* 3 Getränke
Ohrenkuss: Angela Baltzer, Mirama
* Schlafsack
* Lange Haushose
* Bettzeug
* Schlagzeug / Trommeln
* Radio
* Strumpfhose
* Wurst
* Margarine
* T-Shirt

* Käse
* Schokolade
* Rutschsocken
* Hausschuhe"





Und natürlich will sie nicht alleine in den Weltraum. Kollege Horst Kolbitz soll sie begleiten:

"Ich will Horst einladen mitkommt. Da im Hotel helft uns. Koffer tragen. Hotel alleine schaff ich nicht mehr. Hole Bett - zusammen schlafen. Mit Horst zusammen leben, zusammen leben, gut und glücklich und verlobt. "


Horst kann die Expeditions-Koffer tragen, aber besser nicht das Ohrenkuss-Raumschiff fliegen.

Wie das Raumschiff aussieht und sich fortbewegt, davon haben Johanna von Schönfeld und Caroline Spielberg eine ziemlich genaue Vorstellung. Johanna von Schönfeld diktiert, wie das Schiff heißen soll:

"Der Name vom Schiff kann ja ‚Grüß Gott' drauf kommen."

Dann wissen auch alle außerirdischen Lebensformen, dass man im Ohrenkuss-Team was von guten Manieren und Höflichkeit versteht!




Ohrenkuss: Julian Göpel, Golden House Club
Karoline Spielberg diktiert: " Das (Raumschiff) ist weiß und rot."

Johanna ergänzt: "Sieht zumindest groß aus. Es soll eckig aussehen. Wenn das schön eckig von innen aussieht, soll dann schneller fliegbar sein."


Aber wer fliegt? Caroline Spielberg ist sich sicher - es ist ein Mann! "Der Pilot ist ein Mann (nicht Horst)."

Auch für Johanna erfüllt Horst nicht die entscheidenden Kriterien: "Ein unsichtbarer Mensch soll das Ganze fliegen."





Ob unsichtbar oder nicht - Daniel Rauers hat sich Gedanken um die erforderliche Ausstattung eines Astronauten gemacht. Er diktiert:

"Ein Raumanzug. Der brauch einen Weltraumhelm. Der braucht ein Ufo, um zum Mond hinzukommen. Und der braucht ein Fahrzeug. Das ist Steine von dem Mond aufheben. Dann habe ich noch eine Fahne."


Eine Fahne findet auch Julian Göpel wichtig. Er diktiert:

" Atomkraft
Ich fliege mit der Rakete auf den Mond und ich erforsche die Nicht-Welt: vom Mond bis auf die Erde. Meine Fahne ist eine kanadische Fahne, und die heißt "Ohrenkuss". Wenn ich angekommen bin, habe ich den Raumanzug an und ich fliege raus."






Autor Martin Weser hat seinen Kollegen viel voraus - er war schon mal im Weltraum. Er diktiert: " Ich bin schon mal auf die Weltraum geflogen mit dem Flugzeug. Das war cool und zauberhaft - von oben nach unten zu sehen, wie die Welt so groß ist.  Und wahrhaftig. Alles aus dem Flugzeug nach unten auf die Erde zu gucken. Das fand ich zauberhaft cool! Und dann sieht man das aus dem Flugzeug, wie die Welt so ist. Man kann alles aus dem Flugzeug sehen. Beispiel: das Mittelmeer, große Berge, Vulkan und ganz viele Tiere zu sehen."

Auch Daniel Rauers freut sich vor allem auf die tolle Aussicht. Er diktiert: " Wenn ich gelandet bin, dann gucke ich noch. Siehst die Erde."

Und weil man die schönsten Dinge im Leben gerne teilen will, will auch Romy Reißenweber nicht alleine auf den Mond fliegen. Sie nimmt alle Ohrenkuss-Kollegen mit und schreibt: " Wenn wir uns oben Treffen ganz eng umschlingen und zusammen halten." ?





Während also die Supermächte aus Kostengründen ihre Weltraumforschungsprogramme zusammenstreichen, bleiben bei der Bonner Redaktion des Ohrenkuss keine Fragen mehr offen am Weltraumforschungstag. Wir verabschieden uns, oder wie Johanna von Schönfeld diktiert: " Und dies ist meine Texterzählung zu Ende."




Die Illustrationen sind Überarbeitungen der Ohrenkuss-Redaktion aus dem Band "Sinai Hotels" von Haubitz und Zoche, erschienen in der Fotohof edition.
Textredaktion: Anne Leichtfuß








Einige Ohrenkuss-AutorInnen in einem Kölner Hinterhof. Marc Lohmann (mit Mütze), Karoline Spielberg (vorne), Susanne Kümpel (hinten mit weißer Jacke), Angela Fritzen (auf dem Zaun), Antonio Nodal (vorne), Svenja Giesler (mit der roten Jacke) und ein Gast aus Berlin.

... mongolisch ist mongolisch und klingt wie mongolisch ...

Ohrenkuss ...da rein, da raus, das Magazin, gemacht von Menschen mit Down-Syndrom gibt es seit mehr als zehn Jahren.
Das Projekt ist einmalig auf der ganzen Welt und mehrfach preisgekrönt.
Es erscheint zweimal jährlich - mit jeweils einem Thema, Texten der bis zu 50 AutorInnen mit Down-Syndrom und professionellen Fotos. Öffnet externen Link in neuem Fensterwww.ohrenkuss.de

Im August 2010 wurde das Bundesverdienstkreuz dafür an Gründerin Katja de Bragança verliehen - der Bericht ist hier: Öffnet externen Link in neuem Fensterhttp://www.heuschrecke.com/blog/blog-post/2010/08/24/ohrenkuss-verdienstkreuz-am-bande.htm

Newsletter:  Wer regelmäßig über Ohrenkuss informiert werden möchte, kann hier den Ohrenkuss-Ipeschl abonnieren: Öffnet externen Link in neuem Fensterwww.ohrenkuss-ipeschl.de.



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