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Heiliger des Monats Juni: Johannes der Täufer

24. Juni: Johannes der Täufer



Feste: 24. Juni (Geburt), 29. August (Tod)



Schutzpatron vieler Länder und zahlloser Berufe, u.a. der Schneider, Maurer und Steinmetze, der Sänger, Musiker und Tänzer, außerdem der Schafe und aller Haustiere


Vor und um 1980 lebte mitten unter uns der Punk. Wenn man diesen Ur-Punk denen, die damals noch zu klein waren und denen, die sich die Ohren zugehalten haben, erklären wollte, könnte man sagen: Punk sagt nein, wo andere ja sagen (und umgekehrt), ohne groß auf Inhalte Rücksicht zu nehmen: mal kucken, was passiert, der Teufel ist die Gewohnheit. Durch ständiges den Institutionen "Vor-den-Koffer-treten" mit dem Springerstiefel übt sich der Punk in Materialprüfung. Wo gehobelt wird, fallen Späne.


So einer ist Johannes. Wo die Jerusalemer Tempelpriester in gestickten Paramenten lustwandeln wie nur je ein Papst mit roten Pantoffeln, wickelt er sich in eine grobe Kamelhaardecke, lehnt das Geld ab (was ja auch heute noch den kompletten Outsider macht - dem Mammon gehört unser aller Herzelein), ißt was er findet und hält rotzige Reden am Rande der Wüste. Sein Schlachtruf ist "Kehrt um !", hört auf, ihr seid total bekloppt, no future für euren Highway to Hell. Johannes ist immer für Rabatz zu haben. Mehr und mehr Leute beeindruckt er, er tauft sie im Fluß, gibt ihnen mit "Bereitet dem Herrn den Weg !", alles andere ist Quatsch, ihr habt nur ein Leben, vergeudet es nicht mit aufgeblasenem Mist. Die lieben Bürger nennt er "Schlangenbrut" und Zombies, "übertünchte Gräber" mit verfaultem Inhalt. No future, so jedenfalls nicht.


Eine Gruppe Gutmenschen (Johannes hätte sicher "Sch...liberale" gesagt) will ihn zähmen und einwickeln, quasselt auf ihn ein so à la "Wir kommen alle alle alle in den Himmel, weil wir so brav sind, weil wir Gottes Kinder, weil wir das erwählte Volk sind". Johannes brüllt sie in Grund und Boden: "Aus jedem verdammten Stück Dreck kann Gott Kinder Abrahams machen", Euer Laber interessiert ÜBERHAUPT nobody. Auf jeden einzelnen kommt es an, auf dich kommt es an, tu du das richtige jetzt oder laß es jetzt. It´s up to you what you´re really gonna do. It´s up to you strictly you and you.


Seinen König, der sich um Gott nicht schert und meint, auch im Heiligen Land rumlottern zu können wie die anderen römischen Skavenhalter und Leuteschinder, greift er frontal an: was ihm erst den Knast beschert und dann den Kopf kostet.


Ausgerechnet von ihm sagt Christus: "Echt, glaubt´s mir: unter allen Menschenkindern war keins größer als Johannes der Täufer." - So spontan würde man wohl meinen, wenn Jesus Musik hörte, wäre es Klassik, so hingejubelte Festmessen mit Orgelgeorgel und himmlischen Chören. - Mal im Ernst, ist doch alles gar nicht wahr. Jesus liebt Punk.








Unser Geschichtenerzähler   Peter Kirwel

Peter Kirwel

macht hauptberuflich den Vertrieb bei Öffnet externen Link in neuem   FensterViana/Tofutown.com, und hält nebenberuflich die traditionellen katholischen Prozessionsbräuche (die eigentlich die ganz alten Kulte fortführen) in seinem Eifeldorf am Laufen, auch eine Punkzeit soll es gegeben haben.







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