BLOG | Neueste Nachrichten

Joshuas Gewürzreise: Safran
10.12.2017 10:41
Buchrezension: Achim Priester -...
03.12.2017 09:32
Vanille - Der Star der Desserts
19.11.2017 13:13
Ohrenkuss: Mütter
09.11.2017 18:00
Ajowan - Gar nicht so entfernter...
05.11.2017 12:38
heupd-Reportage: Bio-Anbau in der...
25.10.2017 13:31

Blog-Text-Suche

Meist gelesene Posts

Trocknungsverfahren für Kräuter und Gewürze
96257 mal gesehen   21.03.2014
Heiliger des Monats März: Oscar Romero
94664 mal gesehen   24.03.2014
Blogst Du hier!
77527 mal gesehen   21.10.2009
Verschwörungstheorien
75593 mal gesehen   19.05.2010

Archiv

Abonnieren für RSS-Reader

RSS 0.91Nachrichten
RSS 2.0Nachrichten
Gastbeitrag
22.06.2011
10:09

Mikrokosmos: Korallenpilze

Runzelige Keulenpilze und Bauchweh-Korallen



Korallenpilz Clavulina cinerea. Foto: Wilhelm Schulz
Im April gab's PilzKORALLEN, diesmal geht's umgekehrt um PILZE, die wie Korallen aussehen.






Die häufigsten korallenähnlichen Pilze, die in unseren Hunsrückwäldern auch auf sauren Böden vorkommen, gehören gar nicht zu den echten Korallen der Gattung Ramaria (Korallen), denn deren Arten beanspruchen meist bessere, basische Böden, sondern zu der Gattung Clavulina (Keulenpilze). Wilhelm Schulz hat sie im Jahr 2010 im Spätherbst fotografiert:












Korallenpilz Clavulina coralloides. Foto: Wilhelm Schulz
Wie kleine Schmuckstücke glitzern uns die hellen, feinverzweigten Fruchtkörper von Kammförmigem oder Grauem Keulenpilz aus Falllaub, dunklen Moosen oder Nadelstreu an. Der Runzelige Keulenpilz wächst oftmals gar auf nackter Erde und ist ein häufiger Begleiter unserer Waldwege.














Korallenpilz Clavulina rugosa. Foto: Wilhelm Schulz
Alle Keulenpilze sind nicht essbar, aber auch echte Korallenpilze sollten, selbst wenn sie gegessen werden könnten, ihrer Seltenheit wegen geschont werden. Manche sind giftig, z.B. die berühmt-berüchtigte "Bauchweh-Koralle" Ramaria pallida, die, wie der Name schon sagt, heftige Magen-Darm-Beschwerden verursachen kann.





Makroskopisch sind Korallenpilze oft schwer bestimmbar, im Unterschied zu denen der Gattung Clavulina, die in Deutschland nur vier Arten umfasst, von denen wir hier drei! zeigen können.







Eva Wandelt und Lothar Claußnitzer

Bilder mit Klickvergrößerung





PS. Auf unsere Frage, was denn nun die wahren Korallenpilze seien, kam noch folgende Erklärung: "Liebe Ursula, die Keulenpilze (Clavulina) wurden noch vor einigen Jahren auch Korallenpilze genannt, z.B. Clavulina cristata war die Kammförmige Koralle, heissen heute aber Keulenpilze, sehen aber deshalb trotzdem wie Korallenpilze aus. Nur noch für die Gattung Ramaria ist der deutsche Name Korallen vorgesehen und für die Gattung Ramariopsis der deutsche Name Wiesenkorallen. Leider haben wir von denen keine Bilder, da sie z.T. sehr sehr selten sind. Vielleicht haben wir welche nach unserer Wiesenpilztagung im November, wenn wir hoffentlich einige Wiesenkorallen finden werden."






Genug für heute von den Hobbymykologen und Pilzsachverständigen (DGfM) Eva Wandelt (Biologin) und Lothar Claussnitzer (Streuobst-Landwirt).

In loser Folge werden wir auf dieser Seite Schönes, Kurioses, Interessantes, Essbares, Würziges anhand von einfachen Digi-Mikrofotos aus dem wilden Pilz-und Pflanzenreich vorstellen und erläutern.


Fotos © Wilhelm Schulz



  •  
  • 0 Kommentar(e)
  •  

Mein Kommentar

Bitte obigen Code eintragen

Benachrichtige mich, wenn jemand einen Kommentar zu dieser Nachricht schreibt.



Ihr Kommentar wird in der Regel am nächsten Arbeitstag freigeschaltet.

Spams, Links, rechtswidrige und anonyme Kommentare können nicht berücksichtigt werden.


Zurück