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Japan - erste Nachrichten über Bio-Lieferanten
Situation unserer Lieferanten, Momentaufnahme ...
Wir bangen mit Japan, verfolgen den Nachrichtenticker, und erinnern uns gleichzeitig an Tschernobyl und an die Erfahrungen in unserer Familie am Ende des 2. Weltkriegs: Verlust der Heimat und aller Besitztümer.
Doch die drohende Verseuchung diesen Ausmaßes sprengt die Vorstellungskraft. Wir fühlen und hoffen mit den Menschen in Japan.
Uns erreichen die ersten Anfragen nach der Liefersituation für japanische Grüntees.
Wir beziehen einmal Japan-Tees aus der Region Kagoshima ca. 1200 km südlich vom Fukushima-Gebiet gelegen. Dort gab es jetzt zwar einen (glimpflichen) Vulkanausbruch, aber die Region ist von Erdbeben und Tsunami verschont geblieben. Über die Bedrohung durch radioaktive Verstrahlung lässt sich jetzt noch nichts sagen.
Die Strategie des Teelieferanten und unseres Importeurs ist, die auf Lager liegenden Tees, so schnell es geht, aufzubereiten und zu exportieren. Sencha-Tees werden üblicherweise bei niedriger Temperatur in einer noch nicht endgetrockneten Form gelagert und dann jeweils frisch aufbereitet.
Es wird auf jeden Fall zu Knappheiten und Preiserhöhungen kommen.
Ähnlich sieht es in der Tee-Region Uji aus, wo unser Japan Sencha extra fine herkommt. Sie ist ca. 500km vom Unglücksgebiet entfernt. Auch hier soll vorhandener Tee schnell importiert werden, es wird direkt eine Preiserhöhung geben.
In Deutschland werden vorhandene Tees im Moment für die Analyse nach Radioaktivität gescreent, um ein "Normalprofil", einen Nullwert zu bekommen - für die zukünftigen Vergleiche.
Laut Importeur läßt sich über die momentan in Japan und Deutschland lagernde Ernte 2010 sagen: bisher keine Beeinträchtigung. Was die nächsten Tage und Wochen auch für die neue Ernte ab Anfang Mai bringen, liegt leider nicht mehr in Menschenhand. Betrachtet man nochmal die Entfernungen von Fukushima zu den japanischen Teeanbaugebieten, ist zu bedenken: kommt es zur Freisetzung von großen Mengen radioaktiven Materials, sagen aber letzlich nur Analysen etwas aus, die Entfernungen geben nur Hinweise auf Wahrscheinlichkeiten einer möglichen zukünftigen Belastung und können nichts über Wind und Wetter aussagen.
Unsere Importeure und auch die TAZ vom 14.3. (S.3) berichten von einer - natürlich relativen - japanischen Gelassenheit im Umgang mit der bedrohlichen Situation. Die Regierung versucht, die Menschen zusammenzubringen und zu -halten. Von sich aus beginnen Firmen, Geschäfte und Haushalte auf Strom zu verzichten (Leuchtreklamen ausstellen usw.).
Es wäre schön, wenn wir jetzt (!) umdenken und freiwillig auf einen wesentlichen Teil unseres Wohlstands-Energieverbrauchs verzichteten, um ein paar Zeitbomben abzuschalten. Denen drohen zwar nur die Jets, die wir wie Taxis / Briefträger benutzen und kein "Plattencrash". Aber das wissen wir nicht genau.
Heinz-Dieter Gasper, Ursula Stübner
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- 6 Kommentare
Mein Kommentar
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japan
liebe leute, die erste sorge kann doch jetzt nicht sein ob wir in zukunft "unverstrahlten" grüntee aus japan bekommen. es muss jetzt alle kraft darauf verwendet werden den menschen in japan zu helfen.
hier bei uns muss dafür gesorgt werden, dass unsere schrottmeiler sofort vom netz genommen werden (frau merkel verkündet gerade ein moratorium also praktisch den ausstieg aus der laufzeitverlängerung).
desweiteren bitte ich alle, falls noch nicht geschehen, jetzt endlich sofort zu einem Ökostromanbieter zu wechseln (z.b. EWS Schönau).
grüsse erika marxer/manfred pfeiffer
Japan
erstaunlich, was es für Prioritäten gibt. Kann man tatsächlich zuerst ans Geschäft denken?
Wir gehen gleich zur Mahnwache, und hoffen auf ein großes Umdenken.
Na sowas ?!
Ich bin grad baff ob der Kritik in den 2 Postings ... das Leben geht weiter und jeder will wie eh und je "seine" Produkte aus dem Regal holen und Unternehmer sorgen eben dafür, dass wir dies weiterhin tun können und uns möglichst keine Sorgen dabei machen müssen und die notwendigen Schritte müssen frühestmöglichst getan werden und Vorkehrungen bzw. Gedanken an die reale nahe Zukunft müssen gemacht werden.
Ich bin Österreicher (Atom-Strom-Importeur und "Spitzenstrom"-Exporteur) und Deutschland ist in der EU sicherlich einer der Vorreiter in Sachen erneuerbarer Energie und wie die Diskussionen in den letzten Jahren gezeigt haben ist es zwar leicht "Wir müssen raus aus dem Atom" zu rufen, aber all die Konsequenzen die das nach sich zieht (auch wenn z.B. andere Länder wie Frankreich nicht mitziehen würden) sind noch lange nicht ausdiskutiert bis hin zu der Erschließung und Zerstörung von Kulturlandschaft für all die Windräder oder Sonnenfarmen oder sei es nur Überland-Kabelmasten für den Stromtransport die wiederum Leute auf die Barrikaden bringen.
Meine Heimat (Vorarlberg) ist dazu das beste Beispiel, all die Strommasten und all die vertrockneten Bäche und Achen die wir der Wasserkraft zu verdanken haben wären in der heutigen Zeit nicht mehr realisierbar, die gibt es schon seit Jahrzehnten, damals wurden sie einfach gebaut - ohne groß zu Fragen ob wir das wollen.
Notwendigkeiten und Prioritäten
Hallo
Ich bin Teehändler und schäme mich irgendwie, jetzt schon an die Zukunft des Japan Grüntees zu denken, aber daran führt nunmal kein Weg vorbei. Natürlich ist die dreifache Katastrophe ungleich schlimmer für die Japaner und alle Menschen vor Ort, als unsere oft allzu panische Wohlstands- Angst vor verseuchten Grüntee und anderem. Aber was soll ich sagen, wenn ich 3 (!) Tage danach schon Anfragen bekomme von Kunden. Noch kann ja gar kein neuer Tee aus Japan da sein, das Problem beginnt mit dem Shincha im Juni.
@manfred pfeiffer/erika marxer und eliane:
Eure Kritik ist etwas ungerecht, da Herr Gasper und Frau Stübner doch am Anfang Ihre Empathie mit den Menschen in Japan Ausdruck verliehen haben. Und man sollte sich doch jetzt nicht hier Vorwürfe machen, sondern am Besten Beten, Daumen drücken oder sonstwas, daß die 3. katastrophe nicht total eskaliert. Es ist ja viel zu früh, etwas zum Tee zu sagen, aber man muss doch den Realitäten ins Auge sehen und wenn man nach einer pietätvollen Einleitung auch über Grüntee schreibt, kann ich daran nichts Verwerfliches finden.
@manfred pfeiffer/erika marxer
Ist Lichtblick auch ok? Dort sind wir seit ein paar Jahren, später habe ich widersprüchliche, auch negative Meinungen zur Seriösität von Lichtblick gehört. Bisher wollte ich nicht schon wieder wechseln.
Vielen Dank
hausfrau
hallo ,
mit Japan ist schlimm . An die jenigen die die kommentare lesen hierzu allgemein meine persönliche Meinung . Was haben wir in den letzen Jahren über Lebensmittel skandale mit bekommen . Rinderwahn , Gammelfleisch, Dioxin Eier. etc. und was noch aufgedeckt wird . Tschenobyl sprach auch keiner von . Dies war auch katastophal Leute sterben heute noch daran . Oder Nakasaki der abwurf der Atombombe. Man spricht darüber aber nach einer Zeit verblassenn die neuigkeiten bis zur nächsten Katastrophe . Die kleinen Leute nehmen alles hin aber die Regierungen ignorieren die Meinungen der Bevölkerung . Das Lebensmittel aus den Regalen genommen werden ist verständlich.
Ich hatte persönlich hab eine beobachtung auf einem Wochenmarkt gemacht . Der Geflügelbeschicker hatte durch die dioxingeschicht sehr wenig verkauft und die Schlange war am Fischauto diese war dann ausverkauft . So kann es durch Katastrophe in Japan auch bei uns kommen das verschiedene Lebensmittel nicht mehr gegeseen werden.
l.g. Nicole
lichtblick
wir wollen und können lichtblick nicht bewerten, auf wikipedia einfach lichtblick mal eingeben und dann entscheiden ob es passt.