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50 Werden in New York

Was machen die Heuschrecken im Urlaub?

 

Dieses Jahr steht New York City - Manhattan auf unserem Plan: mit meinem endgültigen Eintritt in das Best-Ager-Alter (und den dazugehörigen diffusen Ängsten vor "möglichen" Alterserscheinungen) eine aufregende Stadt entdecken, die für uns Europäer immer etwas von einem Zukunftsentwurf hat.
Unsere Geburtstage liegen direkt beieinander, festliche Tage immer in der Urlaubszeit - zusammen sind wir jetzt 112 geworden.

In anderen Jahren verbinden wir gerne unsere Urlaubsreisen mit Lieferantenbesuchen, was wir als privilegierte Art des Reisens empfinden. Wir tauchen vor Ort tiefer in den Alltag und die Lebensbedingungen ein, als es auf einer touristischen Reise sonst möglich ist.


Ankunft am Times Square, erster Eindruck

1.: Disneyland-ähnliches Leben und Gewusel, und die berühmten, haushohen Leuchtreklamen, die uns erst erschlagen (wir stehen mit offenem Mund da und staunen wie die Provinzler), aber nach einigen Tagen schon heimelig vorkommen.
2.: Dennis, Schwarzafrikaner aus Burkina Faso, der uns auf eine Sightseeingtour abschleppen will, stattdessen gibt es eine angeregte Diskussion über Hibiskusanbau und Kleinbauern. Er war richtig erfreut, dass wir wusste, was Burkina Faso ist - da hatte er offensichtlich nicht mit gerechnet (der typische USA-Mensch ist nicht sehr polyglott),.


Elevator-Stories

In unserem über 40-stöckigen Hotel sinken die Aufzüge fast wie im freien Fall. Vom 40. Stock bis zum Erdgeschoss gibt es dennoch genügend Zeit für Aufzugschichten.
1.) Die klassische Geschichte, die wir in mehreren Variationen hörten, war: jemand lehnte sich während der Fahrt gegen die Schalttafel, der Aufzug blieb stecken, Panik kam auf, bis entdeckt wurde, wer den Stop verursachte.
2.) Mehrere Menschen fahren schweigend hoch, nur ein Paar unterhält sich über eine krimi-ähnliche Geschichte von einem steckengebliebenen Aufzug im Flughafen - bis sie im 38. Stock ausstiegen. Ein noch im Aufzug verbliebener Gast neben uns seufzte vor sich hin: "Schade, ich hätte gerne noch das Ende gehört."


Museen

Natürlich haben wir die berühmten Museen besucht: das spannende MoMa, das ästhetische Guggenheim, das herrschaftliche, kolonial anmutende Metropolitan. Bevor man in das Museum hineinkam, musste man sich einer Taschenkontrolle unterziehen. Der uniformierte Angestellte im Metropolitan empfing uns freundlich mit :"Bla, bla, bla". Schließlich hatten wir den Satz mit der Aufforderung, die Rucksäcke zu öffnen, ja schon bei den Vorgängern gehört ...
Beeindruckende Sammlungen Picassos und Zeitgenossen: zu jener Zeit gab es in Paris anscheinend mehr amerikanische als europäische Mäzene bzw. Investoren.
Im Museum der amerikanischen Ureinwohner, in unseren Augen didaktisch erstaunlich ahistorisch aufbereitet, erklärte ein echter Taino-Indianer aus der Dom. Rep. die traditionellen Alltagsgegenstände. Er leitete pc mit einer Geschichtskorrektur ein: Kolumbus hätte keinesfalls die Indianer "entdeckt", sondern hatte sich einfach hoffnungslos verirrt. Sie jedoch waren da, wo sie immer schon waren. Sie wären auch nicht nackt gewesen, vielmehr waren Kolumbus und seine Mannen klimatisch total overdressed.
Die besten Museen, didaktisch gesehen, gibt es unserer Meinung nach in England. Durch gute Wegeführung und Beschriftungen wird hier der Gang durch eine Ausstellung zu einer aufregenden Reise ... wir waren wirklich begeistert. Unsere Kölner Museen Ludwig, Wallraf-Richartz und Kolumba können sich übrigens auch durchaus sehen lassen neben den großen New Yorker Museen.


Mobiles Essen

Keine Ahnung, ob die Menschen in New York noch selbst kochen - auf jeden Fall gibt es in jedem Supermarkt, und auch in den großen Bio-Ketten Westerly und Whole Food vielfältige, appetitlich und gesund aussehende Fertigmalzeiten, heiß oder kalt, und nicht zu teuer (neben den weniger gesunden Burger & Co, diese gab es erstaunlich wenig).
Typischer Anblick in der Mittagszeit: Büroangestellte mit den Plastikschälchen in einem der zahlreichen Parks. Überall stehen Café-Tische und Stühle für die Pause bereit (die nicht zu einem konkreten Café gehören). Abends auf dem Rückweg vom Joggen im Central Park nahmen wir gerne aus dem Bioladen einen heißen Eintopf mit.
Dieser Trend wird sicher bald in die europäischen Städte kommen.


Stimmen

Die New Yorker Stimmen sind anders. Bei Männern sowie Frauen sind sie kehliger und mit mehr Kopfanteil als bei uns, und damit viel durchdringender. Eine Technik, mit der die Menschen im extrem lauten Alltag mit relativ wenig Mehraufwand durchdringen können - selbst kreischende U-Bahnen.
Die Tiere machen es nicht anders. Vogelkonzert beim Spaziergang am Hudson-Ufer: eine Amsel sang uns ihr Repertoire - sämtliche Sirenenarten von Polizei- und Krankenwagen, die sowieso eher an ein Video-Game erinnern (inklusive imitierter Schießerei). In einer Lautstärke, die vermuten ließ, dass dieser Vogel eine verkürzte Lebenserwartung wegen Erschöpfung hat.


Sport

New Yorker sind taff. Das Joggen wird fast schon prozessionshaft betrieben, sowohl am Hudson als auch im Central Park, wo wir abends dazukamen. Allerdings liefen die Einheimischen in einer Härte, die auch angesichts abendlicher Temperaturen noch bei 30 C in unseren Augen an Selbstverletzung grenzte. Der andere Fitnesssport ist Edel-Rennrad im Kreis fahren, nicht minder hart. Inline-Skater haben wir kaum gesehen, ist wohl out.


Fernsehen

Nach dem Joggen mit der heißen Suppe aus dem Bioladen und einer Dose Bier auf dem KingSize-Bett das einheimische Fernsehprogramm studieren. The Big 3: ABC, CBS und NBC.
Wir leben zuhause ohne Fernsehen, halten uns in Hotelzimmern aber durchaus gerne auf dem Laufenden.
USA-Fernsehen hat (noch) nichts mit unseren Sendeprogrammen zu tun. Hauptsächlich laufen Polizeiserien, nach gefühlten 5 Minuten Handlung folgt ein Werbeblock von 20 Minuten, danach hatte man schon vergessen, worum es im Film ging.
Die Werbung: an Platz 1 Autowerbung (aber nicht für amerikanische Marken. Deutsch und japanisch war gefragt.), danach Werbung für Antidepressiva, an dritter Stelle für Windeln.
Auch die Nachrichtensendungen haben nichts mit unserer Tagesschau gemeinsam. Topthemen sind ausschließlich lokale Nachrichten, à la: der Feuerwehrmann, der bei einem Hausbrand umgekommen ist. Nationale oder internationale Politik, Umwelt- und Wirtschaftsnachrichten gibt es wenig. Zeitungen sind ähnlich aufgebaut - wenig politische Themen, wenig Blick über den Tellerrand für die Allgemeinheit. Ein komisches Gefühl ohne unsere gewohnten globalen Nachrichten, als wäre man in Watte gepackt.
Ungefähr 50% der Nachrichten beschäftigten sich mit dem Wetter, und alles statistisch: Hitzerekorde durch das Draufrechnen eines gefühlten Faktors, um die 100°F-Grenze zu knacken.
Nebenbei: die GMX-Startseite ist vor kurzem auch in diese Richtung geändert worden. Der aktuelle Nachrichtenticker ist verbannt worden zugunsten Meldungen über "People".


Kleinunternehmerinnen

Einige winzige Ladenlokale, die von Wahrsagerinnen betrieben wurden - den Bedarf hätten wir angesichts Wall Street / American Exchange auch erwartet.


Gary Shteyngart

Der amerikanische, jüdische und russischstämmige Autor mit viel feinem Witz stellte auf einer Lesung im Bryant Park sein neues Buch vor: Super Sad True Love Story (empfehlenswert, gibt es bald auch in Deutsch). Eine Liebesgeschichte, Science Fiction in New York, aber nicht furchtbar weit weg, sondern unangenehm vorstellbar. Satirisch, dennoch mit ernstem Hintergrund - man schwankt zwischen Lachen und Gruseln ... und denkt danach oft im Alltag, z.B. bei Zeitungsmeldungen, daran. Hier eine ausführliche Kritik in der Washington Post: Öffnet externen Link in neuem Fensterhttp://www.washingtonpost.com/wp-dyn/content/article/2010/07/27/AR2010072705665.html.
Übersetzt ist schon sein Buch "Absurdistan" (Heidis Tipp), das auf Deutsch leider den blöden Titel trägt: "Snack Daddys abenteuerliche Reise". Im Perlentaucher gibt es eine Beschreibung.


Barack Obama

haben wir natürlich auch getroffen. Beinahe. Er aß an diesem Tag in Greenwich Village zu Abend, nachdem wir dort durch die Straßen geschlendert sind, die hinter uns dann jeweils von der Polizei abgesperrt wurden. Charity-Sponsorenessen à la Rüttgers - hier geht das.
In den Nachrichten ist Barack Obama weniger präsent als Angela Merkel bei uns. Aber es gab im Fernsehen einen Werbespot, wo er darum warb, behinderte Menschen besser zu integrieren.


High Heels

und Foot Surgery. Im Wall Street Journal, das wir im Hotel abonniert hatten, gab es einen ausführlichen Artikel darüber, was an Füßen alles operiert werden kann und zunehmend wird, damit sie in High Heels passen: Seiten verschmälern, überstehende Zehen kürzen, Fußsohlen unterspritzen. In dem Artikel hielten Physiotherapeuten diesen Trend zwar für bedenklich, zeigten aber Verständnis dafür, dass Frauen  glaubten, ohne High Heels beruflich und gesellschaftlich weniger erfolgreich zu sein. Kommt dieser Trend auch zu uns? Tipp für Start Ups?


Merce Cunnigham

Jahresgedächtnis im Rockefeller Park. Unter strahlendem Himmel auf der Wiese eine Bühne, wir Zuschauer saßen im Gras. Schüler des berühmten Choreographen tanzten ihm zu Ehren in glühender Hitze zwei Stunden und zeigten viele kleine, unkonventionelle Stücke, begleitet von moderner Musik:
Ein Paar tanzte häusliche Szenen vom Aufstehen über Zähneputzen, Anziehen, Frühstück und zur Arbeit gehen.
Zwei Männer und eine Frau, der Körper noch recht rund von der kürzlichen Schwangerschaft, stellten Beziehungen dar, das kleine Baby wurde jeweils sehr liebevoll von dem gehalten, der eine Tanzpause hatte. Diese familiäre Konstellation strahlte eine ungeheure Intensität aus, auch wegen der weichen "nicht perfekten" Tänzerinnenfigur.
Serielle Musik, eine Gruppe klassisch anmutender Tänzerinnen drehten sich und bewegten sich wie in einem Mandala-Bild, sodass man als Zuschauer in Trance fallen konnte ...
Eine Gruppe Männer tanzte ein kompliziertes Muster an Geh- und Lauf-Formationen.
Drei TänzerInnen tanzten Bilder von Erstarren, Gefangen halten und Loslösen. Im Moment sind Cunningham-Schüler mit diesen Stücken auf Tournee, auch in Deutschland. Die professionellen Kritiker beschreiben dies natürlich viel eleganter.


Shoppen

In Soho stolperten wir über einen Laden, der von außen wie ein Second Hand-Laden aus den Siebzigern aussah - und innen wie in 1001 Nacht. Es war das "Paracelso" von Luxor Tavella, beide eine Legende.
Luxor Turella ist eine Stil-Ikone, eine alte, zierliche Dame, üblicherweise abenteuerlich gekleidet und geschminkt - doch wie andere Leute Lidschatten tragen, trägt sie ein blaues Motiv im Gesicht, das an Muster der Tuareg erinnert. In den 60er / 70ern hat sie Größen wie David Bowie, Mick Jagger, Keith Richards, Jimi Hendrix und Pavarotti eingekleidet.
Mal ein Geschäft für Klamotten, wo ausnahmsweise auch der begleitende Ehemann beim Stöbern und Gucken kein Ende findet. O-Ton Ehemann: "Hier kannst Du nicht rausgehen, ohne was zu kaufen". Luxor Tavella huscht durch den Laden, und stellt für einen gewagte Kombinationen zusammen, die sie teilweise empfiehlt, auf links zu tragen, was völlig neue Perspektiven öffnet. Ihr Mode-Motto: "I love the unexpected".
Hier gibt es eine schöne Beschreibung von ihr als "last Bohemian": Öffnet externen Link in neuem Fensterhttp://blogs.myspace.com/index.cfm?fuseaction=blog.view&friendId=162740449&blogId=481674003


Brooklyn feiert sich selbst

Ein Open Air Event mit Kunst und Musik im Prospect Park, das uns in die 70er Jahre versetzte. Hier verbrachten wir den heißesten Tag des Sommers mit über 100 Fahrenheit. Semi-professionelle Bands von Ethnomusik über Rock bis Rap, Kunstperformance unter schattigen Bäumen, springende Kinder unter dem erfrischenden Wasserspiel, Reis mit roten Bohnen in der Abendsonne, eine hinreißende Rockröhre à la Lady Gaga / Patty Smith tanzte auf ihrem Schlagzeug.


Earl Grey im Waldorf Astoria

Wir entsprachen zwar nicht dem ausgeschilderten Dresscode, durften aber als Besucher in der Lounge des berühmten und 19.Jh.-plüschigen Waldorf-Astoria Hotels Platz nehmen. Wir bekamen von einem blasierten Kellner den besten und teuersten Earl Grey Tee serviert, den wir jemals getrunken haben.


Frische Luft

Mal abgesehen von der Hitze ist die Luft sehr angenehm in Manhattan. Die schnurgeraden Querstraßen führen auf beiden Seiten zum offenen Meer, bzw. Hudson und East River, man sieht meistens auf beiden Seiten das offene Ende der Straße. Gut durchlüftet. In Köln ist es trotz Rhein stickiger.


Hunde und Rauchen

In New York gibt es viele Hunde. Erfreulicherweise aber keine Hundescheiße auf den Straßen, was wohl die letzten beiden Bürgermeister durchgesetzt haben.
Hundesitter wie aus den Hollywood-Filmen, die von 6-8 Hunden an den Händen hinterher gezogen werden. Hunde-Parks, die an allen Seiten mit Schleusen geschlossen sind, sodass berufstätige HundehalterInnen ihre Lieben dort tagsüber "abstellen" können.
Rauchen darf man fast nirgends. Selbst auf den Straßen wird kaum geraucht. Zurück in Köln fiel die Straßenluft wieder unangenehm auf.


Autozubehörgeschäfte

Erst auf den zweiten Blick erkennen wir Europäer, dass es sich hierbei um Geschäfte für Nahrungsergänzungsmittel handelt. In "Motoröl"-Eisenkanistern befinden sich Eiweißdrinks und isolierte Vitamine. Eine der unsäglichen Nachrichten bei CNN: wachsendes Rattenproblem durch weggeworfene Kraftnahrungs-Kanister.


Bettwanzen - Epidemie

Glück gehabt.


Maschine Haus

Abends auf unserem KingSize-Bett im 40. Stock, der Klimaanlage im hermetisch abgeschlossenen Raum lauschend, kommen wir uns wie in einer Herz-Lungen-Maschine vor. Hoffentlich geht nichts schief, denken wir - dann verdrängen wir das Bild schnell wieder. Den Motor eines solch gigantischen Hauses konnten wir oben auf dem Empire State Building richtig spüren. Die elektrische Strahlung der raketenartigen Belüftungsanlage ließ einem die Haare hochgehen.


Grand Central Station

Heftige Unwetter sind typisch für die heißen Sommer in New York - man rechnet nicht damit, und dann rennt man. An diesem Abend haben wir uns in den Bahnhof Grand Central Station geflüchtet, und konnten durch die hohen Kuppelfenster die Blitze beobachten. Eine Prachthalle, wo die begnadete britische Percussionistin und Künstlerin Evelyn Glennie in ihrem Film "Touch the Sound" eine Performance aufgeführt hat - wir haben uns damit beschäftigt, die genaue Position zu suchen. Evelyn Glennie ist eine besondere Künstlerin: sie ist fast taub, und erspürt die Rhythmen mit ihrem ganzen Körper, was eine überraschende Intensität (und Kreativität) in ihrem Spiel ergibt. Ihre Website: Öffnet externen Link in neuem Fensterwww.evelyn.co.uk. Unsere Lieblings-CD: "Shadow behind the iron Sun".


High Line

Eine stillgelegte Hochbahn-Trasse, die durch den Meatpacking-Distrikt zwischen 13. und 9. Avenue (so ungefähr) an der Westseite führte, wurde vor kurzem in einen Park umgewandelt. Über der Stadt flaniert man zwischen frischem Grün und Resten von Eisenbahnschienen, ein bisschen Kunst (eine Glockenspiel-Uhr), alles in ganz leichter und luftiger Atmosphäre. Trotz Prestige ist die Idylle schon wieder bedroht - Unterschriftensammlungen allenthalben.


Starbucks

Ein Muss - aber widerlicher Kaffee.


Identity theft

Auffallend viele Werbeplakate auf den Straßen, und Anzeigen in den Zeitungen: Identity theft insurance policy! Was wird dort angeboten? Eine Mischung aus Versicherung und Detektei gegen Identitätsraub. Bei uns in diesem Ausmaß noch unbekannt, aber schön nachzuempfinden im relativ neuen Thriller von T.C.Boyle: Talk Talk. Mit unseren zukünftigen Chip-Personalausweisen werden wir dem ein Stück näherkommen.



Resumee New YorkStarfotograf Howard Schatz: Fotosession am Washington Square

Luftig, lebendig, vibrierend, schnell, anregend. Teures Leben - trotzdem Wiederkommen und beim 2. Mal noch Neues entdecken.

Spannend: wie organisieren sich die Riesenstädte der Zukunft?

Multikultur: Zweitsprache Spanisch im Kommen. In einigen Metro-Linien ist es schon Erstsprache.

Bis auf einmal Metro-Fahren in Brooklyn, wo wir die einzigen Farblosen waren, fühlten wir uns sicherer als in Kapstadt (was immer das heißt).

Blickkontakte: Man glotzt ja schon mal interessante Leute an, besonders, wenn man sich sicher fühlt - in NYC kam das unerwartet. Mehr Menschen als erwartet reagierten mit Verlegenheit oder aggressivem Lächeln - sehr anders als hier (in Japan ist das auch so). Was das wohl bedeutet?

Washington Park: Howard Schatz, Starfotograf und vielfach ausgezeichneter Künstler portraitierte "Menschen in New York" - wir wurden auch ausgewählt und werden nun vielleicht für eine Belichtungseinheit berühmt (15 sec - 15 min war früher). Öffnet externen Link in neuem Fensterhttp://www.howardschatz.com

Hier unser Starfoto:






Heinz-Dieter Gasper, Ursula Stübner



  •  
  • 3 Kommentar(e)
  •  
Wolfgang Kurtz
02.09.2010
19:08

fascinating

und noch herzlichen Glückwunsch nachträglich :-) Eine wundervolle Sammlung an Eindrücken und kleinen Geschichten...faszinierend... sehr schöne Sätze: "...wir waren die einzigen Farblosen..." "...nach gefühlten 5 Minuten Handlung folgt ein Werbeblock von 20 Minuten, danach hatte man schon vergessen, worum es im Film ging..." nice!

Michael Hinterauer
03.09.2010
06:45

Perfekte ...

Wiedergabe des Erlebten, interessant und mit offenem Geist. Wunderbar !

Karin Schneider
21.09.2010
16:32

Gefeliciteerd!

Hallo Ursula,

herzlichen Glückwunsch zu der runden Zahl!
Guter Bericht 'über New York, obwohl ich es eine ganz Un-Ursula-hafte Stadt finde...
Sehr anschaulich geschrieben, ich kann mit richtig vorstellen wie ihr durch den Park rennt.

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