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Schamanisches Märchen: Holunder

Holunderblütentee

Der Felder waren inzwischen völlig überdüngt und die Böden deshalb so gut wie mehrfach tot. Die Regierung machte sich schon Sorgen um die Menschen, die blass, abgespannt, energie- und lustlos durch den Alltag trotteten. Die Ernährungslage war fatal, zwar im Überfluss, aber industriell so aufbereitet und übersterilisiert, dass jede Vitalität fehlte.
Die Grünen erinnerten sich, dass es früher einen vorindustriellen Zugang zur Pflanzenwelt gab. Hier könnte Rat geholt werden. Sie schickten drei Abgeordnete los.

Auf ihrem langen Weg, über dem Berg, durch ein besonderes Tal in üppiger Natur, überfiel sie Müdigkeit und unter einem Holunderbusch, noch ihr Anliegen im Kopf, schliefen sie ein. Tief im Schlaf, an ihrem kritischen Verstand vorbei, erreichte sie die Stimme der Pflanze, der hübschen, duftenden Holunderblüten-Dolde:

"Ich bin dafür da, dass Ihr magisches Essen lernt. Das heißt, wirklich zu erkennen, was Euch die Energie zu Leben gibt. Es gibt süße, saure und bittere Nahrung, jedes hat seinen Platz. Seid achtsam auf Euren Bauchraum. Seid genügsam, aber verschwenderisch bei der liebevollen Zubereitung der Nahrung. Seid untereinander freudig und festlich beim gemeinsamen Essen. Das nährt und gibt Euch alle Lebendigkeit."

Die Nachricht verbreitete sich rasch, und so kam es, dass Holunderblütentee in den Wohnungen, in Kindergärten, Heimen und Krankenhäusern Einzug hielt. Die Menschen bekamen wieder Appetit, rosige Ausstrahlung und elastischere Bewegungen. Es braucht wohl nicht extra erwähnt zu werden, dass auch die Landwirtschaft von Grund auf gesundete.





Überlieferung aufgezeichnet von Ursula Stübner

 





Holunderblüten, so wissen wir, sind seit keltisch-germanischen Zeiten in unserer Nahrung, bzw. in Kräutertees verankert. In dieser Tradition sind sie z.B. in folgenden Heuschrecke-Kräutertees enthalten und begleiten uns wie damals durch den Alltag und das Jahr: Frühlingstee, Sommertee, Märchentee, Keltischer Haustee, Keltischer Abendtee.

 



Tags: holunderblüten, schamanisch, märchen, grüne, abgeordnete
Anzahl Aufrufe: 5037
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  • 1 Kommentar(e)
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Peter Kirwel
21.12.2009
17:03

Herr

Hallo Ursula,
schön, daß sich in Deinem Märchen die Grünen noch erinnern ....
"Seid untereinander freudig und festlich beim gemeinsamen Essen." - ein wunderbarer Satz - und Wunder wirkt ein Tischgebet, gleich welchen Bekenntnisses. Einfach gleich morgen ausprobieren, z.B. für eine Woche lang (rheinisch-katholisch ganz kurz und knackig:"Komm, Herr Jesus, sei unser Gast, und segne, was Du uns bescheret hast, Amen"). Jeder Tag ist ein Geschenk, die Erde ist ein Geschenk, jedes Essen ist ein Geschenk - alles andere Denken ist Größenwahn.
Freundlichst
Peter

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