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Heuschrecke
17.04.2012
11:51

Warum wird Tee teurer?

Hintergründe zur Preisentwicklung bei Bio-Tee

Europäische Hauptstadt



Seit ca. 2 Jahren ziehen die Teepreise weltweit stark an, und ein Ende ist noch nicht abzusehen. Auch Bio-China- und -Indientees sind 2012 deutlich teurer geworden.
Als KonsumentIn ist man versucht, Preissteigerungen auszuweichen - wir versuchen hier aufzuzeigen, warum das wahrscheinlich nicht weiterhilft.
Grund für die starken Erhöhungen im Bio-Bereich ist ein ganzes Bündel von Entwicklungen. Am Beispiel von China erläutern wir hier einige davon.







Eurokrise und Wechselkurse. Bezahlt wird der Tee in Euro. Gegenüber den chinesischen Rinminby bzw. Yuan (ebenso wie bei indischen Rupien, japanischen Yen) ist der Euro im Vergleich zum Vorjahr nochmal gesunken, was für die chinesischen Exporteure jetzt im Jahr 2012 allein 20% Verlust bedeutete, wenn nicht die Euro-Preise erhöht würden.


 





Europäische HauptstadtEntwicklungs- und Schwellenländer, Landflucht, Wanderarbeit. China boomt, bei steigenden Kosten und Inflation. Die Produktionskosten und Löhne haben sich innerhalb kurzer Zeit verdoppelt.
Dennoch geben immer noch viele Bauern wegen fehlenden Einkommens ihr Land auf und gehen als Wanderarbeiter in die Städte, der höheren Löhne wegen.
Auf dem Land werden infolge dessen mehr Arbeitskräfte angeworben - wegen der schwereren Landarbeit ist gute Bezahlung nötig, und "um die Freude, zu produzieren" zu erhalten, wie unser Teemakler es formuliert. Rapunzel hatte mal so eine schöne Plakatwerbung, die es trifft: "Bauern sind keine Bettler".








Europäische HauptstadtBio-Sicherheit und sicheres Einkommen. Die Existenzsicherung der Bauern ist nicht nur in einem Land wie China absolut notwendig, um die Sicherheit von Lebensmitteln herzustellen, besonders im Bio-Bereich. Die Initiative Fairbiotea gibt u.A. Geld für Maßnahmen, die die Bioqualität verbessern und konkret für die Bauern ein Zusatzeinkommen bedeuten, z.B. die eigene Kompostherstellung. In zugekauftem Bio-Kompost waren Rückstände von Chemikalien gefunden worden.












Europäische HauptstadtReparaturkosten für sicheres Bio. Ist Glyphosat im Tee die Antwort auf zu niedrige Teepreise?
Erst jetzt ist das omnipräsente Unkrautvernichtungsmittel Glyphosat (Round Up, Monsanto) in den Fokus gerückt und das globale Ausmaß der Durchseuchung von Lebensmitteln allgemein durch Glyphosat bekannt geworden.
So erhalten die Bio-Teebauern von Fairbiotea jetzt einen Extra-Lohn für die rein manuelle Unkrautbeseitigung in den Teefeldern, um dieser Arbeit ihren gerechten Wert zu geben. Allein diese Maßnahme macht einen Mehrpreis von 0,50 EUR/ Kilo Biotee aus.
Schon grundsätzlich kostet Bio mehr. Es braucht z.B. viel mehr Arbeitskraft (und Löhne), eine Pflanzen von Hand mehrfach und immer zum rechten Zeitpunkt zu pflegen, als ein chemisches Präparat aufzubringen. So ist Preisdumping bei Bioprodukten immer kontraproduktiv, da Produzenten dann häufig keinen anderen Ausweg wissen, als verbotene chemische Substanzen einzusetzen, um keinen Verluste zu erleiden.
Unter folgendem Link sind auf der Fairbiotea-Seite die Bio-Mehrkosten einmal gut aufgeschlüsselt:
Öffnet externen Link in neuem Fensterhttp://www.fairbiotea.de/assets/pdf/Hoehere_Kosten_Stand19112009.pdf








Europäische Hauptstadt

Teekultur kontra Niedrigpreise. Die chinesischen Teefarmen leben von der Vielfalt ihrer traditionellen Teesorten. Die höherwertigen und Spitzentees werden während der früheren Pflückungsperioden hergestellt  und zum großen Teil im Inland konsumiert (in China selbst werden für Tee insgesamt bessere Preise erzielt als im Export).
Darüber hinaus gibt es den "Resttee", einfache, typische Standardqualitäten, die aus späteren Pflückungen in Mengen produziert werden. Seit den 60er Jahren sorgt die chinesische Regierung in ihrem Devisenprogramm dafür, dass die Massentees mit subventionierten Lizenzen exportiert werden. Die erzielten Preise lagen damals wie heute unter den Produktionskosten der Teefarmen. Für konventionelle Farmen im Gesamtergebnis vielleicht noch tragbar - bei Bio funktioniert das nicht mehr.
In Deutschland sind vor allem diese Standard-Tees  bekannt, denn wegen der deutschen Preis-Rigidität finden höherwertige Tee leider zuwenig Nachfrage. So entsteht das Ungleichgewicht, dass Deutschland hauptsächlich China-Tees konsumiert, die nicht-kostendeckend produziert worden sind (erinnert an das innereuropäische Dilemma des deutschen Export-Überschusses). In anderen europäischen Ländern liegt die Wertschätzung für Teequalitäten vergleichsweise höher.





Globale Teeknappheit. Prosperierende "Entwicklungs- und "Schwellen"länder konsumieren ihre landwirtschaftlichen Produkte verstärkt selbst. Eigentlich gut. Für uns heißt das: seit 2 - 3 Jahren ist deutlich eine Verknappung der Teebestände bemerkbar, was sich ebenfalls preislich auswirkt. In den teeproduzierenden Ländern selbst wird aufgrund des steigenden Lebensstandards ca. 30% mehr Tee konsumiert, gleichzeitig importieren im Zuge der Globalisierung weitere Länder Tee, die dies bisher kaum getan haben: z.B. Osteuropa, Russland, asiatische und südamerikanische Länder.



Europäische Hauptstadt
Teure Qualitätsansprüche der Importländer. Die westlichen Qualitäts- und Bio-Standards verursachen in den typischen, deutlich ärmeren Agrarländern extreme Kosten.
Inzwischen übersteigen die Kosten von 10 - 15 Zertifizierungen, die den Teeproduzenten abverlangt werden, nicht selten die gesamte Lohnsumme aller Bauern.
Insgesamt ist es eine absurde Realität für Übersee-Ware mit zertifizierten Qualitäts- und HACCP-Konzepten sowie mehrerer Bio und Fair-Zertifizierungen (für die verschiedenen Importländer), dass die Bürokratiekosten mitunter den Wert des Lebensmittels übersteigen, ohne dass Bauern oder Konsumenten einen adäquaten Nutzen davon hätten.






Explodierende Laborkosten.
In agrarischen Ländern, wo unter Armutsbedingungen produziert wird, kollidieren die westlichen Qualitäts- und Bio-Standards zwangsweise mit den Alltagsbedingungen. Und dabei geht naturgemäß etwas schief. Im fairen Umgang zwischen Produzent und Importeur gibt es Beratungs- und Reparaturstrategien, aber es gibt auch immer höhere Analysekosten. Hinzu kommt, dass unsere Technik immer feiner und teurer wird  - man findet Substanzen, die man zwei Jahre vorher nicht buchstabieren konnte. Es gibt erschwerte Bedingungen durch den Klimawandel, Klimadruck, vermehrte Abdriften, Überflutungen aus konventionellen Feldern und verseuchtes Grundwasser, unwissentliche Kontaminationen und (nicht mal als häufigstes) manchmal auch einfach Betrug. In den letzten zwei Jahren haben sich die Laborkosten vervierfacht.



Europäische Hauptstadt
Verlust des Qualitätsniveaus. Eine gängige Strategie ist bei Preissteigerungen, auf die nächstniedrigere Qualitätsstufe auszuweichen.
Dies ist schleichend in den letzten 10 Jahren in Deutschland passiert. Kein Witz: das Teeniveau und damit die Fachkenntnis über Tee ist bei Bio-KonsumentInnen wirklich messbar gesunken. Wir haben es zunehmend schwer, Qualitäten, die über Standards hinausgehen, an den Mann und an die Frau zu bringen - und manchmal werden höherwertige Tees nur wegen ihres ausgeprägteren Geschmacks reklamiert.
Eine längerfristige Folge des Preisdrucks ist, dass die Einnahmen der Bauern nicht die Betriebskosten decken. Speziell im Teebereich wird die Kostendeckung hauptsächlich mit den hochwertigen Tees der beiden ersten Pflückungsmonate erreicht.
Ohne die Bereitschaft des Handels und der westlichen Verbraucher, für Qualität adäquate Preise zu bezahlen, bleibt ihnen nur die Möglichkeit, die Bioproduktion wieder aufzugeben (oder zu betrügen). Wir haben in Darjeeling, in China, und auch bei edlen Gewürzen wie Safran und Vanille in verschiedenen Ländern erlebt, dass Bauern und Farmen ihre Biozertifizierung in Phasen niedriger Weltmarktpreise nicht mehr verlängert haben/konnten.




Europäische Hauptstadt
Bio ist ein Versprechen. Ein Prozess - noch nicht die Lösung. In der globalen Welt gibt es zu viele komplexe Probleme, die kurzfristig nicht überwindbar sind. Kleines Beispiel: Pestizid S421 - auch so eine ubiquitäre Durchseuchung von Lebensmittel aufgrund staatlich verordneter Mücken & Malaria-Prophylaxe und Zwangsentwesung von Lager- und Wohnstätten. Wir müssen weiter am Bewusstsein von Produzenten - und eigentlich auch von Politkern - arbeiten.
Unsere Strategie ist: wir gestehen den Produzenten gerechte Preise zu, und auch eine Weiterentwicklung ihres Lebensstandards. Dafür bieten wir: keine perfekte Welt, aber Produktkultur: ein umfassendes Programm aller Qualitätsstufen. Bei unseren Standard-Tees, z.B. den Aktionstees, wählen wir gerne die höchste verfügbare Qualität aus. Als Fairbiotea-Partner arbeiten wir, sooft es geht, mit den 4 chinesischen Fairbiotea-Teefarmen zusammen. Für den bezahlten Preis bekommt man einen gerechten Gegenwert.
Wir sehen wie der Agrarbericht 2009 die (kleinbäuerliche) Bio-Landwirtschaft als wichtigsten Baustein zur Zukunftssicherung der Welternährung, und wollen dazu beitragen, dass "die Freude, zu produzieren" für die Bio-Bauern erhalten bleibt.




************************************
Die Fotos stammen nicht aus China, sondern aus einer europäischen Haupstadt.
Wer als erstes diese Hauptstadt errät, dem senden wir 1 x 100g eines erlesenen China-Faribiotea-Tee zu.
Es gilt das Datum des Kommentars ... also los.


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Ursula Stübner, Heinz-Dieter Gasper

Wir freuen uns auf Ihre Meinung - Kommentare 2
Tags: bio-tee, china, bio, fair, fairbiotea, preisentwicklung, wechselkurse, qualität, biosicherheit
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Heupd: Köln-Mülheim verordnet Nachtruhe

Gestaltungshoheit der Kommunen nach Leipziger Fluglärm-Urteil




KÖLN-MÜLHEIM heupd | Als erste Kommune in Deutschland nutzte die Bezirksverwaltung Köln-Mülheim nach dem Leipziger Richterspruch zum Nachtflugverbot in Frankfurt die neu gewonnene Gestaltungshoheit über den kommunalen Luftraum.
Bezirksbürgermeister Norbert Gans (SPD): "Mer op dä schäl Sigg sin schon emmer jet flöcker jewese als de andere." Künftig gilt ab 20:00 Uhr mit dem Gong der Tagesschau ein absolutes Überflugverbot für Köln-Mülheim. An Tagen mit spannenden Fußballübertragungen ist sogar schon ab 18:00 Uhr Ruhe angesagt. Gans: "Wat soll dat denn, wenn man sin eijeed Wood nid mih hüre kann? Un naach's tut dä Kraach eets rääch weh en dä Uhre. De Pänz knaatsche off, weil se nid schlofe künne. Fott domet."
Die Köln-Mülheimer waren nicht schon immer schneller, sondern auch rabiater als das restliche Köln, "sonst hätt mer nid mih uns Mülhemmer Freiheit" so Gans. Versuchen der Flughafenbetreiber, das nächtliche Überflugverbot zu ignorieren, wird sofort mit Tower- und Landebahn-Besetzungen entgegengetreten, auch Fesselballons sind gesichtet worden. Und hier gibt es auch keinen einzigen Polizisten, der die Sitzblockierer davontragen würde. "Mer verstonn uns als jood funktionierede Jemeinschaff. Och uns Metbürger un Metbürgerenne met Migrationshingergrund sin dobei." Für diesen Mut muss die rechtsrheinische Kommune einfach beglückwünscht werden. hg/us





heupd - Pressedienst für unterbliebene und unterdrückte Nachrichten


Seltsam

Kathrin Franckenberg: Ich finde auch, es ist z.Zt. seltsam -



Kathrin Franckenberg: Seltsam




"Jetzt ist allgemein eine komische Zeit, ich hoffe, es bleibt ruhig. "


"Ich finde auch, es ist z.Zt. seltsam - "











Kathrin Franckenberg
Kathrin Franckenberg ist Künstlerin, Meisterschülerin von M. Cassou, USA ("Point Zero"), Kunstglaserin, ausgebildet im "Begleiteten Malen", Ergotherapeutin, SI-Therapeutin (DVE) für Kinder, tätig in der Erwachsenenbildung und begleitet seit mehreren Jahren kleine und große Menschen auf ihrem kreativen Weg.   Öffnet externen Link in neuem Fensterwww.malfreude.de



"Galumphierend:

Hat in seinem Wortklang etwas Lebendiges. Wie ein freudiges, galoppierendes Pferd seiner inneren Bewegung zu springen und zu hüpfen folgt, so folge ich auch mit dem Pinsel in der Hand, dem, was sich in mir regt. Und dem, was mich auch von „Außen“ berührt und bewegt. Was entsteht, in mir, ist auch diese Lebendigkeit, die verschiedenen Tempi, wenn es langsam wird, wenn ich stolpere, wenn ich falle, wenn ich wieder aufstehe – metaphorisch gesehen – und es hat auch eine Qualität von Absichtslosigkeit und nicht festlegen wohin, kein Ziel, ein Im Moment erleben mit der permanenten Möglichkeit, alles wieder zu zerstören und zu verändern. Das ist das spielerische Element. Das ist das Kreative. Das ist Spiel. Alles fällt auch wieder auseinander und wird neu zusammen gepuzzled, um sich beim nächsten Pinselstrich wieder zu transformieren. Es ist ein lebendiger Prozess, im Geboren werden und Sterben – ein Feld, das Kreativität ist. Ein Raum des alles und nichts, aus dem heraus Kreativität sich als Form und Farbe sichtbar werden lässt. Spontan, unreflektiert, unzensiert, erforschend, momentan…

Ja, und vielleicht berührt es etwas, das der Betrachter auch in sich kennt…"   Kathrin Franckenberg



Bilder vergrößern = bitte einmal anklicken.



 

 





 

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Tags: point zero painting, kreatives malen, authentisches malen, malfreude
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Schwarzes Gold: Kompost. Fairbiotea-Bericht

Entwicklungsprogram natürlicher Nährstoffkreislauf. Kompost-Seminar, Kompostherstellung und Forschung.

Fairbiotea ist ein von der Kontrollstelle IMO geprüftes Qualitätsmanagement-System unseres langjährigen Teeimporteurs, entstanden wegen der unsicheren Situation in China bezüglich Bio-Qualität und sozialer Lage der Teebauern.
Mittel sind Schulungen der Bauern, intensive Begleitung bei Prozessentwicklung und Analytik, Abnahme- und faire-Preis-Garantie - ohne die Almosen-Rückvergütungssysteme der kommerz. Fairtrade-Organisationen - , konkrete Verbesserung der Situation der Teebauern durch Zuteilung von Gärten und Kühen, faires Lohnsystem, Verbesserung der Ökologie (Nährstoffkreisläufe).

Vier Teegärten, von denen der Hauptteil unserer China-Tees auch stammt, sind bisher Teil des Fairbiotea-Systems.

Die Überwachung und Begleitung der Maßnahmen ist sehr aufwendig (und teuer, wir zahlen entsprechend einen Aufpreis an den Koordinator), und es gibt eine ständige Auseinandersetzung der Kulturen: was ist machtbar, was wird nicht akzeptiert, wie macht man es besser.

Die Inspektionsberichte zu den Farmen, die auch ethno-soziologisch sehr interessant sind (es wird nicht beschönigt oder glattgeschrieben), werden auf der Website Öffnet externen Link in neuem Fensterwww.Fairbiotea.de   veröffentlicht.

Auf dem Logo-Aufkleber auf unseren Teetüten wird auf die Website hingewiesen. Zur Zeit tragen im Heuschrecke-Sortiment ca. 20 Sorten reine und aromatisierte China-Grün- und Weiße Tees das Fairbiotea-Logo.

 

Hier folgt nun der "Kompost-Newsletter".  Für uns Städter weit weg, aber Kompost ist wirklich schwarzes Gold, und eine richtige Wissenschaft.

 

 





Fairbiotea - Newsletter 12/11:

 

Entwicklungsprogram natürlicher Nährstoffkreislauf

 

Kompost-Seminar, Kompostherstellung und Forschung







Im Oktober 2011 wurde im Auftrag des "fairbiotea"-Importeurs ein Seminar veranstaltet.

Kompost-Training 2011: Weltweit geht die Menge des Humus zurück.Das Seminar wurde von dem Bodenkundler Tobias Bandel von www.soilandmore.nl geleitet, der in vielen Ländern Kompostberatung durchgeführt hat.
In diesem Seminar, an dem Vertreter aller "fairbiotea"-Farmen, der lokalen Verwaltung, landwirtschaftliche Verbände und andere Einrichtungen teilgenommen haben, wurden aktuelle Erkenntnisse im Zusammenspiel zwischen landwirtschaftlicher Nutzung, Bodennutzbarkeit, Klimawandel und die zukünftige Ernährung einer zunehmenden Weltbevölkerung vermittelt.

CO2 Zertifizierung (Öffnet externen Link in neuem Fenster http://www.tuev-sued.de/uploads/images/1179753188212007230018/klima_validation_Ausgleich_d.pdf ) CO2 Fußabdruck ( Öffnet externen Link in neuem Fensterhttp://de.wikipedia.org/wiki/%C3%96kologischer_Fu%C3%9Fabdruck ) und Emissionshandel ( Öffnet externen Link in neuem Fensterhttp://de.wikipedia.org/wiki/Emissionsrechtehandel ) als Refinanzierungsquelle bei der Kompostnutzung in der Landwirtschaft wurden vermittelt.





Kompost-Training 2011: Untersuchung der Bodenbeschaffenheit

Die Fruchtbarmachung der Wüste und die Umkehrung zunehmender Verwüstung im Klimawandel und durch die industrialisierte Landwirtschaft waren ebenso Bestandteil dieses Vortrages. Kompost kann die Bodenfruchtbarkeit wiederherstellen.


Neben diesen globalen Themen fand ein 3-tägiges praktisches Training in den Tee-Farmen statt, bei dem der Zustand der Bodenfruchtbarkeit und die Verfügbarkeit unterschiedlicher Biomassen für die Herstellung von hochwertigem Kompost untersucht wurden.

Danach wurde das notwendige Wissen bei der Kompostherstellung vermittelt und praktisch umgesetzt. Ein wesentlicher Bestandteil war hierbei auch die Herstellung und die Nutzung von Kompost-Tee.

Danach wurden die Eckdaten für das Kompost-Forschungsprojekt festgelegt, die für das Monitoring wichtig sind.
Mehr dazu finden sie auch unter www.fairbiotea.de/Land/Provinz/Anhui/hecheng.html

Im Jahr 2011 wurde zusammen mit den Produzenten ein neuer Plan für die Entwicklung eines Nährstoffkreislaufes entwickelt. Die Finanzierung hierfür wurde vertraglich sichergestellt und wird zukünftig teilweise mit Bonuszahlungen, als Zuschuss für die Bezahlung der Kompostarbeiter, finanziert. Der Großteil der Kosten wird von den Produzenten übernommen.

 

Bei dem neuen Plan geht es zunächst um ein Forschungsprojekt, das die sinnvolle Nutzung von Kompost am praktischen Beispiel belegen soll.
Mit einem Berater von www.soilandmore.nl wurde ein professioneller Bodenkundler engagiert, der das Training für die richtige Kompostherstellung übernehmen wird. Hierfür fallen im ersten Schritt ca. 10.000 Euro Kosten an, die vom "fairbiotea"-Importeur übernommen werden.

Kompost-Training 2011: Der Kompost-Profi zeigt, wie es geht.Kompost-Training 2011: Der Kompost-Profi zeigt, wie es geht.

 

 













Kompost soll zunächst im Rahmen eines Forschungsprojektes, an einem zentralen Platz der Farm, nach Anleitung des Spezialisten und nach entsprechenden Plänen hergestellt werden und von entsprechend geschulten Kompost-Managern umgesetzt werden.

Die benötigte Biomasse für diese Kompostherstellung, d.h. grüne Biomasse, braune Biomasse, Holz, tierische Exkremente, Ton, Asche und Kalk, kommt überwiegend aus der Farm, kann allerdings auch von außerhalb beschafft werden, wenn die Produkte in der Farm nicht verfügbar sind.
Dieser Kompost soll in verschiedenen Varianten und Qualitäten hergestellt werden und die Herstellungsmethoden sollen dokumentiert werden.

Im Anschluss soll auf verschiedenen Testflächen die unterschiedliche Nutzung des Kompostes studiert und dokumentiert werden.

Hierbei werden unterschiedliche Mengen Kompost auf unterschiedlichen Testflächen unter den Tee-Büschen deponiert, hochwertigster Kompost wird als Kompost-Tee aufbereitet und auf die Tee-Pflanzen anderer Testflächen gesprüht. Und es wird Flächen geben, auf denen sowohl ein Depot angelegt wird, als auch Kompost-Tee gesprüht wird.

Es wird zudem Testflächen geben, bei denen Schattenbäume als Boden-Verbesserer einbezogen werden. So soll studiert werden, wie viel Kompost für eine positive Entwicklung der Pflanzen nötig ist und wie dieser eingesetzt werden muss.

Kompost-Training 2011: D ie Herstellung und Nutzung von Kompost-Tee.Kompost-Training 2011: D ie Herstellung und Nutzung von Kompost-Tee.

 

 

 

 

 

 









Nach ca. 3 Jahren, am Ende des Projektes, soll ausgewertet werden, ob die Kompostproduktion ökologisch und ökonomisch rentabel ist: D.h. wie hoch sind die Kosten für Herstellung und Ausbringung, wie gesund sind die Pflanzen und um wie viel steigt der Ernteertrag.

Die Hoffnung und Erwartung besteht, daß dieses Forschungsprojekt sowohl ökologisch als auch ökonomisch erfolgreich sein wird, die Pflanzen widerstandsfähiger werden und die Erntemengen so stark steigen, daß eine entsprechende Kompost-Großproduktion für die gesamten Tee-Flächen der Farm rentabel wird und problemlos finanzierbar ist.

So könnten misstrauische Bauern und Produzenten von der Herstellung und Nutzung von Kompost im Nährstoffkreislauf überzeugt werden. Das ist nötig, damit der neue Plan zukünftig mit dem Engagement der Bauern und der Produzenten unterstützt wird.
Nur so wird die Entwicklung des Nährstoffkreislaufes möglich.






Mehr Informationen auf Öffnet externen Link in neuem Fensterwww.fairbiotea.de





Fairbiotea Lizenznehmer

Beispiele: Heuschrecke-Bio-Grüntee mit Fairbiotea-Logo
Lizenznehmer sind Tee-Hersteller, -Großhändler und -Versandhändler.


Heuschrecke Naturkost GmbH ist einer der ersten Lizenznehmer. Im Juni 2011 wurden wir als erster Lizenznehmer innerhalb unserer normalen Bio-Kontrolle auf die Einhaltung der Fairbiotea-Regeln zertifiziert.












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Tags: fairbiotea, nährstoffkreislauf, kompost, bio-tee, china
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Schamanisches Märchen: Löwenzahnblüte

Löwenzahnblüte: Das Leben beginnen, so, wie Du gedacht bist



Im Löwenzahnraum fand das Unterrichtsfach ‚Demokratie und Eigenverantwortung' statt. Das Fach ist neu. Es wurde notwendig, nachdem Rechtspopulisten während mehrerer Legislaturperioden die Mehrheit errungen, und jetzt nur knapp die erneute Mehrheit im Parlament verfehlten hatten. Das war dem ehrwürdigen Kulturministerium, wo die Alt-2013er, eingeschlossen wie auf einer Insel, Stellung bewahrt hatten, eine Warnung.
Diese Fach stand bereits für die Erstklässler auf dem Plan, und wurde mit immer komplexeren Inhalten bis zur Abschlussmatura geführt. Die Schüler mochten es. Hier wurden sie ernst genommen. Und in kleinem Maßstab brachten sie erste regionalpolitische Projekte auf den Weg.

Die 14-Jährigen machen sich mit ihren DragonPads unter dem Arm auf den Weg in die Stunde.
Seit mehreren Unterrichtseinheiten behandelten sie die Geschichte der Demokratie und sind jetzt in der Moderne angelangt.

Lars fragt: "Wo fängt meine Verantwortung an, die Politik mitzubestimmen, und wie kann ich an den wichtigen Entscheidungsprozessen für unsere Belange der Zukunft teilnehmen, und verstehe vorher, was da eigentlich alles entschieden werden soll?" Inka pflichtet bei: "Ich bin jetzt alt genug, und will aufpassen, dass die Gesellschaft auch für uns Jugendliche funktioniert."

Ihr Lehrer bestätigt. "Ihr seid jetzt in einem wichtigen Alter, herauszufinden, was Ihr von diesem Leben und dem Ort, wo Ihr hineingeboren seid, eigentlich wollt. Oder umgekehrt - was das Leben und der Ort Euch versprochen haben. Lasst uns die Eingangsmeditation zu dieser Stunde machen." Das war nicht mehr ganz neu: nicht nur der Intellekt, sondern eine ganzheitliche Intelligenz sollte ausgebildet werden. Die Schulen wollen unbestechliche, selbstbewusste Menschen entlassen können, die sich von niemandem an der Nase herumführen lassen würden. Weder von Partikularinteressen der Wissenschaft, noch der Wirtschaft.

Die Jugendlichen setzen sich zurecht und betrachten die schönen, großformatigen Fotos an den Wänden: Löwenzahn, die gelben Blüten, Pusteblumen.

Lars, Inka und ihre Freundesgruppe fassen ihre Eindrücke aus der Meditation in einem inspirierten Text zusammen, und tragen ihn vor:

"Ich lasse Dich sanft wachsen, aber für Dich ist es eine große Aufgabe, Dich so stark aufzurichten, dass das Licht Dich erreicht. Der Wirbelsäulenkanal soll Dich tragen, ernähren, Dein Gesicht blühen lassen.
Du bist selbst verantwortlich für Deinen Standort -, der soll erspürt werden, und Terra incognita soll erkannt werden. Es wird leichter, wenn Du Dich auf Deinen Ort konzentrierst, aber das wird Dir gezeigt. Du brauchst Dich nur nach oben ausrichten, alles weitere geschieht. Es ist Dir bestimmt, zu blühen."



Die zweite Gruppe um Kurt und Melanie präsentiert danach ihren Teil:

"Du triffst ständig innere Entscheidungen, wie großherzig Du bist.
Du bist ständig am Tarieren, warum du Dich kleiner ausgibst.
Das einzige Kriterium ist, was Du mit deiner Größe machst.
Du bist an Oben und Unten angebunden, dazwischen windest Du Dich, genug Verantwortung anzunehmen.
Ein Indikator der Angst, zuwenig zu tun, ist: fühlst Du Dich nach oben offen oder geschlossen? Das Weitere kann erst darauf folgen - Drittes Auge, Hellsichtigkeit, rechte Gehirnhälfte ausbilden. Zuerst die Entscheidung, Größe zuzulassen. Du bist seit Deiner Geburt auf dem Weg."



"Puh, das klingt aber auch anstrengend, nicht nur locker flockig," meint Franzi aus der dritten Gruppe. "Einerseits tolle Lebensprinzipien, aber für junge Menschen wie uns ohne Lehrer und Vorbilder gar nicht zu bewerkstelligen. Wie werden wir beschützt vor schlimmen Irrtümern oder richtig tückischen Anführern, die wir nicht durchschauen können? Aber ich lese jetzt mal unseren Text vor."


"Getauft in Licht - die Lichttaufe erlaubt Dir, das Leben neu zu beginnen, so, wie Du gedacht bist. Ein wunderbarer spiritueller Moment, durch uns als Symbol begleitet.
Ich habe den Lichtkranz auf meiner ausgerichteten Gestalt. In wenigen Momenten Luft. Die Samen fliegen davon. Es heilt das Denken, alles müsse materiell verankert sein. Die Luft, das Licht, heilen diese Schwere."




Nachdem sie in gemeinsamer Runde die Essenz der Meditation diskutiert hatten, machen die Jugendlichen eine Wunschliste für die nächste Unterrichtseinheit. Sie wollen in Kooperation mit dem Informatik-Projekt ein WikiSchool-Modul für angewandte Demokratie in Schulen programmieren.




Aufgezeichnet von Ursula Stübner






In Kürze beginnt der Löwenzahn zu blühen.
Man kann z.B. frisch gepflückte Blüten in einen Kräuteraufguss dazugeben (ca. 2-5 Stück auf einen Liter). Einige Imker bieten reinen Löwenzahnhonig an, der ein mildes, aber betörendes Aroma hat.
Löwenzahnblüten sind schwierig zu trocken, daher sind sie selten in Tees zu finden (nur in unserem Frühlingstee) - aber es gibt viele Gewürz- und Kräutertees mit Löwenzahnblatt oder -Wurzel in unserem Sortiment:  (alle Zutaten aus kbA):

  • Wildkräuter, geschnitten, Zutaten: Bärlauch, Dost, Quendel, Löwenzahnblatt, Brennnessel-Blatt
  • Himalaya Wildkräutersalz, Zutaten: Himalaya Kristallsalz# Pakistan fein (75%), Quendel, Dost, Löwenzahnkraut, Bärlauch, Brennnesselkraut
  • Frühlings - Tee,   Zutaten: Birkenblätter, Lindenblüten, Ysop, Schafgarbe, Brennnessel, Melisse, Holunderblüten, Wacholderbeeren, Queckenwurzel, Löwenzahnblüten
  • Wellness - Ayurveda  -Tee, Zutaten: Pfefferminze, Zitronengras, Fenchel, Hagebuttenschale, Cassia-Zimt, Augentrost, Ingwer, Nelke, Melisse, Cardamom, Süßholz, Löwenzahnwurzel, Pfeffer schwarz





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Tags: schamanisch, märchen, löwenzahnblüte
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