Blog-Text-Suche

Meist gelesene Posts

Trocknungsverfahren für Kräuter und Gewürze
96003 mal gesehen   21.03.2014
Heiliger des Monats März: Oscar Romero
94576 mal gesehen   24.03.2014
Blogst Du hier!
75435 mal gesehen   21.10.2009
Verschwörungstheorien
75384 mal gesehen   19.05.2010

Archiv

Abonnieren für RSS-Reader

RSS 0.91Nachrichten
RSS 2.0Nachrichten

Zur Zeit wird gefiltert nach: Oktober 1
Filter zurücksetzen

Bild - keine Worte

Kathrin Franckenberg: Heilige Ursula am 21.10.

 

Kathrin Franckenberg: Hl. Ursula

 

 

So kann es gehen:

"Hier habe ich eine kleine Zeichnung - zu der ich keine Worte habe."

"Das Bild erinnert mich an die heilige Ursula. Sie wird oft so dargestellt, dass sie schützend mit so einem entschlossenen Gesicht vor ihren Gefährtinnen steht, als die Hunnen angreifen,  auch Goya hat sie so gemalt."

 

 

 

 



Kathrin Franckenberg
Kathrin Franckenberg ist Künstlerin, Meisterschülerin von Michelle Cassou, USA ("Point Zero Painting"), Kunstglaserin, ausgebildet im "Begleiteten Malen", Ergotherapeutin, SI-Therapeutin (DVE) für Kinder, tätig in der Erwachsenenbildung und begleitet seit mehreren Jahren kleine und große Menschen auf ihrem kreativen Weg.   Öffnet externen Link in neuem Fensterwww.malfreude.de

Wer mehr zum Malfreude Atelier anschauen möchte, kann dies nun auch auf YouTube tun. 6 Minuten Einblicke unter:

https://www.youtube.com/watch?v=toyIS39bpxU

 





"Galumphierend:
 
Hat in seinem Wortklang etwas Lebendiges. Wie ein freudiges, galoppierendes Pferd seiner inneren Bewegung zu springen und zu hüpfen folgt, so folge ich auch mit dem Pinsel in der Hand, dem, was sich in mir regt. Und dem, was mich auch von „Außen“ berührt und bewegt. Was entsteht, in mir, ist auch diese Lebendigkeit, die verschiedenen Tempi, wenn es langsam wird, wenn ich stolpere, wenn ich falle, wenn ich wieder aufstehe – metaphorisch gesehen – und es hat auch eine Qualität von Absichtslosigkeit und nicht festlegen wohin, kein Ziel, ein Im Moment erleben mit der permanenten Möglichkeit, alles wieder zu zerstören und zu verändern. Das ist das spielerische Element. Das ist das Kreative. Das ist Spiel. Alles fällt auch wieder auseinander und wird neu zusammen gepuzzled, um sich beim nächsten Pinselstrich wieder zu transformieren. Es ist ein lebendiger Prozess, im Geboren werden und Sterben – ein Feld, das Kreativität ist. Ein Raum des alles und nichts, aus dem heraus Kreativität sich als Form und Farbe sichtbar werden lässt. Spontan, unreflektiert, unzensiert, erforschend, momentan…
 

Ja, und vielleicht berührt es etwas, das der Betrachter auch in sich kennt…"  

Kathrin Franckenberg

 

 

 

 

 

 

Wir freuen uns auf Ihre Meinung - Kommentare 0
Tags: point zero painting, authentisches malen, intuitives malen, kreativität, kunst
Anzahl Aufrufe: 71

Hibiskus-Blüten - Die exotische Säure

Joshuas Gewürzreise: Hibiskus-Blüten

 

 

 Heuschrecke Hibiskus-Blüten Produktfoto

 

Nach den bisher zwar sehr leckeren und auf ihre Weise sehr schönen Gewürze in meiner Reihe, widme ich mich dieses mal einer wahren Schönheit - der Hibiskus-Blüte. Auch wenn die Hibiskus-Blüte hier nicht besonders heimisch ist, ist sie Teil fast jeden Früchtetees.

 

Hibiskus-Blüten lose



Wer an Hibiskus-Blüte denkt, bringt den eben erwähnten Früchtetee damit in Verbindung. Die meisten kennen den säuerlichen, leicht fruchtigen Geschmack und die tiefe rot-lila Farbe, die die Blüte dem Tee verleiht. Schaut man etwas weiter, findet man Karkadeh, einen Tee bestehend aus Wasser, Hibiskus und viel Zucker, der vor allem in Ägypten und dem Sudan zu Hause ist. Interessanterweise bezeichnet Karkadeh auch die Pflanzenart an sich. Auch in Südamerika findet der Hibiskus seine Freunde. Einige der beliebten Erfrischungsgetränke Aguas frescas enthalten diese schöne Blüte, besonders das Agua de Jamaica, welches wiederum fast buchstäblich Hibiskus-Tee mit weiteren Zutaten ist. Dort wird die Blüte auch zum Teil flor de Jamaica genannt, da ist das Rezept dann wohl auch nicht mehr weit.

So viel zur Einleitung, jetzt aber zum eigentlichen Thema, dem Geschmack!

 

Der Anfang: Einfach mal probieren


Wer einen Food Processor, eine Gewürzmühle oder zu viel Energie hat, dem empfehle ich an diesem Punkt einfach mal ein paar Esslöffel der dunklen Blüte zu mahlen. Zu viel Energie bedeutet in dem Fall (meinem Fall...) Mörser, was bei mir eine Arbeit von bestimmt 10-15 Minuten war. Diesen Weg kann ich nicht wirklich empfehlen. Wichtig ist, dass der Mahlweg der Wahl vorher möglichst sauber ist, da wir keine Fehlgeschmäcker wünschen.

 

Hibiskus-Blüten gemörsert


Ist dieser Schritt gegangen, kommt jetzt der vermutlich wichtigste Punkt des ganzen Textes: Einfach mal das Pulver probieren. Die erfrischende Säure, die man kaum von etwas Nicht-gelbem erwartet (food-coloring lässt nicht viel zu), man kann aber noch mehr erschmecken. Irgendwie erinnert es auch an Sumak und man kann es bestimmt auch ähnlich verwenden.

Jetzt, wo wir einen Eindruck haben, wie die Blüte alleine schmeckt, ist es Zeit sich dem Kochen zu widmen. Im Rahmen dieser Blog-Serie entwickelt es sich mehr und mehr dahin, dass man eine Art Menü am Ende vorgestellt bekommt. Diesen Trend werde ich auch hier wieder stärken. Es gibt ein "Aperitif", eine Hauptspeise und einen Nachtisch - in der Reihenfolge, das aber auseinander genommen werden kann (und sollte), wie es beliebt.

 


Gang 1 - Der Aperitif: Früchte-Punsch


Da ich oben schon die Verbindung zum Früchtetee geschlossen hatte und es langsam kalt draußen und gemütlich drinnen wird, wollte ich einen schönen, warmen Punsch kochen. Natürlich kann man mittlerweile schon neben Spekulatius in jedem Supermarkt Christkindl-Punsch kaufen und das in allen Variationen. Aber das macht man doch eh jedes Jahr, also wieso nicht mal selber machen. Ganz nebenbei schmeckt es dann sogar deutlich besser und, wenn man das Rezept so befolgt, kommt man sogar zu einer deutlich gesünderen Variante. Ich bin mir fast sicher, dass diese Getränk gesundheitsfördernd ist (Achtung: Gesundheitsfördernde Ansprüche sind weder belegt noch aussagekräftig). Naja, zumindest schmeckts...

Hier die Einkaufsliste*:

  • 1 l Wasser
  • 1 Apfel
  • 3 Scheiben Orange
  • 6-8 Nelken
  • 1 Stück Ingwer (ca. die Hälfte meines Daumens)
  • 2.5 EL ganze Hibiskus-Blüten
  • 1 Zimtstange
  • 1/2 EL Stevia (mit Zimtblättern)


*Gibt es nicht alles bei uns, aber doch einiges.

Den Apfel in kleine Stücke schneiden, die drei Orangen-Scheiben von einer ganzen Orange abschneiden, den Ingwer klein schneiden und dann alle Zutaten zusammen in einen Topf geben. Kleiner Verweis auf das letzte Rezept: Auch hier kann man wunderbar den Stevia-Zimtblatt-Tee zum Süßen und für weitere Geschmacksnuancen einsetzen. Aufkochen lassen und bei niedriger-mittlerer Hitze 20 Minuten köcheln lassen. Unter Zuhilfenahme eines Siebs den frisch-gekochten Punsch in ein anderes Gefäß umfüllen und möglichst gemütlich genießen. Falls etwas übrig bleibt, kann man ihn auch am nächsten Tag kalt genießen oder wieder erhitzen, schmeckt beides.
Auch hier gilt wieder: Das ganze ist lediglich eine Variation und ich kann nur wärmsten empfehlen, das Rezept nach eigenem Geschmack anzupassen oder selber mal herum zu experimentieren.

Nachdem wir uns aufgewärmt haben, widmen wir uns der Zubereitung des Hauptgangs:

 


Gang 2 - Der Hauptgang: Südamerikanischer Süßkartoffel-Hibiskus-Wrap


Kurzes Interludium: Meine Rezepte sind oft zumindest von anderen Rezepten inspiriert. Ich lese gerne und recht viele Rezepte und lasse mich dann noch lieber inspirieren - neue Kombinationen, neue Techniken und so weiter. Meistens bleibt es dann aber nicht dabei, da ich einerseits nicht gerne genau bei den Rezepten bleibe und andererseits meinen Geschmack kenne. Dadurch entstehen viele gute, aber auch einige suboptimale Rezepte. Dieses Rezept ist genau so inspiriert und dann auch wieder ein Stück abgeändert. Im Endeffekt wünsche ich mir auch, dass meine Leser ähnlich verfahren.

Jetzt aber zum Rezept. Wie schon angesprochen hat Hibiskus mit seiner fruchtigen Säure etwas von Sumak. In diesem Rezept kommt das ein bisschen zum Tragen. Hier die Einkaufsliste, aufgeteilt - der Einfachheit halber:

  • 1 große Süßkartoffel
  • 2 EL Öl
  • Salz
  • 2 mittelgroße Zwiebeln
  • 3 Zehen Knoblauch
  • 1 Karotte
  • 1/2 Apfel
  • 3 EL Hibiskus
  • 1 EL gem. Kreuzkümmel
  • 1 EL Oregano
  • 1 EL Thymian
  • 2 EL Rosinen
  • Öl, Salz und Pfeffer
  • 200 g Tofu (optional)


Optional:

  • Wraps
  • Sojajoghurt
  • frischer Koriander


Sooo. Alles da? Die Süßkartoffeln werden kurz mit Salz und Öl geschwenkt und kommen dann auf einem Backblech für 15-20 Minuten bei 220 Grad in den Ofen, um dort zu garen und vielleicht sogar leicht knusprig zu werden. In der Zwischenzeit werden die Zwiebeln gewürfelt, die Karotte in kleine Streifen geschnitten (Julienne), der Knoblauch zerkleinert und auch der Apfel gewürfelt. Diese Zutaten werden dann nach und nach in die Pfanne gegeben, natürlich auch mit Öl: Zwiebeln mit Karotten, dann Apfel und Knoblauch. Nicht zu heiß, es soll nicht anbrennen. Die Hibiskus-Blüten können hier ganz gelassen werden. Sie kommen kurz nach dem Apfel mit den anderen Gewürzen und den Rosinen hinzu. Wer noch Tofu verwenden will, wirft ihn am besten direkt am Anfang mit dazu. Dieser kommt allerdings kaum für den Geschmack dazu, sondern mehr als Schwamm für die Aromen und als Proteinbeilage. Nachdem alle Zutaten in der Pfanne sind, kann man sie ruhig 10-15 Minuten bei mittlerer Hitze schmoren lassen. So lernen sie sich richtig kennen und das Essen wird rund. Wenn alles zur Zufriedenheit gegart ist, vermengt man die Mischung mit den Süßkartoffeln.

 

Hibiskus-Blüten und Süßkartoffeln

 

Ab diesem Punkt kann man sie schon essen, aber wer noch ein Stück weiter gehen will, der erhitzt kurz die Tortilla-Wraps in einer Pfanne, benetzt sie danach mit ein bisschen Joghurt (oder Sauerrahm oder ...), gibt einen Teil der Mischung hinzu und rundet das ganze mit frischem Koriander ab.

 

Hibiskus-Blüten und Süßkartoffel Wrap



Im Prinzip schmeckt das Gericht auch ohne den Hibiskus schon ganz gut, aber durch die Zugabe der Blüten kriegt es noch eine weiter Geschmacksebene. Mit ihrer Säure bieten sie dem sonst sehr "erdigen" Geschmack ein angenehm frischen Kontrast, ohne gleich dominant zu sein. Während der Hibiskus hier nicht unbedingt der charakterisierende Hauptteil ist, ist das Gericht ohne ihn doch ein deutlich anderes.

Neben dem für mich wirklich vortrefflichen Geschmack dieses Rezepts, soll es viel mehr noch zeigen, dass man mit Zugabe von Hibiskus-Blüten etwas experimentieren sollte. Sie bieten eine interessante Alternative zu Zitrone im Essen und werden dem ein oder anderen Rezept ein neues Gesicht geben, wenn clever eingesetzt. Warum nicht einfach mal ausprobieren? Zu Ofengemüse und Fleischgerichten können sie als Ganzes mitgekocht werden, aber auch zum morgendlichen Porridge passt ein Teelöffel der pulverisierten Hibiskusblüten ganz hervorragend.

Jetzt aber zum eigentlichen Star diese Blogs, dem Nachtisch.

 


Gang 3 - Der Nachtisch: Hibiskus-Blüten-Pavlova mit Himbeer-Hibiskus-Thai-Basilikum-Sauce


Erstmal ein Bild:

 

Hibiskus-Blüten Pavlova



Denn eins ist fast klar. Zwar schmecken Pavlovas auch wirklich gut, aber ein wirklich wichtiger Teil ist hier zudem das Aussehen. Nur die inneren Werte zählen, klingt zwar schön und gut, aber wir wissen alle, dass das so nicht stimmt. Vor allem nicht beim Essen, noch viel weniger beim Nachtisch, der häufig aus vor allem Zucker und Fett besteht.

Das wird gebraucht:

 

Insgesamt ca. 2.5 EL gemahlene Hibiskusblüten

 

  • 3 Eiweiß
  • 90 g Zucker
  • 1/4 TL Weinstein
  • 1/4 Inhalt einer Vanilleschote (oder eine gute Messerspitze voll)
  • 2 TL Puderzucker
  • 2 TL Speisestärke
  • 1/8 TL Salz
  • 125 g Himbeeren
  • 6 Blätter Thai-Basilikum
  • 2 EL Zucker
  • 100 ml Wasser


Hinweis: Weinstein ist ein Salz der Weinsäure und kristallisiert bei der Lagerung von Wein und Traubensaft aus. Es wird in der Küche vor allem zur Stabilisierung von Eiweiß und Sahne verwendet, erhöht aber auch die Temperaturtoleranz und die das Volumen besagter Zutaten. Erhältlich online und vermutlich in diversen gut-sortierten Lebensmittelgeschäften, wie zum Beispiel Weinstein Backpulver von BioVita. Wer keinen Weinstein kaufen möchte, kann hier durch 3/4 TL Weißweinessig substituieren.

Fangen wir mit dem Kochen an, denn der ganze Prozess dauert eine ganze Weile. Zuerst etwas Vorbereitung: Der Puderzucker wird mit der Speisestärke, dem Salz und 1 TL Hibiskus-Blüten-Pulver gut vermengt. Dann: 3 Eiweiß und 1/4 Teelöffel Weinstein werden entweder von Hand (oh ja.) oder mit diversen Rührgeräten ca. 3 Minuten geschlagen, bis ein bisschen Textur an die Masse kommt. Jetzt kann man die Vanillekörner hinzugeben. Danach werden die 90 g Zucker Löffel für Löffel eingerührt. Hier ist es wichtig, immer nur den nächsten Löffel hinzuzugeben, wenn der zuvorige vollständig eingerührt ist.
Die meisten Rezepte verlangen hier übrigens ca. die doppelte Menge an Zucker, was der endgültigen Konsistenz durchaus gut tut, aber für mich wird es dann einfach zu viel und auch so ist das Endresultat meiner Meinung nach sehr ansehnlich. Trotzdem, wer es süß liebt, kann die Zuckermenge hier gerne verdoppeln.
Das ganze wird nun so lange geschlagen, bis wunderbar cremiger, fester Eischnee entstanden ist ("stiff peaks", wie man so schön sagt). Dauert von Anfang bis Ende ca. 10 - 15 Minuten. Hier nochmal prüfen, ob sich der Zucker vollständig aufgelöst hat und schon mal das unglaubliche Werk bewundern. Wer den Schneebesen genommen hat, kann sich nochmal, bei Bedarf, auf die Schulter klopfen. Es ist faszinierend, wie die Mischung von Eiweiß, Zucker und Luft zu einem so festen, so schneeweißen Masse wird.
Nach ausreichend Bewunderung werden die vorher vermengten Zutaten VORSICHTIG mit einem Küchenspachtel untergehoben. Es muss nicht ganz vermengt werden, lediglich untergehoben.

 

Hibiskus-Blüten Eischnee

 

Dann die fertige Masse mit einem großen Löffel sorgfältig in 6 Portionen auf einem präparierten Backblech mit Backpapier zu kleinen Bergen formen und kleine Gebirgstäler mit der Löffelrückseite eindrücken (damit wir später leckere Gebirgsseen befüllen können). Dann nochmal Hibiskus-Pulver darüber streuen, bis das ästhetische Auge zufrieden ist. Das Backblech kommt nun bei ca. 120 Grad für 65-75 Minuten in den Backofen, bis die Masse fest von außen, aber noch nicht komplett tot von innen geworden ist. Die 120 Grad meines Ofens waren, so glaube ich, ein bisschen zu heiß, sodass die Pavlovas etwas Farbe bekommen haben. Wenn sie fest sind, müssen sie leider noch abkühlen. Das geschieht am besten auch im Ofen: Einfach die Backofentür ein Stück weit öffnen, den Öfen ausmachen und mindestens 2 Stunden oder über Nacht stehen lassen.

Während die kühle Luft das Meisterwerk vervollständigt, machen wir die Sauce. Einfach alle Zutaten in eine kleine Pfanne oder einen Saucentopf geben und auf kleiner Hitze ca. 30 Minuten köcheln lassen. Eventuell braucht es ein bisschen mehr oder ein bisschen weniger Wasser für die gewünschte Konsistenz: dickflüssige Saucenkonsistenz.

Wenn dann endlich alles fertig ist, wird es Zeit zum servieren. Die Pavlovas vorsichtig vom Backpapier entfernen, auf einen deutlich zu großen Teller stellen. Der potentielle Bergsee wird nun endgültig zu eben diesem, indem wir einen guten Löffel der Sauce in die Grube füllen. Bei mir gab es dazu Mango, was dem ganzen nochmal mehr Leben eingehaucht hat. Am Ende noch mit einem bisschen des gemahlenen Hibiskus bestäuben, damit es auch wirklich schick aussieht. Dann aber auch aufessen. Es ist sehr süß, mit einem Hauch von Vanille und immer wieder kleinen Säureaspekten. Der Thai-Basilikum wertet die einfache Himbeersauce zu einer exotischen Himbeersauce auf. Da die Sauce nicht zu viel Zucker gesehen hat, bietet sie der süßen Sünde einen herben Himmel.




Das beendet unsere Reise mit den Hibiskus-Blüten. Es war eine sehr interessante für mich, da ich viel gelernt habe und ich bin mir sicher, dass ich weiterhin Hibiskus in meiner Küche benutzen werde. Ich hoffe, das Sie als Leser auch Ihren Spaß hatten, vielleicht jetzt ein bisschen Hunger haben und genug inspiriert sind, sich auch etwas feines zu kochen - vielleicht sogar mit Hibiskus.

Bis zum nächsten Mal.

 

 


 Joshua Stübner

 

Meine Name ist Joshua Stübner. Als Neffe der Heuschrecken-Familie bin ich natürlich ebenfalls ein bisschen gewürz- und geschmacksaffin. Sonst beschäftige ich mich mit Programmieren und Web-Development, aber hier kann ich meine weitere Leidenschaft zum Ausdruck bringen: Wirklich gutes Essen mit wirklich guten Lebensmitteln. Bio gehört für mich dazu. 

Mehr zu dem anderen Opens external link in new windowhier.

 

 

 

 


Wir freuen uns auf Ihre Meinung - Kommentare 0
Tags: hibiskus, blüten, exotisch, bio, gewürze, rezepte
Anzahl Aufrufe: 173

Fairbiotea: Aktuelles aus von der Qingshan-Farm

Fairbiotea: Aktuelles aus von der Qingshan-Farm

Newsletter 09/2017: Bericht aus den Fairbiotea-Projekten

Qingshan Farm Pflanzen

Fairbiotea

Das Fairbiotea-Logo ist auch auf unseren Fairbiotea-Tees zu sehenWegen der besonderen politischen und sozialen Lage in China ist die Beschaffung von zuverlässiger, fairer Bio-Ware erschwert. Obwohl die Chinesen die Regeln ihrer harmonischen und ganzheitlichen Feng-Shui-Lehre auch auf die Landwirtschaft anwenden, passt das Einhalten unserer rigiden EU-Bio-Gesetzgebung nicht ins Weltbild. Mehr oder weniger häufig sind China-Bioprodukte aus den unterschiedlichsten Gründen pestizidbelastet, was für europäische Bio-Importeure ein aufwändiges Analysesystem unbedingt erforderlich macht. Der parallel wachsende Kapitalismus hat eine gigantische Landfluchtbewegung ausgelöst, mit negativen Folgen für die Landwirtschaft.

Unser Tee-Importeur, mit dem wir seit fast 40 Jahren zusammenarbeiten, tüftelte deshalb seit 2008 an einer Lösung, die im Jahr 2010 unter dem Logo "Fairbiotea" spruchreif wurde: ein über den EU-Bio-Standard hinausgehendes Qualitäts-Management-System für ökosoziale Gerechtigkeit, das die Verordnung, besonders für den Teebereich, ergänzt und sicherer und transparenter für alle Seiten macht. Ein Versuch, eine vertrauensvolle, verläßliche Situation für Bauern und Handelspartner bis zu den KonsumentInnen zu schaffen.
Das System ist auf ein praktisches Qualitätsmanagement ausgerichtet, und bietet kostenlose, qualifizierte Schulung und analytische Beratung für Bio-Teebauern und -Farmen. Neben zusätzlichen Sicherheitsstandards hat das System eine ökosoziale Entwicklung zum Ziel: Entwicklung von Nährstoffkreisläufen, Bonussysteme zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen und Motivation der Bauern, Abnahmegarantien, faire Preise u.v.m.. Die Fairbiotea-Standards werden jährlich extern von CERES geprüft. Zur Zeit machen 2 Teegärten bei Fairbiotea mit: Qingshan und Donghzai.
Wir listen aus jeder Ernte soviele Fairbiotea-Tees wie möglich. Die Teegärten sind auf dem Rücketikett angegeben - Fairbiotea-Tees tragen das Siegel. Wir zahlen einen höheren Preis für die Tees, sowie eine jährliche Gebühr.

 

Allgemeine Entwicklung

 

Nach der jüngsten Inspektion im Mai 2017 kommen wir zu dem Resultat, dass alles was in der Qingshan Farm zu beraten war, beraten wurde und alles was wir unterstützen konnten finanziert wurde.


Wir sind nun an dem Punkt angekommen wo die Entwicklungsunterstützung ihre Ziele erreicht hat und das Farm-Management nun ohne die ständige Hilfe von Fairbiotea gefordert ist, Eigenverantwortung zu übernehmen. Schon in unserem Newsletter https://www.fairbiotea.de/assets/files/Newsletter_DEU_08_2016.pdf haben wir die anhaltende positive Entwicklung beschrieben. Das wird auch durch die Bestätigung der Biokontrollstelle Ceres unter https://www.fairbiotea.de/assets/files/CERES-Fairbiotea-certification-2017.pdf bestätigt.


Fairbiotea wird auch noch eine Weile die Löhne für die Kompost-Manager und die Rinderzucht übernehmen und das Projekt weiter begleiten und unterstützen. Die Beratung und Finanzierung wird allerdings zurückgefahren. Irgendwann sind in jedem Projekt die Entwicklungsziele erreicht und die Projekte müssen auf eigenen Beinen stehen.

Kleiner StallKuh steht in der NaturVerschiedene Tiere in StallKühe laufen frei herum

 

Umweltkontaminationen

Es wurden 2016 und 2017 erhebliche Maßnahmen eingeleitet, die zu einer Minimierung der Kontamination von Tee durch Umweltchemikalien führte. Hierfür waren Umbaumaßnahmen in der Fabrik und Änderungen beim Ablauf des Produktionsprozesses nötig. Die Zusammenhänge zwischen Umweltbelastung und Produktkontaminationen haben wir in unserem Newsletter 2016 beschrieben. Da wir in Europa mit immer besserer Analytik konfrontiert sind und immer neue gesundheitsgefährdende Stoffe aus natürlichem Vorkommen oder durch die allgemeine Umweltbelastung systematisch entdeckt werden, werden uns vermutlich diese Minimierungsmaßnahmen auch in Zukunft weiter beschäftigen. Es bleibt allerdings eine Illusion, dass der ökologische Anbau frei von allen Chemikalien sein könnte.


Die weltweite Umweltbelastung durch Abgase und Chemikalien macht auch vor der Kontamination landwirtschaftlicher Flächen nicht halt, egal ob konventionell oder Bio produziert wird. Nach dem Bekanntwerden solcher Kontaminationen muss geforscht werden, woher die Kontaminationen stammen und wie Kontaminationen, bzw. chemische Prozesse, z.B. durch Hitze beim Trocknen des Tees, entstehen und welche Möglichkeiten bestehen, die Rückstände im Tee auf ein verträgliches Maß zu minimieren. Leider sind unsere Umweltgesetze nicht streng genug, um solche gesundheitsgefährdenden Kontaminationen zu vermeiden. Das zeigen auch die jüngsten Erkenntnisse bei der Umweltbelastung durch Dieselfahrzeuge. Es kann nicht in der Verantwortung der Lebensmittelunternehmen liegen, die Folgen von Umweltverschmutzung in Lebensmitteln zu beseitigen oder zu reduzieren, während die Umwelt weiterhin verschmutzt wird und die Verursacher nicht belangt werden. Hier ist der Gesetzgeber gefordert.

 

 

Modernisierung, Minimierung von gesundheitsgefährdenden Substanzen

Die neue moderne Endverarbeitungsfabrik, in der zukünftig Qingshan-Tee verarbeitet wird, ist fertiggestellt worden und hat 2017 die Produktion aufgenommen.

Fabrik von innenFabrik von außen

 

Kompostforschungsprojekt

Das 2017 abgeschlossene Kompostforschungsprojekt, welches Fairbiotea in der Qingshan-Farm seit Jahren betreibt, wird einen Beitrag zum Schutz der Teepflanzen liefern und die Böden fruchtbarer machen. Bis dahin werden die Erträge in den nächsten Jahren weiterhin niedrig ausfallen.

Konstruktion des Unterstands Unterstand im fertigen ZustandBeratungFrische Erde

 

 

Fairbiotea hat in 2017 die letzten, noch fehlenden Maschinen angeschafft, die für eine moderne Kompostgroßproduktion nötig waren.

 

Großer Berg KompostAbfüll-Maschine

Hilfsmittel zur KompostierungArbeiter sammeln frische Planzen für Kompost

 

 

Kompostgroßproduktion

Die in Newsletter 2016 beschriebenen kleinen Probleme werden auch zukünftig eine Rolle spielen.

Diese Probleme müssen allerdings in Zukunft vom Farm-Management und von den Kompostmanagern gelöst werden. Deren Verantwortung ist nun gefragt.


Die Großproduktion von Kompost wurde auch in 2017 fortgesetzt.

 

Bonussystem

Das Bonussystem wurde nun nach 10-jähriger Unterstützung zurückgefahren. In den 10 Jahren hat die Qingshan-Farm von Fairbiotea ca. 500.000 Euro Bonuszahlungen und Beratungsleistungen erhalten. Im Rahmen des Fairbiotea-Systems, konnten aufgrund von Abnahmegarantien ca. 2500 Tonnen Bio-Tee nach Deutschland exportiert werden.


Bis zum Jahr 2017 hat Fairbiotea folgende Entwicklungsmaßnahmen initiiert und co-finanziert:


  • Traktor als Antrieb für verschiedene Geräte, die in der Kompostproduktion benötigt werden, und als Zugmaschine für einen Anhänger
  • Frontlader
  • Mähgeräte für Großflächen
  • Schredder
  • Kompostabdeckung 5x50 Meter
  • Messgeräte für Sauerstoffgehalt und Feuchtigkeitsgehalt im Kompost
  • Kompostwender (selbstfahrend)
  • Siebmaschine für große Mengen Kompost
  • Neuer Lastwagen
  • Neue elektrisch betriebene und elektrisch heizende Maschinen für die Teeverarbeitung in der Vorverarbeitungsfabrik
  • Zuwegung für Kompostplatz (Kompost-Großproduktion) Jahresgehälter für zwei Kompostmanager
  • Jahresgehalt für Manager der Rinderzucht
  • Die Anschaffung von Zuchttieren für die Rinderzucht
  • Stallbauten
  • Honorar des Fairbiotea-Beraters und Projektleiters des Kompostforschungsprojektes
  • 100 Schattenbäume
  • Demeter-Training für Manager
  • UTZ-Training
  • Für die Xiaojiaqiao-Schule, die von den Kindern der Qingshan-Farm besucht wird, wurde die komplette Ausstattung eines neuen Multimediaraums finanziert
  • Straßenbau von der Farm bis zur Xiaojiaqiao-Schule
  • Straßenbau innerhalb der Farm

 

Das Fairbiotea-Team vor OrtDem Fairbiotea-Team wird Garten erklärtSee und Berge um die Qingshan-Farm

 

Soziale Standards

Das chinesische Arbeitsrecht und die Mindestlöhne sind beispielhaft für andere teeproduzierende Länder. Leider gelten diese Standards nur für Plantagenbetriebe wie die Qingshan-Farm. Dort dürfen nur Menschen per Arbeitsvertrag beschäftigt werden.


Leider gelten diese Gesetze nicht für die kleinbäuerlichen Farmen und Betriebe in China, in denen chinesische Händler die Kleinbauern ausbeuten. Leider produzieren diese rechtlosen Kleinbauern immer noch die größte Menge Tee für den Export nach Europa, denn nur durch Ausbeutung kann der Tee so billig sein, wie das in Europa gewünscht ist. Diese Kleinbauern verdienen oft nicht einmal 50 Euro im Monat.


Hier nochmals die Sozialstandards, die für die Qingshan-Farm und die Fabriken gelten, die den Tee von Qingshan verarbeiten


Gesetzlicher Mindestlohn Landtarif: für alle Beschäftigten 1390 RMB (ca. 190 Euro) monatlich. Es wird auch übertariflich bezahlt. Ausgebildete Fachkräfte, z.B. in der Endverarbeitungsfabrik erhalten bis zu 4500 RMB (ca. 600 Euro) monatlich.

Gesetzliche Rentenversicherung: 20% der Lohnsumme zahlt der Arbeitgeber, 8% der Arbeitnehmer

Gesetzliche Krankenversicherung: 8% der Lohnsumme zahlt der Arbeitgeber, 2% der Arbeitnehmer

Gesetzliche Unfallversicherung: 0,5% der Lohnsumme zahlt der Arbeitgeber, 0,5% der Arbeitnehmer


Gesetzliche Arbeitsverträge: Außer den Saisonarbeitern (Erntehelfern), die kurzfristige Arbeitsverträge während der Erntesaison erhalten, bekommen alle Mitarbeiter unbefristete Verträge. In der Erntesaison werden Überstunden geleistet, die während der erntefreien Zeit abgefeiert werden können. Überstunden an Werktagen werden mit dem 1,5-fachen vergütet, an Wochenenden mit dem 2-fachen und Feiertage mit dem 3-fachen. Die tägliche Arbeitszeit beträgt 8 Stunden, 5 Arbeitstage die Woche. Urlaub gibt es an den gesetzlichen Feiertagen, 11 Tage im Jahr.


Gewerkschaften sind im gesetzlichen Rahmen erlaubt und sollen die Rechte der Arbeitnehmer schützen. Gewerkschaften auf Unternehmensebene (betriebliche Gewerkschaften) sind zu gründen, wenn im Unternehmen 25 oder mehr Gewerkschaftsmitglieder arbeiten. Die Gewerkschaftsvertreter werden von einer dem Betrieb übergeordneten Behörde ernannt. Hauptaufgabe der Gewerkschaften ist die Bündelung und Vertretung der Interessen der Arbeitnehmer, immer auch mit Blick auf die wirtschaftliche Entwicklung des Unternehmens. Statt Arbeitskämpfen ist das Ziel, einen Ausgleich von Arbeitnehmer- und Unternehmensinteressen zu verfolgen und ganzheitliche Lösungen anzustreben.


Betriebsrat: Die betrieblichen Gewerkschaften unterstützen die Gründung von Betriebsräten im Unternehmen. Anders als die Gewerkschaftsvertreter werden die Betriebsräte von allen Arbeitnehmern im Unternehmen gewählt. Der Betriebsrat ist nicht ständig aktiv, sondern tritt in bestimmten Abständen als Gremium zusammen. Die Beschäftigten der Qingshan-Farm haben von Ihrem Recht keinen Gebrauch gemacht, deshalb existiert dort kein Betriebsrat.


2016 wurde eine UTZ Nachhaltigkeits-Zertifizierung in der Qingshan-Farm durchgeführt. Obwohl solche Zertifizierungen bis heute den Produzenten wenig inhaltlichen Nutzen bieten können, hoffen wir auf eine positive Entwicklung, die Nachhaltigkeit in der Farm fördern wird. Es ist schon heute bekannt, dass UTZ ab 2019 eine Kooperation mit Rainforest Alliance eingehen wird und dann nur noch der Name Rainforest Alliance fortbestehen wird.

 


 

Dazu hat fairbiotea noch einen kleinen Meinungstext geschrieben, den wir Euch nicht vorenthalten wollen:

Teepreise, Export und nachhaltige soziale Entwicklung

 

Wir haben von Anfang an immer wieder über das negative Zusammenspiel der Marktkräfte innerhalb Europas und innerhalb teeproduzierender Länder berichtet, zuletzt auch in unserem Newsletter 2016.


Der wachsende Wunsch europäischer Verbraucher und Hersteller nach immer billigeren Produkten, statt nach hochwertigen, teuren Produkten, wirkt sehr negativ auf die nachhaltige Entwicklung in den Entwicklungsländern. Wenn auch im Laufe der Jahre die Einkommen von Produzenten und Ihren Mitarbeitern gestiegen sind, so sind die Kosten für die Produktion und die Lebenshaltungskosten für Ihre Mitarbeiter sehr viel schneller gestiegen. So verlieren Produzenten immer mehr Ihre Möglichkeit, Nachhaltigkeit zu finanzieren.

 


 

Diese Produzenten kommen auch deshalb immer mehr unter Druck, weil es z.B. in China gesetzliche Regelungen nur für Plantagenbetriebe gibt, die finanziert werden müssen, und gleichzeitig gibt es die Vielzahl von rechtlosen Kleinbauern, die von chinesischen Geschäftemachern ausgebeutet werden können, ohne dass irgendwelche gesetzliche Regelungen einzuhalten wären oder irgendeine Nachhaltigkeit hergestellt werden könnte. Es handelt sich hierbei, so kann man sagen, teilweise um Sklaverei. Diese Bauern sind arm und abhängig und werden ausgenutzt, um die Nachfrage nach billigem Tee aus Europa zu befriedigen. Solche Preisforderungen können nur noch durch Ausbeutung erfüllt werden. Die nachhaltigen Betriebe dagegen, können immer weniger zu den geforderten Preisen produzieren.

 


 

Die Europäer sind sehr gespalten, zwischen Wunsch und Wirklichkeit.

 


 

So besteht in Europa der Wunsch nach gesunden, nachhaltigen, qualitativ hochwertigen Bio-Produkten, Umweltschutz, Naturschutz, Artenschutz, nach Produkten, die mit sozialer Verantwortung hergestellt werden und Produzenten, die fair bezahlt werden. Dazu kommen noch Qualitätssicherungssysteme, Modernisierungsmaßnahmen und die Umsetzung von Europäischen Lebensmittelgesetzen. Das muss von einer Vielzahl von Zertifizierungsverfahren und Marken begleitet werden, die teuer sind und deren Wirksamkeit bezweifelt werden muss. All das müssen die Produzenten in Entwicklungsländern bezahlen. Selten beteiligen sich die Europäer an diesen Kosten.

 


 

In der Realität wollen weder Europäische Hersteller noch die europäischen Verbraucher die Produktpreise bezahlen, die nötig wären, um diese Wünsche Realität werden zu lassen.

 

Bei dieser Zwiespältigkeit wird oftmals die Ehrlichkeit über Bord geworfen und die Marken und Zertifizierungssysteme dienen dem Marketing, mit dem man die Konsumenten glauben machen möchte, dass die Produkte mit diesen Siegeln nachhaltig hergestellt wurden und Ihre Wünsche nachhaltig erfüllen.

 


 

Leider verschließen hier auch viele Konsumenten die Augen und handeln gegen besseres Wissen und gegen ihre eigenen Wünsche. Im Kommunikationszeitalter kann man sich jederzeit seriöse Informationen beschaffen. Am Ende wollen die Hersteller und die Verbraucher es gar nicht so genau wissen und interessieren sich mehr für den niedrigen Produktpreis als für nachhaltige Verantwortung.

 


 

Dieses kollektive, eigennützige europäische Verhalten führt zu enormen negativen Folgen für Produzenten und die Landbevölkerung, für Ökologie, Ökonomie und Soziales, bis hin zu Landflucht mit allen Folgen, die wir durch die Flüchtlingsbewegungen in den letzten Jahren auch in Europa erleben.

 


 

Das alles passiert, weil uns billige Produkte wichtiger sind als Nachhaltigkeit und Produktqualität.

 

fairbiotea 2017/09

 

 

Dazu noch eine kurze Ergänzung von uns:

 

Wir als Heuschrecke möchten das Ganze nochmal um unser letztes Beispiel (siehe Facebook-Posts zu Darjeeling-Streik) zur Verdeutlichung ergänzen:


Genuss ist ein guter Ausblick -

und dabei die sozialpolitischen Hintergründe nicht vergessen.

 

Einfach nochmal als Referenz:

Bei 10,-EUR/100g (einfacherer Darjeeling oder guter Standard-China-Tee) kostet die Tasse Tee (200ml) 20 cent. (10g/l)

Bei 20,-EUR/100g sind es dann 40 cent.

Bei 30,-EUR/100g sind es dann 60 cent.

Usw.


Der Genuss eines sehr guten Tees macht soviel Freude wie ein besonders guter Wein oder handgefertigte Pralinen, und ist doch noch soviel preiswerter, selbst bei weiter steigenden Preisen ....

 

 

Eure Heuschrecken

 

 

 

 

 

 

 

 

Wir freuen uns auf Ihre Meinung - Kommentare 0
Tags: fairbiotea, bio, umwelt, qingshan
Anzahl Aufrufe: 208