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10 gute Gründe

10 gute Gründe für Heuschrecke - Gewürze & Tees

Kleinbauernprojekt SOFA in Sri Lanka, Teeanbaugebiet Uva-Hochland. Weiche, würzige Tee-Qualitäten.
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Die Heuschrecke-Produktrange
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Wildsammlungsprojekt Terra Magnifica in Kroatien: Malven und Ringelblumen
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Spitzen-Gewürzpaprika aus Ungarn, Region Szeged, von unseren Bio-Bauernpartnern
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Bio-Kümmelfeld, hervorragende Qualität von der Mittelweser, Bioland-Betrieb
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Mönchspfeffer, Terra Magnifica Kroatien
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Unser Ras el Hanout (Rosengewürz) mit 30% gemahlenen Rosenblüten
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Diese Kräuterteemischung ist in der Weltwirtschaftskrise entstanden unter der Überlegung, ob die Krise auch so groß gewesen wäre, wenn es in allen Aufsichtsräten und Chefetagen eine 50%ige Frauenquote gäbe.
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Kleinbauernprojekt PDS, Kerala, Indien: Urwaldpfeffer aus Kannampady, alte Sorten wie Karimunda
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Wildsammlung Terra Magnifica Kroatien: Die älteste Sammlerin ist über 80 Jahre alt. Die Sammler und Sammlerinnen können ca. 250 Pflanzen sicher bestimmen.
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Die Heuschrecke-Geschäftsleitung: Heinz-Dieter Gasper und Ursula Stübner
Die Heuschrecke-Geschäftsleitung: Heinz-Dieter Gasper und Ursula Stübner


Liebe KundInnen und InteressentInnen,

Was unterscheidet eigentlich unsere Marke von anderen? Welche Struktur hat unsere Firma, wie agieren wir, wie denken wir?

Werbung reicht meistens mit ihrer üblicherweise hübschen, glatten Oberfläche nicht aus, um solche Unterschiede darzustellen - hier entscheidet schon mal das größere Marketingbudget und die teurere Agentur.
Als kleine, aber hochspezialisierte Firma - Hersteller für Bio-Gewürze, -Kräuter und -Tee - stecken wir in unserem 18-Personen-Betrieb meistens bis über beide Ohren in praktischer Alltags-Arbeit (Warenbeschaffung, Produktion, praktische Qualitätssicherung, Bürokratie ... ), sodass Werbung deshalb und wegen des Budgets eher leiser, aber viel erzählerischer ist. Erzählerischer, weil wir das selbst so lieben und leben.

Das flinke, eigenwillige (nicht korrumpierbare) und empfindsame (wo Pestizide gespritzt werden, kann sie nicht überleben) Tierchen Heuschrecke wird nicht umsonst als Journalist der Wiesen und Felder bezeichnet.
In den folgenden Punkten stellen wir Ihnen als KonsumentInnen dar, was die Firma und Marke Heuschrecke ausmacht.

 


 

 

1) Pionier in der Biobranche

...und von Gründer Heinz-Dieter Gasper geführt seit 1977. Wir haben unsere Sortimente - Gewürze, Kräuter und Tee - in Bioqualität Artikel für Artikel aufgebaut, Anbauer überzeugt, Projekte gefunden und vernetzt, Qualität gesichert.Dieses großes Fachwissen in unserer Firma garantiert die anerkannte, kontinuierliche Qualität der Produkte.

 

 

2) Unsere hohe Rohstoffqualität

...stammt bevorzugt von regionalen Kräuterbauern und -bäuerinnen, und Demeter-, Naturland- und Biolandhöfen. Übersee-Gewürze kommen, wo möglich, bevorzugt von Kleinbauernprojekten.
Für die Marke Heuschrecke wählen wir jeweils die beste verfügbare Qualität aus, das heißt: lieber Grobschnitt als Feinschnitt (damit ist die Ware aromatischer), gute Optik, bestmöglicher Gehalt an Inhaltsstoffen.
Diese Qualitäten gibt es nur begrenzt auf dem Markt, oft nur in kleinen Chargen, und sind daher gut geeignet für kleine Fimen wie uns, die flexibel abfüllen und vermarkten können. Wir bieten durchgängig einen hohen Qualitätsstandard an, und haben zudem viele Produkte als Spitzenqualität deklariert, die bis in die Spitzengastronomie und Sterneküche geschätzt werden.


3) Bio mit Identität

Wir nennen die Anbauer, wo es möglich ist, auf dem Rücketikett. Ein zugehöriges Lieferantenportrait gibt's im Opens external link in new windowInternet. Bei Monoprodukten steht das genaue Herkunftsland auf dem Rücketikett, bei Tee nennen wir zudem die Teefarm(en). Auf vielen Produkten gibt es QR-Codes, die zum Lieferantenportrait oder einer Hintergrundinformation führen, z.B. unsere Pfefferschule.

 

 



Was sagen die Ladner:


"Damit ein Regal gut aussieht, das Auge Ruhe findet, darf es in keiner Artikelgruppe ein Markendurcheinander geben. Ein Regal muss aus 3 bis 5 m Entfernung auch dem Auge Halt und Ruhe geben, damit es dort verweilt. Bei Gewürzen und Tees habe ich als Schwerpunkt-Marke Heuschrecke ausgewählt, weil da für mich als Fachhändler im Wettbewerb die meisten  Kriterien stimmen:
a) Bei der Qualität kommt kein anderer Hersteller an Heuschrecke heran.
b) Das Verpackungsdesign verkörpert die Qualitätsphilosophie und ist auch ästhetisch einsame Spitze, und das alles sieht im Regal sehr gut aus. Und das ist hier besonders wichtig, gerade weil es sich um viele kleine Artikel handelt.
c) Wir brauchen authentische Produkte von authentischen Menschen. Und da passt ein kleiner Hersteller, der seine Kraft vor allem in Qualitätsarbeit steckt anstatt in medienwirksame Öffentlichkeitsauftritte, einfach besser zu Biomare.
d) Und auch der menschliche Faktor ist wichtig: Ursula und Heidi beseelen die Marke Heuschrecke für mich und meine Mitarbeiter  - so wie ich als Unternehmer im Laden das Identifikation gebende Gesicht für meine Kunden bin. Und um da nicht an Glaubwürdigkeit zu verlieren, muss ich mich auf solche Lieferanten stützen können."       

Malte Reupert, Bioläden Biomare I, II und III, Leipzig




4) Manufaktur

Handwerkliche Verarbeitung bei uns im Haus, nach eigenen Rezepturen. Das Mahlen und Mischen erfolgt frisch, zeitnah zum Verkauf, in der eigenen Produktion, auf Standgeräten (keine Anlagen). So bleiben unsere Produkte auch bis über das MHD hinaus aromatisch.
Die Abfüllung der Marke Heuschrecke geschieht per Hand und auf einer halbautomatischen Präziblitz (unverwüstliches Schätzchen aus den 50igern). Diese Handarbeit bedeutet Qualität: sie ermöglicht Grobschnitt (dieser geht nicht durch Voll-Automaten), und unsere Ware wird bei der Abfüllung noch mal sorgfältig gesichtet.
Wir gestalten unsere Rezepturen vielseitig und komplex, gerne auch mit traditionellen (Wild-) Pflanzen. Unsere Kräutertee-Rezepturen basieren auf tiefem Pflanzenwissen - wir schöpfen aus einem Fundus von ca. 200 Arten.


5) Verpackung

Hochwertig, mehrlagig, komplett lichtgeschützt, gut wiederverschließbar. Umweltfreundliche Materialien (Papiertüten, Pappstreudosen). Klares, unverwechselbares Design mit zeitloser Wertigkeit.



6) Transparente Kommunikation nach außen

Wir nehmen unsere Kunden und deren Kunden mit. Möglichst ausführ-liche Infos finden sich auf der Ware selbst (teilw.QR-Codes mit Portraits / Produktinfos). Zu einigen Produktthemen gibt's praktische Faltinfos. Fotoberichte und Geschichten auf unserer Opens external link in new windowWebsite und im Opens external link in new windowHeuschrecke-Blog.  Schnelle, sorgfältige Information finden Sie dort bei z.B. Krisenfällen (Fukushima, EHEC, Bioskandale) oder öko-politischen Themen.


7) Fairer Umgang mit unseren Lieferanten

Faires, verantwortliches Handeln, langfristige Beziehungen. Gegenseitig fördern, beraten und schützen, neue Projekte und Produkte ausbaldowern, vernetzen, gerechte Preise bezahlen, zuhören, mitfeiern, mitfreuen, Sorgen teilen.


8) Nachhaltigkeit

Ein über-strapazierter Begriff - aber für uns bedeutet er: regionale Herkünfte bevorzugen (viele Bioland-Kräuterbauern in Deutschland). Ansonsten: Kleinbauerninitiativen, -Projekte und -Kooperativen haben immer Vorrang bei uns. Wir halten mit dem Weltagrarbericht die kleinbäuerliche Bio-Landwirtschaft nebst Wildsammlung für die wichtigste Säule zur Zukunftssicherung, sei es unter dem Aspekt der Welternährung, des Umweltschutzes oder sozialen Schutzes. Wir sind Gründungsmitglied bei der Netzwerk-Initiative "Opens external link in new windowTrust organic small Farmers.

 

 


 

Was sagen die Ladner(2):

 

"spontane Eingebung / und fliesst in jede Beratung mit ein:- Hier kauft der Chef noch persönlich ein
- regionale Verarbeitung
- persönliche Kontakte sind besser als Zertifikate
- Pionier, wie wir, seit Jahrzehnten am Markt
Das sind jetzt nicht gerade zitierfähige, aber entscheidende Gründe."

 

Raoul Schäfer-Groebel, Bioladen MOMO, Bonn-Beuel




9) Preise

Wir bezahlen das, was unsere Bauern benötigen, was den Betrieb fortbestehen lässt und Bio-Sicherheit ermöglicht. Oft sind wir daher etwas teurer - Dumping halten wir in unserem Bereich für kontraproduktiv (oft einer der Gründe für unsichere Bio-Herkünfte). Wir nehmen teil an der Initiative "Opens external link in new windowFairbiotea" für China-Teefarmen.


10) ... und und und ...


Innovation...:
Die ersten Bio-Muskatnüsse, das erste Bio-Curry, das zweite Bio-Kräutersalz (nach Rapunzel), Vetiver, langer Pfeffer, Ajowan, Kaffirlimettenblätter, Kubebenpfeffer, hoffentlich bald Szechuanpfeffer etc. in Bioqualität. Wir sind neugierig und trauen uns oft früher als andere auf den Markt damit.


...Reichtum:
Auch "kleine" Produkte sind uns wichtig und haben als (traditionelle) Spezialität eine Chance bei uns - leben tun wir von Pfeffer, Ingwer, Muskat etc.. - Reichtum ist dann z.B. Wiesenkönigin im Kräutertee, gemahlene Rosenblüten in der Gewürzmischung.


... Vielfalt:
zu unserem Sortiment gehören aktuell über 140 Gewürzsorten, über 100 Sorten Kräutertee und über 90 Grün- und Schwarztees. Siehe auch unsere Opens external link in new windowProdukt-Hitparade ...


... und Humor
. Ohne geht's nicht in der (globalen) Gesellschaft und Wirtschaft. Produkte wie "Ahl Schabrack" und "Zornige Mädchen" halten wach und lebendig und schaffen Gespräche, manchmal kontrovers, manchmal nachdenklich, oft herzlich amüsiert.

 

 


 

Was sagen die Ladner (3):

 

"da hast du doch deine begründung perfekt selbst geschrieben, oder!!!!< ... wir streben nicht an, Nummer eins, zwei oder drei zu werden. Sobald es um Masse geht, wäre unsere hohe Qualität und die handwerkliche Verarbeitung nicht durchzuhalten. Auch kein Spezialistentum; da würde einiges vom Markt verschwinden, oder schräge neue Sachen keine Chance haben, wenn wir das nicht riskieren würden. Oder auch Produkten eine Chance geben ohne größere Gewinnaussichten, einfach fürs Vergnügen oder die Ästhetik ...>. kann ich so gerne bestätigen"     

Lutz Größel, Bioläden Naturata Köln Berrenrather Str., Köln City, Siegburg






Alles Gute wünschen Heinz-Dieter Gasper und Ursula Stübner




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Tags: heuschrecke, biogewürze, biotee, liste, gründe, 10, biokräuter
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I Ging: Rheingold

Gabriele Seifert: I Ging - Outside Projekt



Die Künstlerin:

Am Rande der legendären David Hockney-Ausstellung im Kölner Museum Ludwig 2012/13, in der Museumsnacht und der danach stattfindenden Museums-Party (ja, das hatte der vorvorherige Direktor Kasper König eingeführt: Kunststudenten erklären Besuchern die Objekte, danach gibt's Party) lernten wir die Kölner Künstlerin Gabriele Seifert kennen. Vom Hölzchen aufs Stöckchen auf die Schafgarbenstengel kommend, kommen wir auf ihr I Ging-outside Projekt.
In ihrem aktuellen Kunst-Projekt "I Ging-outside", jetzt im sechsten Jahr, bringt Gabriele das ehrwürdige I Ging im Kölner Stadtbild (und auch anderswo über die Welt verstreut - bis nach Südkorea) in passenden Kontexten ein. Seit diesem Treffen im Museum gibt es "I Gings" von Gabriele im Heuschrecke-Blog - in der Regel eins pro Jahreszeit, und manchmal extra für uns gemacht. Highlights sind z.B. die Aktion in unserer Firma: http://www.heuschrecke.com/blog/blog-post/2014/03/12/i-ging-nr-21-das-durchbeissen-nr-22-die-anmut.htm  und die verschlungene Lissabon-Geschichte: http://www.heuschrecke.com/blog/blog-post/2014/11/27/i-ging-nr-55-die-fuelle.htm .

 

 

Das I Ging (Yi Jing, Buch der Wandlungen):

... ist ein chinesisches, sehr altes Orakelsystem, das seit mind 2000 v.Chr. belegt ist. Es wurde mit 16 Schafgarbenstengel, oder später auch mit 3 Münzen geworfen. In mehreren Würfen erhält man zur gestellten Frage nach einem binären System ein Hexagramm, das aus 6 durchgehenden oder unterbrochenen Linien bestehen. Es gibt 64 verschiedene Hexagramme mit jeweils einer bestimmten Bedeutung, dazu Weisheits-Texte (evtl. Konfuzius zugeschrieben), die konkret, philosophisch und kosmisch zu verstehen sind - nicht ganz einfach, nie eindeutig, nie schlecht oder gut. 

 

 

Diesmal: " Rheingold" (48 Der Brunnen / 47 Die Bedrängnis)

" ... Wir haben ja länger nichts mehr zusammen gepostet, hier mein letztes Zeichen, mein „Rheingold“, welches ich am 2.11. gemacht habe.
Es ist auf einem Rohr am Rhein entstanden. Für gewöhnlich ist diese Rohr gar nicht sichtbar, ist es unter Wasser. Aber nun, da der Rhein schon seit Monaten nur sehr wenig Wasser mit sich führt, liegt es am Strand. An dem Tag lag der Pegel bei 1,25 m momentan sogar nur bei 1,11 m. Den aktuellen Wasserstand kann man hier ablesen Opens external link in new windowhttp://www.wetteronline.de/pegel/koeln .  Vom Rhein gesehen bedeutet das Zeichen "der Brunnen“ und wenn man vom Ufer schaut „ die Bedrängnis“. Ich denke, dass der Rhein tatsächlich eine Krise an der Quelle hat, kaum Wasser aus den Alpen, ein sehr trockener Sommer. Die Schiffe aber auch die Fische kommen in Bedrängnis, es wird eng.
Ich werde den Rhein auf meinen Fahrten ins Atelier weiter beobachten, und bin gespannt, wann das Zeichen vom Wasser überspült wird. Hoffentlich kann ich es dann noch fotografieren, wenn es knapp unter der Oberfläche ist."

 

Gabriele Seifert: Rheingold 1. I Ging 47 / 48

 

Gabriele Seifert: Rheingold 2. I Ging 47 / 48

 

 

 Nachtrag v. 29.12.2015:

 

"... heute ist das Rheingold wieder an die Oberfläche gekommen, beim Rheinpegel von 1,85m. Seit Tagen „jage“ ich schon hinterher."

 

Gabriele Seifert: Rheingold 3. I Ging 47 / 48

 

 

 



 


 Gabriele Seifert

Gabriele Seifert ist 1959 geboren und lebt und arbeitet als bildende Künstlerin in Köln.
 
Arbeitsbereiche: Malerei, Zeichnung, Collage, Video und Installation.

Vita: Sie hat Philosophie und Kunst an den Kunstakademien Münster und Düsseldorf studiert, und war Meisterschülerin bei Ulrich Erben.
Für Furore sorgte sie in Münster mit ihrem Beitrag zur Ausstellung Frau und Technik und der mehrtägigen Multimedia-Aktion Nadeln in Ketten, 1986 in der Hamelhalle. Aber auch sonst machte sie mit Malerei und Lichtbild-Installationen von sich reden.
Ab 1986 begleitete Gabi Seifert Bands wie Mortification To The Flesh oder die Osnabrücker Poison Dwarfs auf Tourneen und bereicherte deren Auftritte mit Dia-Performances. Osnabrücker Musiker widmeten ihr zum Dank den Song She's a jewel. Das Lied erschien 1987 auf dem Album Portsmouth von Prince Of The Blood.
Im Februar 1987 zog Gabi Seifert nach Köln und entdeckte für sich die Videokunst. Dieses Metier hat sie 1989/90 in Düsseldorf bei dem "Vater der Media Art" Nam June Paik studiert, der ihr bis zu seinem Tode freundschaftlich verbunden blieb. Paik machte sie nicht nur mit neuen Techniken bekannt, sondern auch mit dem Videokünstler Matthias Neuenhofer. Den hat sie 1991 geheiratet. Heute lebt Gabriele Seifert mit ihrem Gatten und den Kindern Luis und Maleen im Kölner Agnesviertel.  (Quelle: http://www.adamriese.info/wmgabi.htm)


Weitere Informationen unter Opens external link in new windowwww.gabrieleseifert.net


Fotos © Gabriele Seifert
IGing ist noch keine Trademark dieser Börsenkapitalfirma No.1  (noch heißt es <i-dsching>, nicht <ai-dsching>).

 

 

 

 

 

 

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Tags: i ging, gabriele seifert, rhein, der brunnen, die bedrängnis
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Kostbarer Boden

Bildbetrachtung: Kostbarer Boden

 

 

 

  • 10 Dinge, die man sieht und die man nicht sieht

 

Bio-Kamillefeld in Kroatien im Klimawandel

 

 

Terra Magnifica in Kroatien, Bio-Kamille, wie sie sein soll1) Auf dem Bild: ein Bio-Kamillefeld in Kroatien. Man sieht ein typisches Klimawandel-Phänomen: plötzliche, heftige Wetterphänomene - hier ein Hagelschauer mit Überflutung. Die komplette Kamille-Ernte war für dieses Jahr zerstört. In Europa sind diese Überflutungsphänomene häufig geworden. Oft wechseln sie mit Dürrephasen - in China z.B. gab es voriges Jahr ein Teestrauch-Sterben.

 

 

2) Pestizidtransfer: Durch die Überflutungen läuft die Pestizidbrühe aus 1-2 km entfernten, konventionellen Mais- und Tabakfeldern in die Bio-Felder. Wenn nach dem Starkregen noch etwas zu ernten ist, wäre das verseucht. 
Vor kurzem wurde festgestellt, dass der feine Sprühnebel bei der Pestizidaufbringung teilweise mehr als die bisher angenommenen 2 km weit fliegt. Pestizide bestehen aus unterschiedlich schweren und leichten Teilen, die über etliche Kilometer hinweg noch meßbar sind - Entfernungen, wo kein Verursacher mehr für die Abdrift feststellbar ist. Bio-Bauern bleiben meist auf diesem Risiko sitzen.

 

 

3) Gestern gab die EFSA, unsere europäische Behörde, die uns vor Giftstoffen schützt, die Empfehlung heraus, das Pestizid Glyphosat (ein Breitbandpestizid zur Unkrautvernichtung aus dem Hause Monsanto) nach dem Auslaufen der Erstgenehmigung für weitere 10 Jahre zuzulassen.
Die WHO, die Weltbehörde, die für unsere Gesundheit zuständig ist, wollte Glyphosat stoppen. Sie hatte Glyphosat zuvor als "Wahrscheinlich krebserregend" eingstuft, eine sehr starke Warnung. Glyphosat wurde in Deutschland weit verbreitet im Grundwasser gemessen, sowie im menschlichen Urin und im Blut.
BfR (Bundesinstitut für Risikoforschung in Deutschland) und EFSA werfen der WHO fehlende Relevanz der ausgewählten Studien vor. Umgekehrt wird den Behörden von NGOs und Umweltverbänden Beeinflussung durch Lobbyismus vorgeworfen, relevante Studien seien nicht berücksichtigt worden. (Hintergrundinformationen vom Pestizid-Aktions-Netzwerk e.V.: http://www.pan-germany.org/download/presse/PAN_PI_Glyphosat_151112_F.pdf ).

 

 

4) Glyphosat wird vor allem bei gentechnisch veränderten Pflanzen eingesetzt, da diese unempfindlich gegenüber diesem Pflanzengift sind. In Deutschland ist der Gen-Anbau im Moment nicht präsent, dafür aber um so mehr der Anbau für Bio-Sprit. Da diese Ernten nicht der Nahrung dienen, können Pestizide in viel höheren Mengen eingesetzt werden.

 

 

5) Boden ist das Kostbarste, was wir haben. Er ist nicht vermehrbar, eher im Gegenteil - vor kurzem gingen die Berechnungen durch die Presse, wieviel Land in den nächsten Jahrzehnten durch den Klimawandel verloren gehen wird. Durch das anhaltende Bevölkerungswachstum wird außerdem mehr Boden versiegelt, und es hat bereits einen Run auf verwertbares Ackerland eingesetzt. Der Weltagrarbericht warnt indirekt, dass durch Wasserknappheit, Auslaugung durch Agro-Industrie und Umweltverschmutzungen weiteres Land unbrauchbar für die Lebensmittelerzeugung wird.

 

 

6) Landgrabbing: Regierungen (z.B. China in afrikanischen Ländern) oder globale Konzerne (wie Nestle in Mittelamerika für Kakaoplantagen) kaufen Ackerland auf anderen Kontinenten, um ihre eigene Nahrungsmittelproduktion zu sichern. Meistens werden (Klein-)Bauern gezwungen, ihr Land aufzugeben, gegen wenig Geld, und verlieren zwangsläufig ihre Existenz. Aus Tansania hatte uns Kille Enna berichtet, die für die dänische Action Aid-Kampagne "STOP FOOD FUEL" unterwegs war:  http://www.heuschrecke.com/blog/blog-post/2013/04/15/kille-enna-bio-sprit-oder.htm

 

 

7) In Deutschland wird 6,3% der landwirtschaftlichen Fläche kontrolliert biologisch bewirtschaftet (2014). Seit 2010 gibt es kaum noch Zuwachs bei Bio-Bauern: nur um 0,4% ist die Biofläche in quasi 5 Jahren gewachsen. Ein Grund: extrem hohe Pachtpreise für Ackerland in Deutschland: Hochschulabsolventen von nachhaltigen (Agrar-)Studiengängen mit dem Wunsch, einen eigenen Bio-Hof aufzubauen, finden kaum Land. Hier läuft bereits eine Konkurrenz zwischen Groß-Tiermästern, die Land für ihre Gülle-Entsorgung nachweisen müssen, und Anbauern für Bio-Sprit, die die Preise so in die Höhe getrieben hat, dass mittelständische (Bio-)Bauernhöfe für Lebensmittel nicht mehr wirtschaftlich sind. Die bisherigen Bundeszuschüsse für Bio-Anbau wurde aufgeteilt auf mehrere Ressorts - für Bio-Betriebe sind sie gesunken. Die Verteilung der EU-Agrarsubventionen bevorzugt trotz interessanter Anläufe (EU-Kommissar Ciolos/ Bulgarien hatte was versucht Richtung Nachhaltigkeit, ist aber an der Lobby gescheitert) immer noch (Agrar-)Konzerne.

 

 

8) In Europa sind mehrere Initiativen entstanden, um freiwerdendes Ackerland genossenschaftlich zu kaufen, und so für die biologische Landwirtschaft zu "retten". Ein Beispiel ist die von der GLS-Bank initiierte Genossenschaft BioBoden ( Opens external link in new windowhttps://bioboden.de/startseite/ ). Wir sind Mitglied (jeder kann Mitglied werden ...). So werden auch Nachfolger vermittelt, wenn - wie jetzt die erste Generation - Biobauern in Rente geht. Eigentlich wäre das aber eine staatliche Aufgabe...

 

 

9) Pestizidverseuchung - es geht auch anders: 2010/ 2011 gab es in Brasilien den Endosulfan-Skandal im Sojaanbau. Bio-Bauern des Dorfes Capanema wehrten sich, nachdem ihre Ernten durch den großflächigen Pestizideinsatz nicht mehr vermerktbar waren (und natürlich die Gesundheit bedroht war). Mit einer Petition und großem öffentlichen Druck wurde erreicht, dass die Bauern entschädigt wurden, und das Nervengift Endosulfan seit 2014 komplett in Brasilien verboten ist (mehr Info: http://www.gebana.com/de/news/2014/05/27/chega-4-jahre-nach-dem-endosulfan-skandal/ ).



10) Augen auf - eine Bitte an die LeserInnen: in nächster Zeit wird es sicher noch Kampagnen gegen die Glyphosat-Weiterzulassung in Europa geben. Vielleicht eine Möglichkeit, noch etwas aufzuhalten.

 

 

Ursula Stübner, Heinz-Dieter Gasper

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Tags: bioboden, glyphosat, klimawandel, landgrabbing, gülleboden, agroindustrie
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Buddha

Kathrin Franckenberg: Buddha mit Füßen


Kathrin Franckenberg: Buddha mit Füßen (Kollage)


"Wenn es draußen in der Welt und

innen in mir so rubolent wird,

ziehe ich meine Schuhe aus

und berühre mit den kalten Füssen

die warme Erde."

 

Kathrin Franckenberg

 

 

 

 



Kathrin Franckenberg
Kathrin Franckenberg ist Künstlerin, Meisterschülerin von Michelle Cassou, USA ("Point Zero Painting"), Kunstglaserin, ausgebildet im "Begleiteten Malen", Ergotherapeutin, SI-Therapeutin (DVE) für Kinder, tätig in der Erwachsenenbildung und begleitet seit mehreren Jahren kleine und große Menschen auf ihrem kreativen Weg.   Öffnet externen Link in neuem Fensterwww.malfreude.de

Wer mehr zum Malfreude Atelier anschauen möchte, kann dies nun auch auf YouTube tun. 6 Minuten Einblicke unter:

https://www.youtube.com/watch?v=toyIS39bpxU

 





"Galumphierend:
 
Hat in seinem Wortklang etwas Lebendiges. Wie ein freudiges, galoppierendes Pferd seiner inneren Bewegung zu springen und zu hüpfen folgt, so folge ich auch mit dem Pinsel in der Hand, dem, was sich in mir regt. Und dem, was mich auch von „Außen“ berührt und bewegt. Was entsteht, in mir, ist auch diese Lebendigkeit, die verschiedenen Tempi, wenn es langsam wird, wenn ich stolpere, wenn ich falle, wenn ich wieder aufstehe – metaphorisch gesehen – und es hat auch eine Qualität von Absichtslosigkeit und nicht festlegen wohin, kein Ziel, ein Im Moment erleben mit der permanenten Möglichkeit, alles wieder zu zerstören und zu verändern. Das ist das spielerische Element. Das ist das Kreative. Das ist Spiel. Alles fällt auch wieder auseinander und wird neu zusammen gepuzzled, um sich beim nächsten Pinselstrich wieder zu transformieren. Es ist ein lebendiger Prozess, im Geboren werden und Sterben – ein Feld, das Kreativität ist. Ein Raum des alles und nichts, aus dem heraus Kreativität sich als Form und Farbe sichtbar werden lässt. Spontan, unreflektiert, unzensiert, erforschend, momentan…
 

Ja, und vielleicht berührt es etwas, das der Betrachter auch in sich kennt…"  

Kathrin Franckenberg

 

 

 

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Tags: point zero painting, authentisches malen, intuitives malen, kreativität, kunst
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