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Es ist das Herz

Gabriele Seifert: Feuer -18 Figuren - Wasser

Die Künstlerin


Am Rande der legendären David Hockney-Ausstellung im Kölner Museum Ludwig 2012/13, in der Museumsnacht und der danach stattfindenden Museums-Party (ja, das hatte der vorherige Direktor Kasper König eingeführt: Kunststudenten erklären Besuchern die Objekte, danach gibt's Party) lernten wir die Kölner Künstlerin Gabriele Seifert kennen. Vom Hölzchen aufs Stöckchen auf die Schafgarbenstengel kommend, kommen wir auf ihr I Ging-outside Projekt.
In ihrem aktuellen Kunst-Projekt "I Ging-outside", jetzt im fünften Jahr, bringt Gabriele das ehrwürdige I Ging im Kölner Stadtbild (und auch anderswo über die Welt verstreut - bis nach Südkorea) in passenden Kontexten ein. Seit diesem Treffen im Museum gibt es "I Gings" von Gabriele im Heuschrecke-Blog - in der Regel eins pro Jahreszeit, und manchmal extra für uns gemacht. Highlights sind z.B. die Aktion in unserer Firma: http://www.heuschrecke.com/blog/blog-post/2014/03/12/i-ging-nr-21-das-durchbeissen-nr-22-die-anmut.htm  und die verschlungene Lissabon-Geschichte: http://www.heuschrecke.com/blog/blog-post/2014/11/27/i-ging-nr-55-die-fuelle.htm .

 

 

Die Vita

 

Bisher haben wir die Künstlerin nur in Zusammenhang mit dem altehrwürdigen I Ging vorgestellt. Hier einmal ihre Vita: Früher...
war es wie so oft die Uni, die auch Gabriele Seifert 1978 von Bad Rothenfelde nach Münster lockte. Während sie die Philosophische Fakultät der WWU besuchte, studierte sie parallel an der Kunstakademie. Hier war sie 1984 Meisterschülerin bei Ulrich Erben.
Für Furore sorgte sie in Münster mit ihrem Beitrag zur Ausstellung Frau und Technik und der mehrtägigen Multimedia-Aktion Nadeln in Ketten, 1986 in der Hamelhalle. Aber auch sonst machte sie mit Malerei und Lichtbild-Installationen von sich reden.
Ab 1986 begleitete Gabi Seifert Bands wie Mortification To The Flesh oder die Osnabrücker Poison Dwarfs auf Tourneen und bereicherte deren Auftritte mit Dia-Performances. Osnabrücker Musiker widmeten ihr zum Dank den Song She's a jewel. Das Lied erschien 1987 auf dem Album Portsmouth von Prince Of The Blood.
Im Februar 1987 zog Gabi Seifert nach Köln und entdeckte für sich die Videokunst. Dieses Metier hat sie 1989/90 in Düsseldorf bei dem "Vater der Media Art" Nam June Paik studiert, der ihr bis zu seinem Tode freundschaftlich verbunden blieb. Paik machte sie nicht nur mit neuen Techniken bekannt, sondern auch mit dem Videokünstler Matthias Neuenhofer. Den hat sie 1991 geheiratet. Heute...
lebt Gabriele Seifert mit ihrem Gatten und den Kindern Luis und Maleen im Kölner Agnesviertel. Neuenhofer doziert an der Medienhochschule in Köln, erfolgreiche Videokünstler sind beide. Die Seifert zeigt ihre Werke bei Ausstellungen in aller Welt und heimste reichlich Preise ein. (Quelle: http://www.adamriese.info/wmgabi.htm)

 

 

 

 

Videokunst

 

 
Zurück zur Lissabon-Geschichte: im letzten Monat war Gabriele dort (und brachte für uns ein I Ging an), um eine Kunstinstallation für das Vicente-Festival vorzubereiten: "Ein bisschen ist mir noch das Wort „Kunstinstallation" quergekommen- mir ist aber auch noch nichts besseres eingefallen. Jedenfalls werde ich in der Kirche ein Video und Collagen, die im Zusammenhang des Videos entstanden sind, zeigen und temporär eine Live-Performance machen." Sie zeigt ihre Arbeit aus 2010: Feuer -18 Figuren - Wasser; mehr dazu wird hier sie kurz vor dem Festival erklären. Für jetzt, Weihnachten 2014, gibt es hier eine Sequenz aus diesem Video: Corpolis.
 
 



Euch alles Gute und herzliche Grüße!



Gabriele Seifert


 


 Gabriele Seifert

Gabriele Seifert ist 1959 geboren und lebt und arbeitet als bildende Künstlerin in Köln.
 
Arbeitsbereiche: Malerei, Zeichnung, Collage, Video und Installation.

Sie hat Philosophie und Kunst an den Kunstakademien Münster und Düsseldorf studiert.

Weitere Informationen unter Opens external link in new windowwww.gabrieleseifert.net


 


Fotos, Video © Gabriele Seifert

 

 

 

 

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Tags: gabriele seifert, feuer -18 figuren - wasser, corpolis, video, kunstinstallation
Anzahl Aufrufe: 2960
Heuschrecke
10.12.2014
12:25

Mikrokosmos: Kräuter und Gewürze wie Kristalle im All ...

... so ähnelt sich das Größte und das Kleinste

Heuschrecke Curry extra 15fach vergrößert
Heuschrecke Curry extra 15fach vergrößert
Heuschrecke Curry extra 30fach vergrößert
Heuschrecke Curry extra 30fach vergrößert
Heuschrecke Curry extra 40fach vergrößert
Heuschrecke Curry extra 40fach vergrößert
Heuschrecke Curry extra 100fach vergrößert
Heuschrecke Curry extra 100fach vergrößert
Heuschrecke Wildkräutermischung, ein Blattstückchen 40fach
Heuschrecke Wildkräutermischung, ein Blattstückchen 40fach
Wilde Malve im Garten
Wilde Malve im Garten
Frische Malven, Farbstoffe (Anthocyane) der Blütenblatt-Epidermis 100fach
Frische Malven, Farbstoffe (Anthocyane) der Blütenblatt-Epidermis 100fach
Frische Malven, Farbstoffe (Anthocyane) der Blütenblatt-Epidermis 100fach (2)
Frische Malven, Farbstoffe (Anthocyane) der Blütenblatt-Epidermis 100fach (2)
Malvenstiel mit Treppentrachee und Schraubentracheide für den Wassertransport, 100fach (jetzt sieht man endlich mal, wie die das machen)
Malvenstiel mit Treppentrachee und Schraubentracheide für den Wassertransport, 100fach (jetzt sieht man endlich mal, wie die das machen)
Frische Schlehen, Zellsaftvacuolen des Fruchtfleisches, 100fach
Frische Schlehen, Zellsaftvacuolen des Fruchtfleisches, 100fach
Schlehenschale von außen mit Wachsschicht und dickwandigen Zellen, 100fach
Schlehenschale von außen mit Wachsschicht und dickwandigen Zellen, 100fach
Hagebuttenschalenzellen mit Carotinoiden und Lycopin, 100fach
Hagebuttenschalenzellen mit Carotinoiden und Lycopin, 100fach
Hygrocybe coccinea, kirschroter Saftling
Hygrocybe coccinea, kirschroter Saftling



Zur Qualitätskontrolle schauen wir uns oft unsere Kräuter und Gewürze mit der Lupe an.

 

Da unsere Mühlen nicht staubfein mahlen, sondern pixelfein, sind unsere Currys, die normal messinggelb aussehen, unter der Lupe ganz bunt - verschieden grüne und rote Pixel zwischen all den gewürzfarbenen Brauntönen - wie ein bunter Garten.

 

Neugierig, wie wir waren, haben wir unsere Mikrokosmos-Autorin, Biologin und Pilzspezialistin Evi Wandelt gefragt, ob sie nicht eine kleine Gewürzstudie machen würde. Sehr interessant war, dass sich beim betreffenden Curry extra diese Differenziertheit in den Farben bei den weiteren Vergrößerungen nicht durchhielt. Zwischen 15- und 30facher Vergrößerung gibt es leider nur noch braun, aber man sieht deutlich das "Stückige" unserer Mahlungen. In Wirklichkeit sind sie natürlich fein genug für die Anwendung - nur zwischen den Fingerspitzen spürt man, dass die Körnung gröber als Mehl ist. Das hat den Vorteil, dass mehr unverletzte Materie vorhanden bleibt, und bis zum Verbrauch Wirkstoffe wie Aromen besser vor Oxidation geschützt bleiben als bei Feinst-Mahlungen.

 

Ab 40facher Vergrößerung wird es dann kristallin, man sieht Farbstoffe (natürlich von Curcuma) und ätherische Öle. Wie Evi sagt: "der Wiedererkennungswert als Gewürz ist sozusagen minimal, aber als Kleinkunstwerk funktioniert’s."

 

Das zweite Studienobjekt war unsere Wildkräutermischung. Auf dem Mikro-Foto ist ein Blattstückchen zu sehen - Evi weist darauf hin, dass "frische Pflanzenzellen, finde ich, in jedem Fall besser aussehen, als die getrockneten Kräuter: die Zellen sind dann kollabiert, wie Du auf dem grünen Schnipsel sehen konntest." Worauf sie dann in ihren Garten ging und schaute, "was vom Herbst noch übrig blieb. Jetzt hab’ ich’s noch mal mit was Lebendigem versucht. Keine Anfärbungen, alles Originalfarbstoffe direkt aus Malve, Schlehe, Hagebutte, die Ihr ja auch im Sortiment habt. Die Puzzlestückförmigen Epidermiszellen des Malvenblütenblattes gefallen mir besonders ..."

 

Die Natur ist schon ein großer Künstler - uns haben die Treppen und Schrauben im Malvenstiel umgehauen. Und natürlich das ganze Farbenspiel. Toll, dass man für diese Wunderwerke einfach nur vor die Tür gehen muss.

 

 

"... die wunderschönen roten-violetten Farbstoffe zählen zu den sogenannten sekundären Pflanzenstoffen, also zu den Stoffen, die für die Pflanze nicht direkt lebensnotwendig sind, es sei denn, um die Pflanze für Bestäuber attraktiv, für Fressfeinde giftig oder für Pathogene unempfindlich zu machen.
Die hier abgebildeten wasserlöslichen rötlichen Farbstoffe (Anthocyane) schützen die Pflanze z.B. vor UV-Strahlung.
Sekundäre Pflanzenstoffe werden naturheilkundlich auch “Phytamine” genannt, was auf ihre immense Wichtigkeit für die menschliche Gesundheit hinweist.
Viele Farbpigmente wirken im menschlichen Organismus antioxidativ, andere sekundäre Pflanzenstoffe regen das Immunsystem an oder sollen gar vor Krebs schützen. Bunte Früchtetees, Kräuter und Gewürze sind voll davon!
Bei den fettlöslichen Carotinoiden, dazu gehört auch das Lycopin in den Hagebutten, handelt es sich nicht um sekundäre Pflanzenstoffe. Sie sind wichtiger für die Pflanzen,  denn sie tragen in der Pflanze zur Photosynthese bei und schützen sie gegen den Angriff molekularen Sauerstoffs. Alle Carotinoide, auch die im tierischen oder menschlichen Organismus, werden ausschließlich in Pflanzen gebildet und sind Vorstufen des fettlöslichen Vitamin A, sind also für unsere Gesundheit essentiell.
 


Eine spezielle “Weihnachtskugel” der Hobbymykologen darf nicht fehlen.
Wir haben noch Ende November diesen roten Weihnachtsschmuck gefunden: siehe Foto Hygrocybe coccinea
Die in Saftlingen enthaltenen gelben, roten oder orangenen Azomethin-Farbstoffe sind nicht mit pflanzlichen Anthocyanen und Carotinoiden verwandt. Bei etlichen ist eine antibiotische Wirkung gegen diverse tierpathogene Bakterien nachgewiesen."

 

 

Besinnliche Dezember- und Weihnachtstage wünscht die Heuschrecke und das Mikrokosmos Team:

 



Eva Wandelt und Lothar Claußnitzer
 




Bilder mit Klickvergrößerung

 


Die Pilzsachverständigen bei der Arbeit ...
Genug für heute von den Hobbymykologen und Pilzsachverständigen (DGfM) Eva Wandelt (Biologin) und Lothar Claussnitzer (Streuobst-Landwirt und Wiesenmeister).

In loser Folge werden wir auf dieser Seite Schönes, Kurioses, Interessantes, Essbares, Würziges anhand von einfachen Digi-Mikrofotos aus dem wilden Pilz-und Pflanzenreich vorstellen und erläutern.


Fotos © Evi Wandelt, Lothar Claußnitzer

 

 

 

 

 

 

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Tags: bio-gewürze, bio-kräuter, curry extra, wildkräuter, schlehe, malve, hagebutte
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Dezember: Besinnliche Momente

Kathrin Franckenberg: Engel



Kathrin Franckenberg: Engel

 

 

  "Besinnliche Momente - es gibt nichts zu tun - nirgendwo hinzukommen"

Kathrin Franckenberg






 


 



Kathrin Franckenberg
Kathrin Franckenberg ist Künstlerin, Meisterschülerin von M. Cassou, USA ("Point Zero"), Kunstglaserin, ausgebildet im "Begleiteten Malen", Ergotherapeutin, SI-Therapeutin (DVE) für Kinder, tätig in der Erwachsenenbildung und begleitet seit mehreren Jahren kleine und große Menschen auf ihrem kreativen Weg.   Öffnet externen Link in neuem Fensterwww.malfreude.de

Wer mehr zum Malfreude Atelier anschauen möchte, kann dies nun auch auf YouTube tun. 6 Minuten Einblicke unter:

Opens external link in new windowhttp://www.youtube.com/watch?v=BNnQBDxX1I0&feature=youtu.be

 





"Galumphierend:
 
Hat in seinem Wortklang etwas Lebendiges. Wie ein freudiges, galoppierendes Pferd seiner inneren Bewegung zu springen und zu hüpfen folgt, so folge ich auch mit dem Pinsel in der Hand, dem, was sich in mir regt. Und dem, was mich auch von „Außen“ berührt und bewegt. Was entsteht, in mir, ist auch diese Lebendigkeit, die verschiedenen Tempi, wenn es langsam wird, wenn ich stolpere, wenn ich falle, wenn ich wieder aufstehe – metaphorisch gesehen – und es hat auch eine Qualität von Absichtslosigkeit und nicht festlegen wohin, kein Ziel, ein Im Moment erleben mit der permanenten Möglichkeit, alles wieder zu zerstören und zu verändern. Das ist das spielerische Element. Das ist das Kreative. Das ist Spiel. Alles fällt auch wieder auseinander und wird neu zusammen gepuzzled, um sich beim nächsten Pinselstrich wieder zu transformieren. Es ist ein lebendiger Prozess, im Geboren werden und Sterben – ein Feld, das Kreativität ist. Ein Raum des alles und nichts, aus dem heraus Kreativität sich als Form und Farbe sichtbar werden lässt. Spontan, unreflektiert, unzensiert, erforschend, momentan…
 

Ja, und vielleicht berührt es etwas, das der Betrachter auch in sich kennt…"  

Kathrin Franckenberg

 

 

 

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Tags: point zero painting, authentisches malen intuitives malen, kreativität
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