BLOG | Neueste Nachrichten

Joshuas Gewürzreise: Safran
10.12.2017 10:41
Buchrezension: Achim Priester -...
03.12.2017 09:32
Vanille - Der Star der Desserts
19.11.2017 13:13
Ohrenkuss: Mütter
09.11.2017 18:00
Ajowan - Gar nicht so entfernter...
05.11.2017 12:38
heupd-Reportage: Bio-Anbau in der...
25.10.2017 13:31

Blog-Text-Suche

Meist gelesene Posts

Trocknungsverfahren für Kräuter und Gewürze
96257 mal gesehen   21.03.2014
Heiliger des Monats März: Oscar Romero
94666 mal gesehen   24.03.2014
Blogst Du hier!
77529 mal gesehen   21.10.2009
Verschwörungstheorien
75595 mal gesehen   19.05.2010

Archiv

Abonnieren für RSS-Reader

RSS 0.91Nachrichten
RSS 2.0Nachrichten

Zur Zeit wird gefiltert nach: September 1
Filter zurücksetzen

Stoffliste und Regulierungswahn

Neue Einstufung von traditionellen Pflanzen - viele jetzt endlich wieder als Lebensmittel zugelassen

Biozertifizierte Wildsammlung in Kroatien.
Biozertifizierte Wildsammlung in Kroatien.
Die Firma Terra Magnifica hat über 200 Pflanzen auf seiner Liste,
Königskerze - die Blüten dürfen in den Tee, nicht die Blätter.
... die gesammelt werden können. Viele waren vorher in der Grauzone der Verordnungen - jetzt geklärt.
Die Firma Terra Magnifica hat über 200 Pflanzen auf seiner Liste. ... die gesammelt werden können. Viele waren vorher in der Grauzone der Verordnungen -
Wasserminze
Es gibt unheimlich viele Minzarten - nur 4 sind in der Stoffliste, Wasserminze ist ok.
Kornblume
Kornblume, ...
Malve
Malve, ...
Ringelblumen - waren aber schon immer in vielen Teesorten.
und Ringelblumen waren schon immer in vielen Teesorten - als Schmuckdroge.
Wildsammlung in den Bergen Liguriens
Wildsammlung in den Bergen Liguriens
Monchspfeffer - auf Liste B, keine Novel Food, aber in ganz alten Zeiten schon als Pfefferersatz benutzt.
Monchspfeffer - auf Liste B, keine Novel Food, aber in ganz alten Zeiten schon als Pfefferersatz benutzt.
Es werden weiterhin neue Varietäten entdeckt, hier haben wir Lavendelminze gefunden ...
Es werden weiterhin neue Varietäten entdeckt, hier haben wir Lavendelminze gefunden ...



  • Das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit veröffentlichte am 10.9.2014 die neue Stoffliste des Bundes und der Bundesländer, Kategorie "Pflanzen und Pflanzenteile"

  • Was bedeutet das für Hersteller, Handel und VerbraucherInnen?




Seit den späten 90er Jahren bemerkt man einen mitunter verzweifelten Regulierungswahn der Behörden, um den Alltag der Bürger in den Griff zu bekommen. Hilfestellung bekommen sie von den leider 'normalen' Denaturierungsanstrengungen der Lebensmittelwirtschaft und einer zunehmenden Hilflosigkeit (oder Trägheit) der Konsumenten die eigene (gesunde) Ernährung vernünftig zu gestalten. Der mündige Verbraucher hat ja eigentlich die Souveränität, sich seinen Warenkorb passend zusammenzustellen.


Ein Diskussionsfeld, mit dem wir Kräuter- und Gewürzhändler zu tun hatten, waren übereifrige Lebensmittelkontrolleure, die uns die Verwendung traditioneller Kräuter verbieten wollten. Ein ziemlich altes Menschheitswissen, dass bis ins Mittelalter durch Weitererzählen, und seit Erfindung des Buchdrucks in relativ hohen Auflagen in volksheilkundlichen Kräuter-Büchern beleghaft verbreitet wird.
Viele der damals beliebten Kräuter haben auch immer als Haustee oder Küchengewürz eine Rolle gespielt. Apotheker-Interessen sehen sie lieber als Arzneimittel eingestuft und monopolisiert, da musste man sich schon mal wehren. Der Höhepunkt der aus dem Ruder gelaufenen Bevormundung war dann das Anbau- und Verkaufsverbot für Bauern in einem der neuen Bundesländer für Melisse, Kamille & Co, die zukünftig nur noch für pharmazeutischen Handel vorbehalten werden sollten.
Fiskalisch geht es auch noch um weitere Begehrlichkeiten, den Mehrwertsteuersatz, der da seltsame "Blüten" treibt: Beifuß (z.B. für die Gans..) hat in Kleinmengen 7 % und bei mehr als einem Kilo 19 % MWSt. - und noch weiterer Unsinn kann da verbürgt werden (das Innere der Zitrone 7%, die geriebene Schale für den Kuchen 19%).


Wir bekamen das bei unseren Kräuterteemischungen zu spüren. Heimische, traditionelle, aber heute in Vergessenheit geratene Pflanzen wurden vom Lebensmitteluntersuchungsamt in unseren Rezepturen abgemahnt. Da sie angeblich nicht nachweisbar in nennenswertem Umfang vor 1997 verzehrt sein sollten, so das wichtigste Kriterium, wurden sie kurzerhand als "Novel Food" eingestuft und waren damit unzulässig im Tee verwendet. Die EU-Novel-Food-Verordnung für neuartige Lebensmittel bezog sich ursprünglich auf Alien Food ... nein, auf gentechnisch veränderte Lebensmittel. Im Laufe der damaligen Gesetzgebung haben es wahrscheinlich einige Lobbyisten verstanden, ein paar entsprechende Formulierung einzubringen. Letzlich fiel das traditionelle südamerikanische Süßungsmittel Stevia darunter (bis heute ist nur der Extrakt freigegeben, nicht die grünen Pflanzenblätter): Die Hetzjagd auf das grüne Blättchen mit zweiwöchentlicher Lagerkontrolle haben wir hautnah miterlebt.


Unsere Verfahren wegen Augentrost und Ehrenpreis in unseren keltischen Hausteemischungen zogen sich von 2010 bis 2014 hin - langgezogen durch unsere mehrfachen Einsprüche, da wir nicht kampflos unsere eigene Kräutertradition unter dem Novel Food-Monster begraben sehen wollten. Auch diese Verordnung wird jetzt überarbeitet zum hoffentlich Besseren.


Die Rigidität der Behörden zum Schutz oder eher Bevormundung der Verbraucher hat mehrere Aspekte.
Der Übergang zwischen Lebensmitteln und Heilmitteln ist und war schon immer fließend. Während in den wohlgeordneten und -behüteten Nationen die VerbraucherInnen sich eher von der gesunden Ernährung / Selbstmedikamentierung entfremdeten, schulen unsere Kleinbauern-Projektpartner in Übersee intensiv ihre Mitglieder, damit sie autark in ihrer Umgebung die richtigen Heilpflanzen sammeln und anwenden können.


Anlaß zur Hoffnung:

 

Letzte Woche wurde vom Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit die sogenannte "Stoffliste für Pflanzen und Pflanzenteile" vorgestellt. Die Stoffliste stuft Pflanzen und Pflanzenteile als Lebensmittel, Arzneimittel, Novel Food oder traditionelles Arzneimittel ein.
Ferner wird für einige der Pflanzen und Pflanzenteile angegeben, ob eine Verwendung als Lebensmittel oder Lebensmittelzutat nicht empfohlen wird (Liste A), für eine Verwendung als Lebensmittel oder Lebensmittelzutat eine Mengenbegrenzung angezeigt ist (Liste B) oder die Pflanzen und Pflanzenteile bislang ausschließlich in Nahrungsergänzungsmitteln eingesetzt wurden und als Lebensmittel neuartig sind (Liste C).

 

Für Interessierte hier der Opens external link in new windowLink zur Liste ....


Mit einem Schlag sind dadurch jetzt die allermeisten Probleme behoben für Kräuterbetriebe, die gerne die heimische, traditionelle Pflanzenvielfalt für die KonsumentInnen erhalten wollen.


Bei der Übergabe der Stoffliste wurde vom Vorsitzenden des Arbeitskreises Lebensmittelchemischer Sachverständiger geäußert, dass mit der Stoffliste nicht alle Probleme in der Beurteilung gelöst werden können, sie wird aber als Hilfe bei der Einstufung von Pflanzen und Pflanzenteilen durch die Lebensmittelüberwachung gesehen. Sie soll auch Inverkehrbringern von Lebensmitteln als Orientierungshilfe dienen. Bei der Erstellung der Liste wurden Stofflisten anderer EU-Mitgliedstaaten, der Novel-Food Katalog der EU, neueste Rechtsprechung und Stellungnahmen von Stakeholdern berücksichtigt.

 

(Wir bilden uns ein, dass auch unsere 4 Jahre dauernden Proteste ein kleines bisschen bewirkt haben.)


Beim ersten Durchschauen der 170 Seiten kann man von einem richtigen Fortschritt sprechen.


Pflanzen mit einer Null-Monografie sind jetzt größtenteils als Lebensmittel eingestuft (aber es fehlen immer noch welche). Das hatten wir insbesondere an der alten Stoffliste kritisiert, und das war vorher auch so eine kleine Idiotie:
die vom ehemaligen Bundesgesundheitsamt beauftragte wissenschaftliche Sachverständigen-Kommission E stellte alle traditionellen Heilkräuter auf den Prüfstand - und diejenigen, die keine wissenschaftlich nachweisbare Wirkung zeigten, aber auch nicht schadeten, erhielten eine Null-Monografie. Von den Behörden wurden sie dann, warum auch immer, schnell zu Novel Food erklärt, anstatt sie für Lebensmittel-Kräutertees freizugeben, was ja auch der Sinn der Null-Monographie war.


Aber es gibt noch einige offene Punkte bei der neuen Stoffliste:
Ein unklares Beisiel in der neuen Liste ist Beinwell. Dieser steht in Liste A und ist nur zur äußeren Anwendung zugelassen. Das entspricht aber nicht der Realität. Beinwellblätter und Blüten werden traditionell in der Küche verwandt, und der Volksmund weiß auch, dass nur wenig gebraucht werden darf. In Kräuterkochbüchern kommen Beinwellblätter regelmäßig vor.
Erst mal müsste die Einstufung nach Blatt/Blüte und Wurzel getrennt werden.
Die Einordnung für Blatt/Blüte müsste neu geklärt werden.
Einige Pflanzen, die in der gesundheitsbewussten Küche jetzt schon eine Rolle spielen, z.B. Moringa oleifera, fehlen leider komplett in der Liste. Moringa ist aber schon durch die EU-Behörde EFSA als Lebensmittel eingestuft und darf damit verkauft werden. Es gilt jetzt, die weiteren Unklarheiten oder Widersprüche herauszuarbeiten und beim Wissenschaftlichen Arbeitskreis damit vorstellig zu werden.


Insgesamt ist die Liste aber eine gute Arbeit und eine echte Erleichterung.

 

Und: eine vielfältige, mit vielen verschiedenen pflanzlichen Produkten bereicherte, und nicht tot-sterilisierte Ernährung ist unbedingt von Vorteil.



Heinz-Dieter Gasper, Ursula Stübner

Verrückte Weltreise (3): Zukunft

Bio + Fair: auch ein Baustein für die Zukunft der Jugend

Zimbabwe/KAITE: Chili-Bäuerin Mrs. Chigon'a. Li: Dominik Collenberg, Gründer des Kleinbauernprojekts KAITE / All Organic Africa.
Zimbabwe/KAITE: Chili-Bäuerin Mrs. Chigon'a. Li: Dominik Collenberg, Gründer des Kleinbauernprojekts KAITE / All Organic Africa. 4.v. li.: Extension Executor (Gebietsleiter und Berater) Pezisai, studierter Agrarwissenschaftler.
Zimbabwe/KAITE: Mr. Godfrey Guhwa diskutiert mit Heinz Gasper über die selbstgebaute Zisterne zur Bewässerung in der Trockenzeit.
Zimbabwe/KAITE: Mr. Fortune Muzariri diskutiert mit Heinz Gasper über die selbstgebaute Zisterne zur Bewässerung in der Trockenzeit. Wir bekommen Papaya-Blätter von ihm.
Zimbabwe/KAITE: Kleinbauerngruppe Sikalenge, spezialisiert auf Hibiscus und neu: Moringa.
Zimbabwe/KAITE: Kleinbauerngruppe Sikalenge, spezialisiert auf Hibiscus und neu: Moringa.
Zimbabwe/KAITE: es geht los zu den Feldern
Zimbabwe/KAITE: es geht los zu den Feldern
Zimbabwe - Jugend ...
Zimbabwe - Jugend ...
... wir sind die Zukunft
... wir sind die Zukunft
Zimbabwe/KAITE: bei der Bauerngruppe für Strophantus, Baobab, Hibiscus
Zimbabwe/KAITE: bei der Bauerngruppe für Strophantus, Baobab, Hibiscus
Zimbabwe/KAITE: Die Gruppe  "Ndlovu" in der Nähe der Victoria-Wasserfälle erntet Teufelskrallen-Wurzeln - eine spezielle Prozedur.
Zimbabwe/KAITE: Die Gruppe "Ndlovu" in der Nähe der Victoria-Wasserfälle erntet Teufelskrallen-Wurzeln - eine spezielle Prozedur.
Nepal/Kanchanjangha Tea Estate: Pause
Nepal/Kanchanjangha Tea Estate: Pause
Nepal/Kanchanjangha Tea Estate: Teepflückerin auf dem Weg zur Arbeit.
Nepal/Kanchanjangha Tea Estate: Teepflückerin auf dem Weg zur Arbeit.
 

 


Wie schon geblogt, führte uns unsere Sommerweltreise über den Simbabwe-Winter nach Nepal und Darjeeling in den Monsun. Wir haben unsere Projektpartner für Bio-Gewürze und -Tees:
- KAITE / All organic Africa in Simbabwe
- Kanchanjangha Tea Estate in Nepal
- TPI / Bio-Fairtrade-Plantagen und Kleinbauern-Kooperativen in Darjeeling
besucht, und dabei ca. 35.000 km in 20 Tagen zurückgelegt.


 

 

Wir kamen auf unserer Reise auch viel mit jüngeren Menschen ins Gespräch. Bei der (Neu-)Organisation der kleinbäuerlichen Bio-Landwirtschaft ist es ein Schwerpunkt, auch für die nachfolgenden Generationen Grundlagen für ein sicheres Einkommen zu schaffen. Nur so können die Menschen auf dem Land es sich leisten, dort sesshaft zu bleiben und Familien zu gründen. Die Alternative, in die Megametropolen zu ziehen, hört sich nicht wirklich cool an.

 

 

 

Ein bäuerliches Landleben muss nicht auf Bildung verzichten - wir trafen den einfachen Bauern, der sich eine kunstvolle Zisterne zur Bewässerung konstruierte, junge Frauen, die verantwortlich für Gruppenleitung und Qualitätssicherung in Kooperativen waren, genauso wie studierte Berater für Ökolandbau, die in einem Bezirk Berater und Kommunikatoren für ca. 400 Bio-Bauernfamilien sind.

 

 

 

Das tradierte Wissen ist natürlich ebenfalls Bildung und darf nicht verloren gehen - uns hat z.B. die hausmedizinische Kenntnis über Pflanzen der Bauern in Nepal beeindruckt. Alle Kleinbauernprojekte forschen auch - Topthema ist die Reaktion auf den Klimawandel.

 

 

 

Begeistert hat uns auf unserer Reise, wie unbefangen wir aufgenommen wurden, einmal sogar mit Gesang und Tanz, und wie offen wir am Alltag unserer Bauernpartner teilhaben durften. Wir haben einiges dazu gelernt und noch mehr Gefühl für die Ware, die wir importieren und bei uns weiterhandeln, bekommen. Euch möchten wir das mithilfe des reichen Bildmaterials, unserer Website, und QR-Codes auf der Ware nun hier weitererzählen.

 

 

 

So ein Besuch wirkt immer auch beidseitig: die Kleinbauern und -bäuerinnen haben unsere weite Reise zu ihnen als Wertschätzung empfunden, und stellten viele Fragen, was denn nun mit den Produkten weiter passiert, die sie anbauen, pflegen, sammeln, ernten und trocknen.

In Diskussionen wurden Ideen entwickelt, was man noch Weiteres machen könnte.

Eine unsere Aufgaben war, die Erwartungen der westlichen KonsumentInnen zu erklären bezüglich Verarbeitung, Hygiene und Geschmack. Durch die Reisen werden die Grenzen durchlässiger, und wir werden an den Nahtstellen zur globalen Familie. Natürlich gibt es eine Menge clashs of culture bzw. unterschiedliche Interessen und Lebenserfahrungen zwischen einem afrikanischen Kraldorf und europäischer Konsumgesellschaft mit überbordendem Qualitätssicherungssystemen, die die Urproduktion "natürlich" unter aseptischen Laborbedingungen sehen möchten.

 

 

 

Jugend und Zukunft: in den besuchten Ländern ist die Überwindung von Armut und Perspektivlosigkeit der Jugend die wichtigste Aufgabe, um Frieden zu erhalten (wie in vielen Nachbarregionen auch). Wir durften eine fröhliche und entspannte Atmosphäre erleben; uns wurde aber auch von dem Brodeln unter der Oberfläche berichtet:


Niemand weiß, was passiert, wenn Simbabwe-Diktator Mugabe abtreten muss, der das Land mit seinem eisernen Griff zusammenhält - ob es eventuell in Partikularinteressen zerfällt.


Nepal ist noch immer ein Nach-Bürgerkriegsland mit einer fragilen, jungen Demokratie und einer frischen Regierung (Nov.2013 - die herrschenden Maoisten haben die Wahl verloren) - mit großem Reich-Arm-Gefälle und den Resten eines absurden Kastensystems.


In der Provinz Darjeeling gibt es eine starke und zuweilen gewalttätige Autonomiebewegung junger Gurkhas (Nepalesen in 3./4. Generation in Indien, hohe Arbeitslosenquote unter den jungen Männern. Die Ethnie der Gurkhas ist traditionell nicht unbedingt ein Synonym für Pazifisten), die raus aus dem kulturell sehr unterschiedlichen Bundesstaat West-Bengalen will, und auch raus aus den postkolonialen Strukturen der Teeplantagen-Wirtschaft (die zwar existenzsichernd ist, aber negativ interpretiert Merkmale von Leibeigenschaft aufweist). Darjeeling ist andererseits eine der schönsten Kulturlandschaften, die eigentlich Weltkulturerbe sein müsste.

 

 

 

Die Zusammenarbeit von postkolonialen Bio- und Fairtrade-Teeplantagenstrukturen mit selbstständigen Kleinbauernkooperativen (wie Singell/Potong/Teesta und Selimbong/Mineral Springs, die wir besucht haben) ist deshalb eine politisch/ökonomisch interessante Entwicklung. In derselben Logik wird auch KAITE in Simbabwe schon mal von den Bezirksregierungen gefördert. Wir denken, dass wir mit unserer kleinen Heuschrecke die Pflicht haben, Produkte aus kleinbäuerlicher Biolandwirtschaft zu handeln und bekannt zu machen, und ein kleiner, aber feiner Baustein sind, der Ansätze, Spuren, Anstöße ... vermittelt.

 

 

 


Ursula Stübner, Heinz-Dieter Gasper

 
Nepal/ Kanchanjangha Tea Estate: Regenguß vorbei -
Nepal/ Kanchanjangha Tea Estate: Regenguß vorbei -
Darjeeling: Prem und HeiDi sind etwa gleich alt.
Darjeeling: Prem und HeiDi sind etwa gleich alt.
Darjeeling: Prem und sein Vater waren beide in der Tee-Politik aktiv.
Darjeeling: Prem und sein Vater waren beide in der Tee-Politik aktiv.
Darjeeling: Versammlung in Mineral Springs, Diskussionen über die Zukunft.
Darjeeling: Versammlung in Mineral Springs, Diskussionen über die Zukunft.
Vermittler zwischen den Welten: Dr. Benedikt Kaukler und Mr. Sachin Subba, Farm-Manager des Bio-Teegartens Selimbong. Hier werden die Teeblätter von Mineral Springs verarbeitet.
Vermittler zwischen den Welten: Dr. Benedikt Kaukler und Mr. Sachin Subba, Farm-Manager des Bio-Teegartens Selimbong. Hier werden die Teeblätter von Mineral Springs verarbeitet.
Darjeeling: Mr. Binod Mohan hat die Firma TPI von seinem Vater übernommen. Sie verwaltet 6 Bio-Teeplantagen, z.T. Fairtrade und Demeter-zertifiziert, und betreut 3 Kleinbauernprojekte.
Darjeeling: Mr. Binod Mohan hat die Firma TPI von seinem Vater übernommen. Sie verwaltet 6 Bio-Teeplantagen, z.T. Fairtrade und Demeter-zertifiziert, und betreut 3 Kleinbauernprojekte.
Nepal: Kinder spielen in allen Ländern ...
Nepal: Kinder spielen in allen Ländern ...
Darjeeling: Handschmuck der verheirateten Frau.
Darjeeling: Handschmuck der verheirateten Frau.
Darjeeling: Präsident der Kleinbauern-Cooperative Mineral Springs, Mr. Puran Tamang, mit seiner Mutter.
Darjeeling: Präsident der Kleinbauern-Cooperative Mineral Springs, Mr. Puran Tamang, mit seiner Mutter.
Darjeeling: Mineral Springs
Darjeeling: Mineral Springs
Dooars, Putharjhora: die Teeregion südlich von Darjeeling im Flachland.
Dooars, Putharjhora: die Teeregion südlich von Darjeeling im Flachland.
Dooars/Putharjhora: in den Teefabriken findet viel mehr Handarbeit statt, als wir uns bei den großen Mengen an Tee, die eine einzige Teefabrik erzeugt, vorstellen können. Eine Teefarm mit Teefabrik ernährt bis zu 6000 Menschen.
Dooars/Putharjhora: in den Teefabriken findet viel mehr Handarbeit statt, als wir uns bei den großen Mengen an Tee, die eine einzige Teefabrik erzeugt, vorstellen können. Eine Teefarm mit Teefabrik ernährt bis zu 6000 Menschen.
Nepal: ... und spielen mit dem, was sie gerade haben.
Nepal: ... und spielen mit dem, was sie gerade haben.
Darjeeling: Verjüngungsstrukturen in der postkolonialen Teeplantagenwirtschaft (hier: Bio-Teegarten Singell)
Darjeeling: Verjüngungsstrukturen in der postkolonialen Teeplantagenwirtschaft (hier: Bio-Teegarten Singell)
Darjeeling: Die Cooperative Mineral Springs hat auffallend viele junge, sehr engagierte Mitglieder.
Darjeeling: Die Cooperative Mineral Springs hat auffallend viele junge, sehr engagierte Mitglieder.
... die Zukunft Darjeelings
... die Zukunft Darjeelings
Dooars, Putharjhora:Mittags wird die erste Fuhre frisch geernteter Teeblätter zur Verarbeitung in die Teefabrik gebracht.
Dooars, Putharjhora:Mittags wird die erste Fuhre frisch geernteter Teeblätter zur Verarbeitung in die Teefabrik gebracht.
Dooars/Putharjhora: Teeverkostung und Diskussion mit Gautam Mohan über Marketingstrategien für Bio-Darjeeling. Gautam ist nach seinem Studium in Agrarwirtschaft und einer Zeit bei der UN in New York in die Firma seines Vaters eingestiegen.
Dooars/Putharjhora: Teeverkostung und Diskussion mit Gautam Mohan über Marketingstrategien für Bio-Darjeeling. Gautam ist nach seinem Studium in Agrarwirtschaft und einer Zeit bei der UN in New York in die Firma seines Vaters eingestiegen.



Als wir in Darjeeling waren, wurde gerade folgendes Youtube-Video gehypt. Eine kleine Bewegung - interessanterweise bisher nur im asiatischen Raum (Nepal, Darjeeling, Japan) - , die den Hit "Happy" von Pharrell Williams in der eigenen Stadt umsetzt. Hier hat eine junge Filmemacherin aus Darjeeling Menschen aus allen Schichten, allen Altersgruppen und an verschiedenen Plätzen der Stadt vor die Linse und zum Tanzen bekommen.

Wir freuen uns auf Ihre Meinung - Kommentare 0
Tags: simbabwe, nepal, darjeeling, bio-gewürze, bio-tee
Anzahl Aufrufe: 4875

hm... Herbst?

Gerade scheint die Sonne noch mal so schön. Eigentlich ist ja noch Sommer.

 

Kathrin Franckenberg: hm

 

     hm ... Herbst?

 

 

 

 



 



Kathrin Franckenberg
Kathrin Franckenberg ist Künstlerin, Meisterschülerin von M. Cassou, USA ("Point Zero"), Kunstglaserin, ausgebildet im "Begleiteten Malen", Ergotherapeutin, SI-Therapeutin (DVE) für Kinder, tätig in der Erwachsenenbildung und begleitet seit mehreren Jahren kleine und große Menschen auf ihrem kreativen Weg.   Öffnet externen Link in neuem Fensterwww.malfreude.de

Wer mehr zum Malfreude Atelier anschauen möchte, kann dies nun auch auf YouTube tun. 6 Minuten Einblicke unter:

Opens external link in new windowhttp://www.youtube.com/watch?v=BNnQBDxX1I0&feature=youtu.be

 





"Galumphierend:
 
Hat in seinem Wortklang etwas Lebendiges. Wie ein freudiges, galoppierendes Pferd seiner inneren Bewegung zu springen und zu hüpfen folgt, so folge ich auch mit dem Pinsel in der Hand, dem, was sich in mir regt. Und dem, was mich auch von „Außen“ berührt und bewegt. Was entsteht, in mir, ist auch diese Lebendigkeit, die verschiedenen Tempi, wenn es langsam wird, wenn ich stolpere, wenn ich falle, wenn ich wieder aufstehe – metaphorisch gesehen – und es hat auch eine Qualität von Absichtslosigkeit und nicht festlegen wohin, kein Ziel, ein Im Moment erleben mit der permanenten Möglichkeit, alles wieder zu zerstören und zu verändern. Das ist das spielerische Element. Das ist das Kreative. Das ist Spiel. Alles fällt auch wieder auseinander und wird neu zusammen gepuzzled, um sich beim nächsten Pinselstrich wieder zu transformieren. Es ist ein lebendiger Prozess, im Geboren werden und Sterben – ein Feld, das Kreativität ist. Ein Raum des alles und nichts, aus dem heraus Kreativität sich als Form und Farbe sichtbar werden lässt. Spontan, unreflektiert, unzensiert, erforschend, momentan…
 

Ja, und vielleicht berührt es etwas, das der Betrachter auch in sich kennt…"  

Kathrin Franckenberg

 

 

 

 

 

 

 

Wir freuen uns auf Ihre Meinung - Kommentare 0
Tags: point zero painting, authentisches malen intuitives malen, kreativität
Anzahl Aufrufe: 3042